GEZ bezahlte Meinungsmacher polemisieren gegen ALG II Leistungsempfänger

  • Am Freitag war wieder einmal eine GEZ-Gebühren finanzierte Talkshow (MDR- Riverbott) das Forum indem ein "Journalist- Peter Hahne" ungebremst seinen Frust gegen HARTZ ALG II Leistungsempfänger freien lauf lassen durfte. Dieses Interview nahm ich in brennender Sorge und mit wachsenden Befremden zur Kenntnis.


    Meiner Einschätzung nach wird diese Propaganda von politisch interessierten Kreisen so gewünscht und wird wunschgemäß von den "Mitläufern" geliefert, aber Ethisch und Moralisch ist diese Art und Weise der Herabsetzung ganzer Bevölkerungsgruppen unerträglich.


    Mit den GEZ – Zwangsgebühren wird die Meinungsmache der medialen Meinungsmacher bezahlt. Das konnten wir unlängst in der MDR Talkshow – Riverboot – Peter Hahne 13.08.10 hören in der die Herren Peter Hahne und Günter Struve über Hartz IV Leistungsempfänger polemisierten.


    Peter Hahne polemisierte zum Beispiel mit den Worten „Hartz IV in der 3. Generation“ Hartz IV wurde zum 01.01.2005 eingeführt, ein Bezug von Hartz IV in der 3. Generation ist völlig unmöglich, was diese Herren meinen, ist das Hartz IV an 3 Generationen bezahlt wird.

    Beispiel:
    1. Generation – 55 jähriger Familienvater der nach 35 jähriger Berufstätigkeit in Hartz IV abgerutscht ist.
    2. Generation – 25 jährige Tochter die mit hohen Bildungsabschluss als „Generation Praktikum“ im Hartz IV Bezug gefangen ist.
    3. Generation – 3 jähriges Kind der Tochter.


    Wo ist nun der Skandal, dass in vielen Familien 3 Generationen aufgrund der strukturellen Probleme am Arbeitsmarkt, auf den Bezug von Hartz IV ALG – Leistungen angewiesen sind?


    Die Polemik das manche ALG II Leistungsempfänger (Hartz IV) alles verrauchen und versaufen ist so schlicht und einfach, wie ich Peter Hahne einschätze, und das diese Behauptung in die Diskussion geworfen wird, ist für mich eine unerträgliche Einstufung/Herabstufung von Menschen und ihrer Familie die auf ALG II Leistungen angewiesen sind.


    Auch die von Peter Hahne propagierte – Familienchipkarte die Kinder (im besonderen Kinder in Hartz IV/ALG II Bedarfsgemeinschaften) eine Teilhabe am sozial - kulturellen Leben – erleichtern soll ist nicht so glänzend wie sie in dieser Sendung von Peter Hahne dargestellt wird.


    Zuerst müssen alle Einrichtungen die für eine Familienchipkarte für bedürftige Kinder in Betracht kommen mit Kartenlesegeräten ausgestattet werden. Die dafür aufzubringenden Kosten fehlen bei den Mitteln die eigentlich für die Kinder benötigt werden. Ebenso müssen diese Chipkarten bürokratisch verwaltet und abgerechnet werden. So ist zu prüfen wann und wie lange eine Familie eine bedürftige Familienchipkarte für bedürftige Kinder in welcher Höhe berechtigt ist. Oder sollen auch die Kinder von besser verdienendem Nutznießer der Familienchipkarte für bedürftige Kinder werden. Ich fürchte, in dieser Frage spricht mehr die reaktionäre Ideologie des Neoliberalismus als die Vernunft des Sinnvollen aus den Worten des Peter Hahne.


    Für solche Herren wäre ein Pay-TV eine sehr sinnvolle und ernüchternde Einrichtung zum ersten würde diesen Herren schlagartig klar was es heißt wenn man sein exorbitant hohes Gehalt nicht aus Zwangsgebühren (GEZ) der TV Haushalte/Nutzer bezieht, sondern nur aus den Einnahmen das durch die tatsächliche Zuschauermenge (Pay-TV) generiert wird. Zum zweiten würde diese Herren deutlich bewusst, wie wenig Menschen ihre Propaganda – Tiraden gegen die Ärmsten der Gesellschaft hören und sehen möchten.


    Das was sich die Gesprächsteilnehmer in der Sendung Riverboot zum Thema Hartz IV an sprachlicher Polemik und Demagogie geleistet haben, ist in meinen Augen ein absolutes „no go“

  • Am Freitag war wieder einmal eine GEZ-Gebühren finanzierte Talkshow (MDR- Riverbott) das Forum indem ein "Journalist- Peter Hahne" ungebremst seinen Frust gegen HARTZ ALG II Leistungsempfänger freien lauf lassen durfte. Dieses Interview nahm ich in brennender Sorge und mit wachsenden Befremden zur Kenntnis.



    Die Sendung habe ich zwar nicht gesehen, hätte sie aber wahrscheinlich mit der gleichen Befriedigung zur Kenntnis genommen wie den ARD Presseklub von gestern, wo der schmähliche Rentenrückzieher der SPD diskutiert wurde. Gestört hat mich dabei nur, daß angeblich kein einziger Journalist zu finden war, der sich die gewendete SPD-Position zu eigen gemacht hätte. Der Tenor, daß eine Partei, die nicht das Rückgrat hat, selbst richtig Beschlossenes gegen politischen Gegenwind zu vertreten, nicht regierungsfähig, sprich nicht wählbar sei, wurde mir zu unisono von allen Diskutanten vertreten.
    Ansonsten möchte ich betonen, daß ich auch GEZ-Gebührenzahler bin.

  • Der Tenor, daß eine Partei, die nicht das Rückgrat hat, selbst richtig Beschlossenes gegen politischen Gegenwind zu vertreten, nicht regierungsfähig, sprich nicht wählbar sei, wurde mir zu unisono von allen Diskutanten vertreten.


    Mmh... gemessen an diesem Kriterium fallen CDU, SPD, Grüne und FDP ja als wählbare Parteien schonmal aus. Und was nun? :bounce:


    So schlecht finde ich die Idee mit den Chipkarten gar nicht. Auch wenns noch keinem aufgefallen ist - die Dinger werden eh unser aller Zukunft sein und es werden immer mehr schöne Applikationen erfunden, welche als Grund dafür dienen werden, das bald in jedem Büro so ein kleiner, feiner Kartenleser der 2. oder 3. Generation steht. Und wenns nur dafür ist, den neue E-Personalausweis einlesen zu können.
    Gewöhnt euch schonmal dran.

  • Wenn schon diese unselige Chipkarte, dann bitte schön für alle Kinder! Da wird dann das monatliche Kindergeld drauf überwiesen und fertig. Obwohl ich mich schon frage, wie die "kulturelle Förderung" für Säuglinge aussehen soll? Kann ich dann diese tollen "Mozart für Babies" Einschlaf-Cds mit der Chipkarte zahlen?

    An der Gesamtschule meiner Töchter gibt es tägliches Mensaessen. Jedes Kind hat ein Essenskonto, per Internet wird das Essen bestellt, die Kinder ziehen nur eine Karte mit Strichcode über einen Scanner, dann wird das Geld vom Konto abgebucht. Es gibt die Regelung, daß Kinder, deren Eltern nicht über ein bestimmtes Nettoeinkommen hinaus verfügen, das Essen kostenlos erhalten. Dieses Essensgeld wird dann vom Landkreis auf das Konto überwiesen. Aber durch das Scannerverfahren bekommt kein anderes Kind mit, wer das Essenskonto "gefüttert" hat....
    Schlimmer fand ich es schon in der Grundschule. Museumsbesuch mit der vierten Klasse. Kinder, deren Eltern ALG II bezogen, brauchten nicht zu zahlen, mussten dafür den städtischen Sozialpasse verlegen. Soweit, so gut. Anstatt jetzt einfach von allen zahlenden Kindern das Eintrittsgeld einzusammeln, und alles komplett - inkl. der Sozialpässe- gesammelt an der Kasse vorzulegen, ließen die Lehrer die Kids einzeln antreten. Fand ich schrecklich. Da hätte man den Kindern gleich einen Stempel aufdrücken können....

    Und diese Debatten im Fernsehen- ich tu sie mir einfach nicht mehr an. Ist mir zu blöd. Ich kenne einige Hartz IV-Empfänger mit Kindern. Einige von ihnen rauchen, genau wie ich. Da sich aber kein Mensch für meinen Nikotinkonsum interessiert- immerhin könnte es sein, daß ich bei knapper Kasse ebenfalls meinen Ziggis den Vorzug gebe, wer weiß das schon genau? - sehe ich nicht ein, warum jemand, der staatliche Leistungen bezieht, nun auch noch unter Generalverdacht gestellt wird??

  • Die Sendung habe ich zwar nicht gesehen, hätte sie aber wahrscheinlich mit der gleichen Befriedigung zur Kenntnis genommen wie den ARD Presseklub von gestern, wo der schmähliche Rentenrückzieher der SPD diskutiert wurde. Gestört hat mich dabei nur, daß angeblich kein einziger Journalist zu finden war, der sich die gewendete SPD-Position zu eigen gemacht hätte. Der Tenor, daß eine Partei, die nicht das Rückgrat hat, selbst richtig Beschlossenes gegen politischen Gegenwind zu vertreten, nicht regierungsfähig, sprich nicht wählbar sei, wurde mir zu unisono von allen Diskutanten vertreten.
    Ansonsten möchte ich betonen, daß ich auch GEZ-Gebührenzahler bin.


    lediglich gestört oder nachdenklich gemacht? (Betr. Presseausgewogenheit bzw. fehlender Kritikfähigkeit).

  • lediglich gestört oder nachdenklich gemacht? (Betr. Presseausgewogenheit bzw. fehlender Kritikfähigkeit).



    Nun, da ich der gleichen Meinung bin, hat mich lediglich gestört, daß der Sendung mangelnde Ausgewogenheit unterstellt werden könnte.
    Daß kein Journalist zu finden war, der die Rücknahme des Rente 67 Beschlusses der SPD unterstützt, hat mich in Bezug auf die Fachkompetenz dieses Berufsstandes etwas zuversichtlicher gemacht.

  • Nun, da ich der gleichen Meinung bin, hat mich lediglich gestört, daß der Sendung mangelnde Ausgewogenheit unterstellt werden könnte.
    Daß kein Journalist zu finden war, der die Rücknahme des Rente 67 Beschlusses der SPD unterstützt, hat mich in Bezug auf die Fachkompetenz dieses Berufsstandes etwas zuversichtlicher gemacht.


    du weisst aber, das es auch medien gibt, die eine andere meinung vertreten ,herrn schönbom sind diese durchaus bekannt, die wurden natuerlich nicht eingeladen, ist doch klar warum:biggrin:this is phoenix

  • du weisst aber, das es auch medien gibt, die eine andere meinung vertreten ,herrn schönbom sind diese durchaus bekannt, die wurden natuerlich nicht eingeladen, ist doch klar warum:biggrin:this is phoenix


    rather wdr than phoenix. :)

  • Nun, da ich der gleichen Meinung bin, hat mich lediglich gestört, daß der Sendung mangelnde Ausgewogenheit unterstellt werden könnte.
    Daß kein Journalist zu finden war, der die Rücknahme des Rente 67 Beschlusses der SPD unterstützt, hat mich in Bezug auf die Fachkompetenz dieses Berufsstandes etwas zuversichtlicher gemacht.


    Nicht nur mangelende Ausgewogenheit, sondern auch fehlende Sachkompetenz, muss man mittlerweile solchen Formaten unterstellen..
    Rente mit 67 zurück zu nehme, ist eine logisch Folge.
    1. Wurde uns immer gesagt, dass wir Kapitaldeckung brauchen, was absoluter schwachsinn ist, da Kapitaldeckung ebenso probleme hat, wenn sich die Altersstruktur veränderte, wie die Staatliche Rente, wobei die weniger Konjunkturanfällig ist, wie die Kapitaldeckung.
    Erkennt man übrigens grade an Japan, wo die alte Generation grade mit dem endsparen beginnt, daher ihre Altersvorsorge nutzt, und den Staat langsam in Truddeln bringt.
    Die Japanischen Sparen hatten primär Japanische Anleihen gekauft, und damit den riesigen Schuldenberg des Staates finanziert.
    2. Bringt längeres Arbeiten garnichts, da man die entsprechenden Stellen weder hat, und den Jungen Leuten damit schwierigkeiten am Arbeitsmarkt beschert.
    Grade die Junge generation ist derzeit massiv von prekärer Beschäftigung konfrontiert, und wenn die Generation dann in Rente geht, muss man zwangsläufig die Rente anders umstellen.
    Arbeitsmarktpolitik und Rentenpolitik zu vermengen, und mit einer angeblichen Demographie zu drohen, die erst durch die Arbeitsmarktpolitik geschaffen bzw verschärft wird, ist ein Hohn für meine Generation, und schlägt langsam dem Fass den Boden aus.
    3. weitere Automatisierung, produktitvitätsteigerungen, sowie der Wandel in der Arbeitswelt wird bei den statischen Ãœberlegungen beim Thema Alter/Rente und Bevölkerungsentwickelung konsequent ausgeblendet, was grade für mich, der ich ja in dem Bereich in der Forschung war, langsam lächerlich wirkt..
    Sieht man sich an, was da noch in der Pipiline ist, und teilweise grade Marktreif ist, fragt man sich schon, was die Deppen da von sich geben..


    Rente mit 67 ist teil der Kurzfristigen Denke, die uns von den Idioten von INSM, Bertelsmannstiftung und den Medialen Hurren gern als Alternativlos propagiert wird, aber eben nicht alternativlos ist..
    Es gibt immer Alternativen..

  • USA - Kriege - Zusammenhang mit unserer Rente?
    Was hat das miteinander zu tun?
    Einiges, wenn nicht vieles.
    Aus dem Buch: "Bankraub Globalisiert" v. P Haisenko
    Die USA führen in den letzten Jahrzehnten nahezu ununterbrochen irgendwo auf der Welt Krieg. Die BRD finanziert einen Teil des amerikanischen Militärs. So macht sich die BRD zumindest der finanziellen Teilnahme an den Kriegen der USA schuldig. Die Teilnahme am ersten Irakkrieg in Form von zweckgebundener Zahlung von 12 Milliarden D-Mark an die USA kann man nicht wegdiskutieren. All das ist verfassungswidrig.
    Hatte die BRD bis Fischer und Schröder noch keine Soldaten für die kriegerischen Aktionen im Ausland, so hatte sie doch die Kosten für eine kriegerische Armee um Ausland zu tragen. Diese Belastung der deutschen Bürger hätte 1990 beendet werden können. Das wir nach wie vor amerikanische Soldaten im Land bezahlen müssen, ist der Preis für die Zustimmung der USA zur Wiedervereinigung.
    Um das Platzet der Siegermächte zur Wiedervereinigung zu erhalten. musste die BRD einige nicht veröffentlichte vertragliche Zusicherungen garantieren. Keine war zum Vorteil der deutschen Bürger. Ãœber einige darf nicht gesprochen oder geschrieben werden, obwohl sie einschneidende Auswirkungen zum Beispiel auf die Rentenkase haben.

    Nur so viel: Die Schuld an der Ãœberlastung des Rentensystems ist nicht bei den neuen Bundesländern zu suchen.
    "
    "So müssen wir noch mehr arbeiten und noch billiger produzieren, damit durch erhöhte Profite der Konzerne und Banken unser Geld (unsere Arbeit!) auf völlig undurchschaubaren virtuellen Kanälen an die Amerikanischen Oligarchen zur Deckung ihres Aussenhandelsdefizits weitergeleitet werden kann. Wir alle leisten unseren Beitrag, damit die USA weiterhin ihre imperiale Strategie verfolgen können.
    Wenn man diese Zusammenhänge verstanden hat, ist die Lösung für unsere Probleme so verblüffend einfach, dass man es kaum glauben will."
    Wer also denkt die Rente mit 67 wäre zu gunsten unseres Landes liegt dank Mainstreammedien total daneben und sollte sich mal in das Thema
    "Bundesrepublik bezahlt US Militär" einlesen und den sog. Reptilienfonds eines jeden Bundeskanzlers/in befassen.

  • Gestört hat mich dabei nur, daß angeblich kein einziger Journalist zu finden war, der sich die gewendete SPD-Position zu eigen gemacht hätte.


    Journalisten sind nicht dazu da, sich die Meinung von Parteien, Lobbyisten, Verbänden usw. zu eigen zu machen. Wenn sie es trotzdem tun, zeugt es, milde ausgedrückt, zumindest von mangelndem Reflektionsvermögen oder schlicht davon, dass der eine oder andere besser die Seiten wechseln und als Pressesprecher arbeiten sollte. Tatsächlich vermengt sich das oft, und das journalistisch zumeist tödliche Ergebnis wird dann zu Recht als interessengeleitete Meinungsmache wahrgenommen.


    Die Talk-Show mit Peter Hahne habe ich nicht gesehen. Aber das ist ein gutes Beispiel: Der Typ hat m.E. vor langem den sauberen Absprung Richtung PR verpasst, und nun geistert er als christlich-konservativer Lobbyist Hybrid durch diverse Kanäle. Tscha, so läuft's...
    Nur kann ich mich darüber nicht mehr groß aufregen, zumal bei ihm wenigstens klar ist, unter welcher Flagge er segelt. Aber den Sender wechseln oder das TV ausstöpseln, ist auch 'ne Lösung, bevor man sich schwarz ärgert. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von A0067 ()

  • Das was sich die Gesprächsteilnehmer in der Sendung Riverboot zum Thema Hartz IV an sprachlicher Polemik und Demagogie geleistet haben, ist in meinen Augen ein absolutes „no go“

    Ich habe diese Sendung nicht gesehen (weil ich ohnehin fast nie Fernsehen schaue). Möglich, dass sie polemisch und demagogisch war.


    Die Ausgewogenheit, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk und das fernsehen zu gewährleisten haben, bezieht sich auf eine Gesamtschau des Programms. Insgesamt also, unter Einbeziehung aller Sendungen, soll Pluralität gewährleistet sein und allein damit ist die Gebührenfinanzierung auch begründet.


    Etwa haben Reich-Ranicki und zahllose andere Kritiker die teilweise bis zur Kraftlosigkeit ausgedehnte Ausgewogenheit schon immer scharf angegriffen und postuliert, das Fernsehen unterfordere den Zuschauer.


    Das tritt vor allem dann zutage, wenn nicht nur in der besagten Gesamtschau, sondern innerhalb jeder einzelnen Sendung versucht wird, allen Standpunkten gleichermassen gerecht zu werden. Es fragt sich dann, ob man überhaupt noch von einem Beitrag zur Meinungsbildung sprechen kann, wenn auch so gar kein Widerspruch mehr provoziert wird.


    Man kann ja nicht sagen, dass es nicht genügend "enthüllende" und sehr investigative Magazine gibt. Und ganz sicher achten die nachgerade langweilig paritätisch besetzten Rundfunkräte peinlich darauf, dass auch ja nichts und niemand zu kurz kommt. Meist hat eine polarisierende Darstellung deshalb an anderer Stelle ihr Gegenstück.


    Wie gesagt, ich schaue nur noch selten, aber mir scheint, dass im Zuge einer PC "bis aufs Messer" gerade die politischen Magazine noch mehr an Attraktivität verloren haben, als sie sowieso seit je hatten. Und vielleicht wäre heute nicht mehr möglich (ich weiss es aber nicht) einem pointierten "Report" in der ARD ein "ZDF-Magazin" mit einem Löwenthal gegenüberzustellen. Man "erträgt" scheinbar manche Meinungen wesentlich schwerer als noch vor 20 Jahren und wünscht unmittelbare entschiedene Entgegnung ?


    Wie auch immer: die Gebührenfinanzierung steht sowieso auf dem Prüfstand.
    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die historische Debatte inklusive der BVerfG-Urteile (sog. Fernsehurteile) u.a. bei der Einführung des (ja bundesweiten) ZDF als "Adenauers Staatsfunk" etc. etc.
    _______________________________________________________
    Info dazu:
    Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Februar 1961


    In seinem (1.) Fernsehurteil bestätigte das Bundesverfassungsgericht

    • eine Rundfunkstruktur, in der alle gesellschaftlich relevanten Kräfte im Programm und in den Organen zu Wort kommen
    • die Zuständigkeit der Länder in Rundfunkangelegenheiten.


    Weiter bei Rundfunkgeschichte
    Siehe auch: Bundeszentrale für politische Bildung zu den Fernsehurteilen und der gesamten Historie

  • Wenn schon diese unselige Chipkarte, dann bitte schön für alle Kinder! ...



    ...gibt es die Landeshauptstadt Stuttgart - FamilienCard für alle Familien mit einem Haushaltseinkommen unter 60.000 Euro.

    Zusätzlich ohne Anrechnung auf irgedwelche anderen Zuwendungen.

    Benutzbar in städtischen Sport- Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Diejenigen, welche in den Genuß kommen habe ich noch nicht darüber klagen gehört, dass das Guthaben nicht anderweitig verkonsumiert werden kann.


  • ein seltsamer beitrag.
    wenn die öffentlich rechtlichen ausgewogenheit ernst nehmen, und jeden zu wort kommen lassen, wie kann das langweilig sein ?
    und wenn doch wünscht du dir mehr unsachliche polemik und hetze gegen minderheiten ?


    jedem journalisten steht auch eine meinung zu.
    er muß diese nur deutlich kennzeichnen.
    allerdings gilt dabei zu beachten, dass man dabei sehr leicht in verdacht gerät parteilich zu berichten.
    und des weiteren, dass eine meinung auch fundiert sein muß.


    wenn herr hähne kritisiert, dass es H IV ( oder was er wohl meinte transferleistungsempfänger ) in der 3. generation gibt, dann richtet sich diese kritik bei 8 millionen TF empfängern im verhältnis zu 600.000 offenen stellen an die gesellschaft die seit 30 jahren keine angebote an diese menschen macht, und nicht an die ausgegrenzten.


    dass die ÖR bei der auswahl der meinungsdarstellung auch auf qualität achten spricht eher für sie.
    die oberflächlichkeit und parteilichkeit der privaten hingegen grenzt an volksverdummung und propaganda.


    baku

  • ein seltsamer beitrag.
    wenn die öffentlich rechtlichen ausgewogenheit ernst nehmen, und jeden zu wort kommen lassen, wie kann das langweilig sein ?
    und wenn doch wünscht du dir mehr unsachliche polemik und hetze gegen minderheiten ?

    Nein, das hast Du falsch verstanden. Sibylla berichtete von einem offenbar sehr einseitigen Beitrag (den ich wie gesagt nicht gesehen habe).
    Daraufhin habe ich dargestellt, dass es auch einseitige Beiträge geben darf, sofern nur insgesamt, also im gesamten Programm Ausgewogenheit herrscht. So war es jedenfalls mal gedacht.
    Inzwischen ging die Entwicklung aber dahin, dass man oft schon innerhalb eines Beitrags versucht, Ausgewogenheit herzustellen (mal mehr, mal weniger). Dadurch verlieren die einzelnen Beiträge an Schärfe, was sie insgesamt langweiliger macht.
    Das wird kritisiert.

  • An alle die das MDR - Riverboot nicht gesehen haben.


    Auf der Seite Riverboat | MDR.DE kann jeder das Audio-Podcast das Gesprächs mit Peter Hahne nach hören. Beitrag 5 12:31 Min.


    mmhh ...


    der podcast ist 12:56 lang ...


    da stimmt was nicht.


    gruß baku