Prekäre Beschäftigung und Depression

  • Sieht so aus, als wäre es menschenrechtswidrig um sechs Uhr zur Arbeit aufzustehen.



    Das ist es nur dann, wenn derjenige die Zeit zwischen sechs und sieben nutzen muß, die Aufstockerpapiere auszufüllen... :smile:

  • was soll man noch dazu sagen was nicht schon gesagt wurde ?


    der bogen ist überspannt !


    gruß baku


    Dazu was sagen ist insofern sinnvoll, als weil die Problematik schamvoll verschwiegen wird.
    Da ist inzwischen brüllen sinnvoll!


    Sagen, brüllen allein ist natürlich auch zu wenig.


    Protest ist notwendig,
    Streik (ich prostituiere mich nicht auf dem Arbeitsmarkt)
    anders machen.

  • Gibt es denn nur noch Geistesgestörte, die entweder
    60+ Wochenstunden schieben und mit permanent ausgefahrenen Ellenbogen Karriereschneisen durch die Kollegen schlagen
    oder
    schlaftrunken um neun Uhr auf den Wecker schauen und sich ärgern dass Ihnen dieser Sklaventreiber von der Arge um 11 Uhr einen Vorstellungstermin angesetzt hat und die den Rest der Zeit bis zur provozierten Absage damit zubringen sich darüber aufzuregen, dass der HIV-Satz menschenrechtswidrig niedrig ist..



    Arbeiten in Deutschland ist inzwischen was für Geisteskranke.
    Viele Stellenausschreibungen kommen der Freigabe einer stationären Behandlung gleich.



    Gemein haben diese beiden Seiten wohl nur, dass sie sich der absoluten Ãœberlegenheit Ihrer Lebensführung unerschütterlich gewiss sind.


    Wenn dem so wäre, dann irren jeweils beide Seiten.
    Um Germany ist es schlecht bestellt.


    Ich finde es zum Kotzen, eine positive Einstellung der Arbeit gegenüber derart wurstig herunterzumachen. Niemandem, der sich selbst von den Giovannis dieser Erde durchschleppen lässt, gönne ich solche Philosophien.


    Dann fragen Sie sich bitte doch einmal, WARUM eine positive Einstellung der Arbeit gegenüber in diesem Land bei Millionen Menschen inzwischen verloren gegangen ist
    und denen kaum noch was anderes einfällt, als das wurstig herunterzumachen, was sich in diesem verzockten Land noch Arbeit schimpft!


    Gruss Kleinlok

  • Es gibt eben Leute, die sind von höherer Einsicht geknutscht und sehen sich als den geistigen und argumentativen Nabel der Welt.


  • hmmm... mal was hierzu im kontext:


    http://www.spiegel.de/gesundhe…idepressiva-a-934761.html
    OECD-Studie: Menschen reicher Länder nehmen immer mehr Antidepressiva
    Ärzte verschreiben Erwachsenen aus wohlhabenden Ländern immer häufiger Antidepressiva. Das zeigt der neue OECD-Gesundheitsreport. Der Einfluss der Wirtschaftskrise auf die Psyche könnte eine Rolle spielen - aber auch ein leichtfertigerer Umgang der Ärzte mit den Medikamenten.


    ... Island, Australien und Kanada führen die Tabelle an. So wurden 2011 in Island etwa hundert Dosen je 1000 Einwohner pro Tag verschrieben. 2000 waren es dagegen nur etwa 70. Auch in Deutschland hat sich die Zahl der Verschreibungen deutlich erhöht: von knapp über 20 Tagesdosen je 1000 Einwohner im Jahr 2000 auf 50 Tagesdosen je 1000 Einwohner in 2011. Damit liegt Deutschland aber unter dem OECD-Durchschnitt, der 2011 56 Tagesdosen pro 1000 Einwohner betrug.


    ... Anstieg der Suizidraten in Ländern mit steigender Arbeitslosigkeit
    Laut OECD-Report könnte auch die Finanzkrise einen Einfluss auf den steigenden Gebrauch von Antidepressiva haben. Hinweise darauf geben Studien, wie etwa jene von chinesischen Forschern, die vor kurzem die Daten zu Suizidraten aus 54 Ländern ausgewertet hatten: Demnach gibt es einen statistischen Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Suizidraten und dem Ausmaß der Arbeitslosigkeit in den jeweiligen Ländern. Zudem sind laut OECD-Report die Verschreibungsraten von Antidepressiva in Ländern wie Spanien und Portugal, die schwer von der Wirtschaftskrise getroffen wurden, in den vergangenen Jahren um 20 Prozent gestiegen.
    Eine alleinige Erklärung für den Trend ist die Finanzkrise jedoch nicht: So ist der Gebrauch von Antidepressiva in Deutschland, das weniger stark davon betroffen war, zwischen 2007 und 2011 viel drastischer gestiegen - um 46 Prozent.



  • Sein Problem ist kein Einzelfall, die gesellschaftliche Komponente wird aber meist verdrängt, die da wäre:


    Miese Jobs, miese Löhne, arrogantes Arbeitgebergehabe und miese Arbeitsbedingungen schaffen ein ungesundes Klima in der Arbeitswelt. An Arbeit suchende und arbeitende Menschen werden oft hohe Leistungserwartungen seitens der Arbeitgeber gestellt, ohne dass diese dann mit ihrer angedachten Entlohnung einen fairen Gegenwert bieten. Wer damit nicht einverstanden ist, kann gehen - wer so doof ist und bleibt, darf sich arm und doof arbeiten. Beide Alternativen erniedrigen die betroffenen Arbeitnehmer. Der Begriff "abhängig beschäftigt" bekommt mal wieder neu eine ekelhafte devote Prägung.


    Obwohl Millionen Menschen von dieser entwürdigenden und beschämenden Praxis betroffen sind, werden diese Problematik und erst recht die gesellschaftlichen Ursachen derselben verdrängt, stattdessen werden die von dieser Problematik betroffenen Menschen gerne als klinische Fälle stigmatisiert und sollen ihre Problematik bitte eigenverantwortlich als hausgemacht begreifen. immerhin kann dann das kapitalistische Schweinesystem noch mit Angeboten aus dem Bereich der Psychoklempnerei aufwarten. Das schafft Arbeitsplätze (die von jungen meist auch schlecht vergüteten Psychologen besetzt werden) und den Klinikbetreibern ein satte Rendite versprechen.
    Am Elend verdienen sich also Private (und besonders die Pharmaindustrie mit ihren "Happy pills" dumm und dämlich - aber oft besteht nur der Ehrgeiz darin, die Opfer des Systems in Richtung funktionierendes Zahnrad zu flicken. Wenn dieses Spiel klappt, läuft es erst mal wieder, wenn nicht - bleibt noch der Suizid. Auch Begräbnisse bringen - äh-kosten Geld und die Wirtschaft muss brummen.


    Der Mensch ist schon lange nicht mehr das was er sein könnte. Er hat in unserer zwangshaft ökonomisierten Welt noch nie eine Rolle gespielt und soll das nicht- Rendite und Kapital sind die Götter, dem das scheinchristliche Abendland hinterherläuft.
    Wer in dieser psychotischen Sekte nicht mehr mitkommt, hat Pech gehabt.


    ich wünsche deinem Bekannten alles gute, wirklich krank ist dieses kapitalistische Scheißsystem,
    das hätte längst schon doppelt und dreifach in Therapie gehört, bevor sich noch weitere tausend Unschuldige in den Freitod stürzen.

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Sein Problem ist kein Einzelfall, die gesellschaftliche Komponente wird aber meist verdrängt, die da wäre:


    Miese Jobs, miese Löhne, arrogantes Arbeitgebergehabe und miese Arbeitsbedingugen


    Die erwähnten Bedingungen stimmen, mehr jedoch sind persönliche Erfahrungen seitens des Elternhauses und spätere Beziehungen, die scheitern, Gründe für Depressionen. Meine leider früh verstorbene Cousine hatte schon als junge Frau ständig Depresssionen und Weinkrämpfe. In ihrer Familie wurde meistens während der Essenszeiten am Tisch heftig gestritten, zudem lag das Kinderzimmer zur lauten Straße hin. Wenn ich bei meinem Onkel und meiner Tante war, konnte ich die Mahlzeiten kaum ertragen.

  • Die erwähnten Bedingungen stimmen, mehr jedoch sind persönliche Erfahrungen seitens des Elternhauses und spätere Beziehungen, die scheitern, Gründe für Depressionen. Meine leider früh verstorbene Cousine hatte schon als junge Frau ständig Depresssionen und Weinkrämpfe. In ihrer Familie wurde meistens während der Essenszeiten am Tisch heftig gestritten, zudem lag das Kinderzimmer zur lauten Straße hin. Wenn ich bei meinem Onkel und meiner Tante war, konnte ich die Mahlzeiten kaum ertragen.


    Sorry- deine private Empirie ist nicht der Bauchnabel der Welt. Viele Depressionen mögen vielfältige Ursachen haben, aber dass z.B. gesellschaftliche Umstände als wesentliche Faktoren für die Entstehung und Ausbildung einer Depression gelten können, dafür mache ich inzwischen durch meine psychologische Arbeit viele Hinweise aus. Sogar dein Beispiel lässt in der von dir gewählten Beschreibung eine gesellschaftliche Komponente vermuten, z.B. dürfte die Familie nicht allzu begütert gewesen sein, wenn das Kinderzimmer zu einer lauten Straße lag, evtl. bildete Geldmangel einen Stressfaktor, der für die Streitgespräche am Tisch sorgte?


    Das Problem Depression wird unzutreffend individualisiert, schuld sollen der davon betroffende Mensch, die Familen, evtl. noch seine engeren Lebensumstände sein. Dann soll aber Schluß sein und die gesellschaftlichen Ursachen schamlos geleugnet werden. Das kann dann für die Opfer einer Depression bzw. von Vorformen dazu entwürdigend, stigmatisierend und damit doppelt belastend auf diese wirken. M.E. verschärft dieser Umstand die psychische Belastung und kann erst richtig in die Depression führen und solange in diesem krankmachenden System nicht wirklich die Ursachen erkannt, sondern stattdessen nur tabuisiert werden, sieht es dann leider für viele Betroffene mau aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Depression wird nicht umsonst inzwischen als eine "Volkskrankheit" bezeichnet, denn sie betrifft Angehörige aller Schichten und nicht nur vorrangig sozial Benachteiligte. Und wenn man von depressiven Verstimmungen oder gar Depression spricht, geht es zuallererst nicht um Schuld, sondern um Ursachen, die so vielfältig sind, dass man Depressive nicht nach Schema F behandeln kann. Traumatische Erlebnisse, Angststörungen, Störungen im Hormonhaushalt und/oder Stoffwechsel, Stress und ja auch soziale Benachteiligung oder Arbeitslosigkeit können der Auslöser sein, um nur einige zu nennen. In der Regel sind es mehrere Dinge und nicht ein spezifischer Punkt. Heute weiß man zum Beispiel, dass depressive Verstimmungen oder Depressionen bei Frauen sehr oft einen hormonellen Zusammenhang aufweisen und Psychopharmaka hier nicht sofort aus der Arzttasche gezaubert, sondern der Hormonhaushalt in Ordnung gebracht werden muss.

  • Depression wird nicht umsonst inzwischen als eine "Volkskrankheit" bezeichnet, denn sie betrifft Angehörige aller Schichten und nicht nur vorrangig sozial Benachteiligte. Und wenn man von depressiven Verstimmungen oder gar Depression spricht, geht es zuallererst nicht um Schuld, sondern um Ursachen, die so vielfältig sind, dass man Depressive nicht nach Schema F behandeln kann.


    Ersetzen wir den Begriff Schuld durch Verantwortung. Verantwortung an den Ursachen dieser als "Volkskrankheit". Hier geht es m.E. um des Pudels Kern des Problems: Obwohl bestimmte Ursachen depressiver Erkrankungen sich m.E. deutlich abzeichnen, werden sie gesellschaftlich tabuisiert und das teils seit Jahrzehnten. Lieber wird die ganze Batterie von Psychopharmaka auf die armen Teufel losgelassen, erleben diese eine ganze Odyssey von therapeutischen Maßnahmen und hilflosen Therapeuten (die sich damit ihren Erwerb zusammenbasteln), als das die teils deutlich erkennbaren Missstände prekärer Arbeit und der damit zusammenhängenden prekären Lebensformen in den Blick genommen werden, diese werden schamlos geleugnet und mit teils hanebüchenen verlogenen Konstrukten vernebelt.


    Ein Beispiel für die blöde Schwurbelei, welche das Problem prekärer Beschäftigung verdrängt und vernebelt (weil die Schwurbler nicht davon betroffen sind) liefert MdB Brinkhaus am 6.10.2010 bei Maybritt Ilnner. prekäre Beschäftigung wird von ihm als quasi Gnade dargestellt, dass in Wirklichkeit sinnvolle und nötige menschliche Arbeitsleistung immer mehr schamlos ausgebeutet wird kommt dem mit 100 000 Euro brutto Bundestagsdiät per anno überbezahlten Sesselpupser nicht in den Sinn:



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    Der Hansel und alle anderen, die dieses miese Ausbeutersystem stützen und befördern, das Millionen Mensch krank und fertig macht, gehören in Therapie, das müsste nicht mal die Kassen was kosten, ich empfehle mind 3 Monate harte körperliche Arbeit bestenfalls zum Facharbeiterlohn und auch nur dann, wenn die nach 1 Monat die hier zu erwartende Leistung bringen.

    6 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Und wenn man von depressiven Verstimmungen oder gar Depression spricht, geht es zuallererst nicht um Schuld, sondern um Ursachen, die so vielfältig sind, dass man Depressive nicht nach Schema F behandeln kann.

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    Aus dem Grunde darf man eine Behandlung mit Medikamenten nicht von vorherein ausschließen.

  • Und wenn man von depressiven Verstimmungen oder gar Depression spricht, geht es zuallererst nicht um Schuld, sondern um Ursachen, die so vielfältig sind, dass man Depressive nicht nach Schema F behandeln kann.


    Aus dem Grunde darf man eine Behandlung mit Medikamenten nicht von vorherein ausschließen.


    Weiter oben erwähnte Cousine hat auch mehr auf Jesus vertraut und Medikamente grundsätzlich abgelehnt. Selbst ihre schizophrene Schwester hat sie überredet, ihre Medikamente abzusetzen.


    Das ist verantwortungslos.

    Einmal editiert, zuletzt von A0048 ()

  • Aus dem Grunde darf man eine Behandlung mit Medikamenten nicht von vorherein ausschließen.


    Weiter oben erwähnte Cousine hat auch mehr auf Jesus vertraut und Medikamente grundsätzlich abgelehnt. Selbst ihre schizophrene Schwester hat sie überredet, ihre Medikamente abzusetzen.


    Das ist verantwortungslos.


    Tja, der arme Jesus, der kann seit rund 1984 Jahren nicht mehr direkt in das oft schwachsinnige Geschehen dieser Welt eingreifen, hat zwar jede Menge sinnvolle Leitideen ins Rennen gebracht, aber gerade seine hauptamtlichen Groupies konterkarieren das oft auf schamloseste Art und Weise, allen voran die Kanzlerschnepfe, die genauso wenig christlich ist wie Mozart ein Diktator war.


    Und die Kirchen, die sich auf den netten Herrn Jesus so gerne und so oft berufen, verraten seine Botschaft an allen Ecken und Enden und das an allen tagen des Jahres. Sie schwiegen zu einem zur Konsumschlacht pervertierten Weihnachten, dass den eigentlichen Sinn dieses Festes as absurdum führt. Die enteierten Kirchenführer schmücken sich mit Goldkettchen, schwätzen irgendeinen verbalen belanglosen Müll von ihren morschen Kanzeln daher, der alle einschläfert und nichts zum aktuellen Beschiss sich zu sagen traut. Gottesdienst ist zum Zeitraub geworden.


    Wenn mal alle Jubeljahre ein sozialkritischer Bibeltext dran kommt, wird seine Thematik schamlos zerredet. Im Sommer 2012 hat die Predigerin im Halberstädter Dom am Thema dieses Gleichnis komplett vorbei geredet - in der Schule hätte es dafür eine 6 gegeben.

    https://de.wikipedia.org/wiki/…den_Arbeitern_im_Weinberg


    Sie hat ihren Job so gemacht, wie sie den machen soll: Kein Wort zu den Ursachen der Armutsproblemtik. Die reichen Scheißer, welche noch den Kirchenladen finanzieren wollen nämlich kein Wort dazu hören. Das macht nur die Lebenslage der Armen nicht besser und spätestens für die ist eine Kirchenmitgliedschaft beschämend. Zeit und Geld für degenerierte pseudo-christliche Kirchen zu verplempern können sich nur Reiche erlauben.

    3 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • [h=1]Das neue kapitalistische Mittelalter[/h]
    Das mittelalterliche Ideal der Universalität der christlichen Religion kehrt als Ideologie der Globalisierung des Finanzmarktes zurück
    Die neue Weltordnung nach dem Jahr 1989 hat sich in Form einer Refeudalisierung der kapitalistischen sozialen Beziehung im Rahmen eines einheitlichen globalen Raums strukturiert, der als die Verwirklichung des "neuen Mittelalters" bezeichnet werden könnte, das Alain Minc 1993 in seiner Studie Le nouveau Moyen Âge vorausgesehen hat.


    WEITER:
    https://www.heise.de/tp/featur…-Mittelalter-3591548.html



  • Zitat: ....Die Flexibilisierung der Massen, die heute im Gange ist, bringt eine gewaltige, postmoderne und migrierende Plebs hervor, die aus Telefonisten und Forschern, Arbeitern und Pflegern, Praktikanten und Lohnarbeitern besteht, sprich aus Figuren, zwischen denen zwar Welten liegen, die aber trotzdem in der Erpressung von Mehrwert und der Erbringung von abrufbarer, flexibler und befristeter Mehrarbeit geeint sind.


    Also willkommen im Mittelalter!

    Einmal editiert, zuletzt von A0909 ()

  • es ist und war ein grundfehler der moderne, der demokratie nach 45 in europa, dass mit der demokratie nicht auch eine enteignung des adels verbunden war.
    wie kann und konnte es freiheit geben, wenn die eigentumsverhältnisse das adelige eigentumsrecht niemals in frage gestellt haben, und schon gar nicht überwunden haben ?


    eigentum und freiheit gehören unauflösbar zusammen, wer nichts besitzt kann niemals seine eigene zukunft frei gestalten.
    mindestens ein stück land und ein dach überm kopf sind grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes leben.

    Einmal editiert, zuletzt von bakunicus ()

  • Wenn heute in Deutschland einige von einem Erfolg der Hartz IV Agenda sprechen,
    dann stimmt das insofern, dass inzwischen das unterste Einkommensdrittel
    diesen Erfolg zu einem erheblichen Teil erwirtschaftet,
    durch Druck, Erpressung, Abhängigkeiten, bei gleichzeitigen Sklavenlöhnen.
    So kann man wirtschaftlichen Erfolg natürlich auch herstellen.
    Zeitweise funktioniert das.
    Früher nannte man da noch beim Namen.
    Sklaverei.


    Wenn nicht gleichzeitig oben ein hoher Anteil dessen, was unten erwirtschaftet wurde,
    verbrannt würde, dann ginge es den meisten möglicherweise trotzdem blendend.

  • es ist und war ein grundfehler der moderne, der demokratie nach 45 in europa, dass mit der demokratie nicht auch eine enteignung des adels verbunden war.
    .


    Unter den Superreichen wird man nicht soviel Adel finden.

  • Unter den Superreichen wird man nicht soviel Adel finden.



    das stimmt, wenn auch die 2-3 reihe viele adelige hat.
    dabei ist aber die chance verpasst worden, dass das was wir als "leistungsgesellschaft" definieren mit einem ganz anderen verständnis von erbschaftsrecht gesehen wird.

  • das stimmt, wenn auch die 2-3 reihe viele adelige hat.
    dabei ist aber die chance verpasst worden, dass das was wir als "leistungsgesellschaft" definieren mit einem ganz anderen verständnis von erbschaftsrecht gesehen wird.


    Ich kann Adel nicht ueber einen Kamm scheren. Ein ehemalige Arbeitskollege war adlig, Einkommen und Vermoegen eines "normalen"
    Karossieriebauers, 3 adelige Nachbarn, Nachfolger eines Kriegsgefangenen aus Polen, enteignet im Heimatland, mit nix wieder angefangen, heute wieder sehr wohlhabend. Wieso enteignen? Weil sie adlig sind? Macht keinen Sinn.
    Schlimm finde ich die Erben der alten Nazigroessen, die ihr Vermoegen behalten duerfen das zwischen 33 und 45 "erworben" wurde, bzw. vieles wurde den rechtmaessigen Besitzern nicht zurueck gegeben

    3 Mal editiert, zuletzt von wudi ()