BENEBELT VOM GAS RAUSCH

  • Ohne mich in die laufenden Diskussionen (z.B. BGE) einmischen zu wollen erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass derartige Vorstellungen auch finanziert werden müssen. Ich denke da sind wir alle einer Meinung. Nun wissen wir ja alle, dass unsere Politniks mit unseren Steuergeldern alles mögliche machen, ausser damit vernünftig, sparsam und sinnvoll umzugehen. Aber das sie uns systematisch und absichtlich betrügen ist offensichtlich noch längst nicht zur allgemein anerkannten Meinung geworden.

    Nun haben sich deutsche Politniks sowohl auf Bundes- als auch Landesebene ein ganz besonders verbrecherisches Gangsterstück geleistet, das uns zusätzlich den Verlusten der Banken weitere Millardenverluste zumutet!
    Rohstoffe und in diesen Bereich ganz besonders Primärenergieträger sind eine der denkbar lukrativsten Einnahmequellen derer die über die Vorkommen verfügen und bedeuten gleichzeitig eine sehr ernstzunehmende wirtschaftspolitische Machtposition!

    Und nun wurden in deutschen Landen (M-V, Nied.-S, NRW, Thür. und Sachsen) grosse Vorkommen an „unkonventionellen“ Gas gefunden, die nach den Aussagen von Geologen sogar sehr groß (riesig!) sein sollen. Und siehe da schon gibt es Politniks die zu Probebohrungen und Förderrechten Konzessionen vergeben. Auffallend und klar als Verrat an deutschen Interessen sind zu werten:


    • Alle diese Konzessionen werden an ausländische Konzerne, vorwiegend an die Exxon-Mobil vergeben. Und zwar ganz heimlich still und leise ohne in derart fundamental wichtigen Fragen die Parlamente von den Vorhaben in Kenntniss zu setzen bzw. die Zustimmung einzuholen. Das ist klar und eindeutig als illegal korruptes Gangstertum und als Verrat derer zu beurteilen die diese Politniks gewählt haben! Warum das?? Bekommt man dafür eventuell einen ruhigen Altersruhesitz in Florida geschenkt?
    • Mit der Vergabe dieser Konzessionen werden künftige Erlöse und Steuermittel nicht in Deutschland bleiben, sondern von vornherein in die USA exportiert. Das exakt sind z.B. Mittel die zur Konsolidierung der deutschen Haushalte (Bund, Länder und Kommunen) dringend gebraucht werden. Mit welch ungeheuerlicher Frechheit erlauben diese Verbrecher sich nationale Bodenschätze an US-Konzerne zu verschleudern?
    • Wozu bitte schön braucht Deutschland als Hochtechnologieland eigentlich die Exxon-Bande um das eigene Gas zu fördern? Sind deutsche Ingenieure, Geologen und Techniker dazu etwa zu blöd? Oder was denken sich die Politkasper überhaupt? Und Arbeitsplätze brauchen wir für die eigenen Leute natürlich auch nicht, deshalb sind wir ja auch auf die „brüderliche“ Hilfe der anderen Verbrecherbande Exxon angewiesen!


    Wir brauchen und wollen keine Exxon hier, die uns ebenso ausraubt wie andere Länder! In Deutschland haben wir quantitativ ausreichend und fachlich bestens ausgebildetes Personal, das beschäftigt werden muss! Und wir brauchen die Erlöse dazu bitte selbst, als sie an der Wall Street notierten Absahnern und ihren Verbrecherkomplizen sinnlos in den Rachen zu werfen. Solange die eigene Regierung auf solche Art und Weise unsere eigenen Resourchen sinnlos verschleudert, muss niemand über Sinn oder Unsinn von BGE diskutieren, weil einfach die Mittel dazu schon längst auf die Konten der Wallstreet Banken verschoben sind!

    MfG Icabaru

  • ExxonMobil gibt Gas


    LÃœNNE Jetzt ist es offiziell: Was in Werne, Witten und dem Münsterland noch in der Planungs- oder Antragsphase ist, ist kurz hinter der niedersächsischen Landesgrenze in vollem Gange. Der Gaskonzern ExxonMobil kündigte am Mittwoch an, mit der umstrittenen Fracking-Technologie nach Erdgas suchen zu wollen.


    Der ExxonMobil-Sprecher verkündet das ausgerechnet bei einem Treffen auf dem Bohrplatz, das Anwohner und Politiker beruhigen soll. Stilecht gekleidet in einem orangen Overall. ExxonMobil drückt bei der Gas-Suche aufs Tempo.


    Was in Werne, Witten und dem Münsterland noch in der Planungs- oder Antragsphase ist, ist kurz hinter der niedersächsischen Landesgrenze in vollem Gange. Eiskalter Wind schneidet in die Gesichter der knapp 50 Protestierenden vor dem bewachten Bohrplatz in Lünne. Sie stehen vor der Schranke auf einem holprigen Feldweg, mitten auf dem Acker. Ein Generator dröhnt. Arbeiter in Overalls pendeln zwischen Bohrturm und Baucontainer. Alle tragen Helme und Schutzbrillen.


    [url=http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/region/hierundheute/art1544,1175830]"Fracking" kommt: ExxonMobil gibt Gas - Ruhr Nachrichten[/url]



    Und vom 05.05.2011 dies hier:


    Gas-Fracking-Skandal:


    Die Bezirksregierung Arnsberg hat jetzt einräumen müssen, dass der Einsatz des hochriskanten Fracking-Verfahrens für die Suche nach Erdgas entgegen früherer Verlautbarungen doch genehmigt wurde. Damit steht fest, dass die Menschen in den betroffenen Regionen erneut hinters Licht geführt worden sind. Wirtschafts- und Energieminister Voigtsberger (SPD) will davon nichts gewußt haben. Mit dem nachwievor nicht aufgeklärten Atom-Kügelchen-Skandal um den Forschungsreaktor Jülich ist das die zweite "Info-Panne" der rot-grünen Landesregierung innerhalb weniger Wochen. Dazu erklärt Hubertus Zdebel, Landessprecher DIE LINKE. NRW:
    Die jetzt bekanntgewordene Genehmigung des umstrittenen Fracking-Verfahrens reiht sich ein in eine lange Kette von Skandalen des Umgangs der Landesregierung und Landesbehörden mit den Energiekonzernen. SPD und Grüne wollen eine wirkliche Auseinandersetzung mit ihnen vermeiden, stattdessen findet hinter den Kulissen eine enge Zusammenarbeit mit ihnen statt und wird stillschweigend geduldet. Das gilt auch für die Atompolitik. So schickte die Bezirksregierung Arnsberg, die die Gas-Probebohrungen prüft und genehmigt, 'zur Aufklärung und Versachlichung der öffentlichen Diskussion dieses Themas' eine Mail an die BürgermeisterInnen der betroffenen Städte und Gemeinden mit Infos, die direkt vom Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) stammen. Vorsitzender ist der Deutschland-Chef von ExxonMobil, Dr. Gernot Kalkoffen. Im WEG-Ausschuss für Energiepolitik und PR sitzt ExxonMobil-Kommunikationschef Norbert Stahlhut.


    DIE LINKE. Landesverband NRW: Gas-Fracking-Skandal:



    Also nicht das ihr denkt, ich hätte das Thema "vergessen", nä, nix da.


    Zwischendurch setze ich meine Schnüffelleien hier wieder ein, da es ein ganz sensibles Thema ist.
    Die Landesregierungen sind, wie alle anderen übrigends auch, nur an der Kohle, die damit zu machen ist, interessiert, und unterstützen diesen Wahnsinn.


    Dieser krankhafte Profitwahn wird uns noch mal alle ins Grab bringen.... :out:

  • "Fracking"


    EU will keine neuen Gesetze für umstrittene Gasförderung




    Die Bohrungen nach Gas im Gestein können weitergehen: EU-Energiekommissar Günther Oettinger hält schärfere Gesetze für die Förderung von Schiefergas derzeit für unnötig. Die EU-Kommission stellte am Freitag in Brüssel eine externe Studie zum Thema vor.



    [url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,811888,00.html]"Fracking": EU will keine neuen Gesetze für umstrittene Gasförderung - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft[/url]

  • Exxon will trotz Protesten Fracking ausweiten


    Der Energiekonzern setzt weiterhin auf die umstrittene Gasförder-Methode, die nach Ansicht von Kritikern extrem umweltbelastend ist. Aber auch nach einem Verbot will sich der Konzern nicht aus Deutschland zurückziehen.




    Exxon werde sich vom deutschen Markt auch dann nicht verabschieden, wenn die Politik das Fracking verbiete. "Daran verschwende ich gar keinen Gedanken", erklärte Kalkoffen. Deutschland sei "ein überaus interessanter Markt". Das Land könne die Energiewende nach der Abkehr von der Atomkraft nicht ohne Erdgas schaffen.



    http://www.derwesten.de/wirtsc…-ausweiten-id6288793.html


    Zitat

    Da steckt jede Menge Kohle hinter, also werden sich unsere Damen und Herren "Volksvertreter" dem Vorhaben auch gern positiv gegenüberstellen.
    Was macht das bisschen Chemie vom Fracking schon im Untergrund aus.
    Wichtig ist, dass die Privathaushalte ihre Abwasserkanäle Prüfen und 100%tig abdichten müssen, damit nicht aus dem durch Waschen, Kacken, Zähneputzen, etc. verseuchtem Abwasser die Umwelt geschädigt wird.

  • wie unser neoliberal agierendes Koalitionsgesocks zu der Sache steht:


    Berlin: Regierungsparteien unterstützen Industrieposition zum Fracking | Unkonventionelle Gasförderung


    Das Pack interessiert sich nur noch für die Interessen der agierenden Lobbyverbände, und überhaupt nicht für die Interessen der Bürger.


    Weil hier im Falle des Falles viel Kohle zu machen ist (natürlich wieder einmal nur für eine kleine Clique, die sich für elitär hält), werden Verfahren beschleunigt, wasserrechtliche Beteiligungen der zuständigen Behörden eingeschränkt etc. etc. etc.....


    Es ist echt zum kotzen, mit wieviel geistiger Umnachtung man es in dieser Republik zu tun hat, wenn man an jeder Ecke gesagt bekommt, bei unseren Politikern handele es sich um demokratisch gewählte Volksvertreter, die natürlich aufgrund ihres Auftrages nur das Wohl des Volkes im Auge haben.


    Das Wohl ihrer prall gefüllten Taschen mit anschließenden Superposten würde ich mal eher vermuten.


    Das man es aber immer wieder so deutlich feststellen kann, zu welcher Bananenrepublik dieses Land im neoliberalen Zeitalter verkommen ist, wo der Begriff "Demokratie" zu reiner Makkulatur verkommt, und niemand aus der verblödeten Volksmasse es sehen will, ist schon mehr als erstaunlich.


    Und wie man immer wieder so eine hirnverbrannte Bande, die nur noch das Wohl der Wirtschafts- und Finanzverbrecher im Auge haben, ja die sich sogar von denen die Gesetze schreiben lassen, alle 4 Jahre wieder wählen kann, ist schier unglaublich.
    Aber was die Intelligenz des deutschen Wahlviechs betrifft, haben ja die Pisa Studien ans Tageslicht befördert, eine traurige Wahrheit.....


    Also glaubt mal schön weiter an den Osterhasen und den Weihnachtsmann.


    Ich kann und möchte nur hoffen, das es irgendwann dieser angeblichen Demokratie hier gehörig an den Kragen geht und danach das Volk die Zügel wieder in den Händen hält, mit Politikern, die dem Begriff "Volksvertreter" auch wirklich entsprechen........

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  • "Daran verschwende ich gar keinen Gedanken", erklärte Kalkoffen. Deutschland sei "ein überaus interessanter Markt". Das Land könne die Energiewende nach der Abkehr von der Atomkraft nicht ohne Erdgas schaffen.



    Genau das ist ja das Problem, wenn auch nicht nur am Atomausstieg festzumachen. Grüne Energiewirtschaft hat doch mit Gewalt darauf hingearbeitet. Und nun sind sie da, die Probleme. Netzausbau, Gashunger, Abhängigkeit etc. Und natürlich hat das keiner vorhergesehen. Niemals nich. Alle, die darauf hingewiesen hatten, fanden sich in der Ecke der Idioten, Umweltsäue und Reaktionäre wieder. Oder waren angeblich auf der Gehaltsliste eines Energieversorgers. Und nun?


  • Und nun?


    Nun geht die Energiewende weiter.


    Langsam muss der Netzausbau in die Gänge kommen. In 20 Jahren werden wir vermutlich froh sein, irgendwann (wenn auch nicht gerade gründlich vorbereitet und perfekt geplant) damit begonnen zu haben. Warum bin ich froh, dass die Energiewende kam, obwohl sie noch nicht gut genug vorbereitet war? Weil es vorher immer hieß "Wir sind noch nicht so weit, die Netze... der geringe Solaranteil..." usw. Das war zwar richtig, hat aber nie dazu geführt, dass jemand es änderte, stattdessen wurde unverdrossen weiter auf Kohle und Atom gesetzt. Jetzt sind wir ins kalte Wasser gesprungen und jetzt müssen wir ganz einfach die für die Energiewende nötige Infrastruktur schaffen, weil wir dazu gezwungen sind.


    Vergiss nicht, die Preise aller Arten von Rohstoffen und fossilen Energiequellen werden stets nur eine Richtung kennen... da wird die Energiewende sich irgendwann auch aus Kostengründen lohnen (falls dir das Umweltschutzargument nicht schmeckt).

  • Genau das ist ja das Problem, wenn auch nicht nur am Atomausstieg festzumachen. Grüne Energiewirtschaft hat doch mit Gewalt darauf hingearbeitet. Und nun sind sie da, die Probleme. Netzausbau, Gashunger, Abhängigkeit etc.

    So ist es. Und ich wünsche mir zur nächsten Wahl zuallervörderst ein schlüssiges Energiekonzept der derzeitigen Opposition, sehr gerne auch ohne Schiefergasexploration.

  • So ist es. Und ich wünsche mir zur nächsten Wahl zuallervörderst ein schlüssiges Energiekonzept der derzeitigen Opposition, sehr gerne auch ohne Schiefergasexploration.


    Ich bin auch darauf gespannt, wobei ein schlüssiges Energiekonzept bei den gegebenen Voraussetzungen nur ein dezentrales sein kann. Können wir so etwas aber erwarten, wenn die drei oder vier Monopolisten sich das ausdenken sollen beziehungsweise ihre Lobby sich an der Politik abarbeitet ?

  • Ich bin auch darauf gespannt, wobei ein schlüssiges Energiekonzept bei den gegebenen Voraussetzungen nur ein dezentrales sein kann. Können wir so etwas aber erwarten, wenn die drei oder vier Monopolisten sich das ausdenken sollen beziehungsweise ihre Lobby sich an der Politik abarbeitet ?

    Weiss ich nicht. Dazu ist mir die Branche zu fremd.
    Allerdings sind die ganz grossen auch oft Staatskonzerne. Das heisst, es ändert sich mit Parteien, die für höhere Staatsquote stehen,natürlich gar nichts (SPD / Die Linke).
    Von den Grünen möchte ich mal ein einziges dezentrales Konzept sehen, welches auch funktioniert, ohne dass sich die Kosten vervielfachen und dennoch Sondermüll entsteht.
    Auch sehe ich keinen Vorteil darin, die bisherigen Grossunternehmen durch solche der Solarbranche zu ersetzen, die nicht nur wahnwitzig teuer produzieren, sondern nebenbei auch noch ihre Angestellten ausnehmen (da wurden hier in Berlin mehrere Fälle bekannt), und darüberhinaus auch noch Förderungen in nie gesehener Höhe einstreichen.


    Im übrigen hatte ich noch nie etwas gegen Stadtwerke. Aber auch die brauchen Fossiles (unerwünscht) oder Alternativen (nicht wirtschaftlich und kaum ausgereift).

  • Weiss ich nicht. Dazu ist mir die Branche zu fremd.
    Allerdings sind die ganz grossen auch oft Staatskonzerne. (...)



    ... das wäre mir neu.
    früher gab es einige 'milchkühe' im allgemeinbesitz. doch das wurde alles privatisiert - zumindest die gewinnbringenden teile....
    welche "der großen" meinst du denn?
    wer gehört noch der allgemeinheit (ausser ein paar stadtwerken und nun wieder teile der defizitären (weil auf überwiegend atomkraft festgelegt) EnBw, die ja gerade durch öffenliche mittel zu wucherpreisen vom feinen herrn mappus mit sterntalerregen gesegnet worden sind...)
    wohin soll denn diese abfahrt führen...?

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Weiss ich nicht. Dazu ist mir die Branche zu fremd.
    Allerdings sind die ganz grossen auch oft Staatskonzerne. Das heisst, es ändert sich mit Parteien, die für höhere Staatsquote stehen,natürlich gar nichts (SPD / Die Linke).
    Von den Grünen möchte ich mal ein einziges dezentrales Konzept sehen, welches auch funktioniert, ohne dass sich die Kosten vervielfachen und dennoch Sondermüll entsteht.
    Auch sehe ich keinen Vorteil darin, die bisherigen Grossunternehmen durch solche der Solarbranche zu ersetzen, die nicht nur wahnwitzig teuer produzieren, sondern nebenbei auch noch ihre Angestellten ausnehmen (da wurden hier in Berlin mehrere Fälle bekannt), und darüberhinaus auch noch Förderungen in nie gesehener Höhe einstreichen.


    Im übrigen hatte ich noch nie etwas gegen Stadtwerke. Aber auch die brauchen Fossiles (unerwünscht) oder Alternativen (nicht wirtschaftlich und kaum ausgereift).


    Ich stimme Dir völlig zu, dass die Förderung der Solarenergie in D gemessen an ihrem Nutzen ungerechtfertigt, übertrieben und auch ungerecht gegenüber Alternativen ist.
    Ein dezentrales Konzept stelle ich mir gar nicht so vor, dass es sich um völlig isolierte Inseln (Stadtwerke oder auch private Erzeuger) handelt, sondern dass es durchaus intelligente Steuerungssysteme geben muss, die die dezentral anfallende Energie sinnvoll verteilt beziehungsweise speichert wenn zu viel davon anfällt. Dieses Zusammenspiel kann man sich beliebig kompliziert vorstellen.


  • Von den Grünen möchte ich mal ein einziges dezentrales Konzept sehen, welches auch funktioniert, ohne dass sich die Kosten vervielfachen und dennoch Sondermüll entsteht.


    Also die Idee der dezentralen Energieversorgung ist auf jeden Fall sinnvoll, weil große monopolistische Konzerne ihre Position naturgemäß auszunutzen wissen. Je mehr Selbstversorger es gibt, desto unabhängiger wird der Bürger. Ich bin da nicht so parteienfixiert: Wenn denn die CDU ein fortschrittliches Energiekonzept vorlegen sollte, hätte ich nichts dagegen - auch wenn ich es nicht erwarte. Die Entscheidung zur Energiewende hat mich immerhin positiv überrascht.




    Auch sehe ich keinen Vorteil darin, die bisherigen Grossunternehmen durch solche der Solarbranche zu ersetzen, die nicht nur wahnwitzig teuer produzieren, sondern nebenbei auch noch ihre Angestellten ausnehmen (da wurden hier in Berlin mehrere Fälle bekannt), und darüberhinaus auch noch Förderungen in nie gesehener Höhe einstreichen.


    Wie gesagt, Dezentralisierung ist sicherlich sinnvoll.
    Allerdings halte ich "wahnwitzig" bezogen auf den Preis von Solarstrom für einen überzogenen Superlativ. Die Kosten für Solarstrom werden immer geringer, die Kosten für Strom aus jeder fossilen Energiequelle sowie für Atomstrom werden immer höher. In vielen südlichen Ländern lohnt sich Solarstrom schon jetzt... Außerdem ist Solarenergie natürlich nicht die einzige Alternative... gerade in kälteren Regionen.


    Auch dass Solarunternehmen im Allgemeinen dafür bekannt seien, ihre Mitarbeiter schlecht zu bezahlen halte ich für eine unzulässige Pauschalisierung. Frag doch mal nach der Mitarbeiterzufriedenheit bei SMA... - wie in jeder Branche gibt es hier solche und solche...

  • Es gibt für die Dezentralisierung und die Beteiligung der Bürger keine bessere Alternative als die photovoltaische Stromerzeugung, ob nun mit Eigenverbrauch oder volleingespeist. Ich glaube kaum, dass sich ein Häuslebauer eine Windkraftanlage oder ein Wasserkraftwerk im Garten installieren kann.


    Die Module kann sich jeder Hausbesitzer oder Pächter eines Daches auf das Dach nageln und Geld kassieren. Wenn man schlau ist, schaltet man noch eine Wärmepumpe dazwischen und heizt das Haus mit selbst erzeugtem Strom oder zum verbilligten Wärmepumpentarif.


    Das Problem des rasanten Zubaus ist NICHT die Photovoltaik, sondern es sind die Investoren, die entlang der Autobahnen oder aufm Acker Freilandanlagen errichten, um eine fette Rendite zu kassieren. Wir reden hier von 1.000 - 3.000 kW (1-3 MW) Zubau pro Freilandanlage. Bei der Wohnimmobilie kommt man so auf 5 - 15 kW.
    Wenn unbedingt an der Subventionsschraube gedreht werden soll, dann bei der Förderung ab 30 kW oder 100 kW. Oder man streicht die Förderung von Freilandanlagen gänzlich.


    Der Rest des Gefasels über die Förderung in den Medien sind reine Meinungsmache. Weder wird betont, dass diese Subvention in einem Zeitraum von 20 Jahren anfällt und wenn man bedenkt, dass die Anlagen nicht alle an einem Tag gebaut wurden, kann sich das sogar über diesen Zeitraum hinaus bewegen, noch werden die Kosten der PV-Förderung mit den Kosten der anderen Energieerzeugungssystemen KORREKT verglichen.