BENEBELT VOM GAS RAUSCH

  • Wer ist inzwischen wohl der groesste Gaslieferant fuer den westeuropaeischen Markt und hat Russland stueckweise verdraengt? Norwegen hat erstmals in der Geschichte mehr Gas gefoerdert als Oel.
    Die dicke Luft zwischen beiden Laendern hat Gruende.
    Dazu kommt noch das Norwegen in der Barentsssee und Arktis die Nase vorne hat. Auch innenpolitisch recht umstritten.


    Auf dem westeuropäischen Markt, weil die EU eine Strategie fährt sich von Russland unabhängiger zu machen. Auf dem gesamteuropäischen Markt ist der Marktanteil der Russen höher. Was die EU von diesem von den Amis aufgezwungenen Wirtschaftskrieg hat muss mir aber mal jemand erklären. Wenn schon eine gemeinsame Energiepolitik versuche ich doch alle Quellen zu erschließen. Amerikanische, russische und norwegische. Stattdessen schaut nur wieder jedes Land wie es am besten wegkommt. Die Polen wollen eine Leitung von Norwegen nach Polen, aber eine Leitung von Russland nach Deutschland finden sie total ätzend. Die Ukrainer finden das auch, weil sie dann Transitgebühren verlieren. Das ist alles keine Handelspolitik. Das ist Geopolitik. Und das muss man sehen, wenn man rumtönt Russland die Luft abzudrehen.

  • Und das muss man sehen, wenn man rumtönt Russland die Luft abzudrehen.


    Man sollte ueberlegen was passiert falls Russland destabilisiert wird. Man kann von Putin halten was man will, er schafft es den Vielvoelkerstaat zusammen zu halten.

  • Man sollte ueberlegen was passiert falls Russland destabilisiert wird. Man kann von Putin halten was man will, er schafft es den Vielvoelkerstaat zusammen zu halten.


    Das ist auch ein Gesichtspunkt und man weiß nicht was nach Putin kommt.


    Aber die Bedrohung Europas über die Energiepolitik. Die innere und äußere Energiepolitik der einzelnen EU-Staaten und das Zusteuern auf einen Wirtschaftskrieg mittels einer wichtigen Ressource wird viel zu wenig einer genauen Betrachtung unterzogen. Für mich erklärt sie jedenfalls vieles. Die Einmischung der USA dabei negativ zu empfinden ist kein Anti-Amerikanismus.

  • Das ist auch ein Gesichtspunkt und man weiß nicht was nach Putin kommt.


    Aber die Bedrohung Europas über die Energiepolitik. Die innere und äußere Energiepolitik der einzelnen EU-Staaten und das Zusteuern auf einen Wirtschaftskrieg mittels einer wichtigen Ressource wird viel zu wenig einer genauen Betrachtung unterzogen. Für mich erklärt sie jedenfalls vieles. Die Einmischung der USA dabei negativ zu empfinden ist kein Anti-Amerikanismus.


    Das wird sich auch in absehbarer Zeit ändern.Den Daumen den die USA noch in gewisser Weise auf D hat wird nicht aufrechtzuhalten sein.Der Osten bietet einen riesigen Markt, der noch nicht annähernd gesättigt ist.Ganz im Gegenteil zur USA und den westeuropäischen Ländern.Auch Frankreich wird diesen Markt brauchen, um wieder Land zu sehen.Auch GB, nach einem harten Brexit, wird sich da nicht mehr zieren.Wenn D und Frankreich zusammenhalten werden es die USA schwer haben hier wirtschaftliche Entwicklungen auszubremsen.Auch Polen kann man einbinden, da braucht man nur mit den Geldbündeln wedeln und die Urangst vor den wilden "Don Kosaken" weicht einer Chance zum Wachstum.
    Jeder ist käuflich, nur die Summe ist anfangs unbestimmt.Allerdings muss auch der Putler mal langsam von seinem KGB-Trip runterkommen und kapieren, dass man sein Volk heutzutage nicht mehr mit der Knute lenken braucht, sondern wie alle zivilisierten Völker mit Geld und Demokratie.Denn mittlerweile sollte er doch in den entwickelten Demokratien erkannt haben, dass die Lenkung der Bevölkerung viel stressfreier und unkomplizierter abläuft als jede Möchtegerndiktatur (gilt übrigens auch für China).Hatten wir nicht einmal in irgendeinem Thread (ich glaube zur Demokratie war es) diesen schönen Satz geschrieben, dass in einer Demokratie die Bürger sich ganz von alleine gegenseitig kontrollieren und in Schach halten!?Was gibt es denn besseres für die Elite und ihre Ambitionen?

    Einmal editiert, zuletzt von Schopenhauer ()

  • Das wird sich auch in absehbarer Zeit ändern.Den Daumen den die USA noch in gewisser Weise auf D hat wird nicht aufrechtzuhalten sein.Der Osten bietet einen riesigen Markt, der noch nicht annähernd gesättigt ist.Ganz im Gegenteil zur USA und den westeuropäischen Ländern.Auch Frankreich wird diesen Markt brauchen, um wieder Land zu sehen.Auch GB, nach einem harten Brexit, wird sich da nicht mehr zieren.Wenn D und Frankreich zusammenhalten werden es die USA schwer haben hier wirtschaftliche Entwicklungen auszubremsen.Auch Polen kann man einbinden, da braucht man nur mit den Geldbündeln wedeln und die Urangst vor den wilden "Don Kosaken" weicht einer Chance zum Wachstum...


    Ich sehe momentan eher das Gegenteil kommen. Um überhaupt in diese Richtung gehen zu können müsste sich das Verhältnis zu Russland völlig ändern.

  • Ich sehe momentan eher das Gegenteil kommen. Um überhaupt in diese Richtung gehen zu können müsste sich das Verhältnis zu Russland völlig ändern.


    Das stimmt schon, momentan sieht es so aus.Aber wenn man eines sieht in der Politik, dann, dass sich Dinge durch bestimmte Konstellationen relativ schnell ändern können.Z.B. wenn Frau Merkel nicht weiter macht oder "Crazy Horse" neuer Präsident wird.Denn dann ist es fraglich ob Europa noch an gewisse Vorgaben über die transatlantische Brücke gebunden ist.Wer würde es ihnen verdenken und es ist ein gutes Argument eigene Ambitionen zu verfolgen.
    Auch GB ist eine unbestimmte Variable, die durch den Brexit eventuell von ihrem Anti-Russland Kurs abweichen, um verlorene Marktanteile auszugleichen.Fängt ein westeuropäisches Land damit an könnten auch ganz schnell "die Werte" von anderen EU-Ländern vergessen werden.Die Wirtschaft ist ja jetzt schon am motzen.
    Es könnte auch sein das der Putler irgendwann einfach aufhört einen auf Präsident zu machen und lieber Bären jagt.Der schmutzige Deal wird kommen, den ich schon vor Monaten angedacht habe.Die Frage wird sein, wie schmutzig wird er sein.

    2 Mal editiert, zuletzt von Schopenhauer ()

  • Ich denke mal, die Russen sind sich wieder bewusst geworden, wie groß als Land sie eigentlich sind. Ihnen ist bewusst, dass sie Unmengen von Naturschätzen haben etc.pp.
    Dazu kommt, dass sie kein völkisches Problem haben.
    (Sachsen gegen Sorben ist dort völlig undenkbar.)
    Die Russen werden entscheiden, ob sie sich für eine intensive Zusammenarbeit mit einer Halbinsel im Nordatlantik, mit vorgelagerten Inseln, namens Europa entschließen, oder diese nur als Absatzmarkt nutzen, so lange es eben geht, oder letztere wollen.
    "Dörfer" wie Polen oder die Ukraine dürften die Entscheidung negativ beeinflussen.
    Ich gehe davon aus, dass Russland künftig wirtschaftlich den Westen als Absatzmarkt noch mitnimmt, alle anderen Interessen sich mit China vereinen, was nicht unkompliziert ist, aber die Dummheit der Politiker ist dort nicht so gravierend.

  • Ich denke mal, die Russen sind sich wieder bewusst geworden, wie groß als Land sie eigentlich sind. Ihnen ist bewusst, dass sie Unmengen von Naturschätzen haben etc.pp.
    Dazu kommt, dass sie kein völkisches Problem haben.
    (Sachsen gegen Sorben ist dort völlig undenkbar.)
    Die Russen werden entscheiden, ob sie sich für eine intensive Zusammenarbeit mit einer Halbinsel im Nordatlantik, mit vorgelagerten Inseln, namens Europa entschließen, oder diese nur als Absatzmarkt nutzen, so lange es eben geht, oder letztere wollen.
    "Dörfer" wie Polen oder die Ukraine dürften die Entscheidung negativ beeinflussen.
    Ich gehe davon aus, dass Russland künftig wirtschaftlich den Westen als Absatzmarkt noch mitnimmt, alle anderen Interessen sich mit China vereinen, was nicht unkompliziert ist, aber die Dummheit der Politiker ist dort nicht so gravierend.


    Deine Lobreden ueber Russland faszinierendes mich immer wieder. Wirtschaftlich ist Russland ziemlich mini, ein geschlossenes Volk ist es auch nicht und von den Chinesen hat man sich schlechte Geschaefte auf's Auge druecken lassen. Um mit Gaslieferungen nach China Geld zu verdienen muss der Weltmarktpreis kraeftig steigen. Hier gab es sehr gute Rabatte.
    Immerhin naehert man sich dem BIP Spaniens. Ist ja was.
    Was du schreibst sind Dinge die Putin versucht seinem Volk einzureden.