Schwarzarbeit

  • Was ist "Schwarzarbeit"?
    Schwarzarbeit enthält einerseits dem Staat Einnahmen vor, das Ausmaß kann nur abgeschätzt werden.
    Allerdings wird beim geschätzten Steuerausfall zumeist die Einkommensseite der Schwarzarbeit vernachlässigt. Steigende Einkommen wiederum ermöglichen allerdings steigende Konsumausgaben, die sich wiederum in Form von Mehrwertsteuereinnahmen positiv in der Staatskasse bemerkbar machen.
    Ob den Sozialversicherungsträgern dadurch mehr Einnahmen wegbrechen als sie durch Schwarzarbeit einnimmt (Jobsicherung im Einzelhandel und auf dem Baustoffmarkt)?
    Hier die Sicht des Zolls:
    Schwarzarbeit
    So sieht das der Ökonom Friedrich Schneider
    Schattenwirtschaft: Schwarzarbeit erreicht 2010 neues Rekordniveau - WirtschaftsWoche
    Ich vermute, die Wahrheit liegt wie immer irgendwo dazwischen....

  • Schwarzarbeit, Schwarzarbeit?
    Jedermann weiß doch Bescheid:
    Will man sich vom Staat erholen,
    schafft man illegal sich Kohlen.

  • Es sind die Unternehmen, welche die Sozialabgaben abführen müssen.
    Deshalb sind sie zur Rechenschaft zu ziehen.
    Ein ertappter Schwarzarbeiter = 100.000 Euro Strafe für das Unternehmen,
    in die Sozialversicherung zu überweisen.

  • Schwarzarbeit, Schwarzarbeit?
    Jedermann weiß doch Bescheid:
    Will man sich vom Staat erholen,
    schafft man illegal sich Kohlen.


    So wird es landauf, landab gesehen. Es gibt allerdings noch eine Sicht.
    Nach dem Gesetz sind auch Verstösse gegen die Handwerksordnung "Schwarzarbeit".
    Hier ein paar Hinweise des BUH (Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker).
    Da kannste Steuern zahlen wollen bis der Arzt kommt, ohne den Segen der Handwerkskammern läuft da nix.
    BUH - Grundwissen zu "Schwarzarbeit"

  • Es sind die Unternehmen, welche die Sozialabgaben abführen müssen.
    Deshalb sind sie zur Rechenschaft zu ziehen.
    Ein ertappter Schwarzarbeiter = 100.000 Euro Strafe für das Unternehmen,
    in die Sozialversicherung zu überweisen.


    So einfach ist das wohl nicht. Oft genug sind Schwarzarbeiter auf eigene Faust unterwegs.

  • So einfach ist das wohl nicht. Oft genug sind Schwarzarbeiter auf eigene Faust unterwegs.


    Das ändert nichts an der Tatsache, dass der Arbeitgeber die Sozialabgaben abführen muss.

  • Das ändert nichts an der Tatsache, dass der Arbeitgeber die Sozialabgaben abführen muss.


    In dem Fall wäre der Arbeitgeber der Auftraggeber. Der private Häuslebauer zum Beispiel.
    Ich denke, es wäre nicht in Ordnung, von einem Arbeitgeber zu verlangen, seine Belegschaft daraufhin zu kontrollieren, was die nach Feierabend so treiben.


  • Ich denke, es wäre nicht in Ordnung, von einem Arbeitgeber zu verlangen, seine Belegschaft daraufhin zu kontrollieren, was die nach Feierabend so treiben.


    Ich meinte den Arbeitgeber, der den Schwarzarbeiter beschäftigt.

    In dem Fall wäre der Arbeitgeber der Auftraggeber. Der private Häuslebauer zum Beispiel.


    Solches ist nicht so einfach in dieselbe Schublade zu stecken.
    Wenn mein Cousin oder Nachbar Fließenleger ist und mir beim Hausbau hllft,
    muss es nicht so sein, dass ich ihn dafür bezahle.

  • Ich meinte den Arbeitgeber, der den Schwarzarbeiter beschäftigt.

    Ok. Dann meinst du den Auftraggeber.

    Zitat


    Solches ist nicht so einfach in dieselbe Schublade zu stecken.
    Wenn mein Cousin oder Nachbar Fließenleger ist und mir beim Hausbau hllft,
    muss es nicht so sein, dass ich ihn dafür bezahle.

    In den meisten Fällen ist das aber so, daß Geld fließt. Der Nachweis fällt allerdings sehr schwer. Ich vermute mal ganz kühn, jeder hier im Forum ist schon mal mit der als Nachbarschaftshilfe getarnten Form der Schwarzarbeit in Berührung gekommen. Ich bin sogar bereit, dazu ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern, allerdings in verallgemeinernder Form.

  • In den meisten Fällen ist das aber so, daß Geld fließt. Der Nachweis fällt allerdings sehr schwer. Ich vermute mal ganz kühn, jeder hier im Forum ist schon mal mit der als Nachbarschaftshilfe getarnten Form der Schwarzarbeit in Berührung gekommen. Ich bin sogar bereit, dazu ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern, allerdings in verallgemeinernder Form.


    Das würde ich bezweifeln.
    Beim Bau meines Hauses halfen eine Reihe von Verwandten,
    anders könnten sich die meisten das nicht leisten.
    Im Gegenzug halfen wir bei deren Hausbau.
    Beides ohne Barzahlungen.
    Natürlich gab es Essen und Getränke umsonst.
    Sollte man das ein zweites mal versteuern?
    Denke mal daran, dass diese Steuer in keinem Verhältnis
    zu den Personalkosten des entsprechenden Finanzbeamten läge.


  • Gut. Wenn man in der Verwandtschaft einen Maurer hat, einen Fuger, einen Putzer, einen Elektriker, einen Zimmermann, einen Dachdecker, einen Schreiner, einen Installateur der sich im weitesten Sinne mit Anlagentechnik (Haustechnik) auskennt, wenn man sich zutraut wärmebrückenfrei zu dämmen, luftdicht die Dampfbremse anzuschließen und außerdem noch jemanden für den Gartenbau und Pflasterarbeiten in der Familie hat, dann sollte das klappen, wenn man den eigentlichen Beruf, in dem man hauptsächlich unterwegs ist ein wenig vernachlässigt, weil man ja den Blick von oben behalten muß, weil einen Planer hat man vll nicht gerade in der Familie, oder doch?

  • Gut. Wenn man in der Verwandtschaft einen Maurer hat, einen Fuger, einen Putzer, einen Elektriker, einen Zimmermann, einen Dachdecker, einen Schreiner, einen Installateur


    Das heißt nicht, dass man alle Berufe in der Verwandtschaft hat.
    Wo man sie aber hat, sollte man sie nutzen, wenn ein gutes Verhältnis besteht.

  • Das heißt nicht, dass man alle Berufe in der Verwandtschaft hat.
    Wo man sie aber hat, sollte man sie nutzen, wenn ein gutes Verhältnis besteht.


    Damit steht aber in den meisten Fällen fest, daß man entweder hochoffiziell Firmen bezahlen muß, oder man läßt es schwarz machen.

  • Damit steht aber in den meisten Fällen fest, daß man entweder hochoffiziell Firmen bezahlen muß, oder man läßt es schwarz machen.


    Ich habe in diesen Fällen lokale Firmen beauftragt.
    Schwarzarbeit können sich nur lokale Politiker oder Beamte leisten,
    ohne dass was dagegen unternommen wird,
    denn die lokalen Firmen schauen sehr genau hin
    und zeigen ggf an.

  • Der Bereich der Schwarzarbeit zeigt sehr deutlich, wie sehr die Wirtschaftssubjekte sich in eine einzelwirtschaftliche Betrachtung und deren Abhängigkeit begeben. Die soufflierte Unabhängigkeit ist nämlich keine, wenn die Schwarzarbeit marktwirtschaftlichen Regeln folgt, was grundsätzlich nur soviel bedeutet, daß die Kontrollmechanismen entweder aus Kapazitätsmangel oder aus Ãœberzeugung nicht funktionieren. So bezahlt schließlich doch jeder ungefähr den gleichen Preis, nur der Staat geht leer aus!
    Er verliert vll auch nur sein Organisationsmonopol.
    Hat er es überhaupt je gehabt?

    Einmal editiert, zuletzt von Müllers Esel ()

  • ...
    denn die lokalen Firmen schauen sehr genau hin
    und zeigen ggf an.


    Die sind uU die Schlimmsten. Teilweise muß man da Spielchen mitmachen, die einen schon mal ne Nacht nicht schlafen lassen.
    "Teilweise ohne Rechnung" macht der ein oder andere sogar gerne mit, weil er dann aus der Gewährleistungs- und Mangelanspruchsfalle herauskommt.
    Muß ja nur mit Selbstanzeige drohen, schon ist der Bauherr mit dran, oder er zahlt...