Röslers Gesundheitsreform

  • Wenn man sich die Reformen des deutschen Gesundheitswesens
    der vergangenen 20 Jahre so anschaut, dann kann man folgende
    Mechanismen feststellen, welche wirkten, gleichgültig welche
    Regierung gerade an Bord war:


    1. Es braucht alle paar Jahre eine neue Reform.
    (wie ein Häuslebauer, der alle paar Jahre alles abreißt,
    um dann neu zu bauen und deshalb im Winter immer friert,
    weil er immer nur am neubauen ist)
    2. Die Beiträge (und/oder Zuzahlungen) werden erhöht.
    3. Die medizinischen Leistungen werden gesenkt.


    Ich stelle mir jetzt vor, man ginge den Weg der vergangenen Jahre
    einmal bis zum Ende durch,
    also
    1. Alle paar Jahre eine neue Reform
    2. Beiträge steigen immer mehr
    3. Leistungen sinken zum Nullpunkt.


    Was geschähe, wenn am Ende keinerlei medizinischen
    Leistungen mehr vom System gezahlt würden?


    Die bisherige Logik würde implizieren,
    dass es dann einer neuen Reform bedarf,
    welche das ganze auf eine "solide" wirtschaftliche Basis
    stellt und natürlich die Zwangsbeiträge erhöhen würde.


    Also, keine Leistungen für die Patienten würde
    exorbitant steigende Zwangsbeiträge bedeuten.


    Was ironisch klingt, hat einen mehr als wahren Kern.


    Denn unser Gesundheitssystem hat schon lange nicht mehr
    den Zweck, Gesundheit zu fördern.
    Es ist ein elitärer Versorgungsbetrieb für am Hungertuch nagende
    Pharmazysten, Apotheker, Ärzte und Lobbyisten.


    Punkt.

  • Der Rösler kann mich mal den Buckel runter rutschen, diese Pfeiffe da.


    Hat nichts besseres zu tun als in die Ärsche der Pharmalobby zu kriechen und so einer soll ein Politiker sein, der für das Volk dient !!!


    Ihr scheiss Politiker, ich habe die Schnauze voll von euch.


    Ich arbeite und zahle Steuern, und arbeite und zahle Steuern, und arbeite und zahle Steuern und was macht ihr scheiss Politiker, ihr verschleudert mein Geld und zwar in den Allerwertesten der Pharmalobby !


    Rösler, setzen, 6. :yesnod:

  • [url=http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,719259,00.html]Gesundheitstalk bei Illner: Lächeln, es wird teurer! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur[/url]


    Wie passt das alles eigentlich mit dem Grundsatz seiner Partei "Mehr Netto vom Brutto" zusammen? Rösler liefert eine erstaunliche Neudefinition: Das mehr an Netto diene den Bürgern dazu, die sozialen Sicherungssysteme "mit stabilisieren zu können". Statt für den Konsum also das Geld für die Zusatzprämien - so hatten sich das FDP-Wähler wohl auch nicht gedacht.



    da braucht man ja wohl nix mehr zu zu sagen ..
    derartige verbiegungsrhetorik macht nur noch schwindelig ...


    baku


  • Das hat er von seinem ministerkollegen schäuble gelernt, der einen großen kotau vor der finanzmafia hingelegt hat


    [ame=http://www.youtube.com/watch?v=NLhPPs_rHYc]YouTube - neues aus der anstalt.flv[/ame]

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  • Wenn der gemeine Politiker in der Zwickmühle
    steht zwischen Liebkind-beim-Volk zu sein
    oder der "Wirtschaft",
    dann nimmt er lieber das Steak mit Pommes,
    äh. die Tantieme aus der Wirtschaft.
    Davon lebt es sich besser und länger.
    :peace2:

  • :yesnod:


    Deutschland kann man als Reformhaus bezeichnen
    Rechtschreibereform, Steuerreform, Arbeitsmarktreform und jetzt halt die Gesundheistreform welche REFORM kommt als nächstes???????

    Einmal editiert, zuletzt von Ragazza ()

  • Wirklich sanieren wird auch diese Reform das Gesundheitssystem nicht. Irgendwann in den nächsten Jahren wird uns die Geschichte ganz gewaltig um die Ohren fliegen, davon gehe ich mal aus....

    Naja- und man hätte mich wenigstens vorher fragen können, ob ich mit meinem mehr Netto vom Brutto die Solidarsysteme stabilisieren helfen möchte :smilielol5: Wäre nett gewesen, muß aber nicht sein...Welches "mehr Netto" übrigens- wirklich aufgefallen ist mir keines....

    Na, ich sollte nicht meckern. Unsere KK hat uns gerade geschrieben, daß sie bis Ende 2011 keinen Zusatzbeitrag erheben will, sondern pro Versicherten und Jahr für 2010 60 Euro ausschütten möchte- DIE hätte sich doch schön an der Solidargemeinschaft beteiligen können, indem sie die 60 Euro pro Versicherten einfach an die Kassen weitergegeben hätte, die einen Zusatzbeitrag erheben....

    Mir würden ja ein paar echte Einsparungsmöglichkeiten im Gesundheitssystem einfallen, aber mich fragt ja keiner :wink5:

    Regazza, die Rechtschreibreform ist das beste Beispiel dafür, daß Reformen in Deutschland selten für Verbesserungen sorgen :peace2:

  • ich lege da mal eine Erklärung des Meisters nach:


    [ame='http://www.youtube.com/watch?v=GD5jBbh1y3I']YouTube - Gesundheitsfonds Abwrackprämie Arzt Diagnose bis neulich Dienstag Volker Pispers Bananenrepublik[/ame]


  • :yesnod:


    Deutschland kann man als Reformhaus bezeichnen
    Rechtschreibereform, Steuerreform, Arbeitsmarktreform und jetzt halt die Gesundheistreform welche REFORM kommt als nächstes???????


    Du hast die Rentenreform vergessen.
    Aber das Problem regelt die Politik
    ohnehin über die Gesundheits-
    und die Arbeitsmarktreformen.