Der Aufschwung 2010 ist da - und ihr seid alle Gewinner! Oder nicht?

  • Natürlich, BB, der Aufschwung, den das neoliberale Gesocks sich auf die Fahnen geschrieben haben, wird ja nur durch die Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten erkauft, woll... :thumbup:



    I = S

    Daraus ergibt sich, daß Konsumverzicht (=Sparen=S) dem Investieren (I) vorausgehen muß, denn Kapital kann nur durch Konsumverzicht gebildet werden. Der Konsumverzicht kann aber nun freiwillig oder erzwungen sein etc.
    Schlimm kann es werden, wenn eine Volkswirtschaft wie die USA über Jahrzehnte praktisch nichts spart, um Kapital bilden zu können.
    Mir ist eine Sparquote von 12% lieber als eine von =0,5%. Ohne Konsumverzicht keine Investitiionen, keine Kapitalbildung, kein Aufschwung und keine Arbeitsplätze.

  • I = S

    Daraus ergibt sich, daß Konsumverzicht (=Sparen=S) dem Investieren (I) vorausgehen muß, denn Kapital kann nur durch Konsumverzicht gebildet werden. Der Konsumverzicht kann aber nun freiwillig oder erzwungen sein etc.
    Schlimm kann es werden, wenn eine Volkswirtschaft wie die USA über Jahrzehnte praktisch nichts spart, um Kapital bilden zu können.
    Mir ist eine Sparquote von 12% lieber als eine von =0,5%. Ohne Konsumverzicht keine Investitiionen, keine Kapitalbildung, kein Aufschwung und keine Arbeitsplätze.


    Erzähle nicht so ein Blech von Arbeitsplätzen.


    Normalerweise sollte ich diesen deinen Kommentar in Plakatform vergrößern und in den Städten aushängen, wo das neoliberale Arbeitgeberpack die meisten armen Schweine produziert hat, die ihre Nichtarbeitslosigkeit mit Mini und Mikrojobs, sowie aufstockende Zeitarbeit erkauft haben.


    XXXXXXXXXX

    Einmal editiert, zuletzt von Firtina () aus folgendem Grund: Sachlich bleiben ohne persönlich zu werden

  • Erzähle nicht so ein Blech von Arbeitsplätzen.
    Normalerweise sollte ich diesen deinen Kommentar in Plakatform vergrößern und in den Städten aushängen, wo das neoliberale Arbeitgeberpack die meisten armen Schweine produziert hat, die ihre Nichtarbeitslosigkeit mit Mini und Mikrojobs, sowie aufstockende Zeitarbeit erkauft haben.



    Es handelt sich um reine Logik, die freilich unmenschliche Züge annehmen kann, wenn man es beispielsweise wie Stalin oder wie das gegenwärtige China macht. Erzwungener Konsumverzicht bis zum Hunger, um Kapital für die Industrialisierung zu bilden.

  • Es handelt sich um reine Logik, die freilich unmenschliche Züge annehmen kann, wenn man es beispielsweise wie Stalin oder wie das gegenwärtige China macht. Erzwungener Konsumverzicht bis zum Hunger, um Kapital für die Industrialisierung zu bilden.


    Wir sind aber hier weder bei Stalin, noch in China.


    Irgenwann wird man dem Gesocks seine Logik um die Ohren hauen, und das meine ich wörtlich!


    Wenn man zwei Meter tiefer liegt, braucht man kein Industrialisierungskapital mehr....:reddevil:

  • Der Arbeiter ist seines Lohnes wert.
    Der Kapitalbesitzer ist seiner Rendite wert.
    Der Immobilienbesitzer ist seiner Rente wert.
    Und der Spekulant ist seines Gewinnes wert,


    Und der Aufschwung ist nicht der Rede wert. Zumindest bei den Arbeitern und Angestellten in den nicht tarifgebundenen Unternehmen und dem Großteil der tarifgebundenen Unternehmen, deren neue Verträge erst in 2011 und 2012 ausgewürfelt werden. Faktisch ist das Realeinkommen der unteren 50% der Einkommen in Deutschland seit Ende der neunziger Jahre gesunken, während die Preise lustig ansteigen.


    Einfach nur den Erhalt des Arbeitsplatzes als Erfolg des Aufschwungs zu feiern und dafür dankbar zu sein, bezahlt einem auch nicht das Brot auf dem Teller.


    Zitat

    weil er auch einen eventuellen Verlust wegstecken muß ohne zu jammern.


    Zählt das Einbetteln von staatlichen Stützungszahlungen nicht zu "jammern"? :reddevil:

  • [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,728039,00.html]Nachfrageeinbruch: Industrieumsätze sinken deutlich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft[/url]


    So langsam macht sich Madame lächerlich.
    Kaum fordern die AN einen Teil des von ihnen erarbeiteten Aufschwungs ein, bricht die Nachfrage ein. Somit ist mal wieder kein Verteilungsspielraum für Lohnerhöhungen.
    Merkwürdiges Spiel.

  • wissen die Briten zumindest, den deutschen wirtschaftlichen Aufschwung zu würdigen.


    Positive Berichte über deutsche Wirtschaftspolitik


    Britische Presse lobt Rheinischen Kapitalismus


    Beim Thema Deutschland ist die britische Presse gerne auf Klischees fixiert. Doch derzeit gibt es ganz andere Töne: Grund ist die Wirtschaft, die in Deutschland brummt, in anderen Staaten aber eher schwächelt. "Sie lassen Großbritannien hinter sich", schreibt die "Times". Und auch sonst gibt es viel Lob.



    Britische Medien loben deutsche Wirtschaftspolitik | tagesschau.de

  • Wir sind aber hier weder bei Stalin, noch in China.



    Das nicht, sondern bei der überall gleichen, raumzeitlich unabhängigen volkswirtschaftlichen Fragestellung, wie Investitionen finanziert werden können.
    Der springende Punkt ist Freiwilligkeit oder Zwang beim Konsumverzicht. Daraus resultieren natürlich sehr verschiedene Eigentumsverhältnisse am Kapital.

    Einmal editiert, zuletzt von Stillicho ()

  • wissen die Briten zumindest, den deutschen wirtschaftlichen Aufschwung zu würdigen.


    Positive Berichte über deutsche Wirtschaftspolitik


    Währenddessen haben sie in Dänemark, Belgien und den Niederlanden mittlerweile alle Angst, daß unsere ach so erfolgreiche Wirtschaftspolitik, die zu großen Teilen auf Niedriglohnbasis geschraubt wurde, bei denen auch einschwappt, das Lohngefüge zerstört und das soziale Grundgerüst erschüttert.


    Und das mit Recht, denn mittlerweile gibt es Unternehmen, die nach Deutschland outsourcen, weil wir gewissermaßen zum Billiglohnland mutieren. :rolleyes:

  • Zählt das Einbetteln von staatlichen Stützungszahlungen nicht zu "jammern"?



    Nein, weil es weder ein Gejammer noch eine Bettelei war, sondern ganz einfach eine Erpressung der Politiker durch die Großbankster war mit dem Argument der gesamtwirtschaftlich katastrophalen Folgen, wenn nicht.

  • Das nicht, sondern bei der überall gleichen, raumzeitlich unabhängigen volkswirtschaftlichen Fragestellung, wie Investitionen finanziert werden können.
    Der springende Punkt ist Freiwilligkeit oder Zwang beim Konsumverzicht. Daraus resultieren natürlich sehr verschiedene Eigentumsverhältnisse am Kapital.


    Und das rechtfertigt natürlich alle Machenschaften.


    Das die einen dann alles haben, und die anderen nix....


    Deswegen gab es schon Revolutionen mit einer ungezählten Anzahl an Toten.

  • Und das rechtfertigt natürlich alle Machenschaften.

    Das die einen dann alles haben, und die anderen nix....

    Deswegen gab es schon Revolutionen mit einer ungezählten Anzahl an Toten.



    Wenn dieses System der Marktwirtschaft in einen Rechtsstaat eingebettet ist, dann haben Alle etwas.

    Deine Revolutuionen haben die Sache nur verschlimmert. Es gibt keinen charakterlichen Unterschied zwischen einem gierigen Finanzmenschen und einem kommunistischen Funktionär.

  • Hahaha, selten so gut gelacht.....
    Im Moment sehe ich nur das neoliberale Verbrecherpack, welches sich an diesem System bereichert....

    [quote]Deine Revolutuionen haben die Sache nur verschlimmert. Es gibt keinen charakterlichen Unterschied zwischen einem gierigen Finanzmenschen und einem kommunistischen Funktionär.


    Erstens sind das nicht "Meine" sondern "Die" Revolutionen.
    Und zweitens kann man das sehen, wie man will.
    Wenn ich die neoliberale Brille aufhätte, würde ich auch nichts anderes aussagen, woll...:tongue:

    Einmal editiert, zuletzt von techniker1 ()




  • Ich kann mit dem System der Marktwirtschaft gut leben, für die Anderen gibts Staatsknete.

  • [quote='techniker1','http://politopia.de.w018f524.kasserver.com/forum/index.php?thread/&postID=214207#post214207']


    Ich kann mit dem System der Marktwirtschaft gut leben, für die Anderen gibts Staatsknete.


    warte mal bis du in rente gehst früher habe ich das auch gesagt sozialemarktwirtschaft kann ic hgut leben ,besser als in der DDR .heute sehe ich das etwas anders.

  • [quote='jörg junker','http://politopia.de.w018f524.kasserver.com/forum/index.php?thread/&postID=214213#post214213']
    warte mal bis du in rente gehst früher habe ich das auch gesagt sozialemarktwirtschaft kann ic hgut leben ,besser als in der DDR .heute sehe ich das etwas anders.




    Ein Rentensystem funktioniert nur gut, wenn jeder/jede sein eigenes Rentenkonto hat. Das kann durchaus staatlich unterstützt werden. Wenn natürlich alle in einen Pott einzahlen und dies dann gleichmäßig verteilt wird, haben natürlich jene, die 45 oder 50 Jahre gearbeitet haben oder auch nur 30 Jahre sehr gut verdienten, gegenüber den Staatskneten beziehenden Minderleistern gelitten (Ausgenommen sind dabei natürlich die wirklich Arbeitsunfähigen).

    Wenn du jetzt wenig Rente hast, dann bedanke dich bei denen, die die Rentenkasen für jeden Faulen und "Zugereisten" geplündert haben.

    Wer nicht etwas privat tut, für den Ruhestand, ist selbst daran Schuld.

  • ja da ich ja immer überdurchschnittlich verdient hatte mit sonderabgabe in berlin ,muss ich mich wohl bei kohl dem rentenkassenplünderer bedanken.

  • ... bist zu einseitig in deinen schuldzuweisungen @jörg juncker und solltest dich mehr mit den versicherungsfremden leistungen und verwendungen der rentengelder beschäftigen, die insbesondere im zusammenhamng mit der wiedervereinigung gang und gäbe waren.
    die rentenkassen sind zeitweise regelrecht geplündert worden - der helmut war's mit seinem nobbi. die habe damit wahlkämpfe gemacht.
    ebenso hat die abschiebung der "alten" in die frührente, um die arbeitslosenstatistiken zu schönen, die kassen über gebühr beansprucht. wer hat's gemacht? richtig - auch der helmut mit seinem nobbi - alles in den 90ern geschehen, um die überstürzte vereinigung zu stemmen und dabei bella figura zu machen...

    3 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: ft...

  • [quote='jörg junker','http://politopia.de.w018f524.kasserver.com/forum/index.php?thread/&postID=214218#post214218']ja da ich ja immer überdurchschnittlich verdient hatte mit sonderabgabe in berlin ,muss ich mich wohl bei kohl dem rentenkassenplünderer bedanken.



    Alle Regierungen seit Adenauer und Erhardt waren daran schuld. Selbst die haben nicht bedacht, dass das Wirtschaftswunder nicht immer so weiter gehen kann.

    Man hätte Rücklagen bilden müßen, auch eine Wiedervereinigung mit 17 Millionen neuen Bürgern hätte man berücksichtigen müßen, schon in den 50igern.