Löhne

  • Darum geht es gar nicht, auch nicht um verschwendete Lebenszeit. Es ist doch JEDEM völlig klar, dass all das "Engagement" nix nutzt, auch bei riesigem Leserkreis wegen der besonderen Formulierungskunst nix nutzen würde, aber am Ende des Tages "hat man was getan, hat alles versucht, hat jedermanns Augen öffnen wollen, war stets bemüht..." und so weiter.


    Das ist die seltsamste Variante von Faulheit&Selbstbetrug, der ich je begegnet bin.


    Als Psychologe wärst du eine glatte Fehlbesetzung.
    Als Politiker auch.

  • Zum Glück bin ich beides nicht und kann munter meine "Fehlschlüsse" publizieren.



    Das kannst du. Umgekehrt nehme ich mir auch heraus, meine Meinung in unserer Weichspüldemokratie kund zu tun und da es in diesem Land sehr viel ungesunde Formen von versuchter und real erfolgender Unterbezahlung menschlicher Arbeit und versuchter wie real erfolgender Unterdrückung von Menschen gibt, die auf Erwerb durch Arbeit angewiesen sind, klage ich solche Formen unmenschlichen Verhaltens an- Basta!


    Und da kannst du mich mal mit deinem blöden Geschwafel, dass mir Faul- und Dummheit unterstellen will. Auf diesen billigen Trick mit dem bigotte Spießer versuchen Menschen, die sich nicht ausbeuten lassen, als faul und dumm zu diffamieren, d falle ich schon lange nicht mehr rein (eigentlich bin ich da noch nie drauf rein gefallen) und wir werden immer mehr, die sich nicht so billig für blöd verkaufen lassen.


    Lerne du mal lieber deine müden Augen auf zu machen, anstatt (wie so viele Dumpfbürger)
    diese deine Augen vor den in diesem Ausbeuter-Deutschland allgegenwärtigen miesen Ausbeuterpraktiken zu verschließen.


    Wenn ihr wirklich so fleißige Spießer seid, wie ihr so gerne tut, dann macht lieber eure dann hoffentlich durch euer fleißiges Arbeiten ordentlich gefüllten Geldbeutel soweit auf, dass ihr faire Preise zahlen könnt, die anderen fleißig arbeitenden Menschen hier und in Ãœbersee einen fairen Lohn ermöglichen könnten!


    Das würde eher überzeugen, als dass überviele strunzblöde Konsumidioten in ihren aufgeblasenen Bonzenautos beim Discounter vorrollen um ihre geleasten Bonzenschüsseln mit einem billigen oft via Ausbeutung produzierten, transportierten und gehandelten Konsumschrott zu füllen, den sie zum guten Teil gar nicht brauchen.


    Wenn Preise und Löhne stimmen, ist kein Mensch mehr auf Dauer faul.


    Auf Menschen schimpfen, die sich nicht ausbeuten lassen, wird niemals einen noch halbwegs intelligenten Menschen zu einer (beschissenen) Arbeit motivieren, auch wenn die geizigen von der bekloppten Springerpresse angestachelten Doofspießer das unentwegt versuchen.


    Spar dir deine wertvolle Energie für besseres. :p

    7 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • ...und noch was, Tommy, sorry daß ich das so sage, aber wo ich dich 2010 hier das erste Mal gelesen habe, war dein Ausdrucksvokabular ein gänzlich zivilisierteres....


    Heute lese ich von dir einen Ausdrucksstil, der mir sofort bekannt vorkommt, wenn ich bei uns in Leverkusen auf die Familie Goman treffe und die mal wieder Besuch von der Polizei oder einer Reporterkommission haben...

  • ...und noch was, Tommy, sorry daß ich das so sage, aber wo ich dich 2010 hier das erste Mal gelesen habe, war dein Ausdrucksvokabular ein gänzlich zivilisierteres....


    Heute lese ich von dir einen Ausdrucksstil, der mir sofort bekannt vorkommt, wenn ich bei uns in Leverkusen auf die Familie Goman treffe und die mal wieder Besuch von der Polizei oder einer Reporterkommission haben...


    in den letzten 7 Jahren hat sich einiges bei mir (und nicht nur bei mir) getan.


    7 Jahre (und noch viel mehr) habe ich permanent (und zunehmend) schamlose Versuche erlebt, wie anständige Menschen im Lohn und den Arbeitsbedingungen gedrückt werden sollen. In einem rauen Klima (das die Generation der saturierten Wohlstandsrentner vielleicht das letze Mal vor 40 Jahren privat sich antun musste) werden auch die Sitten sowie die Kommunikation härter. Was nicht tötet härtet ab und da ich noch lebe, leben will und das allen gönne, geht es nun härter zur Sache. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, sprich mir verbaler Weichspüle bekommen wird den allgemeinen Wahnsinn nicht in den Griff.


    Ich habe die Fresse voll von vermeintlichen Freunden, die als kleine Nutten im Kapitalismus kläglich scheitern und sich in Folge zu Arschlöchern entwickeln, wo wenn man diese seine "Freunde" nennt keine Feinde mehr braucht. Oder wo weniger korrupte Menschen auf Grund von unmenschlichem und unsozialem Verhaltens ihrer zu Arschlöchern mutierten "Mitmenschen" in die Depression oder gar den Suizid getrieben werden.


    Ich habe die Fresse ebenso gestrichen voll von einer unfairen Weltwirtschafts(un)ordnung, die etwa alle 6 Sekunden einem unschuldigen Kind das Leben kostet, während unsere Deppengesellschaft Ressourcen und menschliche Arbeitsleistung zum Schäppchenpreis verfuttert, auf´s Klima und die Zukunftschancen der jungen und künftigen Generationen scheißt und sich dabei noch moralisch aufplustern will ("westliche Werte").


    Ich habe die Fresse voll von den warmgeduschten Lügen der Pfaffen, Intelektuellen, Therapeuten etc, die allesamt ihre feigen Köpfe in den Sand stecken und aus ihrem lahmen Aussitzhintern auf die Opfer ihrer feigen Aussitzerei kacken.


    Die verlogene Dekadenz unserer Zeit bettelt da geradezu um die Demenz, mit der sich diese schwachsinnig gewordene Welt eventuell noch ertragen lässt. Dafür bin ich aber noch zu jung und zu lebenshungrig um mir diese geistige und emotionale Mumifizierung an zu tun - Gott sei Dank.


    Und vielleicht geht es manch Älterem doch gar nicht mal so unähnlich, manche formal warmgeduschte Wohlstandrentner betteln gerade zu um´s normale Leben, anders kann ich mir die permanent von denen versuchte persönliche Anmache psychologisch nicht erklären. Klartext ist ja vielleicht auch mal eine wohltuende Abwechslung zu der verlogenen Weichspüle der Mitleids- und Pharmaindustrie, Gewinnspielbetreibern, Versandhäusern, Parteistrategen, Kirchenfürsten, Ehrenamtsausbeuter-Vereinen, der Kanzlerschnitte und den vielen anderen korrupten Vollidioten, die jeden Tag Jagd auf Opas und Omas Rente oder Stimme machen.


    Das Leben, so wie es politisch und wirtschaftlich organisiert ist und ständig im Schwachmaten-Kapitalismus reorgansiert wird, kann schwer menschenfeindlich rüberkommen. Und das tut es viel zu oft. Anstatt ein ordentliches Leben für alle Menschen zu ermöglichen, wozu die Menschheit seit 50 Jahren in der Lage wäre, wird inzwischen mehr als einer Milliarde Menschen das Leben entweder schwer gemacht oder gleich verunmöglicht.


    Wenn man privat finanziell ausgesorgt hat, kann man sich vielleicht noch den ganzen kapitalistischen Mist schön kaufen oder saufen bzw. den Arzt oder Apotheker zur Hilfe ziehen. Aber auch dann sollte man sich auf Dauer nicht so sozialpolitisch dement gebärden, wie die demente Merkel und deren vielen dementen Helfershelfer die Leute gerne hätte. Den während die Wohlstands-Junkies gemütlich ihrer Demenz entgegen dämmern, krepieren genügend anständige Nasen auf Grund dieses bourgeoisen westlichen Dämmerschoppens und das muss aufhören und zwar flott.


    Meine Rede ist die beste Medizin gegen die allgemeine deutsche Wohlstandsverblödung und die gibt es gratis und ohne Rezept. Die Nebenwirkung ist maximal anfangs ein leichtes Bauch- oder Kopfweh, aber davon stirbt kein Mensch. Besser als in einem durch und durch verdummten Land an seniler Demenz zu verblöden oder an Depression zu krepieren ist das allemal. Denn für so einen Unfug ist unser aller Leben zu schade. :notme:

    3 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Ich glaub eher, dass das, was du so treibst, den meisten Leuten am Arx vorbei geht.
    Wenn ich das Revue passieren lasse, hast Du "es" auf die von dir gewählte Methode in den vergangenen Jahren nicht sonderlich weit gebracht. Und wer es nicht packt, lässt, bei entsprechender Strukturierung, den Frust darüber eben beim Wutschreiben aus. Letztlich bist du selbst dafür verantwortlich, welche Ergebnisse dein Tun einfährt. Niemand sonst.


    Das Wutschreiben ist die von Dir selbst gewählte "Lösung". Und Dein gutes Recht, das so zu entscheiden und zu machen. Dein Tonfall sollte aber in den Grenzen bleiben, und auch die Beschimpfungen, dass du nicht damit diesem Umfeld hier Schaden zufügst.
    Das gehört auch dazu, wenn du mit dem Kamm über alle gehst.
    Hier bist du sonst nämlich selbst derjenige, der sich nicht um andere schert und dem es egal ist, ob ...

    2 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: n


  • Auf Menschen schimpfen, die sich nicht ausbeuten lassen, wird niemals einen noch halbwegs intelligenten Menschen zu einer (beschissenen) Arbeit motivieren, auch wenn die geizigen von der bekloppten Springerpresse angestachelten Doofspießer das unentwegt versuchen.


    Genauso wenig wie die viele unehrliche Arbeitsethik unserer Ausbeuterideologen zur Arbeit motivieren können, kann die viele per Computer versuchte Arbeitsvermittlung zu einer Verbesserung der Passung zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt beitragen, wenn die Arbeitsangebote hinten und vorne nicht stimmen.


    Beschissene Produkte und Dienstleistungen kann auch die beste Werbung nicht auf Dauer an den Mann /die Frau bringen (wirklich gute Werbung wird sich erst gar nicht für so ein mieses Unterfangen hergeben) und das gleiche gilt auch für die Vermittlung von Arbeit: Beschissene Arbeit kann die verlogenste Werbung nicht weniger beschissen machen.


    Aber es wird dennoch probiert und dann taugen noch nicht einmal die Algorithmen dieser Spinner was, wenn diese bekloppte Dreckarbeit via verschachtelter Programme promoten wollen. Immerhin ist es lustig zu lesen, was da mitunter für ein gesammelter Schwachsinn dabei heraus kommt:



    http://de.jobrapido.com/jobpre…53927&w=studentenwerk&p=1

  • […] strunzblöde Konsumidioten in ihren aufgeblasenen Bonzenautos […]

    Klingt irgendwie nach Sozialneid. Ab welcher Fahrzeuggröße bzw. Preisklasse beginnt in Deiner Vorstellungswelt eigentlich die Kategorie "Bonzenauto"?

    […] Konsumschrott, den sie zum guten Teil gar nicht brauchen. […]

    Wie willst Du beurteilen, wer was braucht? Ist Dir eigentlich klar, dass Deine in solchen Statements ausgedrückte Forderung nach Bedürfnisarmut/Konsumverzicht doch eher bedeutet, dass Löhne gesenkt werden müssten/sollten? Ãœbrigens hat doch gerade unser amtierender Bundeswirtschaftsminister (da kommt man bald nicht mehr hinterher, wer grad welches Amt übernommen hat!) verkündet, dass es Deutschland doch bestens gehe. Und genau solche Stimmung zu verbreiten ist ja seine Hauptaufgabe. Wirtschaft ist bekanntlich zur gefühlten Hälfte doch Psychologie.

    Einmal editiert, zuletzt von I'm a Substitute () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Das Wutschreiben ist die von Dir selbst gewählten "Lösung". Und Dein gutes Recht, das so zu entscheiden und zu machen.


    Richtig.



    Dein Tonfall sollte aber in den Grenzen bleiben, und auch die Beschimpfungen, dass du nicht damit diesem Umfeld hier Schaden zufügst. Das gehört auch dazu, wenn du mit dem Kamm über alle gehst.
    Hier bist du sonst nämlich selbst derjenige, der sich nicht um andere schert und dem es egal ist, ob ...


    Ich weise diesen Vorwurf entschieden zurück. Auch dir scheint zu entgehen, was hier in diesem Land (und nicht nur in diesem Land) an miesen extrem rücksichtslosen Praktiken läuft. Wo werden diesen Praktiken bzw. den rücksichtslosen Idioten, die diese Praktiken betreiben, die dringend notwendigen Grenzen gesetzt?


    Warum schert du dich nicht um die millionenfach allein in Deutschland betriebenen alltäglichen Schweinereien, wo sich korrupte Nasen nicht um andere Menschen scheren und es denen egal ist, was mit den Opfern ihrer versuchten oder erfolgten Ausbeutung und Unterdrückung passiert?


    Ich schimpfe nicht einfach aus dem hohlen Bauch, sondern habe in aller Regel meine Anschuldigungen solide recherchiert und kann die ebenso solide belegen. Und auch wenn ich nicht schimpfe, sondern klar und bestimmt aber in aller Form vorgehe, dann jaulen doch diejenigen, die mit der traurigen Wahrheit der unsozialen Verhältnisse in diesem Land nicht konfrontiert werden möchten, genauso wie sie immer jaulen, wenn ihre verlogene Idylle getrübt wird.


    Von Typen, die sich scheinbar aus dem politischen Geschäft verabschiedet und längst mit den hiesigen Verhältnissen arrangiert haben, von denen lass ich mir doch nicht den Zahn mit diesem blöden "Bringt doch eh alles nichts" Geschwätz ziehen, dass diesen Typen vermutlich vor 30 Jahren auf´s Auge bzw. in deren Ohren gedrückt wurde und von dem diese sich haben politisch stilllegen lassen. Das Establishment hat sich schon immer selbst politisch kastriert bzw. kastrieren lassen, von diesen Eunuchen lass ich mir doch nicht vorschreiben genauso politisch unsexy rüber zu kommen nur um an einen fetten Job und Geld tan kommen zu können. Denn einen kleinen Unterschied gibt es zu deren Anfängerzeiten: Heute bleiben doppelt bis dreifach so viel biedere Arschkriecher auf dem Weg nach oben da stecken, wo nie die Sonne scheint. Da trete ich doch lieber gleich da drauf, wo ich nie rein möchte und diesen Spaß lass ich mir nicht nehmen. Man gönnt mir ja sonst kaum etwas in diesem Land, da mache ich wenigstens den Job, der mir einen Schweinespaß und zudem noch sehr viel Sinn macht.

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Klingt irgendwie nach Sozialneid. Ab welcher Fahrzeuggröße bzw. Preisklasse beginnt in Deiner Vorstellungswelt eigentlich die Kategorie "Bonzenauto"?


    Warum sollte meine Wenigkeit neidisch sein auf ein in Zeiten ungerechten Globalisierungsprozesse oft unredlich erworbenes "Eigentum", dessen permanenter und damit intelligenzbefreiter Gebrauch ökologisch, energetisch sowie bezogen auf die Sozialveträglichkeit bedenklich daher kommt?


    Ich bekäme privat schwer Bauchweh, wenn ich so eine solche Karre hätte und fahren würde.
    Bobby-Car oder Fahrrad geht ok, vielleicht auch 1 Mal im Jahr im VW-Käfer. das wär´s dann aber schon. Da spare ich lieber auf eine E 10.


    Zitat

    [Wie willst Du beurteilen, wer was braucht? Ist Dir eigentlich klar, dass Deine in solchen Statements ausgedrückte Forderung nach Bedürfnisarmut/Konsumverzicht doch eher bedeutet, dass Löhne gesenkt werden müssten/sollten? Ãœbrigens hat doch gerade unser amtierender Bundeswirtschaftsminister (da kommt man bald nicht mehr hinterher, wer grad welches Amt übernommen hat!) verkündet, dass es Deutschland doch bestens gehe. Und genau solche Stimmung zu verbreiten ist ja seine Hauptaufgabe. Wirtschaft ist bekanntlich zur gefühlten Hälfte doch Psychologie.


    Jeder Mensch hat ein recht auf die Erfüllung unbedingter menschlicher Grundbedürfnisse. Ein Auto gehört da nicht dazu , auch wenn unsere überkandidelte Gesellschaft bzw. die besonders überkandidelten Teile davon das sich einbilden wollen. Mindestens 50% der Produkte und Dienstleistungen, die in unser kranken Ãœberfluss- und Ãœberdrussgesellschaft den Menschen via verlogenem und mmanipulativem Marketing aufgeschwatzt werden, taugen für den Popo bzw. den Gang in die Klappse. Das gilt gerade für den exzessiven und damit bescheuerten Gebrauch


    Vielleicht würden die in unseren Breitengraden gedanklich so verstrahlten Menschen kapieren, wie bekloppt die mit dieser Verstrahlung einhergehenden Ansprüche sind, wenn für kurze Zeit auf der Welt die gesamte Menschheit westliche Mobilitäsmuster praktizieren würde. Die dann locker mal 3 200 000 000 aktiven Autos würden uns und dem Klima ordentlich einheizen. Wahrscheinlich muss erst die eigene Hütte brennen, damit wir aufwachen.


    Obwohl so ein Aufwachen bitter nötig wäre, eher 30 Jahre zu spät als denn eine Sekunde zu früh käme, scheinen Politik und Wirtschaft weiter auf das dämliche "weiter so" der letzten Jahrzehnte zu setzen. Wirtschaftswachstum um jeden Preis - etwas anderes fällt der deutschen Murmeltierpolitik und deren Hintermännern aus Finanz- und Wirtschaftswelt seit Jahrzehnten nicht ein obwohl genau diese Einfallslosigkeit die vielen Krisen unserer Zeit mit bedingt und die noch kommenden Krisen mit bedingen wird.


    Zu deiner Frage, wie ich beurteilen will, wer was braucht?


    Ich habe da zwar eine Meinung, was für uns nötig sein könnte und erst recht eine meinung dazu, was unnötig, teils komplett unnötig für uns daherkommt. Diese Meinung ist m.E. unschwer aus meinen bisherigen Beiträgen zu erkennen, aber darum geht es nicht. In der Demokratie sollten die Menschen individuell wie kollektiv auf einander bezogen diese Frage aktiv klären, was denn nun bitte sehr für uns individuell wie kollektiv wichtig sein könnte?


    Genau dazu kommt es aber nicht, weil bestimmte Automatismen eine offene und freie Behandlung dieser Frage seit Jahrzehnten unterbinden, z.B. ein zum quasi Fetisch erhobenes quantitatives Wirtschaftswachstum um jeden Preis Der Grund dafür ist simpel: Mit diesem Wachstum um jeden Preis können rücksichtslose Nasen sich dumm und dämlich verdienen, so dämlich scheinbar, dass es diesen Nasen egal ist, was ihre Geschäftspolitik rund um den Globus an wahnsinnigen Effekten so alles anrichtet. Diesen Nasen geht es vordinglich um den Profit, den ihre wahnsinnigen Geschäfte ermöglicht.


    Bedürfnisarmut und Konsumverzicht stellen einen Gegenentwurf zum der in unserer kranken Ãœberflussgesellschaft propagierten Konsumsucht dar. Die Begriffe "Bedürfnisarmut" und "Konsumverzicht" mögen für viele Zeitgenossen unsexy wirken, aber wenn dem so wäre, dann wäre zu fragen warum das so ist?

    "Armut" und "Verzicht" - diese beiden Begriffe wirken in ihrer Schlichtheit erst recht nicht sexy, erscheint doch hier weniger eine Freiwilligkeit als denn eine eher traurige Nowendigkeit den Hintergund der Betrachtung zu bilden: Wer arm ist muss verzichten, wer sehr arm ist muss auf sehr viel verzichten. Diese traurige Erfahrung selber machen zu müssen, darauf haben Menschen weltweit in aller Regel kein Interesse, die Fluchtkrise sollte das spätestens erwiesen haben.


    Unsere kranke Ãœberfluss- und Ãœberdrussgesellschaft bewirkt aber scharenweise zeine miese zwangshafte Bildung von Armut- und Verzicht und das sowohl global wie national. Das kann in Zeichen von Internet und Massenmedien jede/r wissen oder zumindest ahnen und die meisten Zeitgenoss(inn)en wissen es - auch wenn sie das nicht wissen, sondern stattdessen lieber verdrängen wollen. Diese Nasen, denen es meist materiell gesehen noch sehr gut geht, wollen nämlich nicht wissen, wem und wie vielen Menschen es in diesem System schlecht geht, von dem die Gewinner profitieren (wollen).


    Hör mir bitte auf von dem verlogenen Geschwätz, dass Konsum und Wirtschaftswachstum allgemein für Wohlstand, Arbeit und Löhne sorgen würden. Das dürftest du selber wissen, so dass ich deinen Hinweis auf die Lohnbildung durch eine prosperierende Wirtschaft als Stimulator für die hiesige Diskussion werte. Die Zeiten sind längst vorbei, wo eine gut entwickelte Wirtschaft zum allgemeinen Wohlstand beitrug. Um Arbeit, gar gute Arbeit und gute Löhne geht es im vom Neoliberalismus versauten Deutschland und der ebenso versauten Welt schon lange nicht mehr- ging es eigentlich im Kapitalismus noch nie so wirklich. Da ging und geht es- siehe oben- nur um die Profite einer Minderheit. Allein deswegen kann und wird es im Rahmen der kapitalistischen Doktrin einer einseitig betriebenen Mehrwertverteilung nie allen gut gehen, sondern immer nur wenigen Menschen, die auf Grund unfair gestalteter Prozesse den von vielen Menschen gebildeten Mehrwert einsacken.


    Sollte es Deutschland wirklich bestens gehen, wie die neue Nase von Wirtschaftsminister verkünden will (verkünden muss), dann wäre diese (m.E. verlogene) Erfolgsmeldung unter anderem der Ausbeutung von solide arbeitenden Menschen in der 3. der 2. und inzwischen zunehmend auch der 1. Welt geschuldet. Vor dem Hintergrund dieser anklagenden Vermutung wäre die Frage zu stellen, wem es überhaupt in diesem seltsamen Deutschland gut geht, dem es angeblich so gut geht?


    Die armen Teufel mit H-4, Niedriglohn-Drecksjob, kleiner Rente, teurer Miete etc. dürften nicht dazu gehören. Hilflose Senioren, die wegen dem allgemeinen in Deutschland üblichen Pflegenotstand leiden müssen, den dürfte es genauso wenig gut gehen wie Patienten, die wegen falscher Organisation des Gesundheitswesens falsch oder gar nicht behandelt werden.


    Angesichts dieser Problematiken in diesem verlogenen und verstrahlten Deutschland noch gute Stimmung verbreiteten zu wollen, ist genauso absurd wie es die 40 Jahr Feiern der DDR waren. Aber genauso wenig wie das Merkel in 1989 kein Problem damit hatte wenige Meter neben Egon Krenz das linientreue Gogo-Girl zu geben, genauso wenig scheinen Merkels aktuelle Hofschranzen sich um die eigentliche Lage der Nation bzw. der Nationen zu kümmern, die alles andere als zum Feiern Anlass geben können. Aber es ist ja nichts neues, dass die Eliten als letzte kapieren, was wirklich im Land bzw. der Welt läuft, weil die viele Speichelleckerei ihrer Kofferträger ihnen den Blick auf das wesentliche verstellt.


    Vielleicht hast du recht mit dem Spruch, dass Wirtschaft zur Hälfte gefühlte Psychologie wäre.
    Aber wenn das stimmen würde, dann ändert das nichts an der Tatsache, dass hier mehr als die Hälfte der wirtschaftlichen Akteure zum Psychologen bzw. auf die Couch gehört, so krank wie es in diesem Schweinesystem läuft.

    3 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Beschissene Produkte und Dienstleistungen kann auch die beste Werbung nicht auf Dauer an den Mann /die Frau bringen (wirklich gute Werbung wird sich erst gar nicht für so ein mieses Unterfangen hergeben) und das gleiche gilt auch für die Vermittlung von Arbeit: Beschissene Arbeit kann die verlogenste Werbung nicht weniger beschissen machen.


    Es wird aber beständig versucht, eine vermutlich schlecht entlohnte Arbeit zu promoten. Schlechte Arbeit hat das nun auch nötig. Anstatt gleich ordentliche Löhne zu zahlen, bezahlen devote geizige Arbeitgeber scheinbar lieber für die Bewerbung ihrer miesen Jobs (wie z.B. die Malteser in Obertshausen um deren unterbezahltes FSJ unter falschen Etikett anzubieten).


    Für die Arbeitnehmer ergeben sich so meist miese bis sehr miese jobs, die damit verbundene Arbeit wird verliehen, beworben oder per miesem Zwang der Jobcenter den eher hilflosen arbeitssuchenden Menschen aufgebürdet (Billigjobcenter wäre da der passendere Name).


    Arbeit ist somit vielfach zur zwangshaft versuchten Ausbeute verkommen, wird dementsprechend lustlos und frustriert schlecht gemacht und das merkt man vielfach im zum zunehmenden Praktikantenstadel umfunktionierten Merkel-Deutschland. Ãœber Löhne wird in den meisten Jobangeboten oft nicht gesprochen, denn die sind vielfach mies. Das kritisiere ich z.B. in meiner Rückmeldung an ein Jobportal, dass um eine solche gebeten hatte:


    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Da die Tarifbindung für knapp 40% der Arbeitnehmer, bevorzugt im Niedriglohnsektor, keine Rolle mehr spielt, ist diese Jubelmeldung genau das: eine Jubelmeldung.
    Bis Schröder kam, waren es nur 25% ....

  • Im März und April wurde m.E. im Fall der Onvista Bank in Frankfurt deutlich, dass mit einer versuchten Unterbezahlung studentischer Mitarbeit dieses Unternehmen betriebswirtschaftliche Vorteile bilden wollte/bilden will. In diesem Fall gab die Onvista-Bank keine Auskünfte zu der von ihr angedachten Vergütung einer von ihr längerfristig angestrebten Werkstudententätigkeit. Als ich mit diesem Unternehmen diesen Umstand besprechen wollten, tauchte es de facto ab:


    http://politopia.de/threads/55…842&viewfull=1#post983842


    Diese versuchte Unterbezahlung kann leider m.E. als Regelfall gelten, im spätkapitalistischen Deutschland werden in regelrecht schamloser Manier miserable Löhne in der Lohnfindung veranschlagt und das auch von Seiten gut aufgestellter Arbeitgeber. Geiz beim Lohn soll auch da geil sein, wo dieser Geit unnötig ist und somit schamlos daher kommt. Die Schamlosigkeit wächst m.E. ins unerträgliche, wenn soziale Gruppen ohne solides eigenes Einkommen (wie z.B. Studierende) für gut betuchte Unternehmen solide Arbeit zu miesen Löhnen verrichten sollen.


    Ein weiteres Beispiel für diese unsoziale Arbeitspolitik liefert die Rechtsanwaltskammer Frankfurt.
    Diese sucht im März 2018 eine studentische Aushilfe, die zeitlich auf einen Monat befristet solide Büro- und Empfangsdienste leisten soll, als Stundenlohn sind 10 Euro vorgesehen. Da mir dieser Lohn als sehr niedrig vorkommt, richte ich am 06.März 2018 folgende Anfrage an die Rechtsanwaltskammer Frankfurt:



    Da ich bis zum 13. März 2018 keine Reaktion seitens der Rechtsanwaltskammer Frankfurt erkennen konnte, erinnerte ich an diesem Tag an meine Anfrage vom 06.03.2018:




    Am 22. März war für mich immer noch keine Reaktion erkennbar,
    also habe ich eine 2. Erinnerung an die Rechtsanwaltskammer Frankfurt:



    Die aus meiner jetzigen Sicht vielen Worte hätte ich mir natürlich schenken können, die Rechtsanwaltskammer Frankfurt will erkennbar jeglichen Dialog in diesem Sachzusammenhang verweigern. Die Gründ kann ich mir denken, das reicht mir aber natürlich auch nicht. Also lass ich richte ich heute am 04. Juni folgende öffentlich gehaltene Kritik an die Rechtsanwaltskammer Frankfurt:


    8 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Auch die ARD bzw. eine Tochtergesellschaft der ARD scheint studierende Personen übervorteilen zu wollen. Im Mai 2018 sucht die ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH für eine längerfristig angedachte Tätigkeit studentische Mitarbeiter/innen, hier mal wieder keine Angabe zur Entlohnung, dafür der Wunsch nach aussagefähigen Bewerbungen.


    Kleine Fragestellung vom 22.05.2018 an den Verein:



    Auch die ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH denkt sich scheinbar, dass Lohnfragen
    nur dann behandelt werden, wenn artige kompetent erscheinende Nasen um den Job betteln und
    ein dann vermutlich mieses Lohnangebot schlucken. Am 30.05.2018 will meine Wenigkeit weiter austesten, ob die reiche ARD wirklich Studis ohne eigenes Einkommen abzocken will:



    Heute Montag 04.06.2018 gab es immer noch keine Reaktion seitens der ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH - es ist also unschwer erkennbar, dass hier das gleiche miese Spiel wie bei der Onvista-Bank und der Rechtsanwaltskammer Frankfurt (und vielen anderen Unternehmen mehr) zu laufen scheint:


    Wir zahlen hundsmiserabel für gute Leistung.
    Und wem´s nicht passt, soll woanders arbeiten (kicher).
    Und wes nicht passt und mit uns darüber sprechen will,
    dass wir hundsmiserabel entlohnen, den ignorieren wir.


    Egal, natürlich bekommt die ARD - gerade die ARD - ihr verdientes Fett ab. Auch kleinen Studenten erwartet die ARD die Zahlung der zwangsweise erhobenen Rundfunkgebühr für ihren größtenteils billig produzierten medialen Müll. der studierende Personen nur in seltenen Fällen vor die Glotze locken dürfte. Frech für ein billig gemachtes mit viel bekloppter Werbung versautes Programm kassieren um dann noch Leute, die auf Grund fehlendem Einkommens auf bezahlte Arbeit angewiesen sind, mit vermutlichen Hungerlöhnen doppelt abzuzocken. Die ARD sollte sich was schämen. Ihre politischen Magazine könnten mal in den eigenen Reihen das Kehren anfangen.


    Am Donnerstag bekommt die ARD wieder Post von mir. :yesnod:

    7 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()


  • Diese Post hat die ARD bekommen:



    Es war zwar zu erwarten, dass die ARD-Werbung auch auf diese 2 Erinnerung nicht reagieren würde, ich sehe aber diese Nichtreaktion als einen erbärmlich feigen Akt. Mein öffentlich geteiltes Fazit
    (neben 5 Adressen aus dem Bereich der ARD Werbung ergingen etwa 70 Sichtkopien an Adressen aus Politik, Medien und Gesellschaft), das heute am 21.06.2018 raus ging:


    7 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Wenn die Menschen mit geringen Einkommen mehr verdienen, bringt das die Wirtschaft in Schwung. Das wissen alle, die sich schon einmal mit der Nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik befasst haben.
    Der Grund ist ein einfacher: während Steigerungen von Gewinnen und Einkommen in den oberen Bereichen kaum dem Konsum und damit der Wirtschaft zugute kommen, geht das Geld, das in geringer verdienenden Haushalten dazu kommt, fast 1:1 in die Anschaffung oder den Ersatz von Konsumartikeln, Kleidung, Möbel usw.
    Und das bringt den Handel in Schwung und schafft Arbeitsplätze über die gesamte Wertschöpfungskette, weil die Nachfrage steigt - und ein bisschen kommt auf die Hohe Kante, für die Altersvorsorge, falls etwas übrig bleibt.


    Zitat


    Studie
    Mindestlohn bringt Wachstum

    Der Mindestlohn als Jobkiller? Die Unkenrufe haben sich bislang nicht bestätigt. Ökonomen sehen sogar ihre segensreiche Wirkung als Konjunkturmotor bestätigt.