Löhne

  • Ein weiterer Fall, wo ein Arbeitgeber sich in der Kommunikation ..............................


    Lieber Freund Kleinlok, mit einem solchen Verfahren, wie beschrieben, kannst Du keine Antwort erwarten. Arztpraxen haben schon so massiv Schreibkram zu erledigen, den eine überbordende Bürokratie verursacht und den Zeitfonds für die Patienten arg strapaziert.
    Die Vergütungsfrage hätte man mündlich im Verlauf eines Besuches der Praxis mit Verweis auf die Anzeige klären können. Bei Sympathie wäre sicher ein angemessenes Salär herausgekommen. Mit schon dem ersten Schreiben hast Du Dich allerdings ins Abseits katapultiert, also ist es nur normal, dass man Dir schreibt, die Stelle sei vergeben. Alles Nachfassen ist daher überflüssig.
    Herzliche Grüsse vom grauen kater

  • ...................., mit welchem Betrag die Krankenkasse so einen Hörtest vergütet - denn schon die Räumlichkeiten so einer Facharztpraxis schlagen kräftig ins Kontor, die Kreditraten für die medizinischen Gerätschaften, die Personalkosten… ...................


    Alles Kosten, die auch eine Arztpraxis als Betriebskosten steuerlich ansetzen kann. Wenn man zeitweise Studenten anstellt, sollte man schon mehr als nur Mindestlohn zahlen, denn ein Studium kostet, hier könnte akademische Solidarität walten, zumindest dann, wenn der Student sich fleißig den Aufgaben widmet. Und was nützt es dem Praxisinhaber, wenn er seine Privatentnahmen dann doch mit Höchststeuersatz vom Fiskus belastet bekommt und er dafür seiner Belegschaft nur Mindestlöhne gezahlt hat. "Geiz ist geil!" ist auf jeden Fall nicht motivierend fürs Team und es spricht sich auch bei den Patienten herum, wirkt also negativ auf den Praxiserfolg.

  • Mit schon dem ersten Schreiben hast Du Dich allerdings ins Abseits katapultiert, also ist es nur normal, dass man Dir schreibt, die Stelle sei vergeben. Alles Nachfassen ist daher überflüssig.

    Mich deucht, das war der Plan. Meisterhaft.

  • Mich deucht, das war der Plan. Meisterhaft.


    Wenn er wirklich Geld verdienen muss, sind solche Pläne keineswegs erfolgversprechend, dann hilft verhandeln bei Hinweis auf eventuelle Qualifizierungen eher weiter.

  • Es gibt Hominidentypen, mit denen der homo dingeskirchen einfach keine Chance hätte, jemals vom Baum herab in die Savanne zu kommen. Es so kommt es irgendwie also auch einem entstehungsgeschichtlichen Wunder gleich, dass sich die Gene von Arten weiter entwickeln und vererben konnten, die sich sogar vor dem Wegrennen drücken würden, weil zu anstrengend und zu schlecht bezahlt ... :c'mon:

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Auch wer nur den gesetzlichen Mindestlohn zahlt, braucht sich nicht zu verstecken, denn er handelt legal - (...).


    Wo habe ich behauptet. dass dieser Job in der HNP-Praxis illegal wäre?


    Lese doch erst einmal, bevor die abseits der Argumentationsführung deiner Partner sinnierst:



    Wer gut bezahlt, muss sich nicht verstecken, aber die ganzen Lohndrücker die es allerorten gibt, die schweigen sich dann aus Prinzip über ihre miese Entlohnung aus. Genau das kritisiere ich und m.E. sehr zu Recht. Wenn der Stundenlohn, den diese Praxis zahlt nah beim gesetzlichen Mindestlohn zu verorten wäre, dann ist das ein Scheißlohn, denn als Student kann man nur Teilzeit arbeiten und dann sind solche Hungerlöhne im teuren Frankfurt ein schlechter Witz.


    10 Euro die Stunde ist ein Scheißlohn und das wissen auch die meisten Arbeitgeber, die mit solch einem miesen Stundensatz daher kommen. Aus 2 Gründen wird dann auf die große Schweigsamkeit gemacht, wenn es um die Entlohnung geht:


    1. Den solch schlechten Löhne zahlenden Arbeitgebern ist es dann doch peinlich, wenn ihr Geiz beim Lohn öffentlich würde.


    2. Sie erhoffen sich mehrere (unfaire) Vorteile gegenüber den Bewerbern, in dem die Lohnfrage so spät wie nur möglich behandelt wird. Erst einmal bewerben sich somit die Bewerber/innen auf´s Blaue hinaus, was den Lohn angeht, das bedeutet im Fall einer Bewerbung, dass wer sich auf dieses vielfach verbreitet betriebene unfaire Spiel einlässt, mit Bewerbung und Fahrt zum Bewerbungsgespräch in Vorleistung und erst im Gespräch erfahren kann, dass er oder sie (mit hoher Wahrscheinlichkeit) im Job ausgebeutet werden soll.


    Zweitens wird die Lohnfrage mit dieser auf Diskretion bedachten Masche psychologisch gesehen als nachrangig bzw. "nicht der Rede wert" behandelt.


    Das ist unfair und verlogen und eigentlich eine ganz miese Basis für eine ordentliche Beziehung zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmer. Natürlich ist der Lohn sehr wohl der Rede wert , gerade die Arbeitgeber haben da ihre deutlichen Interessen und in aller Regel meist sehr finite Vorstellungen darüber wie viel bzw. wie WENIG Lohn sie zahlen wollen.


    Leider haben 30 Jahre neoliberale psychologische Kriegsführung gegen arbeitende Menschen den gesamten Markt und das gesellschaftliche Klima versaut.Die jungen Menschen wachsen quasi seit Jahren in diesem neoliberalen Saustall auf, wo inzwischen fast alle sich gegenseitig übervorteilen und betrügen woimmer das geht, bei den Mieten, im Lohn, bei den Preisen etc. Die jungen Menschen kennen es dann gar nicht anders, als dass sich fast alle gegenseitig verarschen und das Verarschen zum guten Ton gehört. Vielleicht ist das der Grund, dass sich so viele gerade der jüngeren Menschen brav verarschen lassen(?).


    Wegen mangelnder Erfahrung und falscher Erziehung durch biedere Eltern und eine Gesellschaft, in der seit 30 Jahren Arschkriechen zum gesamtgesellschaftlichen Vorbildverhalten erhoben wird, fehlt vielen der jungen Jobsuchenden dann das Rückgrat "Nein" zu sagen. Manche brauchen angesichts steigender Mieten und vielfachen Verlockungen ganz einfach das Geld, dass es immer mehr nur in beschissenen Jobs zu verdienen gibt. Darauf setzen schamlos viele geizige und unfaire Arbeitgeber.


    Das ist nicht illegal, aber dennoch ein ganz großer Mist.

    4 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • […] 10 Euro die Stunde ist ein Scheißlohn […]

    10 Euro pro Stunde sind schon mal besser als die kaum 13 Euro Hartz-IV-Regelsatz pro Tag, die Langzeitarbeitslosen gesetzlich zugestanden werden… und da es eben nur um Hilfstätigkeiten geht, die der HNO-Praxis de facto nichts einbringen, aber doch nötig sind, um die bei solchen Fachärzten erwarteten Leistungen zu erbringen, ist der branchenübliche Lohn den Tätigkeiten auch angemessen.
    Der immaterielle Mehrwert für die studentischen Hilfskräfte liegt eben darin, Berufserfahrung zu sammeln; eine solche Tätigkeit ist ja ohnehin keine Lebensstellung, sondern zumeist nur eine kurze Episode im Leben eines jungen Menschen, weswegen die hohe Fluktuation ebenfalls nicht dazu taugt, jetzt der HNO-Praxis unberechtigte Vorwürfe zu machen.
    Manche Studenten wechseln halt von Zeit zu Zeit Studienrichtung oder auch gleich die Universität, weswegen im letzteren Falle ein Umzug in eine andere Stadt nötig wird.

  • 10 Euro pro Stunde sind schon mal besser als die kaum 13 Euro Hartz-IV-Regelsatz pro Tag, die Langzeitarbeitslosen gesetzlich zugestanden werden… und da es eben nur um Hilfstätigkeiten geht, die der HNO-Praxis de facto nichts einbringen, aber doch nötig sind, um die bei solchen Fachärzten erwarteten Leistungen zu erbringen, ist der branchenübliche Lohn den Tätigkeiten auch angemessen.


    Was soll dieses dumme Relativieren?


    10 Euro die Stunde sind ganz einfach scheiße, wenn du davon leben musst. Ist auch mal wieder typisch, dass in diesem stinkreichen Drecksland von meist materiell begüterten, dafür sozial unterbelichteten Nasen die Vergleiche immer nur in Richtung des unteren Endes der Skala erfolgen. Mit Hartz-4 verdummte Zeitgenossen sollen sich mit den Armen in Schwellenländern vergleichen, im Lohn gedrückte Studis mit den mit Hartz-4 verdummte Zeitgenossen ....


    ... warum vergleichst du nicht nach oben?


    Vergleiche die 10 Euro pro Stunde und die kaum 13 Euro Hartz-IV-Regelsatz pro Tag mit den Löhnen und Gehältern, die z.B. gerade im verbonzten Frankfurt üblich sind. Kein Mensch müsste in diesem Land im Lohn und den staatlichen Leistungen gedrückt werden, es ist genug für alle da.


    Angesichts deiner nutzlosen und unfairen Vergleiche kannst du im Winter bei -14° in Badehose auf die Gasse gehen, denn verglichen mit -45° am Nordpol wären dann die -14° in HH ein Frühlingswetterchen. :banana75:


    Anstatt gegen die Unterdrücker von Oben auf zu mucken, sollen die Verdummten sich damit trösten, dass es immer noch einen gibt, der noch mehr als sie gedrückt wird. So trösten sich die Rechten, indem sie gegen die armen Schweine von Flüchtlingen kacke, so trösten sich all diejenigen, dir irgendein anderes armes Schwein im Betrieb, in der Schule oder sonst wo mobben, weil diese dummen Feiglinge das gängige System von Ausbeutung und Unterdrückung nicht in Frage stellen und lieber gegen Schwächere zu treten anstatt sich gegen den Druck von oben zu wehren.


    Der deutsche Gartenzwerg lässt grüßen.



    Der immaterielle Mehrwert für die studentischen Hilfskräfte liegt eben darin, Berufserfahrung zu sammeln; (...)


    Es ist ein Job und kein Praktikum.



    und da es eben nur um Hilfstätigkeiten geht, die der Heine solche Tätigkeit ist ja ohnehin keine Lebensstellung, sondern zumeist nur eine kurze Episode im Leben eines jungen Menschen, weswegen die hohe Fluktuation ebenfalls nicht dazu taugt, jetzt der HNO-Praxis unberechtigte Vorwürfe zu machen.Manche Studenten wechseln halt von Zeit zu Zeit Studienrichtung oder auch gleich die Universität, weswegen im letzteren Falle ein Umzug in eine andere Stadt nötig wird.


    Wer Lesen kann ist im Vorteil.


    Anstatt oft in ellenlangen Beiträgen an den Argumenten der Diskssionspartner vorbei zu schreiben, könnte ein auf Verstehen gepoltes Lesen beinützen, dass du viel unnützen intellektuellen Leerlauf vermeiden könntet.


    Ich schrieb:


    Zitat

    Gut behandeltes Personal bleibt bzw. sorgt via Mundpropaganda im eigenen Umfeld für Nachfolger/innen, wenn das wirklich nötig sein sollte. Nur schlechte Arbeitgeber müssen ständig neu suchen, denn kein gesunder Mensch hat Interesse, sich schlecht auf der Arbeit behandeln zu lassen.


    Gute Jobs gehen unter der Hand weg, die müssen gar nicht groß mehr ausgeschrieben werden, allenfalls aus Gründen der Fairness (z.B. öffentlichen Arbeitgebern). Wenn ein/e Student/in einen guten Job macht, er oder sie diesen aufgeben muss (also nicht weil er/sie diesen aufgeben will), weil ein Wegzug oder sonstiges angesagt ist, dann kann und will er oder sie locker 2-3 neue Nachfolger/innen ansprechen. Gute Jobs gehen weg wie geschnitten Brot, nur diese Scheißjobs müssen sich ständig neu prostituieren.

    5 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Es gibt Hominidentypen, mit denen der homo dingeskirchen einfach keine Chance hätte, jemals vom Baum herab in die Savanne zu kommen. Es so kommt es irgendwie also auch einem entstehungsgeschichtlichen Wunder gleich, dass sich die Gene von Arten weiter entwickeln und vererben konnten, die sich sogar vor dem Wegrennen drücken würden, weil zu anstrengend und zu schlecht bezahlt ... :c'mon:



    Zu diesem Geschwurbel passt, was du selber heute in einem anderen Thread geschrieben hast.


    Und was genau hat diese Betrachtung mit dem Fred-Thema zu tun?

  • […] in diesem stinkreichen Drecksland […]

    Oh, wow, ein wirklich der langen Studienzeit angemessener Tonfall - da sieht man mal, wie Bildung und Höherqualifikation der Gesellschaft nützlich sind!

    […] Vergleiche die 13 Euro pro Stunde und die kaum 13 Euro Hartz-IV-Regelsatz pro Tag […]

    Jetzt sind's schon 13 Euro, die die studentische Hilfskraft pro Stunde verdient? Und das erscheint Dir immer noch zu wenig?

    […] mit den Löhnen und Gehältern, die z.B. gerade im verbonzten Frankfurt üblich sind. […]

    Die in Frankfurt am Main üblichen Gehälter werden sich an den jeweiligen Branchentarifverträgen orientieren - und werden manch kleinem Angestellten angesichts der Miet- und Mobilitätskosten oftmals auch etwas knapp bemessen erscheinen. Und die "Bonzengehälter" taugen nicht unbedingt als Bemessungsgrundlage für studentische Hilfskräfte…

  • Zu diesem Geschwurbel passt, was du selber heute in einem anderen Thread geschrieben hast.


    Wenn du nicht völlig umsonst seit zehn Jahren studieren würdest, wäre Dir klar, dass die Parabel sehr wohl - wenn auch augenzwinkernd - zum Thema passt. Aber auch Dein Studium ist wohl eher unter Alibi zu verbuchen, als unter zielorientierter Berufung, nicht wahr? ;)

  • Oh, wow, ein wirklich der langen Studienzeit angemessener Tonfall(...)

    !


    Das ist ein dem Problem der sozialen Schere angemessener Tonfall.


    Jetzt sind's schon 13 Euro, die die studentische Hilfskraft pro Stunde verdient?


    Sorry - da habe ich mich verschrieben. Ich habe 10 Euro/h schreiben wollen und den Beitrag korrigiert.


    Die in Frankfurt am Main üblichen Gehälter werden sich an den jeweiligen Branchentarifverträgen orientieren - und werden manch kleinem Angestellten angesichts der Miet- und Mobilitätskosten oftmals auch etwas knapp bemessen erscheinen. Und die "Bonzengehälter" taugen nicht unbedingt als Bemessungsgrundlage für studentische Hilfskräfte…


    Es gibt einen Durchschnittswert und der taugt als eine Bemessungsgrundlage für Löhne allgemein, da an diesem Durchschnittswert eine gewisse Orientierung der allgemein durchschnittlich üblichen Kaufkraft erfolgt.


    Dann gibt s noch den Meridianwert (der Wert, bis zu dem 50% der Einkommen und ab dem die anderen 50% der Einkommen verortet sin, sowie den Wert, der das Einkommen markiert, dass mxaimal oft vorkommt.





    https://www.focus.de/finanzen/…-verteilt_id_6603710.html


    Wer mit seinem Lohn ein Einkommen unterhalb oder gar weit unterhalb der allgemeinen Kaufkraft erzielt, hat in diesem stinkreichen Land gelitten, wo die Regale der Märkte voll sind, und quasi jede Sekunde eine aggressive Werbung den teils absurden materiellen Ãœberfluss zu vermarkten versuchen. Wenn dann Millionen Menschen wegen mieser Stundensätze, befristeter Verträge, schlechten Arbeitszeiten etc. mit ihrer Arbeit viel Zeit verlieren und nur wenig Einkommen generieren können, dann ist diese gleichzeitige Präsenz von Armut und gedankenlosen Ãœberfluss pervers und beschämend und an diesem Elend ändert dein Geschwurbel nichts.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Wertlose Grafik, weil ohne Zeitangaben, ohne Bezugsgrößenangaben, ohne Rechengrundlagenangaben und Quellangabe.


    Meine Darstellung dieser Grafik war vielleicht wertlos, weil ich den Link vermutlich erst nach der Zwischenspeicherung eingefügt habe. Sorry- der Fauxpas geht auf mich. Der Focus Artikel, auf den ich mich da beziehe erscheint mir solide recherchiert:


    Zitat

    Vollzeit arbeiten - und kaum davon leben können: Für 30 Prozent der Beschäftigen ist das Realität. FOCUS Online zeigt das Gehaltsgefälle in Deutschland.


    Jeder dritte vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Deutschland muss mit einem Bruttogehalt von 2400 Euro oder weniger auskommen. Das ergibt eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2015. Das heißt nach Steuern bleiben diesen Arbeitnehmern 2100 Euro pro Monat zum Leben - vorausgesetzt der Arbeitnehmer zahlt keine Kirchensteuer. Nach allen Abzügen bleiben von diesem Gehalt sogar nur noch 1600 Euro übrig.(....)


    https://www.focus.de/finanzen/…-verteilt_id_6603710.html

    2 Mal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • ![…] wo die Regale der Märkte voll sind, und quasi jede Sekunde eine aggressive Werbung den teils absurden materiellen Ãœberfluss zu vermarkten versuchen […]

    Ein Land mit leeren Regalen im Einzelhandel stellt nun keinen sonderlichen Vorteil für die werktätige Bevölkerung dar, und wer meint, sich sowieso nicht leisten zu können, was so alles im Fernsehen, im Rundfunk, per Zeitungsannonce oder Plakat beworben wird, braucht an der Warenanpreisung jener Produkte dennoch keinen Anstoß zu nehmen. Mir persönlich sind beispielsweise die Warenauslagen in den Schaufenstern von Juwelieren völlig gleichgültig - aber es scheint ja ansonsten rege Nachfrage nach derartigem Geschmeide zu geben, und weswegen sollte man dem Juwelier und seinen Angestellten missgönnen, ihren Lebensunterhalt dadurch zu verdienen und einer ganzen handwerklichen Zunft ihre Traditionspflege und zudem ein ehrliches Handwerk auszuüben ermöglichen?


    Ãœbrigens werden Deine schriftlichen Wutausbrüche am Lohngefüge auch nichts ändern - dabei gibt's doch Gehaltsübersichten online en masse - etwa beruft sich ein Berufseinsteigerportal namens "Absolventa.de" auf Zahlen, die StepStone, ein Jobportal, ermittelt hat… und weil jene sich an Bewerber mit abgeschlossenem Studium wenden, beträgt dort das Durchschnittsgehalt für vollzeitbeschäftigte Fach- und Führungskräfte immerhin schon 4.846 Euro p.M. (brutto), was jedoch schon mal regional und je nach Branche schwankt… aber auch der SPIEGEL beschert sich und seinen Lesern von Zeit zu Zeit eine Themenwoche "Soziale Gerechtigkeit", und präsentiert uns Daten von 2014, weil jüngeres Datenmaterial nicht in derselben Detailtiefe vorliegt.
    Und da lagen die meisten Gehaltsempfänger offenbar noch zwsichen 2.500 und 2.900 Euro monatlich.
    Was in jenen Infografiken leider ausgespart wird, ist das Taschengeld, das sich studentische Hilfskräfte neben den Vorlesungs- und zwischen ihren Kneipenbesuchen so dazuverdienen.

    Einmal editiert, zuletzt von I'm a Substitute () aus folgendem Grund: Tipffehler bereinigt

  • Ein Land mit leeren Regalen im Einzelhandel stellt nun keinen sonderlichen Vorteil für die werktätige Bevölkerung dar, (...).


    Ein Satz wie er kaum symptomatischer für 80% deiner Rede sein könnte:
    Nicht falsch, aber nichtssagend.


    Da fabrizierst du eine satte Reihung von Worten, kommst aber wie so oft nicht auf den Punkt.
    Was ist nun mit den Gehältern? Alles in Ordnung, etwaige Probleme kaum der Rede wert?
    Erkennst du selber noch, was du eigentlich sagen möchtest oder geht es dir nur darum überhaupt etwas gesagt zu haben, so dass du damit in gequälter Gegenhaltung deine Gesprächspartner zu kitzeln versuchst?


    Schau auf das Zitat aus dem Focus um den rrten Faden erkennen zu können:


    Zitat

    Vollzeit arbeiten - und kaum davon leben können: Für 30 Prozent der Beschäftigen ist das Realität. FOCUS Online zeigt das Gehaltsgefälle in Deutschland.


    Jeder dritte vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Deutschland muss mit einem Bruttogehalt von 2400 Euro oder weniger auskommen. Das ergibt eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2015. Das heißt nach Steuern bleiben diesen Arbeitnehmern 2100 Euro pro Monat zum Leben - vorausgesetzt der Arbeitnehmer zahlt keine Kirchensteuer. Nach allen Abzügen bleiben von diesem Gehalt sogar nur noch 1600 Euro übrig.(....)


    https://www.focus.de/finanzen/…-verteilt_id_6603710.html

    Vollzeit arbeiten - und kaum davon leben können:
    Für 30 Prozent der Beschäftigen ist das Realität.


    Es reicht diesen Satz deinem vielen nichtssagenden Geschwurbel gegenüber zustellen.

    Einmal editiert, zuletzt von Kleinlok ()

  • Dass ausgerechnet der Focus, das Sturmgeschütz der Neoliberalen im Blätterwald der angeblich politischen Magazine, heute auf dieser Welle reitet, empfinde ich als abstoßend.
    Markwort hatte damals mit vollen Backen ins Horn gestoßen und gegen alle und jeden geschrieben, die diese Entwicklung vorhergesehen und mahnend die Stimme erhoben hatten. Das alles kommt ja nicht von ungefähr, sondern wurde in einem breiten Konsens interessierter Kreise herbei geschrieben und dann im politisch-populistischen Prozess durchgedrückt.
    Den Leuten wurde im gleichen "FOCUS" das Heil des Neoliberalismus von der medialen Kanzel gepredigt - der Focus ganz vorne mit dabei. Die Politik systematisch unter Druck gesetzt, die neoliberalen Strömungen gestützt und gestärkt, die Politiker aufgefordert zu handeln, die Arbeitnehmerrechte einzuschränken, die Gewerkschaften dazu gedrängt, Lohnzurückhaltung zu üben, die Politik an den Pranger gestellt, wenn darüber nachgedacht wurde, Besteuerungen von Finanztransaktionen und Vermögen einzuführen, wurden diese quasi als Werke des Teufels verrissen - und der Fokus (Markwort) hat von allen am lautesten den Markt herbei gewünscht, der sich selbst schon regulieren würde. Alles zutiefst verlogen - so, wie die Krokodilstränen von heute.


    Denn - das muss man sich klar machen - heute wird nur eine andere Welle gesurft, nachdem klar geworden ist, dass diese Strategie in ein gesellschaftliches Zerwürfnis führen wird. Und natürlich will es damals, als die Fehler geradezu gefordert wurden, keiner gewesen sein.
    Aber war ist eigentlich schlimmer?
    Das Vertreten eines - wie auch immer begründeten - Standpunkts, oder das kurze Gedächtnis der sich selbst so schlau wähnenden Schafe, die immer wieder auf den selben dämlichen Trick herein fallen und wie ein Dementer im Kreis des Vergessens ihrer "Ãœberzeugungen" von gestern ihren Ausweg suchen, aber nicht im Entferntesten verstehen, was eine Kausalität ist?

    2 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: li

  • […] Was ist nun mit den Gehältern? Alles in Ordnung, etwaige Probleme kaum der Rede wert? […]

    Dass nach Ansicht des Focus es "kaum zum Leben reicht", mit netto 1.500,-- Euro auskommen zu müssen (steuerliche Abzüge berechnen sich übrigens nach Familienstand und sind individuell also ein wenig unterschiedlich), ist schon ein wenig reißerisch formuliert… im wirtschaftlich so boomenden China dürfte es noch weitaus schwieriger sein, mit den dortigen Löhnen/Gehältern auszukommen.
    Höhere Löhne führen aber leider nicht automatisch zu einem höheren Lebensstandard, sondern ziehen, vor allem, wenn das Lohnniveau für alle steigt, zu höheren Preisen - das Wort der Lohn-Preis-Spirale ist wahrscheinlich mittlerweile in Vergessenheit geraten, und dabei war's doch vor der geistig-moralischen Wende allabendlich in den Nachrichten zu hören.
    Dass es trotz einer im internationalen Vergleich praktisch konkurrenzlosen Gesundheitsversorgung auch hierzulande ein gewisses Armutsrisiko gibt, ist natürlich ein Problem - und das wird sich sicher noch verschärfen, wenn jetzt die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter kommen. Wenn ein Blatt wie der Focus aber das Thema unzureichender Löhne aufgreift, dann liegt's wohl eher daran, dass mittlerweile die Modelle der "privaten Altersvorsorge" (Bausparvertrag, Lebensversicherung, Riesterpläne) allesamt defizitär sind oder gekündigt werden…

  • Dass nach Ansicht des Focus es "kaum zum Leben reicht", mit netto 1.500,-- Euro auskommen zu müssen (steuerliche Abzüge berechnen sich übrigens nach Familienstand und sind individuell also ein wenig unterschiedlich), ist schon ein wenig reißerisch formuliert… im wirtschaftlich so boomenden China dürfte es noch weitaus schwieriger sein, mit den dortigen Löhnen/Gehältern auszukommen.


    Und was sagt dein Vergleich mit China?


    Nichts.



    Höhere Löhne führen aber leider nicht automatisch zu einem höheren Lebensstandard, sondern ziehen, vor allem, wenn das Lohnniveau für alle steigt, zu höheren Preisen - das Wort der Lohn-Preis-Spirale ist wahrscheinlich mittlerweile in Vergessenheit geraten, und dabei war's doch vor der geistig-moralischen Wende allabendlich in den Nachrichten zu hören.


    Was für ein dummes realitätsfernes Blablabla.


    Die Mieten marschieren in Ballungsgebieten munter durch und nicht wenige Vermieter scheren sich einen Dreck darum, ob die Lohne bzw. die Einkommen seiner Mieter oder Mietinteressenten mit seiner Miete bzw. der für diese vorgesehenen Preissteigerung mithalten können.


    De facto erleben wir vielfach eine Entkoppelung von Preisentwicklung und Löhnen, der originäre Zusammenhang zwischen beidem ist längst in vielen Bezügen aufgehoben, eine ganz einfache logische Konsequenz wenn immer mehr Menschen leistungslose Einkommen beziehen wollen und können.