Löhne


  • Andersrum: Ohne gewinnaufschlag und minderbezahlung der arbeitnehmer würde sich das unternehmen aus sicht eines unternehmers nicht lohnen - wozu denn boss machen wenn nichts bei rum kommt?



    Bist du dir bei der Minderbezahlung ganz sicher? Denn wäre es dumm vom AG die Differenz zwischen Guter Bezahlung und Minderbezahlung in die eigene Tasche zu stecken. Eher versucht man sich konkurrenzfähig zu halten, was wiederum gerne in eine Paranoia ausarten kann.


    P.S. Anders wiederum bei unbezahlten Ãœberstunden. Was wiederum illegal ist.

    Einmal editiert, zuletzt von chartierkr ()


  • Ich stelle mich nicht und sonst auch nichts über die Wissenschaft.
    Ich bin Praktiker und habe einen Weg gefunden, für meinen Betrieb.
    Darum geht es ua.
    Es geht auch darum, daß ich festgestellt habe, daß die Sozialabgaben nicht so zerstörerisch sind, wie sie allgemein dargestellt haben, und Kaffeetrinken gehört zur unproduktiven Arbeitszeit, die ich ja berücksichtige und weißte was?
    Meistens stehe ich dabei und trinke auch Kaffee....:rolleyes:

  • Bist du dir bei der Minderbezahlung ganz sicher? Denn wäre es dumm vom AG die Differenz zwischen Guter Bezahlung und Minderbezahlung in die eigene Tasche zu stecken. Eher versucht man sich konkurrenzfähig zu halten, was wiederum gerne in eine Paranoia ausarten kann.


    P.S. Anders wiederum bei unbezahlten Ãœberstunden. Was wiederum illegal ist.


    Da geht es dann aber schon in die region selbstausbeutung, die gibts imo jedoch nur bei klein bzw kleinstunternehmen.

  • Das sind die Betriebskosten. In einem Taxigeschäft weiß ich nicht, wie man da als Chef regulierend die Kontrolle behält, aber das geht bestimmt auch.


    Laufleistung Reifen ist z.B. bei Transportunternehmen sehr beliebt: In der Türkei tauschen Lastwagenfahrer die neuen Reifen alt-gegen-neu aus und verdienen sich ein Zubrot. Mein früherer Arbeitgeber wollte GPS-Chips einführen, mit denen die Route hätte überprüft werden können.


    Der Möglichkeiten sind da viele.


    Zitat

    Das ist bei mir wirklich nicht einfach.


    Bei uns auch nicht! Ich habe meinen Arbeitgeber bis jetzt NUR gekostet. Das wird sich dann wahrscheinlich ab 2011 ändern. Zumindest hoffe ich das! Sonst wirds eventuell extrem unangenehm! :joker: Dann wäre Hartz4 evetuell nur noch ein paar Schritte entfernt, ich würde augenblicklich zum Linken und das Forum würde jubeln......


    Zitat

    Unterschiedliche Fahrtzeiten zum Beispiel, damit gehts schon los. Bei eher materialintensiven Aufträgen hab ich einen höheren Transportaufwand.


    Naja, dafür aber mehr Umsatz! Bei Deinen Aufschlagfaktoren müsste sich "Transport" eigentlich relativ mengenunabhängig wiederfinden.


    Zitat

    Allerdings betrachte ich meine Kollegen nicht als Kostenstelle, weil ich grundsätzlich davon ausgehe (auch kalkulatorisch), daß sie mindestens ihren Bedarf selbst erwirtschaften.


    Das ist aber sehr (und auch unnötigerweise) etwas wohlwollend. Ein Controller würde das eventuell anders sehen. Solange Du für Kunden einen Mehrwert generierst, den sie zu zahle bereit sind, soll das Dein Problem nicht sein, aber im Preiskampf kann Dich diese Prämisse eventuell irgendwann einmal teuer zu stehen kommen.


  • Es geht auch darum, daß ich festgestellt habe, daß die Sozialabgaben nicht so zerstörerisch sind, wie sie allgemein dargestellt haben, und Kaffeetrinken gehört zur unproduktiven Arbeitszeit, die ich ja berücksichtige und weißte was?
    Meistens stehe ich dabei und trinke auch Kaffee....:rolleyes:


    Ähem..... brauchst Du zufällig noch einen Chemiker? :smilielol5:

  • Da geht es dann aber schon in die region selbstausbeutung, die gibts imo jedoch nur bei klein bzw kleinstunternehmen.


    Die Frage ist vielleicht nervig für dich: aber wie kommst du darauf?

  • Der gewinn kommt aus der arbeitsproduktivität der arbeitnehmer, das ist der posten der am flexibelsten und gleichzeitig am nebulösesten sprich am wenigsten transparent ist, und einem gewinnaufschlag.
    Andersrum: Ohne gewinnaufschlag und minderbezahlung der arbeitnehmer würde sich das unternehmen aus sicht eines unternehmers nicht lohnen - wozu denn boss machen wenn nichts bei rum kommt?


    Meine Kollegen kommen gut klar.
    Der Dachdeckertarif ist ganz ordentlich und ich bezahl den auch anstandslos.

  • ....



    Das ist aber sehr (und auch unnötigerweise) etwas wohlwollend. Ein Controller würde das eventuell anders sehen. Solange Du für Kunden einen Mehrwert generierst, den sie zu zahle bereit sind, soll das Dein Problem nicht sein, aber im Preiskampf kann Dich diese Prämisse eventuell irgendwann einmal teuer zu stehen kommen.


    Ich glaub nicht, daß das unnötig ist. Meine Kollegen merken, daß ich sie nicht wie einen Kostenpunkt betrachte. Ich käme damit auch in Teufels Küche, wenn ich keinen Blick für ihre Stärken hätte.
    Der controller würde das auch nicht anders sehen, weil der bin ich, und auf den Baustellen sind wir das alle. Wir sind vier, so geht das prima.

  • Ich glaub nicht, daß das unnötig ist. Meine Kollegen merken, daß ich sie nicht wie einen Kostenpunkt betrachte. Ich käme damit auch in Teufels Küche, wenn ich keinen Blick für ihre Stärken hätte.
    Der controller würde das auch nicht anders sehen, weil der bin ich, und auf den Baustellen sind wir das alle. Wir sind vier, so geht das prima.


    Das ist ja sehr löblich und auch selten. Nichtsdestotrotz sind Controller in größeren Betrieben - verzeihe - einfach nur "Apunkte", der nicht den geringsten Plan von der Arbeit, die geleistet wird, sowie den Problemen, die man lösen muss, haben. Und damit beziehe ich mich nicht nur auf die Löhne.


    (Ja, das war Frust!)

  • Die Frage ist vielleicht nervig für dich: aber wie kommst du darauf?


    Klein und kleinstunternehmen haben kaum marktmacht und die konkurrenz ist groß. Wenn die fixkosten (rohstoffe, betriebsmittel, usw)schon auf das minimum gesenkt sind, und auch die löhne schon niedrig sind, bleibt nur die persönlichen kosten zu senken un die arbeitszeit zu erhöhen und damit den lohn zu senken. 12-16 stunden-tage sind durchaus gängig.


    Es sei denn, man hat mit seinem kleinstunternehmen eine monopolstellung, dann sollten auch höhere löhne für die arbeitnehmer kein problem sein. ;)

  • Ich stelle mich nicht und sonst auch nichts über die Wissenschaft.
    Ich bin Praktiker und habe einen Weg gefunden, für meinen Betrieb.
    Darum geht es ua.
    Es geht auch darum, daß ich festgestellt habe, daß die Sozialabgaben nicht so zerstörerisch sind, wie sie allgemein dargestellt haben, und Kaffeetrinken gehört zur unproduktiven Arbeitszeit, die ich ja berücksichtige und weißte was?
    Meistens stehe ich dabei und trinke auch Kaffee....:rolleyes:


    für einen einzelbetrieb ist es auch nicht schwer eine lösung zu finden, besonders bei gutem betriebsklima und nicht allzu heterogener belegschaft. (gemeinsames kaffee trinken klingt irgendwie danach)
    daraus lässt sich nur keine allgemeingültige regel ableiten.


    um das ein wenig zu verdeutlichen:
    alle trinken täglich so 20 min kaffee. der arbeitgeber internalisiert das problemlos indem er seine lohn-zahlungs-bereitschaft senkt, da er für sagen wir 8 stunden gekaufte arbeit nur ca. 7h 40min bekommt.
    je nach wettbewerbssituation ist das wenig bedrohlich für das unternehmen selbst, da man z.b. technologievorteile oder bessere motivation der arbeiter haben kann, oder wenn bei der konkurrenz alles ähnlich abläuft.


    schwieriger ist das in einem unternehmen mit sehr heterogener belegschaft...
    wenn z.b. einer 40 min kaffe trinkt und einer gar nicht. damit wäre im wettbewerb die gleiche position erreicht, aber es wäre "ungerecht" beide mitarbeiter gleich zu entlohnen.

  • @chartierkr



    dem kann ich nur zustimmen, diesen Vögeln sollte das Handwerk gelegt werden. Kenne etliche Kollegen, die wg den Massnahmen eines Kontrollers in die "innere Pension" gegangen sind.....................

    2 Mal editiert, zuletzt von schlabund ()

  • [...]
    Bei uns auch nicht! Ich habe meinen Arbeitgeber bis jetzt NUR gekostet. Das wird sich dann wahrscheinlich ab 2011 ändern. Zumindest hoffe ich das! Sonst wirds eventuell extrem unangenehm! :joker: Dann wäre Hartz4 evetuell nur noch ein paar Schritte entfernt, ich würde augenblicklich zum Linken und das Forum würde jubeln......[...]


    Na sieh mal, Onkel Karls und Frieders theorie gleich nebenbei mitbestätigt: sein bestimmt das bewußtsein! :D


  • schwieriger ist das in einem unternehmen mit sehr heterogener belegschaft...
    wenn z.b. einer 40 min kaffe trinkt und einer gar nicht. damit wäre im wettbewerb die gleiche position erreicht, aber es wäre "ungerecht" beide mitarbeiter gleich zu entlohnen.


    Das Missfällige ist dann aber eher, dass es unfair dem Kollegen gegenüber ist und die Produktionszeit sich verlängert und somit die Konkurrenzfähigkeit darunter leidet.

  • Klein und kleinstunternehmen haben kaum marktmacht und die konkurrenz ist groß. Wenn die fixkosten (rohstoffe, betriebsmittel, usw)schon auf das minimum gesenkt sind, und auch die löhne schon niedrig sind, bleibt nur die persönlichen kosten zu senken un die arbeitszeit zu erhöhen und damit den lohn zu senken. 12-16 stunden-tage sind durchaus gängig.


    Es sei denn, man hat mit seinem kleinstunternehmen eine monopolstellung, dann sollten auch höhere löhne für die arbeitnehmer kein problem sein. ;)


    Na ja, glaubst du, dass sich schlaues KmU, dass keine Monopolstellung verfügt, einer Preiskonkurrenz stellen möchte?

  • Das ist ja sehr löblich und auch selten. Nichtsdestotrotz sind Controller in größeren Betrieben - verzeihe - einfach nur "Apunkte", der nicht den geringsten Plan von der Arbeit, die geleistet wird, sowie den Problemen, die man lösen muss, haben. Und damit beziehe ich mich nicht nur auf die Löhne.


    (Ja, das war Frust!)


    Hey, Krefelder,
    Ich bin ein Selbständiger und fasse das für meinen Laden ins Auge.
    Ich habe auch Kontakt zu einigen Arbeitern eines Automobilzulieferers am Ort, die haben große Probleme mit irgendwelchen Lackeln, die vor lauter Studieren übersehen, daß eine Sechskantschraube sechs Ecken hat.
    Sowas braucht eigentlich keiner, und es ist nur der Beratungskunst der Berater zu verdanken, daß alle glauben, sowas sei bitter nötig.
    Die Kostenstruktur von Kostenstellen zu ermitteln sollte jeder Unternehmer drauf haben, sonst sollte er es bleiben lassen.
    Sobald er sich auf andere verlassen muß, verläßt er seine Kollegen.
    Ich sage noch einmal. Meine Erfahrungen beziehen sich nur auf meinen Betrieb und erheben keinen Anspruch auf Allgemingültigkeit
    @skairae
    Wenn du mir ein Parallelbeispiel aus einer anderen Branche beschreiben könntest, wäre ich dir sehr verbunden.

  • Na ja, glaubst du, dass sich schlaues KmU, dass keine Monopolstellung verfügt, einer Preiskonkurrenz stellen möchte?


    Ich glaube nicht, daß es eine frage des möchtens ist.
    Was zählt ist imo qualität und preis.