Bundesdruckerei druckt keine Euronoten mehr

  • Ab 2011 werden unsere Banknoten ausschließlich in Frankreich und den Niederlanden gedruckt. Dies ist möglich, da die Druckereien privatisiert wurden und Deutschland seit 2008 den Druckauftrag für sein Bargeld per internationaler Ausschreibung vergibt. Für 2011 ging die Bundesdruckerei dabei erstmals leer aus.
    Banknoten: Bundesdruckerei stellt keine Euro mehr her - Wirtschafts-News - FOCUS Online


    Das war mir neu, daher ein paar Fragen dazu:


    Ist es nicht arrogant ohne sicherheitstechnische Notwendigkeit sein Geld im Ausland drucken zu lassen?


    Gehören Notendruckereien nicht eigentlich verstaatlicht?


    Stellt es in dieser Form ein Risiko da oder ist es irrelevant, da die EZB ohnehin die Kontrolle hat?

  • Wer aufmerksam das letzte Jahrzehnt der Politik verfolgt hat , wird feststellen das die Bundesdruckerei staatlich war , bis Innenminister Schilli kam ( SPD), die Druckerei wurde privatisiert , er mit als Hauptaktionär , Vorstands und Aufsichtsratsmitglied bis heute ist .


    Das sich damals noch nicht mal die Presse über diesen , eher verschleierten Vorgang , lauthals echauffierte , spricht Bände bis zum heutigen Tag , auf anderen Ebenen .


    Es ist zu recherchieren , habe aber keine Lust mehr es aus dieser Zeit zu tun , ich weis es.... , mit dieser unsäglichen , Astabschneider Koalition , bzw. GG verdreher und Egomanen Betrieb .

  • Habe doch nochmal geschaut , gefunden einen Beitrag eines USER vom 13.09.06


    http://www.weltverschwoerung.d…oert-bundesdruckerei.html


    Wem gehört die Bundesdruckerei?
    Wem gehört die Bundesdruckerei?



    Nachdem ich eben einen Artikel über die neuen Ausweise auf Heise gelesen habe, bin ich auf einen Komentar gestoßen der die Frage stellt, wem denn momentan die Bundesdruckerei gehört?

    Nach etwas Googlen bin ich auch nicht wirklich gescheiter.

    Am 1. September 1994 wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt und Ende 2000 privatisiert, indem es für rund eine Mrd. € an den Private Equity Fonds Apax verkauft wurde.
    Im August 2002 wurde die Zahlungsunfähigkeit von authentos (dieser Gesellschaft der APAX gehört die BD mittlerweile) abgewendet, nachdem sich Gesellschafter, Kreditgeber und der Bund auf einen Zahlungsverzicht geeinigt hatten.

    Im September 2002 würde für den symbolischen Kaufpreis von einem Euro die authentos-Gruppe an zwei Zwischenerwerber übertragen: die Berliner JVVG Neununddreißigste Vermögensverwaltungsgesellschaft (94 Prozent) und die Dinos Vermögensverwaltung in Heidelberg (sechs Prozent).

    Heißt das, daß jetzt hoheitliche Aufgaben wie Geld und Passherstellung in den Händen anonymer Investoren liegen?

    "JFVVG Neununddreißigste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbh"
    Was ist denn das für ein Name für ne Firma?
    Eine Briefkastenfirma, die nicht mal ein Schild an der Klingel hat.


    Laut RBB/ARD Klartext wurde die Fondsgesellschaft im Herbst 2003 in "Tropical Island" umgewandelt. Die haben aus der Cargolifterhalle ein Tropenbad gemacht.

    http://cache.rbb-online.de/_/fernseh...g_1318422.html

    Mit von der Partie wieder die Anwaltsgehilfin Marianne Ostermaier
    die schon bei der JFVVG Fünfte Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
    "Geschäftsführerin" war.

    JFVVG Fünfte Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH , Berlin (Xantener Str. 5, 10707 Berlin). Gegenstand des Unternehmens: Die Verwaltung des eigenen Vermögens. Stammkapital 50.000 DM. Geschäftsführer: Rechtsanwaltsfachangestellte Marianne Ostermaier, Berlin. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. ...Die Geschäftsführerin Marianne Ostermaier hat Einzelvertretungsbefugnis und darf Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder mit sich als Vertreter Dritter abschließen.


    Was sind das also für komische Firmen?

    JFVVG Dreiundvierzigste Vermogensverwaltungsgesellschaft mbH
    (to be known as 'Tropical Island Management GmbH') and JFVVG Funfundvierzigste
    Vermogensverwaltungsgesellschaft mbH (to be known as 'Tropical Island Asset
    Management GmbH') (collectively referred to as the 'German Companies'), both 50%
    owned by TESB, have entered into a conditional purchase and loan contract with
    Prof Dr Rolf-Dieter Monning ('Liquidator'), in his capacity as the insolvency
    trustee of CargoLifter AG ('CargoLifter') group of companies ('CargoLifter AG
    Group'), dated 11 July 2003 ('Conditional Purchase and Loan Contract').


    TESB bedeuted: Tanjong Entertainment Sdn Bhd eine Asiatische Investmentfirma

    Der Geschäftsführer der "Dinos Vermögensverwaltung" in Heidelberg, der die Restlichen Anteile der authentos(Bundesdruckerei gehören ist
    der General Honorarkonsul der Mongolei Dirk Pfeil.

    Er ist nebenbei noch:
    Kreisvorsitzender der FDP in Frankfurt,
    Selbständiger Unternehmensberater und Insolvenzverwalter in Frankfurt am Main
    Konkurs- und Insolvenzverwalter b. AG Hessen, Rheinland-Pfalz, NRW und Thüringen
    Geschäftsführer Königsteiner Treuhand- und Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main
    AR Atkon AG, Wiesbaden
    VR Helaba Landesbank Hessen-Thüringen
    Beirat Dresdner Bank, Frankfurt am Main
    AR Deutscher Orden KdöR, Weyarn
    AR und Beirat authentos GmbH Berlin
    AR und Beirat Bundesdruckerei GmbH, Berlin
    AR Städtische Bühnen GmbH, Frankfurt am Main
    Mitglied des Stiftungsvorstandes Stiftung Franziskanische Bildung und Erziehung, Fulda
    Präsident Deutsch-Mongolische Gesellschaft e.V. Bonn
    Vorstand der Sparkassen-Sportstiftung Main-Kinzig
    Vorsitzender des Landesfachausschusses Wirtschaft, Finanzen, Haushalt und Steuern der FDP Hessen
    Mitglied des Bundesfachausschusses Wirtschaft und Arbeit
    Schatzmeister der Karl-Hermann-Flach Stiftung

    WOW! der Mann hat aber was zu tun.

    Verkauf der Bundesdruckerei gestoppt dpa/online vom 28.10.2003 22:04

    Frankfurt (dpa) - Das Verfahren zum Verkauf der vor drei Jahren privatisierten Bundesdruckerei ist abgebrochen worden. Dies bestätigte ein Unternehmenssprecher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Vertrag mit dem Bankhaus Metzler, das im Auftrag der Eigentümer nach einem Erwerber suchen sollte, sei gekündigt worden. Das Unternehmen gehört zum authentos- Konzern, der vor einem Jahr nur knapp der Insolvenz entgangen war.

    Dr. Ulrich Wöhr (69), Vorsitzender der Geschäftsführung der authentos GmbH und ihrer Tochtergesellschaft Bundesdruckerei GmbH, hat im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat der authentos GmbH seine Geschäftsführungsämter mit Wirkung zum 10. Februar 2004 niedergelegt.

    Am 1. Februar 2004 war der langjährige Infineon-Manager Ulrich Hamann (4 in die Geschäftsführung beider Unternehmen eingetreten. Geschäftsführer der authentos GmbH sind Hamann und Langen.

    Irgendwie komm ich überhaupt nicht weiter.

    Ich such mir nen Wolf aber ich lauf nur in ein weit verzweigtes Netz aus dubiosen Firmenkonstrukten mit extrem seltsamen Zahlennamen (davon gibt es übrigends eine ganze Masse, die alle miteinander verflochten sind) die ständig Name und Geschäftsführer wechseln, asiatischen Investoren, englischen Anwaltskanzleien und Mongolischen Konsulen.

    Wem gehört jetzt die Bundesdruckerei?

  • ... besteht eigentlich die Möglichkeit, das Falschgeld jetzt eventuell boomen wird ? :confused:


    ... ist jetzt nur so eine Frage halt ! :confused:


    ... ich meine wer gibt mir die Sicherheit, das die Franzmänner oder jemand anderer echtes Geld produziert und mir keine falschen Dinger unterjubelt ! :confused:

  • bund kauft bundesdruckerei zurück........


    dieser satz sagt schon jede menge aus:


    der Bund nun wieder alleiniger Gesellschafter und trägt damit den geänderten Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland Rechnung



    Vertrag über Rückkauf der Bundesdruckerei in Berlin beurkundet


    Berlin, 6. März 2009 - Der Restrukturierungs- und Verkaufsprozess der Bundesdruckerei GmbH wurde mit der Beurkundung des Rückkaufs durch den Bund erfolgreich abgeschlossen.


    quelle: bundesdruckerei

  • Gehören Notendruckereien nicht eigentlich verstaatlicht?

    Seit Oktober 2009 ist die Bundesdruckerei GmbH wieder vollständig im Besitz des Bundes.
    Sie war nach Umwandlung in eine - bundeseigene - GmbH 1994 im Jahre 2000 verkauft worden = Privatisierung. Danach gab es eine verworrene Odyssee bis zum Rückkauf.
    Die Bundesdruckerei ist heute eine ziemlich grosse, meines Wissens auch weltweit führende Holding mit Schwerpunkt ID-Systeme (Pässe, Ausweise etc.).


    Die Euromünzen werden in der Staatlichen Münze (Berlin) hergestellt.
    Das Prägen der Umlaufmünzen ist nach wie vor ein hoheitlicher Akt.
    Die wohl vorgeschriebene europaweite Ausschreibung des Banknotndrucks sorgt immer wieder für Spekulationen. Die Druckereien müssen natürlich zugelassen sein.


    Tatsächlich wäre die Bundesbank erst 2012 verpflichtet, europaweit auszuschreiben.
    Sie darf es aber schon 2011, wenn sie will. Das hat das Bundeskartellamt entschieden, nachdem die Bundesdruckerei (und Verdi) protstiert hatten.

  • Stellt es in dieser Form ein Risiko da oder ist es irrelevant, da die EZB ohnehin die Kontrolle hat?

    Man kann auf der Website der EZB nachschauen, wie sich das mit der lizensierten Druckvergabe verhält.


    Der wohl hinter Deiner Frage lauernde Gedanke ist, dass ein Privatunternehmen die "Lizenz zum gelddrucken" missbrauchen könnte. Tatsächlich ist bei den vorgeschriebenen Sicherheitsstandards einiges wahrscheinlicher, dass Banknoten ausgezeichnet gefälscht werden und trotz kompliziertem Eurodruckverfahren gab's schon Blüten.


    Der noch weiter dahinterliegende Gedanke ist das Misstrauen in die Banknote.
    Allzuoft wurde die Notenpresse angeworfen und so Geld "geschaffen"; allerdings stets staatlich veranlasst. Also die Privatheit einer Druckerei spielt da keine Rolle.
    Man unterstellt natürlich, etwa beim Dollar, so manche dunklen Zusammenhänge, denn dort ist ja auch die FED privat. Viele vertrauen dieser FED nicht, aber auch die Bundesbank oder die EZB sind bei ihren Entscheidungen (sehr weitgehend) unabhängig (wenn auch nicht privat). Das heisst, streng demokratisch übers Parlament laufen deren Beschlüsse mit gutem Grund nicht. Zu schlecht sind die Erfahrungen der Vergangenheit.


    Münzen waren immer mal wieder auch das wert, was aufgeprägt ist und zum beispiel der alte Pfennig enthielt sogar etwas mehr Kupfer als für 1 Pfennig. Das alte Fünfmarkstück enthielt noch etwas Silber. Die Vorstellung zumindest ist, dass man bei einer Münze den Wert tatsächlich transportiert. Aber schon die Römer verringerten gelegentlich den Edelmetallanteil und schufen so eine staatliche Zusatzeinnahme.
    Aber aus diesen gründen ist schon die Prägung hoheitlich (näheres unter Staatliche Münze Berlin).


    Bei der Banknote dagegen ist nicht der Druck hoheitlich, sondern die Ausgabe durch die Zentralbank (respektive die staatlich autorisierte Bank, denn auch die kann privat sein).
    Die Banknote enthält quasi nur ein Versprechen. Man muss in sie vertrauen.
    Das ist nicht so im Bewusstsein, wenn man sie benutzt.

  • alles schön und gut kobold ...


    aber wenn die angelegenheit undurchschaubar und privatwirtschaftlich ist/wird, dann ist VT's tür und tor geöffnet.


    ist der unterschied von beamteten druckern und privatwirtschaftlichen angestellten wirklich so groß dass man das riskieren muß ?


    auf gar keinen fall !
    die paar kröten sind peanuts ...


    baku


  • dieser satz sagt schon jede menge aus:
    der Bund nun wieder alleiniger Gesellschafter und trägt damit den geänderten Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland Rechnung


    Was mit "geänderten Sicherheitsinteressen" gemeint ist, steht leider nirgends. Ich habe eher den Eindruck, dass der Bund nicht länger mit ansehen konnte wie die Bundesdruckerei als Spekulationsobjekt windiger Geschäftemacher durch die Finanzwelt geistert. Scheint auch gar nicht mal unbedingt rentabel zu sein als Anleger.


    Bisschen panne ist es aber schon, dass sie es erst rückverstaatlichen, aber dann den Notenbankdruckauftrag anderen übertragen. Das ist so als würde ich erst Fahrradflickzeug kaufen und dann mein kaputtes Rad zur Werkstatt bringen. ;)

  • bund kauft bundesdruckerei zurück........


    dieser satz sagt schon jede menge aus:


    der Bund nun wieder alleiniger Gesellschafter und trägt damit den geänderten Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland Rechnung

    Ja, da geht es aber weniger um's Eurodrucken, sondern um ID-Papiere etc.
    Das ist der sicherheitsrelevante Bereich.

  • Ja, da geht es aber weniger um's Eurodrucken, sondern um ID-Papiere etc.
    Das ist der sicherheitsrelevante Bereich.


    so ein quatsch ...
    wenn gelddrucken nicht sicherheitsrelevant ist, was denn dann ?


    blödzinn hoch drei ...


  • Die wohl vorgeschriebene europaweite Ausschreibung des Banknotndrucks sorgt immer wieder für Spekulationen. Die Druckereien müssen natürlich zugelassen sein.


    Wessen Geistes Kinder die Leute waren, die diesen Ausschreibungszwang durchsetzten lässt sich nur erahnen. Vermutlich waren es gar die Deutschen, die aufgrund ihrer hochwertigen Bundesdruckerei das große Geschäft witterten. Ging aber augenscheinlich ziemlich in die Hose. ;)


    Der wohl hinter Deiner Frage lauernde Gedanke ist, dass ein Privatunternehmen die "Lizenz zum gelddrucken" missbrauchen könnte.


    Ja, aber ich hatte weniger simplen Diebstahl im Sinn, sondern viel mehr die Gefahr, die Druckrechte als Erpressungsmittel zu nutzen. Die Franzosen könnten im Rahmen internationaler Entscheidungsprozesse beispielsweise hinter verschlossenen Türen damit drohen, dass Teile ihrer Druckerei "überraschend" einem Feuer zum Opfer fallen könnten, wenn Mutti nicht im französischen Sinne entscheidet. ;)


    Man unterstellt natürlich, etwa beim Dollar, so manche dunklen Zusammenhänge, denn dort ist ja auch die FED privat.


    Das Problem der FED sehe ich vor allem darin, dass sie von einem festgelegten Kreis amerikanischer Großbanken regiert wird. Diese Banken bedienen private Kreditgeschäfte aller Art und kontrollieren gleichtzeitig Leitzins und Druckmenge. Das halte ich für höchst problematisch und eine der Ursachen für die derzeitige Krise.


    Die Banknote enthält quasi nur ein Versprechen. Man muss in sie vertrauen.
    Das ist nicht so im Bewusstsein, wenn man sie benutzt.


    Man vertraut aber dabei nicht in die Banknote, sondern in den Bürgen dahinter, dem Staat. Der Staat bürgt somit für etwas, das er nicht mehr 100%ig selbst in der Hand hat. Ist aber eher ein theoretischer Missstand. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Zippo ()

  • so ein quatsch ...
    wenn gelddrucken nicht sicherheitsrelevant ist, was denn dann ?

    blödzinn hoch drei ...

    Das hast Du falsch verstanden.
    Euroscheine sind nicht national (im Gegensatz zu Euromünzen). Man braucht keine Bundesdruckerei, denn sie können ohne weiteres in einem anderen Land des verbundes unter kontrollierten Standards hergestellt werden.
    Für den sensiblen ID-Bereich (Pässe, Ausweise) gilt das nicht.
    Bzw. objektiv lässt sich so eine deutscher Ausweis auch in Portugal oder Italien herstellen, aber man hat es eben lieber unter eigener staatlicher Aufsichtsmöglichkeit.

  • Das hast Du falsch verstanden.
    Euroscheine sind nicht national (im Gegensatz zu Euromünzen). Man braucht keine Bundesdruckerei, denn sie können ohne weiteres in einem anderen Land des verbundes unter kontrollierten Standards hergestellt werden.
    Für den sensiblen ID-Bereich (Pässe, Ausweise) gilt das nicht.
    Bzw. objektiv lässt sich so eine deutscher Ausweis auch in Portugal oder Italien herstellen, aber man hat es eben lieber unter eigener staatlicher Aufsichtsmöglichkeit.


    ja ...
    alles schön und gut !


    aber warum muß dann die druckerei welche die "blüten" druckt derart verschleierte eigentümer haben ?


    verstehst du was ich meine ?
    da habe ich dann lieber ein paar druckerbeamte die ein paar euro fuffzig über tarif verdienen ..


    baku

  • Ja, aber ich hatte weniger simplen Diebstahl im Sinn, sondern viel mehr die Gefahr, die Druckrechte als Erpressungsmittel zu nutzen. Die Franzosen könnten im Rahmen internationaler Entscheidungsprozesse beispielsweise hinter verschlossenen Türen damit drohen, dass Teile ihrer Druckerei "überraschend" einem Feuer zum Opfer fallen könnten, wenn Mutti nicht im französischen Sinne entscheidet. ;)

    Du bist ja witzig. Der EURO ist schon die gemeinsame Währung, daher sind die Geldscheine kein Druckmittel gegen ein Land.

    Das Problem der FED sehe ich vor allem darin, dass sie von einem festgelegten Kreis amerikanischer Großbanken regiert wird. Diese Banken bedienen private Kreditgeschäfte aller Art und kontrollieren gleichtzeitig Leitzins und Druckmenge. Das halte ich für höchst problematisch und eine der Ursachen für die derzeitige Krise.

    FED ist ja ein eigenes Thema. Aber wie man momentan gerade beim G20 Gipfel sah, geht es um ganz andere Fragen. Dass die Grossbanken eine einflussreiche Lobby sind, steht ausser Frage. Aber eine Lizenz zum gelddrucken ist auch das nicht. Sie können aber Regierungsentscheidungen beeinflussen, wie zum Beispiel das Programm zum Eigenheimerwerb, das die Hypothekenblase verursachte.
    Die Letztentscheidung hat aber die Politik. Ich spreche die nicht davon frei (und schiebe die Verantwortung also nicht auf die Banken).
    Freddy Mac und Fanny Mae, die Hypothekenbanken, bei denen es begann, waren staatsgegründete Unternehmen...
    Man bedenke auch, dass es zum Beispiel in D die staatlichen Institute sind, die die grössten Scherereien verursachten (und es noch tun).

    In der Historie jedenfalls war es nie gut, wenn der Staat sich als Bank und Bankkontrolle gleichzeitig betätigte. Daher ja auch die (relative) Unabhängigkeit der Bundesbank und EZB (und das Geschrei, als man die EZB zu irgendwelchen Anleihekäufen vergattern wollte - man erinnere sich, wie Staaten so vorgehen)


  • aber warum muß dann die druckerei welche die "blüten" druckt derart verschleierte eigentümer haben ?


    Die Eigentümer haben ja relativ wenig mit dem operativen Geschäft zu tun. Die haben nur Anteile als Spekulationsobjekt gehalten.


    Was das angeht, scheint es nicht sonderlich ertragreich gewesen zu sein, sonst hätte die Druckerei nicht ständig die Besitzer gewechselt. ;)


    da habe ich dann lieber ein paar druckerbeamte die ein paar euro fuffzig über tarif verdienen ..


    Wenn jemand tatsächlich in die eigene Tasche drucken möchte, dann könnte er sich binnen weniger Stunden zum Milliardär machen. Paar Euro Fuffzig mehr oder weniger spielen da wohl keine Rolle. ;)

  • ...Das war mir neu, daher ein paar Fragen dazu:

    Ist es nicht arrogant ohne sicherheitstechnische Notwendigkeit sein Geld im Ausland drucken zu lassen



    Wieso soll das arrogant sein? Hast Du schon mal Unterschiede zwischen französischen, niederländischen, griechischen, oder sonstigen Euronoten entdeckt? Das liegt daran dass es keine gibt - genaugenommen gibt es keine "deutschen" Euronoten - es gibt Euronoten die im Auftrag Deutschlands gedruckt werden, aber egel in wessen Auftrag sie gedruckt werden, es sind Euronoten des Euroraumes.

    Wieso soll es arrogant sein zuzugeben, dass andere diese effizienter produzieren können als wir selbst?

    Gehören Notendruckereien nicht eigentlich verstaatlicht?



    Diese Frage gehört nach meiner Auffassung nicht an der Funktion "Notendruckerei" aufgehängt.

    Stellt es in dieser Form ein Risiko da oder ist es irrelevant, da die EZB ohnehin die Kontrolle hat?



    Das Risiko welches eventuell zusätzlich besteht, besteht nicht deshalb, weil die Banknoten in Frankreich produziert werden, sondern weil diese unter Wettbewerbsdruck produziert werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Der Bruddler ()