Verstaatlichung

  • Die Priviatisierung ist schon sehr lange im Vormarsch.


    Aber was hat sie wirklich gebracht?


    Wo liegen die Vorteile, wo die Nachteile?


    Wenn dann eine wie ich daher kommt und das "Unwort" Verstaatlichung ins Feld führt, stößt dies bei vielen sicherlich nicht auf Begeisterung.
    Verstaatlichung – Wikipedia


    Ich bin für Verstaatlichung vieler Bereiche.


    Das aller aller Wichtigste wäre, dass die Geldschöpfung wieder in die öffentliche Hand kommt Monetative � Initiativerklärung


    Ebenso mindestens

    • ÖPNV
    • Strom-, Gas- und Wasserversorgung


    • Wie seht ihr das?
    • Wie weit darf Verstaatlichung gehen?
    • Wo macht sie Sinn und warum?
    • Worin seht ihr die generellen Probleme einer Verstaatlichung?
    • Wo liegen die Befüchtungen und Ängste der dieser Begriff evtl. auslöst?


    Haltet ihr es für möglich, dass mit dem heutigen Wissen und Möglichkeiten (Technik, Kommunikation, softwaregestützte Logistiksysteme, Sozialwisschenschaften, Ökonomie und Ökologie) eine Verstaatlichung sinnvoll strukturiert und umgesetzt werden könnte, ohne die Fehler der Planwirtschaft zu wiederholen, und faschistische, totalitäre Strukturen zu verhindern ? (z. B. durch dezentrale Selbstverwaltung o. ä. Konzepte)


    TM, gespannt und schonmal Deckung suchend

    3 Mal editiert, zuletzt von That's me () aus folgendem Grund: doppelten begriff entfernt

  • Ich wäre ersteinmal dafür, die privatisierungen im komunalen Bereich, der letzten Jahre rückgängig zu machen. Ob das Verstaatlichung ist.............?
    Natürlich gehört die Bahn in staatliche Hand, ebenso die Geldschöpfung.............

    Einmal editiert, zuletzt von schlabund ()


  • Ebenso mindestens

    • ÖPNV
    • Strom-, Gas- und Wasserversorgung


    Bei ÖPNV, Strom-, Gas- und Wasserversorgung stimme ich dir ansich zu, allerdings würde ich da halbsstaatliches bevorzugen, also das der Staat es zwar verstaatlicht die Strukturen aber nicht verändert, nur gewisse Ziele vorgibt, aber das gnaze von Profis geleitet wird (die auch die Pflicht haben der öffentlichkeit im internet rede und antwort über die Zahlen zu stehen).


    Weil sosnt verkommt das ganze da zur Pöstchenverteilmaschine.


    Stromversorgung ist z.B. bei uns in Vorarlberg nun doch seit längerer Zeit in in staatlicher Hand und wird auch sehr gewinnbringend geführt (absolute Mehrheit schwarz) also da geht das system durchaus auf.

  • Bei ÖPNV, Strom-, Gas- und Wasserversorgung stimme ich dir ansich zu, allerdings würde ich da halbsstaatliches bevorzugen, also das der Staat es zwar verstaatlicht die Strukturen aber nicht verändert, nur gewisse Ziele vorgibt, aber das gnaze von Profis geleitet wird (die auch die Pflicht haben der öffentlichkeit im internet rede und antwort über die Zahlen zu stehen).


    Weil sosnt verkommt das ganze da zur Pöstchenverteilmaschine.


    Also ich denke dass S 21 ein aktuelles Paradebeispiel dafür ist, dass das überhaupt nicht funktioniert ;)


    TM, gegen den Privatisierungstrend

  • Ich denke, man sollte sich im Vorfeld der Beantwortung dieser Fragen auch Gedanken darüber machen, an was der Staat denn so alles zu mehr als 50% beteiligt ist. Ohne daß das jetzt sofort aus dem Firmen- oder Stiftungsnamen erkennbar wäre. Ich denke, da kämen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus...

  • Ebenso mindestens

    • ÖPNV
    • Strom-, Gas- und Wasserversorgung


    Ich bin ebenso für die Verstaatlichung von :


    - Krankenversicherung
    - Rentenversicherung


    Für alle ! (Wer mehr will, soll halt zusätzlich privat vorsorgen)


    Strom und Gas könnte bei guter Deregullierung und Demonopolisierung ebensolche positiven Effekte wie in der Telekommunikationsbranche haben.


    Wasser allerdings muss in staatlicher Hand bleiben

  • Also ich denke dass S 21 ein aktuelles Paradebeispiel dafür ist, dass das überhaupt nicht funktioniert


    S21 ist nun ein Thema über das wir hier nicht debattieren müssen.


    S21 ist gar kein Paradebeispiel für irgendwas, weil es meines wissens keines der angesprochenen Themen wirklich trifft.....das ist mehr ein problem das auch beim neubau eines Rathauses auftreten kann.

  • Also bis jetzt haben in Deutschland ja nur Merkel und ihre christliche FDJ verstaatlicht, aber wenn ich mir ansehe, was für ein teurer Müll dazu Staatseigentum gemacht wurde, hab ich da so meine Bedenken. Diese Trödeltruppe kann nicht regieren, sie macht keine sinnvollen Gesetze und anständig verstaatlichen können sie auch nicht. Bei den Eskimos wurden Menschen, die dem Stamm nicht nutzen, auf eine Eisscholle gesetzt und ins Meer geschoben. Da stellt sich dann nur die Frage, wo man in den Breiten eine Eisscholle findet, auf der eine ganze Regierung Platz hat! :shocked:


  • Strom und Gas könnte bei guter Deregullierung und Demonopolisierung ebensolche positiven Effekte wie in der Telekommunikationsbranche haben.


    Jetzt haben wir halt 4 Monopolisten. Diese Lobby ist sicher nicht so einfach zu knacken.
    Ich glaube nicht wirklich daran, dass sich das durch noch mehr Wettbewerb verbessern würde. Telekommunikation ist eigentlich auch immer noch zu teuer. Und die Telekom hat heute noch das Monopol auf den letzten "Knoten" (die letzten Meter der Leitung oder so. Mir fällt der Begriff grad nicht ein)


    TM, die meint, dass diese keine wirklichen Konkurrenten sind, da sie das Kartell geschickt umgehen und den Markt intern untereinander aufteilen

    2 Mal editiert, zuletzt von That's me ()

  • Gerade gefunden:
    [url=http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Telekom-Kahlschlag-Beschaeftigte-demonstrieren-in-Karlsruhe;art6066,516293?fCMS=6ce8d5efe27a32e7c31f106b150344df]Telekom-Kahlschlag: Beschäftigte demonstrieren in Karlsruhe[/url]


    Beschäftigte der Telekom protestierten heute mittag auf dem Festplatz in Karlsruhe gegen geplante Standortschließungen und Arbeitsplatzverlagerungen. Die Gewerkschaft Verdi hatte zur Demonstration aufgerufen. Denn die Umstrukturierung des Unternehmens sei "unsozial und unmenschlich".


    Das ist das Resultat, wenn ehemals staatl. Betriebe privatisiert werden und an die Börse gehen!


    Volksaktie Telekom *kotzbrechwürg*
    Kleinanleger schreien nach hoher Rendite und schnallen nicht, dass dies immer Arbeitsplätze kostet, um die Aktionäre zu befriedigen. Und dann jammert und schimpft der kleine Mann über Arbeitsplatzabbau, zu dem er selbst durch diesen Aktienkauf beigetragen hat und nach Gewinn strebt :out:


    TM, die im Aktienmarkt das Verderben der Welt sieht

  • Nicht verstaatlichung - vergesellschaftung!


    Vergesellschaftung heißt unternehmen, da wo es womöglich ist, auf der untersten möglichen und sinnvollen ebene, in genossenschaften umwandeln.


    Verstaatlichung heißt, öffentliches vermögen mutiert zur manövriermasse des regierungs- bzw staatsapparates.

  • [...]
    Haltet ihr es für möglich, dass mit dem heutigen Wissen und Möglichkeiten (Technik, Kommunikation, softwaregestützte Logistiksysteme, Sozialwisschenschaften, Ökonomie und Ökologie) eine Verstaatlichung sinnvoll strukturiert und umgesetzt werden könnte, ohne die Fehler der Planwirtschaft zu wiederholen, und faschistische, totalitäre Strukturen zu verhindern ? (z. B. durch dezentrale Selbstverwaltung o. ä. Konzepte)


    [...]


    Ja, ich halte das für möglich.
    Allende hat dies mit dem projekt cybersyn (->Cybersyn – Wikipedia) - imo mit ein grund warum er unbedingt weggeputscht werden musste.

  • Nicht verstaatlichung - vergesellschaftung!

    Vergesellschaftung heißt unternehmen, da wo es womöglich ist, auf der untersten möglichen und sinnvollen ebene, in genossenschaften umwandeln.



    Der Grundgedanke hat was. Nur - wie willst Du das rein praktisch anstellen?

  • Danke Schlabund, aber so weit konnte ich auch im hohen Alter noch folgen :D

    Das Stadtwerk (um mal bei Energie zu bleiben) wird jetzt eine Genossenschaft. Es ist eine GmbH, an der die Stadt und noch paar Leute/Firmen beteiligt sind. Die müssen lt. GG entschädigt werden, das muß also jemand bezahlen. Wer soll jetzt neues Genossenschaftsmitglied (und damit neuer Eigentümer!) werden und wie bezahlt er seinen Anteil??

  • Ja, ich halte das für möglich.
    Allende hat dies mit dem projekt cybersyn (->Cybersyn – Wikipedia) - imo mit ein grund warum er unbedingt weggeputscht werden musste.


    Ein absolut toller perfekter Hinweis :thumbsup:


    Das ist genau ein Teilaspekt dessen, was ich mir seit langem vorstelle, aber bisher nur in ein grob umrissenes "inneres", unausgereiftes, aber umfangreiches (Grund)Konzept bringen, und nur mangelhaft darstellen konnte. Ich nähere mich der Sache immer mehr an.


    Also durchaus auch ein Aspekt für diese IG http://www.politopia.de/groups/fortschritt-jetzt.html !!


    Mal ganz unabhängig von meinen persönlichen Disputen mit ahead, werde ich ihm niemals sein umfangreiches Wissen absprechen!


    TM, ohne zu schleimen (!!!) immer wieder begeistert vom Informationsgehalt seiner Beiträge

  • Danke Schlabund, aber so weit konnte ich auch im hohen Alter noch folgen :D

    Das Stadtwerk (um mal bei Energie zu bleiben) wird jetzt eine Genossenschaft. Es ist eine GmbH, an der die Stadt und noch paar Leute/Firmen beteiligt sind. Die müssen lt. GG entschädigt werden, das muß also jemand bezahlen. Wer soll jetzt neues Genossenschaftsmitglied (und damit neuer Eigentümer!) werden und wie bezahlt er seinen Anteil??



    Tja Dieter, das ist eine frage der Kommunikation und Organisation..........:joker:



    ich bin Genossentschaftler in zwei Genossenschaften..............:cornut:

  • Danke Schlabund, aber so weit konnte ich auch im hohen Alter noch folgen :D

    Das Stadtwerk (um mal bei Energie zu bleiben) wird jetzt eine Genossenschaft. Es ist eine GmbH, an der die Stadt und noch paar Leute/Firmen beteiligt sind. Die müssen lt. GG entschädigt werden, das muß also jemand bezahlen. Wer soll jetzt neues Genossenschaftsmitglied (und damit neuer Eigentümer!) werden und wie bezahlt er seinen Anteil??


    Ich hatte das ja schon in einem anderen thread angerissen.
    Bisherige anteile werden dementsprechend in genossenschaftsanteile umgewandelt, das dürfte imo dem GG genüge tun.
    Genossenschaftsmitglieder kann im prinzip jeder werden, der anteil wird per überweisung auf das genossenchaftskonto überwiesen.