Wie entwickelten sich die Einkommen in den letzten 10 Jahren?

  • Mein heutiges Nettoeinkommen ist im Vergleich zu 2001 0

    1. um mehr als 50 % gewachsen (0) 0%
    2. bis 50 % gewachsen (0) 0%
    3. in etwa dasselbe wie 2001 (+/- 5%) (0) 0%
    4. bis zu 30% gesunken (0) 0%
    5. um mehr als 30% gesunken (0) 0%

    Hallo,
    frohes Neues Jahr allen!


    Es heißt immer, die Einkommen hätten sich im Deutschland der
    vergangenen 10 Jahren Kaufkraft bedingt verringert.
    Wie sieht es bei den Politopias aus?


    Lassen wir einmal die Kaufkraft weg, weil das für jeden Einzelnen zu kompliziert zu berechnen wäre...


    Wie hat sich Euer Netto-Einkommen seit dem Jahr 2001 entwickelt?
    Natürlich spielt da auch die eventuell unterschiedliche Steuerklasse eine Rolle, aber egal...
    Bitte bei Wechsel von Voll- zu Teilzeitbeschäftigung entsprechend hochrechnen!


    Diese Umfrage ist anonym


    Mit Einkommen ist die Summe aller Einkommensarten gemeint.

  • Mmh... von 2001 bis heute habe ich viermal das Unternehmen gewechselt.
    Dabei hat sich zwar das Gehalt jeweils einmal verschlechtert und dreimal verbessert, aber nicht gesteigert, weil es ja ein Wechsel durch die Unternehmen war und nicht des Gehaltes in einem Unternehmen an sich.


    In einem dieser Unternehmen habe ich vier Jahre lang ohne Gehaltssteigerung gearbeitet. Bei meinem momentanen Arbeitgeber hat sich das Gehalt binnen 12 Monate auch nicht verändert.


    In einem Jahr hatte ich Brutto mehr, Netto dadurch aber weniger.


    Dazu kam eine Hochzeit und zwei Kinder - aber kann man den steuerklassenunterschied jetzt als reale Gehaltsverbesserung feiern?
    Ist Kindergeld ein realer Gehaltsanstieg? Netto hast du zwar mehr auf dem "Streifen", es bleibt aber auch weniger Geld in der Kasse, weil die Ausgabenseite eine ganz andere ist.


    Mit anderen Worten: ich kann da gar nichts auswählen, weil das einfache Vergleichen von Gehalt 2001 zu Gehalt 2010 völlig die Umstände verzerrt, da es nicht auf der selben Basis Berechnung findet.


  • Guten Abend, peraldo,
    wenn Du meinen Eingangsbeitrag aufmerksam gelesen hast,
    dann hast Du erkannt, dass bei dieser Frage eine solche Differenzierung
    überhaupt nicht angestrebt ist, vor allem, weil ansonsten eine eindeutige
    Antwort noch schwieriger zu ermitteln wäre als jetzt.
    Jeder hatte in den letzten 10 Jahren seine persönliche Geschichte.
    Gruß
    SF

  • Generell ist das Einkommen gesunken.
    Bei mir nicht so schlimm wie bei meinen Kutschern.
    Wir sind bereits in Kanada vorstellig.
    Sieht gut aus.

  • Mein Nettoeinkommen ist beim gleichen Arbeitgeber um etwas über 50% gewachsen.
    Nur wieviel es real gestiegen ist lässt sich nur schwer errechnen. Auch die Inflationsrate ist nur ein Durchnittswert der nicht unbedingt zutrifft. Hier entscheidet der indivituelle Bedarf und der daraus
    entstehende Konsum.

  • Unabhängig von der individuellen Historie, die hinter den Antworten auf die Umfrage steht, scheint mir das Gesamtergebnis doch insgesamt ein recht gutes Spiegelbild der Verhältnisse in unserem Land zu sein. Ein leichter Trend zur Lohnsenkung ist erkennbar.

  • Mmph... meine Einnahmeseite hat sich seit 2001 fast verdoppelt. Dafür war ich damals aber auch noch unverheiratet, heute bin ich Alleinverdiener einer vierköpfigen Familie. Ich kann also nicht behaupten, daß dem Zuwachs an Nettoeinnahmen ein wirklicher Zugewinn an freien Geldmitteln gegenüber stünde... eher im Gegenteil...


    ...als Single blieb am Ende des Monats trotz viel weniger Netto weitaus mehr zum Sparen übrig. Insofern weiß ich nicht, welchen geistigen Nährwert diese Umfrage haben soll.

  • Mmph... meine Einnahmeseite hat sich seit 2001 fast verdoppelt. Dafür war ich damals aber auch noch unverheiratet, heute bin ich Alleinverdiener einer vierköpfigen Familie. Ich kann also nicht behaupten, daß dem Zuwachs an Nettoeinnahmen ein wirklicher Zugewinn an freien Geldmitteln gegenüber stünde... eher im Gegenteil...


    ...als Single blieb am Ende des Monats trotz viel weniger Netto weitaus mehr zum Sparen übrig. Insofern weiß ich nicht, welchen geistigen Nährwert diese Umfrage haben soll.


    Meine Einnahmeseite hat sich seit 2001 mehr als verdoppelt,
    weil ich 2 Hierarchieebenen drüber arbeite,
    mein Familienstand ist derselbe wie damals,. Was sagt uns das?
    Sicher muss man 20 oder 30 Antworten in einem solchen Forum
    mit Vorsicht genießen...
    Trotzdem passen die bisherigen Antworten ins gesellschaftliche Bild,
    finde ich. Die statistische Entwicklung der Löhne geht über die durchaus
    unterschiedlichen, persönlichen Verhältnisse auch hinweg.
    Du deutest individuell, ich kollektiv.

  • ...habe allerdings festgestelt dass mein Bruttolohn seit 2001 um ca. 20 % gestiegen ist, für alles andere möchte ich meinen Arbeitgeber nicht verantwortlich machen.

    Allerdings kann ich auch sagen, dass mein Bruttolohn seit 2007 um ca. 15 % gesunken ist. Aber auch mein Arbeitsaufwand (seither habe ich wesentlich weniger Mehrarbeitsstunden geleistet).

    Die Betrachtung des Nettolohns ist schwierig - ich habe zwischenzeitlich geheiratet und bin von Lohnsteuerklasse eins nach vier gewechselt, hätte aber auch nach drei wechseln können und meine Frau nach fünf. Wäre zwar am Schlußfür beide zusammen das selbe herausgekommen, aber ich hätte mich verändert. WÄre statistisch blödsinnig in dieser Umfrage aber relevant.

  • ...habe allerdings festgestelt dass mein Bruttolohn seit 2001 um ca. 20 % gestiegen ist, für alles andere möchte ich meinen Arbeitgeber nicht verantwortlich machen.

    Allerdings kann ich auch sagen, dass mein Bruttolohn seit 2007 um ca. 15 % gesunken ist. Aber auch mein Arbeitsaufwand (seither habe ich wesentlich weniger Mehrarbeitsstunden geleistet).

    Die Betrachtung des Nettolohns ist schwierig - ich habe zwischenzeitlich geheiratet und bin von Lohnsteuerklasse eins nach vier gewechselt, hätte aber auch nach drei wechseln können und meine Frau nach fünf. Wäre zwar am Schlußfür beide zusammen das selbe herausgekommen, aber ich hätte mich verändert. WÄre statistisch blödsinnig in dieser Umfrage aber relevant.


    Die veröffentlichte Entwicklung der Durchschnittseinkommen in Deutschland
    berücksichtigt die individuell unterschiedlichen Gegebenheiten auch nur ingesamt
    und nicht individuell.
    Das einzige, was ich bei meiner Befragung bewusst herausgenommen habe,
    war der Einfluss der Preissteigerung auf das, was man mit seinem Einkommen
    tatsächlich auch anfangen kann.
    Das wäre dann zu viel der individuellen Deutung gewesen.

  • Unabhängig von der individuellen Historie, die hinter den Antworten auf die Umfrage steht, scheint mir das Gesamtergebnis doch insgesamt ein recht gutes Spiegelbild der Verhältnisse in unserem Land zu sein. Ein leichter Trend zur Lohnsenkung ist erkennbar.


    Das monatliche Nettogehalt ist nicht der entscheidende Faktor. Im Lauf der letzten Jahre hat man Hand an nahezu alle Zusatzleistungen ( Vereinbarungen ) gelegt, als da sind: ehemaliges 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld, Dienstjubiläen ( teils sehr hohe Geldzuwenundungen gewesen ) etc. , Pauschal behaupte ich, dass auf`s Jahr bezogen ( Jahresnettoeinkommen ) die Absenkung bei mehr als 10 % liegt.

  • Das monatliche Nettogehalt ist nicht der entscheidende Faktor. Im Lauf der letzten Jahre hat man Hand an nahezu alle Zusatzleistungen ( Vereinbarungen ) gelegt, als da sind: ehemaliges 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld, Dienstjubiläen ( teils sehr hohe Geldzuwenundungen gewesen ) etc. , Pauschal behaupte ich, dass auf`s Jahr bezogen ( Jahresnettoeinkommen ) die Absenkung bei mehr als 10 % liegt.


    Ich hatte schon erwartet, dass man solche Sonderzahlungen auch berücksichtigt.
    Die Staffelung meiner Antwortoptionen ist auch groß genug, dass sich jeder einordnen kann.

  • Mein Nettoeinkommen ist beim gleichen Arbeitgeber um etwas über 50% gewachsen.
    Nur wieviel es real gestiegen ist lässt sich nur schwer errechnen. Auch die Inflationsrate ist nur ein Durchnittswert der nicht unbedingt zutrifft. Hier entscheidet der individuelle Bedarf und der daraus
    entstehende Konsum.

    Ich bin nur nicht sicher, ob deine Werte in Norwegen mit denen in Deutschland vergleichbar sind. Zumal ihr nicht mit dem Euro hantieren müsst. In meinem Umfeld ist alles eigentlich nur teurer geworden, ohne das die Einkommen entsprechend stiegen und von meiner Rente will ich gar nicht erst anfangen! :eek:

  • Ich hatte schon erwartet, dass man solche Sonderzahlungen auch berücksichtigt.
    Die Staffelung meiner Antwortoptionen ist auch groß genug, dass sich jeder einordnen kann.


    So. Da bin ich mir leider immer noch nicht sicher. Wenn ich bedenke, daß ich jetzt vier Personen damit ernähren muß, ist mein um fast das Doppelte gestiegenes Einkommen faktisch gesunken. Aber wie rechne ich das nun aus?


    Ich frage mich immer noch, was der Sinn dieser Umfrage sein soll. Wenn man im Endeffekt die Lebensumstände, die individuelle Kaufkraft etc. alle ausblendet, dann hat man zwar am Ende eine Zahl - die sagt aber absolut gar nichts aus.
    Ein Auto bemesse ich ja auch nicht bloß an seiner eingetragenen Höchstgeschwindigkeit.


    Oder ist gerade das die Absicht dahinter? :thinking-020:

  • Wenn ich bedenke, daß ich jetzt vier Personen damit ernähren muß, ist mein um fast das Doppelte gestiegenes Einkommen faktisch gesunken. Aber wie rechne ich das nun aus?


    Es geht nur um die Entwicklung des individuellen Nettoeinkommens,
    um nicht mehr und nicht weniger.

  • Nur wieviel es real gestiegen ist lässt sich nur schwer errechnen. Auch die Inflationsrate ist nur ein Durchnittswert der nicht unbedingt zutrifft.


    Das gilt für alle.


  • Allerdings kann ich auch sagen, dass mein Bruttolohn seit 2007 um ca. 15 % gesunken ist. Aber auch mein Arbeitsaufwand (seither habe ich wesentlich weniger Mehrarbeitsstunden geleistet).
    Die Betrachtung des Nettolohns ist schwierig - ich habe zwischenzeitlich geheiratet und bin von Lohnsteuerklasse eins nach vier gewechselt, hätte aber auch nach drei wechseln können und meine Frau nach fünf. Wäre zwar am Schlußfür beide zusammen das selbe herausgekommen, aber ich hätte mich verändert. WÄre statistisch blödsinnig in dieser Umfrage aber relevant.


    Betrachtet man das ganze Land, dann wird die Gesamtlohnsumme genommen, Lohnsteuer, Sozialabgaben...
    Da hat sich für einzelne auch viel verändert, mal in die eine, mal in die andere Richtung.

  • Unabhängig von der individuellen Historie, die hinter den Antworten auf die Umfrage steht, scheint mir das Gesamtergebnis doch insgesamt ein recht gutes Spiegelbild der Verhältnisse in unserem Land zu sein. Ein leichter Trend zur Lohnsenkung ist erkennbar.


    Das sieht jetzt aber anders aus bei deiner Umfrage...

  • nach dem, was wir heute bei spon lesen können, ist die kaufkraft, die einzige größe, die tatsächlich aussagefähig und vergleichbar ist und beinhaltet, was wir für das einkommen, das erzielt wird, an gegenwert bekommen, in den letzten zwanzig jahren stagniert....


    Wirtschaftstudie
    Kaufkraft der Deutschen ist so niedrig wie 1991


    Drei Minuten muss der Durchschnittsdeutsche für eine Flasche Bier arbeiten. Das war auch schon vor 20 Jahren so. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hat sich die Kaufkraft kaum verändert. Die Inflation hat die Steigerung der Nettolöhne aufgefressen.

    Köln - Die Nettostundenlöhne der Arbeitnehmer in Deutschland sind zwischen 1991 und 2011 um 45 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Doch sind im gleichen Zeitraum auch die Verbrauchspreise um 43 Prozent nach oben gegangen. Die Daten von 1991 beziehen sich dabei auf Westdeutschland.

    Unter dem Strich kann sich ein durchschnittlicher Arbeitnehmer also kaum mehr leisten als vor 20 Jahren. Oder anders ausgedrückt: Er muss heute für einen identischen Warenkorb genauso lange arbeiten wie zu Beginn der neunziger Jahre.


    weiter lesen



    in dieser studie geht es nur um die arbeitnehmerlöhne und deren direkt umgerechnete kaufkraft: wie lange muss für den erwerb des produktes yx gearbeitet werden....?


    das hat sich insgesamt natürlich unterschiedlich entwickelt. einiges ist günstiger als früher zu bekommen, anderes deutlich teurer.
    im schnitt sind die löhne um 45% gestiegen und die preise um 43%... was über die tatschlichen individuellen auswirkungen wenig aussagt. denn wenn ich heute eine gurke für 45 ct kaufe, ist das gegenwärtig ein normaler preis. diese 45ct wären 1991 gerundete 88 pfennige gewesen, ein Preis, für den damals mitten im sommer niemand gurken gekauft hätte...;)...


    ähnlich verhält es sich mit brot und anderen grundnahrungsmittel, die sich im preis faktisch (z.t. mehr als...) vedoppelt haben, was die kleineren einkommen, deren ausgabeverhalten eher ohne kfz-, reisekosten und handy-tarife mit internet-flat etc.... auskommt, umso schwerer trifft.


    es ist der meldung nicht zu entnehmen, ob diese gebotene unterschedung im zuge der studie nicht nachzuvollzogen wurde, und daher nicht genauer dargestellt und angemessen gewichtet und ausdifferenziert betrachtet worden ist, oder ob sich der schreiber nur die mühe gespart hat, dies genauer dazulegen..

    4 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: form...