Manager

  • Die Manager sind ja inzwischen zu einer Art gesellschaftlichem Feindbild verkommen,
    jedenfalls wenn man Diskussionen im privaten Bereich bzw. in Foren berücksichtigt.
    Es gibt zwar Bürger, die ein etwas differenzierteres Bild als das Klischee des abzockenden
    und dabei gleichzeitig verantwortungslos handelnden Managers haben, trotzdem hat sich
    in den vergangenen Jahren doch in weiten Teilen der Bevölkerung doch ein eher negatives
    Bild des Managers abgezeichnet.
    Wodurch bekommt der Manager ein derart negatives Image?
    Auch wenn man den Begriff "Manager" zumeist übergeordneter verwendet,
    geht es mir hier nicht um den Chef eines Unternehmens, der persönlich mehr
    oder weniger für den Erfolg und Misserfolg der Firma haftet, sondern den Manager,
    der Angestellter einer Firma ist und nach bestimmten Kriterien sein Gehalt bekommt.
    Hier liegt nämlich bereits die Krux, die Wurzel des Problems wie auch des vermeintlich
    schlechten Rufs des Managers begraben.
    Man sollte meinen, dass das Management eines Unternehmens hohe Gehälter und
    Gehaltszuwächse in Abhängigkeit vom Erfolg und der Entwicklung des Wertes eines
    Unternehmens erhält.
    Nach einem der letzten massiven Einstürze des DAX veröffentlichte der Spiegel die
    Entwicklung der Vorstandsgehälter aller DAX-Unternehmen während der Krise.
    Die Unternehmenswerte brachen massiv ein, während die Gehälter der Vorstände
    etwa um 30% gestiegen waren.
    Paradoxerweise war eines der Dax-Unternehmen mit den größten Kursstürzen genau
    dasjenige, in dem die Vorstandsgehälter am exorbitantesten gestiegen waren.
    Wie kommt das?
    Liegt das an morbiden Strukturen der Management-Bezahlung?
    Wie ist Eure Meinung dazu?
    Was wisst Ihr über die Regeln zur Bezahlung von angestellten Managern?

  • Kann man´s verallgemeinern?
    Ich beispielsweise manage mich selbst...
    Hier wie überall: Es gibt so´ne und so´ne.


    Das die Jungs, und Mädesl so in Verruf geraten sind, hat aber durchaus Gründe.
    Das sind nämlich eben jene vor denen ganze Belegschaften zittern.
    Sie bringen Unternehmen auf Vordermann, machen sie konkurenzfähig.
    Man wird verstehen, das, macht man einen solchen Job, sich nicht unbedingt die Symphatien der Betroffenen einhandelt.
    Was den Chefs, Eigenern, Shareholdern gegenüber wieder ganz anders aussieht.


    Jetzt also haben wir konkurenzfähige Unternehmen und bleiben dran noch konkurenzfähiger zu werden.
    Es wird zunehmend versucht auf den Faktor Mensch weitestgehend zu verzichten.
    Das freiwerdende Geld ist dabei der Wertmaßstab eines solchen Managements.
    Sauber aufgeschlüsselt in Quartalszahlen


    Grob gesagt: Die verdienen ihr Geld damit es anderen vorzuenthalten,
    die so frei gewordene Arbeit wird auf verbliebene Mitarbeiter oder Maschinen verteilt. Und warum sollen diese Hilfsarbeiter mehr verdienen, als sie unbedingt haben sollten um den Arsch am kacken zu halten?
    Auch da läßt sich noch was Gewinn generieren.


    Raus kommt die Formel: Geht es der Wirtschaft gut, leidet der Mensch.
    In vielerlei Hinsicht.
    Wenn man dazu hört, wie sich diese Eliten über ihre Mitmenschen auslassen,
    bleibt bei vielen nur noch ein Würgen übrig.
    (Das durfte ich häufig erleben! Man glaubt nicht wie sehr diese Menschen in einer Parallelgesellschaft leben, sich gar für einen neuen Evolutionsschritt halten.)
    Was wohl nicht zuletzt auf Gegenseitigkeit beruht.


    Alles im allen: Die brauchen nicht auf Wohlwollen hoffen, bei dem Kampf gegen den eigenen Kollegen! Bei der Bezahlung für diese "Arbeit"
    Nur Leser der Financial Times werden für den ein oder anderen Manager Hochachtung, ja Neid empfinden können.


    Das ist die Crux!
    Es wird Wirtschaft gemanagt, nicht etwa Zusammenarbeit.
    Und das zum Vorteil einiger weniger, gegen die meisten.
    Aber Gemeinsinn ist ja nun auch nicht Ziel einer auf Wettbewerb gegründeten "Gesellschaft"... "Gesellschaft" trifft es hier nicht -> "Humanressource" passt.


    Wer sich nun derart aller zur verfügung stehenden Ressourcen (wir reden von einer ganzen Welt inklusive all ihrer Bewohner jeder Art) bedient, sich dafür derart feiern und bezahlen lassen will, muß schon viel Medienmacht haben, um den Anschein von "Menschlichkeit zu wahren, zu rechtfertigen, das wertvollste auf dem Planeten zu sein.


    Funktionierte hervorragend, beginnt aber zu bröckeln...
    Zu Recht!

  • Das Gehalt eines angestellten Managers besteht üblicherweise aus
    zwei Bestandteilen, einem Fixgehalt und einem sogenannten
    leistungsabhängigen, variablen Gehaltsbestandteil.


    Das grundsätzliche Verhältnis zwischen beiden Gehaltsbestandteilen ist je nach
    Vertrag unterschiedlich.


    Interessant ist hierbei eigentlich nur der variable Teil des Einkommens.


    Ein Grund, weshalb ein Unternehmen schwächer werden kann, während gleichzeitig
    die Gehälter der Verantwortlichen steigen, liegt darin, dass der variable Anteil
    des Arbeitsvertrags nicht zwingend in einem eindeutigen Abhängigkeitsverhältnis
    zum tatsächlichen Unternehmenserfolg steht.


  • Ein grundsätzliches Problem dürfte darin bestehen,
    dass im Aufsichtsrat eines Unternehmens Manager
    anderer Unternehmen sitzen dürfen.
    Eine Hand wäscht die andere.

  • Ehrliche komme ich mit dem Begriff "Manager" nicht so richtig klar. Was ist jetzt damit gemeint? Ein Entscheidungsträger auf langfristig strategischer Ebenen, oder sogar einer auf operativer Ebene?! Nicht umsonst heißt es Operation Management und sind dieses Leute Hauptverantwortliche dafür, dass ein Unternehmen vor die Wand geführt wird?

  • [Zynismus]
    Es scheint als wäre einer der wichtigsten Jobs der Manager zu errechnen, was der Arbeiter, der Mensch als solcher zum Leben braucht, unbedingt braucht(und auch ein bisschen weniger, gibt ja Kredite), eben dies dem Arbeiter, oder auch dem Arbeitslosen (gleicht sich ja monetär an) zugesteht, und sich den Rest, des von diesen erarbeiteten Mehrwerts, selbst einstreicht.


    Ausbeutung, Ausbrennen im Hocheffektiv-Modus...


    Eliten eben.
    Ihnen gehört die Welt, sie haben sie bezahlt...
    Und das sollte uns nun wert sein, uns bei diesen für unser Leben zu bedanken.
    Sind sie es doch, die es uns durch ihre Arbeit schenken.
    Täten sie das nicht, wer würde noch arbeiten?
    [/Zanismus]


    Nur ist das natürlich nicht natürlich.
    Und natürlich wird dieser Versuch wieder Natur.
    Demnächst ohne den Menschen.





  • es gibt auch Manager, die darauf spezialisiert sind, Unternehmen zielgerichtet vor die Wand zu fahren, alles schon erlebt............:sad:

  • es gibt auch Manager, die darauf spezialisiert sind, Unternehmen zielgerichtet vor die Wand zu fahren, alles schon erlebt............:sad:


    Das allerdings! Um die muss es gehen und nicht um den 'Manager' - was immer jetzt damit gemeint ist - an sich.

  • leider sind deine links für mich nicht sichtbar............:thinking-020:

    Er hat die Dokumente hier auch eingestellt. Daher sind die kaum lesbar und ein paar Links dazu wären hilfreicher gewesen...

  • Scannen , muß man können .


    Denk mal darüber nach, ich versuche euch einen Gefallen zu tun.


    P.S. Es liegt nicht am Scannen selbst und es liegt auch nicht an fehlenden Links.

  • Wenn das mal nicht Copyright-Bullshit nach sich zieht.


    Wen´s interessiert sollte also schnell sein...

  • Mal etwas politisches Kabarett zum Auflockern:


    [ame='http://www.youtube.com/watch?v=zIJiyNnZd_o&feature=related']YouTube - Volker Pispers - Finanzpolitik und Verschuldungsorgie[/ame]

  • Westerwelle: "Hier steht die Freiheitsstatue der Republik."


    Wer bringt dem Westerwelle schonend bei, das die Freiheitsstatue innen hohl und begehbar ist ?


    :joker: :joker: :cornut: :cornut: :joker: :joker:

    Hohl mit Sicherheit, aber wer würde sowas von innen betreten wollen?