Manager

  • Ich habe mir schon gedacht, dass ein solches Thema wieder eher
    zu Bashing vermeintlich zu kurz Gekommener einladen wird
    als zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.

  • Ich habe mir schon gedacht, dass ein solches Thema wieder eher
    zu Bashing vermeintlich zu kurz Gekommener einladen wird
    als zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.


    Was gibt es bei dem Thema Manager eine sachliche Auseinandersetzung zu führen bitteschön ?


    Es stimmt doch, die da oben werden immer reicher und reicher und die da unten werden immer ärmer und ärmer.


    Die da oben sieht man in irgend welchen Bundespräsidentbällen mit Anzug und die da unten sieht man regeömäßig beim ALDI.


    Die da oben fahren die dicken Brummies ala Hummer und der der unten hat nicht mal ein Fahrrad zur Verfügung.


    Die da oben essen Kaviar und die da unten essen Tiefkühlpizza.


    Auf was für eine Basis sollte man sich jetzt sachlich unterhalten bitteschön ?

  • Wo ist die Grenze zwischen denen da oben und denen unten ?
    Sind Manager da oben ?


    Jetzt komm mir bloss nicht mit der Alibiaussage, als würde noch eine Mittelschicht in Deutschland existieren.


    Du weisst es ganz genau, wen ich meine, stell dich nicht dumm koboldblau.


  • ... gehe die sache ein wenig pragmatischer an.
    to manage heisst, die vielen schichten der aktivitäten, die es zu berückichtigen gilt, zu organisieren, das was getan werden muss gut umzusetzen oder sinnvoll zu delegieren und möglichst unfallfrei über die runden zu kommen. das funktioniert unter einsatz von know-how, mittels gutem urteils- und durchsetzungsvermögen und noch so einigen anderen, mehr oder weniger herausragend ausgeprägten, attributen.


    da muss man garnicht den kopf soweit in den nacken legen und nach oben starren...


    ich habe größten respekt vor menschen, die mit wenig verfügbaren mitteln eine familie mit drei oder vier kindern "managen" und die gut durchs leben bringen - unter anderen auch durch einkäufe nach wochenangeboten bei aldi und co.
    das ist auch management. das viel zu wenig respekt und achtung erfährt.


    manager heisst nicht nur, einem unternehmen mit zigttauseden von mitarbeitern vorzustehen, als der könig der angestellten gewissermaßen.
    managen heisst, probleme zu erkennen und lösungswege zu finden.


    jeder ist in seinem umfeld ein manager - fragt sich nur, ob auch ein guter....
    und wer in seinem eigenen umfeld ein guter manager ist, hat vermutlich auch erheblich weniger offene dauer-baustellen...:cornut:

    6 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • ...ein Ausdruck unseres Systems.

    Es ist eben für viele Unternehmen sinnvoller wenn die Ex-Angestellten von der Gesellschaft bezahlt werden. Um dies zu organisieren werden die Manager eben beschäftigt.

    So lange dieses System das genialstmögliche ist wird dies mit Sicherheit immer weiter vorangetrieben.


  • Liegt das an morbiden Strukturen der Management-Bezahlung?
    Wie ist Eure Meinung dazu?
    Was wisst Ihr über die Regeln zur Bezahlung von angestellten Managern?


    Für mich liegt das Ãœbel im Money-Thinking und Wachstumswahn.
    Also Realitätsverlust auf höchster Stufe. (Naja noch funktioniert es ja für einige wenige :( )
    Und dann noch der Zeitfaktor, denn schnell und kontinuierlich soll das Klingeln in der Kasse auch noch sein.



    Was muss ein Manager leisten?
    1. Gewinnmaximierung und Behauptung am Markt.
    => Geht mit Einsparungen, Innovationen, Investitionen
    2. Firmen sind Spekulations- bzw. Kapitalvermehrungsobjekte
    => Verpflichtung gegenüber Geldgebern (Aktionären), die durch Ausschüttung belohnt werden muss.


    Probleme und Fehler der best. Strukturen:
    - Oft kurzfristige Planung da Messlatte für die Börse die Quartalszahlen sind.
    - Arbeitnehmer sind auf Grund dieser Rationalisierung und dem damit einhergehenden Arbeitgebermarkt leicht und kostengünstig austauschbar -> daher keine Notwendigkeit das Betriebsnotwendige Kapital "Mensch" langfristig "abschreiben" zu müssen -> bei Verschleiß wird einfach ersetzt -> Arbeitnehmer nähert sich betriebswirtschaftlich eher dem sofortabschreibbaren Geringwertigen Wirtschaftsgut, statt der längerfristigen Investition(srücklage), die möglichst lange halten sollte.
    - Transparenz über Managergehälter treibt diese in die Höhe, da Wertigkeit einer Arbeit an der Bezahlung gemessen wird, und jeder Manager der beste sein will, bzw. jedes Unternehmen sich den besten leisten können will


    Es gibt durchaus auch gute Manager.
    Die Managerschelte finde ich auch unangebracht, ist aber nicht nur von den schwarzen Schafen dieser Liga hausgemacht. Die Neiddebatte unter den Managern ist enorm. Man muss aber auch zugeben, dass der Profilierungsdruck recht hoch ist.


    Ist doch überall so. Schwarze Schafe bringen eine Branche in Verruf. (Versicherungen, Banken, Futtermittelhersteller...) Einige werden daurch angespornt es den schwarzen Schafen gleich zu tun.


    Problem der Boni-Diskussion:
    Rechtlicher Anspruch ist gegeben und wird von den Managern wahrgenommen.
    Moralisch ist seitens der Bevölkerung der Anspruch da, dass auf diesen Rechtsanspruch verzichtet wird, weil er selbst diese Fehler machte und das der Kündigungsgrund war.


    Daher meine Frage:
    Wenn ihr auf eurem Arbeitsplatz Mist gebaut habt und daher gekündigt werdet, oder die Firma bankrott ist. Euer Vertrag sieht vor, dass ihr im Falle einer Kündigung auf jeden Fall eine Abfindung bekommt.
    Würdet ihr dann auf diese Abfindung verzichten, weil ihr das Geld streng genommen gar nicht braucht?


    Ab wann wird ein Verzicht auf ein verbrieftes Recht zur moralischen Pflicht?
    Das kann nur jeder für sich selbst beantworten.


    TM, die dazu neigt, für vieles den Moralverfall verantwortlich zu machen

  • Jetzt komm mir bloss nicht mit der Alibiaussage, als würde noch eine Mittelschicht in Deutschland existieren.


    Du weisst es ganz genau, wen ich meine, stell dich nicht dumm koboldblau.

    Wenn Du hier schon autoritär postulierst, man bräuchte ja keine sachliche Auseinandersetzung, dann möchte ich zumindest fragen dürfen, wo Du die Grenze zwischen "oben" und "unten" siehst, und ob Manager oben sind.


    Ansonsten bleibt Dein posting reine Stammtischpolemik.

  • manager heisst nicht nur, einem unternehmen mit zigttauseden von mitarbeitern vorzustehen, als der könig der angestellten gewissermaßen.
    managen heisst, probleme zu erkennen und lösungswege zu finden.


    Das ist richtig, hat aber mit dem hier veröffentlichten Sachverhalt nichts zu tun.
    Vom Hütchen zum Stöckchen ist ein beliebtes Spiel, ich weiß.
    Bitte beim Thema bleiben!

  • Ich habe mir schon gedacht, dass ein solches Thema wieder eher
    zu Bashing vermeintlich zu kurz Gekommener einladen wird
    als zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.

    Was Pispers politisch zu sagen weiß, sprengt den Rahmen eines jeden Themas, denn es passt immer rein. Die Ironieresistenz muss wirklich um sich greifen, wenn man das nicht bemerkt!

  • Paradoxerweise war eines der Dax-Unternehmen mit den größten Kursstürzen genau
    dasjenige, in dem die Vorstandsgehälter am exorbitantesten gestiegen waren.
    Wie kommt das?
    Liegt das an morbiden Strukturen der Management-Bezahlung?
    Wie ist Eure Meinung dazu?
    Was wisst Ihr über die Regeln zur Bezahlung von angestellten Managern?

    Was heisst morbide Struktur.
    Es kommt darauf an, an welche Parameter man die (Boni-) Zahlung knüpft: Reicht der Abschluss eines Geschäfts, dann kommt es eben nicht auf den mittel- oder langfristigen Erfolg dieses Geschäfts an.


    Bei kleinen oder mittleren Unternehmen gibt es regelmässig keine Auswüchse.
    Bei Grossunternehmen könnte es auch schlicht daran liegen, dass sie zu gross sind.
    Nur eine persönlich verhaftete Unternehmerpersönlichkeit (Familie des Firmengründers etc.) bringt eventuell die Kraft für das Ganze auf.


    Ein Gegenbeispiel ist allerdings ausgerechnet Ackermann: Der Mann ist verhasst, aber für seine Firma sehr erfolgreich.
    Siehe aber andererseits Schrempp mit der Elefantenhochzeit Daimler-Chrysler...

  • Was Pispers politisch zu sagen weiß, sprengt den Rahmen eines jeden Themas, denn es passt immer rein. Die Ironieresistenz muss wirklich um sich greifen, wenn man das nicht bemerkt!


    Ich höre Pispers gerne.


  • Ein Gegenbeispiel ist allerdings ausgerechnet Ackermann: Der Mann ist verhasst, aber für seine Firma sehr erfolgreich.
    Siehe aber andererseits Schrempp mit der Elefantenhochzeit Daimler-Chrysler...


    Mir geht es weniger um Personen, sondern um Strukturen.
    Lassen sich Auswüchse wie in Sachen Schrempp verhindern?
    Wenn ja, wie?

  • Was heisst morbide Struktur.

    Auch würde ich das Gebaren der Finanzwirtschaft von demjenigen der produzierenden getrennt betrachten.
    Investment- und spekulatives Banking steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt.

  • Wenn Du hier schon autoritär postulierst, man bräuchte ja keine sachliche Auseinandersetzung, dann möchte ich zumindest fragen dürfen, wo Du die Grenze zwischen "oben" und "unten" siehst, und ob Manager oben sind.


    Ansonsten bleibt Dein posting reine Stammtischpolemik.


    Die Manager sind oben und die H4´ler sind unten, Mittelschicht ist beinahe abgetragen.

  • naja, prekäre Manager kommen auch schon mal in den Genuss von H 4..............:cornut:


    Echt? Welcher? Habe ich gar nicht mitbekommen.


    Zu Recht oder zu Unrecht?


    TM, grad gierig auf ein bisschen Schadenfreude

  • Der Eigentümer (Kapitalist) will langfristig Erfolg
    Der Manager (leitender Angestellter) will kurzfristigen Erfolg (= viele Boni)