"Der Bock als Gärtner" - Sammelthread Sünden und Unfähigkeit in der Politik

  • Der Bock als Gärtner oder Sünden und Unfähigkeit in der Politik

    Es würde evtl. die Kapazitäten eines Forums überstrapazieren, für jeden Sünder und/oder Unfähigen in der Politik einen eigenen Thread aufzumachen. Deshalb eröffne ich hiermit einen Sammelthread, in den Skandale und Skandälchen in der Politik eingestellt werden können.


    Hier stellt sich die Frage, ob die Tätigkeit eines Finanzministers selektive Blindheit auslösen kann.

  • Der Bock als Gärtner oder Sünden und Unfähigkeit in der Politik

    Es würde evtl. die Kapazitäten eines Forums überstrapazieren, für jeden Sünder und/oder Unfähigen in der Politik einen eigenen Thread aufzumachen. Deshalb eröffne ich hiermit einen Sammelthread, in den Skandale und Skandälchen in der Politik eingestellt werden können.


    Hier stellt sich die Frage, ob die Tätigkeit eines Finanzministers selektive Blindheit auslösen kann.

    Da sind die Österreicher den Deutschen um fast 30 Jahre hinterher, denn schon 1982 wurde der Wirtschaftsminister der FDP, Otto Graf Lambsdorff, wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt:


    Die Flick-Affäre

  • Mit dem Luxus-BMW in die Auszeit!

    Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht hätte es eigentlich wissen können, daß Dienstwagen viel Ärger bereiten können. Er hätte sich bei seiner Genossin Ullala Schmidt (SPD) oder der Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth (CDU) danach erkundigen können.


    Immerhin zeitnah zu den ersten Meldungen zurückgetreten.
    Das hätte ja fast schon wieder Lob verdient.





    Wiki ist ja ganz schön schnell!

  • Politiker lernen nicht. Politiker lernen offenbar nie. Egel, wie dumm und unsinnig ein Fehler war, der schon mal gemacht wurde, Politiker scheinen dumm und auf eigener Erfahrung zu bestehen. was das angeht, sind sie sogar eine Allparteienkoalition, Sobald sie in ein Amt oder auch nur in ein Parlament gewählt worden, ist jede Bodenhaftung, die über die bloße Schwerkraft hinausgeht auf immer verschwunden.

  • Mit dem Luxus-BMW in die Auszeit!

    Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht hätte es eigentlich wissen können, daß Dienstwagen viel Ärger bereiten können. Er hätte sich bei seiner Genossin Ullala Schmidt (SPD) oder der Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth (CDU) danach erkundigen können.
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    Dennoch ist und bleibt es doch erstaunlich, wie die Merkel den Regierungsjet zumindest in den Medien ungestraft nutzen durfte, um im letzten Jahr auf Sylt ihr - wolhbemerkt: "privates" - Buch zu signieren! Das lässt tief blicken nach welchen Kriterien die Medien und die Parteien gestrickt sind! Nichtmal aus Schmidts Partei kam nennenswerte Kritik! Lag es daran, dass Frauen dort seit dem neoliberalen Wandel der Partei weniger geschätzt werden? Ypsilanti war ja geradezu ein Paradebeispiel für die Selbstverstümmelung einer einst großen Partei. Ist es nicht eine bedenkliche Situation für gerade diese Partei, die sich sozialdemokratisch nennt? Denn, beides wird nach der neoliberalen Unterwanderung der Führungsebene völlig vernachlässigt. Ein Gebaren, das auch Gabriel nicht abzustellen vermag! Drum wird man auch keine 30% der Wählerstimmen mehr erreichen. :yikes:


    Und Merkel: Versteuert sie ihre Einnahmen aus dem Buchverkauf eigentlich?

  • Alzheimer zur rechten Zeit kann auch Vorteile haben.
    Erinnert mich doch stark an Kohl und seine Blackouts.

    Das ist in meinen Augen recht simpel, diese spezielle Alzheimer von Politikern entwickelt sich diametral zu ihrer Ehrlichkeit. :)

  • Ypsilanti war ja geradezu ein Paradebeispiel für die Selbstverstümmelung einer einst großen Partei. Ist es nicht eine bedenkliche Situation für gerade diese Partei, die sich sozialdemokratisch nennt?


    Sicher meinst Du, dass Ypsilanti ein kapitaler Fehlgriff gewesen ist, oder?

  • Sicher meinst Du, dass Ypsilanti ein kapitaler Fehlgriff gewesen ist, oder?



    Ist das nicht die eine mit dem Pferdegebiss, wo ihr Mann die ganzen Reden schreibt, im Hintergrund vor der Kamera grinnst und nach plabbert ? :joker:

  • Ich habe einen ziemlich großen Respekt vor dem Brandt-Spruch "Mag sein, dass die Macht den Charakter verdirbt, aber die Ohnmacht nicht minder". Das entspricht genau den Erfahrungen, die ich in verschiedensten sozialen Gruppen, angefangen vom Freundeskreis, dem Schulumfeld, dem Sportverein, später den studentischen, kulturellen und politischen Gruppen gemacht habe. Wer strebt denn dort in der Regel die etwas exponierten Stellungen und Funktionen an, was sind denn bei etwas genauerem Hinsehen ihre Motive und Methoden, mit denen sie sich ihre Vorteile schaffen? Und selbst, wenn mal einer selbst gar nicht so scharf auf diese Führungsrolle sein sollte und mehr hineingedrängt wird als sie anzustreben, wie wirkt diese neue Funktion denn auf ihn, was macht sie aus ihm, wie verändert sie ihn denn im Laufe der Zeit?


    Ich mache mir keine Illusionen darüber, wie diese Menschen tendenziell beschaffen sind, die in Unternehmen, Verbänden oder Parteien die Führungsrollen anstreben und sie unter sich aufteilen. Diese "Skandälchen", die hin und wieder den Weg in die Öffentlichkeit finden, sind im gewissen Sinne nur die Spitze des Eisbergs und ich vermute, in den meisten Fällen werden sie eher von irgendeinem politischen Konkurrenten öffentlich gemacht als von Kollegen oder investigativen Journalisten, die sich ernsthaft darüber echauffieren.


    Ich meine, wer sich ein klein wenig mit seiner eigenen Lebenswirklichkeit und seinem eigenen Umfeld beschäftigt, selbst bspw in so einem Forum, und diese Erfahrungen und Einsichten dann auf etwas größere Gebilde ein paar Etagen darüber extrapoliert, jene Leute also nicht als Aliens betrachtet, die auf einen anderem Stern groß geworden sind und dann zum Regieren eingeflogen wurden, der dürfte sich über all das doch nicht wirklich wundern.


    Will ich damit sagen, dass es also grundsätzlich unvermeidlich ist, dass immer dieselben die Stühle da oben unter sich aufteilen? Ãœberhaupt nicht; ich denke, dass es vornehmlich ein Problem des Zeitgeistes ist, des Menschenbilds, das wir kultivieren und propagieren, wie unsere Gesellschaft beschaffen ist und wie darin Erfolg, Glück und Ziele definiert werden. Diese Skandale sind dabei nicht irgendwelche Ausnahmen oder Einzelfälle, sondern eher eine Zwangsläufigkeit, eine Normalität, die eben nur dann ans Tageslicht kommen und öffentlich diskutiert werden, wenn irgendein anderer davon profitieren kann.

  • King Mappus I. unter Beschuss!



    Volksversteher! - SWR Fernsehen :: Zur Sache Baden-Württemberg! :: Rückblick | SWR.de



  • für diesen Beitrag :hurray::hurray::hurray::hurray: dem ich mich nur anschließen kann und muss.

    Illusionen habe ich mir noch nie gemacht, konnte und durfte ich gar nicht. Aber davon träumen das sich strukturell etwas in den Menschen verändert erlaube ich mir.
    Das öffentliche Ausdiskutieren kann vielleicht mit etwas Glück in einigen wenigen Köpfen einen Denkprozess einleiten, der sich dann für das unmittelbare Umfeld als positiv erweisen kann, was aber auf das globale Tun der Menschen keine Auswirkungen haben wird, sondern sich nur im kleinen Kreis als Erfolg feiern kann.