Hartz IV: Januar 2005 - 2011 Zahl der Leistungsempfänger sinkt um ca. 100.000

  • Deutschland: Arbeitsmarkt Januar 2011:
    Völlig unerwartet (Aufschwung xxxl) steigt die Zahl der erfassten Arbeitslosigkeit im Januar 2011 deutlich an.

    Die Fakten:

    Unterbeschäftigung: (4.320.333 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 10,1 %

    Leistungsempfänger:
    Im Januar 2005 waren 7.676.457 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)
    Im Januar 2011 waren 7.579.690 Personen im Leistungsbezug ALG I, ALG II, Sozialgeld)

    Schon im September 2010 bezogen mit 1,40 Mio 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher in der Grundsicherung (Hartz IV – ALG II) Einkommen aus Erwerbstätigkeit

    Der Erfolg von Hartz IV in 6 Jahren ist das die Zahl der Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld) um ca. 100.000 – 1,3 % (96.767) Personen gesunken ist.

    Der Jubel der letzten Monate war augenscheinlich nicht berechtigt.

    „Ein Arbeitsloser ist solange an seiner Arbeitslosigkeit selbst schuld, bis er das Gegenteil beweisen kann“

    Aufschwung xxxl: Binnenkonsum - Deutschland verliert an Kaufkraft
    ILO Vergleichsstudie: Vergleichsstudie Löhne in Deutschland sinken weiter

    Global Wage Report 2010: Kurzfassung auf Deutsch (PDF, 578 kB) Neben den moderaten Tarifabschlüssen der vergangenen Jahre sind die Ausweitung des Niedriglohn-Sektors und die Zunahme von atypischen Beschäftigungsformen11 – wie Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs – wesentliche Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschlands…

    ILO - International Labour Office (2010): Global Wage Report 2010/11: Wage Policies in Times of Crisis, Geneva.

    Sozialexperten warnen vor drastisch steigender Altersarmut

    Kinderarmut in Deutschland besorgniserregend

    Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigenen Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst-bestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV Leistungen) gestalten möchte/können muss, bleibt auch im deutschen Arbeitsmarkt ein unerfülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesellschaft augenscheinlich aufgegeben. Das Ziel der Arbeitsmarktreform der Politik und teilen der Gesellschaft ist das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen oder Minijobs beschäftigt wird.

    Im September 2010 bezogen mit 1,40 Mio 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher in der Grundsicherung Einkommen aus Erwerbstätigkeit (BA Bericht Januar 2011 Seite 22)

    Der deutsche Arbeitsmarkt ist nicht, wie die Medien gleich klingend berichten (müssen) eine Insel der Glückseligen in einem Meer der steigenden oder hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA?

    In der Regel verlautbart der BA unter großem euphorischem Jubel der öffentlich rechtlichen Staatsmedien und vieler Print-Medien, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen gesunken ist. Nur im Januar 2011 lesen wir das Winterwetter macht den Arbeitsmarkt zu schaffen. Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt. Aber viele vermuten ( siehe Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden. Ich vermute gar, die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen Potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerarbeiter, 0 Euro Praktikanten...) fein herausgeputzt, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.

    So wird reißerisch und triumphal ein Beschäftigungsrekord verlautbart aber gleichzeitig werden die Beiträge für die GKV auf 15,5 % + Zusatzbeiträge diverser Krankenkassen angehoben. Wenn es tatsächlich einen Beschäftigungsrekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse geben würde, dann dürften die Beiträge zur GKV nicht steigen sondern sinken. Wem hilft ein Beschäftigungsrekord der mit 0 € Praktika, 1 € Jobs, Bürgerarbeit, Beschäftigung- und Ãœbfirmen sowie einen Heer von 400 € Jobber erreicht wurde. ?

    Die Kommunen und der Bund verzeichnen 2010 Rekordschulden und trotz Aufschwung xxxl leere Kassen.

    Der Erfolg am Arbeitsmarkt gründet in den Niedriglohnsektor der Zeit und Leiharbeit (Erpressung am Arbeitsplatz - Wie Leiharbeiter ausgenutzt werden) den Ein Euro Jobs (Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs) und in der so genannten Bürgerarbeit diese Art der Beschäftigung ist und bleibt meines Erachtens Blendwerk und Menschenunwürdig. Wem außer der Politik der BA Zahlenstatistik oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich? Den/Der Arbeitslosen? Den/Der Steuerzahler/in ? George Fitzhugh publizierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“
    Ist das der ideologische Grundgedanke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bürgerarbeit“ Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schätzungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Arbeitslosen um 3 Millionen Personen ermittelt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2011 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?

    Fragen über Fragen, der BA Bericht bleibt viele Antworten schuldig.

    Die Zahlen

    BA Bericht Januar 2011 Seite 50 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen wird im Januar 2011 von der BA mit 3.347.018 Personen berechnet zusätzlich waren nach vorläufigen Schätzungen der BA im Januar 2011 1.321.287 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt BA Bericht Januar 2011 Seite 50 (Erfahrungsgemäß steigt diese Zahl in den folgenden BA Monatsberichte noch erheblich an). (BA – Bericht Januar 2011 Seite 82 Fußnote 3 - Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 - endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.) Zuletzt wurde die Erfassung mit 76 % angegeben.

    Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht Januar 2011 Seite 82) mit 224.252 Personen berechnet.

    Es ist zu beachten, dass eine nennenswerte Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II keine Leistungen aus der Grundsicherung bezieht und deshalb die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II größer ist als die Zahl der arbeitslosen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen (um 4 Prozent). …. (BA Bericht Januar 2011 Seite 22 Fußnote 21)

    Außer den Leis-tungsempfängern gab es im September noch 378.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Januar 2011 Seite 19 )

    6) Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, gelten nach Ablauf dieses Zeitraums für die Dauer des jeweiligen Leistungsbezugs nicht als arbeitslos.
    (BA – Bericht Januar 2011 Seite 66 Fußnote 6)


    ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen (vorläufige Berechnung/Schätzung der BA)
    Januar == 4.668.305


    Sind diese Zahlen wirklich ein Grund für euphorischen Jubel ?

    Fußnoten zur Untererfassung BA Bericht Januar 2011 Seite 82

    1) Die Hochrechnung am aktuellen Rand ist derzeit aufgrund fehlender Erfahrungswerte oder technisch nicht realisierbar, darum ist der Vergleich mit Vorjahresergebnissen nur eingeschränkt möglich.
    2) Die Einmalleistungen umfassen: Vermittlungsgutschein, Förderungen aus dem Vermittlungsbudget, Sachmittel für Selbständige, sowie Einmalleistungen zu den sonstigen weiteren Leistungen nach § 16 (2) S. 1 SGB II und zur Freien Förderung nach § 16f SGB II
    3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 - endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.
    4) Als Datengrundlage dienen Zahldaten, die grundsätzlich je Kalendermonat im Nachhinein erfasst werden. Zugänge des aktuellen Berichtsmonats sind somit nur bis zum Ende des Vormonats verfügbar.
    5) Aus datenschutzrechtlichen bzw. technischen Gründen werden derzeit nicht alle Teilnahmen erfasst. Bis auf weiteres ist von einer Untererfassung der Teilnahmen auszugehen.
    7) Auf Grund der Trägergebietsreform in Sachsen und Sachsen-Anhalt zum 1. Januar 2011 ergeben sich Untererfassungen bei einzelnen Jobcentern in kommunaler Trägerschaft.
    8) Die individuelle Förderung der Teilnehmer mit Beginn ab 01.01.2009 erfolgt auf Grundlage des zum 01.01.2009 eingeführten § 46 SGB III.
    9) Ab Januar 2009 werden revidierte Werte auf Basis von Abrechnungslisten berichtet, bis Dezember 2008 erfolgt die Ermittlung der Werte auf Basis von Betriebsmeldungen.


    Laut BA Bericht Januar 2011 Seite 50 verharrt die so genannte Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit trotz der Euphorie der letzten Monate bei weit über 4 Millionen (4.320.333 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 10,1 % Auch die BA Zahl der Unterbeschäftigung bildet nicht die tatsächliche sondern eine von der BA definierte Unterbeschäftigung ab.


    Leistungsempfänger 3):
    ALG I 1.058.411
    ALG II 4.755.108
    Sozialgeld 1.766.171
    (ohne Sozialhilfe SGB XII ca. 1.200.000 Personen – 2008 – Statis - Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009)
    BA Bericht Januar 2011 Seite 50 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
    Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) errechnet sich mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf hohen Niveau die Statistik der BA weist für Januar 2011 7.579.690 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus. (Im Januar 2005 gab es mit 7.676.457 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld. Die Zahl der Leistungsbezieher ist somit innerhalb von 6 Jahren und trotz den Aufschwungjahren 2008 und 2010 nur um rund 100.000 Personen gesunken.


    5. Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik - Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik und Unterbeschäftigung - BA Bericht Januar 2011 Seite 45 – 47

    ….
    Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
    - Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
    - Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
    - berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwick-lung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
    - Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Personen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
    - Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszu-schuss (Ich-AG; Restabwicklung).
    Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des § 126 SGB III beziehen, zur Unterbe-schäftigung gezählt.
    ….

    Fazit der Zahlen

    Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert) mit den Leistungsempfängern rund 7,6 Millionen Personen (ALGI, ALGII, Sozialgeld) Januar 2011 ergibt einen stolzen Anstieg von rund 75 % nebenbei erhalten rund 1.200.000 Personen Sozialhilfe (2008) in der immer noch bestehenden Sozialhilfe (SGB XII) Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009 Sozialhilfe 2008: 1,2 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen.


    So ist nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.

    Zahl der Erwerbstätigen

    Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!

    Zitat

    Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.

    Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen.

    Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.


    Die Krux ist, das jede/r das scheitern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/sie nur einen Blick auf Statistiken benötigt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis dass, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte nicht nur nicht erreicht wurde sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung - explodiert sind.

    In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
    Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen 1,4 Millionen Personen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Beschäftigung...)

    weitere Hintergrundinfos

    Zunahme von Niedriglöhnen - Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem

    Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

    Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr.

    Das Geschäft mit der Armut und den Armen

    Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen.

    Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

    Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument

    Audio - Podcast

    Zitat

    Die aktuelle Forderung von Frau Merkel "Pflege statt Hartz IV" ist ein weiteres Mosaiksteinschen, einer Gedanken-Welt in der Kinder von Hartz IV Familien mit (Bildungs)Chipkarten und Pflegebedürftige mit Hartz IV Leistungsempfänger versorgt werden sollen.

    Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.


    Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen

    Quelle der Daten: Neue Internetadresse
    Statistik der Bundesagentur für Arbeit

    Quelle der Daten BA Bericht Januar 2011

    Erstellt von Sybilla am 01.02.11 12 Uhr 00
    Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden


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    Verbalwalze, ihr Part, es kam wie es kommen musste.

  • Deutschland: Arbeitsmarkt Januar 2011:
    Völlig unerwartet (Aufschwung xxxl) steigt die Zahl der erfassten Arbeitslosigkeit im Januar 2011 deutlich an..

    Nein, nicht unerwartet, sondern - wie alljährlich - saisonbedingt.
    Saisonbereinigt ist sie zurückgegangen.


    Saisonbereinigt = unter Abzug der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen (also dem typischen Hoch des Winters)
    In einem kritisch - distanzierten FAZ Artikel vom 1. Februrar 2011 -
    Ministerin findet Beschäftigtenzahl "auffallend gut"
    heisst es

    Zitat

    Das waren 331.000 mehr als im Dezember 2010, jedoch immer noch 270.000 weniger als im Januar 2010.


    Saisonbereinigt ging die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 13.000 zurück


    Zum ersten Mal seit 1992 liege die Januar-Arbeitslosenquote - aktuell 7,9 Prozent - unter der Acht-Prozent-Marke.

    Die dortigen Zahlen stammen (selbstverständlich) von der Bundesanstalt für Arbeit. Weiter heisst es auszugsweise:

    Zitat

    Die BA begründete die für die Jahreszeit guten Arbeitsmarktzahlen maßgeblich mit dem Konjunkturaufschwung, der zu einem deutlichen Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geführt habe.

    Das Statistische Bundesamt ergänzte gemäß diesem Artikel noch, man habe mit 40, 8 Millionen den höchsten Stand Erwerbstätiger seit der Wiedervereinigung erreicht.

  • vielen Dank für Deine Mühe , ich werde mich demnächst dazu äußern , aber ich finde es wichtig was Du schreibst , selber habe ich was anderes am Wickel , und da es ein sehr komplexes und kompliziertes Thema ist muß ich mich noch mal einlesen , bis dann BB :)

    Einmal editiert, zuletzt von A0033 () aus folgendem Grund: fullquote entfernt

  • Heute besonders dämlich, das Highlight deshalb gleich zuerst:



    Weiter unten haben wir dann ...

    Zitat von Sybilla


    Fazit der Zahlen

    Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert) mit den Leistungsempfängern rund 7,6 Millionen Personen (ALGI, ALGII, Sozialgeld) Januar 2011 ergibt einen stolzen Anstieg von rund 75 % nebenbei erhalten rund 1.200.000 Personen Sozialhilfe (2008) in der immer noch bestehenden Sozialhilfe (SGB XII) Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009 Sozialhilfe 2008: 1,2 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen.


    Gerade eben noch um 100.000 gesunken, dann im "Fazit" um 4,3 Mio gestiegen, das ist für ein und denselben Beitrag eine recht bemerkenswerte Differenz, oder sind durch Hartz IV zwischen Dezember 2004 und Januar 2005 4 Millionen Menschen in den Leistungsempfang gestürzt worden?
    Wir wollen mal gnädig sein und mildernd berücksichtigen, dass die richtigen Zahlen immerhin zuerst kommen und wahrscheinlich nur die wenigsten bis zum Fazit kommen, bei dem ganzen Geschwafel, dass einem hier aufgetischt.


    Warum liebe Sybilla lässt Du diesen statistischen Sondermüll, den Du wohl nur "versehentlich" mit Fazit überschreibst, nicht endlich mal weg?


    Gruß
    Verbalwalze


  • Gerade eben noch um 100.000 gesunken, dann im "Fazit" um 4,3 Mio gestiegen, das ist für ein und denselben Beitrag eine recht bemerkenswerte Differenz, oder sind durch Hartz IV zwischen Dezember 2004 und Januar 2005 4 Millionen Menschen in den Leistungsempfang gestürzt worden?
    Wir wollen mal gnädig sein und mildernd berücksichtigen, dass die richtigen Zahlen immerhin zuerst kommen und wahrscheinlich nur die wenigsten bis zum Fazit kommen, bei dem ganzen Geschwafel, dass einem hier aufgetischt.


    Warum liebe Sybilla lässt Du diesen statistischen Sondermüll, den Du wohl nur "versehentlich" mit Fazit überschreibst, nicht endlich mal weg?


    Gruß
    Verbalwalze


    Verbalwalze das ist so....


    Der Anstieg der Leistungsempfänger zwischen Dezember 2004 und Janaur 2005 beruht auf der Zusammenlegung der Sozialhilfe und der Arbeitslosenhilfe zum ALG II und Sozialgeld,


    Hingegen der Jubelmeldungen der letzten Monate und der Suggestion des Fachkräftemangels sind im Januar 2011 rund 7,6 Mio Personen im Leistungsbezug. Das sind eben nur rund 100.000 Personen weniger als Im Januar 2005.


    Der Fachkräftemangel gründet demnach in der fehlenden Ausbildungsbereitschaft der Wirtschaft denn bei 7,6 Miio. Personen im Leistungsbezug gibt es ausreichen Potential zur Qualifizierung.

    Einmal editiert, zuletzt von Sybilla ()

  • Verbalwalze das ist so....


    Der Anstieg der Leistungsempfänger zwischen Dezember 2004 und Janaur 2005 beruht auf der Zusammenlegung der Sozialhilfe und der Arbeitslosenhilfe zum ALG II und Sozialgeld,


    Das ist Quatsch und Du weißt es!
    Es gibt gar keinen Anstieg von Leistungsempfängern zwischen Dezember 2004 und Januar 2005 (oder jedenfalls nicht einmal annähernd in dieser Größenordnung, nur die üblichen saisonalen Schwankungen).
    Vielmehr gibt es neue Kategorisierungen und einen richtigen Statistikbruch und die große Differenz kommt unter anderem dadurch zustande, dass Du 12/2004 die Sozialhilfeempfänger nicht mitzählst 1/2005 hingegen schon.


    Zitat von Sybilla

    Hingegen der Jubelmeldungen der letzten Monate und der Suggestion des Fachkräftemangels eben rund 7,6 Mio Personen im Leistungsbezug im Januar 2007 gegenüberstehen. Das sind eben nur rund 100.000 Personen weniger als Im Januar 2005.


    Ich hätte das gerne mal aufgeschlüsselt, ...


    Gruß
    Verbalwalze

  • Deutschland: Arbeitsmarkt Februar 2011:


    Korrektur der Statistik der Arbeitslosen und Arbeitsuchenden für den Januar 2011. Seit Januar hat sich die regionale Zuständigkeit der Träger der Grundsicherung in Sachsen und Sachsen-Anhalt verändert. Im Zuge dieser Trägergebietsreform kam es im Berichtsmonat Januar 2011 bei der Erstellung der Arbeitsmarktstatistik zu Ungenauigkeiten bei der regionalen Zuordnung der Arbeitslosen und der Schätzung fehlender Daten, die nunmehr rückwirkend berichtigt werden. … Der Bestand an Arbeitslosen erhöht sich da durch für den Januar geringfügig um 2.770 oder 0,08 Prozent auf 3.349.788.
    (BA – Bericht Februar 2011 Seite 12)


    14.2.2011 - Städte so hoch verschuldet wie nie

    Zitat


    Die Zahlen für Februar 2011

    BA Bericht Februar 2011 Seite 47 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen wird im Februar 2011 von der BA mit 3.317.099 Personen beziffert zusätzlich waren nach vorläufigen Schätzungen der BA waren (im Februar 2011) 1.318.426 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt BA Bericht Februar 2011 Seite 47 (Erfahrungsgemäß steigt diese Zahl in den folgenden BA Monatsberichte noch erheblich an). (BA – Bericht Februar 2011 Seite 79 Fußnote 3 - Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 - endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.) Im BA- Bericht Dezember 2010 wurde die Erfassung mit 76 % angegeben.


    Entlastend wirkt außerdem ein seit mehreren Jahren rückläufiges Arbeitskräfteangebot,
    Bitte beachten sie auch die Fußnoten zur Untererfassung BA Bericht Februar 2011 Seite 79


    Unterbeschäftigung Februar 2011: (4.287.000) Personen Unterbeschäftigungsquote 10,1 %


    7.605.352 Leistungsempfänger (Rechtkreis SGB II/SGB III):


    darunter:
    Arbeitslosengeld 1.072.747 Personen
    erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.763.138 Personen
    nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.769.467 Personen
    ( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe SGB XII…)


    BA Bericht Februar 2011 Seite 47 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.



    Im Oktober 2010 bezogen mit 1,40 Mio gut 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher in der Grundsicherung Einkommen aus Erwerbstätigkeit, 28.000 bzw. 2 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1,28 Mio der erwerbstätigen Leistungsbezieher übten eine abhängige Beschäftigung aus, während 126.000 ausschließlich oder zusätzlich einer selbstständigen Tätigkeit nachgingen. (BA Bericht Februar 2011 Seite 22)
    Bedarfe / Leistungen / Einkommen - statistik.arbeitsagentur.de



    Was haben ergänzendem Hartz IV/ALG II und Kobraschwänze gemein


    Viele dachten und manche „Experten“ forderten ein Kombilohnmodel (ergänzendes ALG II/Hartz IV) zur Reduzierung die Arbeitslosigkeit in D. Als in den 1930ern Indien von einer Kobrainvasion heimgesucht wurde, setzten die Behören eine Fangprämie auf Kobraschwänze aus, was dazu führte das Kobraschlange gezüchtet wurden, aber deren Reduzierung nicht förderte.


    Den gleichen Effekt ist nun am Arbeitsmarkt zu beobachten, mit ergänzenden ALG II Leistungen züchtet der Arbeitsmarkt Kombilohnarbeitsplätze, aber die Zahl der Leistungsempfänger wird dadurch kaum reduziert, die Belastung der Kommunen und die Belastung der Solidargemeinschaft der Steuerzahler steigt weiter an. Die Sozialkassen verlieren Einnahmen.


    Das Fazit ergänzende Hartz IV/ALG Leistungen setzen die falschen Anreize, besser wäre es die Arbeitgeber zur Schaffung von sozialversicherungspflichtiger Arbeit zu motivieren, somit würden die Kommunen und die Solidargemeinschaft der Steuerzahler entlastet, auch die Sozialkassen profitieren mehr von sozialversicherungspflichtiger Arbeit als von Niedriglöhnen.

    417.000 gemeldete Stellen,
    nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im Februar auf 417.000 Arbeitsstellen. Nach Wirtschaftszweigen differenziert beruht das Plus in der gleitenden Jahressumme zu mehr als der Hälfte auf Meldungen aus der Arbeitnehmerüberlassung (+ 255.000 oder + 55 Prozent). (BA Bericht Februar 2011 Seite 10/11)



    Zahl der Erwerbstätigen


    Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit....!!!


    Zitat


    Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.


    [url=http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2008__1/WW__ErwerbstaetigeVGR,templateId=renderPrint.psml]Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen.[/url]

    Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.


    Die Krux ist, das jede/r das scheitern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/sie nur einen Blick auf Statistiken benötigt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis dass, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte nicht nur nicht erreicht wurde sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich - wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung - explodiert sind.


    In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
    Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ ...) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen 1,4 Millionen Personen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Beschäftigung...)


    Grundsatz der Hartz IV - Ideologie
    „Ein Arbeitsloser ist solange an seiner Arbeitslosigkeit selbst schuld, bis er das Gegenteil beweisen kann“


    Fazit der Zahlen


    Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert) ebenso wie der Vergleich der Leistungsempfänger
    Im Januar 2005 waren 7.676.457 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)
    Im Februar 2011 waren 7.605.352 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)

    Ergibt im Vergleich zu Dezember 2004 einen stolzen Anstieg von rund 75 % nebenbeierhalten rund 1 Million Personen Sozialhilfe (SGB XII)in der immer noch bestehenden Sozialhilfe. Im Vergleich zu Januar 2005 ist nur ein marginaler Rückgang – ca. 70.000 Leistungsempfänger feststellbar (unter Berücksichtigung der Demografie) ist kein Rückgang (sondern ein prozentueller Anstieg bezogen auf die Erwerbsfähigen) der Leistungsempfänger im Rechtkreis (SGB II/SGBII) 2005 vs.2011 ersichtlich. So ist auch nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.



    Der deutsche Arbeitsmarkt ist offensichtlich nicht, wie die Medien gleich klingend berichten, eine Insel der Glückseligen in einem Meer der hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA.


    Sybillas Kommentar


    Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigenen Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst-bestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV Leistungen) gestalten möchte/können muss, bleibt auch im deutschen Arbeitsmarkt ein unerfülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesellschaft augenscheinlich aufgegeben. Das Ziel der Arbeitsmarktreform der Politik und teilen der Gesellschaft ist das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen, Minijobs oder im Niedriglohnbereich beschäftigt wird. In der Regel verlautbart der BA unter großem euphorischem Jubel der öffentlich rechtlichen Staatsmedien und vieler Print-Medien, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen gesunken ist. Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt. Aber viele vermuten ( siehe Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden. Ich vermute gar, die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen Potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerarbeiter, 0 Euro Praktikanten...) fein herausgeputzt, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.


    So wird reißerisch und triumphal ein Beschäftigungsrekord und ein Rekord der offenen Stellen verlautbart aber gleichzeitig wurden die Beiträge für die GKV auf 15,5 % + Zusatzbeiträge diverser Krankenkassen angehoben. Wenn es tatsächlich einen Beschäftigungsrekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse geben würde, dann dürften die Beiträge zur GKV nicht steigen sondern sinken. Wem hilft ein Beschäftigungsrekord der mit 0 € Praktika, 1 € Jobs, Bürgerarbeit, Beschäftigung- und Ãœbfirmen sowie einen Heer von 400 € Jobber erreicht wurde. ? Wie ist die Meldung von den Rekord der offenen Stellen einzuordnen? Im BA Bericht Februar 2011 werden auf den Seiten 10/11 lediglich 417.000 gemeldete Stellen ausgewiesen in der BA – Jobbörse Stand 01.03.11 steigt die Zahl wunderbare Weise auf 724.956 Stellen an. Ist das ein erneutes Wunder? Eher nicht bei der Erfassung der offenen Stellen entstehen durch die Einbeziehung diverser Jobbörsen entstehen Mehrfachnennung- Redundanzen, so wird aus einen offenen Arbeitsplatz der in 10 Jobbörsen aufgeführt leicht 10 offene Stellen. Der Erfolg am Arbeitsmarkt gründet in den Niedriglohnsektor der Zeit und Leiharbeit ([url=http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,8144142,00.html]Erpressung am Arbeitsplatz - Wie Leiharbeiter ausgenutzt werden[/url]) den Ein Euro Jobs (Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs) und in der so genannten Bürgerarbeit diese Art der Beschäftigung ist und bleibt meines Erachtens Blendwerk und Menschenunwürdig. Wem außer der Politik der BA Zahlenstatistik oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich? Den/Der Arbeitslosen? Den/Der Steuerzahler/in ? George Fitzhugh publizierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“ Ist das der ideologische Grundgedanke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bürgerarbeit“ Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schätzungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Arbeitslosen um 3 Millionen Personen ermittelt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im Februar 2011 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?


    Fragen über Fragen, der BA Bericht bleibt und die Politik bleiben viele Antworten schuldig.


    Fußnoten


    Fußnoten zur Untererfassung BA Bericht Februar 2011 Seite 79


    1) Die Hochrechnung am aktuellen Rand ist derzeit aufgrund fehlender Erfahrungswerte oder technisch nicht realisierbar, darum ist der Vergleich mit Vorjahresergebnissen nur eingeschränkt möglich.
    2) Die Einmalleistungen umfassen: Vermittlungsgutschein, Förderungen aus dem Vermittlungsbudget, Sachmittel für Selbstständige, sowie Einmalleistungen zu den sonstigen weiteren Leistungen nach § 16 (2) S. 1 SGB II und zur Freien Förderung nach § 16f SGB II
    3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 - endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.
    4) Als Datengrundlage dienen Zahldaten, die grundsätzlich je Kalendermonat im Nachhinein erfasst werden. Zugänge des aktuellen Berichtsmonats sind somit nur bis zum Ende des Vormonats verfügbar.
    5) Aus datenschutzrechtlichen bzw. technischen Gründen werden derzeit nicht alle Teilnahmen erfasst. Bis auf weiteres ist von einer Untererfassung der Teilnahmen auszugehen.
    7) Auf Grund der Trägergebietsreform in Sachsen und Sachsen-Anhalt zum 1. Januar 2011 ergeben sich Untererfassungen bei einzelnen Jobcentern in kommunaler Trägerschaft.
    8 ) Die individuelle Förderung der Teilnehmer mit Beginn ab 01.01.2009 erfolgt auf Grundlage des zum 01.01.2009 eingeführten § 46 SGB III.
    9) Ab Januar 2009 werden revidierte Werte auf Basis von Abrechnungslisten berichtet, bis Dezember 2008 erfolgt die Ermittlung der Werte auf Basis von Betriebsmeldungen.




    5. Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik - Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik und Unterbeschäftigung - BA Februar Bericht 2011 Seite 42 – 45


    ….
    Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
    - Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
    - Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
    - berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwick-lung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
    - Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Personen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
    - Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszu-schuss (Ich-AG; Restabwicklung).
    Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des § 126 SGB III beziehen, zur Unterbe-schäftigung gezählt.
    ….


    Erstellt von Sybilla am 01.03.11 12 Uhr 00
    Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden




    Meldungsübersicht


    Aufschwung xxxl: Binnenkonsum - Deutschland verliert an Kaufkraft
    ILO Vergleichsstudie: Vergleichsstudie Löhne in Deutschland sinken weiter


    Global Wage Report 2010: Kurzfassung auf Deutsch (PDF, 578 kB) Neben den moderaten Tarifabschlüssen der vergangenen Jahre sind die Ausweitung des Niedriglohn-Sektors und die Zunahme von atypischen Beschäftigungsformen11 – wie Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs – wesentliche Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschlands…


    ILO - International Labour Office (2010): Global Wage Report 2010/11: Wage Policies in Times of Crisis, Geneva.


    [url=http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_14743015,00.html]Sozialexperten warnen vor drastisch steigender Altersarmut[/url]


    Kinderarmut in Deutschland besorgniserregend



    weitere Hintergrundinfos


    [url=http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,8117745,00.html]Zunahme von Niedriglöhnen - Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem[/url]

    Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

    Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr.

    Das Geschäft mit der Armut und den Armen

    Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen.

    Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

    Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument

    Audio - Podcast

    Zitat



    Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen

    Quelle der Daten: Neue Internetadresse
    Statistik der Bundesagentur für Arbeit


    Quelle der Daten BA Bericht Februar 2011

    Erstellt von Sybilla am 01.03.11 12 Uhr 00
    Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

  • ... Blablabla Sabbel Schwafel Nebelwerf ...


    Im Januar 2005 waren 7.676.457 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)
    Im Februar 2011 waren 7.605.352 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)

    Ergibt im Vergleich zu Dezember 2004 einen stolzen Anstieg von rund 75 % nebenbeierhalten rund 1 Million Personen Sozialhilfe (SGB XII)in der immer noch bestehenden Sozialhilfe.


    ... Blubber Sülz Seier ...


    Unsere liebe Sybilla hat leider (rein zufällig) die Januar Daten 2005 mit den Februar-Daten 2011 verglichen. Wie gesagt, natürlich rein zufällig, das kann ja auch dem besten mal passieren.
    Vergleichen wird doch mal die richtigen Zahlen der Agentur für Arbeit ausgewiesenen Zahlen für:
    Februar 2005 (Seite 19) und Februar 2011 (Seite 47) ohne Wortdurchfall.


    Abschnitt Leistungsempfänger:


    Arbeitslosengeld:
    Februar 2005: 2.133.273
    Februar 2011: 1.072.747


    Arbeitslosengeld II:
    Februar 2005: 4.303.656
    Februar 2011: 4.763.138


    Sozialgeld:
    Februar 2005: 1.540.573
    Februar 2011: 1.769.467

    Summe:
    Februar 2005: 7.977.502
    Februar 2011:
    7.605.352

    DIFFERENZ : 372.150


    Naja um so um 300.000 verhauen, ist aber lachhaft, denn LÃœGILLA will uns nach wie vor weismachen, zwischen Dezember 2004 und Januar 2005 sei die Zahl der Leistungsempfänger um so 70-80% hochgeschnappt (rot markiert von mir). Wenigstens steht dieser Superblödsinn nicht mehr in Fettschrift da, wie bisher, vielen Dank, Lügilla.


    Was auch noch befremdlich ist, ist das von gewissen Personen, ich sag nicht wem, behauptet wird, es sei irgendwie schwierig, die Vergleichszahlen zu bekommen. Für manche mag es schwierig sein, in einem Dokument die erste Seite mit den Tabellen anzusteuern (nur mit einer Maus), aber vielleicht liegt das auch daran, dass diese Personen (rein zufällig) Januar mit Februar verwechseln und das obwohl sie in ihrem monströsen Geschwalle doch auch schon öfters mal was über die Vergleichbarkeit von Saisondaten stehen hatten (vielleicht nur kopiert?)


    Gruß
    Verbalwalze

  • wir haben 8 millionen leistungsempfänger, tendenz steigend

    Einmal editiert, zuletzt von A0033 () aus folgendem Grund: Fullquote entfernt

  • Ach?
    Hättest Du dafür eine Quelle, Lügilla hat keine.


    Gruß
    Verbalwalze


    dazu muss ich dir keine quelle nennen,such sie selbst.ausserdem weisst du genau das es wahr ist, die offiziellen statistiken sind geschönt


  • LÃœGILLA


    Hast du das nötig?
    Geht es auch sachlicher?
    Und dann noch so groß?
    Das ist eine Beleidigung für meine Augen und zudem auch recht unhöflich den anderen Usern gegenüber




  • Ausnahmsweise darfst Du in meiner Signatur auf den Mod-Klick klicken.

  • Ausnahmsweise darfst Du in meiner Signatur auf den Mod-Klick klicken.


    Immer wieder erstaunlich, dass es so viele Leute gibt, die es schaffen unter ein ellenlanges unnötiges Zitat einen kurzen Satz zu schreiben, den man dann regelrecht suchen muss.


    Auch so eine Unhöflichkeit und Unart der Foruminsten.

  • Immer wieder erstaunlich, dass es so viele Leute gibt, die es schaffen unter ein ellenlanges unnötiges Zitat einen kurzen Satz zu schreiben, den man dann regelrecht suchen muss.

    Auch so eine Unhöflichkeit und Unart der Foruminsten.




    Ist nicht mein Problem.
    Warum schreibt er soviel. :wink5:


  • Entschuldigung, ich habe das Zitat etwas leserlicher gestaltet.


    Verbalwalze, Sie möchten den Forum wenn ich das richtig interpretiere mitteilen, das die Zahl der Leistungsempfänger von Feb. 2005 bis Februar 2011 um ca. 370.000 gesunken ist? u Darin sehen sie dass, das absinken der Leistungsempfänger im Vergleich von Feb. 2005 zu Feb. 2011 um 370.000 ein Erfolg ist?


    Ich denke ein Faktencheck klärt auf:


    2005 waren [url=http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen/Content75/AltersgruppenFamilienstand,templateId=renderPrint.psml] 66.567.900[/url]Personen zwischen 0 und 65 Jahre alt


    2010 waren 65.038.000 Personen zwischen 0 und 65 Jahre alt.


    Die Zahl der Personen zwischen 0 und 65 Jahren (Rechtkreis SGB II/SGBIII)
    verringerte sich zwischen 2005 und 2010 um 1.529.900 Personen.


    Die Personen im Leistungsbezug sind von Februar 2005 bis Februar 2011 aber nur um 372.150 Personen abgesunken.


    Das heißt der Erfolg von Hartz IV ist der demographische Fakt das 1.529.900 Personen (Altersgruppe 0 - 65 )und somit den Arbeitsmarkt zwischen 2005 - 2010 verlassen haben.
    Allerdings ist die Zahl der Leistungsempfänger zwischen Februar 2005 - Februar 2011 nur um 372.150 Personen abgesunken. So betrachtet ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit kein "Arbeitsmarktwunder" sondern eine logische Folge der demographische Entwicklung.


    Aber der Rückgang des Angebots an Arbeitskräften könnte zum 01.05.11 ein schnelles Ende finden.


    Deutsche haben Angst vor Arbeitsplatzverlust


    Zitat


    Deshalb ist ein gesetzlicher Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau als Mindestabsicherung nötiger als je zuvor.

  • Hast du das nötig?


    Nötig nicht, aber ein wenig Spaß möchte ich schon haben.


    Zitat von That's me

    Geht es auch sachlicher?


    Das Posting hat einen sehr hohen Sachgehalt, es kommen Zahlen vor, die extra lesefreundlich aufbereitet sind. Allerdings habe ich zugegebenermaßen auch nicht unerheblich Dekorationen anderer Art eingebracht.


    Gehen nicht, es ging mal. Vor einigen Monaten ...
    http://www.politopia.de/wirtsc…chlands-6.html#post187464
    Natürlich habe ich damals auch schon ein wenig (?) geätzt. Aber da das nun 5 Monate her ist und die völlig absurde Behauptung, die Leistungsempfänger hätten zwischen heute und Dezember 2004 um so 70%-80% zugenommen immer noch wiederholt und der Beitrag immer länger wird habe ich mich autorisiert (und das schon seit längerem) den Spaß-Ätz-Modus zu aktivieren.


    Zitat von That's me

    Und dann noch so groß?


    Ja, damit man es sieht.


    Zitat von That's me

    Das ist eine Beleidigung für meine Augen und zudem auch recht unhöflich den anderen Usern gegenüber


    Deine Augen wollte ich nicht beleidigen.


    Gruß
    Verbalwalze