Monsanto – Ein Konzern auf dem Weg zur Weltherrschaft?

  • Monsanto – Ein Konzern auf dem Weg zur Weltherrschaft?

    Der US-Amerikanische Chemiekonzern Monsanto hat hier noch keinen eigenen Thread. Deshalb eröffne ich das Thema mit dem o.a. provokanten Titel. Vor dem Einstieg in die Diskussion empfehle ich dringend den Konsum der nachfolgenden Dokumentation!

    [ame='http://www.youtube.com/watch?v=-Lln6KF-7F0']YouTube - Geschäft mit dem Erbgut[/ame]


    Hier ein aktueller Beitrag zu Monsanto und Roundup vom 08.02.2011.
    Interessant dabei ist, dass das Video bei PLUSMINUS (ARD) offensichtlich nicht mehr zur Verfügung steht. Dank an Youtube.

    [ame='http://www.youtube.com/watch?v=_vcgiSwlo6M']YouTube - Plusminus - Pflanzenschutz[/ame] Plusminus 08.02.2011

    Zum Einstieg in das Thema soll dies zunächst genügen.

  • Null Toleranz für Gentechnik!


    Nach den Dioxinen droht als nächstes Gentechnik auf unseren Tellern zu landen! Die EU-Kommission will künftig Futtermittel erlauben, die bis zu 1 Promille mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ohne Zulassung in der EU verunreinigt sind. Das wäre das Ende der geltenden Nulltoleranz.
    Am 22. Februar entscheiden die Mitgliedsstaaten über den Vorschlag. Deutschlands Stimme ist ausschlaggebend.
    Unterzeichnen Sie den Eil-Appell an Ministerin Aigner!

    Campact.de | Gentechnik: EU will Nulltoleranz abschaffen


  • Monsanto ist offensichtlich nicht zu stoppen.

    2 Mal editiert, zuletzt von ZumPostwinkel ()

  • Konzerne wie Monsanto präsentieren sich als Retter der Menschheit aber sie sind in Wahrheit deren größte Feinde. Dieses Bestreben überall auf der Welt in die Nahrungsmittelerzeugung einzugreifen und alle Landwirte möglichst in eine Abhängigkeit zu zwingen in der sie keine andere Möglichkeit haben als auf das Saatgut von Monsanto zuzugreifen halte ich für schwer kriminell. Es kommt mir so vor als versucht sich ein skrupelloser Monopolist zum Herrscher über alle Nahrungsmittel aufzuschwingen. Was hier passiert ist Marktversagen in seiner schlimmsten Form. Der Konzern gehört zerschlagen und überall auf der Welt bekämpft.

  • In meinen Augen sind Konzerne ab einer gewissen Größe, egal in welchem Wirtschaftsbereich sie tätig sind, eine Gefahr für Freiheit und Demokratie.


    Ab einer zu definierenden Bilanzgröße sind sie in jedem Fall zu zerschlagen.

  • Konzerne wie Monsanto präsentieren sich als Retter der Menschheit aber sie sind in Wahrheit deren größte Feinde. Dieses Bestreben überall auf der Welt in die Nahrungsmittelerzeugung einzugreifen und alle Landwirte möglichst in eine Abhängigkeit zu zwingen in der sie keine andere Möglichkeit haben als auf das Saatgut von Monsanto zuzugreifen halte ich für schwer kriminell. Es kommt mir so vor als versucht sich ein skrupelloser Monopolist zum Herrscher über alle Nahrungsmittel aufzuschwingen. Was hier passiert ist Marktversagen in seiner schlimmsten Form. Der Konzern gehört zerschlagen und überall auf der Welt bekämpft.



    Leider beschränkt sich das nicht auf Konzerne wie Monsanto:

  • Leider beschränkt sich das nicht auf Konzerne wie Monsanto:


    International aufgestellte Konzerne halte ich für eine sehr gefährliche, subtile und nicht mehr zu beherrschende Bedrohung der Menschheit. Die Taliban, irgendwelche Islamisten oder einzelne Diktaturen sind ein Dreck dagegen. Monsanto ist besonders extrem, weil die Firma die gierige Hand überall an die Nahrungsmittelversorgung legt.

  • In meinen Augen sind Konzerne ab einer gewissen Größe, egal in welchem Wirtschaftsbereich sie tätig sind, eine Gefahr für Freiheit und Demokratie.

    Ab einer zu definierenden Bilanzgröße sind sie in jedem Fall zu zerschlagen.



    Es stellt sich allerdings hier die Frage:
    Wie geht man gegen diese Konzerne vor?

    Sie infiltrieren die Politik, Zulassungsbehörden und haben sogar die Justiz im Griff. Außerdem sind sie finanziell bestens ausgestattet und können sich ein Heer der besten Juristen leisten. Renitente Betroffene springen dann schnell über die Klinge. Hinzu kommt, daß sie streckenweise auch erheblichen Einfluß auf die veröffentlichte Meinung (Medien) haben.

  • Es stellt sich allerdings hier die Frage:
    Wie geht man gegen diese Konzerne vor?

    Sie infiltrieren die Politik, Zulassungsbehörden und haben sogar die Justiz im Griff. Außerdem sind sie finanziell bestens ausgestattet und können sich ein Heer der besten Juristen leisten. Renitente Betroffene springen dann schnell über die Klinge. Hinzu kommt, daß sie streckenweise auch erheblichen Einfluß auf die veröffentlichte Meinung (Medien) haben.


    Natürlich kann das wenn überhaupt nur noch ein starker Staat, der im Rahmen seiner Gesetze solche Konstrukte ab einer gewissen Größe automatisch zerschlägt und dabei noch in Kauf nimmt, dass er mit so einer Gesetzgebung zunächst mal ziemlich allein auf der Welt da steht. Es sieht wohl so aus, als wären die Konzerne inzwischen unangreifbar und alle Vorteile auf deren Seite. Schlechte Aussichten für Änderungen.

  • Es stellt sich allerdings hier die Frage:
    Wie geht man gegen diese Konzerne vor?

    Sie infiltrieren die Politik, Zulassungsbehörden und haben sogar die Justiz im Griff. Außerdem sind sie finanziell bestens ausgestattet und können sich ein Heer der besten Juristen leisten. Renitente Betroffene springen dann schnell über die Klinge. Hinzu kommt, daß sie streckenweise auch erheblichen Einfluß auf die veröffentlichte Meinung (Medien) haben.


    Es braucht den politischen Willen dazu. Dieser ist allerdings derzeit nicht erkennbar.


    Die Kartellämter müssen gestärkt, Transparenz geschaffen werden und die Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft gehören einer gründlichen Revision unterzogen.


    Ich befürchte leider, dass dies ohne Druck seitens der Bevölkerung nicht funktionieren wird.

  • Es braucht den politischen Willen dazu. Dieser ist allerdings derzeit nicht erkennbar.

    Die Kartellämter müssen gestärkt, Transparenz geschaffen werden und die Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft gehören einer gründlichen Revision unterzogen.

    Ich befürchte leider, dass dies ohne Druck seitens der Bevölkerung nicht funktionieren wird.



    In dem Thread http://www.politopia.de/wirtsc…u-spenden.html#post153733 wurde heftigst und kontrovers diskutiert, wie man mit "großzügigen Spenden" erheblichen Schaden anrichten kann. Dabei ging es auch um die Verbindungen von Bill Gates zu Monsanto und die Agrarprojekte in Afrika.

    Hierzu ein anderer Artikel zu den Verflechtungen:

  • Schon mal von der Order 81 gehört?
    Sehr interessant in diesem Zusammenhang!


    Zur Irakischen Order 81: "Verbrechen gegen die Menschheit!, 16.03.2005 (Friedensratschlag)


    Zitat von AG Friedensforschung an der Uni Kassel

    Die "Order 81" wurde vom US-Beauftragten für den Wiederaufbau des Irak, Paul Bremer, erlassen. Sie hat zum Ziel, dass die irakischen Bäuerinnen und Bauern zukünftig daran gehindert werden, ihre uralten Saaten und Kulturpflanzen anzubauen. Die Bäuerinnen und Bauern werden dazu gezwungen, nur noch industriell entwickeltes, gentechnisch manipuliertes und von Unternehmen patentiertes Saatgut zu verwenden.




    Unabhängig davon, dass der Krieg im Irak wohl auch andere Ursachen kennt, als das Bemühen der USA die Welt zu "demokratisieren", wird hier deutlich wie die finanziellen Kosten dieser "Friedensmission" unter anderem wieder hereingeholt werden sollen.
    Warum sollte man als "Siegermacht" auch auf die vielen Chancen verzichten, die der Aufbau eines zusammengebombten Landes birgt?


    Diese "Order 81" macht also das Saatgut der Irakis illegal!
    Hammer!
    Wie lange wird es dauern bis die amerikanische Form der "Landwirtschaft"(welch Hohn) sich im Irak etabliert hat?
    Wie groß ist die Chance für nichtamerikanische "Schöpfungsverbesserer" an diesem aufgezwungenen "Markt" zu verdienen?
    Kann der Irak die Chancen nutzen die die Amerikaner per Krieg ins Land gebracht haben?
    Kann der Irak den Anschluß an modernes amerikanisches Leben schaffen?
    Oder müssen wir die Irakis neben Nahrungsmittellieferungen, Aufbau nun auch jährlich mit amerikanischen Genen versorgen? (ist ja auch nicht ganz billig...)


    In meinen Augen eine verdammte Schweinerei!

  • Verfolgt man am Rande die Diskussionen um die Firma Monsanto, dann fällt auf, dass es sich fast immer um Monsanto versus Greenpeace handelt, oder doch zumindest Greenpeace entscheidend tätig wird. Möglicherweise kommen Theorien eines "Weltherrschaftsplans" aus dieser Ecke ? Sachlich ist dazu zu sagen:


    Es ist immer von Nachteil, wenn man Monopole nicht im Auge behält. Aber im Falle dieser Firma liegen die Dinge m.E. noch ein wenig anders. Vordringlich geht es doch um zwei entscheidende Fragen:


    a) Will man gentechnisch veränderte Produkte ? Was weiss man davon ? Sind sie "sicher" ? (Hier gibt es vor allem zum Beispiel in Europa / Deutschland - auch bei mir - viele Vorbehalte)


    b) Sollen derartige "biologische" Patente überhaupt erteilt werden ? (Dazu müsste man genauer ins Patentrecht einsteigen).


    Für einen Ãœberblick ist in Sachen Monsanto ausnahmsweise Wikipedia ganz informativ:
    Wikipedia zu Monsato
    Zum Beispiel:

    Zitat

    In den USA, Mexiko und China können Gene und Pflanzen patentrechtlich geschützt werden, jedoch wird dieser Schutz in China kaum kontrolliert. In Deutschland, Indien und Argentinien werden Gene und Pflanzen hingegen nicht patentrechtlich geschützt. Auch das Europäische Patentübereinkommen sieht keinen Patentschutz für Pflanzensorten vor

    Dabei fällt unter Wikipedia - "Kritik am Unternehmen" folgendes auf:

    Zitat

    In der Kritik steht darüber hinaus eine Vermischung von Monsantos Aktivitäten und der Politik:...
    Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner gab am 14. April 2009 bekannt, dass der Anbau des Genmaises MON810 auf deutschen Feldern nicht mehr zugelassen ist. Kurz danach bestellte der Handelsvertreter der Vereinigten Staaten Ron Kirk den deutschen Botschafter Klaus Scharioth ins Ministerium ein, wo er das Missfallen der US-Regierung über das Verbot von MON810 zum Ausdruck brachte. Gegen die Entscheidung protestierten außerdem zehn renommierte deutsche Wissenschaftsorganisationen (u.a. Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft) in einer gemeinsamen Erklärung.

    Das ist zumindest interessant: Die Regierung (wie schon unter Seehofer als Minister) trachtet danach, die Verbreitung zu unterbinden. Aber sämtliche führenden Institute wenden sich gegen diese Absicht.
    __________________________________________


    Als bislang unhaltbar erwiesen sich allerdings Vorwürfe, Monsanto vertreibe sog. "Terminatortechnologie" (= nicht weiter keimfähige Saaten).
    Dagegen vertreibt diese Firma, wie zahllose andere und seit langem, sog. Hybriden, die als besonders ertragreich gelten, allerdings nur in der "Elterngeneration".
    Dagegen wendet sich seit langem und nicht nur in Sachen Monsanto Kritik, obwohl Hybride auch im ökologischen Landbau Verwendung finden.

  • schlimm wird es wenn bauern sich das saatgut nicht mehr leisten können und kein freies mehr gibt.


  • Mit diesen Fragen könnte man sich beschäftigen, sie sind teilweise interessant aber aus meiner Sicht Nebenkriegsschauplätze. In Bezug auf Monsanto oder ähnliche Firmen muss man auf ganz etwas anderes aufpassen. Die Firma legt es für alle sichtbar und aggressiv darauf an den Lebensmittelmarkt möglichst weltweit zu beherrschen und Bauern zu zwingen ihr Saatgut zu benutzen (wegen Patentrecht oder anderen vertraglichen Verpflichtungen) um daraus ein Geschäft ohne Ende zu generieren. Darum müsste sich die öffentliche Diskussion drehen.