Museen

  • Mit dem Fahrrad bin ich in 10 Minuten dort ....

    Nun, wenn ich mich recht entsinne, war's Forumskollege "easydogi", der hier um Vorschläge bat - für ihn wäre gewiß ein Museum geeigneter, das er innerhalb einer Stunde Bahnfahrt erreichte... wissen Sie, daß in St. Petersburg die Eremitage zu finden ist, in Madrid der Prado, in Florenz die Uffizien usw., ist allgemein bekannt. Ich könnte mir vorstellen, daß easydogi gern erst einmal in einem kleineren, überregional nicht so bekannten Museum zunächst auf den Geschmack gebracht werden will, sich der Betrachtung erhaltenswerter Memorabilia zu widmen...


    Ich habe ja nun des öfteren auch bereits die stolz präsentierte Sammlung privater Liebhaber der verschiedensten Sammelgebiete begutachtet - und auch schon dort wehrte ich ab, hauptsächlich die "Highlights" zu sehen zu bekommen, weil ich denke, daß die unscheinbareren Dinge meist viel wichtiger sind - zumal die individuelle Sammelleidenschaft zumeist mit jenen begann oder mit ihrem Erwerb wuchs.

  • Da gelegentlich auch das Gespräch auf die teils eingeschränkten Möglichkeiten geringverdienender Menschen kommt, möchte ich hier mal einstellen, dass sämtliche 17 Häuser der Staatlichen Museen zu Berlin, allesamt sehr sehenswerft, für die Empfänger von Transferleistungen (insbesondere Hartz IV, Asylbewerber etc.) bei Vorlage entsprechender Unterlagen oder des Ausweises (Berlin Pass) kostenlos sind (ausser Sonderausstellungen, dort gilt meist die 50% Regelung).


    Alle anderen können immer Donnerstags ab 18 Uhr kostenlos rein (meist bis 22 Uhr geöffnet / im Einzelnen nachschauen, -googeln)


    Sehenswert: Die Gemäldegalerien (Gemäldegalerie, Alte und Neue Natzionalgalerie, Altes Museum), ...aber eigentlich alle.


    Einige der Museumsbauten



    An der Alten Nationalgalerie




    Neues Museum




    Neue Nationmalgalerie



    Bodemuseum



    Alte Nationalgalerie



    Pergamonmuseum

  • Nun, wenn ich mich recht entsinne, war's Forumskollege "easydogi", der hier um Vorschläge bat - für ihn wäre gewiß ein Museum geeigneter, das er innerhalb einer Stunde Bahnfahrt erreichte...


    Für mich hört sich das ein wenig übereifrig an. Von 'Easy' kam keinerlei räumlich Einschränkung - so man auch keinerlei Beanstandungen von seiner Seite aus erfahren konnte. Widerspräche auch der Logik des WWW: soll dieser Thread doch allen dienen. Ganz zu schweigen von den Leuten - mich eingeschlossen - die quer durch Europa reisen. Bin ich demnächst in Stillichos Gegend, habe ein wenig Freizeit und Lust, werde ich sicherlich an seinen Tipp denken. ;)

  • Von 'Easy' kam keinerlei räumlich Einschränkung.

    Das ist wahr - "easydogi" schrieb:

    IVielleicht kann ich mit einem Museen-Thread dazu verleitet werden.


    Und was meinen Sie jetzt: Wenn er bislang kaum je im Museum gewesen ist - wird er zum Zwecke seines ersten Museumsbesuches eine längere Bahn- oder Flugreise anzutreten bereit sein?
    Wohl kaum. Insofern bleibt die Frage offen, welche Region "easydogi" also vertraut ist und des öfteren von ihm bereist/durchquert wird, wo er also spontan vielleicht mal 'ne zweistündige Schnuppervisite versuchen könnte.
    Das Google Projekt, das ihn auf diese Idee bracht, hat ja leider auch nur die ganz großen und überregional bis weltberühmten Museen (wie den Louvre oder das British Museum) im Visier.
    Nur lohnt in den ganz großen Museen ein Besuch nur, wenn man weiß, welche der Exponate man eigentlich sehen will - und man wird vor Ort leider kaum Gelegenheit finden, die weltberühmten Werke der Kunstgeschichte in Ruhe zu betrachten. Ob Rembrandts "Nachtwache" im Amsterdamer Rijksmuseum oder manches Werk in der National Gallery: Die Besucherscharen dort verhindern jedenfalls jegliche Muße, derer es bedarf, um die Kunst auch zu genießen.


    Mir selbst sind etliche kleinere Museen in vorzüglicher Erinnerung geblieben: Etwa das Schiffahrtsmuseum Nordfriesland in Husum. Oder das Spielzeugmuseum Soltau. Das Industriemuseum Elmshorn. Ich habe kleine Museen in Roden (Niederlande), in Ramsgate (England), in Kolding (Dänemark) und u.a. in Stavelot (Belgien) entdeckt, deren Besichtung äußerst lehrreich und inspirierend war. In Bad Iburg gibt's ein wundervolles Uhrenmuseum, dessen Besichtigung natürlich lohender ist, wenn man auch andere Uhrenmuseen (beispielsweise das des Juweliers Beyer in Zürich) schon gesehen hat...


    Mich interessieren beispielsweise Museen zur Verkehrsgeschichte (Kanalbau, Eisenbahn, Luftfahrt), und zu den Museen, die ich noch keine Gelegenheit hatte zu besichtigen, zählt dieses in Germersheim am Rhein. Dessen Besichtigung sich natürlich ein Tagesausflug nach Konz anschließen müsste.

  • Das ist wahr - "easydogi" schrieb:
    Und was meinen Sie jetzt: Wenn er bislang kaum je im Museum gewesen ist - wird er zum Zwecke seines ersten Museumsbesuches eine längere Bahn- oder Flugreise anzutreten bereit sein?
    Wohl kaum.


    Wer sagt denn, dass man extra eine längere Reise mit dem Ziel dieses und jenes Museum zu besuchen. Bin ich in einer Gegend - sei es aus beruflichen Gründen - und habe ein gewisses Zeitfenster, somit habe ich die Möglichkeit eine Ausstellung - fernab der Heimat.
    Somit dient dieser Thread zu einem Nachschlagewerk für alle. Wie ich Easy kenne, ist dies ganz nach seinem Sinne; hat er doch uneigennützig diese Forum gegründet. Schau mal im Impressum. ;)


    Zitat


    Mir selbst sind etliche kleinere Museen in vorzüglicher Erinnerung geblieben: Etwa das Schiffahrtsmuseum Nordfriesland in Husum. Oder das Spielzeugmuseum Soltau. Das Industriemuseum Elmshorn. Ich habe kleine Museen in Roden (Niederlande), in Ramsgate (England), in Kolding (Dänemark) und u.a. in Stavelot (Belgien) entdeckt, deren Besichtung äußerst lehrreich und inspirierend war. In Bad Iburg gibt's ein wundervolles Uhrenmuseum, dessen Besichtigung natürlich lohender ist, wenn man auch andere Uhrenmuseen (beispielsweise das des Juweliers Beyer in Zürich) schon gesehen hat...


    Mich interessieren beispielsweise Museen zur Verkehrsgeschichte (Kanalbau, Eisenbahn, Luftfahrt), und zu den Museen, die ich noch keine Gelegenheit hatte zu besichtigen, zählt dieses in Germersheim am Rhein. Dessen Besichtigung sich natürlich ein Tagesausflug nach Konz anschließen müsste.


    Passt doch! Wunderbar! Danke!

  • [... ] für die Empfänger von Transferleistungen (insbesondere Hartz IV, Asylbewerber etc.) bei Vorlage entsprechender Unterlagen oder des Ausweises (Berlin Pass) kostenlos sind (ausser Sonderausstellungen, dort gilt meist die 50% Regelung).

    Alle anderen können immer Donnerstags ab 18 Uhr kostenlos rein (meist bis 22 Uhr geöffnet / im Einzelnen nachschauen, -googeln)




    Leider gilt die Donnerstagsregelung seit 30. 9. 2010 NICHT mehr. Dieser freie Eintritt wurde abgeschafft. Dafür gibt es aber endlich freien Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 !

  • Leider gilt die Donnerstagsregelung seit 30. 9. 2010 NICHT mehr. Dieser freie Eintritt wurde abgeschafft. Dafür gibt es aber endlich freien Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 !

    Habe ich gar nicht mitbekommen. Wir haben seit längerem die Jahreskarte für 40 €, das ist ja nicht teuer (auch die gibts ermässigt für 20€, wenn man berechtigt ist).
    Vermutlich haben zu viele Touristen das Do-Angebot ausgenutzt, denn für Touristen ist es sonst nicht gerade billig.

  • Wer sagt denn, dass man extra eine längere Reise mit dem Ziel dieses und jenes Museum zu besuchen.

    Nun, meine eigenen Reiseplanungen begannen zumeist mit der Abwägung: Welche Städte möchte ich unbedingt sehen, welche Museen (oder einzelne Kunstwerke, Gebäude usw.) sind dort zu finden, und was bietet die jeweilige Route dorthin an Sehenswürdigkeiten...


    Die Mittel vorausgesetzt würde ich ja selbst gern ein Museum gründen, es würde mich nicht einmal stören, wenn's dann eben ein recht kleines wäre - und eines, das entsprechend wenig beachtet würde... es dürfte jetzt mehr als 14 Jahre her sein, daß ich mal Büdingen (Spessart) tangierte - da gab's also dieses kleine Museum, in dem die Früchte der Tätigkeit eines ortsansässigen Vereins gezeigt werden, noch gar nicht...
    Das Dumme ist: Wenn, was die Vereinsmitglieder in ihren Mußestunden so fleißig geschaffen haben, nur in dieser Weise präsentiert wird, wird weder ihre Mühe noch die Freude an ihrem Tun den Besucher/Betrachter so richtig offenbar. Und noch viel schlimmer: Geschichte und (kulturelle) Bedeutung ihres Hobby bleiben unerwähnt. Und gerade diese würden einer Darstellung bedürfen, weniger die Objekte selbst...


    Ich muß ganz ehrlich sagen, zu den Museen, die mich bei Erstbesuch ganz besonders beeindruckt haben, zählen das ehemalige Wohnhaus Sir John Soanes und der in Itzehoe ausgestellte Nachlaß Wenzel Habliks. Angenehm überrascht war ich allerdings auch vom Museum Burg (Dithmarschen)...

  • Wie unterschiedlich die Museen selbst einer Kleinstadt sein können, war beispielsweise in Uetersen unübersehbar... die Stadt liegt westlich von Hamburg und nicht sehr weit entfernt, besitzt eine sehenswerte Klosterkirche, ist berühmt für ihre Rosenzucht und ist Sitz mancher Gewerbebetriebe; nördlich davon, von Halstenbek bzw. Pinneberg Richtung Barmstedt befindet sich das weltgrößte zusammenhängende Baumschulgebiet, das Baumschulmuseum war deswegen auch ursprünglich in Prisdorf, in einem ehemaligen Herrenhaus findet sich eine hübsche Ausstellung zur bürgerlichen Wohnkultur, in der benachbarten Scheune gibt's wechselnde Kunstausstellungen.
    Seit kurzem betreibt ein Heimatverein in einem nicht mehr genutzten Fabrikgebäude eine Stadtgeschichtliche Sammlung, für die die Benennung als Museum ein wenig hochgegriffen scheint... daß diese Museumsgründung überhaupt vorgenommen worden war, hatte ich im Heimatmuseum Holm (Auch nur eine Scheune mit allerlei Hausrat) erfahren...

  • Darf man hier auch Enttäuschungen präsentieren?Wenn nicht, vergesst den post!



    Schloß Sanssouci


    war eine herbe solche! Ein Haufen Eintritt für eine kleine, viel zu kitschige Bumsgartenlaube! Wem es gefällt, ok!
    Der Park hat dann alles wieder entschädigt.


    [FONT=arial, sans-serif]mfg[/FONT]

  • Ich präsentiere mal das Museum für Antike Schiffahrt in Mainz.


    Museum für Antike Schiffahrt, Mainz


    Im Mittelpunkt des Museums für Antike Schiffahrt stehen fünf römische Militärschiffe aus dem späten 3./4. Jahrhundert n. Chr., die 1981/82 bei Ausschachtungsarbeiten für den Erweiterungsbau des Mainzer Hilton Hotels gefunden wurden. Zwei der Schiffe sind im Maßstab 1:1 mit allen Details nachgebaut worden und neben den Originalen zu besichtigen. Das in Deutschland einzigartige Museum für Antike Schiffahrt bietet auf neuesten Forschungsergebnissen beruhende Einblicke in das Flottenwesen der römischen Kaiserzeit, in deren Aufgaben in Friedenszeiten und in den Schiffbau der Römerzeit.


    Die Römer haben bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts in Mainz ihre Schiffchen fahren lassen und man gewinnt durch die Exponate und Karten einen sehr guten Eindruck über deren jahrhundertelange Flottenpräsenz in der Region.


    Es gibt auch noch einen anderen Grund, warum ich dort einmal im Jahr bin... ;)


  • Ich präsentiere mal das Museum für Antike Schiffahrt in Mainz.

    Danke für diesen Tip, dieses Museum hatte ich während einiger Stunden Aufenthalt in Mainz auch besichtigen wollen, aber da war's auch damals leider gerade geschlossen... so bin ich im Römisch-Germanischen Nationalmuseum gewesen, pardon, das ist ja neuerdings in Römisch-Germanisches Zentralmuseum umbenannt worden...

  • Danke für diesen Tip, dieses Museum hatte ich während einiger Stunden Aufenthalt in Mainz auch besichtigen wollen, aber da war's auch damals leider gerade geschlossen... so bin ich im Römisch-Germanischen Nationalmuseum gewesen, pardon, das ist ja neuerdings in Römisch-Germanisches Zentralmuseum umbenannt worden...


    Also dieses Wochenende hat es offen, auch wenn noch umgebaut wird. Der Wein machts möglich.

  • Vor einigen Tagen las ich in der Hürriyet Daily News, wie der Bürgermeister von Ankara angab, das "größte Museum der Welt" (Museum der Zivilisationen) bauen zu wollen - heute sind es die Ägypter, die "das größte Museum der Welt" in Gizeh errichten wollen.


    Leiden alle an Megalomanie?

  • Im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln wird vom 20. Oktober 2012 bis 20. Januar 2013 die Ausstellung


    Glanz der Kaiser von China


    Kunst und Leben in der Verbotenen Stadt


    zu sehen sein.




    Vor vielen Jahren habe ich mir dort alte chinesische Drucke gekauft, die bei uns seitdem hängen.

  • Wie die Datierung der Zuschriften belegt, scheinen Museumsbesuche bei den hiesigen Teilnehmern eher seltener auf der Tagesordnung zu stehen… das Resultat zeichnet sich denn auch in der Schließung mancher Museen ab, die eben mangels Besucherzahlen wirtschaftlich "untragbar" werden - und in den letzten Jahren ist die Museumslandschaft in weit stärkerem Maße ausgedünnt, als ich's anhand weniger Beispiele hier andeuten kann. Und was waren das Motor- und Technikmuseum Bad Oeynhausen (das befand sich ganz in der Nähe der Porta Westfalica) oder die Sportwagensammlung "Rosso Bianco", die ihr Inhaber nach Frankfurt verlegen wollte, wo Platz und Publikum dafür vorhanden gewesen wären, und was die Stadt in zähen Verhandlungen am Ende verhinderte, für famose Sehenswürdigkeiten! Auch eine sehenswerte Sammlung historischer Automobile in Ramsgate ist längst Geschichte, das National Cycle Museum in Lincoln wurde nach Wales verlagert, und beinahe noch mehr betrübt mich, dass auch Museen, die ich zu besichtigen bislang keine Gelegenheit gefunden habe, mittlerweile ebenfalls von der Bildfläche verschwunden sind.