Faktencheck: Aufschwung psychologische Suggestion und was ist Fakt der Realität ?

  • Wir hören wieder einmal nur froh machende Botschaften von der Wirtschaft und vom Arbeitsmarkt, für mich ist dass Anlass für einen fundierten Faktencheck.

    Es gilt zu unterscheiden was psychologische Suggestion und was Fakt der Realität ist:

    1.Der Arbeitsmarkt:

    Heute hören und lesen wir BA: Im Mai weniger als drei Millionen Arbeitslose hingegen im BA Bericht März 2011 Seite 50 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im März 2011 von der BA auf 3.210.341 Personen angegeben wird. Hinzu kommen mindestens 1.303.633 Personen die in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt werden (BA Bericht März 2011 Seite 50) Allerdings ist von einer erheblichen Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 Januar bis September, nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.) (BA Bericht März 2011 Seite 82 Fußnote 3 Die Unterbeschäftigung für März 2011 wird mit: (4.162.729 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 9,8 % berechnet. Im März 2011 waren alleine 7.456.373 Leistungsempfänger (Rechtkreis SGB II/SGB III) im Bezug von ALGI/ALGII/Sozialgeld.

    Alleine diese Zahlen zeigen das die Aussage „weniger als drei Millionen Arbeitslose“ mehr psychologische Suggestion als Fakt der Realität ist.

    Untermauert wird das durch folgenden Bericht Report Mainz vom 11.04.11 21 Uhr 45

    Die Wahrheit hinter glänzenden Vermittlungszahlen Jobwunder in den Medien Dazu Der renommierte Arbeitsmarktexperte und Professor für Volkswirtschaftslehre an der FH Remagen-Koblenz hinterfragt die Erfolgsmeldung der Bundesagentur. Er hält es für inakzeptabel, dass statt einer Million Hartz-IV-Empfänger in Wahrheit nur etwa 120.000 in Jobs und Ausbildung vermittelt wurden.

    2. Der Aufschwung xxl und der sprunghafte Anstieg der Staatsverschuldung

    Zeitreihe JJ5000: VGR - Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) / 1) 2) 3)
    Ursprungswert 100 = 2000

    2008 110,39
    2009 105,18
    2010 109,00

    Nach dem die Wirtschaftsleistung in 2009 erheblich eingebrochen ist, ist Fakt der Realität das, dass Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) immer noch nicht das Niveau von 2008 erreicht hat, von einen „Aufschwung xxl“ fehlt also jede Spur er ist nur psychologische Suggestion.
    Noch gravierender ist das der „Aufschwung xxl“ teuer erkauft wurde.

    So sind die Staatsschulden binnen Jahresfrist nun doch wie erwartet auf 2 080 (Mrd. €) angestiegen

    Tabelle Schuldenquote Schuldenstand (Mrd. €)
    2005 1 524 (Mrd. €) in % des BIP 68,0
    2009 1 761 (Mrd. €) in % des BIP 73,5
    2010 2 080 (Mrd. €) in % des BIP 83,2

    Von 2005 bis 2009 steig der Schuldenstand um 237 Mrd. € oder 15,5 %
    Von 2009 bis 2010 binnen Jahresfrist um 319 Mrd. € oder 18,11 %

    Und das bei offiziell sinkender Arbeitslosigkeit, es ist zu befürchten das sich Deutschland diesen „Aufschwung xxl“ schon bald nicht mehr leisten kann.


    3. Die Lohnentwicklung die Inflation und die Kauflaune der Konsumenten

    Die Reallöhne sind 2010 um 1,4 % gestiegen hingegen die Inflationsrate derzeit offiziell mit 2,1 % berechnet wird, der Index der wahrgenommenen Inflation (IWI). Erst seit Anfang vergangenen Jahres notiert unser IWI oberhalb des amtlichen Index. Er steigt seither kontinuierlich und liegt derzeit bei 5 Prozent.

    Die gestiegene Kauflaune der Konsumenten ist mit hoher Wahrscheinlichkeit für viele Arbeitnehmer die jeden Tag aufstehen und arbeiten gehen eine psychologische Suggestion.

    Welche Lehren wurden aus der Finanzkrise gezogen?
    Unglaublich aber wahr Neue Finanzkrise ante portas

    Das ist Fakt der Realität.

    Einmal editiert, zuletzt von Sybilla ()




  • Es gibt eine relative Belebung der Wirtschaft, jedoch keinen Aufschwung! Nur die hohe Produktivität erlaubt die Alimentation von großen Teilen der "proletarischen Reservearmee", so dass bis jetzt der Dampfdruck im Kessel die kritische Schwelle nicht erreicht! Etwa die Hälfte der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ist nicht -, unter- oder fehlbeschäftigt ! Deshalb steigen die Staatsschulden und es wachsen die privaten Vermögen der 10 % Oberschicht, dieweil die Mittelschicht rasant weiter schrumpft und überwiegend ins Proletariat abgleitet!

    Aber solange noch rund 30% CDU/CSU oder SPD wählen, ist das Bewußtsein für die reale Lage mehr als getrübt!


  • Ja, schauen wir doch mal auf die Zahlen ...



    noch Fragen?



    Was Du nun leider wieder unterschlagen ist, ist, dass es sich bei den Schulden um Altlasten aus dem Jahreswechsel 2008/2009 handelt und dass es sich um Risikovorsorge handelt, die ganz oder teilweise realisiert werden wird.
    Allerdings hat es wenig mit dem Jahr 2010 zu tun.


    Und die aktuelle Wirtschaftsentwicklung, also ob es gerade aufwärts oder abwärts geht, rechnet man normalerweise in Quartalen oder im Jahresvergleich. Wieviele "x"e vergeben werden ist dabei nicht besonders relevant.


    Zitat von Sybilla

    3. Die Lohnentwicklung die Inflation und die Kauflaune der Konsumenten

    Die Reallöhne sind 2010 um 1,4 % gestiegen hingegen die Inflationsrate derzeit offiziell mit 2,1 % berechnet wird,


    Vielleicht ist es neu für Dich, aber im Reallohn ist die Inflation schon enthalten, so dass es eigentlich keinen Grund gibt in die Inflation mit "hingegen" überzuleiten außer man will ein ganz klein wenig betrügen.
    Sieht mir aber insgesamt eher nicht nach wenig aus



    Zitat von Sybilla


    Wenn das keine Psychonummer ist ...

    Zitat von Sybilla

    Das ist Fakt der Realität.


    Nur soll das keiner wissen ...


    Gruß
    Verbalwalze

  • Ja, schauen wir doch mal auf die Zahlen ...



    noch Fragen?


    Ja. aus welcher Quelle wurden diese Zahlen entnommen?
    Denn im März 2005 gab es zwar über 5 Millionen Arbeitslose aber nicht über 6,8 Millionen wie in der Tabelle zu lesen ist. Es werden Zahlen suggeriert die schlicht und einfach falsch sind.




    Was Du nun leider wieder unterschlagen ist, ist, dass es sich bei den Schulden um Altlasten aus dem Jahreswechsel 2008/2009 handelt und dass es sich um Risikovorsorge handelt, die ganz oder teilweise realisiert werden wird.
    Allerdings hat es wenig mit dem Jahr 2010 zu tun.


    Ich habe meine Quelle der Zahlen verlinkt, wenn hier etwas unterschlagen wird dann in der Statistik der Deutschen Bundesbank, das ist aber nicht anzunehmen.
    Deshalb können alle davon ausgehen das die Zahlen so sind wie sie sind.



    Und die aktuelle Wirtschaftsentwicklung, also ob es gerade aufwärts oder abwärts geht, rechnet man normalerweise in Quartalen oder im Jahresvergleich. Wieviele "x"e vergeben werden ist dabei nicht besonders relevant.


    Auch hier spricht die verlinkte Statistik der Deutschen Bundesbank eine deutliche Sprache. Fakt ist und bleibt Fakt



    Vielleicht ist es neu für Dich, aber im Reallohn ist die Inflation schon enthalten, so dass es eigentlich keinen Grund gibt in die Inflation mit "hingegen" überzuleiten außer man will ein ganz klein wenig betrügen.
    Sieht mir aber insgesamt eher nicht nach wenig aus.


    Verbalwalze mach Dich doch nicht dümmer als du wirklich bist. Die Reallöhne und die Inflation wurden für das Jahr 2010 berechnet hingegen die aktuelle Inflation im Jahr 2011 die Einkommen der Arbeitnehmer die jeden Tag früh aufstehen und zur Arbeit gehen auffrisst.


    Ich würde die Meldung der steigenden Kaufkraft der Verbraucher als Suggestion (ein ganz klein wenig betrügen) bewerten. Denn die Kaufkraft der Arbeitnehmer die jeden Tag früh aufstehen und zur Arbeit gehen sinkt rapide (Energie-Benzinkosten) ab.


    Bei sorgfältiger und detaillierter Betrachtung bleibt von Deinen Einwänden wieder einmal weniger als nichts substanzielles zurück. Die Verbalwalze produziert eben nicht mehr als heißen Dampf.

    Einmal editiert, zuletzt von Sybilla ()

  • ...aber die sind warscheinlich auch zu blöd, um unsere Wirtschaft zu würdigen:


    Zitat

    Das soll ein Erfolg sein?
    3 Millionen PLUS die geschummelte Statistik = + 50% = 4,5 Millionen...Sehr komfortabel um das Dumpinglohnland Deutschland aufrechtzuerhalten und auszubauen. Inzwischen rebellieren schon unsere europäischen Nachbarn wegen Wettbewerbsverzerrung, weil die nämlich Mindestlöhne haben! Und in Frankreich erhalten Leiharbeiter nicht nur GLEICHES GELD wie die Stammbelegschaft, sondern noch einen Risikoaufschlag.




    Zitat

    Ja, mit den Gewinnen Deutschlands aus dem einseitigen Wettbewerbsvorteil (nach unten offener Lohnsektor) stützt man dann wieder die europäische Pleitewirtschaft, die man u.a. Kraft dieser deutschen Wettbewerbsverzerrung in die Knie gezwungen hat. Der Wahnsinn hat Methode.


    Zitat

    Die Politik möchte die tatsächliche Lage am Arbeitsmarkt statistisch nicht mehr abgebildet sehen, insofern besteht die große Koalition weiter. Warum auch nicht, schließlich war die Abwicklung der sozialen Marktwirtschaft sowohl der Agenda-SPD als auch Schwarz/Gelb eine Herzensangelegenheit. Die selben Berater hatten sie ohnehin.


    Quelle: SPON


    Also Leute, das sind natürlich auch alles die gleichen Querulanten wie hier im Forum, woll....


    Die haben, genau wie einige hier, auch alle keine Ahnung.


    Wer hier im Forum natürlich genauestens durchblickt, sehe ich immer an den beschönigenden Kommentaren.


    Sowie an deren Beklatschern....:thumbsup:

  • Ja. aus welcher Quelle wurden diese Zahlen entnommen?
    Denn im März 2005 gab es zwar über 5 Millionen Arbeitslose aber nicht über 6,8 Millionen wie in der Tabelle zu lesen ist. Es werden Zahlen suggeriert die schlicht und einfach falsch sind.


    Sorry, verrutscht, das ist die Gesamtzahl, ich werde die Tabelle schnellstmöglich korrigieren.

    Zitat von Sybilla

    Ich habe meine Quelle der Zahlen verlinkt, wenn hier etwas unterschlagen wird dann in der Statistik der Deutschen Bundesbank, das ist aber nicht anzunehmen.
    Deshalb können alle davon ausgehen das die Zahlen so sind wie sie sind.


    Diese Zahlen habe ich ja gar nicht angezweifelt, ich bin sehr für defensive Buchführung, d.h. potentielle Verluste sollen, wie geschehen gebucht werden.
    Du kannst gerne noch einmal meinen Beitrag lesen, diese Zahlen habe ich nicht bezweifelt, sondern Deine Interpretation.


    Zitat von Sybilla

    Auch hier spricht die verlinkte Statistik der Deutschen Bundesbank eine deutliche Sprache. Fakt ist und bleibt Fakt


    Da hast Du nun wieder Recht, Wachstum 2010: real 3,6% deutlich über Null, deutlich über Durchschnitt = Aufschwung. Fakt eben.

    Zitat von Sybilla

    Verbalwalze mach Dich doch nicht dümmer als du wirklich bist. Die Reallöhne und die Inflation wurden für das Jahr 2010 berechnet hingegen die aktuelle Inflation im Jahr 2011 die Einkommen der Arbeitnehmer die jeden Tag früh aufstehen und zur Arbeit gehen auffrisst.


    Ist ja noch dreister, zwei nicht passende Zahlen vergleichen.
    Vielleicht sollte man das Jahr 2011 mit den Reallohnzuwächsen oder -verlusten von 2011 bewerten, wenn diese Daten da sind? Es gab ja auch in 2011 Lohnerhöhungen, ich habe z.B. eine bekommen?



    Zitat von Sybilla

    Ich würde die Meldung der steigenden Kaufkraft der Verbraucher als Suggestion (ein ganz klein wenig betrügen) bewerten. Denn die Kaufkraft der Arbeitnehmer die jeden Tag früh aufstehen und zur Arbeit gehen sinkt rapide (Energie-Benzinkosten) ab.


    Also ich habe auch schon mal andere Dinge außer Benzin gekauft. Und Benzin wird zwar teurer, aber was kann eigentlich die deutsche Politik dagegen machen?


    Gruß
    Verbalwalze

    Einmal editiert, zuletzt von Verbalwalze () aus folgendem Grund: Böser Fehler


  • Also ich habe auch schon mal andere Dinge außer Benzin gekauft. Und Benzin wird zwar teurer, aber was kann eigentlich die deutsche Politik dagegen machen?


    Gruß
    Verbalwalze


    Vielleicht die Mineralölsteuer senken???


    Natürlich könnte die Politik etwas machen, wenn sie wollte.


    Aber genau das will sie nicht.....


    P.S.:


    Ich wäre schon froh, wenn dein propagierter Aufschwung mal in allen Taschen ankommen würde.
    Aber genau das tut er nicht.
    Was glaubst du, was passieren würde, wenn die ganzen unterbezahlten Aufstocker einen plötzlichen Intelligenzschub bekämen, ganz einfach zu Hause blieben, und es sich mal wieder gemütlich mit Hartz IV machen würden?

  • Ich finde folgende Idee noch besser:


    Alle mit einem Bruttolohn unter 10€/h lassen ab Montag den lieben Gott einen guten Mann sein und bleiben bis zu einer gesetzlichen Mindestlohnregelung schlicht zu Hause.


    Und alle Arbeitslosen erklären sich solidarisch und lassen sich nicht als Streikbrecher anheuern.


    Dann steht unser Land.

  • Dank an Sybilla für Aufdeckung eines Fehlers, hier die (nun hoffentlich vollständig) korrekte Tabelle:



    Ich habe mir erlaubt die fehlenden Jahre 2007 und 2008 zu ergänzen und mit einer Farbmarkierung zu verdeutlichen wo 2011 im Vergleich gut (grün) und wo 2011 schlecht (rot) abschneidet.


    Gruß
    Verbalwalze



  • Als Techniker habe ich mit den Finanzjongleuren nicht viel am Hut, deswegen, muß ich zu meiner Schande gestehen, habe ich mir freiwillig die Zahlen des BA auch noch nie zu Gemüte geführt.
    Aber wenn ich mir die Differenzzahlen zu 2010 ansehe, in welchem Maße weniger Sozialg., AlG, usw gezahlt wurde, dann müsste diese Anzahl doch aber jetzt bei den Erwerbstätigen auftauchen, oder?? Da fehlen aber rund 1 Million Menschen!!! Sind die tot oder ausgewandert?

    Einmal editiert, zuletzt von afrikiki ()

  • Als Techniker habe ich mit den Finanzjongleuren nicht viel am Hut, deswegen, muß ich zu meiner Schande gestehen, habe ich mir freiwillig die Zahlen des BA auch noch nie zu Gemüte geführt.
    Aber wenn ich mir die Differenzzahlen zu 2010 ansehe, in welchem Maße weniger Sozialg., AlG, usw gezahlt wurde, dann müsste diese Anzahl doch aber jetzt bei den Erwerbstätigen auftauchen, oder?? Da fehlen aber rund 1 Million Menschen!!! Sind die tot oder ausgewandert?


    Es gibt ca. 570.000 Unterbeschäftigte weniger und ca. 450.000 Beschäftigte mehr, wo soll da eine Diskrepanz sein?
    Ãœbrigens ist "tot" für die Restdifferenz gar nicht mal so abwegig, oder hast Du noch nie was von der demographischen Entwicklung gehört?
    In gar nicht allzulanger Zeit werden mangels Masse die Beschäftigtenzahlen abnehmen und die Rentner weiter zunehmen ...


    Gruß
    Verbalwalze

  • Ich finde folgende Idee noch besser:
    Alle mit einem Bruttolohn unter 10€/h lassen ab Montag den lieben Gott einen guten Mann sein und bleiben bis zu einer gesetzlichen Mindestlohnregelung schlicht zu Hause. Und alle Arbeitslosen erklären sich solidarisch und lassen sich nicht als Streikbrecher anheuern. Dann steht unser Land.


    Allerdings reichen 10,00 €/h nicht! Was wollen wir denn eigentlich?
    - Familie gründen
    - Kinder mit Liebe erziehen und ihnen Bildung verpassen
    - 1x im Jahr Urlaub machen
    - eigene Beiträge zu Altersvorsorge leisten


    Wenn das ein legitimer Anspruch ist, dann reichen 10,00 €/h bei weitem nicht. Obige Konstellation inklusive zweier Kinder um die Bevölkerungszahl wenigstens gleich zu halten ist unter 3.250,00 €/netto gar nicht zu leisten. Was kommt bei 3.250,00 : 168 Stunden raus? Das wäre der Mindestnettolohn! Alles andere ist reine Verarschung der arbeitenden Bevölkerung.


    Wo der Aufschwung ankommt? Nun, man kann seelenlose Fakestatistiken lesen und sich vortrefflich im Detail verstricken, das Wesentliche dabei völlig aus den Augen verlierend. Man kann aber auch mal auf die Straße gehen, auf Bahnhöfe, in Einkaufszonen und so. Dort laufen Menschen aller Altergruppen und Geschlechter rum aus allen möglichen Berufen. Dort wartet die Antwort, wo der Aufschwung ankommt.


    Hier die Antwort: die Aufschwünge kommen seit geraumer Zeit nur noch bei den oberen Zehntausend an. Alle anderen büßen ein.

  • Es gibt ca. 570.000 Unterbeschäftigte weniger und ca. 450.000 Beschäftigte mehr, wo soll da eine Diskrepanz sein?
    Ãœbrigens ist "tot" für die Restdifferenz gar nicht mal so abwegig, oder hast Du noch nie was von der demographischen Entwicklung gehört?
    In gar nicht allzulanger Zeit werden mangels Masse die Beschäftigtenzahlen abnehmen und die Rentner weiter zunehmen ...

    Gruß
    Verbalwalze




    Wenn ich von einem zum anderen Jahr ca. 900000 Menschen mehr in Beschäftigung habe, aber rd. 19000000 weniger Arbeitslose - Maßnahmeteilnehmer, wo sind die???
    Und da wir hier über Leute im berufsfähigen Alter sprechen, erscheint mir die Erklärung "verstorben" doch etwas weit hergeholt. Es gehen auch mehr in Rente, als dazukommen, aber auch das gleicht die Differenz doch nicht aus.


  • Genau, und Fernseher unter 32 Zoll Bildschirmdiagonale sind menschenrechtswidrig.


    Das ist eine geradezu absurde Anspruchshaltung, bei der auch noch angenommen wird, dass es nur einen Verdiener gibt.
    Das gibt es nicht und wenn irgendwelche Lefties drankommen schon gleich gar nicht.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Wenn ich von einem zum anderen Jahr ca. 900000 Menschen mehr in Beschäftigung habe, aber rd. 19000000 weniger Arbeitslose - Maßnahmeteilnehmer, wo sind die???
    Und da wir hier über Leute im berufsfähigen Alter sprechen, erscheint mir die Erklärung "verstorben" doch etwas weit hergeholt. Es gehen auch mehr in Rente, als dazukommen, aber auch das gleicht die Differenz doch nicht aus.


    Irgendwas hast Du falsch mitbekommen, vielleicht ist ja meine Tabelle missverständlich, aber die Differenzen 2010 zu 2011 liegen bei maximal guten 500.000.
    Schau es Dir noch einmal an.
    Im unteren Teil der Tabelle sind die Differenzen.


    Ich habe ja so eine Theorie, dass bei Linken im politischen Bereich negative Rückkopplungen auf die Rechenfähigkeit auftreten.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Mich trifft der Schlag welche Vorstellungen Leute von Einkommen haben. 3250,- Euro Nettolohn. Da kommt ein norwegischer Fabrikkarbeiter ins Träumen. Bei ihm ist bei 2-2500 Euro Ende der Fahnenstange. Bei vielen ist bei 1500,- Euro Schluss. Dazu kommen die wesentlich höheren Lebenshaltungskosten. Mindestlohn ja, aber bitte realistisch bleiben.
    Was mir im Umkreis aufgefallen ist, die die am meisten fordern sind meist nicht bereit viel zu leisten, sprich Faulenzer.

  • Wenn wir schon bei Mindestlöhnen sind:

    Familie. Mann, Frau, Kind 7 Jahre. Arbeitslos, H4.

    Wie viel bekommen die an Unterstützungsleistung, wenn man tatsächlich alle Leistungen zusammenrechnet? Unter Annahme von Durchschnittswerten, es gibt ja regionale Unterschiede.

    Wie viel ist das für einen ledigen Mann?

  • Mich trifft der Schlag welche Vorstellungen Leute von Einkommen haben. 3250,- Euro Nettolohn. Da kommt ein norwegischer Fabrikkarbeiter ins Träumen. Bei ihm ist bei 2-2500 Euro Ende der Fahnenstange. Bei vielen ist bei 1500,- Euro Schluss. Dazu kommen die wesentlich höheren Lebenshaltungskosten. Mindestlohn ja, aber bitte realistisch bleiben.
    Was mir im Umkreis aufgefallen ist, die die am meisten fordern sind meist nicht bereit viel zu leisten, sprich Faulenzer.



    Selbstverständlich sind 3250 Netto überzogen, aber viel mehr war ja die Grundlage der Berechnung interessant. Vom Nettolohn sollte man wenigstens Miete, Nebenkosten , Nahrungsmittel und das sonstige Auskommen für die Familie finanzieren können.
    Und da wird es ja häufig schon knapp.
    Und wenn in einer Großstadt für ein 30 qm Loch 600€ bezahlt werden müssen, dann brauchen wir uns nicht wundern. Mieten über 1000 € sind nicht die Ausnahme! Kaltmiete wohlgemerkt! - Da passen sich die Löhne leider nicht an!
    Die eine Preistreiberei zieht die andere nach sich. Aber den Anfang von Verzicht können nur die machen, die das Großgeld verdienen. Solange die immer mehr fordern, MÃœSSEN die Anderen nachziehen, es bleibt ihnen keine Wahl.
    Frag deinen Vermieter, warum er die Mieten erhöht!? - Weil er seinen Profit erhöhen will, ist wahrscheinlich noch das geringste, aber er will ihn wenigstens halten!! Aber die Steuern wurden erhöht, die Handwerkerkosten stiegen aufgrund der höheren Lohnkosten, die Materialkosten stiegen auch.
    In meinen Augen hat ein riesigen Anteil an der Situation auch die EU/Euro. Jetzt hat selbst unser Staat kaum andere Möglichkeiten! ( Aber eine perfekte Begründung!)

  • Selbstverständlich sind 3250 Netto überzogen, aber viel mehr war ja die Grundlage der Berechnung interessant. Vom Nettolohn sollte man wenigstens Miete, Nebenkosten , Nahrungsmittel und das sonstige Auskommen für die Familie finanzieren können.
    Und da wird es ja häufig schon knapp.
    Und wenn in einer Großstadt für ein 30 qm Loch 600€ bezahlt werden müssen,


    Ein Mindestlohn muss der Region angepasst sein. Ich kann München nicht mit strukturschwachen Gegenden vergleichen.



  • Keine Sorge, es wird keinen Mindestlohn in diesem Land geben

    Bundestag schmettert Mindestlohn ab

    Zitat


    Einen Antrag der Linksfraktion (17/4038), in dem sie die Einführung eines Mindestlohns von zehn Euro brutto pro Stunde bis zum 1. Mai 2013 fordert, haben alle anderen Bundestagsfraktionen am 14. April abgelehnt. Auch ein Gesetzentwurf von Bündnis 90/Die Grünen (17/4435) fand keine Mehrheit. Dieser sah vor, bis zum 1. Mai dieses Jahres in Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro pro Stunde flächendeckend mit Beginn der erweiterten Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU einzuführen. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU gestattet es vom 1. Mai 2011 an allen Arbeitnehmern aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn, ohne Einschränkungen eine Beschäftigung in Deutschland aufzunehmen. Der Ablehnung des Antrags und des Gesetzentwurfs lag eine Empfehlung des Ausschusses für Arbeit und Soziales (17/5499) zugrunde. Der Bundestag lehnte darüber hinaus auf Empfehlung dieses Ausschusses (17/5101) einen Antrag der SPD (17/1408) ab, in dem gefordert wurde, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen und "Armutslöhne“ zu verhindern. Die Opposition votierte geschlossen für den Antrag, die Koalition dagegen. Die SPD hatte argumentiert, die Aufnahme einzelner Branchen in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz reiche nicht mehr aus, sodass ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden müsse. Vollzeitarbeitende Erwerbstätige sollten von ihren Löhnen leben können.



    Das Interessante daran, das wurde in keinem Medium erwähnt.

    Hinweise des Tages II�|�NachDenkSeiten – Die kritische Website


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    Das ist ein Skandal erster Güte, meine Meinung und wirft ein ganz besonderes Licht auf die hierzulande betriebene Politik.
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