Bundesbank sieht Deutschland vor Dauerboom

  • Berlin. Die Bundesbank hält einen Dauerboom in Deutschland für möglich. "Der in Gang gekommene und an Breite gewinnende Aufschwung könnte die Wirtschaftsaktivität in Deutschland über längere Zeit tragen", schrieb das Institut in seinem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht. "Dafür sprechen die günstigen externen wie internen Rahmenbedingungen."...weiter
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    Wenn die Inflation nicht wäre...
    Was bringt der Boom wenn die Mehrheit dieses Landes nichts davon hat, Wohlstand sinkt. Sklavenhandel blüht. (Leihkeulenboom).
    Was meint Ihr wer von diesem Boom überhaupt profetiert. Oder ander rum, wie kann man daran profetieren?
    http://www.derwesten.de/nachri…ern-vorbei-id4674672.html

    Einmal editiert, zuletzt von AvniSinanoglu ()

  • In Europa meinst du? Aber Rumänien und Bulgarien brauchen noch einige Jahrhunderte.


    naja....klar.
    Aber schlussendlich schadets ihnen auch nicht, die sind ja auch lebenskostenmäßig net auf unserem Stand.

  • Das tut er schon seit Jahren, indem die Reallöhne sinken.


    Das ist ein guter Ansatz auch darüber zu diskutieren, was wäre wenn z.B. ein Bäcker in Spanien/Portugal/Italien das gleiche verdienen würde als in Deutschland. Oder vielleicht ein besser Vorschlag von euch.


    Ich denke die meisten würden schon Ihre Koffer packen und aus dem Rentemit69 Land Deutschland abhauen.

  • Immer diese Seher - erst Weltuntergang, jetzt das... :out:
    (bzw. man sollte mal "Deutschland" definieren)
    :smilielol5:

  • Immer diese Seher - erst Weltuntergang, jetzt das... :out:
    (bzw. man sollte mal "Deutschland" definieren)
    :smilielol5:


    Schau dich im Spiegel an denn.....


    DU BIST DEUTSCHLAND.... :smilielol5:

  • Entwicklung der Reallöhne von 2000 bis 2008 in Prozent*Rumänien331,7Lettland188,5Estland132,5Litauen104,4Ungarn66,7Bulgarien51,9Tschechien49,1Slowakei48,1Slowenien40,3Griechenland39,6Irland30,3Großbritannien26,1Dänemark19,0Polen19,0Finnland18,9Schweden17,9Zypern12,8Niederlande12,4Frankreich9,6Luxemburg8,1Malta7,9Italien7,5Belgien7,2Spanien4,6Portugal3,3Österreich2,9Deutschland-0,8* Realeinkommen pro Kopf aus unselbstständiger Arbeit einschließlich Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung; Werte für 2008 aus der Frühjahrsprognose der EU-Kommission
    Quelle: Europäische Kommission, WSI


    EU-Info.Deutschland - Deutschland hat schwächste Reallohn-Entwicklung in der EU
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    Die o.g. Statistik ist ein Beweis dafür, warum es in Deutschland anscheinend boomt. Bald werden wir Deutschland nicht mehr als Einwanderungsland wissen, sondern als Auswanderungsland:wink5:

  • Boah, igitt, voll hässlich! :yikes: Und da heißt es in dieser Bierwerbung: "Deutschland ist schön (...)"


    Dann hast du noch nicht genug Bier intus. Schönsaufen heißt die Devise!

  • Das ist ein guter Ansatz auch darüber zu diskutieren, was wäre wenn z.B. ein Bäcker in Spanien/Portugal/Italien das gleiche verdienen würde als in Deutschland. Oder vielleicht ein besser Vorschlag von euch.

    Ich denke die meisten würden schon Ihre Koffer packen und aus dem Rentemit69 Land Deutschland abhauen.



    Dieses Spiel hat es vor vielen Jahren schon in der Seefahrt gegeben, da es aber nur eine kleine Berufsgruppe betraf, hat keiner drüber gesprochen:
    Zu Zeiten, als ein deutscher Reeder seine Schiffe noch unter deutscher Flagge fuhr und seine Besatzung auch noch aus Deutschland kam, wurde nach dem deutschen Heuertarif bezahlt oder es gab höher dotierte Haustarife.
    Aber auch Reeder wollen sparen und so wurden in den Mannschaftsgraden immer mehr Spanier, Portugiesen und Türken eingestellt, die nach deren heimatüblichen Löhnen bezahlt wurden. Durch das extrem unterschiedliche Lohnniveau hatte jeder seinen Vorteil.
    Als die dann auch zu teuer wurden, kam man über Umwege zu den pillipinischen Besatzungen, und später den russischen. Hier war das Lohngefälle natürlich noch um ein Vielfaches höher, und auch die Sozialleistungen nicht vorhanden. Und man konnte den Hals nicht voll genug bekommen und hat gedrückt und gedrückt, bis das Arbeitsverhältnis fast der Slavenhaltung gleichkam. In Einzelfällen gab es über Monate überhaupt kein Geld, die Verpflegung an Bord mangelhaft, der Zustand der Schiffe entsprechend. Diese Vorfälle haben dann eine internationale Gewerkschaft (ITF) auf den Plan gerufen, die in sehr vielen Fällen auch positive und wichtige Arbeit macht!

    Man hat für Seeleute weltweite Mindestlöhne eingeführt, die auch einklagbar sind. Wenn Seeleute auf solche Bedingungen treffen, dann können sie auf die Hilfe der Gewerkschaft rechnen, und dann ist in fast jedem Hafen der Welt ersmal Waarten angesagt, bis die Heuern bezahlt sind und die Zustände verbessert.

    Aber das zog eine folgenschwere Negativentwicklung nach sich: man hat diese weltweiten Mindestlöhne so hoch angesetzt, daß sie dem nationalen Niveau überhaupt nicht mehr entsprechen. Mittlerweile hat man mit europäischen und deutschen Mitteln auf den Phillipienen Seefahrtsschulen eingerichtet, und die dort ausgebildeten Offiziere verdienen mehr als ihr Präsident!!! - Ist das Sinn der Sache?
    Die phillioinischen Kollegenlachen über uns: nicht einer unter ihnen , der nicht Land und Plantagen besitzt, Hausangestellte hat und die Kinder auf teure Privatschulen schickt. ( Dafür gibt es aber immer noch keine vernünftige Krankenversicherung!) Da können wir, mit max. Eigenheim und einer satten Familie, nicht mithalten.
    Da hat man das falsche Maß angesetzt, und das ganze sehr zum Schaden der europäischen Seeleute, denn die wurden so massiv eingespart, daß man heute keinen Nachwuchs mehr findet.
    Heute locken die Regierungen mit Tonnagesteuer und ähnlichen Vorteilen die Reedereien an , die Schiffe wieder unter deutsche Flagge zu holen ( zieht ein Minimum and deutscher / europäischer, teurer Besatzung nach sich). Mittlerweile habe ich nicht mal mehr eine Besatzung an Bord, die den Nachwuchs vernünftig Ausbilden könnte! - Man hat also auch da die Ansprüche pisamäßig auf ein niedriges Niveau heruntergekürzt. Abiturienten, die mit Studium und zwei Praxissemestern als Offiziere, somit als Verantwortliche und Vorgesetzte!, an Bord geschickt werden, sind die Nachfolger von Kapitänen und Maschinisten, die früher eine 3jährige Bordausbildung mit Schulzeitblöcken + 2 Jahre Fahrzeit + anschließendes Studium absolviert hatten!
    In einem Job, in dem ich keinerlei fremde Hilfe, weder Krankenhaus, noch Feuerwehr noch irgendwelche Ausweichmöglichkeiten habe, sämtliche technische Probleme weitestgehend alleine lösen muss, eine verdammt gut investierte, lange Ausbildungszeit!
    Genau diese Entwicklung steht an Land jetzt bevor, bzw. wir befinden uns teilweise schon mittendrin! - Ich fürchte, das Ergebnis wird ähnlich negativ für deutsche Arbeitnehmer sein! :banghead: Bloß :weg:!!!!!

  • Das ist ein guter Ansatz auch darüber zu diskutieren, was wäre wenn z.B. ein Bäcker in Spanien/Portugal/Italien das gleiche verdienen würde als in Deutschland. Oder vielleicht ein besser Vorschlag von euch.


    Ich denke die meisten würden schon Ihre Koffer packen und aus dem Rentemit69 Land Deutschland abhauen.


    Und vermutlich wieder zurück kommen.

  • Entwicklung der Reallöhne von 2000 bis 2008 in Prozent*Rumänien331,7Lettland188,5Estland132,5Litauen104,4Ungarn66,7Bulgarien51,9Tschechien49,1Slowakei48,1Slowenien40,3Griechenland39,6Irland30,3Großbritannien26,1Dänemark19,0Polen19,0Finnland18,9Schweden17,9Zypern12,8Niederlande12,4Frankreich9,6Luxemburg8,1Malta7,9Italien7,5Belgien7,2Spanien4,6Portugal3,3Österreich2,9Deutschland-0,8*


    Die osteuropäischen Staaten kann man sehr schlecht als Vergleich nehmen. Dann ist noch der Faktor Arbeitslosigkeit. Dem Dauer-Arbeitslosen bringt der reale Lohnzuwachs nichts.

  • Das tut er schon seit Jahren, indem die Reallöhne sinken.


    Ihr immer mit den Lohnsteigerungen. Meine letzte Rentenanpassung war vor 2 Jahren, Steigerung 2,48 Euro. Als die Änderungsmitteilung kam, habe ich fürchterlich einen DRAUF gemacht - Sekt und Kaviar, 3 Tage.


    Hier wurde irgendwo mal über das Rentenalter diskutiert, 65, oder 67, oder mehr. In einigen Jahren stellt sich die Frage nicht mehr, weil jeder bis zum Umfallen arbeiten muss, wobei ich mit Umfallen das Grab meine. Und für viele stellt sich die Frage heute schon nicht mehr.


    Ich bin bloß froh, dass ich noch was tun kann, was mir auch noch viel Spaß macht. Schreiben könnte ich auch in Timbuktu.


    PS zu den 2,48. Ein Kaffee auf der Kö in Düsseldorf kostet zwischen 3,50 bis 5 Euro. Guten Appetit.

    Einmal editiert, zuletzt von Detlev ()

  • Die osteuropäischen Staaten kann man sehr schlecht als Vergleich nehmen. Dann ist noch der Faktor Arbeitslosigkeit. Dem Dauer-Arbeitslosen bringt der reale Lohnzuwachs nichts.


    DE - 0,8. Na klar. Woher soll denn sonst die Stabilität der Wirtschaft, die Exportsteigerungen kommen? Das ist doch genau das, was den Deutschen vorgeworfen wird - zu viel Stabilität, zu viel Export. Dagegen hat sich der Sozialstaat, die soziale Absicherung, vor Jahren heimlich verabschiedet - und keiner hat es gemerkt.


    Die größte Schweinerei ist die Leiharbeit, bzw. der Niedriglohnsektor. Was das für Auswirkungen auf die Rente hat, sollten sich die Betroffenen mal genau ausrechnen.


    Ich bin immer so in Abständen von 2 - 3 Monaten in DE, letzte Woche 2 Tage in Köln. Betteln auf der Straße von Menschen, deren Äußeres nicht den Bettler erkennen lassen, die offensichtlich gebürtige Deutsche sind, nimmt für mich deutlich sichtbar zu.

  • DE - 0,8. Na klar. Woher soll denn sonst die Stabilität der Wirtschaft, die Exportsteigerungen kommen? Das ist doch genau das, was den Deutschen vorgeworfen wird - zu viel Stabilität, zu viel Export. Dagegen hat sich der Sozialstaat, die soziale Absicherung, vor Jahren heimlich verabschiedet - und keiner hat es gemerkt.


    Die größte Schweinerei ist die Leiharbeit, bzw. der Niedriglohnsektor. Was das für Auswirkungen auf die Rente hat, sollten sich die Betroffenen mal genau ausrechnen.


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    Wenn es "alle an einem Strang" Denken wäre hätte ich nichts dagegen einzuwenden.
    Was mich stört ist das Verhältnis Manager-Arbeiter-Einkommen. Die Manager haben kräftig zugelangt in den letzten Jahren. Wobei es sich jedem Prozent um ganz andere Summen handelt.
    Auf Verlangen reiche ich gerne eine Statistik nach. Aber viele werden es mir auch ohne Belege glauben.

  • Dann hast du noch nicht genug Bier intus. Schönsaufen heißt die Devise!


    Schnsaufen Video - dennis_mg - MyVideo


    Dem Dauer-Arbeitslosen bringt der reale Lohnzuwachs nichts.


    Kommt darauf an, unter welchem Aspekt man das betrachtet. Aber selbst wenn nicht. Es geht ja darum, dass es dem Arbeiter was nutzt und sich Arbeit wieder lohnt. Das spült ja auch wieder Geld in die öffentlichen Kassen.


    DE - 0,8. Na klar. Woher soll denn sonst die Stabilität der Wirtschaft, die Exportsteigerungen kommen? Das ist doch genau das, was den Deutschen vorgeworfen wird - zu viel Stabilität, zu viel Export. Dagegen hat sich der Sozialstaat, die soziale Absicherung, vor Jahren heimlich verabschiedet - und keiner hat es gemerkt.


    Bemerken tun das leider wenige. Aber D wird es noch bitter bereuen, dass es den Binnenmarkt so vernachlässigt.


    Zitat

    Die größte Schweinerei ist die Leiharbeit, bzw. der Niedriglohnsektor. Was das für Auswirkungen auf die Rente hat, sollten sich die Betroffenen mal genau ausrechnen.


    Warten wir mal die Antwort auf diese kleine böse Anfrage der Grünen ab.
    Die Entwicklung von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen ist Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ( http://dip.bundestag.de/btd/17/056/1705697.pdf ). Die Abgeordneten wollen wissen, wie sich die Zahl der sogenannten Minijobs seit 2003 entwickelt hat. Außerdem interessiert sich die Fraktion dafür, wie die Bundesregierung â€die seit einigen Jahren steigende Zahl an geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen“ begründet. ...



    Zitat

    Betteln auf der Straße von Menschen, deren Äußeres nicht den Bettler erkennen lassen, die offensichtlich gebürtige Deutsche sind, nimmt für mich deutlich sichtbar zu.


    Die meisten haben aber auch nicht gelernt mit Geld umzugehen und ihre Bedürfnisse an die eigenen finanziellen Möglichkeiten anzupassen.
    Nicht einfach, aber das ist der geforderte Preis dafür. Mit Recht. Als Bedürftiger bekomme ich mit meinem Antrag auf Stütze eben gleich einen spitzen Bleistift ausgehändigt.


    TM, die hoffentlich die Antwort der Regierung auf die Anfrage nicht verpasst

  • Berlin. Die Bundesbank hält einen Dauerboom in Deutschland für möglich. "Der in Gang gekommene und an Breite gewinnende Aufschwung könnte die Wirtschaftsaktivität in Deutschland über längere Zeit tragen", schrieb das Institut in seinem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht. "Dafür sprechen die günstigen externen wie internen Rahmenbedingungen."...weiter
    ************************
    Wenn die Inflation nicht wäre...
    Was bringt der Boom wenn die Mehrheit dieses Landes nichts davon hat, Wohlstand sinkt. Sklavenhandel blüht. (Leihkeulenboom).
    Was meint Ihr wer von diesem Boom überhaupt profetiert. Oder ander rum, wie kann man daran profetieren?
    Reallöhne: Aufschwung XXL geht an Arbeitnehmern vorbei - Wirtschaft und Finanzen - DerWesten


    propaganda ist das.inzwischen luegen die deutschen medien dreister als es der schnitzler vom schwarzen kanal getan hat.ueber den konnte man damals herzhaft lachen und keiner hats eh geglaubt:thumbsup:aber heute fallen immer mehr leute auf die luegen rein.