Arbeitsarmut!

  • Das nenne ich einmal eine herrliche Freud'sche Verschreiberleistung. Mehr den Nagel auf den Kopf treffen, kann man kaum noch. Werde die Nachdenkseiten bitten, es irgendwie weiter zu nutzen ;-).


    Zitat

    Zur Entwicklung der Arbeitsarmut in Deutschland
    Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Lücken im Erwerbsverlauf, längeren Ausbildungsdauern als auch prekären Beschäftigungsverhältnissen – in denen Frauen überdurchschnittlich vertreten sind – unter den derzeitigen Erwerbspersonen gehen wir davon aus, dass das Phänomen der Altersarmut in Zukunft wieder an Bedeutung gewinnen kann. Dem werden die Riesterrente und andere Formen privater Vorsorge sowie die weitere Veränderung der Haushaltsstrukturen hin zu mehr Paarhaushalten entgegen wirken.


    Na dann verändert mal weiter schön die Haushaltsstrukturen, also die von Paaren aus dem Volk, nicht den Bundeshaushalt. Sehe schon die Annonce:


    "Arbeitsarmer sucht Arbeitsarme zwecks Paargemeinschaft für spätere Altersarmut"


    Zitat

    Anmerkung Jens Berger: Leider geht das DIW in seiner Analyse nicht darauf ein, dass die Einführung der Riesterrente mit einer Senkung des Rentenniveaus der GRV einherging. Die Riesterrente ist somit nicht nur kein Schutz vor Altersarmut, da sie von den gefährdeten Einkommensgruppen kaum in Anspruch genommen wird, sondern vielmehr ein Faktor, der zumindest indirekt mit für die wachsende Gefahr der Altersarmut mit verantwortlich ist.


    Gruss
    rosi

    2 Mal editiert, zuletzt von rosiweissnix ()

  • Das ist wirklich ein schöner Verschreiber, und vor allen Dingen so doppeldeutig besetzt :lol:

    Aber man ist ja bemüht Freiwillige zu rekrutieren, um der Arbeitsarmut entgegen zu wirken.
    Gleichzeitig hofft man darauf, dass sich dadurch empathische Fähigkeiten herausbilden, auf dass unsere Gesellschaft sich endlich in eine menschlichere Gesellschaft wandelt, von Menschen, für Menschen, mit Menschen gestaltet.

    Ich könnte lächeln, wenn es nicht so traurig wäre.

    Einerseits Gelderwerb durch Erwerbsarbeit zum Zwecke des Ãœberlebens erforderlich, was ja auch eine gewisse Wertschätzung der erbrachten Arbeit impliziert, und andererseits sollen wichtige Arbeiten für Kranke, Alte, Kinder für ein Appel und ein Ei erledigt werden.
    Da bewegt sich meine sprichwörtliche "Ertragungstoleranz" auf den Minusbereich zu, muss ich einmal feststellen.

  • Also ich blicke es nicht. Oder ist der Schreibfehler auf den Nachdenkseiten evtl. bereits beseitigt?


    Aber man ist ja bemüht Freiwillige zu rekrutieren, um der Arbeitsarmut entgegen zu wirken.
    Gleichzeitig hofft man darauf, dass sich dadurch empathische Fähigkeiten herausbilden, auf dass unsere Gesellschaft sich endlich in eine menschlichere Gesellschaft wandelt, von Menschen, für Menschen, mit Menschen gestaltet.

    Ich könnte lächeln, wenn es nicht so traurig wäre.


    Was wäre denn dein Konzept, eine menschlichere, sozialere Gesellschaft herbeizuführen?


    TM, die nicht glaubt, dass dies durch Bezahlung erkauft werden kann



  • TM, es geht nicht um die Bezahlung an sich, es geht darum, dass in unserem System der Wert einer Arbeit durch Bezahlung ausgedrückt wird, ganz einfach.
    Es gibt auch heute schon viele Menschen, die ehrenamtliche Tätigkeiten verrichten, aber ich kann doch nicht die von mir angesprochenen Arbeiten, die wirklich wichtig sind, unbezahlt leisten lassen. Wo soll das denn hinführen in unserem System? Das würde mich wirklich einmal interessieren.
    Auf die andere Frage gehe ich später ein, hab jetzt keine Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von onlyme ()

  • [...]Was wäre denn dein Konzept, eine menschlichere, sozialere Gesellschaft herbeizuführen?


    TM, die nicht glaubt, dass dies durch Bezahlung erkauft werden kann


    Bezahlen vielleicht nicht, aber finanzieren.
    Man muß nur wollen.


    Die beste Schule 2011 - In Gttingen lernt es sich am besten - Job & Karriere - sueddeutsche.de


    Empathie! Gemeinsinn!


    Wird allerdings Jahre, wenn nicht Jahrzehnte brauchen den heiligen Wettbewerb,
    auf ein gesundes Maß zurückzufahren.


    Noch sind unsere frischen Eltern ja damit beschäftigt ihren Kindern schon vor dem Kindergarten die "richtige" Einstelllung für den harten Ãœberlebenskampf "da draussen" mit auf den Weg zu geben, auf dass die Kleinen darin nicht untergehen.
    Ohne zu bemerken, dass es genau dieses Verhalten ist, welches die Welt da draussen erst zu einer derartig harten macht.

  • Dass Erziehung der Schlüssel ist, ist klar.
    Das habe ich hier bereits betont.


    http://www.politopia.de/innenp…n-danke-3.html#post334993


    Schule allein kann dies nicht leisten, wobei wir wieder beim Thema "Elternführerschein" im Sinne von Hilfsangeboten sind.


    Die Umgebungseinflüsse (Ghettos, soziale Brennpunkte, Arbeitslosigkeit etc.) spielen natürlich auch eine erhebliche Rolle.


    Allein mit Erziehung und Bildung ist es also auch nicht getan. Die Rahmenbedingungen stellen da erhebliche Hemmnisse dar.


    TM, dennoch überzeugt, dass der Schlüssel im Umgang mit unseren Kindern liegt

  • Das macht die Sache ja knifflig.
    Müssen doch die Heute Erwachsenen eine solche Entwicklung anstossen.
    Die sind aber (noch) komplett im Leistungswahn gefangen.


    Allerdings wird auch diesen Menschen deutlich, dass es immer sinnentleerter wird,
    der vorgehaltenen Möhre hinterherzurennen.
    Vor allem, um in Bildern zu bleiben, da die Möhrenhinhalter erkannt haben, das man keine teuren echten Möhren hinhalten muß, um die Esel am laufen zu halten und von daher nur noch Plastikmöhrchen hinhalten.
    Irgendwann aber wird ein Esel schnell genug, oder ein Möhrenhinhalter unaufmerksam sein, der Esel wird in die Möhre beissen.
    Wenn entdeckt wird, das man einer Plastikmöhre hinterhergelaufen ist,
    stehen die Chancen für ein Umdenken ganz gut.

  • Also ich blicke es nicht. Oder ist der Schreibfehler auf den Nachdenkseiten evtl. bereits beseitigt

    Jupp. Hatte fairerweise die Redaktion angeschrieben, denn die Ãœberschrift war ursprünglich ein Zitat aus dem angehängten PDF des DIW-Wochenberichtes ... wäre somit ein Falschzitat gewesen.


    Und hier im Beitrag hab ich dann das "DIW:" vor dem "Zur Entwicklung ..." raus gelassen (man kann ja nie wissen ..).
    Jetzt hat man es wohl verbessert und gleich auch gekürzt. Schade eigentlich ... nun gut, die Ãœberschrift passt ja auch nicht ganz zum nachfolgenden Text. Aber die Wortkreation selbst werde ich wohl so schnell nicht vergessen. ;-)


    Gruss
    rosi

  • Jain. In erster Linie liegt er im Umgang mit uns selbst, denn daraus resultiert der Umgang mit den Kindern und hieraus wiederum lernen letztlich die Kinder. Wir können noch so viele Erziehungskonzepte initiieren, wenn Gesellschaft etwas anderes vorlebt, verliert es sich.


    Einen Elternführerschein halte ich im weitesten Sinne wieder für kontraproduktiv, mag er noch so konstruktiv erscheinen. Emphatische, autarke Menschen resultieren ganz sicherlich nicht aus so etwas, also so aus der Prüfung, die man für einen Führerschein gewöhnlich ablegen muss. Prüfungen haben von Hause aus wenig mit Empathie und noch weniger mit Selbstständigkeit zu tun, auch nicht wirklich mit Hilfe, sondern mit Zwängen ... Hilfe nehmen müssen, eigentlich lernen müssen, sonst nix Führerschein, nix Kinder. Leben wird erst gar nicht geboren. Ab wann ist Leben nicht lebenswert? Wer will das beurteilen? Und wer sind denn die Prüfer? Wie sollen die Prüfungen denn gestaltet sein, die Kriterien?


    Wenn wir das auch noch alles in scheinbar "berechenbare" Formblätter drücken ... Nacht Mattes ... Ab welchem Formblatt oder nach welchem Punktesystem darf denn dann Leben entstehen? Letztlich auch eine Form von Geburtenkontrolle, das mag man drehen und wenden, wie man will, von mir aus auch mit Moral und massenweiser schlechter Beispiele füllen ... das ist ethisch schlicht nicht mit der Menschheit und dem Leben bzw. dessen Entstehung vereinbar, meiner unwesentlichen Meinung nach. So manches Leben würde erst gar nicht geboren werden ... der Schritt bis zu unwertem Leben ist da ganz nah ... Und dass sich das hervorragend in die ein oder andere Richtung instrumentalisieren lässt ... konnte man sehen ... kann man auch jetzt noch beobachten.


    Gruss
    rosi

    Einmal editiert, zuletzt von rosiweissnix ()

  • Noch sind unsere frischen Eltern ja damit beschäftigt ihren Kindern schon vor dem Kindergarten die "richtige" Einstelllung für den harten Ãœberlebenskampf "da draussen" mit auf den Weg zu geben, auf dass die Kleinen darin nicht untergehen.
    Ohne zu bemerken, dass es genau dieses Verhalten ist, welches die Welt da draussen erst zu einer derartig harten macht.



    Das trifft es auf den Punkt.

    Möchte dazu einmal folgende Sätze einstellen:

    Ich zitiere aus: „Der Fremde in uns“
    von Arno Gruen

    Zitat

    Das Gegenmittel zum gesellschaftlichen Verfall ist Förderung von liebenden und entgegenkommenden Erfahrungen in der Entwicklung der Kinder. Unsere Zivilisation muss es sich zum Anliegen machen, für Kinder Bedingungen zu schaffen, in denen sie wahre Liebe, Anerkennung und Mitgefühl erleben können. Liebe ist Nährboden für unsere Geschichte, die individuelle genauso wie die gesellschaftliche. Wenn dieser Nährboden geschädigt ist, kommt es zu einer Fehlentwicklung des Menschlichen. Schon Erik H. Erikson mahnte: „Diejenigen, die unsere Geschichte studieren, ignorieren ständig die Tatsache, dass alle Individuen von Müttern geboren werden; dass jeder mal ein Kind war; dass Menschen und Völker im Kinderzimmer ihren Anfang nehmen; und dass eine Gesellschaft aus Einzelnen, im Prozess der Entwicklung vom Kind zu Eltern, besteht.“




    Erich Fromm und Jirina Prekop äußern sich i. Ãœ. ähnlich zu dieser Problematik.
    Nur, betrachte ich mir den Zustand der Gesellschaft gegenwärtig, habe ich wenig Hoffnung, muss ich zugeben, leider.

    Einmal editiert, zuletzt von onlyme ()

  • Was wäre denn dein Konzept, eine menschlichere, sozialere Gesellschaft herbeizuführen?


    TM, die nicht glaubt, dass dies durch Bezahlung erkauft werden kann


    Eine menschlichere, sozialere Gesellschaft würde überhaupt erst einmal wieder faire Bedingungen des Zusammenlebens schaffen. Das ist in dieser verlogenen Ellenbogengesellschaft verloren gegangen und eine weit verbreitete Lügerei, Wegguckerei sollen das verdecken.


    Solange das Geld in dieser geldgeilen Gesellschaft eine derart zentrale Rolle spielt, geht es nicht ohne BEZAHLEN.


    Politik und Wirtschaft forden Bescheidenheit, die sie selber nicht leisten.
    Jeder bescheidene Mensch, der da auch nur auf einen Cent verzichtet, der ihm zusteht, fördert- wenn auch ungewollt- die skrupellose Habgier der nicht selbstlosen korrupten Mitglieder dieser verzockten Gesellschaft.


    In der sollen wir zahlen- immer mehr- (wofür, wovon?), immer mehr für immer weniger Lohn arbeiten und erwarten, dass wir immer weniger bekommen. Das ist infam.


    Gerechtigkeit muss beim Geld anfangen, wenn wir dieses nicht abschaffen wollen.

  • Was wäre denn dein Konzept, eine menschlichere, sozialere Gesellschaft herbeizuführen?

    TM, die nicht glaubt, dass dies durch Bezahlung erkauft werden kann




    Wollte ja darauf noch eingehen, aber mittlerweile haben sich ja auch andere des Themas angenommen.

    Denke, das ist ein langwieriger Prozess, wird sich nicht von heute auf morgen lösen lassen. Wir sind zu sehr gefangen in dem System, wobei viele das gar nicht an sich heran lassen, eine Vermutung von mir.
    Schließlich redet man uns das ja auch noch permanent ein, dass das alles gut und richtig ist.
    Das fängt bei der Hortbetreuung für Säuglinge an und setzt sich fort in der sprichwörtlichen Rundumbetreuung für dann ältere Kinder.
    Durch die Anforderungen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Art, die man an uns stellt, sehen wir uns genötigt die Verantwortung für unsere Kinder, das Wertvollste, was wir haben, komplett abzugeben, sie sozusagen in andere Hände zu legen.
    Professionalität hin oder her, ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses "Wegorganisieren" gesund ist für Kinder.
    Die brauchen Familie, Familienleben, Zusammengehörigkeit, achtsamen Umgang miteinander, zusammen weinen, zusammen lachen, Liebe, Respekt, miteinander leben, das Leben spüren, fühlen ...
    Ob das Hortbetreuung leisten kann, wage ich zu bezweifeln.
    Möchte jetzt Betreuung nicht schlecht reden, ganz sicher nicht, aber bitte darum genauer hinzuschauen. Auch hier braucht es eine gewisse Balance, also meiner Meinung nach.
    Wir haben Angst vor etwas Neuem, andere Modelle des Lebens zu denken, die vielleicht dem, was wir brauchen als Menschen, mehr entgegen kommen als das, was momentan von uns verlangt wird.


  • Den hehren Worte von Arno Grün ist nichts hinzuzufügen, aber abgelöst von der traurigen Realität verhungern die im vom Dornen umrankten Elfenbeinturm einer abgelegten Ethik und Philosophie.

  • Eine menschlichere, sozialere Gesellschaft würde überhaupt erst einmal wieder faire Bedingungen des Zusammenlebens schaffen. Das ist in dieser verlogenen Ellenbogengesellschaft verloren gegangen und eine weit verbreitete Lügerei, Wegguckerei sollen das verdecken.


    Solange das Geld in dieser geldgeilen Gesellschaft eine derart zentrale Rolle spielt, geht es nicht ohne BEZAHLEN.


    Politik und Wirtschaft forden Bescheidenheit, die sie selber nicht leisten.

    Jow und manchmal widersprechen sich bei den Forderungen zur Bescheidenheit auch Politik und Wirtschaft.


    Wie ich Eingangs schon zitierte:


    Zitat

    Dem werden die Riesterrente und andere Formen privater Vorsorge sowie die weitere Veränderung der Haushaltsstrukturen hin zu mehr Paarhaushalten entgegen wirken.

    Dabei will Wirtschaft doch eigentlich das völlig ungebundene Eierlegendewollmichwanderrind, keine Verpaarungen, aus denen womöglich wiederum Ansprüche und sinnlose Zukunftsträume erwachsen könnten. Wir sollen das doch möglichst "realistisch" sehen, so sagt man.


    Aber vll. will man auch die Eierlegendewollmichwanderrindwohngemeinschaft, wobei die Teilnehmer natürlich kontinuierlich wechseln können. Darauf könnten sich dann beide, also Politik und Wirtschaft in Paarung sicherlich einigen, ganz im Sinne der Bescheidenheit der Eierlegendewollmichwanderrinder.


    Und möglichen Folgen von unerwarteten Verpaarungen hieraus, dem könnte man natürlich mit gewissen Prüfungskritieren Einhalt gebieten. Wer die Prüfung nicht schafft, bekommt keine Genehmigung für die gemischte Eierlegendewollmichwanderrindwohngemeinschaft. So dienen diese Haushalte am besten noch den anderen Haushalten, der Rente und jener der Wirtschaft.


    Und die möglichen Folgen, also den Mangel an inländischen Eierlegendewollmichwanderrindern lösen wir so, wie wir solch temporäre Nachfrageüberhänge immer regeln. Entweder wir führen die Massenzucht für Eierlegendewollmichwanderrinder ein, was sich aus verschiedenen Problematiken rund um Haltung und Zucht hier wohl eher nicht anbietet, oder wir importieren sie halt. Dabei wird dann im Nachgang nicht mehr gefragt, ob es für diese Leben überhaupt eine Existenzberechtigung mittels vorgelagerter Prüfung gegeben hat. Wäre auch ganz im Sinne von den logistischen Aufgaben innerhalb der Globalisierung.


    Gruss
    rosi

    2 Mal editiert, zuletzt von rosiweissnix ()

  • Das fängt bei der Hortbetreuung für Säuglinge an und setzt sich fort in der sprichwörtlichen Rundumbetreuung für dann ältere Kinder.

    Sind das diese Boxen, in die man die Eierlegendewollmichwanderrinderkälber sperrt, also die man braucht, damit das Eierlegendewollmichwanderrind auch etwas Produktives tut?


    Gruss
    rosi

    Einmal editiert, zuletzt von rosiweissnix ()

  • Jain. In erster Linie liegt er im Umgang mit uns selbst, denn daraus resultiert der Umgang mit den Kindern und hieraus wiederum lernen letztlich die Kinder. Wir können noch so viele Erziehungskonzepte initiieren, wenn Gesellschaft etwas anderes vorlebt, verliert es sich.


    Ja, der Umgang miteinander wird "vererbt". Ein Grund mehr, die Eltern dafür zu sensibilisieren, begreiflich und bewusst zu machen, was man sensiblen Kinderseelen mitunter antut.


    Zitat

    aus der Prüfung, die man für einen Führerschein gewöhnlich ablegen muss. .....Prüfungen ..... mit Zwängen ... Hilfe nehmen müssen, ...... ....sonst nix Führerschein, nix Kinder. Leben wird erst gar nicht geboren. Ab wann ist Leben nicht lebenswert? ....
    ....."berechenbare" Formblätter drücken ... Ab welchem Formblatt oder nach welchem Punktesystem darf denn dann Leben entstehen? Letztlich auch eine Form von Geburtenkontrolle, .......ethisch schlicht nicht mit der Menschheit und dem Leben bzw. dessen Entstehung vereinbar..... der Schritt bis zu unwertem Leben ist da ganz nah ... Und dass sich das hervorragend in die ein oder andere Richtung instrumentalisieren lässt ... konnte man sehen ... kann man auch jetzt noch beobachten.


    Du enttäuscht mich und es macht mich fast schon richtig sauer, was du da über mich ablässt, bzw. mir einfach unterstellst.
    Der Führerschein steht in "" und als "Definition" ist im Sinne von Hilfsangeboten angegeben.
    Du interpretierst einfach etwas in diese Begriffe hinein und unterstellst deine für mich sehr befremdlichen Assozationen als von mir propagiertes.


    Alles etwas sehr weit hergeholt. Nicht nachvollziehbar für mich, wo für dich der Bogen zu Zwang und Entscheidung über wertes und unwertes Leben liegt :out:


    Davon distanziere ich mich hier ausdrücklich.
    Du bist auf dem Holzweg.
    So ein Denken entspringt deinem Kopf!
    Das sind nicht meine Gedanken!
    Sorry, aber nicht im Entferntesten kämen mir derart (zensiert) Gedanken in den Sinn. *schüttel*


    Fakt ist, viele verstehen die Kinderseelen nicht mehr, die wissen nicht mehr, wie ein Kind tickt und denkt und fühlt. Da besteht Nachholbedarf.

    Professionalität hin oder her, ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses "Wegorganisieren" gesund ist für Kinder.
    Die brauchen Familie, Familienleben, Zusammengehörigkeit, achtsamen Umgang miteinander, zusammen weinen, zusammen lachen, Liebe, Respekt, miteinander leben, das Leben spüren, fühlen ...
    Ob das Hortbetreuung leisten kann, wage ich zu bezweifeln.


    Das Eine schließt doch das andere nicht aus. Die "Fremdbetreuung" stellt dann gewissermaßen ein "Ersatz" für die Großfamilie dar. Verschiedene Kontakt- und Vertrauenspersonen erweitern mE die sozialen Kompetenzen und fördern das Erlernen, auf verschiedene menschliche Reaktionen eingehen zu können. Fördert die Empathie, erweitert ds Reportoire von menschlichen Erlebens- und Reaktionsweisen.
    Nich die Dauer des Zusammenseins mit den engsten Familienmitgliedern ist ausschlaggeben, sondern die Inzensität und Qualität des Zusammenseins mit dem Kind. 2 Stunden am Feierabend mit einer relaxten Mutter ist vermutlich förderlicher und befriedigender für das Kind, als 10 Std. mit einer genervten Mutter.


    Zitat

    Möchte jetzt Betreuung nicht schlecht reden, ganz sicher nicht, aber bitte darum genauer hinzuschauen. Auch hier braucht es eine gewisse Balance, also meiner Meinung nach.


    Sehe ich auch so.


    TM, nach wie vor der Meinung, dass viele Eltern überfordert sind und es durchaus "Werkzeuge" gibt, die den Umgang mit den Kindern erleichetern und hamonisieren könnten

    Einmal editiert, zuletzt von That's me ()

  • Sind das diese Boxen, in die man die Eilerlegendewollmichwanderrinderkälber sperrt, also die man braucht, damit das Eilerlegendewollmichwanderrind auch etwas Produktives tut?

    Gruss
    rosi



    Könnte man so sagen :lol: - Deine Geschichte über die Eierlegendewollmilchwanderrindfamilie hat mir ein Lächeln in's Gesicht gezaubert.
    Sehr originell, und natürlich sauber auf den Punkt, wie immer
    Da schlummern sprichwörtlich zwei Seelen in meiner Brust :D :sad:

    Was tun wir uns an, und das auch noch mit offenen Augen und offenen Herzens?

    Einmal editiert, zuletzt von onlyme ()

  • Das Eine schließt doch das andere nicht aus. Die "Fremdbetreuung" stellt dann gewissermaßen ein "Ersatz" für die Großfamilie dar. Verschiedene Kontakt- und Vertrauenspersonen erweitern mE die sozialen Kompetenzen und fördern das Erlernen, auf verschiedene menschliche Reaktionen eingehen zu können. Fördert die Empathie, erweitert ds Reportoire von menschlichen Erlebens- und Reaktionsweisen.
    Nich die Dauer des Zusammenseins mit den engsten Familienmitgliedern ist ausschlaggeben, sondern die Inzensität und Qualität des Zusammenseins mit dem Kind. 2 Stunden am Feierabend mit einer relaxten Mutter ist vermutlich förderlicher und befriedigender für das Kind, als 10 Std. mit einer genervten Mutter.



    Deswegen schrieb ich ja auch von Balance. Habe nichts gegen Fremdbetreuung und weiß auch, dass sie nötig ist. Allerdings mit Maß und Ziel, wie man so schön sagt.
    Und eine Hortgruppe kann keine Familie ersetzen, meine feste Ãœberzeugung.
    Zwei Stunden am Abend, womöglich noch genervt, die Eltern, weil gestresst vom Job, nein TM, das kann mir keiner erzählen, dass das die ultima ratio für ein Kind ist, never.
    War selbst Schlüsselkind, ab Grundschulzeiten. Hatte einen Workaholic als Vater, der selten zu Hause war; heute bereut er es, dass er uns nicht aufwachsen sah. Ja, verlorene Zeit, kann man nicht zurückholen, das ist Fakt, und das macht das Ganze ja auch so schwierig. Das sind die Lebenszwänge, denen man unterliegt. Allerdings muss man sich nicht jedem Zwang beugen. Ich habe es gehasst, habe es gehasst, dass meine Mutter nicht zu Hause war, wenn ich bzw. wir, habe noch einen jüngeren Bruder, von der Schule nach Hause kamen und keiner war da, dem ich erzählen konnte, was mich so bewegte. Ob da ein Hortplatz das gewesen wäre, was ich schön gefunden hätte ..., kann ich mir nicht vorstellen.
    Meine mich zu erinnern, dass ich vor einiger Zeit, also ist schon was her, eine Reportage in einem Magazin gesehen habe. Da wurden Kinder befragt, was sie sich wünschen würden. Einhellige Antwort der angesprochenen Kinder: "Mehr Zeit mit den Eltern" - das lässt doch tief blicken.
    Nein, wir sollen glauben, dass es das Richtige ist, nicht auf unser Gefühl vertrauen, und das tun wir dann auch..., einen Kommentar dazu erspare ich mir.
    Aber so wird das nichts mit empathischen Menschen, die bekommst Du nämlich nur, wenn die Gegebenheiten stimmen, und dazu gehört auch Familie zu leben, zu spüren, zu fühlen, das kann kein Hortplatz ersetzen.
    Beziehung und Beziehungspflege braucht Zeit, auch im Falle von Eltern und Kind, das ist einfach so. Das ist mit zwei Stunden am Abend nicht getan.

  • Ja, der Umgang miteinander wird "vererbt". Ein Grund mehr, die Eltern dafür zu sensibilisieren, begreiflich und bewusst zu machen, was man sensiblen Kinderseelen mitunter antut.

    Da sind wir uns völlig einig.


    Du enttäuscht mich

    Sei mir nitt böse, aber wen?


    und es macht mich fast schon richtig sauer, was du da über mich ablässt, bzw. mir einfach unterstellst.

    Ich Dir unterstelle, wann - wo - wie - was?


    Tut mir leid That's me, aber ich kann nicht wissen, was Du damit genau meinst, was Du Dir dabei denkst, wenn Du folgendes schreibst:


    Schule allein kann dies nicht leisten, wobei wir wieder beim Thema "Elternführerschein" im Sinne von Hilfsangeboten sind.


    Und ich weiß nicht einmal genau, was die Verbindung von Führerschein - selbst wenn er in Anführungszeichen steht (was genau mildert das Anführungszeichen? Oder gilt es als Hervorhebung? Streicht es gleich das ganze Wort, als stünde es nicht da? Ist es wie üblich Ironie, dann fehlt mir das Gegenstück, hattet Ihr schon Diskussionen, an denen ich mich nicht beteiligte ... Du, mir wächst kein Gras aus der Tasche ...) - und in der Definition als Hilfsangebot bedeuten soll.


    Du interpretierst einfach etwas in diese Begriffe hinein und unterstellst deine für mich sehr befremdlichen Assozationen als von mir propagiertes.

    Habe lediglich beschrieben, wie ich eine Wirkung, sollte es so einen Elternführerschein geben (egal welchen Umfanges er auch sei), einschätzen würde. Rein logisch, völlig unemotional.


    Bin einfach auf die Worte eingegangen und da sich mir die Verknüpfung nun einmal in Kombination (auch mit den "") nicht offenbarte, hab ich sie genommen, wie sie dort standen, fertig. Hab nicht einmal gezuckt, könnte man sagten oder Dir Vorwürfe derart gemacht, wie man nur auf so eine Idee kommen kann, oder was auch immer. Dachte, das klärt sich vll. noch. Nunja, auf die ein oder andere Weise, wie man sieht.


    Eigentlich hätte eine einfache Aufklärung gereicht, meiner Meinung nach. Ändert nichts an meinen theoretischen Ausführungen, so es denn einen solchen Elternführerschein geben würde. Schadet doch nicht, wenn man sich darüber Gedanken macht ... wird doch recht häufig von unterschiedlichen Quellen gefordert.


    Alles etwas sehr weit hergeholt. Nicht nachvollziehbar für mich, wo für dich der Bogen zu Zwang und Entscheidung über wertes und unwertes Leben liegt :out:

    Was jetzt genau? Meine theoretischen Ausführungen völlig abgekoppelt von Deinen Gedanken (die ich noch nicht kenne und bis zum Ende Deines Beitrags auch nicht kennen lernen werde) als solches bereits Deiner Meinung nach völlig hergesponnen oder weil Du Dich damit nicht in Verbindung gebracht sehen möchtest?


    Davon distanziere ich mich hier ausdrücklich.
    Du bist auf dem Holzweg.

    Nun, das wäre dann ja geklärt .. also meiner einer hat das nicht in Beziehung zu einer mir fremden Persönlichkeit mit fremden Gedanken gesehen, sondern rein logisch. Mich interessieren lediglich die Themen.


    So ein Denken entspringt deinem Kopf!

    Völlig korrekt, kann mir ein solches Szenario sehr gut vorstellen, wie das ausgehen würde, welche Gefahren sich dahinter verbergen könnten, welche Forderungen man schon zu lesen bekam (auch von Personen des öffentlichen Lebens), so ein Elternführerschein, selbst wenn er im Gewand der Hilfe käme (man beachte, wenn dem so sei ... ein rein theoretisches Szenario, natürlich auch basierend auf den Erfahrungen, die man mit so etwas gemacht hat und macht, andere Zeiten, andere Nationen, andere Bezeichnungen, unterschiedliche Zielsetzungen und Beweggründe).


    Das sind nicht meine Gedanken!
    Sorry, aber nicht im Entferntesten kämen mir derart (zensiert) Gedanken in den Sinn. *schüttel*

    Nun, über den Beitrag verteilt, nicht ohne gewisse Wertung meiner Person, wäre das ja nun geklärt. Was ich jetzt leider immer noch nicht weiß, was Du Dir genau damit gedacht hast, also wenn Dir das ebenso wichtig wäre, könntest Du es ggf. ja noch erläutern.


    Fakt ist, viele verstehen die Kinderseelen nicht mehr, die wissen nicht mehr, wie ein Kind tickt und denkt und fühlt. Da besteht Nachholbedarf.

    Eindeutig, man weiß ja nicht einmal, wie man selbst tickt und will es auch in der Regel nicht wissen. Dies ist das Kernproblem, welches wir weitergeben. Nungut, auch jene waren einst Kinder und wurden so gemacht, keine Frage. Aber um das zu ändern, müssen wir bei uns selbst beginnen (uns im Sinne der Allgemeinheit als vorgestelltes Szenario) ohne zu berücksichtigen, ob es möglich wäre, dass Du als Person natürlich davon ausgenommen sein kannst.


    Gruss
    rosi

  • Zitat

    Da wird einem Angst und Bange
    Familien im Niedrigeinkommensbereich werden nach Ansicht von Sozialrichter Borchert “behandelt wie Drogensüchtigeâ€, da “man ihnen nicht zutraut, mit Bargeld umzugehenâ€. Der Darmstädter war Sachverständiger im Bundestagsausschuss “Arbeit und Sozialesâ€, als über den Bildungsgutschein beraten wurde. Borchert schätzt, dass die Regelung ein weiteres Mal vom Bundesgerichtshof überprüft wird.


    Und hier schon wieder ein Beispiel, also welches in seiner exorbitant polemischen Umgestaltung wieder einmal zur Rechtfertigung als Faktenargument herangezogen wird:


    Zitat

    Schwarz arbeiten, Hartz IV kassieren


    2010 haben die Jobcenter wesentlich mehr potentielle Schwarzarbeiter unter den Hartz-IV-Empfängern ertappt als 2009. Oft werden sie durch einen automatischen Datenabgleich entdeckt.
    ....
    Die Jobcenter haben 2010 deutlich mehr potentielle Schwarzarbeiter unter den Hartz-IV-Empfängern ertappt. 59.000 Fälle wurden wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit an die zuständige Zollverwaltung weitergegeben. 2009 waren es knapp 10.000 weniger.
    ....


    Eine Sprecherin der Nürnberger Behörde sagte der Süddeutschen Zeitung: "Wir bearbeiten Leistungsmissbrauch konsequent. Die Zahlen sagen aber nicht, dass immer mehr Hartz-IV-Empfänger betrügen." Vielmehr werde damit bestätigt, dass die Mitarbeiter in den Jobcentern "heute stärker sensibilisiert und besser qualifiziert sind". ....

    (Hervorhebungen von mir) Was mir der letzte zitierte Satz wohl sagen soll ....


    Und gegen Ende:

    Zitat

    So geht aus dem Jahresbericht hervor, dass von den 22,71 Millionen Bescheiden 836.000 mit Widerspruch und 158.000 mit Klage angefochten wurden. In 306.000 Fällen sei den Widersprüchen stattgegeben worden. Das entspricht gut einem Prozent aller Bescheide. "Darunter waren 164.000 Fälle aufgrund fehlerhaften Arbeitens in der Grundsicherungsstelle", heißt es in der BA-Bilanz. Kritiker werfen den Jobcentern vor, zu viele fehlerhafte Bescheide zu erstellen. Die BA hält die Fehlerquote dagegen gemessen an der Zahl aller Bescheide für gering.


    Der trockene Kommentar auf den Nachdenkseiten hierzu:
    Anmerkung unseres Lesers H.C.K.: 134.000 Missbrauchs-Fälle bei insgesamt 22,7 Mio. Bescheiden p.a. bedeutet eine mutmaßliche Betrugsquote von höchstens 0,6% aller Hartz IV-Bezieher. Da wird ein Schankwirt beim Zapfen öfter den Eichstrich verfehlen.


    Tja, "wesentlich" "deutlich" "mehr" ... "potentiell" ... und "gemessen an gering"


    Jo, da kann einem schon Angst und Bange werden ...


    Gruss
    rosi