Zeit des Kolonialismus: Versklavung und Ausbeutung Afrikas

  • Dein Lieblingsthema? Das linke Juste Milieu,

    Dieses Thema hast Du sowieso nicht kapiert. Allerdings: Wenn man von Kolonialismus und Sklaverei Europas auf Zuhälter in Castrop-Rauxel (oder Bochum) lenkt, sollte man andere nicht beschuldigen, Nebengleise zu fahren, die man selbst einfädelt.
    :closed_2:

  • Tom, ob auf europäischen Schiffen kein europäisches Recht gilt, wage ich zu bezweifeln. Die Behauptung, Sklaverei hätte man nur in den Kolonien toleriert, aber nicht daheim, scheitert am Eigentümerstatus der Reedereien und der Nationalität der Profiteure.


    Sklaverei wurde von kirchlicher Seite geächtet.
    Lies und verstehe..
    Was weltliche Machthaber gemacht haben steht auf einem anderen Blatt..

  • @Sttillicho oder Tom, ob auf europäischen Schiffen kein europäisches Recht gilt, wage ich zu bezweifeln. Die Behauptung, Sklaverei hätte man nur in den Kolonien toleriert, aber nicht daheim, scheitert am Eigentümerstatus der Reedereien und der Nationalität der Profiteure.



    Die Nation samt ihrem flächendeckenden Recht ist eine Erfindung der französischen Revolution. Auf den Schiffen war der Kapitätn der oberste Gerichtsherr und in den Kolonien wurde ohnehin getan, was die Lokalmächtigen wollten. Dazu paßt auch, daß Karl V sein 1542 auf Betreiben de las Casas erlassenes Sklavereiverbot 1545 auf Betreiben der südamerikanischen Granden wieder zurücknehmen mußte. Es war einfach nicht durchzusetzen.

  • Sklaverei wurde von kirchlicher Seite geächtet.
    Lies und verstehe..
    Was weltliche Machthaber gemacht haben steht auf einem anderen Blatt..


    Der Katechismus der Katholischen Kirche bezieht in seine 10 Gebote die Sklaven ausdrücklich ein:
    Katechismus der Katholischen Kirche - IntraText
    Exodus 20.2-17
    Deutronomium 5.6-21


    M. a. W. ein Grundtext der katholischen Kirche (katechetisch dann bereinigt) erlaubt ausdrücklich Sklaverei, stellt allerdings nur fest, daß man sie nicht stehlen oder mißbrauchen darf.


    Richtig ist, daß die Gebote der Bergpredigt Sklaverei, Mißhandlung usw. verbieten. Doch bis heute ist in der Christenheit noch längst nicht entschieden, ob die zehn Gebote oder die Bergpredigt das Manifest des Christentums sind. Z. B. wird gerade in den USA und dort insbesondere unter den Southern Baptists das Old Testament zitiert, während das liberale und soziale Christentums Europas sich eher in die Tradition der Bergpredigt und der Sklavenaufstände stellt.
    Der Protestantismus als Motor des Kapitalismus war nicht besonders pingelig, wenn es um Sklaven ging. Man erklärte sie einfach als nicht abstraktionsfähig (Monotheismus erfordert so etwas) und schon waren sie bloß Ware, nicht Menschen mit Leib und Seele.
    Und ebenso wie Kinderarbeit erst abgeschafft wurde, als die Maschinen so weit entwickelt waren, daß sie noch billiger produzieren konnten als Kinder und diese Maschinen zugleich so kompliziert wurden, daß es eines Minimum an Bildung brauchte, um sie zu bedienen, so wurde auch Sklavenarbeit erst dann abgeschafft, als sie sich nicht mehr rentierte. Es war nicht das christliche Gewissen, daß die Sklaverei abschaffte, sondern der Geist des Kapitalismus (Logik der Profitrate).

  • (..)


    du erzählst Schmuh, dass was du verlinkt hast ist nicht katholische Theologie sondern ein Auszug aus dem AT.
    Mit southern baptist brauchst du nicht zu kommen..
    Deine Behauptungen hinsichtlich was ,,geklärt" ist und was nicht sind verleumderisch und verlogen, typisch marxistisch?
    Falls du dich immer noch wunderst was ,,geklärt" ist und du tatsächlich keine bösartigen verlogenen Absichten hattest empfehle ich dir noch einmal dringlichst Beitrag 261 in diesem thread zu lesen..

    2 Mal editiert, zuletzt von Uncle Tom ()

  • Dieses Thema hast Du sowieso nicht kapiert. Allerdings: Wenn man von Kolonialismus und Sklaverei Europas auf Zuhälter in Castrop-Rauxel (oder Bochum) lenkt, sollte man andere nicht beschuldigen, Nebengleise zu fahren, die man selbst einfädelt.
    :closed_2:


    Es war eine Menschenhändlermafia, die aktiv in Dortmund ist.
    Menschenhandel heißt auch Sklaverei.
    Dein Relativismus (es handle sich bloß um Zuhälter) ist sehr kennzeichnend. Zwangsprostitution von Minderjährigen (auch afrikanischen Minderjährigen) im christlichen Europa hat demnach nichts mit Sklaverei zu tun?
    Closed ist das Thema der Menschenrechte noch lange nicht.

  • Der Katechismus der Katholischen Kirche bezieht in seine 10 Gebote die Sklaven ausdrücklich ein:
    Katechismus der Katholischen Kirche - IntraText
    Exodus 20.2-17
    Deutronomium 5.6-21
    M. a. W. ein Grundtext der katholischen Kirche (katechetisch dann bereinigt) erlaubt ausdrücklich Sklaverei, stellt allerdings nur fest, daß man sie nicht stehlen oder mißbrauchen darf.



    Eben habe ich dort einmal mehr gelesen:
    Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägyptengeführt hat, aus dem Sklavenhaus.

    Der Auszug Israels aus der ägyptischen Sklaverei bildet den Auftakt der im AT festgehaltenen Geschichte Israels. Trotz aller Rückschläge und zeitweiliger Konzessionen an die antiken Gepflogenheiten besteht die Grundmelodie der ganzen Heilsgeschichte aus einer jahrtausendelangen Befreiungsbewegung. Ohne sie kein modernes Wirtschaften, keine Zivilisationshöhe, wie wir sie im christlich -jüdischen Abendland errreicht haben. In der Aufklärung und Moderne wird ja nur weitergeführt, was dort grundgelegt. Der Islam fällt demgegenüber arg zurück.
    Eine Philosophin sollte solche Grundströmungen zu erkennen und zu würdigen wissen.

  • Es war eine Menschenhändlermafia, die aktiv in Dortmund ist.
    Menschenhandel heißt auch Sklaverei.
    Dein Relativismus (es handle sich bloß um Zuhälter) ist sehr kennzeichnend. Zwangsprostitution von Minderjährigen (auch afrikanischen Minderjährigen) im christlichen Europa hat demnach nichts mit Sklaverei zu tun?
    Closed ist das Thema der Menschenrechte noch lange nicht.



    Hast du denn nicht gelesen und rezipiert, was ich in Nr. 253 dazu geschrieben? Nun denn, noch einmal:
    Ich hätte nicht gedacht, daß ich eine als gebildet anzunehmende Philosophin auf den Unterschied zwischen extremer, ja sklavenähnlicher und krimineller Ausbeutung, resultierend aus einem Machtgefälle, und einer durch die Rechts- wie Religionsordnung gedeckten Sklaverei aufmerksam zu machen hätte!

  • Dein Relativismus (es handle sich bloß um Zuhälter) ist sehr kennzeichnend.

    Kennzeichned wofür ?
    Das Thema hier heisst: Zeit des Kolonialismus: Versklavung und Ausbeutung Afrikas Daran halte ich mich.


    Zum Thema:
    Wie erwähnt, war die Sklaverei Bestandteil aller Kulturen und Kontinente (s.o.). Es kann also nur darauf ankommen, wer sie wann und warum beendete, bzw. zu beenden imstande war.

  • Es war eine Menschenhändlermafia, die aktiv in Dortmund ist.
    Menschenhandel heißt auch Sklaverei.
    Dein Relativismus (es handle sich bloß um Zuhälter) ist sehr kennzeichnend. Zwangsprostitution von Minderjährigen (auch afrikanischen Minderjährigen) im christlichen Europa hat demnach nichts mit Sklaverei zu tun?
    Closed ist das Thema der Menschenrechte noch lange nicht.


    Sklaverei ist nicht nur etwas das in Geschichtsbüchern so genannt wird, das gibts auch heute undzwar überall.
    Natürlich sind zwangsprostituierte Sklaven, was sonst? Auch viele Sklaven haben früher einen Lohn erhalten oder etwas anderes im Gegenwert.
    Die Begriffsdefinition ist allerdings sehr schwierig und schwammig. Daher sollte man mit diesem Begriff vorsichtig sein.


  • Die Begriffsdefinition ist allerdings sehr schwierig und schwammig. Daher sollte man mit diesem Begriff vorsichtig sein.


    Ok, dann versuchen wir mal Menschen- und Sklavenhandel begrifflich vonreinander zu unterscheiden. Ich bin gespannt.

  • Ok, dann versuchen wir mal Menschen- und Sklavenhandel begrifflich vonreinander zu unterscheiden. Ich bin gespannt.

    Schon wieder ein Nebengleis der Agitprop - Abteilung. :smilewinkgrin:
    Wollen "wir" uns dann auch über Menschenhandel und Versklavung in sozialistischen Lagersystemen unterhalten, oder gehört das dann "naturgemäß" in eine andere Diskussion ?

  • Sklaverei wurde von kirchlicher Seite geächtet.


    Der glühende Verteidiger der RKK mit dem Nick eines amerikanischen Romansklaven vergisst nur eines:


    Öffentliche Verlautbarungen und Lippenbekenntnisse sind eines, die Realität und das Verhalten etwas anderes.

  • Trotz aller Rückschläge und zeitweiliger Konzessionen an die antiken Gepflogenheiten besteht die Grundmelodie der ganzen Heilsgeschichte aus einer jahrtausendelangen Befreiungsbewegung.


    Unter dem jahrhundertelang geltenden Motto: "Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein"

  • Sklaverei ist nicht nur etwas das in Geschichtsbüchern so genannt wird, das gibts auch heute undzwar überall.
    Natürlich sind zwangsprostituierte Sklaven, was sonst? Auch viele Sklaven haben früher einen Lohn erhalten oder etwas anderes im Gegenwert.
    Die Begriffsdefinition ist allerdings sehr schwierig und schwammig. Daher sollte man mit diesem Begriff vorsichtig sein.

    Ja doch. Nur hier gehts ja um:
    Zeit des Kolonialismus: Versklavung und Ausbeutung Afrikas
    Da weiss man, was gemeint ist. Wir können aber, an anderer Stelle, mal erörtern, welche Staaten heute noch Zwangsprostitution und Zwangsarbeit zulassen.

  • Es war eine Menschenhändlermafia, die aktiv in Dortmund ist.
    Menschenhandel heißt auch Sklaverei.
    Dein Relativismus (es handle sich bloß um Zuhälter) ist sehr kennzeichnend. Zwangsprostitution von Minderjährigen (auch afrikanischen Minderjährigen) im christlichen Europa hat demnach nichts mit Sklaverei zu tun?


    Menschenhändler kann man getrost Sklavenhändler nennen denke ich

  • Es war eine Menschenhändlermafia, die aktiv in Dortmund ist.
    Menschenhandel heißt auch Sklaverei.
    Dein Relativismus (es handle sich bloß um Zuhälter) ist sehr kennzeichnend. Zwangsprostitution von Minderjährigen (auch afrikanischen Minderjährigen) im christlichenEuropa hat demnach nichts mit Sklaverei zu tun?
    Closed ist das Thema der Menschenrechte noch lange nicht.


    Recht hast Du, fast. Nur den religiösen Mist könntest Du weglassen. Zuhälter und Menschenhändler handeln bestimmt nicht aus religiösen Trieben.

  • Recht hast Du, fast. Nur den religiösen Mist könntest Du weglassen. Zuhälter und Menschenhändler handeln bestimmt nicht aus religiösen Trieben.


    Und Christen haben sicher nicht, wie behauptet, aus ethischen Motiven den Sklavenhandel verboten. Zur Ethik gehört nämlich auch, daß man nicht nur Gesetze erläßt, sondern auch, daß man sie befolgt. Insofern es immer noch Sklavenmärkte im Bereich der Sexindustrie gibt, sträubt sich in mir etwas, wenn ich von der ethischen Ãœberlegenheit des Christentums in Sachen Sklaverei höre. Ich kann diese ethische Ãœberlegenheit nicht wirklich feststellen - weder historisch (Kolonialzeit), noch mit Blick auf die gegenwärtigen Zentren der Sexindustrie, die allesamt nicht im islamischen Kulturraum liegen.

  • Und Christen haben sicher nicht, wie behauptet, aus ethischen Motiven den Sklavenhandel verboten. Zur Ethik gehört nämlich auch, daß man nicht nur Gesetze erläßt, sondern auch, daß man sie befolgt. Insofern es immer noch Sklavenmärkte im Bereich der Sexindustrie gibt, sträubt sich in mir etwas, wenn ich von der ethischen Ãœberlegenheit des Christentums in Sachen Sklaverei höre. Ich kann diese ethische Ãœberlegenheit nicht wirklich feststellen - weder historisch (Kolonialzeit), noch mit Blick auf die gegenwärtigen Zentren der Sexindustrie, die allesamt nicht im islamischen Kulturraum liegen.


    Hier vermengst Du so einiges, Firecreek. Sorry.


    Siehst Du Kriminelle, die Frauen aus dem Ostblock etc. mit falschen Versprechungen locken, kaufen/rauben, misshandeln, und weiterverkaufen als "Christen" an?


    Von der Imam-Ehe (auf Zeit) hast Du schon gehört?