Zeit des Kolonialismus: Versklavung und Ausbeutung Afrikas

  • Auch nicht uninteressant:


    Slavery


    How come an anti-slavery law was passed this year when everyone knows slavery was abolished centuries ago?


    Text: Mat Coward / Images: Hunt Emerson
    July 2010


    The mythSlavery was abolished in Britain in 1807 (or 1833, or 1834).



    The “truthâ€


    Holding a person in slavery became illegal in the UK on 6 April 2010. Nineteenth-century legislation made slavery illegal, in stages, throughout the British Empire, but the status of slave had never existed under English common law.


    read more ...


    Slavery | Myth Busters | Strange Days

  • Österreichisches StGB §104 Sklaverei

    Hier ist das im Zusammenhang mit Menschenhandel und Ausbeutung der Arbeitskraft. Kommt gelegentlich bei verschleppten Prostituierten etc. zur Anwendung.
    Hab mal kurz nachgeschaut: § 233 StGB. Dort ist tatsächlich auch noch Sklaverei (in der Aufzählung unter anderen Dingen) aufgeführt. Bis 10 Jahre Haft.

  • Neues Buch über Rohstoffhandel


    Blutsauger der Dritten Welt


    Von Michael Soukup, Zürich


    Ein neues Buch enthüllt, dass die Schweiz eine Drehscheibe des internationalen Rohstoffhandels ist. Demnach maximieren die global agierenden Konzerne mit raffinierten Tricks ihre Gewinne. Die Förderländer leiden unter dem kapitalistischen Monopoly - und bleiben arm.
    ...
    Neues Buch über Rohstoffhandel: Blutsauger der Dritten Welt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft


    Ich habe keinen passenderen Thread gefunden.

  • Da in einem anderem Thread der Kolonialismus und seine Folgen heruntergespielt worden ist


    Da im Allgemeinen einzig und allein der "Kolonialismus der Europäer" thematisiert wird und der arabisch-muslimische Sklavenhandel (sowie die Eroberung großer Teile Afrikas) völlig außer acht gelassen wird, ist zu diesem Thema ein Buch sehr zu empfehlen.



    "Der verschleierte Völkermord" Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika


    >In der zwar nicht wissenschaftlich begründeten, dafür aber ideologisch einwandfreien "Political Corectness" ist alles klar und einfach: Die Europäer und die Nordamerikaner sind schuld am Elend in Afrika. Die Europäer und Nordamerika sind einzig und allein verantwortlich für Menschenraub und Sklavenhandel. Tatsächlich aber haben "die Christen von den Moslems gelernt", wie die renomierte Tageszeitung "Die Welt" schlagzeilte. Bis heute wird der arabisch-muslimische Völkermord an den Schwarzafrikanern verschwiegen - zum einen passt er nicht in das einfach strukturierte, auf Vorurteilen, Ressentiments und einfachen Lösungen basierenden Weltbild der linken "Political Correctness", zum anderen halten islamistische Clanchefs bis zum heutigen Tag an Menschenraub, Sklavenhandel und Massaker gegen Nicht-Muslime ("Ungläubige") unbeirrt fest. Völkermord als Lifestyle - so lässt sich wohl treffend die Blut- und Raubspur des arabisch-islamistischen Imperialismus auf dem afrikanischen Kontinent in der Vergangenheit beschreiben - eine Vergangenheit vor der zu lange Augen und Ohren willentlich verschlossen wurden.<


    http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=7527


    Ãœber den Autor


    Tidiane N’Diaye ist Anthropologe und Wirtschaftswissenschaftler und ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Kulturen und der Geschichte Schwarzafrikas. Er hat mehrere Bücher über dieses Themenfeld geschrieben.


    http://www.amazon.de/verschlei…avenhandels/dp/349804690X

    Einmal editiert, zuletzt von A0048 ()



  • "Der verschleierte Völkermord" Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika


    Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.07.2010


    Thomas Speckmann preist Tidiane N'Diayes Buch über den arabisch-muslimischen Sklavenhandel in Afrika als äußerst verdienstvoll, da das Thema im europäischen Bewusstsein so gut wie nicht vorhanden ist und im Nahen Osten bis heute tabuisiert wird, wie er schreibt. Der senegalesische Anthropologe und Wirtschaftswissenschaftler bedient sich deutlicher Worte und steiler Thesen, um die Tragödie in Afrika, die vom 7. bis ins 20. Jahrhundert andauerte und, wie der Autor schätzt, an die 17 Millionen Opfer forderte, zu vermitteln, stellt der Rezensent fest. Auch wenn die Drastik, mit der N'Diaye seinen Gegenstand darstellt, mitunter sein Missfallen erregt, so würdigt er dennoch, dass sich der Autor als erster systematisch dieser Thematik angenommen hat, zumal er mit einer sehr problematischen Quellenlage konfrontiert war, wie der Rezensent mitteilt. Erschreckend für Speckmann ist nicht nur die ungeheuer hohe Opferzahl des brutalen arabischen Sklavenhandels in Afrika, sondern auch N'Diayes Schilderung der Mitverantwortung vieler afrikanischer Herrscher bei der Versklavung ihrer Untertanen.



    Tidiane N'Diaye - Der verschleierte Völkermord

  • Das hatte wir schonmal woanders.
    Die meisten Kritiken zu dem Buch sind nicht so gut:


    Zitat

    Problematisch ist, dass N'Diaye seine Aussagen häufig gar nicht oder unklar belegt. Es gibt zwar eine Bibliografie, aber keine einzige Fußnote. Bei wörtlichen Zitaten werden die Quellen nur sporadisch benannt. Teilweise erklärbar wird dieser Verzicht dadurch, dass N'Diaye erklärtermaßen auch Quellen benutzt, die westliche Wissenschaftler in der Regel nicht als seriös erachten: Der Senegalese bezieht sich ausdrücklich auch auf die mündliche Geschichtsschreibung der afrikanischen Völker, in der sich Legenden mit der Erinnerung an reale historische Ereignisse untrennbar mischen. Schriftliche Quellen sind sicher nicht per se zuverlässig, aber es irritiert schon, dass N'Diaye die Erzählungen von wandernden Sängern und Volksmagiern explizit als "sehr genau" bezeichnet. Insgesamt drängt sich der Eindruck auf, dass der Autor auf Biegen und Brechen versucht, zu allen Aspekten des Themas klare Aussagen zu machen, auch wenn dies die Quellenlage nicht immer hergibt. Viel zu oft verwendet er Formulierungen wie "allem Anschein nach", die schlecht kaschieren, dass er an dieser Stelle etwas nicht weiß, sondern bloß rät. Bei aller handwerklichen Kritik, zugutehalten muss man N'Diaye, dass er sich nicht scheut, die schwarzafrikanischen Komplizen der Sklavenhändler zu benennen: einheimische Herrscher, die häufig ihre eigenen Landsleuten in die Fremde verkauften.
    [...]
    Plastisch, ja drastisch formuliert N'Diaye, dennoch kommt sein Buch stilistisch des Öfteren holprig daher. Zudem gelingt es dem Autor nicht, seine Gedankengänge in Ruhe zu entwickeln, viel zu oft hüpft er thematisch und chronologisch hin und her. Diese vielen handwerklichen Mängel sind jammerschade, denn inhaltlich ist der Titel packend und erschütternd. Welche Leser werden schon gewusst haben, dass es in Ostafrika eine regelrechte Kastrationsindustrie gab? Arabische Haushalte kauften ihre Diener am liebsten entmannt ein, aus dem selben Grund, aus dem heute Hunde- und Katzenbesitzer ihre Tiere operieren lassen: Es macht einfach weniger Scherereien. Der Islam verbot allerdings den Gläubigen, Sklaven zu verstümmeln, deshalb ließen die Sklavenhändler ihre schwarzafrikanische Beute massenhaft bei nicht-muslimischen Spezialisten in Abessinien und Oberägypten kastrieren - eine makabre Frühform der Globalisierung.


    Dreizehn Jahrhunderte währender Sklavenhandel - Tidiane N'Diaye "Der verschleierte Völkermord" | Andruck | Deutschlandfunk

  • Der Kolonialismus wird nur permanent vorgeschoben um das andauernde Versagen der afrikanischen Staaten in den letzten Jahrzehnten zu kaschieren und so zu tun als wären daran die Europäer schuld und müssten sich ganz schlecht fühlen.
    Wie ein Bekannter mal sagte, man macht aus einem Häuptling eben keinen Präsidenten und so ist es auch, den Afrikanern fehlt einfach die moderne Entwicklung, prinzipiell laufen da unten zu einem guten Teil Stammeskriege ab wie vor 300 Jahren nur eben mit AK-47 statt Holzspeeren.

  • Der Kolonialismus wird nur permanent vorgeschoben um das andauernde Versagen der afrikanischen Staaten in den letzten Jahrzehnten zu kaschieren und so zu tun als wären daran die Europäer schuld und müssten sich ganz schlecht fühlen.
    Wie ein Bekannter mal sagte, man macht aus einem Häuptling eben keinen Präsidenten und so ist es auch, den Afrikanern fehlt einfach die moderne Entwicklung, prinzipiell laufen da unten zu einem guten Teil Stammeskriege ab wie vor 300 Jahren nur eben mit AK-47 statt Holzspeeren.


    Wenn du mal in Nürnberg sein solltest meld dich mal. Ich stelle dich gerne meinem Ex-Kollegen aus dem Senegal vor, der Fallschirmjäger in der französischen Armee war. Der erklärt dir gerne woran es hapert und was die Franzosen heute noch so alles anstellen.

  • Der Kolonialismus wird nur permanent vorgeschoben um das andauernde Versagen der afrikanischen Staaten in den letzten Jahrzehnten zu kaschieren und so zu tun als wären daran die Europäer schuld und müssten sich ganz schlecht fühlen.
    Wie ein Bekannter mal sagte, man macht aus einem Häuptling eben keinen Präsidenten und so ist es auch, den Afrikanern fehlt einfach die moderne Entwicklung, prinzipiell laufen da unten zu einem guten Teil Stammeskriege ab wie vor 300 Jahren nur eben mit AK-47 statt Holzspeeren.


    Unser Entwicklungshilfeminister ist in Afrika gelandet, und die Regierungsmaschine streikt wieder einmal und hindert ihn am Weiterflug, um unser Geld unter die Häuptlinge zu bringen.


    Wenn das Ganze nicht so traurig wäre ... Ich bin gegen Entwicklungshilfe, außer für Familienplanung. Was die Regierungsmaschine betrifft: Noch nicht mal die Wartung der Flugzeuge klappt mehr! Es ist eine Schande, wie unser Land heruntergekommen ist.


    https://www.tagesschau.de/ausl…smaschine-malawi-101.html

  • Der Kolonialismus wird nur permanent vorgeschoben um das andauernde Versagen der afrikanischen Staaten in den letzten Jahrzehnten zu kaschieren und so zu tun als wären daran die Europäer schuld und müssten sich ganz schlecht fühlen.
    Wie ein Bekannter mal sagte, man macht aus einem Häuptling eben keinen Präsidenten und so ist es auch, den Afrikanern fehlt einfach die moderne Entwicklung, prinzipiell laufen da unten zu einem guten Teil Stammeskriege ab wie vor 300 Jahren nur eben mit AK-47 statt Holzspeeren.


    Wenn das deine sachliche Meinung ist, dann hat dein Post das Potenzial deine Aussage eigentlich so zu relativieren, dass er den wahren Grund für die Probleme vor Ort verdeutlicht.


    Elitärdenken! Das bildete und bildet bis heute die Grundlage für solche Sicht auf vergewaltigte Gesellschaften.


    Auf diesem Kontinent sind auch Auswüchse christlicher Missionierung und deren Verbrechen zu finden. Denn die LRA ist solch ein Geschwür.

  • ...


    Elitärdenken! Das bildete und bildet bis heute die Grundlage für solche Sicht auf vergewaltigte Gesellschaften.


    ...


    Das Dumme daran ist halt, dass Beides stimmt. Egal wen Du dort an die Fleischtöpfe lässt, er oder sie macht sich erstmal selbst die Taschen voll und dann seinem Clan und dann kommt lange nichts und dann die entferntere Verwandschaft. Dieses Dilemma kannst Du nicht lösen. Wo willst Du die Entwicklungsgelder hinpumpen ? Noch dazu wo die Chinesen noch angefangen haben den Kontinent aufzurollen und das auf eine Art und Weise die auch nur wieder die Häuptlinge reich macht. Zusätzlich zu EU und USA, die die heimische Wirtschaft in Grund und Boden konkurriert. Es muss etwas geschehen, aber wie geht man vernünftig vor ?

  • Gelbe Weste kaufen und nicht nur als passiv zahlendes Mitglied in Parteien eintreten. Begeistert die Hinterzimmerkaffekränzchen nicht nur der SPD-Ortsvereine ungemein …


    … ich meine natürlich die mentale und nicht die physische Gelbe Weste.


    Frei nach Gabriel: "Dahin gehen, wo es stinkt."


    Kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Du dort damit anfangs wenig Freunde hast, was sich aber bald legt.

  • Wo willst Du die Entwicklungsgelder hinpumpen ?


    Berechtigte Frage, wobei ich mir die "Korrektur" erlaube, nicht wo ist die elementare Frage, sondern wie.


    Als einzige Lösung hätte ich, dass man das - wie die Chinesen es letztlich auch tun - direkt vor Ort und selbst organisiert.


    Will heißen. Z. B. begleitet von Blauhelmen übersendet DE eine Delegation von Experten in das Land. Die Materialien werden im Land bezogen, oder durch Militär Transportflugzeuge dort hin transportiert.


    Nur wenn die "Händlerketten" reduziert werden, ist effektives Agieren möglich. Das betrifft ja viele Bereiche der Ökonomie und Wirtschaft.
    Weitere Möglichkeit, evtl. die Gelder/Materialien direkt in bereits bestehende private/NGO Projekte pumpen.
    Ãœberwachung derselben dürfte heute zu Tage ja nicht das Problem darstellen.

  • Berechtigte Frage, wobei ich mir die "Korrektur" erlaube, nicht wo ist die elementare Frage, sondern wie.........................


    Afrika ist sicher ein Schwerpunkt hinsichtlich einer Entwicklung auf Standards der Gesellschaft, die in etwa mit den Menschenrechten in Beziehung zu setzen sind und auch dem Völkerrecht Rechnung tragen könnten. Doch dazu bedürfte es einer neuen Weltwirtschaftsordnung, die allerdings mit einer ganzen Vielzahl von Privilegien multinationaler Konzerne und Finanzgruppen Schluss machen müsste und zu der der Westen, geführt von den USA, gegenwärtig nicht bereit ist. Desweiteren betrifft es nicht nur Afrika, auch Lateinamerika, Teile Asiens und selbst Teile der sogen. I.Welt werden von den Schlüsseltechnologien abgehängt, die für gesellschaftlichen Fortschritt essentiell sind.

  • Afrika ist sicher ein Schwerpunkt hinsichtlich einer Entwicklung auf Standards der Gesellschaft, die in etwa mit den Menschenrechten in Beziehung zu setzen sind und auch dem Völkerrecht Rechnung tragen könnten. Doch dazu bedürfte es einer neuen Weltwirtschaftsordnung, die allerdings mit einer ganzen Vielzahl von Privilegien multinationaler Konzerne und Finanzgruppen Schluss machen müsste und zu der der Westen, geführt von den USA, gegenwärtig nicht bereit ist. Desweiteren betrifft es nicht nur Afrika, auch Lateinamerika, Teile Asiens und selbst Teile der sogen. I.Welt werden von den Schlüsseltechnologien abgehängt, die für gesellschaftlichen Fortschritt essentiell sind.


    Export von Schlüsseltechnologien ist ja auch kontraproduktiv für die Global Player. Wer setzt sich freiwillig Konkurrenz ins eigene Nest.
    Viel lukrativer ist es, die örtlichem Märkte kaputt zu machen, mit Zöllen zu jonglieren und unseren Mist teuer zu exportieren um im Weltrang der Exportmeister Bestand zu haben.
    Das tolle saubere DE muss ja die Lügenmärchen aufrecht erhalten. Die Beruhigungspillen des Volkes abzuschaffen oder geringer zu dosieren wäre viel zu gefährlich.

  • Export von Schlüsseltechnologien ist ja auch kontraproduktiv für die Global Player. ..............


    Wenn die Menschheit überleben will, gehören Wissen und Technologie allen Menschen der Erde! Und mit jedem Menschen, der befähigt wird, neueste Erkenntnisse zu verstehen und innovativ weiter zu entwickeln, wachsen die Chancen für alle. Natürlich besteht die Gefahr für Unternehmen, wenn sie ihre Erkenntnisse zur Verfügung stellen. Doch Toyota hat bewiesen, dass mit der Freigabe von Patenten es möglich wurde, auch selbst Konkurrenten zu helfen, moderne Technologien zu nutzen. Geschadet hat es Toyota nicht, im Gegenteil, man wurde noch innovativer, die eigenen Produkte noch besser und weltmarktfähiger.

  • Da in einem anderem Thread der Kolonialismus und seine Folgen heruntergespielt worden ist


    Seltsam, dass Abendstern, die/der ja nun nicht mehr bei uns schreibt, nur die Europäer mit dem Kolonialismus in Verbindung bringt. Davor war es das Osmanische Reich, aber so etwas wird gern unterschlagen.




    https://de.wikipedia.org/wiki/…smanischen_Reiches#Afrika