Literaturnobelpreis

  • Dylan? Der ist doch ein Musikant und kein Literat...


    Wie wäre es mit IHM? Er hat immerhin den Begriff "Märchenerzähler" entscheidend verändert und sorgt immer wieder für Aufregung im Wasserglas. :thumbsup:

  • Tomas Tranströmer!

    Wer hatte den auf der Rechnung?


    NIEMAND hatte DEN auf der Rechnung.

    Zitat


    Ehrung für einen Außenseiter: Der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer erhält den Nobelpreis für Literatur. Das gab das Nobelpreiskomitee in Stockholm bekannt und würdigte den 80-jährigen Dichter als einen der "größten Poeten unserer Zeit."



    [url=http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,790251,00.html]Ãœberraschende Auszeichnung: Literaturnobelpreis geht an Tomas Tranströmer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur[/url]

  • Nobelpreis dürfte es nur für Naturwissenschaften geben...


    Mich interessiert eh nur der Nobelpreis für Mathematik. :erol:


    Ich finde es ok, dass Menschen für besondere Leistungen (sei es der Einstaz für den Frieden, Literatur, Wissenschaft,) einen Haufen Geld aus einer Stiftung bekommen. Den medialen Rummel der drumherum gemacht wird finde ich jedoch übertrieben.

  • ach der rummel ist schon ok - es sind ja doch leistungen die gewürdigt werden



    es ist eher die unglaubliche zahl von preisen die mittlerweile vergeben wird - ich habe mich schon ein paar mal gefragt was wohl die leute die die "goldene henne" überreicht bekommen wohl fühlen - Stolz:thinking-020:

  • [url=http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,790251,00.html]Ãœberraschende Auszeichnung: Literaturnobelpreis geht an Tomas Tranströmer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur[/url]


    Unverschämtheit! Was schreibt der, was ich nicht besser schrübe?! :rolleyes:

  • Hier mal drei Zeilen Originaltext von Tomas Tranströmer:



    Nobelpreis: Der alte Schwede dichtete wenig | kurier.at

  • Es wird wieder mal Zeit, das ein armenischstämmiger Türke ein Buch schreibt, der die Türkei mit Dreck bewirft und dafür wieder mal ein Nobelpreis bekommt ! :eek: :eek: :eek:


    (Ihr wisst schon was ich meine !) :iagree:


    Wobei fairerweise muss man sagen, das die anderen Bücher von ihm schon richtig gut waren, habe zumindest 3 Bücher von ihm gelesen, wo die Türkei nicht mit Dreck beworfen wurde und der Inhalt und die jeweiligen Geschichten echt gut beschrieben wurden.

  • Ihr seid Banausen, wißt mein wunderbares Haiku nicht zu würdigen! Perlen vor die Säue werfen und so... *grummel, schmoll*

  • Ihr seid Banausen, wißt mein wunderbares Haiku nicht zu würdigen! Perlen vor die Säue werfen und so... *grummel, schmoll*


    Hier hast du ein Taschentuch das kann man nicht mehr sehen..........
    :lol:

  • Mir hat , ehrlich gesagt, der Name auch nichts gesagt,und das , obwohl ich Gedichte liebe- und von denen besonders die japanischen Haiku, die sich auf das Minimalste beschränken und inhaltlich so groß sein können wie ein Roman.

    Und ich finde, so abwegig ist es nicht, das ein Schwede so artverwandte Verse schreibt wie die Japaner, denn das Gemüt, die Mentalität, die geprägt wird von der Weite des Landes, seiner Besonderheit im kalten Norden Europas zu liegen, etwas abseits von unserem Festland- es hat etwas....
    Ich müßte mir mal einige Bücher anschauen und lesen, in diesen Versen innehalten und versuchen, einen Gleichklang zu finden mit dem, was in mir wohnt.

    Aber da ich zu wenig von diesem Tomas Tranströmer weiß und wenig von ihm gelesen habe, außer die Gedichte, die nun durch die Tagespresse schwirren, , hüte ich mich, hier ein Urteil zu sprechen und auf ihn, dem Unbekannten, ein Fallbeil niedersausen zu lassen.

    Worte sind es immer wert, beleuchtet zu werden, besonders dann, wenn sie einem fremd erscheinen oder gar verstören. Gedichte schreiben ist wirklich Arbeit. Sie fordern auch den Leser heraus, tiefgründiger und behutsamer mit diesem fragil erscheinendem Wortgebilde umzugehen, als mit einem deftigen Heimatschinken, wo man auf der ersten Seite schon weiß, das die Minka den Joseph heiratet .

    Wenn sie einigen scheinbar auf dem ersten Blick nichtssagend sind, diese spröden Verse, sollte man doch nicht vergessen, das sie innere Landschaften eines 80-jährigen Mannes sind, der in seinem Heimatland doch wohlbeachtet wird.

    Also lasse ich mich jetzt mal auf ein paar Zeilen mehr von ihm ein und vielleicht finde ich den Zugang zu diesem schwedischen Lyriker, den keiner kennt.

    Zitat


    Schweden ist ein teures Land. Doch nährt es seine Dichter dank eines ausgeklügelten Stipendiensystems, welches Autoren von Rang eine nahezu sorgenfreie Existenz ermöglicht. Tomas Tranströmer, 1931 geboren, hat sich darauf nicht verlassen, sondern seit Ende seines Studiums Mitte der fünfziger Jahre bis zu seinem Schlaganfall seinen gelernten Beruf als Psychologe ausgeübt. Erst an der Universität, dann in einer Jugendstrafanstalt und seit 1965 als Berufsberater, halbtags, um Kraft und Zeit fürs Schreiben zu behalten. Dass ihm die Brotarbeit nicht nur Butter brachte, zeigen die Haikus, wie er sie schon 1959 nach einem Besuch im Jugendgefängnis Hällby schrieb. „Als der Ausreißer gefasst wurde/ hatte er die Taschen/ Voller Pfifferlinge“, geht das eine. Und: „Der Junge trinkt Milch/ und schläft geborgen in seiner Zelle,/ eine Mutter aus Stein.“

    Flug in die Stille: Ein Hausbesuch bei Tomas Tranströmer in Stockholm - Kultur - Tagesspiegel

    4 Mal editiert, zuletzt von recep () aus folgendem Grund: Tippfehler.grrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

  • Mich interessiert eh nur der Nobelpreis für Mathematik. :erol:


    Ich finde es ok, dass Menschen für besondere Leistungen (sei es der Einstaz für den Frieden, Literatur, Wissenschaft,) einen Haufen Geld aus einer Stiftung bekommen. Den medialen Rummel der drumherum gemacht wird finde ich jedoch übertrieben.


    Mathematik ist die heimliche Lokomotive der technischen und naturwissenschaftlichen Entwicklung.

  • Heut wird [d]er [Literaturnobelpreisträger] verkündet.

    Mich interessiert eh nur der Nobelpreis für Mathematik.

    Es zieht sich wohl durch alle Foren, daß ein (beträchtlicher) Teil der Antworten mit dem jeweiligen THEMA nichts zu tun haben...


    Nun ist die Tatsache, daß "Literaturpapst" Reich-Ranicki - übrigens nicht zum ersten Mal - den Preisträger nicht kannte, irrelevant; selbst Literaturwissenschaftler "kennen" natürlich nicht sämtliche Dichter und Schriftsteller sämtlicher Nationen... unser "oberster Literaturkenner" kennt gewiß die Berühmtheiten, die er im unter seinem Namen herausgegebenen "Literaturkanon" auserkoren hat und dazu eine Auswahl prominenter Gegenwartsautoren, sofern sie mal in seinen Fernsehsendungen zu Gast waren oder er von ihren Buchveröffentlichungen ein Rezensionsexemplar erhalten hat...


    Nun ist "die Literatur" längst kein reichbestelltes Feld für geisteswissenschaftliche Betrachtung und Begutachtung mehr, es ist ein Business - und so sehen auch Lektoren ihre Aufgabe zunehmend darin, aus den unverlangten Manuskripteinsendungen zu jäten, was keinen raschen Verkaufserfolg verspricht. Bücher sind längst nicht mehr vorrangig ein Kulturgut, sie sind ein Artikel, der bestenfalls die Nachrichtenflut, die auf den Verbraucher hereinbricht, "ergänzt" und sich deswegen an die aktuellen Themen und Schlagworte anzupassen hat, um überhaupt als "relevant" wahrgenommen zu werden.


    Daß die Schwedische Akademie also einen Landsmann, der zudem vor rund zwanzig Jahren so gut wie verstummt ist, wegen einiger wortkarger Dichtungen für auszeichnungswürdig erachtet, ist ihr gutes Recht. Andere Autoren überhäufen uns mit hunderte Seiten dicken Büchern - und stehen so also gut im Geschäft.
    Tomas Tranströmer passt nicht in den "Trend" - um so bemerkenswerter IST sein wenig umfangreiches Werk also. Die Wahl ist also vor allem ein Zeichen an den Buchmarkt, an den Geschäftsbetrieb des Schreibens überhaupt.


    Ich habe mir fest vorgenommen, diese magersüchtige Autobiographie einmal näher anzuschauen, sobald sie in einer Buchhandlung vorrätig ist.


  • Daß die Schwedische Akademie also einen Landsmann, der zudem vor rund zwanzig Jahren so gut wie verstummt ist, wegen einiger wortkarger Dichtungen für auszeichnungswürdig erachtet, ist ihr gutes Recht.



    Und mein gutes Recht ist es, ein Komitee nicht ernst zu nehmen, welches weder Proust noch Joyce dieses Preises gewürdigt hat, von Ernst Jünger oder Thomas Bernhard ganz zu schweigen. Hingegen wurden viele Mittelmäßige ausgezeichnet wie zum Beispiel Böll, dieser kath. Heimatdichter der verflossenen Nachkriegs-BRD, oder Günter Grass, ein nihilistischer, wortschwulstgewaltiger Schaumschläger, oder Elfriede Jellinek, eine traumatisierte und schwer erträgliche Feuchtgebieteautorin.

    2 Mal editiert, zuletzt von Stillicho ()

  • Elfriede Jellinek, eine traumatisierte und scher erträgliche Feuchtgebieteautorin.


    Endlich sagts mal wer....mein Deutschlehrer war fasziniert von ihr.....ich fand sie nach kurzer Zeit völlig idiotisch....

  • Es spricht nicht für Österreich das das einer der wenigen Nobelpreise war die wir haben/hatten...