Was sind die Ursachen für eure Arbeitslosigkeit?

  • Die Wahlberechtigung als Erpressungsmittel, was ist daran krud gedacht?



    An welche Kriterien hattest Du so gedacht, die ein Bürger erfüllen muss, um wahlberechtigt zu sein?
    Und wer entscheidet darüber?

    Gibt es bessere und schlechtere Menschen? Wenn ja, also Deiner Meinung nach, woran macht man das fest?

    Fascho-Denke, Stillicho, nichts anderes. Das wird hier zunehmend gepflegt, auch wenn man es nicht wahrhaben will.
    Es sind diesselben Gedanken, die dem zugrunde liegen.
    Ausgrenzung und Abgrenzung gewisser Gruppen, aufgrund von was auch immer.
    Gefährlich ..., so etwas, sehr gefährlich.

    Verzicht ist immer gut, Verzicht für alle!



    Verzicht auf die Benutzung der Ressourcen zwischen den Ohren, stimmt's?
    Frei nach dem Motto alle anderen sind unfähig dazu, nur ich nicht.

    Sorry, Stillicho, das ist mir zu platt, zu eindimensional und zu primitiv.

    Es wundert mich, dass Du Dich zu so etwas herablässt ..., aber das Forum hier ..., na ja ...

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  • Meine Aktien arbeiten glücklicherweise für mich. :)



    Es ist immer eine Frage des Kapitals und sei glücklich, wenn das so ist. Das Hauptproblem ist, dass man sich manche Dinge erst leisten und das Kapital erst dann für einen arbeiten kann, wenn ein Grundstock vorhanden ist. Diese Möglichkeiten schwinden zunehmend.
    Wenn ich gerade so über die Runden komme...ja, das betrifft mittlerweile auch Leute in meiner Gehaltsgruppe (zu DM-Zeiten kein Problem)...kann man nicht viel ansparen, trotz Verzichtausübung. Ich würde ja gerne mal in eine Eigentumswohnung investieren und nicht meiner (lieben!) Vermieterin knapp 1/3 meines Gehalts (+ Nebenkosten wohlgemerkt) in den Rachen werfen. Um einen Kredit zu bekommen, muss man Eigenkapital haben, besser gesagt eine Anzahlung leisten - die laufenden Kosten wären dann etwa gleich, nur halt in etwas, dass einem selbst gehört (dass man bei karger Rente nicht mehr die Mietkosten hat, die man sich dann nicht mehr leisten kann).
    Das Problem ist diese erste Hürde...die ist theoretisch gar nicht mal so hoch, Kapital kann schnell für einen arbeiten! Nur leider können zunehmend weniger Menschen diese nehmen...und man hört sich noch von den Alten an, die selbst auf hohem Niveau jammern, aber die jungen nicht zwangsäufig unterstützen und schon gar nicht die aktuellen Gegebenheiten realisieren (wollen), sie hätten es ja auch geschafft.

    Genau da liegt das Problem und die Ungerechtigkeit unserer Zeit (zumindest, wenn man keine Sponsoren hat) - ja, auch ein Depot lohnt sich erst ab einer gewissen Investitionssumme. Gib mir ein paar tausend Euro, ich werde mir bestimmt nicht gleich einen Luxusschlitten von kaufen...das Geld würde sehr schnell für mich arbeiten! ;)/:(

  • Also bei mir haben sich immer die Arbeitgeber bei mir gemeldet. Die Arbeit fand zu mir.



    Du hast Dich aber nicht als Prostituierter (oder Dealer) verdingt - Zuhälter (Koksbarone) haben Dich beschlagnahmt und/oder die Kunden kamen aufgrund ihres Bedürfnisses von ganz alleine - oder?

    :lol: + :weg:

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  • Du hast Dich aber nicht als Prostituierter (oder Dealer) verdingt - Zuhälter (Koksbarone) haben Dich beschlagnahmt und/oder die Kunden kamen aufgrund ihres Bedürfnisses von ganz alleine - oder?

    :lol: + :weg:


    Du kannst mir von deinem Familienunternehmen gerne berichten. :erol:

  • Du kannst mir von deinem Familienunternehmen gerne berichten. :erol:



    Tsja, wenn das auf mich zuträfe bzw. ich zu so etwas imstande wäre, würde ich hier nicht schreiben (oft frustriert) sondern entweder im Knast hocken (noch frustrierter, vor allem müsste oder wollte ich mich prostiuieren) oder was tolle(re)s mit meiner Zeit und mit meinem Geld anzufangen wissen. Dürfte repräsentativ für die meisten Mit-)Foristen sein ^^

    Einigen wir uns auf 1:1? :erol:

    Aber verrate mir/uns mal: Was machst Du so nebenher (ernsthaft interessiert!)?

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  • Ich arbeite für ein überregionales Unternehmen in der IT-Abteilung.


    Benötigt dieses nicht einen IT-ler in Frankfurt, der sich mit Banken und Kreditkarten auskennt - oder Bankgeschäft ganz allgemein?

  • Ich arbeite für ein überregionales Unternehmen in der IT-Abteilung.



    Danke für die Antwort und ich verspreche, ich unterlasse scherzhafte Mutmaßungen, ob der Firmensitz auf den Bahamas liegt, das Unternehmen Viren verschickt, Gebühren für ungeorderte Abos einfordert, Klingeltöne und XXX-Bilder verkloppt und Ähnliches! ;)

  • Benötigt dieses nicht einen IT-ler in Frankfurt, der sich mit Banken und Kreditkarten auskennt - oder Bankgeschäft ganz allgemein?


    Nein, mit dem Finanzsektor hat mein Unternehmen nichts zu tun. :D

  • also wenn ich so überlege wie freunde und bekannte meiner altersgruppe (so mitte 30) in die dauerarbeitslosigkeit abgerutscht sind zeigt sich schon ein schema


    Also Mitte 30 und schon Dauerarbeitslos ist die Kombination aus:
    - Wirtschaftlich sehr schwache Region
    - Faulheit und keine Ambition wenigstens temporär den Wohnort zu wechseln


    => Da fehlt mir jegliches Verständnis

    Zitat

    man war nach der ausbildung arbeitslos


    Und deswegen gibt man sich auf? Eine Ausbildung ist schonmal eine gute Basis !


    Zitat

    und hat sich dann mit jobs über wasser gehalten die eigentlich nicht der ausbildung bzw. den fähigkeiten entsprachen - immer wieder wechselte der arbeitgeber und dann wurden die abstände zwischen den jobs grösser und das gehalt immer unpünktlicher oder gar nicht gezahlt


    Siehe Wohnortwechsel (Zumindest bei 39- )

    Zitat

    irgendwann kam auch der spruch das die ausbildung ja nichts mehr wert sei wenn man solange schon anderweitig arbeitet - man quasi eine ungelernte hilfskraft sei


    Ich habe mal Kommunikationselektroniker bei der Telekom erklärt und musste mir letztens von meiner kleinen Nichte die Bluetooth-Funktion von meinem Handy erklären lassen :weg:


    => Die Zeit vergeht schnell ... und in der Telekommunikationsbranche würde ich keinen Fuß mehr auf die Erde bekommen. Allerdings war es eine gute Ausbildung und das ist erstmal das A und O für weitere Pläne !


  • - Faulheit und keine Ambition wenigstens temporär den Wohnort zu wechseln


    => Da fehlt mir jegliches Verständnis


    Das sehe ich nicht unbedingt so: Stell dir vor, du ziehst extra wegen eines befristeten Leiharbeitsjobs um, weg von vertrauter Umgebung und Freunden, trägst die hohen Umzugskosten und hast dennoch nicht die Spur einer Sicherheit, langfristig diese Arbeit ausüben zu können, geschweige denn deine Zukunft darauf bauen zu können. Ohne berechtigte Hoffnungen, dass der neue Job langfristige Perspektiven eröffnet, sollte man keinesfalls dem "Flexibilitätswahn" verfallen und leichtfertig umziehen. Sonst ist man am Ende trotzdem arbeitslos, allerdings jetzt in fremder statt in vertrauter Umgebung...


    Diese von der Politik geforderte "nomadenartige" Lebensweise des "modernen Arbeitssuchenden" gepaart mit mangelnder Sicherheit (selbst für Akademiker meist nur befristete Arbeitsverträge) könnte eine der Ursachen für die niedrige Geburtenrate in Industrieländern sein.


    Umziehen wegen Arbeit? Nur wenn es sich lohnt.


  • naja - das ging pö a pö - schritt für schritt

    man wollt halt in der heimat bleiben - und jeder hatte gute gründe - also hat man mal für ein paar monate das gemacht - und dann wieder jehnes gemacht - dabei auch gute hoffnungen gehabt und chancen gesehen da oder dort nun endlich unterzukommen und diesen job nur vorübergehend zu machen

    und dann ging es halt schritt für schritt weiter weiter bergab - erst hat man als koch noch was in der küche zu sagen gehabt - nach dem streit war man woanders hilfskoch - dann plötzlich fahrer

    so ist es einem kumpel passiert - und auch anderen ist es ähnlich ergangen - man wirde nach unter runtergereicht - stück für stück ging es mit der laufbahn bergab

    natürlich kann man im nachhinein sagen das man einfach nur in eine andere stadt ziehen soll - ja hättste wenste - später ist man immer schlauer

    die leute haben nicht aufgegeben und sind abgehauen - nein sie haben eben hier versucht fuß zu fassen - aber sind dabei ins leere getretten

  • Ansonsten ist es für mich kaum nachvollziehbar, warum man nicht mindestens einen 400€ Job hat.


    Na, damit wenigstens 1 "Hunni" mehr Bares in der Tasche ist.


    Das dürfte die Intention des 00 Jack sein: Lohndumping als Event.

  • Das sehe ich nicht unbedingt so: Stell dir vor, du ziehst extra wegen eines befristeten Leiharbeitsjobs um, weg von vertrauter Umgebung und Freunden, trägst die hohen Umzugskosten und hast dennoch nicht die Spur einer Sicherheit, langfristig diese Arbeit ausüben zu können, geschweige denn deine Zukunft darauf bauen zu können. Ohne berechtigte Hoffnungen, dass der neue Job langfristige Perspektiven eröffnet, sollte man keinesfalls dem "Flexibilitätswahn" verfallen und leichtfertig umziehen. Sonst ist man am Ende trotzdem arbeitslos, allerdings jetzt in fremder statt in vertrauter Umgebung...

    Diese von der Politik geforderte "nomadenartige" Lebensweise des "modernen Arbeitssuchenden" gepaart mit mangelnder Sicherheit (selbst für Akademiker meist nur befristete Arbeitsverträge) könnte eine der Ursachen für die niedrige Geburtenrate in Industrieländern sein.

    Umziehen wegen Arbeit? Nur wenn es sich lohnt.



    Ist doch gewollt, das Ganze. Heerscharen billigster Lohnsklaven, die man wunderbar erpressen kann. Die feuchten Träume der Wirtschaft.
    Gerhard Schröder hat es so ähnlich formuliert in seiner Rede in Davos.
    Die Konsequenzen, nun ja, betrifft uns ja nicht wirklich, denn wir sitzen ganz sicher im Sattel, so als Regierende des Urnenpöbels.
    Wie dumm muss man eigentlich sein, um das nicht zu schnallen.
    Diese Diskussion ist wieder einmal beispielhaft.
    Schuldzuweisungen en masse an die Betroffenen, mit denen kann ja etwas nicht stimmen, wenn sie es nicht schaffen, da heraus zu kommen. Irgendein Defizit müssen die doch haben. Schlechte Menschen, also schlechtere als ich. Welche Wohltat, mich betrifft es nicht. Noch nicht würde ich mal formulieren wollen, kenne eine Menge, die einmal ähnlich gedacht haben. Die backen heute ganz kleine Brötchen, was das angeht.
    Tja, die Entmenschlichung ist in vollem Gange. Man spricht den Betroffenen ihre Würde und ihr Dasein als Mensch ab. Der eine oder andere Kommentar hier, zeigt das sehr deutlich.
    Man sollte sich was schämen ...

    Nachsatz:

    Für das Modell chinesischer Wanderarbeiter eignet sich Mensch nicht, meine feste Ãœberzeugung

    Einmal editiert, zuletzt von onlyme () aus folgendem Grund: Nachsatz

  • So sieht es aus @onlyme, und wehe du wagst es, aus dem Hamsterrad auszusteigen und nur das Geringste zu hinterfragen.
    Bleiben wir brave Schafe, dann wird alles gut.

  • Das sehe ich nicht unbedingt so: Stell dir vor, du ziehst extra wegen eines befristeten Leiharbeitsjobs um, weg von vertrauter Umgebung und Freunden, trägst die hohen Umzugskosten und hast dennoch nicht die Spur einer Sicherheit, langfristig diese Arbeit ausüben zu können, geschweige denn deine Zukunft darauf bauen zu können. Ohne berechtigte Hoffnungen, dass der neue Job langfristige Perspektiven eröffnet, sollte man keinesfalls dem "Flexibilitätswahn" verfallen und leichtfertig umziehen. Sonst ist man am Ende trotzdem arbeitslos, allerdings jetzt in fremder statt in vertrauter Umgebung...

    Diese von der Politik geforderte "nomadenartige" Lebensweise des "modernen Arbeitssuchenden" gepaart mit mangelnder Sicherheit (selbst für Akademiker meist nur befristete Arbeitsverträge) könnte eine der Ursachen für die niedrige Geburtenrate in Industrieländern sein.

    Umziehen wegen Arbeit? Nur wenn es sich lohnt.



    Habe ich gemacht, habe jetzt zwar zum Glück, nach Blut, Schweiß, Angst und Tränen (immer wieder Befristungen und Rückschläge) einen Job, aber kein vernünftiges Umfeld mehr. Anspruch und Wirklichkeit, es ist mittlerweile vor allem Glück oder Verbiegerei und es gibt keine Verlässlichkeit mehr (Leistung muss sich lohnen, wer Qualifiziertt ist, etc. blabla.). Wären wir Tiere, man würde die Haltung als artungerecht bezeichnen...ein Mensch braucht Wurzeln...die gibt es kaum noch, die Menschen sind aber selbst Schuld, da nur noch der Mammon solidarisiert (und eine Wurzelbehandlung muss man inzwischen auch meistens sogar noch selbst bezahlen). Man darf einfach nichts mehr erwarten. Umzug, Flexibilität muss sein, aber nicht um jeden Preis. Umgekehrt: Out of sight, out of mind, das ebenfalls nicht (echte Identität oder Verbundenheit sollte nicht an Distanzen scheitern dürfen, oder?).

    [ame]

    [/ame]

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