"made in Germany" ist kein Gütesiegel

  • Das chinesiche Unternehmen Sany montiert die in China hergestellten Komponenten in Deutschland und verpasst für die Produkte das Siegel "made in germany"

    Nun, keine schlechte Idee wenn man bedenkt, dass deutsche Unternehmen ebenfalls für "montiert in Germany" das Siegel nutzen.

    Wieviel Prozent der Wertschöpfungskette sollten "made in Germany" Produkte überhaupt haben? Wir sind "Exportweltmeister", nur ist es nicht Selbstbetrug wenn der größte Anteil im Ausland hergestellt wird und in Deutschland lediglich montiert wird. Der Verkaufspreis geht in die Exportstatistik. Der Faktor Arbeit/Produktion wird zum nicht unerheblichen Teil im Ausland produziert.

  • Das chinesiche Unternehmen Sany montiert die in China hergestellten Komponenten in Deutschland und verpasst für die Produkte das Siegel "made in germany"

    Nun, keine schlechte Idee wenn man bedenkt, dass deutsche Unternehmen ebenfalls für "montiert in Germany" das Siegel nutzen.


    Das ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen.

    Zitat

    Wieviel Prozent der Wertschöpfungskette sollten "made in Germany" Produkte überhaupt haben?


    Entscheidend ist der letzte, der das Produkt geprüft hat, bzw. das Produkt entwickelt und die Qualitätsanforderungen definiert, bzw. umgesetzt hat.

  • Das sehe ich nicht so, made in Germany soll auch made in Germany sein, Entwicklung, Produktion, Endfertigung, Qualtiätskontrolle ALLES.


    Made in Germany soll heissen GEMACHT in Germany nicht "zusammengeschraubt" oder "überprüft" in Germany.

  • Made in Germany war mal weltweit geachtet, den verkommenen Dreck heutzutage auch noch damit zu labeln, wenn er nicht hier hergestellt wurde, ist eine Frechheit, die dem Profitwahn geschuldet ist.


    Zukäufe von Bauteilen kann ich ja durchaus nachvollziehen, aber bitteschön nur Bauteile, nicht Baugruppen.


    Ich würde die Verwendung des Labels verbieten, wenn die Sache nicht von A-Z in Deutschland entwickelt, konstruiert, hergestellt und zusammengebaut wurde, so einfach ist das.


    Viele Leute vertrauen noch den alten Herstellern wie z.B. Blaupunkt, Nordmende, Telefunken, Saba, ohne zu wissen, das es sich hierbei um Chinamüll handelt, wo nur der Name deutsch ist.
    Telefunken als Fernseher wird von einer türkischen Firma hergestellt, und die Palette lässt sich beliebig erweitern.


    Wer sich den Plastikschrott zu Hause hinstellt und glaubt, er hätte etwas Besonderes und dann auch noch "Made in Germany" gekauft, tickt nicht mehr ganz sauber.


    Wer heutzutage wirklich noch Qualität haben will, sollte sich bei den Nischenherstellern, meistens Kleinbetriebe umschauen und dann auch recht viel Geld zur Verfügung haben.


    Oder sich gebrauchte Ware (z.B. aus dem HiFi Bereich der 70er und 80er Jahre), die liebevoll restauriert und revidiert wurde, besorgen, denn da wurde tatsächlich noch Qualitätsware und sehr innovative Technik angeboten, bevor es in den 90er Jahre dem Rotstift, besser gesagt der Profitgeilheit geopfert wurde.

    Einmal editiert, zuletzt von techniker1 ()

  • Ende des 19. Jahrhunderts verabschiedete man in GB ein Gesetz, welches ausländische Produkte kennzeichnungspflichtig machte (Herkunftsbezeichnung) um die als höherwertig erachtete englische Ware erkennbar zu machen. Das wurde sogar überwiegend begrüsst und mündete in einem internationalen Abkommen zum Schutz vor Plagiaten etc.
    Vor allem im ersten Weltkrieg nutze GB die Bezeichnung "Made in Germany" zur besseren Durchsetzung auch der Exportblockade.


    Wegen der durchweg hohen Qualität deutscher Produkte ergab sich damals und vor allem nach dem 2. Weltkrieg aber der gegenteilige Effekt


    Für die rechtlichen Feinheiten, also wann nun genau ein Produkt als "in India", "in Japan" oder eben "in Germany" angefertigt bezeichnet werden darf, verweise ich auf die im Grunde ähnlich gelagerten Fälle "Frankfurter Würstchen", "Schwarzwäler Uhren" etc. etc.

  • Made in Germany sollte nur dann vergeben werden, wenn auch der Großteil der Wertschöpfung in Deutschland erfolgt ist. Mir schwebt da so eine Zahl in der Größe von 90% im Raum.
    Made in Germany ist nicht nur ein Siegel, es ist ein Bekenntnis des Herstellers zum Standort Deutschland und kein Marketinginstrument!

  • Made in Germany sollte nur dann vergeben werden, wenn auch der Großteil der Wertschöpfung in Deutschland erfolgt ist. Mir schwebt da so eine Zahl in der Größe von 90% im Raum.
    Made in Germany ist nicht nur ein Siegel, es ist ein Bekenntnis des Herstellers zum Standort Deutschland und kein Marketinginstrument!



    Wir werden den weltweit bestimmenden Prozeß internationaler Arbeitsteilung nicht aufheben und schon gar nicht rückgängig machen können!

    "Made in Germany" ist längst kein Gütezeichen mehr! Wenn wir die gesamte Wertschöpfung in Deutschland gewährleisten wollten, wäre ein Großteil der Produkte unbezahlbar, nicht etwa, weil bei uns Arbeit zu teuer wäre, sondern weil mit der Belastung des Faktors lebendige produktive Arbeit/Dienstleistung mit den Kosten des Wasserkopfes "Bürokratie" eine Situation besteht, die erstens Arbeitsplätze nicht entstehen lässt, Arbeitsplätze vernichtet und zur Alimentation der Arbeitslosen zwingt, zum anderen sich die Gesellschaft dem Diktat der leistungsfreien konsumierenden Bürokratie unterordnen muß, die die Richtlinien der Politik zu ihren Gunsten gesellschaftsgefährtend verbiegt!

  • Wir werden den weltweit bestimmenden Prozeß internationaler Arbeitsteilung nicht aufheben und schon gar nicht rückgängig machen können!

    "Made in Germany" ist längst kein Gütezeichen mehr! Wenn wir die gesamte Wertschöpfung in Deutschland gewährleisten wollten, wäre ein Großteil der Produkte unbezahlbar, nicht etwa, weil bei uns Arbeit zu teuer wäre, sondern weil mit der Belastung des Faktors lebendige produktive Arbeit/Dienstleistung mit den Kosten des Wasserkopfes "Bürokratie" eine Situation besteht, die erstens Arbeitsplätze nicht entstehen lässt, Arbeitsplätze vernichtet und zur Alimentation der Arbeitslosen zwingt, zum anderen sich die Gesellschaft dem Diktat der leistungsfreien konsumierenden Bürokratie unterordnen muß, die die Richtlinien der Politik zu ihren Gunsten gesellschaftsgefährtend verbiegt!


    Ich habe ehrlich gesagt nicht verstanden, was Du da sagst. Bitte nochmal :)

  • Ich habe ehrlich gesagt nicht verstanden, was Du da sagst. Bitte nochmal :)



    Die Nettoeinkommen, zusätzlich belastet mit Verbrauchssteuern und Abgaben der produktiv Arbeitenden oder produktiv Dienstleistungen Verrichtenden sind in Deutschland nicht übermäßig hoch!

    Da diese ca. 14 bis 15 Millionen Menschen aber einen Ãœberbau von rund 66 Millionen Menschen tragen und ertragen müssen, ergeben sich Faktorkosten für echte wertschöpfende lebendige Arbeit, die im internationalen Maßstab überdurchschnittlich hoch sind!

  • Der VW-Konzern muß nach Mercedes nun auch seine ollen Dieselmotoren nachbessern! BMW macht die sprichwörtlich schlechte Qualität des "Mini" zu schaffen und das nicht zum ersten Mal! MADE IN GERMANY - ein Witz!

  • Die Nettoeinkommen, zusätzlich belastet mit Verbrauchssteuern und Abgaben der produktiv Arbeitenden oder produktiv Dienstleistungen Verrichtenden sind in Deutschland nicht übermäßig hoch!

    Da diese ca. 14 bis 15 Millionen Menschen aber einen Ãœberbau von rund 66 Millionen Menschen tragen und ertragen müssen, ergeben sich Faktorkosten für echte wertschöpfende lebendige Arbeit, die im internationalen Maßstab überdurchschnittlich hoch sind!


    Verstehe was Du sagen willst. Unabhängig davon denke ich, dass dann eben kein "Made in Germany" vergeben werden sollte. Das ist dann einfach pech für die Firmen!

  • Verstehe was Du sagen willst. Unabhängig davon denke ich, dass dann eben kein "Made in Germany" vergeben werden sollte. Das ist dann einfach pech für die Firmen!



    Ich kaufe vorzugsweise Made in Nippon und achte darauf, dass es wirklich in Japan hergestellt wurde! Denn dann bekommt man wirklich Qualität, weil die Berufsehre in Japan noch so ist, wie sie in Deutschland mal war, als sich Made in Germany als Qualitätsstandard weltweit einen ausgezeichneten Ruf erwarb!

    Wenn man heute die Qualität eines Leuchtturms, wie Mercedes, mit der von Lexus vergleicht, kommen einem bei ersteren nur noch die Tränen!

  • Ich kaufe vorzugsweise Made in Nippon und achte darauf, dass es wirklich in Japan hergestellt wurde! Denn dann bekommt man wirklich Qualität, weil die Berufsehre in Japan noch so ist, wie sie in Deutschland mal war, als sich Made in Germany als Qualitätsstandard weltweit einen ausgezeichneten Ruf erwarb!

    Wenn man heute die Qualität eines Leuchtturms, wie Mercedes, mit der von Lexus vergleicht, kommen einem bei ersteren nur noch die Tränen!


    Die Zeit des Made in Germany ist in der Tat vorüber. Rendite > Qualität, Wegwerfgesellschaft, Hauptsache billig!, bling-bling, etc. Nicht mal Miele (teuer!!!) hält noch die Flagge hoch. Erst letztens ist mir der Griff meiner Waschmaschine abgebrochen. Wurde natürlich sofort ausgewechselt, aber dennoch ein Zeichen für schlechte Qualität.


    Als ich mal in der Region Frankfurt am Main für einige Monate zu tun hatte, habe ich meine Wäsche ab und an in der Reinigung gewaschen. Dort standen Maschinen von Miele aus dem Jahre 1970! Und die liefen noch! :yikes:

  • Die Zeit des Made in Germany ist in der Tat vorüber. ...


    Das glaube ich nicht. Noch nicht. Bis jetzt ist das Vertrauen in das Label nicht gestört und daher ist es auch sehr viel wert. Es steht nicht dafür, dass das Produkt zu 100% in Deutschland hergestellt wurde, sondern es steht viel mehr für hohe Qualität. So lange das so bleibt, bleibt auch das Vertrauen.

  • Die Zeit des Made in Germany ist in der Tat vorüber. Rendite > Qualität, Wegwerfgesellschaft, Hauptsache billig!, bling-bling, etc. Nicht mal Miele (teuer!!!) hält noch die Flagge hoch. Erst letztens ist mir der Griff meiner Waschmaschine abgebrochen. Wurde natürlich sofort ausgewechselt, aber dennoch ein Zeichen für schlechte Qualität.

    Als ich mal in der Region Frankfurt am Main für einige Monate zu tun hatte, habe ich meine Wäsche ab und an in der Reinigung gewaschen. Dort standen Maschinen von Miele aus dem Jahre 1970! Und die liefen noch! :yikes:



    Unsere Miele läuft seit 1991 völlig problemlos und einwandfrei!

  • Das glaube ich nicht. Noch nicht. Bis jetzt ist das Vertrauen in das Label nicht gestört und daher ist es auch sehr viel wert. Es steht nicht dafür, dass das Produkt zu 100% in Deutschland hergestellt wurde, sondern es steht viel mehr für hohe Qualität. So lange das so bleibt, bleibt auch das Vertrauen.


    Das Vertrauen ist nicht gestört. Das ist eine Sache. Die andere Sache ist, dass die tatsächliche Qualität von Produkten "Made in Germany" nachgelassen hat und dahingehend ist die Zeit des "Made in Germany" vorbei. Da reicht es nicht zusagen, dass unsere Produkte ja noch besser sind als die von den bösen Kopiererchinesen (auch so ein Feindbild, was unsere Innovationsstärke hat stagnieren lassen).

  • Das Vertrauen ist nicht gestört. Das ist eine Sache. Die andere Sache ist, dass die tatsächliche Qualität von Produkten "Made in Germany" nachgelassen hat und dahingehend ist die Zeit des "Made in Germany" vorbei. Da reicht es nicht zusagen, dass unsere Produkte ja noch besser sind als die von den bösen Kopiererchinesen (auch so ein Feindbild, was unsere Innovationsstärke hat stagnieren lassen).


    Das kannst Du so pauschal nicht sagen, dass die Qualität flächendeckend nachgelassen hat, weil Chinesen irgendwo etwas gelötet haben. Immer nur von Produkt zu Produkt. Und sogar dort gilt das höchstens temporär. Ziemlich unmöglich da eine einheitliche Aussage zu machen. Es müsste schon viel passieren um das Vertrauen allgemein zu erschüttern.