Jobboom - Niedriglöhne und Minijobs - Armut - Altersarmut


  • Wie stellst du dir das genau vor? Das Vermögenswachstum jeder Person wird kontrolliert und sobald die 100000-Euro-Grenze zum ersten Mal erreicht wurde, wird "zugeschlagen" und einmalig Beute gemacht - danach darf das Vermögen unbehelligt für immer weiter wachsen? Vielleicht habe ich aber auch noch nicht verstanden, wie du das genau meinst.


    Waaaaah! Nicht für jeden einzeln. Einmalig für alle an einem Stichtag ;)

  • Waaaaah! Nicht für jeden einzeln. Einmalig für alle an einem Stichtag ;)



    Dein Vorschlag lässt sich so nicht umsetzen:
    Erstens - Es wird beschlossen, dass alle Vermögen über 100 TEUR (Stichtag: 30.12.2012) einmalig mit x % besteuert werden. Folge: zum 24.12.2012 überträgt Millionär y sein Vermögen an Ehefrau, Geliebte, Kinder, Enkelkinder etc., um seine Steuerlast zu minimieren (im Idealfall auf 0 EUR). Am 05.01.2013 erfolgt Rückübertragung, alles legal. Den Stichtag auf einen Zeitpunkt in der Vergangenheit zu legen, klappt nicht wg. Bestands- bzw. Planungsschutz.

    Zweitens - Derjenige, der am 28.12.2012 die 100 TEUR-Grenze überschreitet, wird besteuert. Derjenige, der erst am 10.01.2013 die Grenze knackt, nicht? Was hat das mit Steuergerechtigkeit zu tun?

  • Genau! Alles nicht machbar! Alles ungerecht! Alles Enteignung! Was ist dann Inflation? Was ist die Aufgabe der Sozialabgabenparität? Was ist dann Lohnstagnation? Was ist dann Kapitalexport? Was ist dann Rettungsschirm? All das trifft die unteren Einkommensschichten heftiger als die oberen. Das ist mal so klar wie das Amen in der Kirche.
    Aber Neeeeein! Trotzdem! Jeder ist ein potentieller Millionär und will jetzt schon den Schutz der gefährdeten Spezies "Homo Sapiens Millionaris" sicherstellen.


    Einmalige Sonderbesteuerungen gab es immer wieder in der Geschichte und die haben die öffentlichen Haushalte starkt entlastet, was den finanzschwächeren Schichten wiederum zugute kam.


    BCG und one-time wealth tax

  • Genau! Alles nicht machbar! Alles ungerecht! Alles Enteignung! Was ist dann Inflation? Was ist die Aufgabe der Sozialabgabenparität? Was ist dann Lohnstagnation? Was ist dann Kapitalexport? Was ist dann Rettungsschirm? All das trifft die unteren Einkommensschichten heftiger als die oberen. Das ist mal so klar wie das Amen in der Kirche.
    Aber Neeeeein! Trotzdem! Jeder ist ein potentieller Millionär und will jetzt schon den Schutz der gefährdeten Spezies "Homo Sapiens Millionaris" sicherstellen.

    Einmalige Sonderbesteuerungen gab es immer wieder in der Geschichte und die haben die öffentlichen Haushalte starkt entlastet, was den finanzschwächeren Schichten wiederum zugute kam.



    Was regst Du Dich auf?
    Habe lediglich gepostet, dass die von Dir vorgeschlagene Steuer sofort von den Betroffenen angefochten (wg. Steuergerechtigkeit) bzw. umgangen werden kann.

    Wenn Du also eine Sondersteuer erheben möchtest, solltest Du einen Vorschlag machen, der dann auch wirklich umsetzbar ist.

  • Dein Vorschlag lässt sich so nicht umsetzen:
    Erstens - Es wird beschlossen, dass alle Vermögen über 100 TEUR (Stichtag: 30.12.2012) einmalig mit x % besteuert werden. Folge: zum 24.12.2012 überträgt Millionär y sein Vermögen an Ehefrau, Geliebte, Kinder, Enkelkinder etc., um seine Steuerlast zu minimieren (im Idealfall auf 0 EUR). Am 05.01.2013 erfolgt Rückübertragung, alles legal. Den Stichtag auf einen Zeitpunkt in der Vergangenheit zu legen, klappt nicht wg. Bestands- bzw. Planungsschutz.

    Zweitens - Derjenige, der am 28.12.2012 die 100 TEUR-Grenze überschreitet, wird besteuert. Derjenige, der erst am 10.01.2013 die Grenze knackt, nicht? Was hat das mit Steuergerechtigkeit zu tun?


    1. Stichtagsregelungen sind immer ungerecht, aber selten rechtswidrig.


    2. Gegen Vermögensübertragungen ist ein ganz simples Kraut gewachsen - werden diese nämlich nur zum Zwecke der Steuervermeidung durchgeführt, kann man sie für nichtig erklären. Passiert mit Schenkungen und anderen Vermögensübertragungen schon seit Urzeiten.

  • 2. Gegen Vermögensübertragungen ist ein ganz simples Kraut gewachsen - werden diese nämlich nur zum Zwecke der Steuervermeidung durchgeführt, kann man sie für nichtig erklären. Passiert mit Schenkungen und anderen Vermögensübertragungen schon seit Urzeiten.


    Ganz einfach normale Steuersätze nehmen. Läuft bei uns mit Ãœbertragungen auf zukünftige
    Erben so. "Billig" an Kinder verkaufen geht auch nicht. Die Behörden schicken einen Gutachter und Steuer für den realen Zeitwert wird fällig.