Schlecker-Frauen - Eine neue Gattung ?

  • Dazu muß man sich die Altersstruktur und Lebensverhältnisse der betroffenen Frauen ansehen. Die wenigsten unter ihnen waren Alleinverdiener in ihren Familien. Weder Mobilität als auch Qualifikation sind bei dieser Gruppe besonders ausgeprägt. Der Anteil über 50jähriger ist überdurchschnittlich hoch. Die Chancen für erfolgreiche Arbeitssuche sind minimal, vor allem dann, wenn die gleiche Beschäftigung wieder angestrebt wird.

  • Ãœber die "Schlecker-Frauen" spricht inzwischen niemand mehr. Nun endlich - im Jahr 2017! - steht ihr damaliger Arbeitgeber vor Gericht:


    Zitat

    Für die Staatsanwaltschaft ist der Fall klar: Schlecker habe vorsätzlich Bestandteile seines Vermögens, das den Gläubigern zugestanden hätte, vor der Insolvenz im Jahr 2012 beiseite geschafft, so der Hauptvorwurf. Laut Anklage soll es sich um mehr als 20 Millionen Euro in vielen Einzelbeträgen handeln. Dabei geht es unter anderem um eine Wohnungsrenovierung seines Sohns Lars Schlecker für etwa 1 Million Euro, eine Reise der Kinder für mehrere Zehntausend Euro sowie Geldgeschenke an vier Enkel in Höhe von insgesamt 800 000 Euro.


    https://www.welt.de/newsticker…-vor-Vorverurteilung.html

  • Die "Schlecker-Frauen" waren darüber wohl nicht gerade unglücklich, vorübergehend aus dem Fokus gelangt zu sein, denn diese Bezeichnung ist nicht gerade schmeichelhaft.
    Der bestellte Insolvenzverwalter hat sich dazu geäußert


    Zitat


    [...]
    Arndt Geiwitz ist Insolvenzverwalter der Drogeriekette Schlecker.
    [...]
    Geiwitz: [...]
    Mit Blick auf die ehemaligen Mitarbeiter des Unternehmens wird mir auch eine andere Sichtweise zugetragen, nämlich dass sie sich nicht freuen, dass der Prozess nun wieder alles aufrollt. Für sie geht emotional alles von vorn los - und manche "Schlecker-Frau" hadert damit,
    nun wieder auf dieses Attribut reduziert zu werden.