Binationale/Bireligiöse Ehen


  • Schwer zu fassen sind die Kinder solcher "Mischehen" (finde den Begriff persönlich nicht so gut, hat was rassistisches an sich, aber man weiß wie es gemeint ist).


    Der Begriff "Mischehe" ist nicht nur veraltet, sondern wurde vor allem auch durch den Nationalsozialismus so gebrandmarkt, daß er im Rechtsdeutsch nicht mehr auftaucht.
    Wir sprechen aus guten Gründen nicht mehr vom Mischehen, sondern von interkonfessionellen, interrelegiösen, binationalen oder auch interkulturellen Ehen. In den USA gibt es z. B. noch den Begriff interracial marriages für Verbindungen von Partnern mit unterschiedlicher Hautfarbe, wohingegen in Europa nicht mehr von unterschiedlichen Menschenrassen gesprochen wird, weshalb solche Verbindungen auch nicht mehr als "Mischehen" bezeichnet werden.


    Gewisse, nämlich bedeutungslastige, Begriffe bedürfen einer ausgesprochenen Sorgfalt, sobald sie verwendet werden. Für das, was offensichtlich gemeint ist, trifft der Begriff "Mischehe" nicht zu und führt - wie verschiedene Beitrage schon gezeigt haben - auf das falsche Gleis der kulturellen (wenn nicht genetischen) Reinheit.


    Nach den Chancen oder Schwierigkeiten von "Mischehen" zu fragen, entstammt einem Fragehorizont der Nachkriegszeit, als z. B. die Frau ohne die Unterschrift ihres Ehemannes keinen Job annehmen durfte und uneheliche Kinder vom Erbe ausgeschlossen wurden.
    Es ist ein unsäglicher Begriff.

  • Der Begriff "Mischehe" ist nicht nur veraltet, sondern wurde vor allem auch durch den Nationalsozialismus so gebrandmarkt, daß er im Rechtsdeutsch nicht mehr auftaucht.
    Wir sprechen aus guten Gründen nicht mehr vom Mischehen, sondern von interkonfessionellen, interrelegiösen, binationalen oder auch interkulturellen Ehen. In den USA gibt es z. B. noch den Begriff interracial marriages für Verbindungen von Partnern mit unterschiedlicher Hautfarbe, wohingegen in Europa nicht mehr von unterschiedlichen Menschenrassen gesprochen wird, weshalb solche Verbindungen auch nicht mehr als "Mischehen" bezeichnet werden.


    Gewisse, nämlich bedeutungslastige, Begriffe bedürfen einer ausgesprochenen Sorgfalt, sobald sie verwendet werden. Für das, was offensichtlich gemeint ist, trifft der Begriff "Mischehe" nicht zu und führt - wie verschiedene Beitrage schon gezeigt haben - auf das falsche Gleis der kulturellen (wenn nicht genetischen) Reinheit.


    Nach den Chancen oder Schwierigkeiten von "Mischehen" zu fragen, entstammt einem Fragehorizont der Nachkriegszeit, als z. B. die Frau ohne die Unterschrift ihres Ehemannes keinen Job annehmen durfte und uneheliche Kinder vom Erbe ausgeschlossen wurden.
    Es ist ein unsäglicher Begriff.


    Mir ist das ansich völlig egal, ob es nun Mischehen heisst oder nicht.


    Ich bevorzuge den Begriff "binational", da wir Beide unterschiedliche Staatsangehörigkeiten besitzen.


    Es gibt auch diesen Verein binationaler Ehen.


    Unsere binationale Ehe haben wir am 19. Mai zum 32. Mal gefeiert.

  • ...gut oder schlecht?
    Menschen aus verschiedenen Ländern, die ggf. sprachliche Defizite aufweisen, sich dennoch gut verstehen und verständigen können, leben glücklich miteinander, ohne erhebliche Beziehungsprobleme. Dann wiederum gibt es Ehepartner, die aus dem gleichen Kulturkreis stammen, sich lediglich in ihrer Glaubensrichtung unterscheiden und spätestens nach der Geburt des ersten Kindes kaum noch miteinander klarkommen, Streitpunkt in diesem Fall: welche Religion wird dem Kind nahegebracht? Die des Vaters oder der Mutter? Mich würde interessieren was für Erfahrungen ihr bzgl der Mischehen gemacht habt. Vielleich lebt ihr selber in einer Mischehe und könnt berichten...


    Im Einzelfall - von gut bis irrelevant.


    Als Konzept an sich - schlecht und kritisch.


    Zum Hintergrund: Ich bin seit 9 Jahren verheiratet, mein Mann kommt zwar aus einem anderen Land, hat aber die selbe Volkszugehörigkeit, wie ich und ist ebenfalls atheistisch. Daher empfinde ich unsere Ehe nicht als "Mischehe".

  • Dann müssen sie aber auch deutsch aussehen. Ab schwarze Haare und etwas dunklerer Haut heißt es: "Sie sind aber kein richtiger Deutscher, oder?" oder im Falle einer Verkehrskontrolle, als der Bulle mich vollkommen grundlos fragte, ob ich den deutschen Ausweis "im Lotto gewonnen hätte!"


    In Deutschland hat das flächendeckend eine rassistische Komponente. Man muss nicht nur so heißen oder so sprechen, man muss auch "aussehen" wie ein Deutscher.


    Wobei diese Leute kaum in der Lage sind, zu definieren, wie ein "Deutscher" auszusehen hat! Die Deutschen sind das Ergebnis viele
    tausender Jahre Völkermischung, wie fast alle Europäer! Mancher Lette oder Este bzw. selbst mancher Ukrainer mit blonden Haaren und strahlend blauen Augen sieht eben "deutscher" aus als mancher in Rostock oder Kiel bzw. Hamburg Geborener!


    Zudem finde ich binationale Ehen gut! Die Kinder wachsen möglicherweise bi- oder multilingual auf und je mehr es davon gibt, desto mehr könnte der unsägliche rassistische Unsinn aus den Köpfen verschwinden!


  • Ich denke, dass religiöse Unterschiede größere Probleme darstellen, als kulturelle.


    Das mag oft so sein, immer ist es jedoch nicht der Fall. Meine eigene Ehe ist binational: Ich bin Deutscher, meine Frau Indonesierin. Ich bin nicht religiös (Agnostiker), sie ist Muslimin. Daraus ergeben sich gute Diskussionsmöglichkeiten. ;) Wenn überhaupt, dann schätze ich die Wahrscheinlichkeit höher ein, dass sie am Ende Agnostiker wird als dass ich Muslim würde (was völlig ausgeschlossen ist).


    P.S.: Damit es nicht falsch verstanden wird: Wir haben beide nicht das Bedürfnis, den jeweils anderen zu "bekehren".

    Einmal editiert, zuletzt von jaki01 ()

  • Der Begriff "Mischehe" ist nicht nur veraltet, sondern wurde vor allem auch durch den Nationalsozialismus so gebrandmarkt, daß er im Rechtsdeutsch nicht mehr auftaucht.(..)
    Es ist ein unsäglicher Begriff.


    In der Tat; deswegen bin ich bei der Threadüberschrift auch zusammengezuckt. Btw, wenn mich nicht alles täuscht, verwendet die katholische Kirche (und nicht nur die..) diesen kruden Begriff sogar noch bis heute. Das sagt irgendwie alles. Hätte mein Vater sich damals seinen Eltern gegenüber nicht durchgesetzt, hätten meine Mutter und er niemals heiraten dürfen.

  • Als Unverheirateter in einer biethnischen Beziehung fühle ich mich in dieser Diskussion diskriminiert ;)

  • Bunt gewürfelt sind wir. Quer durch die Welt . Herausgekommen ist ein recht hübsches Ergebnis.:smile:
    Ohne das hübsche Ergebnis im Griff gehabt haben zu müssen, ist es kosmopolitisch offen und kritisch zugleich.


    ich spreche selbstredend von meinem Kinde

    Einmal editiert, zuletzt von recep ()

  • Als Unverheirateter in einer biethnischen Beziehung fühle ich mich in dieser Diskussion diskriminiert ;)


    Ein fehlender Ring um den Finger sagt nichts aus über die Wahrhaftigkeit Deiner (biethnischen) Liebe.

  • Sind den nicht alle heterosexuelle ehen eine mischehe, ein Mann und eine Frau zwei ganz verschiedene wesen? :biggrin:


    zu allem was noch hier geschrieben wurde, möchte ich noch hinzufügen dass gemischte rassen viel gesünder sind und das mischlinge allgemein ein besseres immunsystem haben. :)

  • Sind den nicht alle heterosexuelle ehen eine mischehe, ein Mann und eine Frau zwei ganz verschiedene wesen? :biggrin:


    Wie wahr.


    Zitat

    zu allem was noch hier geschrieben wurde, möchte ich noch hinzufügen dass gemischte rassen viel gesünder sind und das mischlinge allgemein ein besseres immunsystem haben. :)


    Oh, oh, ich sehe schon die Rassisten die Lauscher aufstellen, Kingofthecastle. Vielleicht wirst du verschont von ihrem Rassistengelaber, weil sie es sich mit Dir als Administrator nicht verderben wollen.

  • ........
    zu allem was noch hier geschrieben wurde, möchte ich noch hinzufügen dass gemischte rassen viel gesünder sind und das mischlinge allgemein ein besseres immunsystem haben. :)


    Ich habe das mal über Hunderassen gelesen, dass es seit (Hunde)Generationen so beschrieben wird, aber es soll absolut nicht stimmen. Allerdings will jeder seinem Zamperl so etwas bescheinigen, um die Rassehundbesitzer zu ärgern:bounce:


    MfG. Rainer

  • Ich habe das mal über Hunderassen gelesen, dass es seit (Hunde)Generationen so beschrieben wird, aber es soll absolut nicht stimmen. Allerdings will jeder seinem Zamperl so etwas bescheinigen, um die Rassehundbesitzer zu ärgern:bounce:


    MfG. Rainer




    Beschäfftige dich bischen mit evolutionsgenetik dann wirst du mich verstehen ;)

  • Beschäfftige dich bischen mit evolutionsgenetik dann wirst du mich verstehen ;)


    Um mich mit Grundlagenforschung zu beschäftigen, bin ich schon zu alt. Aber vielleicht kannst mich aufklären, ob Deine, oder meine Idee, von der besseren Gesundheit stimmt, damit ich nicht ohne Aufklärung sterbe:biggrin:


    MfG. Rainer

  • zu allem was noch hier geschrieben wurde, möchte ich noch hinzufügen dass gemischte rassen viel gesünder sind und das mischlinge allgemein ein besseres immunsystem haben.


    ... und außerdem sind sie zäher und widerstandsfähiger. Danke, jetzt weiß ich, warum ich fast unkaputtbar bin. :cornut:


    :bounce:

  • binationale partnerschaften gehen ueberhaupt nicht und gefaehrden die volksgesundheit. wenn meine schwester was mit einem deutschen haette, wuerde ich beide zur strecke bringen......:biggrin:

  • Darf ich fragen, wieso die Familien gegen die Heirat waren? Kulturelle, religiöse oder sonstige Gründe?

  • binationale partnerschaften gehen ueberhaupt nicht und gefaehrden die volksgesundheit. wenn meine schwester was mit einem deutschen haette, wuerde ich beide zur strecke bringen......:biggrin:


    :smilielol5::smilielol5::smilielol5:

  • ... und außerdem sind sie zäher und widerstandsfähiger. Danke, jetzt weiß ich, warum ich fast unkaputtbar bin. :cornut:


    :bounce:


    Wie darf ich mir Dich denn vorstellen, Anouk? Halb schwarz/halb weiss?


    LOL