Die monotheistischen - abrahamitischen Weltreligionen: Vergleich, Rezeption, Sicht

  • Und bei Dir mag es daran liegen, dass Du nicht weisst was ein "Gläubiger" ist.:wink5:
    Was Du meinst sind Agnostiker. Der Papst verkündet für seine Gläubige die Wahrheit.


    Schon schwer, gell? :thinking-020:


    Agnostiker glauben weder, dass es Gott gibt, noch glauben sie, dass es Gott nicht gibt.



    Ein Gläubiger glaubt bloß, dass etwas wahr ist, weiß es aber nicht.
    Wenn er auch noch glaubt, aufgrund seines Glaubens zu wissen, dass es etwas wahr ist, ist er ein Idiot, oder?



    Das liegt jetzt daran, dass du eine andere Bedeutung von Wissen verwendest als Gollancz.


    Wissen hat immer einen Bezug zur Wirklichkeit. Beim Glauben muss das nicht so sein.

  • Um den Islam abzulehnen reicht es.

    Gut, um Islamophobiker zu werden, kann man sich aus einem ganzen Arsenal voller Scheinargumente bedienen. Aber die sind kaum geeignet, um auch die anderen Religionen abzulehnen. Ãœbrigens ist religiös motivierte Islamfeindlichkeit recht selten. Ich sehe darin eher eine Tarnkappe, um den eigenen Rassismus zu verstecken.

  • Agnostiker glauben weder, dass es Gott gibt, noch glauben sie, dass es Gott nicht gibt.Ein Gläubiger glaubt bloß, dass etwas wahr ist, weiß es aber nicht.Wenn er auch noch glaubt, aufgrund seines Glaubens zu wissen, dass es etwas wahr ist, ist er ein Idiot, oder?Wissen hat immer einen Bezug zur Wirklichkeit. Beim Glauben muss das nicht so sein.

    Wenn Gläubige hinsichtlich ihres Glaubens von Wissen reden, meinen sie nicht das Gleiche was man gemeinhin darunter versteht. Es ist ein Wissen innerhalb des Glaubens, das für Nichtreligiöse keine Bedeutung hat.

  • Gut, um Islamophobiker zu werden, kann man sich aus einem ganzen Arsenal voller Scheinargumente bedienen. Aber die sind kaum geeignet, um auch die anderen Religionen abzulehnen. Ãœbrigens ist religiös motivierte Islamfeindlichkeit recht selten. Ich sehe darin eher eine Tarnkappe, um den eigenen Rassismus zu verstecken.


    Schau an: Nun sind wir wieder beim Rassismus.

  • Wenn Gläubige hinsichtlich ihres Glaubens von Wissen reden, meinen sie nicht das Gleiche was man gemeinhin darunter versteht. Es ist ein Wissen innerhalb des Glaubens, das für Nichtreligiöse keine Bedeutung hat.


    Du meinst, es sei bloß ein Wissen darauf bezogen, was nach der jeweiligen Religion richtig/wahr ist zu glauben?

  • Die Schäflein sollen keinen anderen Gott anbeten, außer ihn!


    So weit, so gut. Aber ich frage mich, wie ein Gott, der ja alles erschaffen haben soll, auf so eine dämliche Idee kommt. Wie kann es denn andere Götter geben, wenn er sie nicht erschaffen hat? Der einzige GOTT verlangt ihn anzubeten. Diese Monopolstellung sieht er offenbar durch Abweichler gefährdet. Aber woher weiß er, dass es auch noch andere Götter gibt.


    Das stimmt so nicht. Zumindest für den Islam nicht, denn Eintritt in den Islam erhält man zunächst mit der Negierung aller Götter und Gottheiten (La ilahe) und der Bestätigung, dass es "nur Allah" (illallah ) gibt ...

  • Das stimmt so nicht. Zumindest für den Islam nicht, denn Eintritt in den Islam erhält man zunächst mit der Negierung aller Götter und Gottheiten (La ilahe) und der Bestätigung, dass es "nur Allah" (illallah ) gibt ...


    War nicht Allah der Mondgott und hatte drei Sternentöchter?



  • Guter Ansatz, aber zu stark vereinfacht. Ein wesentlicher Aspekt gehört noch eingeordnet: die Ãœberzeugung, diese motiviert intensiver als das Wissen. Die Qualität des Glaubens ist abhängig vom Grad der Ãœberzeugung, weniger vom Wissen.

  • Du meinst, es sei bloß ein Wissen darauf bezogen, was nach der jeweiligen Religion richtig/wahr ist zu glauben?

    Ja, für Religiöse sind ihre Glaubensinhalte Wissen und mehren damit das Wissen aus der diesseitigen Welt. In einer deutschen Ãœbersetzung der islamischen Glaubensformel: La ilaha illa Allah, heißt es: "Ich bezeuge: es gibt keinen Gott außer Allah". Dieses "Bezeugen" drückt einen hohen Grad an Gewissheit aus, wie er stärker kaum möglich ist.

  • Das stimmt so nicht. Zumindest für den Islam nicht, denn Eintritt in den Islam erhält man zunächst mit der Negierung aller Götter und Gottheiten (La ilahe) und der Bestätigung, dass es "nur Allah" (illallah ) gibt ...


    mm... Das erklärt aber immer noch nicht, warum man "andere" negieren (abschwören?) oder ablehnen soll und nur den Einen akzeptieren soll. Das impliziert doch, dass man davon ausgeht, dass es doch irgendwo noch andere geben soll. Oder?


    Ich interpretiere (und ehrlich gesagt ist es mMn anders auch gar nicht vorgesehen) solche "Vorschriften" an EINEN Gott zu glauben als ein Weg, um einer Gemeinschaft zu sagen, dass es nur eine Art gibt, miteinander klar zu kommen.


    Was eigentlich Schade ist, für ein paar gesammelte Metaphern/Geschichten,
    die Werte wie Ethik, Moral und Zusammenhalt fördern sollen.
    So wurde aus Glauben Wissen.
    Und Wissen ist Macht.


    Halt als Regeln die Werte vermitteln sollen.


    Nur was einige daraus gemacht haben, lässt diesen Charakter nicht mehr erkennen.


    mfg

  • Guter Ansatz, aber zu stark vereinfacht. Ein wesentlicher Aspekt gehört noch eingeordnet: die Ãœberzeugung, diese motiviert intensiver als das Wissen. Die Qualität des Glaubens ist abhängig vom Grad der Ãœberzeugung, weniger vom Wissen.


    Wissen ist ja eine besondere Art der Ãœberzeugung, nämlich die Ãœberzeugung, die tatsächlich wahr ist.



    Zu wissen, ob etwas (ein Umstand in der tatsächlichen Welt, die für jeden normalen Menschen wahrnehmbar, d.h. nicht bloß etwas in der eigenen Vorstellungswelt) tatsächlich wahr ist, ist und wird dem Menschen nicht möglich sein. Er ist gefangen in seiner Vorstellungwelt.
    Der Mensch kann höchstens begründet vermuten, dass etwas wahr ist.



    Ja, für Religiöse sind ihre Glaubensinhalte Wissen und mehren damit das Wissen aus der diesseitigen Welt.


    Das scheint mir aber nur für den unaufgeklärten Religiösen zu gelten, der noch nicht den Unterschied zwischen Glauben und Wissen gelernt hat. Aufgrund der Schwammigkeit der religiösen Texten kann maximal eine begründete Vermutung darüber geben, was in der jeweiligen Religion Pflicht ist.




    In einer deutschen Ãœbersetzung der islamischen Glaubensformel: La ilaha illa Allah, heißt es: "Ich bezeuge: es gibt keinen Gott außer Allah". Dieses "Bezeugen" drückt einen hohen Grad an Gewissheit aus, wie er stärker kaum möglich ist.


    Das ist eine Gewissheit, die der einzelne Mensch gar nicht haben kann. Wenn er glaubt so etwas bezeugen zu können, dann sitzt er einer maßlosen Selbstüberschätzung auf. Kein Mensch hat jemals Fakten zu Gesicht bekommen, aus denen er schließen kann, dass es Gott gibt, geschweige einen Gott, der sich überhaupt für die Menschen interessiert.

  • Ein Monotheist, der glaubt dass andersgläubige Monotheisten zu einem anderen Gott beten, erliegt einem Widerspruch. Denn das würde für ihn bedeuten, dass andere Götter existieren. Da das also nicht geht, muss er zwangsläufig annehmen, dass die anderen den gleichen Gott anbeten, nur dass die Art und Weise der Anbetung nicht dem entspricht, das Gott von den Gläubigen fordert.


    Der Monotheist, der das glaubt, dass der Gott der anderen Religion nicht der gleiche ist, glaubt nicht, dass dieser andere existiert, er denkt, die anderen beten ein Nichts an, einen Irrtum.

  • Wenn Gläubige hinsichtlich ihres Glaubens von Wissen reden, meinen sie nicht das Gleiche was man gemeinhin darunter versteht. Es ist ein Wissen innerhalb des Glaubens, das für Nichtreligiöse keine Bedeutung hat.


    Das ist die so genannte Gewissheit. Das ist etwas anderes als Faktenwissen.

  • mm... Das erklärt aber immer noch nicht, warum man "andere" negieren (abschwören?) oder ablehnen soll und nur den Einen akzeptieren soll. Das impliziert doch, dass man davon ausgeht, dass es doch irgendwo noch andere geben soll. Oder?


    Du kennst doch die Geschichte vom Goldenen Kalb, das die Israeliten mal zwischendurch anbeteten und dann mächtig Ärger von Jahwe bekamen. Dieses Goldene Kalb war aber nur eine Statue aus Gold, kein Gott. Der Glaube an den Einen Gott schließt aus, dass es andere gibt.


  • Ich finde den Vergleich mit den Gedanken immer ganz gut. Du hast noch nie einen gesehen, aber es gibt ihn.

  • Ich finde den Vergleich mit den Gedanken immer ganz gut. Du hast noch nie einen gesehen, aber es gibt ihn.


    Mittlerweile kann man Gedanken sichtbar machen und auch schon interpretieren.

  • Du kennst doch die Geschichte vom Goldenen Kalb, das die Israeliten mal zwischendurch anbeteten und dann mächtig Ärger von Jahwe bekamen.


    Ja, hab ich drüber gelesen und fand es amüsant. :)


    Der Glaube an den Einen Gott schließt aus, dass es andere gibt.


    Das scheinen aber alle genauso zu sehen, die auch an ihren einen Gott glauben. Und da gehts dann wieder los.


    Das eigentlich lustige ist ja: Die wirklich ersten Götter waren nur Menschen. In den Himmel sind sie eigentlich nur gekommen, weil man den Sternen/Gestirnen Namen gegeben hat, Geschichten dort herum entworfen hat (Lehren für Organisation und Zusammenhalt) und Bezüge zu ihnen hier auf Erden geschaffen hat (Bauwerke/Symbole). Letzteres soll ja Grundstein für das Prinzip 'Wie im Himmel, so auf Erden' sein.


    ...und weil wir gerade dabei sind...
    Ein Gott hat uns nach seinem Ebenbild erschaffen...
    Gott ist in jedem von uns.....
    Wir sind Gott? ;)


    mfg

  • Durch irgendwelche eingefärbten Wellen auf dem Computer?


    Da es sich um elektrische Prozesse im Gehirn handelt, kann man dies ja schon eine ganze Zeit darstellen. Mit neueren Verfahren ist es mittlerweile aber möglich, bestimmte Wörter, an die der Proband denkt oder die er ausspricht, den gemessenen Prozessen zuzuordnen.
    Festgestellt wurde bei den Versuchen nebenbei, dass, egal ob ein Wort ausgesprochen oder nur gedacht wird, die gleichen Muster in verschiedenen Hirnregionen entstehen. Wobei jedes Wort ein ziemlich unverwechselbares Muster aufweist.


    Ich finde diese Technologieentwicklung einerseits faszinierend, andererseits aber auch ziemlich bedrohlich, wenn man sich die Möglichkeiten bei weiterem Fortschritt überlegt.

    Einmal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()