Die monotheistischen - abrahamitischen Weltreligionen: Vergleich, Rezeption, Sicht

  • Ich finde den Vergleich mit den Gedanken immer ganz gut. Du hast noch nie einen gesehen, aber es gibt ihn.


    Religion ist reine Spekulation. Man kann auf Grundlage einer Religion keine begründeten Aussagen darüber machen, ob es Gott gibt.

  • Religion ist reine Spekulation. Man kann auf Grundlage einer Religion keine begründeten Aussagen darüber machen, ob es Gott gibt.


    Aber viele Sachverhalte sind Spekulation. Sogar das Atommodell ist nur spekulativ.

  • Aber viele Sachverhalte sind Spekulation. Sogar das Atommodell ist nur spekulativ.


    Das Atommodell ist aber im Gegensatz zur Religion nicht reine Spekulation, sondern man kann begründet vermuten, dass es im Wesentlichen richtig ist.

  • Das Atommodell ist aber im Gegensatz zur Religion nicht reine Spekulation, sondern man kann begründet vermuten, dass es im Wesentlichen richtig ist.


    Der alte Versuch, Wissenschaft als ähnliche Glaubensangelegenheit hinzustellen wie den Gottesglauben. Die Unterschiede sind aber frappierend.
    Gott ist ein rein gedankliches Konstrukt, es existiert nicht ein einziger, stichhaltiger, wissenschaftlicher Beweis. Kein mathematischer, experimenteller, kein empirischer, nix, nada, nothing. Nur die Behauptung der Gläubigen, da sei etwas.

  • Der alte Versuch, Wissenschaft als ähnliche Glaubensangelegenheit hinzustellen wie den Gottesglauben. Die Unterschiede sind aber frappierend.Gott ist ein rein gedankliches Konstrukt, es existiert nicht ein einziger, stichhaltiger, wissenschaftlicher Beweis. Kein mathematischer, experimenteller, kein empirischer, nix, nada, nothing. Nur die Behauptung der Gläubigen, da sei etwas.

    Es gibt ein im ganzen Universum wirksames Prinzip, das Ordnung und Strukturen schafft, von Atomen bis hin zu komplexen Lebewesen. Es verknüpft, probiert herum, und sobald etwas Stabiles entstanden ist, wird es als Baustein für höhere Strukturen verwendet. Dieses geheimnisvolle Wirkprinzip der Natur könnte man als Gott bezeichnen. Es fühlt nicht und denkt nicht, es zieht einfach stur sein Ding durch: bauen, schöpfen, nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Zeit spielt keine Rolle; es existieren weder Plan noch Ziel. Aber es ist auch lernfähig. Entwicklungen, die in einer Sackgasse endeten, werden scheinbar nicht wiederholt.

  • .........oder aber er nimmt an, daß der Widersacher, der Lügengott die Inhalte des Glaubens und der Anbetung raffiniert so verdreht und verschoben hat, daß er selbst hinter der Maske Gottes zum Gegenstand der Verehrung wurde. Ein Manöver, durchschaubar nur für den, der mit allen Kräften seiner Seele und seines Geistes die Wahrheit sucht und die Lüge riecht, in welchen Verkleidungen sie auch auftreten möge.
    Versteht sich, daß ich dieser Ansicht zuneige.


    Dieser "Lügengott" wäre ja dann auch ein weiterer Gott, der den Dualismus verkörpert und das monotheistische Gottesbild ausschließt! Zudem würde der Dualismus das Wesen des Menschen reflektieren und kann somit als Beweis dienen, dass sämtliche Götter und auch der monotheistische Gott Erfindungen des Menschen sind, die, einer prähistorischen Kulturstufe geschuldet, den Versuch darstellen, bis dahin Unerklärliches zu begreifen!

  • Der Monotheist, der das glaubt, dass der Gott der anderen Religion nicht der gleiche ist, glaubt nicht, dass dieser andere existiert, er denkt, die anderen beten ein Nichts an, einen Irrtum.


    Für die 3 großen monotheistischen Religionen kann dies aber nicht zutreffen, da sie sich alle der gleichen Herleitung bedienen, welche durch namentlich identische Personen, Ereignisse, Wesen (Engel) und zitierte Propheten bestand haben.

  • Der Monotheist, der das glaubt, dass der Gott der anderen Religion nicht der gleiche ist, glaubt nicht, dass dieser andere existiert, er denkt, die anderen beten ein Nichts an, einen Irrtum.


    Unsinn. Er will einfach nicht anderer Leute Gott/Allah haben.


    Jedem seinen Gott!

  • Religion ist reine Spekulation. Man kann auf Grundlage einer Religion keine begründeten Aussagen darüber machen, ob es Gott gibt.


    Früher hatte es Kritiker des Christentums gegeben die sich auch im Christentum sich gut auskannten. Später im 20.Jh "bedurfte" das nicht mehr, denn die Bildung über Religion war zurück verdrängt. Die Leute geben sich keine Mühe mehr etwas systematisches ausführliches zu erlernen, da sie denken sie brächten es nicht, da das Ergebnis von vornerein sie kennen würden. Es entsteht seltsame Zustände wie die dass das Bild von einer Religion welches man im Kopf hat nicht mit dem entspricht was diese Religion lehrt.
    Ich geb dir wenigstens den Tip: Rede nicht von "der Religion". In der Geistesgeschichte insbesondere im 18. und 19 und weitgehend ins 20Jh. meinte man mit "Religion" fast immer das Christentum. Deine Aussage vom "Spekulation" betrifft dasjenige wo der Verstand kein Zugang hat UND dem Verstand auch widerspricht. Die Theologen im Christentum hatten keine Chance als die Grundlehren wie Trinität oder die hypostatische Union jenseits des Verstandes zu verorten und die Widerstrebung zum Verstand zu dulden. Diese und ähnliche Themen sind spekulativ.
    Deine Sätze so allgemein ausgedrückt mit "Religion" ist zu schwammig und täuschend, denn Religionen haben Schnittmengen zur Philosophie.
    Dein Vorbild Sir Karl Popper hatte soweit ich weiss nie derart allgemeine Sätze über "Religion" benutzt.

  • Unsinn. Er will einfach nicht anderer Leute Gott/Allah haben.
    Jedem seinen Gott!


    Zutreffender, verehrte Frau Kojo, wäre: "Jedem seine Vorstellung von seinem Gott/Allah/Jahwe/ El etc.!"

  • Nur die Behauptung der Nicht-Gläubigen da wäre nichts.
    ;)


    Beides ist nicht gleichberechtigt. Wer eine These aufstellt steht in der Beweispflicht, nicht der Zweifler. Wer steif und fest die Existenz von irgendetwas behauptet, aber keine Belege liefern kann, macht sich lächerlich.

  • Beides ist nicht gleichberechtigt. Wer eine These aufstellt steht in der Beweispflicht, nicht der Zweifler. Wer steif und fest die Existenz von irgendetwas behauptet, aber keine Belege liefern kann, macht sich lächerlich.


    Lächerlich macht sich die Theologie, wenn sie versucht wissenschaftlich einen Gottesbeweis herzuleiten, oder den Versuch macht mittels historischer Daten und ärchologischer Funde die Gesamtstory der heiligen Schriften zu belegen.Oftmals kann sich diese Vorgehensweise aber auch als Rohrkrepierer erweisen.


    Andersherum sollten Gläubige aufhören der Wissenschaft die absolute/umumstößliche Wahrheit abzuringen, da sie diese gar nicht an sich selbst stellt.


    Letztens habe ich eine Doku über das Universum gesehen, wo neben Quantenphysik und deren Ungereimtheiten noch eine andere Theorie beschrieben wurde, welche als Basis die Idee der Holographie inne hatte.Wir sind alle Hologramme und die Informationen existieren am Rande des Universums.Abgeleitet durch den Ereignishorizont von schwarzen Löchern

  • Wir sind alle Hologramme und die Informationen existieren am Rande des Universums.Abgeleitet durch den Ereignishorizont von schwarzen Löchern



    ...klar! :D Und das Spagettimonster schneit nur bei uns vorbei, um sich den Käse drauf streuen zu lassen, den andere den ganzen Tag so denken! :smilielol5:


    Aber auch ein Kreationismus wird gern mal als Wissenschaft verkauft. Wem solche Sachen eigentlich immer einfallen? Naja, wär ja sonst auch langweilig. ;)


    mfg

  • ...klar! :D Und das Spagettimonster schneit nur bei uns vorbei, um sich den Käse drauf streuen zu lassen, den andere den ganzen Tag so denken! :smilielol5:


    Aber auch ein Kreationismus wird gern mal als Wissenschaft verkauft. Wem solche Sachen eigentlich immer einfallen? Naja, wär ja sonst auch langweilig. ;)


    mfg


    Wir lachen darüber, aber eigentlich fand ich die Ansätze sehr plausibel und es ermöglicht eine vollkommen andere Perspektive.Es geht nicht unbedingt um Wahrheiten, sondern um Perspektiven.


    Astrophysik: Leben wir in einem Hologramm?


    Aber es beschäftigen sich mit solchen Themen ernsthafte Wissenschaftler und das sind keine Dummdödel.Allerdings wird nicht von jedem Menschen erwartet das er sich damit beschäftigt und sein Leben danach ausrichtet.Und das ist auch gut so.Und genau so verhält es sich mit der Religion.

    Einmal editiert, zuletzt von Schopenhauer ()

  • Dieser "Lügengott" wäre ja dann auch ein weiterer Gott, der den Dualismus verkörpert und das monotheistische Gottesbild ausschließt! Zudem würde der Dualismus das Wesen des Menschen reflektieren und kann somit als Beweis dienen, dass sämtliche Götter und auch der monotheistische Gott Erfindungen des Menschen sind, die, einer prähistorischen Kulturstufe geschuldet, den Versuch darstellen, bis dahin Unerklärliches zu begreifen!


    Den Geist, der stets verneint, im Menschen selbst anzusiedeln, damit rennst du bei mir offene Türen ein. Der dionysische Mephisto in Goethes Faust kann ja auch nur verstanden werden als die Kehrseite des appollinischen Dr.Faust, von ihm so wenig zu trennen wie die Rück- von der Vorderseite. Wie das Böse in die Welt kommt und wie ihm begegnet werden kann, das ist das eigentliche Terrain einer Religion, die sich die Zähmung des Menschen vorgenommen hat, ohne daß dabei die Freiheit der Entscheidung unter die Räder kommt. Hierin versagt der Islam eklatant.

  • Wir lachen darüber, aber eigentlich fand ich die Ansätze sehr plausibel und es ermöglicht eine vollkommen andere Perspektive.Es geht nicht unbedingt um Wahrheiten, sondern um Perspektiven.


    Astrophysik: Leben wir in einem Hologramm?


    Aber es beschäftigen sich mit solchen Themen ernsthafte Wissenschaftler und das sind keine Dumdödel.Allerdings wird nicht von jedem Menschen erwartet das er sich damit beschäftigt und sein Leben danach ausrichtet.Und das ist auch gut so.Und genau so verhält es sich mit der Religion.



    Mehr oder weniger sollte mein ;) ja auch in diese Richtung gehen.


    So lang man freiwillig einer Theorie anhängt und deswegen von anderen nicht gleich gesteinigt, gekreuzigt oder auch nur diskriminiert wird, ist die Theorie doch egal. Blut ist durch und wegen Religionen schon genug geflossen.


    Ich hab lediglich ein historisches Interesse. Es sind auch die grundlegenden Lehren, die mich interessieren. Also solche, die Zusammenleben und soziales Verhalten reglementieren. Diese haben sich teilweise seit Jahrtausenden kaum verändert. Lediglich Sichtweisen, die der Veränderungen der Epoche geschuldet sind werden gern in einem neuen Licht interpretiert. Allerdings auch gern im eigenen Interesse und da wird es dann mMn ein wenig gefährlich.


    Das wir durch die Zeit und durch das Ãœbersetzen solcher Botschaften teils auch mit Fehlern konfrontiert werden, ist in einem solch langen Prozess fast natürlich. Und genau da fängt bei mir das Interesse an. Was waren die Ursprünglichen Lehern? Welchem Zweck dienten sie und was ist daraus geworden?


    mfg

  • Nur die Behauptung der Nicht-Gläubigen da wäre nichts.
    ;)


    Der Witz ist - es ist mir vollkommen wurscht. Bei dem, was ich über Religiosität und Gott denke und sage, müsste mich täglich mehrmals der Blitz treffen, hat er aber noch nicht. Wird er wohl auch nicht.
    Und noch hypothetischer:
    Würde mir tatsächlich nach meinem Tod jemand Fragen diesbezüglich stellen wollen, bitte, gerne. Ich hätte dann aber auch ein paar an ihn. Und die würden mit Sicherheit nicht sehr freundlich ausfallen.