Die monotheistischen - abrahamitischen Weltreligionen: Vergleich, Rezeption, Sicht

  • Wer den Islam ablehnt, lehnt damit den ganzen Monotheismus ab! Der Islam ist die modernste Form des Glaubens an einen Gott!


    Der Islam ist simpel gestrickt,
    von Moderne keine Spur.
    Der "Prophet" ränkeverstrickt
    wollte Macht und Beute nur.


    Vorgeblich absolut begründet,
    von Psychologie keine Spur
    was heute nicht mehr zündet.


    Gesetz und Macht
    hat er gebracht.
    Mit Peitsche und Zuckerbrot
    glaubt er, käm die Welt in's Lot.


    Das ist archaisch vormodern,
    als "modern" hättest du es gern?

  • Der Islam ist simpel gestrickt,
    von Moderne keine Spur.


    Gilt für das Christentum zu 100% genau so. Bigotte und verlogene Heuchler. Es gibt keine Handvoll wahrer Christen auf dieser Erde.

  • Mehr oder weniger sollte mein ;) ja auch in diese Richtung gehen. So lang man freiwillig einer Theorie anhängt und deswegen von anderen nicht gleich gesteinigt, gekreuzigt oder auch nur diskriminiert wird, ist die Theorie doch egal. Blut ist durch und wegen Religionen schon genug geflossen. Ich hab lediglich ein historisches Interesse. Es sind auch die grundlegenden Lehren, die mich interessieren. Also solche, die Zusammenleben und soziales Verhalten reglementieren. Diese haben sich teilweise seit Jahrtausenden kaum verändert. Lediglich Sichtweisen, die der Veränderungen der Epoche geschuldet sind werden gern in einem neuen Licht interpretiert. Allerdings auch gern im eigenen Interesse und da wird es dann mMn ein wenig gefährlich. Das wir durch die Zeit und durch das Ãœbersetzen solcher Botschaften teils auch mit Fehlern konfrontiert werden, ist in einem solch langen Prozess fast natürlich. Und genau da fängt bei mir das Interesse an. Was waren die Ursprünglichen Lehern? Welchem Zweck dienten sie und was ist daraus geworden?mfg

    Die Stifter der Religionen waren IMHO allesamt sehr charismatische Menschen, die eine natürliche Autorität ausstrahlten. Als sie merkten, dass sie Macht über ihre Mitmenschen erlangen konnten, haben sie ihre Fähigkeit dazu genutzt, die Gesellschaft zum Positiven hin zu verändern. Jesus hatte ja nun ziemliches Pech. Er hatte zwar bereits viele Anhänger, und seine Philosophie schon in Umlauf gebracht, aber der jüdischen Regierung und römischen Besatzermacht war er zu suspekt und man tötete ihn.Für Mohammed lief es besser. Er hatte keinen Gegner wie das römische Weltreich gegen sich, sondern nur ein paar arabische Stämme, die ihn für einen Scharlatan hielten. Es gibt viele Ãœberlieferungen aus Mohammeds Leben, die zeigen, mit welcher Genialität er seine Leute führte und Konflikte unter ihnen löste. Vieles erledigte er nebenbei. Doch gab es mal keine adhoc-Lösung, die die Menschen befriedigen konnte, dann wurde zufälligerweise in der darauffolgenden Nacht ein Koranvers geoffenbart, der das Problem löste. Jesus war mehr der Philosoph und Lehrer. Er war mehr dem Geistigen zugewandt, obwohl er die Realität dabei nie aus den Augen verlor. Mohammed war mehr Führungspersönlichkeit und Staatsmann. Ein Praktiker mit Blick auf das Wesentliche. Ein Naturtalent im Umgang mit Menschen. Beide waren hochintelligent und charismatisch. Und beiden lag das Schicksal ihrer Leute sehr am Herzen.Soweit meine Vorstellung von ihnen.

  • Jesus hatte ja nun ziemliches Pech. Er hatte zwar bereits viele Anhänger, und seine Philosophie schon in Umlauf gebracht, aber der jüdischen Regierung und römischen Besatzermacht war er zu suspekt und man tötete ihn.


    ...und genau hier berichten die Schriften aus Qumran die ganze Sache ein wenig anders.


    Ich versuch das mal mit meinen Worten kurz zu umreißen.


    Wir haben da einen Jeshua, der der autorisierte Nachvolger und zukünftige (Messias) Herrscher (weltliche) werden sollte. Sein Bruder Bar Abas war der Anwärter des geistlichen Führerschaft. Die Gemeinde hatte nun moniert, dass sich Jeshua anmaßte seine weltliche Herrschaft mit der geistlichen zu verbinden, weil er predigend und missionieren (was die Juden ja bekanntlich nicht dürfen) durch die Lande zog. Ob er nun der erwähnte "Frevelpriester" war, sind sich die Experten nicht ganz einig.
    Beide wurden jedenfalls in Haft genommen. Als sie vor Gericht standen, entschied das Volk gegen Jeshua und Bar Abas kam frei.
    Diese Entscheidung gegen Jeshua wird mit seiner nicht vorhandenen Popularität begründet. Er maßte sich schließlich an, geistliches mir weltlichem zu vermischen und seine Kompetenzen zu überschreiten. Da damals zwischen diesen beiden Fraktionen steng getrennt wurde und der eine keine direkte Entscheidungen der anderen Fraktion treffen durfte.
    Das interessante ist nun, dass die jüdische Gemeinde ihn nicht mehr als weltlichen Führer akzeptieren würde und überließ ihm der Gerichtsbarkeit der Römer.
    Um ihn bildete sich eigentlich nur eine kleine Gruppe Abweichler. Natürlich fanden seine etwas legeren Auslegungen der strengen jüdischen Regeln auch bei einigen im Volk anklang aber eben nicht bei der breiten Masse. Sein Verhalten wurde sogar als Entweihend bezeichnet. Schließlich hatte er als Anwärter sämtliche Rituale zum Betreten der heiligen Stätten und Tempel vollzogen. Schließlich hätte er bei seiner Ernennung einen Tempel betreten müssen um sich als Herrscher autorisieren zu lassen.


    So weit so unklar.


    Haben die Christen (gesalbten, Christos = der Gesalbte!) sich ihre heroische Geschichte um eine Person gestrickt, die eigentlich ihre eigene Religion mit Füssen getreten hat (oder reformieren wollte?)
    Wurde ein wenig beleibter zum Märtyrer stilisiert? Oder hat man seine Form der Reformierung nur nach eigenem gut Dünken hingebogen?


    Das besondere am Christentum sind die bestehenden Dogmen. Jungfräuliche Geburt und Wiederauferstehung sollten für einen Christen schon etwas sein, woran er nicht zweifeln darf. Ist eines diese Dogmen nicht mehr existent, ist die ganze Religion futsch.


    Bei den Juden ist es ähnlich. Nur der Islam ist eine Religion, die durchaus anpassbar ist, reformierbar ist. Es gibt natürlich gewisse Glaubensgrundsätze an denen man nicht unbedingt zweifeln sollte aber im Großen und Ganzen...


    Den Weg Maria und Josephs kann man ohne die jungfräuliche Geburt dabei in den Vordergrund zu stellen auch anders interpretieren.
    Warum zieht eine Schwangere Frau mit wenig Habe aber mit Mann durchs Land? Sind sie auf der Flucht, weil die Frau den zukünftigen König (Nachkomme aus dem Haus David) in sich trägt? Da wird auch Erklärbar, warum man ein Kind in einem Stall gebären muß, warum Könige (womöglich hohe Priester der Heiligtümer) solch wertvolle Dinge wie Weihrauch (der übrigens auch in Ägypten sehr beliebt war) und gold überbringen. Das Versteckspiel vor den Römern war also notwendig um den zukünftigen Herrscher zu schützen.


    Plausibel. Mehr nicht. Aber eine Erklärung, die ohne den religiösen Tam Tam auskommt.


    Ich bin mit den Ãœbersetzungen noch nicht ganz durch. Wenn ich noch was interessantes finden sollte, kann ich ja wieder meinen Senf dazu geben. :)


    mfg

  • Gilt für das Christentum zu 100% genau so. Bigotte und verlogene Heuchler.


    "Abendland: Jener Teil der Welt, der westlich (bzw. östlich) des Morgenlandes liegt. Größtenteils bewohnt von Christen, einem mächtigen Unterstamm der Hypokriten, dessen wichtigste Gewerbe Mord und Betrug sind, von ihnen gern ’Krieg’ und ’Handel’ genannt. Dies sind auch die wichtigsten Gewerbe des Morgenlands. " - The Devil's Dictionary


  • Ich habe noch eine andere These gehört: Josef war nicht Marias Ehemann, sondern ihr Geliebter, oder ein Verwandter. Maria musste fliehen, weil sie ein uneheliches Kind erwartete, was für sie und das Kind damals den sicheren Steinigungstod bedeutet hätte. Die Geschichte von der unbefleckten Empfängnis wurde in die Welt gesetzt, um ihr und das Leben des Kindes zu retten.

  • Ich habe noch eine andere These gehört: Josef war nicht Marias Ehemann, sondern ihr Geliebter, oder ein Verwandter. Maria musste fliehen, weil sie ein uneheliches Kind erwartete, was für sie und das Kind damals den sicheren Steinigungstod bedeutet hätte. Die Geschichte von der unbefleckten Empfängnis wurde in die Welt gesetzt, um ihr und das Leben des Kindes zu retten.


    Auch eine Plausible Variante.
    Ist es nicht schön solche Ereignisse ohne die religiösen Vorschriften zu betrachten? :)


    mfg

  • Das Atommodell ist aber im Gegensatz zur Religion nicht reine Spekulation, sondern man kann begründet vermuten, dass es im Wesentlichen richtig ist.


    Dennoch haben wir es nie gesehen.

  • Für die 3 großen monotheistischen Religionen kann dies aber nicht zutreffen, da sie sich alle der gleichen Herleitung bedienen, welche durch namentlich identische Personen, Ereignisse, Wesen (Engel) und zitierte Propheten bestand haben.


    Vernünftige Vertreter der drei monotheistischen Religionen bestreiten ja auch gar nicht, dass es sich um ein und denselben Gott handelt.


    (Nur beim Artikel sind sie sich nicht einig,)

  • Beides ist nicht gleichberechtigt. Wer eine These aufstellt steht in der Beweispflicht, nicht der Zweifler. Wer steif und fest die Existenz von irgendetwas behauptet, aber keine Belege liefern kann, macht sich lächerlich.


    Gott darf nicht bewiesen werden - das ist meine Ansicht. Der Glaube an ihn ist den Gläubigen wichtig. Wer weiß, muss nicht mehr glauben. Könnte man Gottes Existenz beweisen oder gäbe er selbst den Beweis, so wäre Golancz (nur zum Beispiel) plötzlich ein fest "Glaubender".
    Hätte aber keinen Wert mehr.

  • Nein, aber göttlich. Schließlich sind wir ja alle Kinder Gottes.


    Wenn das so ist, dann werd ich mit mit meinem Vater wohl mal ein ernstes Wörtchen reden müssen! Aber so was von! ;)


    mfg

  • Dennoch haben wir es nie gesehen.


    Man kann jedenfalls mit speziellen Elektronenmikroskopen schon einzelne Atome von Molekülen identifizieren. Die Bilder sind natürlich für unsere Augen aufbereitet, aber die Größe der Atome und das Gitternetz sind maßstabsgetreu.

    Einmal editiert, zuletzt von A2032 ()

  • Gott darf nicht bewiesen werden - das ist meine Ansicht.


    Früher hat man es versucht, doch gelang es niemandem. Man kann Allmächtigkeit widerlegen, sowie Gottes Liebe zu allen Menschen, aber damit ist Gott selbst noch lange nicht widerlegt.

  • Früher hat man es versucht, doch gelang es niemandem. Man kann Allmächtigkeit widerlegen, sowie Gottes Liebe zu allen Menschen, aber damit ist Gott selbst noch lange nicht widerlegt.


    Wieso kann man Gottes Liebe zu allen Menschen widerlegen? Weil so viel Leid geschieht? Ja, leben wir denn im Paradies? Sind wir unmündige Wesen, oder gar Marionetten, die von Gott geführt und gelenkt werden? Das Leid geschieht durch uns Menschen und durch niemanden sonst, wir entscheiden, ob wir anderen Leid zufügen, oder nicht. Wir entscheiden uns auch, anderen unter Umständen durch große persönlich Opfer zu helfen. Selbst Naturkatastrophen treffen uns, weil wir so unvernünftig sind und uns dort gerne ansiedeln, wo es für uns gefährlich sein kann. Gäbe es kein Leid, so wären wir nicht von dieser Welt.
    Wir haben die Wahl. Gott lässt uns die Entscheidung und wenn es dadurch anderen schlecht geht, so ist nicht Gott verantwortlich.

    2 Mal editiert, zuletzt von Runa ()