Die monotheistischen - abrahamitischen Weltreligionen: Vergleich, Rezeption, Sicht

  • Wieso kann man Gottes Liebe zu allen Menschen widerlegen? Weil so viel Leid geschieht?


    Es reicht ein Mensch, dem ein schreckliches Schicksal widerfahren ist, um Gottes Liebe zu allen Menschen zu widerlegen. Das ist das große Problem aller Allaussagen: es reicht ein einziges Gegenbeispiel, und die Aussage ist falsch.

  • Es reicht ein Mensch, dem ein schreckliches Schicksal widerfahren ist, um Gottes Liebe zu allen Menschen zu widerlegen. Das ist das große Problem aller Allaussagen: es reicht ein einziges Gegenbeispiel, und die Aussage ist falsch.


    Nenn mir ein Beispiel, an dem nicht der Mensch schuld ist. Aber lass eine "unverschuldete" Krankheit aus.

  • Nenn mir ein Beispiel, an dem nicht der Mensch schuld ist. Aber lass eine "unverschuldete" Krankheit aus.


    Du weißt schon, warum du diese Einschränkung machst. Aber gut: Radfahrer auf Landstraße, wird vom Auto erfasst und landet mit schweren inneren Verletzungen im Straßengraben, leidet stundenlang Todesangst und Schmerzen, wird am nächsten morgen gefunden, bleibt aber für den Rest seines Lebens querschnittsgelähmt. Das ist z.B. ein Mensch, den Gott hasst.

  • Wieso kann man Gottes Liebe zu allen Menschen widerlegen? Weil so viel Leid geschieht? Ja, leben wir denn im Paradies? Sind wir unmündige Wesen, oder gar Marionetten, die von Gott geführt und gelenkt werden? Das Leid geschieht durch uns Menschen und durch niemanden sonst, wir entscheiden, ob wir anderen Leid zufügen, oder nicht. Wir entscheiden uns auch, anderen unter Umständen durch große persönlich Opfer zu helfen. Selbst Naturkatastrophen treffen uns, weil wir so unvernünftig sind und uns dort gerne ansiedeln, wo es für uns gefährlich sein kann. Gäbe es kein Leid, so wären wir nicht von dieser Welt.
    Wir haben die Wahl. Gott lässt uns die Entscheidung und wenn es dadurch anderen schlecht geht, so ist nicht Gott verantwortlich.

    Wie will man Gottes Liebe zu allen Menschen belegen?
    Warum bringen sich die Gläubigen, dieses einen Gottes der Liebe voller Hass selbst um, im Namen dieses einen Herrn?
    Dieser Gott wäre ein ziemlich zynisches Arschloch!
    Ein Zynismus, der wohl mehr dem Menschen zu eigen ist.


    Ich begreife meine Göttlichkeit doch mehr als das was uns alle verbindet,
    ich schreibe alle und meine alles und jeden.


    Der Rest ist verkopfte Scheisse, von Menschen mißbraucht um den eigenen Machtanspruch zu legitimieren.

  • Du weißt schon, warum du diese Einschränkung machst. Aber gut: Radfahrer auf Landstraße, wird vom Auto erfasst und landet mit schweren inneren Verletzungen im Straßengraben, leidet stundenlang Todesangst und Schmerzen, wird am nächsten morgen gefunden, bleibt aber für den Rest seines Lebens querschnittsgelähmt. Das ist z.B. ein Mensch, den Gott hasst.


    Er sollte den Autofahrer hassen.

  • Er sollte den Autofahrer hassen.


    Das mag er tun. Trotzdem hat Gott mit dem Opfer kein Mitleid, vorausgesetzt wir nehmen an, er hätte den Unfall verhindern können. Irgendetwas passt hier also nicht. Entweder Gott liebt nicht alle Menschen, oder er ist in gewissen Dingen machtlos.

  • Beides ist nicht gleichberechtigt. Wer eine These aufstellt steht in der Beweispflicht, nicht der Zweifler. Wer steif und fest die Existenz von irgendetwas behauptet, aber keine Belege liefern kann, macht sich lächerlich.


    Wie könnte denn ein Beweis aussehen ? Was meinst du ?

  • Der alte Versuch, Wissenschaft als ähnliche Glaubensangelegenheit hinzustellen wie den Gottesglauben. Die Unterschiede sind aber frappierend.
    Gott ist ein rein gedankliches Konstrukt, es existiert nicht ein einziger, stichhaltiger, wissenschaftlicher Beweis. Kein mathematischer, experimenteller, kein empirischer, nix, nada, nothing. Nur die Behauptung der Gläubigen, da sei etwas.


    Ob Gott nun ein rein gedankliches Konstrukt ist, dem in der Wirklichkeit nichts entspricht, ist aber ebenfalls reine Spekulation. Um diese Frage zu beantworten, reichen die menschlichen Erkenntnisfähigkeiten nicht aus.


    Früher hatte es Kritiker des Christentums gegeben die sich auch im Christentum sich gut auskannten. Später im 20.Jh "bedurfte" das nicht mehr, denn die Bildung über Religion war zurück verdrängt. Die Leute geben sich keine Mühe mehr etwas systematisches ausführliches zu erlernen, da sie denken sie brächten es nicht, da das Ergebnis von vornerein sie kennen würden. Es entsteht seltsame Zustände wie die dass das Bild von einer Religion welches man im Kopf hat nicht mit dem entspricht was diese Religion lehrt.
    Ich geb dir wenigstens den Tip: Rede nicht von "der Religion". In der Geistesgeschichte insbesondere im 18. und 19 und weitgehend ins 20Jh. meinte man mit "Religion" fast immer das Christentum. Deine Aussage vom "Spekulation" betrifft dasjenige wo der Verstand kein Zugang hat UND dem Verstand auch widerspricht. Die Theologen im Christentum hatten keine Chance als die Grundlehren wie Trinität oder die hypostatische Union jenseits des Verstandes zu verorten und die Widerstrebung zum Verstand zu dulden. Diese und ähnliche Themen sind spekulativ.
    Deine Sätze so allgemein ausgedrückt mit "Religion" ist zu schwammig und täuschend, denn Religionen haben Schnittmengen zur Philosophie.
    Dein Vorbild Sir Karl Popper hatte soweit ich weiss nie derart allgemeine Sätze über "Religion" benutzt.


    Popper würde meiner Aussage („Man kann auf Grundlage einer Religion keine begründeten Aussagen darüber machen, ob es Gott gibt.“) wegen seiner erkenntnistheoretischen Ãœberlegungen zustimmen. So weit ich weiß war Popper Agnostiker und lehnte Atheismus ebenso ab wie das Judentum und Christentum.
    Mit Religionen meine ich in 1. Linie die bekannten großen Religionen.


    Sofern du meiner Aussage widersprechen möchtest, würde ich mich freuen, wenn du darstellen würdest, wie es möglich sein soll, auf Grundlage einer Religion (z.B. deren Basistexte) eine (stichhaltig) begründete Aussage über die Frage nach der Existenz Gottes zu machen.


    Dennoch haben wir es nie gesehen.


    Das Atommodell ist eine Ãœberlegung, aufgrund derer sich zuverlässige Prognosen erstellen lassen. Dadurch unterscheidet es sich von Gottesvorstellungen.

  • Wie könnte denn ein Beweis aussehen ? Was meinst du ?


    es gibt solche beweise.
    die sind aber nicht objektiv nachvollziehbar, sondern immer nur subjektiv.


    da sind gebete die man als erhört empfindet.
    da sind meditative erfahrungen.
    da gibt es schwitzhütten, drogen und tanz der derwische ...
    da gibt es deja vu`s
    da gibt es nahtod-erfahrungen.
    da gibt es menschen die von früheren leben glaubhaft berichten können.
    da gibt es auch bei aller wissenschaft fragen die nicht beantwortet sind, einen erfahrungshorizont und wissenshorizont.
    da gibt es ein tief empfundenes gefühl der demut vor der schöpfung und dem gesamten universum.
    da gibt es das wunder des lebens und des geistes.


    aber nicht einen einzigen naturwissenschaftlichen beweis für die existenz eines muslimischen, christlichen oder jüdischen gottes, so wie er ganz genau in der bibel, tora oder koran definiert wird.
    da sind viel mehr fragen als antworten.


  • das christentum ist nicht besser ...
    das judentum auch nicht.


    ein papst der sich einbildet ex cathedra die vorhölle abschaffen zu können, das ist doch der gipfel der anmaßung.
    da weiß man doch nicht ob man lachen oder weinen soll ...


    ebenso orthodoxe juden, welche meinen dass ihnen israel vor langen zeiten für alle zeiten versprochen wurde ...


    und nicht zuletzt ein stillicho der erklärt dass es gottgefällig ist wenn diejenigen welche effizienter land und natur nutzen können, das gottgegebene recht haben es daher an sich zu reißen.


    schweige !!!
    schweige still und für alle zeit du selbsternannter verklärer und prophet, du irrlichternder selbstgefälliger geist.
    du elender und ewiger narr ...
    niemals hast du zu allen zeiten jemals irgendwas begriffen.
    niemals hast du das paradies gesehen.
    niemals die bergpredigt verstanden.
    niemals warst du würdig für mehr als dich selbst zu sprechen.


    die menschen sind kein löwenrudel, wo der eroberer alle kinder totbeisst damit die weibchen wieder läufig werden.
    deine dichtkunst ist eine schande für die menschheit, und macht mich zornig.


    dieses märchen ist für dich :
    Das kalte Herz – Wikipedia

    2 Mal editiert, zuletzt von bakunicus ()

  • Wie könnte denn ein Beweis aussehen ? Was meinst du ?


    Ein Beweis für einen monotheistischen Gott kann es nicht geben, denn er muss beinhalten, dass keine anderen Götter existieren. Sollte eines Tages ein seltsames Wesen erscheinen, das behauptet Gott zu sein, und als Beleg ein paar spektakuläre Zaubertricks vollführt, so wissen wir nicht, ob es nicht weitere Wesen gibt, die das Gleiche oder sogar noch mehr können. Es wird daher ewig ein Glaube sein müssen.


  • Das machst alles du selbst, ein Mensch. Das alles kommt aus dir. Ein Gott ist dazu nicht nötig.

  • Der gunnylein macht sich ja so seine Gedanken.
    Er denkt auch gern mal um die Ecke.
    Er fängt auch gern mal von vorn an und will heut mal sein "um die Ecke denken" mit der Schöpfung machen.


    Wer etwas "Schöpfen" will, sollte sich vorher Gedanken machen, was er will. Was damit zum Ausdruck gebracht werden soll und wie es gemeint ist.


    Die Schöpfung kann man auch als Weg der Erkenntnis des Menschen interpretieren.


    Tag 1 [Am ersten Tag schuf Gott den Planeten Erde. Auch die Trennung zwischen Licht und Finsternis geschah am ersten Tag. Die Bibel sagt an dieser Stelle, dass Gott das Licht geschaffen hatte.]


    - Der Mensch erkennt sich selbst, Finsternis des Geistes verschwindet und die Erkenntnis auf Erden zu leben wird gewahr


    Tag 2 [Am zweiten Tag schuf Gott die Atmosphäre und trennte damit das Wasser des Meeres vom Wasser in den Wolken.]


    - Der Mensch begreift das Wasser der Quell des Lebens ist udn sich das Wasser aus dem Himmel vom Wasser des Meeres unterscheidet


    Tag 3 [Am dritten Tag schuf Gott das Festland und alle Pflanzen.]


    - Der Mensch erkennt wo sein Platz ist, er ist ein Wesen des Landes, er braucht es und das was darauf wächst um zu leben.


    Tag 4 [Am vierten Tag schuf Gott Sonne, Mond und Sterne.]


    - Der Mensch erkennt die Gestirne und deren Lauf (wichtig für das Unterscheiden der Jahreszeiten und die Schaffung der Kalendarien)


    Tag 5 [Am fünften Tag schuf Gott alles Leben im Wasser und alle Vögel am Himmel.]


    - Der Mensch begreift die Fauna um ihn herum und deren Nutzbarmachung für die eigenen Bedürfnisse


    Tag 6 [Am sechsten Tag schuf Gott alle Tiere und Würmer. Auch am sechsten Tag schuf Gott den Menschen.]


    - Der Weg der Erkenntnis geht weiter, bis hin zur Selbsterkenntnis (das Erkennen oder Schöpfen des Menschen, ist für mich nichts anderes, als die Erkenntnis, dass der Mensch selbst schöpfen kann)


    Tag 7 [An diesem Tag ruhte Gott und bestimmte diesen als Ruhetag für den Menschen.]


    - Inne halten, auf das Geschaffene schauen und beurteilen/analysieren/verstehen


    Eine Anmerkung zum 6. Tag


    Das einzige Wesen auf dieser Erde, dass seine Lebensbedingungen selbst "schöpfen" kann, dass sein Umfeld für sich selbst optimieren kann, dass Leben schaffen und kreieren kann, dass seine Entwicklung durch bewußtes eingreifen steuern kann ist der MENSCH!


    Wir erschaffen und gestallten Leben. Wir haben Haustiere domestiziert, Pflanzen kultiviert, Landschaften nach unseren Bedürfnissen umgestaltet.
    Alle anderen Lebewesen auf unserer Kugel leben von dem, was die Natur ihnen gibt, sind in einem Kreislauf, der harmonisch ja sogar symbiotisch ist.
    Nur wir nicht! Der Mensch setzt sich über dieses Prinzip und gestaltet aktiv und bewußt.


    Warum nehemen wir solche Texte eigentlich immer so Wörtlich? Das was uns heute vorliegt ist durch so viele Hände und Sprachen gegangen, Texte, die teilweise 3 bis 4 Tausend Jahre alt sind und in Sprachen verfasst, die schon zu Zeiten ihres Ãœbersetzens keiner mehr kannte geschweige denn sprach.
    Wir haben eigentlich auch nur Interpretationen und Auslegungen vor uns liegen. Kopiert, umgeschrieben, abgeschrieben, mit eigenen Kommentaren und Auslegungen versehen.


    Ich finde es äußerst anmaßend, wenn man heute behauptet eine wörtliche Ãœberlieferung in der Hand zu haben. Selbst die Popen auf der Kanzel maßen sich an, Sprüche zu erklären, den Schäflein zu sagen was sie "lesen" sollen.


    Gott = Schöpfer/Ordner/Organisator


    Der Gedanke "GOTT" ist für mich persönlich nichts weiter, als das Prinzip der Selbsterkenntnis und der damit verbundenen Rolle des Menschen in der Natur, in seinem Lebensraum. Es ist der Gedanke, der Dinge erschafft! Beginnend mit einer Vorstellung und endend mit etwas Greifbaren, materiellen.
    Kein Aufruf etwas zu auszubeuten oder zu unterdrücken, sondern Regeln/Weisheiten für ein Miteinander.
    Altes Wissen verpackt in Geschichten, die alle eine Botschaft haben.


    Bin ich jetzt ein "Ketzer"? :)


    mfg


  • und nicht zuletzt ein stillicho der erklärt dass es gottgefällig ist wenn diejenigen welche effizienter land und natur nutzen können, das gottgegebene recht haben es daher an sich zu reißen.


    Dein Gegeifer ändert daran nichts, daß a la longue Ressourcen in die Hände der besseren Wirte wandern.


    Zitat

    schweige still und für alle zeit du selbsternannter verklärer und prophet, du irrlichternder selbstgefälliger geist.


    Ein Glühwürmchen wie du
    erkennt wohl Licht im Nu,
    und sei es auch "Irrlicht",
    dem immerhin es nicht
    an hellem Licht gebricht.


    Zitat

    deine dichtkunst ist eine schande für die menschheit, und macht mich zornig.


    Mir gab ein Gott zu formen, was ich denke.
    Und dir?


    Zitat

    dieses märchen ist für dich :
    Das kalte Herz – Wikipedia


    Ist im Land
    altbekannt.

    Einmal editiert, zuletzt von Stillicho ()

  • Ob Gott nun ein rein gedankliches Konstrukt ist, dem in der Wirklichkeit nichts entspricht, ist aber ebenfalls reine Spekulation. Um diese Frage zu beantworten, reichen die menschlichen Erkenntnisfähigkeiten nicht aus.


    Danke, aber dafür reicht ganz simple Logik.

  • Der Gedanke "GOTT" ist für mich persönlich nichts weiter, als das Prinzip der Selbsterkenntnis und der damit verbundenen Rolle des Menschen in der Natur, in seinem Lebensraum. Es ist der Gedanke, der Dinge erschafft! Beginnend mit einer Vorstellung und endend mit etwas Greifbaren, materiellen.
    Kein Aufruf etwas zu auszubeuten oder zu unterdrücken, sondern Regeln/Weisheiten für ein Miteinander.
    Altes Wissen verpackt in Geschichten, die alle eine Botschaft haben.


    Bin ich jetzt ein "Ketzer"?


    In den Augen des Klerus wohl, in meinen nicht. Das hast Du nämlich treffend erkannt. Diese Einsicht hatte ich auch vor einigen Jahren...:)

  • Dein Gegeifer ändert daran nichts, daß a la longue Ressourcen in die Hände der besseren Wirte wandern.


    besser? inwiefern besser? meist sind es wirte mit den dickeren keulen.

    Mir gab ein Gott zu formen, was ich denke.
    Und dir?


    echt? wie sah der aus? ein kleiner grüner?
    bei mir ist es ein gehirn- aber gott ist auch nicht schlecht.

  • In den Augen des Klerus wohl, in meinen nicht. Das hast Du nämlich treffend erkannt. Diese Einsicht hatte ich auch vor einigen Jahren...:)


    Mit dieser Aussage, verehrte Frau Kojo könntest Du nun auch die Muslime als Schwestern und Brüder im Geiste ansehen! Grüsse vom grauen kater

  • Mit dieser Aussage, verehrte Frau Kojo könntest Du nun auch die Muslime als Schwestern und Brüder im Geiste ansehen! Grüsse vom grauen kater



    "Die Muslime"?


    Ich sehe da keinen Zusammenhang, habe ich doch Gun0815 geantwortet.

  • besser? inwiefern besser? meist sind es wirte mit den dickeren keulen.


    Innerhalb einer Rechts- und Eigentumsordnung, versteht sich.

    Zitat

    echt? wie sah der aus? ein kleiner grüner?
    bei mir ist es ein gehirn- aber gott ist auch nicht schlecht.


    Ich hab mich lediglich augenzwinkernd bei Goethe bedient:
    "Mir gab ein Gott zu sagen, was ich leide."