Krankenkassenüberschüsse versus Krankenhäuser in großer Not

  • Seit Jahresanfang melden die systemtragenden Medien nahezu täglich dass die Krankenkassen einen "Milliardenüberschuss" erwirtschaftet haben. Jetzt schlägt folgende Meldung wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein. Studie: Immer mehr Kliniken von Insolvenz bedroht. Nun drängen sich folgende Fragen auf:
    1. Werden die Milliardenüberschüsse der GKV auf Kosten der Krankenhäuser und der Kranken erwirtschaftet?
    2. Leidet die ärztliche Versorgung in den deutschen Krankenhäusern unter den Sparzwang der in vielen Krankenhäusern herrscht?
    3. Ist eine optimale oder nur einen notwendige ärztliche Versorgung in deutschen Krankenhäusern gesichert?


    Ich denke die "Ãœberschüsse" der GKV sollten für eine bessere Ausstattung der Krankenhäuser für mehr Pflegepersonal und für eine verbesserte ärztliche Versorgung der Kranken verwendet werden.

  • ich plädiere insbesondere dafür, dass die versorgung der patinten im KH mit speisen, die diesen namen auch gerechtfertigt verliehen bekommen können, gewährleistet wird.....
    ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten tierhalter ihren pets nicht zumuten würden, was den patienten im KH verabreicht wird....

    2 Mal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: ft...

  • Ich denke die "Ãœberschüsse" der GKV sollten für eine bessere Ausstattung der Krankenhäuser für mehr Pflegepersonal und für eine verbesserte ärztliche Versorgung der Kranken verwendet werden.


    Dass die ärztliche Versorgung in Kliniken unter dem Sparzwang leidet, habe ich vor nicht allzu langer Zeit (als stinknormale Kassenpatientin) nicht feststellen können - im Gegenteil, ich fühlte mich bestens versorgt. Allerdings weiß ich nicht, wie viele Ãœberstunden sich bei Ärzten und Krankenpflegepersonal allein in der Zeit auftürmten. Das ist im allgemeinen immer noch viel zu viel, und insbesondere das Pflegepersonal wird m.E. nicht ansatzweise angemessen bezahlt. Insofern wäre ich zufrieden, wenn die Ãœberschüsse großteils dafür verwendet würden, Krankenschwestern und Pfleger besser zu entlohnen, ggf. weitere Stellen zu schaffen und angestaute Ãœberstunden abzubauen.


    Ãœber Krankenhausessen könnte ich wortreiche Arien singen, aber das klemme ich mir mal an dieser Stelle. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Btw, der immer gleich aussehende Pamps wurde über Wochen hinweg jeden Tag als Mittagessen serviert - bis zur Verlegung in eine andere Klinik. Das Drama hatte erst ein Ende, als ich erfolgreich eine Schweinefleischallergie vortäuschte. Da gingen sie zu vegetarischem Dinkel- und Hirsepamps über. :erol:


    politopia.de/index.php?attachment/1657/

  • Das ganze Gesundheitswesen ist strukturell ernsthaft krank, bürokratisch von Sarkomen durchwuchert und staatlich dilletantisch verwaltet! Zudem entzieht der Staat dem System erhebliche Mittel über Besteuerung, die jeder Vernunft entbehrt, wovon jedoch nur Bruchteile ins Gesundheitswesen zurückfließen.


    Den Leistungsträgern im Gesundheitswesen: Ärzten, Schwestern und Pflegern kommen nur relativ geringe Anteile der Einnahmen aus der GKV/PKV zugute. Das meiste Geld versinkt in bürokratischen Strukturen, für industrielle Dienstleister, die Pharmaindustrie, die ihre Preise nach Gusto gestalten darf und für Leistungen, die mit dem Gesundheitswesen nur wenig zu tun haben.
    Auch die Privatisierung der Krankenhäuser in großen Klinikkonzernen ist ein Irrweg! Wer Gewinne erwirtschaften will, ist im Gesundheitswesen fehl am Werk!


    Wir brauchen ein steuerfinanziertes Modell der allgemeinen Sozialen Sicherung vom Gesundheitswesen über die Pflege bis zur Alterssicherung, das personell mit gut qualifizierten Ärzten, Schwestern und Pflegern etc. ausgestattet ist, das effizient geführt wird und jedem Menschen in unserem Land eine optimale Prävention seiner Gesundheit sowie bei Erkrankung eine optimale Therapie sichert! Im Alter und bei Pflegebedürftigkeit muss ein mittlerer Standard zum allgemeinen gesellschaftlichen Lebensniveau gewährleistet werden, der der Würde des Menschen lt. Grundgesetz entspricht!

  • Ich wäre dafür, nicht krankenversicherten Personen die Nachzahlung aus vergangenen Nichtbeitragsjahren zu erlassen, um den Zugang zur gesetzl. Krankenversicherung zu erleichtern.
    Wer aus welchen Gründen auch immer mehrere Jahre nicht eingezahlt hat, der steht vor nicht zu bewältigenden Nachforderungen, wird daher auch weiterhin nicht krankenversichert sein.
    Wenn ich die riesigen Ãœberschüsse den horrenden Nachforderungen an Habenichtsen gegenüberstelle, dann wirkt das auf mich wie der Hohn auf Socken.

  • Gute Idee...........


    War jetzt dieses Jahr einige Male im Krankenhaus und hab mir so meine Gesanken gemacht


    1.Tag Montag Katheteruntersuchung ca. 1h


    2. Tag Dienstag MRT ca. 15 '


    3. Tag Mittwoch nichts


    4.Tag Donnerstag US Untersuchung ca.10'


    5 Tag Freitag nichts (Hab mich dann übers Wochenende selbst entlassen) es wurde aber trotzdem abgerechnet, da mein
    Bett freigehalten wurde ..............


    6 Tag Montag Katheterbehandlung ca 1h, danach 5h Ruhe


    7 Tag Dienstag Entlassung



    Bei einer vernünftigen Planung und Organisation hätte das Ganze max. 2 Tage dauern dürfen


  • Wenn konkrete erbrachte Leistungen vergütet würden und nicht Komplexpauschalbeträge, die in anderen Fällen zur "blutigen Entlassung" und Ãœbermittlung der Patienten an ambulant tätige Mediziner führen, würden sich auch die Krankenhäuser anders verhalten!
    Das Vergütungssystem/die Honorierung medizinischer Leistungen ist eine einzige Katastrophe! Hinzu kommen dann die horrenten Unterschiede der Vergütung für gleiche Leistungen in den einzelnen Bundesländern bzw. Verantwortungsbereichen der Kassenärztlichen Vereinigungen!