Raiting - Egan-Jones stuft Deutschland ab

  • Das läuft schon seit Reagan so ab, dass die Schuldengrenze stetig erhöht wird. Das ist doch nur ein politisches Budgetlimit und hat keine Auswirkungen auf die Nachfrage nach amerikanischen Anleihen. Die USA sind noch lange nicht pleite.

    Kann man so sehen, kann man auch anders sehen: Die sind seit Jahrzehnten Pleite, wollen es aber nicht wahr haben.


    Ist ja bei uns nichts anderes.
    Wir haben 2 Billionen (!!!) Staatsschulden, was kein so riesiges Problem darstellt, steht dem gegenüber doch die gewaltige Summe von 5 Billionen an Reichtum.
    Beide Zahlen werden steigen.
    Die Schulden sind ein Problem für den Staat, wie für den Bürger. Die einfachsten, wichtigsten Dinge können nicht finanziert werden.
    Der Reichtum ist kein Problem für den Staat.
    Der muß beständig wachsen, tut dies auch.
    Denn wir haben in diesem Spiel Schuldner(Bürger) und Gläubiger(wiederrum Bürger)
    Und je mehr sich der eine Bürger verschuldet, verschulden läßt(durch den Staat), desto reicher wird der andere Bürger.


    In meinen Augen haben wir einen Schuldenstand erreicht, der eben durch den Bürger der einen Katagorie nicht mehr getilgt werden könnte, nicht ohne die Hilfe des anderen Bürgers, der an diesen Schulden verdient.
    Ein perfides Wirtschaftssystem das zum scheitern verurteilt ist.
    Fraglich lediglich der Zeitpunkt an dem das eingestanden wird.


    Ich als ein Bürger der einen Kategorie hätte kein Problem ein, zwei Monate auf die Hälfte meines Einkommens zu verzichten, um diese Schulden zu tilgen. Um sicher zu stellen, einen Staat zu haben der agieren kann.
    Macht das jeder, wäre das Problem schnell erledigt.
    Allerdings hätte der Bürger der anderen Kategorie ein derbes Problem damit: Zinszahlungen blieben aus.


    Eine Frage der Zeit...
    Die entweder durch Vernunft, wie ich hoffe, oder durch Wahnsinn, wie ich befürchte auflösen wird.


  • Deshalb habe ich seit langem den Vorschlag, Staatsentschuldungszertifikate auszugeben, die den Wohlhabenden ermöglichen für einen Zeitraum von fünf oder zehn Jahren durch den Kauf die Steuerlast zu senken! Der Staat könnte dann die Wirtschaft prosperieren lassen und wäre zumindest um die Summe der Zinslast erleichtert, so dass die Handlungsfähigkeit steigt und jeder hätte was davon!

  • Kann man so sehen, kann man auch anders sehen: Die sind seit Jahrzehnten Pleite, wollen es aber nicht wahr haben.


    Nein, pleite ist man erst wenn man nicht mehr zahlungsfähig ist und niemand einem Geld leiht. Davon sind die USA noch weit entfernt. Solange man alte Kredite durch neue abzahlen kann, ist man noch solvent. Dass so etwas langfristig nicht gut geht, versteht sich von selbst, weil irgendwann die Forderungen so hoch sind, dass man nichts mehr für Investitionen und laufende Kosten übrig hat. Das zeigt sich bereits auf den unteren Ebenen in Kommunen und Städten.


    Und vielleicht kommt in diesem Zusammenhang ein Untergang des Euros den Deutschen gar nicht mal ungelegen. In einer neuen Währung wären die Altschulden natürlich immer noch da, aber man könnte sie vielleicht irgendwo jenseits der offiziellen Haushaltszahlen verstecken.... ;)