Staatshilfen für Arcandor?

  • Was hätte den Staatshilfe bei Karstadt gebracht?
    Wären durch Staatsgelder die Kunden wieder in Scharen in die Kaufhäuser gerannt? Oder wäre die Geschäftsleitung durch das Geld plötzlich klüger geworden.
    Das Karstadt-Problem gab es vor fünf Jahren und hätte es in zehn Jahren auch gegeben.
    Schade um die Mitarbeiter, aber dann werden die Kunden halt woanders einkaufen müssen und die brauchen dann bestimmt wieder Angestellte.


    Wenn Schickedanz-Tante pleite ist, dann soll sie halt HartzIV beantragen. Was gut genug für Millionen andere ist, kann ihr auch nicht schaden.
    Früher haben sie neidvoll auf die Sozialempfänger geschaut, "die alles in den H...", jetzt kann sie auch gerne in den Genuß kommen. Aber monatlich 340 Euro vom Staat und nicht 340 Millionen.


    Achso, Porsche hat sich auch um Staatshilfe bemüht. Mit 8 milliarden Gewinn letztes Jahr und ein Jahresgehalt von 84 millionen für Wiedekind scheint es denen echt mies zu gehen.

  • Achso, Porsche hat sich auch um Staatshilfe bemüht. Mit 8 milliarden Gewinn letztes Jahr und ein Jahresgehalt von 84 millionen für Wiedekind scheint es denen echt mies zu gehen.


    Wenn die 8 Milliarden letztes Jahr Gewinn gemacht haben, wieso geht es denen urplötzlich schlecht ?


    Ãœbrigens der Katar Typ (Name fällt mir grad nicht ein) will bei Porsche einsteigen, sprich einen größeren Aktienanteil erwerben, so wurde es zumindest letztens auf Focus Online gebracht.


    Das ist doch nicht normal, das ein Manager 84 Millionen verdient, das Verhältnis ist komplett am A.... oder ? Also ich persönlich finde es nicht gut, das Manager so extrem verdienen, da stimmt doch was im System nicht oder ?

  • Wenn die 8 Milliarden letztes Jahr Gewinn gemacht haben, wieso geht es denen urplötzlich schlecht ?


    Ãœbrigens der Katar Typ (Name fällt mir grad nicht ein) will bei Porsche einsteigen, sprich einen größeren Aktienanteil erwerben, so wurde es zumindest letztens auf Focus Online gebracht.


    Das ist doch nicht normal, das ein Manager 84 Millionen verdient, das Verhältnis ist komplett am A.... oder ? Also ich persönlich finde es nicht gut, das Manager so extrem verdienen, da stimmt doch was im System nicht oder ?


    Keine Ahnung. Habe das lange nicht mehr verfolgt, aber mit einem 30Milliarden-Aktienpaket von VW in der Tasche, kann man sich trotzdem ungeniert um Staatskredite bemühen, oder?

  • Keine Ahnung. Habe das lange nicht mehr verfolgt, aber mit einem 30Milliarden-Aktienpaket von VW in der Tasche, kann man sich trotzdem ungeniert um Staatskredite bemühen, oder?


    Du, ehrlich gesagt habe ich diesbezüglich auch keine Ahnung. Das sind Beträge, da wird es einem echt schwindelig !!!


    Mir ist halt wichtig, das die Arbeitnehmer (egal welches Unternehmen jetzt) nicht gekündigt werden, aber anscheinend haben die da oben echt keine Moralvorstellungen mehr, dene geht es um Geld und nicht um die Arbeitnehmer, dabei muss einem erst bewusst werden, das die Arbeiter arbeiten und nicht die Manager.


    Die Manager ziehen sich nur schöne Anzüge an, haben meistens in irgend welchen Events ein Sektglas in der Hand und denken sich, nach mir die Sinnflut oder so ähnlich, aber keiner denkt an die Arbeitnehmer.


    Ein absolut super Beispiel, siehe Putin.


    Letztens auf Hürriyet kam die Meldung, da wollte ein Unternehmen die Gehälter der Arbeitnehmer nicht zahlen, da besuchte persönlich der Putin den Unternehmer und stellte ihm ein Ultimatum, entweder zahlst du die Löhne oder ich sorge dafür, das dein Unternehmen verstaatlicht wird, eine Stunde später hatten die Arbeitnehmer ihre Gehälter. :thumbsup:


    Ehrlich diese Bereitschaft (siehe Beispiel) von Putin ist echt verdammt gut. :thumbsup: Da können sich manche Politiker von Putin echt was abschneiden finde ich, zwar nicht alles, aber einiges. :yesnod:

  • Was habe ich gesagt, bevor die Nachricht veröffentlicht wurde, Arcandor hat in Teilbereiche Insolvenz angemeldet :thumbsup:


    Hobson's choice. Alles andere wäre Insolvenzverschleppung.

  • Keine Ahnung. Habe das lange nicht mehr verfolgt, aber mit einem 30Milliarden-Aktienpaket von VW in der Tasche, kann man sich trotzdem ungeniert um Staatskredite bemühen, oder?


    Ich weiß nicht, wie sich das genau verhält, aber als persönlich haftender Gesellschafter (z.B. mit einer GbR oder oHG) stehst du meines Wissens vergleichsweise nackt im Wind, wenn's schiefgeht - anders als Gründer von GmbHs oder Aktiengesellschaften, bei denen die persönliche Haftung auf die Höhe der Einlage begrenzt ist.


    Kann auch sein, dass es sich anders verhält, aber das hab ich ungefähr im Hinterkopf.

    Einmal editiert, zuletzt von A0067 ()

  • Ich weiß nicht, wie sich das genau verhält, aber als persönlich haftender Gesellschafter (z.B. mit einer GbR oder oHG) stehst du meines Wissens vergleichsweise nackt im Wind, wenn's schiefgeht - anders als Gründer von GmbHs oder Aktiengesellschaften, bei denen die persönliche Haftung auf die Höhe der Einlage begrenzt ist.
    Kann auch sein, dass es sich anders verhält, aber das hab ich ungefähr im Hinterkopf.



    Das ist richtig, man kann alles verlieren.
    Und ein Schwarzes Peter Spiel ist auch nicht drin.

    Nichts anderes haben wir nämlich bei Arcandor in den letzten Wochen erlebt, einer Gesellschaft, auch gegründet zu dem Zweck, daß im Konkursfall nur ein Teil des Anteileignervermögens betroffen ist. Diese Gesellschaftskonstruktion wurde nämlich zu einer Zeit gezimmert, als Quelle und Karstadt schon in erheblichen Schwierigkeiten waren. Zwei Kranke legten sich in ein gemeinsames Bett in der Hoffnung, dadurch gesund zu werden. Das Betriebsvermögen ging an die juristische Person Arcandor, das Schäfchen Privatvermögen wurde in's Trockene gebracht.
    Kein Zweifel, welcher Erbe, falls er die Möglichkeit dazu und gute Berater hat, würde es nicht ebenso machen, wenn er nur das Vermögen, nicht aber die unternehmerischen Fähigkeiten des verblichenen Gründers geerbt hat und sich darüber im Klaren ist?


  • Madeleine hat ein geschätztes Privatvermögen von 2,5 Milliarden Euro. Und immerhin ein NetWorth von 1 Milliarden US-Dollar. Sie wohnt in St. Moritz. Da kriegste mit Hartz4 nicht einmal eine Besenkammer.


    Quelle: http://www.forbes.com/lists/20…ine-Schickedanz_YCB9.html

  • Ist zwar traurig für die Mitarbeiter, aber Staatshilfen werden sich bei Arcandor zu einem Fass ohne Boden entwickeln.


    Das sah der "Spiegel" diese Woche nachträglich genau so.


    "Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!" Goethe

    Die Schickedanz hat geerbt, aber nichts erworben, so sollte sie am Ende auch nichts besitzen!


    So sehr ich das Goethe-Zitat unterschreiben kann: Machst Du's Dir da nicht etwas einfach, Stillicho? Mag in dem Kontext ziemlich egal sein, aber nach dem Wenigen, was über die Frau bekannt ist, hat sie mit ihrer leukämiekranken Tochter sechs, sieben Jahre in diversen Kliniken verbracht und nebenbei eine Krebs-Stiftung gegründet.


    Der alte Schickedanz hätte das nie und nimmer zugelassen.


    Vermutlich nicht, aber gab es solche Geschäftskonstruktionen damals überhaupt schon? Dass Immobilien verkauft wurden, um sie dann wieder zurück zu leasen? Ich verstehe nicht viel davon, aber für mich klingt das u.a. wie ein steuerlich begründeter Schachzug.


    Wenn Schickedanz-Tante pleite ist, dann soll sie halt HartzIV beantragen.


    Naaa, das wird sie schon nicht müssen; ihre "Pleite" spielt sich auf hohem Niveau ab. Und natürlich kann man sauer sein, dass Sal. Oppenheimer und sie nicht mehr reingeschossen haben, aber da das in der Vergangenheit ja offensichtlich bereits geschehen ist, und zwar nicht zu knapp, finde ich's dann auch begreiflich, ab einem gewissen Punkt die Notbremse zu ziehen. Wer Aktien hält, setzt sich ja auch ein Stop-Loss-Limit, oder?


    Hochgradig daneben finde ich halt den Versuch, staatl. Zuschüsse locker zu machen, bevor man zur eigenen unternehmerischen Verantwortung steht - und im Fall einer Insolvenz wahlweise (bitte ankreuzen) die "politischen Rahmenbedingungen", "fehlende Parkplätze/die Verkehrsberuhigung", "das Wetter" oder die "bösen-bösen Kleinaktionäre" vorzuschieben. Hoffentlich handeln sie mit den Leuten, die gehen müssen, wenigstens einen vernünftigen Sozialplan aus - !!


    Hier übrigens ein, wie ich finde, recht interessanter Hintergrund aus der Wirtschaftswoche:

    Wie Missmanagement KarstadtQuelle ruinierte
    Die Anatomie der Arcandor-Krise: wie die Konzernchefs Walter Deuss, Wolfgang Urban und Thomas Middelhoff den früheren KarstadtQuelle-Konzern ruiniert haben. Ein Lehrstück über Missmanagement, Interessenkonflikte und strategische Fehler.



    http://www.wiwo.de/unternehmer…e-ruinierte-399274/print/

  • So sehr ich das Goethe-Zitat unterschreiben kann: Machst Du's Dir da nicht etwas einfach, Stillicho? Mag in dem Kontext ziemlich egal sein, aber nach dem Wenigen, was über die Frau bekannt ist, hat sie mit ihrer leukämiekranken Tochter sechs, sieben Jahre in diversen Kliniken verbracht und nebenbei eine Krebs-Stiftung gegründet.



    Schön und gut, aber sie ist eben keine Unternehmerin. Sie hat das Vermögen, aber nicht die unternehmerischen Fähigkeiten ihres Vaters geerbt. Sie hat aber auch keinen Berthold Beitz gefunden, sondern nur einen Thomas Middelhoff.

  • Schön und gut, aber sie ist eben keine Unternehmerin. Sie hat das Vermögen, aber nicht die unternehmerischen Fähigkeiten ihres Vaters geerbt. Sie hat aber auch keinen Berthold Beitz gefunden, sondern nur einen Thomas Middelhoff.


    Der Middelhoff hat eine Untersuchung am Hals, da er anscheinend Geld veruntreut hat, kam gestern Abend auch auf Monitor (die Sendung). Anscheinend sind die Gebäude von Karstadt überbewertet und zu extremen Mietbeträgen vermietet worden, die Hintermänner haben das Geld kassiert und jetzt dürfen die Arbeitnehmer dran glauben, siehe arbeitslos, etc. pp.

  • Der Middelhoff hat eine Untersuchung am Hals, da er anscheinend Geld veruntreut hat, kam gestern Abend auch auf Monitor (die Sendung). Anscheinend sind die Gebäude von Karstadt überbewertet und zu extremen Mietbeträgen vermietet worden, die Hintermänner haben das Geld kassiert und jetzt dürfen die Arbeitnehmer dran glauben, siehe arbeitslos, etc. pp.


    Ein einfacher Trick, wie man mit NULL Euro Milliarden machen kann.
    Man quatscht paar Banken wegen Kredit voll, kauft sich alle Grundstücke von Karstadt und Co. Erhöht daraufhin die Mieten auf perverse Art und Weise. Zahlt mit den Mieteinahmen den Kredit ab und nach einigen Jahren ist man Milliardär.
    Naja, einfach ist der Trick nicht. Klappt nur, wenn der Konzernchef in eingebunden wird.
    Die typische Heuschrecken-Art.

  • Ein einfacher Trick, wie man mit NULL Euro Milliarden machen kann.
    Man quatscht paar Banken wegen Kredit voll, kauft sich alle Grundstücke von Karstadt und Co. Erhöht daraufhin die Mieten auf perverse Art und Weise. Zahlt mit den Mieteinahmen den Kredit ab und nach einigen Jahren ist man Milliardär.
    Naja, einfach ist der Trick nicht. Klappt nur, wenn der Konzernchef in eingebunden wird.
    Die typische Heuschrecken-Art.


    Haben die nicht irgendeinen geschlossenen Fond dafür aufgelegt und auch Geld von Anlegern eingesammelt?

  • Haben die nicht irgendeinen geschlossenen Fond dafür aufgelegt und auch Geld von Anlegern eingesammelt?


    Jepp haben die, aus dem Grund lasse ich grundsätzlich die Finger von geschlossenen Immobilienfonds, die sind meisten dafür ausgelegt um vom Anleger Geld abzukassieren, der Fondsmanager oder die involvierten Mitglieder dieses Fonds bekommen dann das eigentliche Geld.


    Geschlossene Immobilienfonds = Risiko pur


    Offene Immobilienfonds = Risikostreuung, wenig Gewinn für den Anleger, aber immerhin Gewinn und keine Abzocke wie beim geschlossenen Immobilienfonds :yesnod:

  • Ein einfacher Trick, wie man mit NULL Euro Milliarden machen kann.
    Man quatscht paar Banken wegen Kredit voll, kauft sich alle Grundstücke von Karstadt und Co. Erhöht daraufhin die Mieten auf perverse Art und Weise. Zahlt mit den Mieteinahmen den Kredit ab und nach einigen Jahren ist man Milliardär.
    Naja, einfach ist der Trick nicht. Klappt nur, wenn der Konzernchef in eingebunden wird.
    Die typische Heuschrecken-Art.




    Middelhoff und seine Frau haben sich an diesem Fonds beteiligt, bevor er Konzernchef bei KarstadtQuelle wurde.

  • Middelhoff und seine Frau haben sich an diesem Fonds beteiligt, bevor er Konzernchef bei KarstadtQuelle wurde.



    Deswegen hat er jetzt auch eine Untersuchung am Hals.

  • Deswegen hat er jetzt auch eine Untersuchung am Hals.


    Ihr wisst ja, manche Menschen sind gleicher als andere Menschen, also kann man bei dem Rechtssystem hier in Deutschland davon ausgehen, das der mit höchste Wahrscheinlichkeit eine Bewährungsstrafe + Geldstrafe bekommt und das war es dann auch schon, wenn es ein Normalsterblicher vorm Gericht stehen würde, dem würde man glatt 10 Jahre ohne Bewährung aufbrummen, schauen wir mal, wie die Richter für ein Urteil aussprechen werden :wink5:

  • Hab meine Aktien verkauft, kann also wieder drauf hauen.


    In manchen Häusern betrug die Miete bis zu 20% vom Umsatz! Diesen Wahnsinn muss man sich erstmal vorstellen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieses Unternehmen gegen die Wand fährt.
    Man hat es systematisch ausgeplündert, aber statt die Plünderer zur Rechenschaft zu ziehen, soll der Steuerzahler dafür aufkommen. Dazu schiebt man wie gewohnt die Beschäftigten vor. Als sie sich die Taschen voll gemacht haben, waren ihnen die Angestellten auch keinen Pfifferling wert, aber um Hilfe zu bekomen, sind sie wieder gut genug.


    ARCANDOR-INSOLVENZ


    Deutschlands Geldadel profitierte von horrenden Karstadt-Mieten


    Arcandor ist pleite. Ein Grund für den Absturz dürften auch hohe Mieten bei der Warenhaustochter Karstadt gewesen sein, die der Konzern an den Projektentwickler Josef Esch zahlen musste. An dessen Fonds waren nach SPIEGEL-Informationen mehrere prominente Superreiche beteiligt.
    ...
    Mit dabei waren beim Start der Fonds - außer Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff, seiner Frau Cornelie und anderen - die Kunstsammlerin Claudia Oetker, der Bofrost-Gründer Josef Boquoi und Maxdata-Gründer Holger Lampatz, der 2006 und 2007 im Aufsichtsrat von KarstadtQuelle saß.
    ...
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,630317,00.html


  • In manchen Häusern betrug die Miete bis zu 20% vom Umsatz! Diesen Wahnsinn muss man sich erstmal vorstellen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieses Unternehmen gegen die Wand fährt.
    Man hat es systematisch ausgeplündert, aber statt die Plünderer zur Rechenschaft zu ziehen, soll der Steuerzahler dafür aufkommen. Dazu schiebt man wie gewohnt die Beschäftigten vor. Als sie sich die Taschen voll gemacht haben, waren ihnen die Angestellten auch keinen Pfifferling wert, aber um Hilfe zu bekomen, sind sie wieder gut genug.



    So sieht's aus. Und mit der geschäftlich uninteressierten Schickedanz konnte man es ja machen. Man hat sie ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Kein Wunder, daß sie das am Ende nicht mehr mitgemacht hat und nun versucht, den Rest ihres Vermögens für ihr Privatleben zu retten.