Beiträge von Dieter

    Ich finde es aber richtig die unendlich zähen Beharrungskräfte in Deutschland und Europa zu kritisieren. Es ist ziemlich typisch wenn gegen eine technische Innovation mit Lösungen von Gestern argumentiert wird, die augenscheinlich doch genauso gut oder im Moment noch besser sind.

    Naja, "wir" haben es vor allem noch immer zielsicher geschafft, technische Innovation so teuer zu machen und / oder sie mit solchen Auflagen zu versehen, dass die Vorteile sich schnell in Luft auflösten. Und wenn das alles nichts half, konnte man sie ja sonst unmöglich machen, meist in dem man ihnen politisch die Grundlage entzog. Daran waren viele beteiligt. Nicht nur irgendwelche Lobby. das funktioniert in Klein wie in Groß. Kann ja nicht sein, dass sich jemand für einen niedrigen fünfstelligen Betrag ein Haus hinstellt. Oder sich jemand für 350 Euro ein Messinstrument kauft, das hier umgelabelt für 1600 Euro erhältlich ist. Heraus kommt folgerichtig nun mal so etwas wie der teuerste Mobilfunktarif im schlechtesten Netz der EU.

    Seriosität verbinde ich nicht mit einem Kleiderständer, sondern mit den Inhalten der Beratung.

    Ich sprach auch nicht vom Kleiderständer, sondern vom allgemeinen Eindruck, den der Typ hinterlässt. Das ist auch Kleidung, aber die ist eben nicht alles. Deine Haltung in allen Ehren, aber Fonds kannste nun mal heute nicht mit einem tätowierten Blauhaarigen in Jeans verkaufen. Fahrräder schon. Jaguar auch eher nicht, bei Dacia sollte es weniger eine Rolle spielen. Falls die Kunden U50 sind. BTW: Würdest du Geldanlagen bei einem Typen kaufen, dem Kapitalismuskritik und Ablehnung des Geldsystems schon aus dem Erscheinungsbild springt? Das kommt ja nicht von ungefähr oder ist vom Himmel gefallen. Der Typ hat es zu 99% selbst gewählt, um eine bestimmte Einstellung, einen Lebensstil zu veräußerlichen.

    Wobei deine Relation noch sehr direkt an der Luftlinie von der Schiene noch heute bedient wird.

    Heute gibt es da objektiv gar keine nutzbare Bahnverbindung mehr. Bitte noch mal auf eine aktuelle Karte sehen. Heute müsste ich mit dem Auto nach Neugersdorf fahren, von dort mit Zug bis Bischofswerda und dann zurück über Bautzen nach Löbau. Oder mit dem Auto nach Zittau, von dort nach Görlitz und dann nach Löbau. Oder mit dem Auto direkt zur Arbeitsstelle, was zielführender erscheint und in etwa die gleichen km sind (Bezug Zittau). Danke, aber ich habe genug guten Kontakt zu Triebfahrzeugführern von Berufs wegen. Und die km willst du gar nicht wissen....


    Bis zur Wende und etwa 5-10 Jahre danach war das oben verlinkte Netz noch teils vorhanden,

    Das Netz war, im Fall Oberlausitz, schon nach dem Krieg in weiten Teilen nicht mehr vorhanden. Steht heute noch irgendwo in Kasachstan in der Steppe. Nach der Wende sind noch ein paar Strecken gestorben. Und nicht mehr wiederzubeleben. Die sind heute Radwege. Oder, so noch vorhanden (Ebersbach - Löbau) in einem solchen Zustand, dass eigentlich nur ein Neubau in Frage kommt. Übrigens verpachtet an die Tochterfirma eines sehr aktiven Verbandes in Sachen Bahn. EG wurden im Paket an eine Holding verhökert (hier betrachtetes Gesamtnetz). Null Service und ich hocke bei Schneetreiben traurig in so einem zugigen Kasten. Nö, so wird das mit Bahn nix mehr.

    Die Bahn ist also ein anachronistischer Notbehelf, der nur staatlich subventioniert fortzubestehen vermag.

    Das sonst geschriebene mag richtig sein, das obige ist es nicht. Um von Berlin nach München zu kommen (und dort bleiben zu wollen) ist das ja durchaus ausreichend. Oder von Berlin nach Hamburg. Es betrifft halt aber nicht mal die Hälfte der Mobilitätsbedürfnisse in DE.

    Daran sieht man, wie voruteilsbeladen die meisten sind. Eventuell ist das ja der genialste Finanzberater dieses Planeten, und du verpasst die Chance weil dich Äußerlichkeiten mehr interessieren als die individuelle Fähigkeit.

    Äußerlichkeiten signalisieren heute Lebenseinstellungen, Ideologie und Präferenzen. Oder was würdest du dem absolut vergammelten Typen im entsprechenden Ladengeschäft an Schönheitsprodukten abkaufen?

    Chemnitz "hat" beispielsweise das Deutsche Spielemuseum, das ursprünglich doch in Hamburg gegründet wurde…

    Ich gebs ja zu, ich habe da (berechtigte und auf Erfahrung basierende) Vorurteile. Obwohl es ja in Sachsen liegt. Ich kann mit Chemnitz nichts anfangen und sehe keinerlei Grund hinzufahren...

    Gibt es eigentlich einen Grund dafür, dass das anscheinend nicht geht? Oder hinkt da einfach die gesellschaftliche Entwicklung nur hinterher?

    Wenn ich als alter weißer Mann in eine Bank gehe und 100.000 Euro anlegen will (was ich nicht will), dann erwarte ich als Gesprächspartner jemanden, der nicht so aussieht wie der Berater von Wild-Ost- Reisen (Schleichwerbung, da ich die Inhaber kenne). Kann man doof finden, ist aber nun mal so. Beim Outdoor- Reiseveranstalter mit individuellem Programm erwarte ich einen völlig anderen Typen. Das sind angezüchtete Vorurteile, sicher. So schnell werden die aber nicht verschwinden, denn die werden gut gepflegt. Und so lange gut aussehende "Influenzer" ihr Unwesen treiben und damit Summen verdienen, die zu nichts im Verhältnis stehen, bleibt das so.

    Für 250.000€ beim Maurerbetrieb oder für 90.000€ bei der Häuserdruckerei?

    In Russland kostet ein solches Haus 10.000 Euro. Das ist halt aber in Russland, nicht in der EU und erst recht nicht in DE. Auch 90.000 werden nicht reichen, um die Bauvorschriften einzuhalten. Im übrigen gibt es auch in DE Standardbauteile. Zur Herstellung wird einfach Beton oder so was ähnliches in eine Form gekippt. Ganz ohne KI. Bekommst du in jedem Baumarkt. Kostengünstig ist also erst mal nur die Druckerei vor Ort. Und die wird hier und heute teurer, als wenn ich es mit Ytong hochziehe. mal ganz von Holzbauten in ländlichen Gebieten abgesehen, die sich auf Grund niedrigen Preises und schon vorhandener Berechnungen noch mehr rechnet.

    Die Bahn war zu gut, sprich zu ökologisch, zu wirtschaftlich und zu menschenfreundlich für diese Welt.

    Weder war die Bahn ab 1950 ökologisch noch wirtschaftlich, und menschenfreundlich wohl auch nicht. Jedenfalls nicht in der Fläche in Deutschland. Mit der Bahn komme ich nicht von A nach B. Mit der Bahn komme ich - naturgemäß - von Bahnhof zu Bahnhof. Hier gibt es keine Siedleranbindung wie im dünn besiedelten Alaska beispielsweise. Im regionalen Verkehr muss ich erst mal zum Bahnhof. Meist ohne Parkplatz. Dann muss ich zum Umsteigebahnhof. Und dann - meist mit vielen km Umweg - zum Bahnhof des Zielpunktes. Dann bin ich aber immer noch nicht da. Ich muss ja noch zum Zielpunkt, der Arbeitsstelle beispielsweise. Und da wären ja auch noch Kosten, neben der Zeit, die das erfordert. Im konkreten Beispiel bei Annahme der Reaktivierung stillgelegter Strecken: 20 min zum Bhf, Nach Eibau, Umsteigen, nach Ebersbach, Umsteigen, nach Löbau, dort zur Arbeitsstelle. Irgendwie. Zu Fuß auch 20 min. Rund 50 km Bahnstrecke in eine Richtung mit Kosten von heute um die 15 Euro pro Fahrt. Kosten, die neben denen des MIV anfallen - mit dem ich in 30 min am Ziel bin. Bei einem Zeitaufwand von ca. 2,5 Stunden. WER MACHT SO WAS???

    Was soll man auf dem MOND oder dem MARS??? Viel andere Planeten oder Monde sind nicht geeignet für ein lebenswertes menschliches Dasein und selbst auf dem Mars ist fragwürdig, was man dort soll.

    Die Menschheit wird da ja nicht gleich hinziehen wollen / sollen. Bleiben also drei Ziele: Technologieentwicklung, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und nicht zuletzt: Rohstoffe. Technologieentwicklung ist selbsterklärend. Überleg mal, wie viele Versuche es gebraucht hat, um halbwegs sicher zum Mond zu kommen. Wenn wir also übermorgen wo hin wollen, müssen wir das heute beginnen und die Grundlagen schaffen. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind auch kein Selbstzweck. Forschung, wo denn die Atmosphäre des Mars abgeblieben ist und warum, könnten durchaus entscheidend für künftige Entwicklungen hier auf der Erde sein. Und selbst auf dem Mond ist immer noch die Frage offen, wie es dort zu Lichterscheinungen und Nebeln kommen kann. Oder was die konkret enthalten. Das sind für mich schon sehr gute Gründe, sich mit der Problematik zu befassen. Was heute allerdings weit verbreitet ist, ist die "Lehrfrage" Macht durch Wissen. Gibt es auch in anderen Bereichen. Von der Allgemeinheit bezahlte Forschungsergebnisse werden genau dieser vorenthalten und landen irgendwann mal in ausgewählten Stücken in der Öffentlichkeit. Sprich: Der zu Grunde liegende generelle Gedanke funktioniert nicht mal in Deutschland, geschweige denn in der EU oder gar weltweit. Und dann wäre da noch die Tatsache, dass wir es in der EU nicht können. Oder wie ist das mit dem grandios angekündigten Galileo- Projekt? Beidou, Glonass und GPS funktionieren nämlich schon. Die Kombination aus den beiden letzteren sogar sehr genau selbst bei schwierigen Umgebungsbedingungen. Und hier sind wir dann wieder bei der Macht des Verbrauchers. Was läuft folgerichtig auf den meisten Navis, Smartphones und Vermessungsgeräten??

    Oder nimm mal den Polizeibereich, was glaubst du wie lange dort noch ohne KI-Unterstützung Auswertung und Beweisführung möglich ist?

    KI? Im Polizeibereich? Von welchem Land und welcher Politik sprichst du? Hier spricht man davon, wie wir in den nächsten 5 Jahren das Funksystem eventuell, vielleicht so verbessern könnten, dass zumindest die ursprünglich geplante Bildübertragung im Polizeifunk funktioniert, ohne auf die illegale Nutzung von Gruppen bei irgendwelchen Anbietern mit privaten Handys zurückgreifen zu müssen. Obwohl, in den letzten 2 Jahren ist es sehr still zur Problematik geworden. Oder wie die Löcher in der Fläche verschwinden könnten. Das sind die Probleme und nicht irgendwelche KI. Die kann auch nichts ausrichten, wenn das GSM- Netz schlicht nicht da ist. Beispielsweise. Denn auch bei der Bearbeitung von Sachverhalten selbst gibt es keine KI. Bei einem Delikt mit Täter gab es früher (tm) 9 Seiten mit Schreibmaschine auszufüllen. Und ab zur StA. Heute sind das 42 im Minimum. Aufwand früher: Zwei Beamte, eine Stunde. Aufwand heute - trotz Computer - fünf Beamte, die insgesamt um die 6 Stunden mit dem Fall befasst sind. KI?


    ... KI-Auswertung eines Signalgebietes ...

    Wo soll das denn stattfinden? In DE schon seit Jahren mittlerweile höchstrichterlich verboten, selbst bei teilweise manueller Auswertung.


    Nö, diese KI kannst du auf absehbare Zeit hierzulande vergessen. Normalerweise wäre das jetzt der Zeitpunkt, an dem ich dich eingeladen hätte, dir das mal zwei Tage in Echtzeit anzusehen. Das hätte sehr hilfreich sein können. Und dich beunruhigen können. Die dafür erforderliche Genehmigung hätte ich wohl auch bekommen. Geht aber nicht mehr, ich bin Ende September im Ruhestand.

    Probleme mit'm Lexus? Erzähl' mal… das gab's in diesem Thread doch bislang nie!

    Doch doch, ich hatte das schon mal erwähnt. Also, was es da so gab: 3 x der Hinterreifen weggeflogen - irgendwas mit der Radaufhängung. Natürlich auf der BAB. Drei Reparaturversuche. Klimaanlage den Geist aufgegeben. Also richtig, nicht mal eben nur auffüllen. Statt Einzelteiltausch fast das gesamte Dingens getauscht. Einzelteil gab es nicht. Auspuff aufgelöst. Bremsenverschleiß ungleichmäßig (4X Werkstatt...). Spur vorn entwickelte Eigenleben. Und zu guter Letzt: Er musste aus der Garage gezerrt werden. Ursache war ein Elektronikproblem an der Handbremse, das jeden mm Bewegung und erst recht ein Starten verhinderte. Und das bei regelmäßiger Wartung in der Fachwerkstatt und zu Preisen, für die ich jeweils (!) einen Gebrauchtwagen meiner Wahl erhalten hätte. Und in knapp 5 Jahren. Mal ehrlich, wäre mir das bei Niva oder Dacia passiert, wäre ich sauer gewesen. Obwohl, der Auspuff kostet dort 89 Euro...

    Ein Toyota ist ein Qualitätsprodukt, wenn man nicht in einen Unfall verwickelt wird, gibt es da keine Defekte oder Pannen.

    Naja Kater, ich hatte das ja schon mal erwähnt: Mein Bruder fährt einen. Jetzt hab ich auch ergründet, was für einen konkret: Lexus LS600 H. Mal so unter uns: Wenn ich die Probleme zu diesem Behebungspreis unter Berücksichtigung des Kaufpreises gehabt hätte, wäre das der Letzte dieser Marke gewesen.

    Rechen doch erst mal aus wieviel das tatsächlich teurer würde bevor du mit Ismen und Phantasmapreisen um die Ecke kommst.

    Ich verrate dir etwas, alle Kosten sind jetzt schon in den Preisen drin.

    Ja, sind sie. Offensichtlich. Allerdings: Schon mal darüber nachgedacht, wie sich das konkret auf welche Angebotssegmente auswirkt? Wo sind heute eigentlich die Lohnkosten preisbestimmend? Bei massenhaft wie industriell hergestellten Dingen wie Dübeln oder Toilettenpapier? Also dem, was die Mehrheit der Bürger häufig kauft? Oder eher beim hochwertigem Gebrauchsgut? Irgendwie bei letzterem, oder? Was passiert also, wenn man die Lohnnebenkosten erheblich senkt? Luxusgüter, in Handarbeit hergestellt, werden prozentual deutlich billiger. Dübel eher nicht. Aber der AN hat ja plötzlich mehr Geld in der Tasche. Das gibt er trotzdem nicht für Luxusgüter aus. Er kauft auch nicht mehr Dübel. Reine Dienstleistungsbranche mal außen vor. Die erdachte Summe kommt so niemals zustande. Es fehlt schlicht die jetzt genutzte breite Basis. Sie wird also anders eingetrieben werden müssen. Auch deine im anderen Beitrag angedachte Progression der Besteuerung wird da nicht helfen. Ich kenne heute schon Kollegen, die eine Beförderung schlicht abgelehnt haben bzw. sofort im Anschluss den Teilzeitantrag eingeworfen haben. Genau aus diesem Grund: Progression. Sie hätten hinterher in Gesamtbetrachtung finanziell schlechter dagestanden. Das ist irgendwie nicht zielführend und auch nicht der gesellschaftlichen Entwicklung zuträglich, aber eben das Ergebnis.


    Was unsere deutsche Finanzierung unserer Sozialkassen jetzt mit der EU zu tun haben soll ist ja kompletter nonsens.

    Die EU regelt die Besteuerung im innergemeinschaftlichen Handel und beim Handel mit Drittstaaten. Mit ganz wenigen Ausnahmen (Suff, Tabak - und das auch nur für den Bürger...). Vergessen?

    Woraus sich dann die Idee zur zusätzlichen Sonderbesteuerung von Massengebrauchsartikel wie z. B. Schrauben, Nägel, Dübel, Toilettenpapier, Kronkorken etc. als neue unserem technologischen Industriezeitalter angepasste Finanzgrundlage unserer Sozialversicherungen ergeben hat.

    Das sind Verbrauchsgüter. Du möchtest allen Ernstes diese Dinge so hoch besteuern, dass daraus Staatseinnahmen von knapp einer Billion werden? Plus Märchensteuer natürlich. Mal ganz davon abgesehen, dass ich dergleichen für höchst unsozial halte: Das müsste dann zumindest in der ganzen EU gelten. Für wie wahrscheinlich hälst du das? Und denkst du nicht, dass ich, bevor ich einen Dübel für 2 Euro kaufe, wie in guten (?) alten Zeiten das Holzstück eingipse?