Beiträge von Dieter

    Ich hab dazu keine Meinung, ich frag mich nur, ob die Leute durch die "verfehlte Politik nach der Wende" insgesamt ein schlechteres Leben hatten als vor der Wende.

    Das kommt darauf an, wie man "schlechteres Leben" definieren will.

    Aus meiner Sicht ist das rassistisch und dumm dazu.

    Ich wusste bis jetzt nicht, dass muslimische Aktivist*innen eine Rasse sind. Und so wird sie selbst in der diesbezüglich völlig unverdächtigen Wiki bezeichnet. Meinetwegen kann sie auch nachts Kopftuch tragen und erst recht auf Demos auftauchen, die von Leuten organisiert sind, die in Teilen die militärische Beseitigung Israels fordern. Muss mir nicht gefallen, ist aber nun mal ihr gutes Recht. Wogegen ich aber etwas habe ist, dass im ÖRR zunehmend irgendwelche Aktivist*Innen auftauchen und dort ihrer Agenda folgen können. Das ist so etwas wie der 68-er Marsch durch die Institutionen. Der ÖRR hat eine Funktion. Und die ist nicht, irgendwelchen Aktivisten, Linken, Rechten, Reichsbürgern oder Außerirdischen eine Plattform zu geben, öffentliche Meinung zu beeinflussen. Die sollen eigentlich objektiv informieren. Und genau das spreche ich den Angehörigen dieser Gruppen ab. Allen.

    Das solltest Du schon begründen können, denn es gibt das Recht auf gewaltfreie Demonstrationen grundgesetzlich und auch die Meinungsfreiheit ist dort gesetzlich garantiert.

    Es ging nicht darum, also mir jedenfalls, ob sie da teilnehmen kann oder nicht. Sie kann. Und sie darf. Die Frage war, ob sie mit einer solchen Nähe zu terroristisch eingestuften Vereinigungen tatsächlich geeignet ist, im ÖRR tätig zu sein. Aus meiner Sicht ist sie das nicht.

    Zivilcourage ist das Zauberwort, das in den Medien so gut wie ueberhaupt nicht mehr vorkommt.

    Wieder einmal wurde die Zukunft einer Journalistin zerstoert, wieder ein Antisemitismusskandal in Deutschland inszeniert.

    Als Zivilcourage würde ich das nicht unbedingt bezeichnen wollen, aber gut. Wer an solchen Demos teilnimmt, hat zumindest im ÖRR nichts zu suchen. Schon allein deshalb, weil ihm in Folge die Fähigkeit zu objektiver Berichterstattung abzusprechen wäre. Das mit der Zerstörung der Zukunft im ÖRR war sie schon selbst. Obwohl, wir sprechen ja vom WDR, wenn ich mich recht erinnere. Die taucht schon wieder auf, wenn Gras über die Sache gewachsen ist.

    Hört diese Beschallung der gegenseitigen Vorwürfe denn nie auf? Die Deutschen sind ja genauso schlimm wie die Koreaner, obwohl beide Deutsche Staaten nun vereint sind.

    So lange Menschen leben, die die beschriebenen Dinge am eigenen Leib zu spüren bekommen haben - und das sind nicht wenige - wird das nicht aufhören. Und es wird zumindest noch die Lebenszeit der Generation andauern, die so bis 85 geboren wurde wie mein Sohn. Der kann sich nämlich noch sehr gut an die Ereignisse erinnern. Wir schreiben ja hier auch nicht von einem Nachtreten aus der reinen Vergangenheit. Die damaligen Geschehnisse wirken ja unmittelbar bis in die Gegenwart des Einzelnen hinein. Aus der Sicht des Nicht- Betroffenen mag das ja unerheblich sein. Der Betroffene sieht das naturgemäß anders.

    konnte das aber verschmerzen, weil genug übrig blieb, was dann sein EIGENTUM war.

    Es war aber genau genommen auch nicht mehr Eigentum des Alteigentümers. Ich empfehle dazu das. Als milden Fall. Da gab es ja auch noch die Probleme Bodenreformland und LPG- Anteile, die nicht so glimpflich abgingen. Meinst du tatsächlich, Menschen vergessen das? Ich darf dir versichern: Im Osten Deutschlands ganz bestimmt nicht.

    Was einem wirklich auf die Nerven geht, ist das ewige Mimimi älterer Ostdeutscher.

    Naja Argo. Den jüngeren Ostdeutschen wurden auch nicht die Masse Erwerbsbiografien zerstört, Abschlüsse nicht anerkannt, Haus, Feld, Forst entschädigungslos weggenommen, gewachsene Regionen teils vollständig zerstört oder sie mangels Eigenkapitalquote vollständig vom Wirtschaftsleben ausgeschlossen. Da hätte ich übrigens den Wessi mal jammern hören wollen.... Ich für meinen Teil habe damit abgeschlossen. Was nicht heißt, ich würde es jemals vergessen; gesundheitliche Gründe mal außen vor :biggrin:

    Ich kann beim besten Willen das Problem nicht erkennen, Dieter.

    Das Problem ist, dass wir nicht von Leuten reden, die sich, aus welchen Gründen auch immer, unbedingt impfen lassen wollen. Die sind mit 62,7% (vorausgesetzt die Zahlen stimmen auch nur annähernd) der Gesamtbevölkerung durch. Den Rest der zögerlichen erreicht man nicht mit Rufen, sie mögen sich kümmern. Das hat noch nie geklappt und es wird auch in dem Fall nicht klappen. Da müssen klar strukturierte, niedrigschwellige und organisierte Angebote her. Und das einfachste dieser Angebote lautet nun mal Hausarzt und nicht Impfbus vorm Baumarkt. Den kann man ja trotzdem fahren lassen. Und falls es Fragen gibt: Ja, ich bin vollständig geimpft. So, wie ich es angekündigt hatte, rechtzeitig vor dem Wintertheater.

    Ich finde der Bundesbürger sollte sich jetzt selbst darum kümmern. Die Leute haben bei Hausärzten (mehrere) Termine ausgemacht und sind nicht erschienen, haben aber auch nicht abgesagt. Die aufgezogenen Dosen werden dann entsorgt.

    Das mit dem Kümmern kann man so machen, Wenn man das Ding gänzlich in den Sand setzen möchte, scheint solches Vorgehen der sicherste Weg zu sein. Es ist wohlfeil, nichts auf die Reihe zu kriegen und dann auf den Bürger zu schimpfen. Natürlich haben Leute Termine gemacht und sind dann, aus welchen Gründen auch immer, nicht erschienen. Die Mehrheit war es wohl nicht. So viel Gelegenheit gab es dazu auch nicht, denn ein nicht ganz kleiner Anteil von Hausärzten hat hier schlicht nicht mitgemacht. Was, so konnte man vernehmen, zum Teil an der damit verbundenen Bürokratie, zum Teil an fehlendem Personal und letztlich auch an der Tatsache lag, dass bei den Hausärzten das Astra landete, was zu dieser Zeit an anderer Stelle keiner wirklich wollte. Ansonsten blieb, jedenfalls wenn ich von hier ausgehe, ein Zeitfenster vom Mitte, Ende Juli bis Ende August 2021. Bißchen knapp, um jetzt einen auf großen Max und Bürger sind schuld zu machen, oder? Zumal man ja gerade auf dem besten Weg ist, die Gesamtfehler zu wiederholen.

    Das Problem war imho, dass in der DDR die Führung sehr daran interessiert war, den anderen Teil Deutschlands und überhaupt den Westen als völlig verderbt hinzustellen und genauestens dessen Verruchtheit zu beleuchten. Im Westen war das weniger wichtig, sich an der DDR abzuarbeiten.

    Genau das ist wohl nicht das Problem, jedenfalls nicht das primäre, was es nach über 30 Jahren Anschluss zu beklagen gäbe. Der verderbte Westen im DDR- Sinne spielt bei meiner persönlichen Betrachtung jedenfalls keine Rolle.

    Ich frage mich ernsthaft, ob ab diesem Zeitpunkt des Geschehens weitere Werbung für das Impfen noch Sinn macht?Jeder weiß ja nun bescheid.

    Das geht aber an der (zumindest hiesigen) Realität voll vorbei. Und ist damit typisch für Regierungshandeln nicht nur in Sachen Corona. Es muss nicht mehr Werbung geben, sondern die Impfung selbst muss vernünftig organisiert sein. Damit meine ich kein Impfen bei irgendeiner Grillparty, sondern durchorganisiertes und niedrigschwellig wie funktionierendes Impfen in räumlicher Nähe. Niemand wird alle überzeugen können. Und mal abgesehen, dass die Impfzentren eh bald schließen und die meisten Hausärzte hier nicht oder nicht mehr impfen: Vom "Rest", der nur noch nicht ganz überzeugt ist, sucht sich so gut wie keiner durchs Netz, um dann 26 km einfache Strecke mit dem Auto zum Impfzentrum zu fahren, Mit dem ÖPNV wird das hier eine Tagesreise. Warum werden Hausärzte nicht verpflichtet zu impfen? Ohne riesiges Meldegedöhns, aber mit Voranmeldung? Ein geschützter Netzzugang für Bestellung und Abrechnung ist auch unter deutschen Bedingungen wohl leicht und vor allem funktionierend programmiert. Hätte längst organisiert sein können. Hätte... Wer fährt denn heute ins Impfzentrum, wenn er nicht weiß, welchen Aufwand er für eine Zweitimpfung betreiben muss, wenn er eh schon zögert?

    Wenn ich schon den Begriff: "bürgerliche Parteien" höre, sind denn Linke und Linkswähler keine Bürger mehr???

    Zumindest Teile der Linke (und nicht nur ein paar vereinzelte Personen dort) sowie weite Teile der Vorfeldorganisationen sind dem extremen oder radikalen und / oder offen verfassungsfeindlichen Lager zuzuordnen. Mit bürgerlich im herkömmlichen Wortsinne hat das in der Tat nichts mehr zu tun.

    "Der" Staat zahlt allerdings bei angeordneter Quarantäne den Lohn weiter und nicht der Arbeitgeber.

    Insofern geht es ihn sehr wohl etwas an.

    Nur gibt es für diese Entscheidung ja keinen Sachgrund. Quarantäne hat nicht das Ziel, die Impfquote zu erhöhen. Sie soll Verbreitung stoppen. Infektiös kann allerdings auch der Geimpfte sein. Ich denke, das wird rechtlich schlicht nicht haltbar sein.

    Aber aufregen, Dieter? Wie soll jemand, der noch nie im 'Cockpit' (Führerstand?) einer Lok saß (also vermutlich die Mehrheit aller Menschen), die exakten Fachbegriffe für die verschiedenen Bremsarten eines Zuges kennen (wenn er nicht zufällig das Glück hatte, auf Politopia nachlesen zu können)? ;) Selbst Wikipedia, die ich als 'Bremslaie' nun zu Rate gezogen habe, lehnt den Begriff der "Vollbremsung" als "höchste Betriebsbremsstufe" offenbar nicht gänzlich ab. Ich glaube dir aber gern, dass der Begriff unter mit der Materie näher Befassten normalerweise nicht verwendet wird, freut mich also, etwas gelernt zu haben.

    Die Aufregung kommt von Berufs wegen :smilewinkgrin: Selbst in Sachverhalten und Pressemeldungen der mit Bahn befassten Behörden (ausgenommen das EBA) kam häufiger und durchaus regelmäßig der Klassiker "Der Zugführer leitete eine Vollbremsung ein". Dicht gefolgt vom "unbeschrankter Bahnübergang". Beides ist grober Unfug. Begriffe gibt es nun mal, um eine Sache auch eindeutig zu beschreiben.


    Im Falle des Bremsen während des Betriebes gibt es nur die genannten Varianten. Betriebsbremsung ist klar. Macht der Triebfahrzeugführer. Nicht der Zugführer, der kümmert sich um die Reisenden. Er macht das mit dem Bremshebel, an dem er die entsprechende Bremsstufe wählt. Mit Ausnahme der letzten Stellung. Das sorgt dafür, dass die Reisenden nicht unnötigen Belastungen ausgesetzt werden, Die letzte Stufe am Bremshebel ist die bewusste Schnell- oder Gefahrenbremsung. Der Triebfahrzeugführer "reißt durch". Technisch wird da im Personenverkehr auch nicht das letzte Quentchen Bremsleistung herausgekitzelt, sondern nur Verzögerungswerte, die Verletzungen bei den Reisenden weitgehend ausschließen sollen. Ob parallel auch automatisch gesandet wird, hängt vom Fahrzeugtyp ab. Auch der Einsatz der Magnetschienenbremse ist fahrzeugabhängig. Es gelten gesonderte Regelungen nach der Benutzung der Schnellbremsung. Aufgezeichnet wird das eh alles.


    Dann wäre da noch die Notbremsung. Die löst der Reisende aus, indem er den entsprechenden Griff zieht. Der Triebfahrzeugführer hat die Möglichkeit, der Notbremsüberbrückung. Er kann die Notbremsung also unwirksam machen. Dafür gibt es Signale. Das soll verhindern, dass der Zug beispielsweise in einem Tunnel oder auf Brücken zum Stehen kommt.


    Letzte Bremsart ist die Zwangsbremsung. Die wird ohne Zutun des Triebfahrzeugführers durch die Technik ausgelöst. Nichtbetätigen der Sicherheitsfahrschaltung, Überfahren Halt zeigender Signale, keine Bestätigung Halt ankündigender Vorsignale, keine Geschwindigkeitsreduzierungen... Ist eine lange Liste. Es gelten besondere fahrdienstliche Vorschriften, wenns passiert ist.


    Abweichungen vom oben beschriebenen gibt es nur auf Strecken mit einer zulässigen Geschwindigkeit > 160 kmh. Hängt mit der Art des Sicherungssystems (LZB oder ETCS vorgeschrieben) zusammen.

    Es müsste viel mehr Druck auf sie ausgeübt werden.

    Kann man ja machen. Die Frage ist, ob es funktioniert - was durchaus bezweifelt werden darf. Wir haben ja praktisch schon die Impfpflicht durch die Hintertür, die sich über den Winter für Ungeimpfte sehr bemerkbar machen wird. Und trotzdem gibt es Ungeimpfte.