Beiträge von Dieter

    Du musst nicht glauben, dass die Wissenschaftler alle doof sind.

    Wer hat eigentlich in die Anforderungen geschrieben, dass man vom Vulkan 10 km Abstand halten soll? Seite 408 mit "sollte". Können also auch 5 km werden. Wissenschaftler? "Mein" Doktor (Geologe) hat sich nach dem Lesen des Machwerkes jedenfalls sehr heftig mit der flachen Hand an die Stirn geschlagen. Nicht nur wegen der kartografisch ausgewiesenen Gebiete, sondern auch wegen der Vorgaben und im Vergleich mit heutigen bergbaurechtlichen Erfordernissen.

    Auch wenn Gorleben und Asse denkbar schlechte Beispiele sind: Salzlagerstätten sind nicht grundsätzlich ungeeignet. Aber es ist guter wissenschaftlicher Stil, auch diese Teilgebiete zu bewerten.

    Das mit dem Salz hat bisher ja hervorragend funktioniert. Voll der Grund, es noch mal zu versuchen. Warum nicht noch mal in einer anderen Lagerstätte? Das Salz da wird sich sicher völlig anders verhalten als bisher überall beobachtet. Es gab ja beispielsweise auch gar keine Bedenken ob der thermischen Belastung in Gorleben.


    Die von dir genannten Gebiete musst du genauer eingrenzen, um in dem Wust an Daten ihre Bewertung zu finden.

    Ich habe nur die Karte genommen, in deren Gebiet ich mich auch auskenne. Die hat mir schon völlig gereicht. Das wäre das Teilgebiet 009_00TG_194_00IG_K_g_SO und davon der Ostteil. In der pdf- Anzeige Seite 162. Auf wissenschaftlicher Grundlage ausgewiesen: Das Gebiet um Seifhennersdorf. Prima. Liegt 4 km von der sogenannten Lausitzer Störung entfernt. Und 20 km vom schon genannten Tagebau Turow. Jede Menge Altbergbau. Jede Menge Ausläufer der Lausitzer Störung. Linsenförmige Vorkommen von Braunkohle und Polierschiefer. Das Elend setzt sich westlich fort. Bis zur Elbe entlang der Grenze ein Gebiet, das fast ein durchgängiger, heute noch betriebener Bergbau auf Granit ist. Nach der Elbe ein Gebiet mit enormer Bergbaubelastung, u.a. durch die Wismut bis in große Teufen; heute größtenteils geflutet. Und dann kommt die Zone seismischer Aktivität und die in diesem Zusammenhang vermutete Magmablase in CZ in 40 km Entfernung. Alles mögliche Standorte nach den Vorgaben? Witzig. Sehr witzig. :kopfkratz2:

    Diese Aussage ist natürlich grundlegend falsch, denn erstens geht die Verwendung zahlreicher nicht oder nur erschwert zu recycelnden Materialien auf vom Gesetzgeber angeordnete Zulassungsbestimmungen zurück, ...

    Ja, das ist schon der Kern. Da sind sie wieder, die zwei grundlegenden Probleme:


    1) Die Rolle der Politik wird vollständig ausgeblendet. Dabei war die es doch, die die grundsätzlichen Weichenstellungen vorgeschrieben hat. Z.B., dass auch die kleinste motorisierte Hutschachtel 101 Assistenzsysteme braucht und nach Hause telefonieren beherrschen muss.


    2) Externe Kosten eintreiben? Bitteschön! Dann aber nach den gleichen Berechnungsgrundlagen für alle und jedes Verhalten in der Gesellschaft einschließlich der Kosten nach 1). ! Da dürfte in mancher Blase das große Erwachen kommen und Geschrei einsetzen.

    Es ist soweit. Der erste Zwischenbericht zur Endlagersuche liegt vor, nachdem alles auf Null gesetzt wurde.


    Nachzulesen hier. Da steht auch der Link zur Langfassung.


    Ich verstehe es nicht. Klar, das soll eine Vorauswahl nach wissenschaftlichen Kriterien sein. Also allein von der Geologie her, ohne Berücksichtigung politischer oder sonstiger Erwägungen. Wieso aber tauchen da schon wieder Salzlagerstätten drin auf, bei denen wir ja mittlerweile aus leidvoller Erfahrung heraus wissen sollten, dass sie genau nicht funktionieren? Wieso taucht da das Grenzgebirge zu CZ auf, bekannt für Bergbau und vor allem Schwarmbeben? Letztere entstehend durch eine vermutete größere aktive Magmakammer in Nordböhmen. Wieso Gebiete keine 20 km entfernt vom tiefsten aktiven Tagebauloch in PL (mittlerweile Sohle unter Meeresspiegelhöhe)? Wieso werden da Gebiete ausgewiesen, durch die sich seit über einem Jahrhundert bekannte Störungszonen ziehen? Warum solche mit heute noch aktivem Bergbau? Fragen über Fragen. Selbst wenn man die Vorgehensweise anerkennt, der angekündigte große Wurf scheint das nicht.

    Update aus hiesiger Gegend, so viel Zeit muss sein. Das Experiment CZ ist beendet, ab vorgestern gilt Gesamt- Tschechien als Risikogebiet. Auch der Kreis Usti. Falls ich beim Pilzesammeln die Grenzlinie um 500 m überschreite, müsste ich in Quarantäne, Test machen etc. Einen Teufel werd ich. Im Landkreis GR liegt der Faktor übrigens bei 4,7. Trotz bisher regem Grenzverkehr keine einzige Infektion auf Grund eines Besuchs im Nachbarland. Alle Neuinfektionen der letzten Wochen basierten auf Urlaubsrückkehrern und auf Alten- und Behinderteneinrichtungen. Jetzt also das Quasi- Verbot. Ich verstehe es nicht mehr. Jetzt haben wir den Zustand, dass ich nicht mehr dort einkaufen kann, ich hier aber bei Kaufland von CZ- Fahrzeugen umringt bin. Macht Sinn. Die in CZ lebende Oma kann ihre Enkel bei meiner Nachbarin (auch CZ- Staatsangehörige) weiter ohne Einschränkungen besuchen. Ich allerdings nicht meinen Kumpel, um mich mit ihm auf die Terrasse in der Böhmischen Schweiz zu setzen und beim Bier auf die Elbe zu blicken. In einem Gebiet, dass nicht nur in CZ offiziell als grüne Zone gekennzeichnet ist, sondern auch ohne jeglichen Kontakt zu sonst irgendwem. Versteht kein Mensch.

    Hinter jeder dieser Teilkrisen steckt ja auch ein Grund für diese. Und dieser Grund sind nun mal in Summe die Lebensentwürfe der reichsten 10% dieses Planeten, und wo genau leben die? Es führt also kein Weg daran vorbei, diese Lebensentwürfe auf den Prüfstand zu stellen und massiv zu verändern.

    Die oberen 10% sind es also? Das ist mir zu monokausal. Jede der genannten Krisen ist zuerst mal die direkte Folge politischer Entscheidungen. Also von Leuten, die zumindest in den Ländern, wo der reiche alte weiße Mann wohnt, mehr oder weniger demokratisch gewählt und vor allem wieder gewählt wurden. Und das trifft auch voll umfänglich auf die Folgen der Corona- Krise zu.

    Einphasig? Dich hat man wohl nach 1990 vergessen. =O

    Wenn es denn nur mich beträfe, wäre die Welt ja in Ordnung. Ich wohne aber nicht auf der Alm, sondern ein paar hundert Meter vom Rathaus einer Kleinstadt entfernt und ich wohne da auch nicht alleine :grins: Das ist das Problem der meisten Zukunftsvisionen: Sie gehen von Voraussetzungen aus, die so eben nicht überall gegeben sind.

    Gut, ein Lader kostet 500 € + Montage. Eine Investition fuer Jahre. Mehrkosten fuer Benzin ausrechnen, und hoere und staune, der Lader ist schnell bezahlt, und tanken kannst du zuhause.

    Naja. Der Lader mag 500 Euronen +Montage kosten. Doch damit ist es ja nicht getan. Hier gibt es noch Freileitungen zu den Häusern. Einphasig zum Haus. Bedeutet zuerst mal neuer Anschluss (7000 Euro), völlig neue Hauselektrik (um die 5000 Euro) ... Reine Benzinkosten pa heute real: 1500 Euro bei 20 Tkm. Ein Zoe braucht schöngerechnet 18 kWh/ 100 km. Macht rund 1100 Euro. Da der Zoe nicht alles kann, kommen Ersatzkosten hinzu. die die 400 Euro schnell überschreiten (Leihwagen, Anlieferungen...) Schnell bezahlt hätte ich eigentlich anders definiert.

    Wir sind uns doch einig, dass die Pandemie kein Pipifax ist, sondern durchaus gefährlich. Ich denke, dass in einem solchen Fall eine gewisse Disziplin auch bei zunächst oder überhaupt unverständlichen Anordnungen das persönliche Befinden nicht über die Maßen zerrüttet, oder? Man kann alle Maßnahmen diskutieren, es kann aber nicht jeder nur seiner eigenen Einschätzung folgen, denn man sieht ja, dass es nicht wenige gibt, die das Virus sowieso für Lüge halten.

    Mir persönlich ist mein Leben nicht versaut, wenn ich irgendwo diese Maske trage und es stellt sich hernach heraus, gerade da sei es nicht nötig gewesen. So what!

    Ja, Corona ist gefährlich. Irgendwie. Anderes ist auch gefährlich und hat teils weitaus mehr Todesopfer gefordert. Irgendwie.


    Ich sehe das in Gesamtheit aus einem völlig anderen Blickwinkel. Wenn es beim jetzigen Regime der Krisenbewältigung bleibt, wird uns diese Seuche noch sehr lange begleiten. Da ist nichts mit "Man kann doch dieses Jahr mal auf Urlaub im Ausland verzichten!" und ähnlichem Geschwurbel. Den Urlaub in der bisher gewohnten Form wird es auch 2021 nicht geben. Corona Typ 1, 2 und 3 werden uns noch eine ganze Weile begleiten. Doch damit ist es ja nicht getan. Es herrscht ja so nebenbei die ausgerufene Multikrise. Corona, Klima, Energie, Finanzen, Wirtschaft, Flüchtlinge, Mobilität... Hinter jeder dieser Teilkrisen stehen Zumutungen und Folgen, die in Summe weit mehr bedeuten, als mal irgendwo für fünf Minuten im Laden den selbstgestrickten Lappen vors Gesicht zu ziehen. Hier werden in kurzer Zeit sehr viele Lebensentwürfe zerstört und in einer sehr kurzen Zeitspanne Veränderungen herbeigeführt, die die Masse der Bevölkerung am Ende des Tages überfordern dürften. Hatten wir das nicht schon mal in jüngerer Vergangenheit? Nein, ich meine nicht 2015.


    Und bevor Gun wieder kommt: Nein, das trifft mich persönlich recht wenig. Ich hatte am Dienstag meinen letzten Arbeitstag. Und genügend Möglichkeiten zur Reaktion auf Veränderungen.

    Genau das ist die Methode! Abbau aller Ampeln, weil da, wo sie stehen, so wenige überfahren werden.

    Das mag in dem Fall die Methode bei der Zeitung mit den vier Buchstaben sein. Ein Grund, getroffene Maßnahmen nicht auf Verhältnismäßigkeit oder Sinnhaftigkeit zu hinterfragen, ist das allerdings nicht. Und da ist das Schulbeispiel aus Dios Link schon ein ganz gutes.

    Man hat nix falsch gemacht....man ist halt nur auf dem Boden der TATSACHEN angekommen.....

    Naja, Tatsachen gehen wohl auch anders. VdL ist nicht rechts, sondern unfähig. Und daran hat sich ausweislich der bisher bekannt gewordenen Eckpunkte des Plans nichts geändert. Schnellere, konsequente Abschiebungen? Das hat bis heute nicht funktioniert und so lange nichts an den Grundlagen verändert wird, ändert sich daran auch in Zukunft nichts. Der große Wurf sieht anders aus.

    Ihr habt Hobbys... :biggrin: Ich mache es eher so, der Natur ihren Lauf zu lassen. Die erledigt das schon. Übrigens auch im eigenen Wald. Ausnahmen gibt es nur, wenn es um Verkehrssicherungspflicht geht. Oder um Brandlasten. Oder um Pappeln im Vereinsobjekt. Die haben eine relativ kurze Lebenszeit, stören andere Laubbäume, werden schnell von Parasiten + Schmarotzern befallen und machen eigentlich auch sonst nur Ärger. Letzteres besonders, da völlig unangekündigt wie ansatzlos sehr große Äste runterfallen. Sorry Grimmi. Ich such mal ein Bild.

    Ich tippe auf Schwarz-Grün.

    Darauf tippe ich auch. Aber es ist ja noch lang hin bis zur Wahl. FDP und letztlich auch Linke könnten durchaus noch den Einzug in den neuen BT verpassen. Wenn bis dahin die Folgen von Corona und der EEG- Korrektur richtig zuschlagen, wackeln auch die 36% CDU/CSU. Und die SPD schafft es sicherlich noch, ihren Wert nach unten zu korrigieren. Da kann noch viel Bewegung entstehen.

    Meinte ich ja. Es gibt unterschiedliche Meinungen, weil das in Wissenschaft nun mal üblich ist. Letztlich weiß man zum heutigen Zeitpunkt wenig bis nichts genau. Was wieder der Grund ist, nicht bloß die Meinung einer vorgeblichen Mehrheit zu hören, sondern auch gegenteiliges zur Kenntnis zu nehmen.

    Und wie sehen deine Gesprächspartner die Situation? Sind sie für Veränderungen oder würden sie lieber Lukaschenko und den Status Quo behalten?

    Die kommen eher aus ländlich geprägten Gebieten und übereinstimmend ist ihnen Lukaschenko mehr oder weniger egal. Es sind dann doch eher die Veränderungen. Das schlechte Beispiel haben sie ja vor der Haustür. Konkret befürchtet man die Zerstörung von bisher noch erhaltenen sozialen Standards (alle: Gesundheitswesen), die Zerstörung der bisherigen Lebensweise (alle - Aufkauf von Land, Zerstörung der landwirtschaftlichen Strukturen durch Importe, dadurch Armut). Im Einzelfall auch den abrupten Abbruch der Handelsbeziehungen zu RU nach einer westlichen Orientierung und deren Folgen wie in UA. Zwei haben die Proteste mit der orangenen "Revolution" verglichen und halten sie für ausländisch initiiert.