Beiträge von BudSpencer

    Die Antwort ist genau so wie man es erwarten konnte, nämlich sehr allgemein und kaum ein Wort zu den Vorwürfen von Rezo. Sie gehen also nicht auf ihn ein. Der Tagesspiegel macht das besser, aber trotzdem ist auch hier die Tendenz für mich erkennbar die für Rezo brennenden Themen zu zerreden und genau das wird (zum Glück und hoffentlich anhaltend) immer weniger akzeptiert.

    Der Artikel kann als Anschauungsmaterial dienen, warum die Menschen lieber im Auto zur Arbeit fahren, auch wenn sie im Stau stehen, als sich in öffentlichen Verkehrsmitteln permanent belästigt zu fühlen. Ein Gesichtspunkt, für den die Autohasser regelmäßig blind sind. :biggrin: Gestern habe ich mir im Radio wieder anhören müssen, dass Wiesbaden einen hervorragenden ÖPNV hat, der für so gut wie jeden leicht erreichbar ist und ihn überall hinbringt. Hat mich das überzeugt mein Auto stehen zu lassen, auch wenn die Aussage für mich zutrifft ? Nein, hat es nicht. :grins:

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    Denkt der Typ wirklich, dass er einfach irgendwohin fahren kann und genau das machen darf, was er ankündigt?


    Ich kann solche Vollhonks einfach nicht ernst nehmen. ...

    Nachdem die EU diese absurde Wahl zugelassen hat, werden sie ihn mit dem erwarteten hohen Ergebnis ernst nehmen müssen. Momentan erfährt man ja nur aus den Niederlanden etwas. Über die Briten hält man sich bedeckt, Ergebnisse gibt es erst am Sonntag und Hochrechnungen will man sich sparen.

    Es gibt noch ein Video auf SPON, welches man sich zur Europawahl reinziehen kann. Ich dachte kurz daran es im Brexit Thread neben das Video mit Farage und seiner Brexit-Partei zu stellen um zu verdeutlichen dass die Ungarn ähnlich schlimm oder sogar schlimmer drauf sind wie die Engländer, wenn man mit ansehen muss wie einer unternehmerisch von EU-Zuschüssen profitiert aber und gleichzeitig von der EU so überhaupt nichts hält und "Ungarn first" immer im Blick hat. In dem Video hier geht es um Italien, Deutschland, England und Ungarn und das Flüchtlings- Einwanderungsproblem mit sehr gering qualifizierten Menschen. Ich erwähne es aber nicht wegen der Flüchtlinge an sich, sondern weil dieses Problem im Wahlkampf überhaupt nicht vorkommt. Natürlich auch, weil die EU da gar nicht tätig wird, sondern der Nationalstaat. Und der lädt es einfach in einer Region oder Viertel ab, wo die bisherigen Anwohner dann einfach Pech haben und kümmert sich nicht weiter darum. Oder er geht wie die Ungarn in Abwehrhaltung. Muss man sich über die Ansichten wirklich wundern, die in dem Video geäußert werden ? Das hat alles sehr viel mit der EU zu tun, aber im Wahlkampf kommt es nicht vor. In dem Abschnitt über Frankreich gibt es einige Szenen mit Protesten der Gelbwesten die man sonst so nicht sieht. Aus der Sicht von völlig harmlosen Teilnehmerinnen, die trotzdem von der Polizei bedrängt werden und Kinder Tränengas abbekommen. Ich fand allerdings dass die Polizisten in diesen Szenen auch sehr schlecht koordiniert und geführt waren. Die hingen in recht kleinen Gruppen mitten zwischen den Demonstranten herum. Es wundert mich eigentlich nicht, dass diese Männer hoch nervös sind, wenn sie von allen Seiten angemacht werden. Sie müssen sich dabei permanent bedroht fühlen. Wer die in solche Einsätze schickt, dem muss das doch bewusst sein.

    Du verwechselst ständig "Belustigung" mit "Hass" ...

    Wirklich ständig ?? :kopfkratz2: Da muss ich echt mal drauf achten. :biggrin:


    Was Du nervig findest, finde ich übrigens auch nervig. Du hast noch Linksabbieger vergessen, die dabei so weit ausschwenken müssen, dass sie alle Fahrzeuge dahinter zum Anhalten zwingen. Das Einparken mit einem SUV ist tatsächlich schwieriger, weil die Dinger unübersichtlicher sind. Das macht dann die Rückfahrkamera aber sehr gut wett. Wer keine hat und wenig Gefühl für das Fahrzeug hat, parkt dann vielleicht lieber an Ecken. Ich weiß inzwischen auch das Warnsystem für den toten Winkel zu schätzen, bei mir eine orange LED in den Außenspiegeln, was gut funktioniert. Ich fahre einen Volvo XX60 aus 2013 , einen T6 mit Allrad. Du brauchst mir gar nicht zu sagen dass das unvernünftig ist, das weiß ich selbst, aber nach etlichen Jahren mit braven, vernünftigen Autos konnte ich dem günstigen Angebot nicht widerstehen. :erol: In der Garage steht aber auch noch Mamas unkaputtbarer Corsa aus 1996 und somit habe ich neben dem fetten Fußabdruck auch noch einen zierlichen im Haushalt vorzuweisen. 8o Außerdem versetzt mich das in die Lage mal tief und mal hoch sitzend im Berufsverkehr hinter Schrankwänden herzufahren und den Vorteil beziehungsweise Nachteil genau zu kennen.

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    In der Ellenbogengesellschaft ist das Automobil, wenn Du den Begriff der erweiterten Privatsphäre partout missverstehen musst, also ein symbolischer Ärmelschöner. Und Otto SUV-Käufer benötigt dann eben etwas mehr Ellenbogenfreiheit als der typische Smartfahrer.

    Ist ein Statussymbol so weit von einer "erweiterten Privatsphäre" entfernt ? Es spielt ineinander und unsere Privatsphäre soll ja auch etwas hermachen, ansonsten ist das mit dem Statussymbol doch eine Binse. Sicher ist die Privatsphäre inmitten des öffentlichen Raumes auch ein Blickwinkel den man ganz berechtigt einnehmen kann. Ganz klar fühle ich mich in diesem "Privatraum" auf einer öffentlichen Straße wohler als im vollbesetzten, lauten Bus.

    ... die Scheinheiligkeit der Protagonisten die der dt. Bevölkerung das Jahrzehntelang ganz bewußt als Ersatzreligion ans Bein gebunden haben und denen jetzt aber aufgrund völlig verpatzter Zukunfstplanung der Kackstift geht und rumhudeln bis zum geht nicht mehr.

    Solange aber Fahrradwege in der 2 grössten Stadt Deutschlands so dermassen schXXXX sind ...

    Die Zukunftsplanung bei uns sieht doch so aus, dass wir auf den Markt vertrauen (sollen). Eine andere Planung gibt es glaube ich seit Kohl nicht mehr und das kurze Schröder-Zwischenspiel war auch nicht besser. Merkel stand auch hinter dem Markt und brütet ansonsten als Hüterin der freien Welt vor sich hin. Da sieht es mit der Zukunftsplanung düster aus. Es kann gar nicht genug Gretas geben um da etwas in Gang zu setzen.

    ...Das Automobil dient also auch als blecherne Erweiterung der Privatsphäre.

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    So lange es ein Statussymbol ist, wird das auch so bleiben. Dieses Statussymbol ist Teil unserer Kultur. So etwas ändert sich darum auch nur äußerst schwer und so lange das Umfeld und die wirtschaftlichen Interessen das befördern wird das auch so bleiben. Ein Eingriff der den Menschen das nimmt, wird dann wie ein feindlicher Akt empfunden. Von daher ist es fast eine "mission impossible" hier eine Bewusstseinsänderung herbeizuführen. Das geht kaum, ohne einen Ersatz anzubieten.

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    Das Größen- und vor allem auch Höhenwachstum im Pkw-Sektor, das sich im Verkaufserfolg der Fahrzeugkategorie SUV zeigt, schließlich werden auch Kleinwagen zunehmend in einer Teilzeit-Off-Road-Version angeboten, ...

    Den Verkaufserfolg nur darauf abzuleiten, dass die Leute alle protzen wollen und sich egoistisch über andere zu erheben beabsichtigen, finde ich etwas beschränkt.

    Es ist natürlich wahr, dass der Platzverbrauch für meistens nur eine Person unvernünftig ist, was aber auch auf die meisten anderen Fahrzeuge zutrifft. Wäre Vernunft in unserem Gesellschaftssystem ein Kriterium, dann dürften wegen des Klimawandels gar keine Verbrenner mehr fahren. Wie wir alle in den nächsten Zehn Jahren die Kurve kriegen ist eine der spannendsten Fragen überhaupt und die kann nicht auf die Verbraucher abgeladen werden. Da muss schon sehr steuernd von oben eingegriffen werden. Wenn zu diesem Eingriff gehört, dass ich mein SUV abmelden muss und den Verlust allein zu tragen habe, dann werde ich das hinnehmen müssen und werde ich auch einsehen, wenn die Vorgehensweise einleuchtend ist.

    Und dann parken solch rollende Hochhäuser dort und der Effekt ist gleich Null! Und dann fahren diese Hochhäuser vor dir und die Sicht für Ottonormalo ist gleich Null. Ehrlich? Ich kann einfach solche Spinner nicht ab. ...

    Natürlich ist es ein Vorteil einen besseren Überblick zu haben und ein Nachteil einen schlechteren Überblick zu haben. Besonders in einer Umwelt, in der es immer mehr höhere Fahrzeuge gibt und immer mehr ziemlich schnelle Radfahrer. Ich kann solche Hirnis nicht ab, die sich für etwas besseres halten, weil sie SUVs hassen und ohne ihren batzig-frechen Bullshit beim Schreiben kaum auskommen und andere Foristen ständig anmachen müssen. Vielleicht hältst Du mal eine Sekunde inne und denkst darüber nach bevor Du dazu losschwallst.

    Ich brauche nicht mehr Platz als vorher mit meinem Kombi. Das hatte ich glaube ich schon erwähnt. Ich nehme Radfahrer besser wahr und kann meistens so vorausschauend fahren wie ich das früher gewohnt war, denn die massenhaft herumfahrenden SUVs hindern mich nicht mehr daran. Ich habe auch Nachteile, aber die stören mich im Vergleich zum Kombi nicht besonders. Und Spaß habe ich auch daran. Ich weiß, das ist politisch nicht mehr korrekt und unvernünftig, aber ich habe ihn ganz zweifellos. Die ganze Hass-Diskussion ist wieder mal so eine Hexenjagd wie mit den Rauchern. Aber da stehe ich ja inzwischen auf der richtigen Seite. :sifone:

    Naja, das ist auch nicht immer die Realität, eher gefühlt.

    Mach den Test. Setz dich rein und markiere den toten Bereich ...Liegerad-Fahrer ...

    Ich meinte eher die Sicht nach vorne Gunny, aber ich erzähle Dir noch ein Beispiel mit Radfahrer. Stell Dir eine schmale Wohngebietsstraße mit nur einer Spur vor. Linker Hand ist eine herabführende Rampe einer Brücke mit der Hauptstraße, die über Eisenbahngeleise führt. Ein Radfahrer lässt bei so etwas rollen und freut sich über den Schwung. In meinem Beispiel hat der Radfahrer sogar einen Radweg, allerdings aus meiner Sicht hinter parkenden Autos. Meine einspurige Straße führt am Ende der Brückenrampe auf die Hauptstraße. Natürlich muss man halten und sich orientieren, aber sieht man auch was ? Der Parkstreifen der Brückenrampe ist zugeparkt und ganz unten, da wo ich auf die hauptstraße einfahren will, stehen ziemlich hochgebaute Fahrzeuge. Ich behaupte jetzt mal, dass ich in einem normal hohen Fahrzeug keinen Radfahrer sehen kann, der völlig berechtigt auf seinem Radweg die Brückenrampe hinunter brettert. In meinem SUV kann ich das aber. ;)