Beiträge von BudSpencer

    Marx ist eher in seinen Vorstellungen zum Kommunismus von der urgesellschaftlichen Gesellschaft ausgegangen, in der weitgehende Gleichheit herrschte. Das übertragen auf die Erreichung einer umfassenden Produktivität, so war seine Meinung, würde dazu führen, dass die Erfüllung der Lebensbedürfnisse jedes Menschen möglich würde. ...

    Ich wollte jetzt gar nicht auf diese Sichtweise hinaus, sondern habe dreist in den Raum gestellt dass alles was da passiert ist, also Faschismus, Kommunismus im Sinne der Oktoberrevolution in Russland, Nazideutschland, nur ein extremer Ausschlag des Kapitalismus war. Ist doch mal ein anderer Ansatz, oder ? ;)

    Ja und irgendwie auch nein. Russland zu diesem Zeitpunkt taugt wohl weniger als Beispiel, bzw. war das Feudalreich in der niedrigsten sozialen und gesellschaftlichen Stufe Europas und in seiner Herrschaftstruktur gegenüber dem Volk wohl in den allerletzten Zügen des Offenbarungeids.

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    Ich tue mich mit Russland 1905 als kapitalistisches Land auch etwas schwer, das stimmt. Aber wenn man in den Link schaut sieht man dass ein Streik, ausgehend von Webereien, Werften und Manufakturen ausgerufen wurde. Ich schätze also, dass da irgendwelche Feudalherren oligarchisch absahnten. Von daher dachte ich, es taugt doch so ein bisschen als Beispiel um den Kapitalismus anzuschwärzen. :uglytwink: :biggrin:

    Vielleicht sollte man sich von dieser Ideologie Diskussion lösen. ...

    Wenn man sich davon löst könnte man auf ketzerische Gedanken kommen. :diabolo: Der Thread ist ja mit dem Hintergedanken erstellt, die Überlegenheit des Kapitalismus gegenüber faschistischen und kommunistischen (ich lasse mal den Streit beiseite ob es den theoretischen Kommunismus gab oder nicht, weil das dabei keine Rolle spielt) Systemen dadurch herauszustreichen, dass man die mörderische Seite besonders betont, beziehungsweise vergleicht. Dabei ist Beides immer nur die Folge einer bestimmten, besonders destruktiven Form des Kapitalismus gewesen. Im Grunde nicht mehr als besonders harte Ausschläge der dunklen Seite des Kapitalismus. Ich würde das auch bei der Oktoberrevolution behaupten, denn was ging dieser voraus ? Eigentlich nur recht bescheidene Forderungen, um nicht Bitten zu sagen, an den Zaren, die erdrückenden sozialen Verhältnisse ein ganz klein wenig zu verbessern. Die Erfüllungsgehilfen des Kapitals schlugen solche Versuche aber gerne brutalstmöglich nieder. Ohne Kapitalismus kann es die Oktoberrevolution gar nicht geben und auch Mussolini und Hitler nicht. Kommunismus und Faschismus sind die Kinder des Kapitalismus und von daher ist es logisch, dass auch die Opfer von Kommunismus und Faschismus die Opfer des Kapitalismus sind. :kopfkratz2: :nosee: :erol:

    .. aber diese Sparpolitik, bzw. der Versuch kam doch erst als der Drops schon geluscht war...


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    War das wirklich so ?


    Schau Dir die Ergebnisse der Reichstagswahl von 1930 und 1932 an. Die NSDAP steigert sich in dieser Zeit von 18 auf 33 Prozent. Davor war sie eher marginal. Ich denke das spricht für sich selbst. Brüning hat mit seinen Notverordnungen, der extremen Sparpolitik und der Aushebelung des Parlamentes die Katastrophe ganz wesentlich mit herbeigeführt. 1930-1933

    Das meiste Wasser auf die Mühlen der Nazis hat die Brüningsche Sparpolitik geschüttet. Jede Notverordnung hat hat die Löhne und Sozialleistungen weiter gedrückt. Soweit ich weiß, hat kein anderes Land dermaßen rücksichtslos versucht die Interessen der Wirtschaft durchzusetzen. Es war den Herren Bossen aber trotzdem nie genug Sozialabbau. Die Schraube wurde immer weiter gedreht, bis die an der Macht waren die versprachen das zu ändern.

    Hoho.. warte mal ab wenn die Uschi Ihren güldenen Germaniahelm aus der Requisite holt..


    Extra für BoJo wenn der nach Brüssel zum nachverhandeln kommt....Ich seh' Sie schon vor mir, diese Headlines der Sun...

    Bojo, der die germanische Walküre bezwingt. Das ist für die Empire-Briten wahrscheinlich ein innerer Vorbeimarsch. Bestimmt der Preis für die Britenstimmen. Wenn man sich vorstellt, dass die Uschi ohne den abtrünnigen Haufen von der Insel wahrscheinlich verloren hätte, kann man sich auch den Rest vorstellen. :sifone:

    Das ist Merkels Friedensplan, denn mit solchem Personal kann man sich alle eventuellen Einsatzpläne abschminken. Dafür werdet Ihr alle noch mal dankbar sein.

    Der eigentliche cunning plan ist doch ganz klar der, dass die Knarrenbauer jetzt einen Flugzeugträger beauftragt. Endlich ! Sowas habe ich schon immer bei der Bundesmarine vermisst. :uglybreak:


    Und in Europa haben die Briten jetzt ewiges Freispiel, nachdem die Europa-Uschi mit den Stimmen der Brexiteers gerade so gewählt worden ist. :sifone:

    Ja schon, aber ich habe ja das tief im Boden eingelagerte, fossile CO2, gemeint und außerdem esse ich ja eher Chicken als Beef, bin also ein regenwaldfreundlicher SUV-Fahrer. :hehehe: Deine komischen Brotaufstriche werde ich vielleicht mal probieren. Es sieht zwar aus wie aus wie der aus dem EPA Typ I Cevapcici, aber vielleicht schmeckt es ja etwas anders. ;)


    Grenzenloses Wachstum ist sowieso schlecht. Das wissen wir ja. Darum ist es mir ganz Recht, wenn die Gliederfüßler und die Arthropoden nicht an die Sauropoden herankommen. Besonders meiner Frau wird das sehr recht sein. Hauptsache sie schmecken und sind mit geringen Ressourcen heranzuziehen. 8o


    Meinst Du mit Feuerameisen ließen sich lästige Demonstrationen auflösen oder nervige Klimaleugner bekehren ? :biggrin:

    Da können wir zurück nach Brasilien. Meine Frau hat früher mit Ihren Geschwistern öfterdings in der Regenzeit ( da krabbelten die etwas Grösseren aus den Höhlen ) Ameisen gesammelt. Die kamen bei Mutti dann in die Pfanne. ...

    Aber gibt es da nicht besonders bissige Ameisen ? Ich habe letztens von Feuerameisen gehört, die die ersten spanischen Missionare eingesetzt haben, um Ungläubige zu überzeugen. Also man bindet den Ungläubigen an einen Baum, schüttet eine Prise Feuerameisen über ihm aus und nach relativ kurzer Zeit ist er bekehrt. Sehr effektiv, aber essen musste der Bekehrte die Dinger dann meines Wissens nach nicht.

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    Ich habe z. B. vor kurzem (wie immer unter dem auch hier bekannten Pseudonym jaki01) einen ausführlichen Artikel auf Steemit über den Klimawandel veröffentlicht, ...

    Es macht ausgesprochen viel Spaß dort zu lesen, wie Du dort auf Deine Leser beziehungsweise Kommentatoren eingehst und das wirklich bei jedem. Du hast viel Geduld und bleibst immer höflich und freundlich. :thumbup: :) Aber ich will es auch nicht übertreiben mit dem Lob und zu dem Artikel selbst auch etwas sagen. Ich habe es vermisst dass gesagt wird, dass der Mensch das von der Natur im Boden eingelagerte CO2 seit Jahrhunderten dort rausholt und freisetzt. Der menschliche Anteil am Klimawandel oder am CO2 Anstieg also gar nicht geleugnet werden kann wenn CO2, wie im Schulversuch, so schön aufheizend wirkt. Aber Du musst natürlich mehr auf dem Fleischkonsum herumreiten, dabei erzeugt die Zementherstellung bestimmt ähnliche Werte wie die Fleischproduktion. Aber das kümmert Dich nicht, weil mit Zement kann man ja nicht so den Grünen raushängen lassen. :biggrin: :zwink: Was mir gefallen hat war der Vorschlag mehr Insekten zu nutzen. Ich habe ja noch nie eine Heuschrecke gebissen, aber neugierig wäre ich schon. Was meinst Du als Biologe dazu Heuschrecken unter erhöhtem Sauerstoffanteil in der Luft zu züchten ? Müssten die dann nicht zu wahren Monstern heranwachsen ? Jedenfalls habe ich mal irgendwo gelesen, dass in einem Erdzeitalter mit höherem Sauerstoffanteil die Spinnen und Libellen besonders groß waren. Vielleicht sollte ich mir die Idee patentieren lassen ? Oder ich überprüfe sie vorher in einem speziellen Terrarium ? Aber wer weiß was die beste Ehefrau von allen dann davon hält... :hehehe:

    Jaja, vorne den Grundbesitz und hintenrum den alten Kommie raushängenlassen....:P... Vielleicht liegt das ja daran das Brasilien eines der letzten Länder war das offiziell die Sklaverei abgeschafft hat ?

    Leider schaffe ich es einfach nicht, meinen Grundbesitz noch nennenswert zu vergrößern - aber ich habe auch keine Lust mehr dazu. :sifone:
    Das mit der Sklaverei dort, hat sicher auch Einfluss auf die Mentalität gehabt. Vielleicht auch dahingehend was ein Menschenleben zählt. Beim Waffeneinsatz ist man ja nicht zimperlich.

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    Ist vielleicht so ähnlich wie das Rikscha Dingens oder der Schuhputzer ( wobei ich persönlich der Überzeugung bin das ein Mann sein Schuhwerk gefälligst selbst zu pflegen hat) ....

    Es gibt Tätigkeiten die man direkt mit Sklavenarbeit verbindet. Vielleicht der eine mehr und der andere weniger. In Brasiland weniger als hier. Bei mir stellen sich beim Tütenpacker die Haare. Ein gesundes antikapitalistisches Gen vielleicht. :erol:

    Ja, ist eine witzige, deutsche Mentalität. Mag ich auch nicht, meiner Frau übrigens, mit gewissen Doitschen "Tugenden" sozialisiert ebenso.

    Wurde mal bei einer lokalen, Hamburger Drogeriekette ( Budnikowsky ) ausprobiert, lief nicht lange.

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    Meinst Du wirklich dass das eine typisch deutsche Einstellung ist ? Mir kommt Tüten packen so vor wie jemanden in der Sänfte herumtragen oder mit einem Federbusch Luft zuzufächeln. :uglychief:Das kann doch nicht überall auf der Welt als normal angesehen werden ? :kopfkratz2:

    Siehste, das hättest Du mal der Stadtguerilla in Brasilien ( 60/70er Jahre ) erzählen müssen, da in Brasilien lässt sich jeder die Tüte packen, selbst wenn jener nur knapp ne kurze Hose über den A.... trägt... So wird das natürlich nix mit dem Marxismus dort....

    Wenn das schon die Kurzhosigen machen lassen, muss das sehr prägend sein. So eine unterwürfige Dienstleistungsmentalität kommt in einem anständigen Staat, der Arbeitnehmerrechte achtet, zum Glück ja gar nicht auf. Wer würde denn freiwillig Tüten packen ? Mir wäre das superpeinlich, wenn an der Kasse jemand stehen müsste, der meinen Kram verpackt. Es schüttelt mich direkt, wenn ich daran denke. :pirat: