Beiträge von ArgoNaut

    Richtig. Und wegen der Verfassung hat dann die Regierung gesagt: "Ja, wenn das so ist, dann haben die recht und wir werden uns hüten, erst mal den Einsatz der Streitkräfte zu überlegen." Klar war das so. Da kann man mal sehen, mit welchen Lügen wir hier im Westen überzogen werden.

    Natürlich waren die Aussagen der Verfassung nicht falsch. Was konnte sie dafür, dass sich die Regierung nicht daran hielt, nur Grabowski, oder wie der hieß.

    Nein. Zum einen kenne ich so gut wie niemanden, der sich keine eigene Meinung zu diversen Entwicklungen gönnt. Ganz im Gegenteil. Wie sollte das auch gehen? Unterschiede gibt es nur darin, wie diese öffentlich zum Ausdruck gebracht wird. Liegt diese im (vor allem medial beförderten) Mainstream, ist es natürlich heute ein leichtes, die auch sehr öffentlich zu äußern. Selbst wenn man damit an radikalen Rändern kratzt. Man darf sich dann immer noch "Aktivist" nennen und braucht nichts begründen. Wie unreal die Vorstellung auch sein mag. Liegt man außerhalb des definierten Mainstreams, wird es eng. Natürlich äußert sich niemand voll öffentlich, wenn er Gefahr läuft, Opfer des modernen "Klassenkampfes" zu werden. Dabei verschwindet man nun nicht, aber Unannehmlichkeiten bis Nachteile bleiben doch. Vom abgebrannten Dienstwagen der Bahn (doof, stand Bahn dran und war ein Geländewagen...) über die Übersendung von Blumentöpfen durchs geschlossene Fenster bis hin zu beruflichen Nachteilen. Wer tut sich das an? Also wird die Klappe gehalten und nur bei Wahlen abgestimmt.

    Das ist aber nicht der Staat, der die Blumenstöpfe sendet, sondern Kaputtnicks, die keine andere Meinung durchgehen lassen wollen als ihre eigene.

    Sehr gut. Und was passierte, wenn sich jemand dieses Rechts bediente? Das Recht, das sogar Verfassungsrang hatte und ncht nur ein schäbiges Grundgesetz war? Was wäre passiert, wenn jemand in einer Demo mitgelaufen ware und einen Galgen emporgehalten hätte, an dem eine Honecker-Puppe hing?

    Du willst also eine DDR 2.0.

    "Um die "Überlegenheit" unseres liberalen System voll auszuspielen brauchen wir darüberhinaus das wissenschaftliche "Nerd- und Freaktown", dass heißt ein Umfeld für die Hochbegabten und Genies unserer Gesellschaft und aus dem Ausland. Wir brauchen ein zweites Berlin-Dahlem wo diese Menschen sich ihren Gedanken und Visionen ungestört hingeben können, ohne den lästigen Unibetrieb oder konventionellen Institute." schrieb Schopi. War das so in der DDR? Alle Wetter!

    Immerhin: Im Westen kannst Du sagen, dass gelogen und betrogen wird, ohne dass sie im Knast landen. Jetzt (!) wird mir klar, warum die Leute aus dem Osten das nach Kräften ausleben und geradezu ein Hobby daraus machen. Sie können ja sogar Galgen bauen für Politiker, ohne dass ihnen was passiert...

    Vielleicht hast Du nicht verfolgt, welche dt. Staatsbürger in Guantanamo auf einmal auftauchten? Und die Kriminalstatistik kennt auch jährlich einige hundert bis tausend Staatsbürger, die auf einmal vermisst werden, ohne dass es konkrete Spuren gibt, denen man nachgehen könnte. Wer da nicht mit konkreter Vermisstenanzeige gesucht wird, nach dem kräht kein Hahn.

    "Und wie will man erfassen, wer verschwindet, wenn keiner ihn vermisst?" Das waren Deine Worte. Woher hast Du jetzt die hundert bis tausend Leute, die auf einmal vermisst werden? Sind die zusätzlich zu denen, die "auf einmal vermisst werden"? Ach, Kater...

    Dann leg Dich mal mit den real Mächtigen in Deutschland an, die klagen Dich in Grund und Boden, denn sie haben das Geld dafür. Und im Zweifelsfalle verschwindest Du, als ob es Dich nie gegeben hätte.

    Überleg, was Du da sagst, besonders das mit dem Verschwinden. Zizou hat völlig recht, das ist Unsinn. Gut, Du bist wieder zurückgerudert, und nun klingt es nach BILD "Mädchenleiche neben Klinik gefunden - niemand hat die Fünfzehnjährige vermisst". Solche Fälle gibt es, aber dass jemand spurlos verschwindet, der sich mit einem Mächtigen angelegt hat, und dann von niemandem vermisst wird, ist in der Konstellation sehr, sehr unwahrscheinlich. Selbst wenn einer der Mafia zum Opfer fällt, wird es sicher jemanden geben, der ihn vermisst.

    Wo ich dir zustimme, ist das "Die Ossis"... die gibt es genauso wenig, wie "Die Wessis" Nur wenn man, und da bin ich eben Demokrat, eine Partei wählt (warum auch immer) dann ist die Motivation wichtig, nicht die Ideologie. Das wird mir eh zu wenig betrachtet. Deshalb ja mein Erklärungsversuch, dass eben nicht Nazis Nazis wählen, sondern das Dumme Menschen Entscheidungen treffen, die eher emotional waren, als ideologisch. Und letztlich haben mehr Menschen die AfD nicht gewählt, als sie gewählt haben. ;)

    Mir gefallen die Ossi/Wessi-Ausdrücke überhaupt nicht, sie verdeutlichen aber besser, wovon die Rede ist, als wenn man Ostdeutsche und Westdeutsche schreiben würde, denn was ist mit den Norddeutschen, Süddeutschen und Bayern?

    Mir ist klar, dass es eher um die Motivation geht als um Ideologie, das wurde ja besonders deutlich bei dem Typen, der von den Linken zur AfD gewechselt ist.