Beiträge von jaki01

    Was ist ueberhaupt Zivilcourage?

    Was ist "ziemlich religioes"?

    Zur Zivilcourage habe ich nichts geschrieben. Ist aber sicher ein interessantes Thema. Ich will aber vorerst darauf antworten, was in Bezug zu meinem Kommentar steht.


    Was die Religiosität betrifft, habe ich doch bereits ein typisches Beispiel genannt. Religiosität steht m. E. der Moderation einer Wissenschatssendung dann im Wege, wenn sie dazu führt, wissenschaftliche Erkenntnisse aus religiösen Gründen zu negieren.


    Einer der in der Vergangenheit Polizisten verpruegelte - auf einer nicht genehmigten Demonstration, konnte es problemlos zum Aussenminister bringen, in Deutschland.

    Ich bin im Allgemeinen dafür, Menschen eine zweite Chance zu geben, wenn sie sich ändern und nachdem sie die juristischen Konsequenzen ihres Handelns getragen haben. Wie erstarrt wäre eine Gesellschaft, die es niemandem erlaubte, sich weiterzuentwickeln? Es gibt sicherlich schwerwiegende Fälle, wo ich bestimmte Menschen bestimmte Tätigkeiten nicht mehr ausüben lassen würde.

    Welche "Ansichten" sollte Frau El-Hassan "geaendert"haben ...?

    "Die Mittel waren die falschen, das sage ich heute mit Nachdruck. Ich distanziere mich daher klar und ausdrücklich von den Al-Kuds-Demos sowie weiteren Demonstrationen in einem ähnlichen Kontext. Ich verurteile jegliche antisemitischen Äußerungen und Aktionen, sämtliche Arten von Gewalt und insbesondere die Gewalt, die auf diesen Demos stattgefunden hat."

    ... und wie soll sie dies glaubhaft beweisen ...?

    Nun, zunächst einmal reicht es mir, wenn sie es nachdrücklich versichert und ihre Aussagen nicht selbst durch irgendwelche unpassenden Aktivitäten unglaubwürdig macht.

    Wer an solchen Demos teilnimmt, hat zumindest im ÖRR nichts zu suchen.

    Und wer an solchen Demos teilnahm? (Vor sieben Jahren und sich mittlerweile davon distanziert?)


    Ich habe diese Diskussion in der Kommentarspalte von "ZEIT-Online" ein wenig verfolgt, und was mich wundert, ist, dass nur wenige der Frau zugestehen, ihre Ansichten (zum Teil?) geändert zu haben, obwohl sie sich selbst von ihrem eigenen Verhalten distanziert. Wenn jemand in einem Umfeld aufwächst, in dem der Besuch bestimmter Moscheen und die Teilnahme an gewissen Demos zum Alltag gehört - ja, dann machen viele, wenn sie jung sind, eben mit! Das dürfte so ähnlich sein, wie andere z. B. in die rechtsextreme Szene 'hineingeboren' werden.

    Würde ich jemand Rechtsextremes gerne "Quarks" moderieren sehen? Nein! Würde ich gerne jemanden "Quarks" moderieren sehen, der aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen ist? Klar doch, sehr gerne!

    (Wie glaubwürdig die Distanzierung der Journalistin von ihrer Teilnahme an den Demos ist, weiß ich nicht, dafür habe ich mich nicht intensiv genug mit dem Fall beschäftigt, aber ganz prinzipiell gilt für mich, was ich oben schrieb.)


    Eine ganz andere Frage ist natürlich, wie gut geeignet jemand wohl ziemlich Religiöses dafür ist, eine Wissenschaftssendung zu moderieren? Wie würde sie z. B. mit Themen wie der Evolutionstheorie umgehen, denen ihre Religion widerspricht? Aber dieser m. E. eigentlich kritische Punkt ist ja nicht der, um den es in der Diskussion geht.

    Als fröhlicher Niedriglöhner drückt er das Lohniveau der ganzen Branche ...

    Wären hinreichend viele Niedriglöhner tatsächlich glücklich (ich sage nicht, dass dem so sei), wären also Niedriglohn zu erhalten und sich wohlzufühlen kein prinzipieller Widerspruch, dann wäre es offensichtlich gar nicht so schlimm, Niedriglöhner zu sein. ;)


    Ein glücklicher LKW-Fahrer drückt nicht die Löhne einer ganzen Branche. Sind jedoch viele LKW-Fahrer glücklich, ist der Job vielleicht doch insgesamt gar nicht sooo schlecht. Das wäre die eine Möglichkeit. Die andere wäre, dass es vielleicht doch meist so nicht stimmt, dass der LKW-Fahrer ausgebeutet wird und sich zugleich dabei "gut fühlt".

    Das Schlimme ist, dass sie sich gut damit fühlen.

    Hm ... interessante Aussage, die mich zum nun folgenden philosophischen Off-Topic-Geschwafel anregt:


    Was kann ein Mensch im Leben denn mehr erreichen als sich gut zu fühlen?

    Ist das nicht der größtmögliche Erfolg überhaupt?

    Was nutzt es dir (oder irgendjemand anderem), die großen Zusammenhänge zu verstehen, zu erkennen, dass der LKW-Fahrer eine ausgebeutete arme Sau ist, wenn dennoch der glücklich ist und du nicht? ;)

    Was nutzt mir meine überragende Intelligenz, wenn mich niemand versteht, ich einsam bin und mit niemandem ernsthaft über die Dinge reden kann, mit denen ich mich täglich beschäftige? ;)


    Was ist Erfolg?

    - Viel Geld und Luxusgüter zu besitzen?

    - Intelligent zu sein?

    - Im Sinne der Evolution und seiner egoistischen Gene so viele überlebensfähige Nachkommen wie möglich zu zeugen?

    - Frei zu sein?

    - Sich zum größten Angeber Politopiens aufzuschwingen, Online-Bewunderer zu sammeln und den damit einhergehenden Ruhm zu genießen? ;)

    - Ein glücklicher, ausgebeuteter, von anderen bemitleideter LKW-Fahrer zu sein?


    Ich weiß es nicht. Jeder wird das wohl auf seine Weise definieren ...

    Lösung:


    a) 4 % der Männer sind rot-grün-blind. Sie haben das betreffende Gen pro Zelle nur einmal (auf ihrem X-Chromosom). Das heißt aber auch, dass sich auf 4 % aller X-Chromosomen ein 'a' befindet und auf den restlichen 96 % aller X-Chromosomen ein 'A'.

    Also: P(a) = 0,04 und P(A) = 0,96, was auch für den weiblichen Teil der Bevölkerung gilt.


    b) Farbenblind sind Frauen nur wenn sich auf beiden X-Chromosomen ihrer Zellen ein 'a' befindet (wenn sie also homozygot 'a' sind).

    Der Prozentanteil ist also P(a) * P(a) * 100 % = 0,042 * 100 % = 0,16 %.


    c) Jede Frau hat zwei X-Chromosomen pro Körperzelle, und für jedes X-Chromsom gilt P(a) = 0,04 und P(A) = 0,96.

    Alle Kombinationen, die mindestens ein 'a' enthalten müssen ermittelt und ihre Wahrscheinlichkeiten summiert werden:


    p2 + 2pq + q2 = 1.


    Die Gesamtwahrscheinlichkeit 1 setzt sich gemäß Schaubild zusammen aus:

    1 = p2 + 2pq + q2.


    Rezessive Allele sind nur in 2pq und q2 enthalten, also:

    2pq + q2 = 1 - p2 = 1 - 0.962 = 0,0784 = 7,84 %.

    Offenbar missverstehen wir uns. Worauf willst du denn hinaus?

    OK, sorry, wenn das nicht klar war. In meiner Diskussion mit Dieter äußerte ich die Ansicht, die deutsche Autoindustrie habe (in ihrer Untätigkeit bestärkt von einer selbstgefällig schlummernden Politik) ziemlich lange geschlafen, bevor sie die Dringlichkeit erkannte, auf neue Technologien zu setzen. Wenn nun Schopenhauer schreibt, sie hole mittlerweile auf, frage ich natürlich (ein wenig sarkastisch) nach, weshalb ein ehemaliger Technologieführer es überhaupt nötig hat aufzuholen? ;)


    Ich schrieb bereits 2017 in meinem Blog darüber, wie schnell sich BYD weiterentwickelt und verlinkte dort gegen Ende das m. E. interessante und zutreffende Video "Fährt Auto Deutschland vor Wand?". Ich bestehe nicht darauf, dass die deutsche Autoindustrie tatsächlich unweigerlich in den Abgrund fährt, aber Zeit verloren hat sie schon.

    Ich halte es mit A. Einstein "Wissen heißt wissen, wo es geschrieben steht".

    Er selbst wusste (und verstand!) in vielen Bereichen aber mehr, als er irgendwo geschrieben finden konnte. Insofern hielt der alte Tiefstapler sich offenbar selbst nicht immer strikt an dieses ihm zugeschriebene Motto. ;)


    Vieles zu wissen und bereits verstanden zu haben(!) hat den Vorteil, sich den enormen Zeitaufwand, erst alles lesen (und dann verstehen) zu müssen, häufig ersparen zu können.

    Völlig OT, aber das regt mich schon 40 Jahre lang auf: Es gibt keine Vollbremsung bei der Bahn. Es gibt nur Betriebsbremsung, Notbremsung, Zwangsbremsung und Schnellbremsung (heute auch teilweise Gefahrenbremsung genannt). ;)

    Ist ja interessant, dass es so viele Bremsarten eines Zuges gibt (kannst ja mehr dazu im 'Eisenbahn-Thread' schreiben), aber umgangssprachlich versteht man (der Laie) unter einer "Vollbremsung" eben den Versuch, so schnell wie möglich zum Halten zu kommen (selbst In einer Uni-Physikklausur würde es genau so bezeichnet).

    Aber aufregen, Dieter? Wie soll jemand, der noch nie im 'Cockpit' (Führerstand?) einer Lok saß (also vermutlich die Mehrheit aller Menschen), die exakten Fachbegriffe für die verschiedenen Bremsarten eines Zuges kennen (wenn er nicht zufällig das Glück hatte, auf Politopia nachlesen zu können)? ;) Selbst Wikipedia, die ich als 'Bremslaie' nun zu Rate gezogen habe, lehnt den Begriff der "Vollbremsung" als "höchste Betriebsbremsstufe" offenbar nicht gänzlich ab. Ich glaube dir aber gern, dass der Begriff unter mit der Materie näher Befassten normalerweise nicht verwendet wird, freut mich also, etwas gelernt zu haben.

    Die bleiben in einem trägen System Klima sowieso erst mal erhalten.

    Das ist eben Ansichtssache. Ja, es wird schon jetzt unvermeidbare hohe Kosten geben, aber vielleicht ist es möglich, die zu erwartenden Schäden, verglichen mit dem was kommt, wenn man langsamer handelt, noch vergleichsweise gering zu halten.

    Das System Klima ist träge, aber ich vergleiche das jetzt mal mit einem 'träge' abbremsenden Zug, bei dem es doch auch einen ziemlich Unterschied machten kann, ob der Lokführer 1005 oder 995 m vor einem Hindernis eine Vollbremsung einleitet. Wenn er zehn Meter früher zu bremsen beginnt, und jeder Meter als Jahr betrachtet wird, muss er zehn Jahre lang etwas höhere, aber vollauf gerechtfertigte Energiekosten fürs Bremsen bezahlen als wenn er erst 10 m (Jahre) später mit den Maßnahmen beginnt. ;)

    Das kann nur funktionieren, wenn man 150 Jahre Geschichte nicht versucht in 20 Jahren zu ändern.

    20 Jahre sind in der Tat ein bisschen viel, angesichts der Dringlichkeit des Problems. ;)


    (Ich weiß, es war anders gemeint, aber aufgrund der gähnenden Untätigkeit bisheriger Regierungen würde ich die Zeitrechnung nicht jetzt plötzlich bei Null beginnen lassen, so als habe man vorher nichts geahnt, und lamentieren, 20 Jahre wären viel zu wenig Zeit, sondern würde mindestens noch die vergangenen 20 Jahre dazurechnen - klar, dass die Zeit knapp wird, und die Kosten steigen, wenn man die ersten 20 Jahre von 40 nichts tut.)


    Ich meine z. B. Daimler Benz präsentierte bereits 1994 ein Brennstofzellenfahrzeug (NECAR1) Es folgte 2005 die F-Cell

    B-Klasse, aber richtig Schub war nicht dahinter, weder machte die Politik Druck, noch verspürte der Autokonzern selbst irgendeine Dringlichkeit. Stattdessen verwickelten sich die deutschen Autohersteller in lange Zeit von der Politik kleingeredete Abgasskandale. Und immer hieß es, so schnell könne das nicht gehen, man dürfe niemanden überfordern etc. Ja, dann bauen eben irgendwann andere bessere Batterien oder Brennstoffzellen.

    Mit der PV-Technologie genau dasselbe.

    Ich denke, das wird so richtig kosten, den technologischen Vorsprung der Asiaten und von Tesla wieder aufholen zu wollen.

    Wer sein Leben vom Geld bestimmen lässt, befindet sich in der Hand des Teufels.

    Hm ... aber wer sein Leben (aus Geldmangel) von (s)einem Chef bestimmen lässt, befindet sich in der Hand des ... Chefs. :D

    Ich glaub', ich ziehe da den Teufel vor, eine irgendwie abstrakter und somit deutlich weniger bedrohlich erscheinende Gefahr. ;)

    Natürlich geht es dabei um Kosten, um was denn sonst?

    Kosten werden aber in Zukunft auch immer mehr mit dem Klimawandel zusammenhängende Naturkatastrophen verursachen.

    Das erkennen nun offenbar sogar die USA.

    Natürlich kannst du der Meinung sein, das Konzept der Grünen sei nicht sinnvoll (oder nicht vorhanden), so wie ich ja auch der Meinung sein kann, CDU und SPD hätten die letzten grob 20 Jahre schlicht geschlafen und gar nichts getan, aber wie auch immer ein sinnvolles Konzept aussehen könnte - ganz ohne zusätzliche Kosten wird es nicht zu realisieren sein ... und dann erwarte ich, dass man die eingesparten Kosten aufgrund der dadurch vermiedenen Umweltkatastrophen gegenrechnet.


    Die jungen Führungsdamen haben mit U25 allsamt mehr Flugmeilen, als ich jemals im Leben erreichen werde und vermutlich auch einen größeren CO2- Fußabdruck als ich.

    Well, Online-Konferenzen sind besser als fliegen (und Home-Office besser als zur Arbeit zu fahren), ;) aber ich würde es auch nicht überbewerten:

    Der Spritverbrauch pro Passagier pro 100 km betrug 2014 bei Langstreckenflügen zwischen 2,9 bis 3,5 Litern und tendenziell werden die Flieger immer sparsamer. Nein, ich behaupte nicht, fliegen sei umweltfreundlich, aber vielleicht hätte ja der ein oder andere dramatischere Zahlen erwartet?

    Dass Politiker einen vergleichsweise großen Aktionsradius haben, liegt in der Natur der Sache (ist sicherlich nicht Grünen-spezifisch), wobei ich auch finde, dass viele Besprechungen online abgehalten werden könnten und Inlandsflüge in der Regel überflüssig sein dürften.

    Aber es ist doch schön, wenn deine Lebensweise zu einem nicht so großen 'CO2-Fußabdruck' führt (mir geht's ohnehin nicht darum, dich zu kritisieren).