Beiträge von jaki01

    Trotzdem zeigen Untersuchungen an eineiigen Zwillingen, wie signifikant Umwelteinflüsse sind und auch die Psychologie.

    Genau die zeigen aber auch, wie signifikant die Gene sind! ;)


    So gut wie niemand wird bestreiten, dass beides eine wichtige Rolle spielt.

    Ich tendiere aber, je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, tendenziell dazu, den Genen einen relativ großen Einfluss zuzugestehen.

    Außerdem würde ich es in den meisten Fällen so ausdrücken: Die Gene stecken den Rahmen (also obere und untere Grenze) ab, in welchem sich eine Eigenschaft bewegen kann. Die Umwelteinflüsse bestimmten, wo genau innerhalb dieses vorgegebenen Rahmens sich der Wert der Eigenschaft tatsächlich einpendelt.


    Beispiel: Trainierte ich boxen, würde ich mich Schritt für Schritt innerhalb meines Fähigkeitsrahmens verbessern.

    Aber ich könnte trainieren so viel ich will, ich würde niemals Klitschko besiegen.

    Ähnlich ist es mit dem Training kognitiver Eigenschaften, jeder kann sich verbessern, aber nicht jeder kann mich im Schach schlagen, egal wie viel er trainiert, höhöh. :D

    Ich lese viel das Wort

    ich "glaube".

    Es geht hier um persönliche Meinungen, Sichtweisen und Einstellugen, nicht um Wissen - mir ist also nicht klar, was du mit diesem Hinweis bezwecken willst?


    Es freut mich dennoch wirklich sehr, dass du lesen kannst! :)


    Bicyclerepairmen : Verschieb's einfach in den Pott ...

    Ich bin bei Dir, wenn es Deiner Denkrichtung gelingt, vorherzugsagen,

    wie das erste Kind von Max und Inge aussieht und tickt.

    Größe, Augen- und Haarfarbe, zahlreiche Stoffwechseleigenschaften, Krankheiten sind recht gut vorauszusagen.


    Da die meisten Eigenschaften polygen sind, sind viele von ihnen noch nicht gut vorauszusagen, weil die Art und Weise, wie die Gene (und ihre vielen möglichen Varianten) sich gegenseitig beeinflussen, in vielen Fällen noch nicht vollständig verstanden wird.


    Das ist so ähnlich wie wenn dir jemand den Programmcode eines riesigen Softwareprojekts vorlegt. Sollte es nicht gewissenhaft dokumentiert sein, dürfte es dich sehr viel Zeit kosten (möglicherweise Jahre!), herauszufinden, welche Zeilen genau was bei der fertigen Applikation bewirken. Dennoch ist völlig klar, dass der Code für das Verhalten des Programms verantwortlich ist.


    Bei jedem einzelnen Gen ist es möglich, herauszufinden, welches Protein es kodiert. Aber wie diese fertigen Proteine und Enzyme dann zusammenwirken, ist höchst komplex. Trotzdem wird jedes einzelne Protein deines Köpers von einem ganz bestimmten Gen, bzw. einer Kombination von Genen kodiert.

    Ich bin kein promovierter Biologe oder gar Anthropologe,

    denke aber, dass die sogenannten Gene nur einen sehr geringen

    Teil dessen erklären, was wir Vererbung nennen

    und das meiste auf dem beruht, was man in der Psychologie

    Übertragung nennen könnte.

    Deine Meinung bleibt dir natürlich unbenommen, aber ich teile sie nicht.

    M. E. sind die Gene als Baupläne all unserer Proteine ganz maßgeblich für die Ausprägung so gut wie aller Eigenschaften eines Organismus verantwortlich.

    Keine Frage. Ich staune nur, was es alles gibt.

    Ja, da staune ich manchmal mit dir.

    Besonders faszinierend ist ja die Endosymbiontentheorie, welche besagt, dass Mitochondrien vor Urzeiten eigenständige einzellige Organismen waren, die von anderen Einzellern 'verspeist' (phagozytiert), aber nicht verdaut wurden und seitdem als Energie liefernde Organellen fungieren, was sich auch nicht änderte, als sich die Einzeller irgendwann im Laufe der Evolution zu Mehrzellern weiterentwickelten.

    Meine Schwester hat die gesundheitlichen Schwachstellen unserer väterlichen Linie, ich die der mütterlichen. Die Vererbungslehre steckt immer noch in der Kindergartenphase.

    Das ändert aber nichts daran, dass die Anzahl der Gene, die ihr beide von der Mutter habt, größer ist, als die Anzahl der Gene, die ihr vom Vater habt.


    Wenn z. B. deine Schwester eine 'negative' Eigenschaft vom Vater geerbt hat, kann es einfach sein, dass sie vom Vater das entsprechende rezessive 'negative' Gen erhalten hat, und von der Mutter ebenfalls ein rezessives 'negatives' Gen. Hätte die Mutter ihr ihr dominantes 'nicht negatives' Gen vererbt, wäre dadurch die Wirkung des rezessiven väterlichen Gens überdeckt worden.


    (So ist es prinzipiell. Dass die meisten Eigenschaften durch Allelkombinationen und nicht durch einzelne Gene hervorgerufen werden, habe ich hier der Einfachheit halber vernachlässigt).

    Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe durchaus das Gefühl, einem Land oder einer Nationalität (besser: zweien) anzugehören.

    Das ist völlig OK.

    Aber so fühle ich nicht.

    Ich kann mich tatsächlich Familienmitgliedern, Freunden, Menschen und auch Gruppen mit bestimmten Idealen und Ideen verbunden fühlen, aber nicht Staaten und Nationen.

    Weil die Diskussion in dieser oder ähnlicher Form immer wieder geführt wird, habe ich hier meine Gedanken zu diesem Thema ausführlich zusammengefasst (vor allem der letzte Absatz, "Loyalität", könnte hier möglicherweise interessant sein).

    Ich ärgere mich, wenn "meine Leute" im Ausland ihre Nationalität zu verleugnen versuchen.

    Mich hat es überhaupt immer gestört, wenn Deutsche ihre Nationalität verachten - was übrigens einem Engländer nie einfallen würde.

    Mir sind Nationalitäten (oder besser gesagt: wessen Nationalität jemand ist) gleichgültig, ich verachte sie folglich nicht (wobei ja bekanntlich Gleichgültigkeit und nicht Hass oder Verachtung das Gegenteil von Liebe ist). ;)


    Obwohl ich die Nationalität eines Menschen (also auch eines Deutschen ;) ) als nichts Negatives sehe, halte ich Staaten, Nationalitäten und Grenzen für etwas, was hoffentlich mit der Weiterentwicklung des Menschen seine Daseinsberechtigung verlieren wird (ich weiß, bis dahin wird es noch ein sehr langer Weg sein). Letztlich stört dieser Kram einfach nur Menschen bei der Verwirklichung ihrer Ziele, hindert sie daran, zu leben, wo es ihnen am besten gefällt. Ich habe gerade heute von einer chinesischen Wissenschaftlerfamilie erfahren, dass sie wohl im Dezember Deutschland verlassen müssen, weil der Univertrag des Mannes nicht verlängert wird. Ihr Sohn ist einer der besten Freunde unserer Tochter. Einfach Mist, diese ganzen Grenzen und Nationalitäten.


    Bin ich ein Nazi?

    Klar doch! Was auch sonst? ;)

    (Natürlich nicht, aber was soll ich Vernünftiges auf eine solche rhetorische Frage antworten, hm? Du siehst die Sache mit dem Zugehörigkeitsgefühl eben ein bisschen anders als ich, es sei dir gewährt, lol.)


    Eine Gruppe fühlt sich einer Sache, oder Idee emotional verbunden? Gemeinschaftsgefühl. Den jaki01 sollte man immer Fragen, wie er das bei Bitcoin sieht. :)

    Ja, ich kann Gemeinschaftsgefühl empfinden, aber nicht wirklich bezogen auf abstrakte Gebilde wie "Staat" und "Nation". Menschen, die Bitcoin mögen, weisen eine Gemeinsamkeit mit mir auf (in oben verlinktem Artikel würde ich das so nennen, dass ihre 'Mikrokultur' mit meiner eine Überlappung aufweist), die sie für mich interessant macht. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass mir jeder Mensch, der Bitcoins mag, sympathisch ist.

    Völlig richtig, die Frage bleibt aber wo sich das Deutsche Niveau befindet. Und da sehe ich die Portugiesen im Vorteil. Den mal von der üblichen Ronaldohäme ab, er spielt mittlerweile wesentlich Mannschaftsdienlicher und bringt mit 36 noch Topleistung. Und andere Spieler wie eben Ruben Dias.....na, man wird sehen.

    Ronaldo ist ein fantastischer Spieler, da gibt es natürlich gar nichts zu diskutieren.

    Portugal ist auch definitiv eine gute, schwer zu besiegende Mannschaft.

    Wenn ich versuche, das rein objektiv zu betrachten, glaube ich, dass aber Deutschland insgesamt auch eine hohe Qualität aufweist und ein Spiel besser bestimmen kann als Portugal. Für mich ist Deutschland Favorit gehen Portugal, wenn auch kein klarer. Aufpassen müssen sie, sich nicht auskontern zu lassen.

    Das ist nur meine Einschätzung des kommenden Spiels, die Wahrheit wird dann, wie immer, auf dem Platz liegen. ;)

    Zum Spiel: Rein optisch betrachtet mag Deutschland ja gut mitgespielt haben (Ballbesitz, Verlagerung des Spiels in die gegnerische Hälfte), aber ich hatte selten das Gefühl, Frankreich hätte ernsthafte Schwierigkeiten, das Resultat über die Zeit zu bringen. Außerdem hätte Frankreich m. E. im Bedarfsfalle jederzeit noch einmal zulegen können - das war zumindest mein Eindruck.

    Wie das gegen Portugal aussehen wird, ist eine ganz andere Frage, denn Portugal trennt einiges vom hohen Niveau der französischen Mannschaft.

    IOG ist allerdings nicht afrikanisch, sondern die Leute helfen Afrika zu entwickeln.


    https://www.ingenieure-ohne-grenzen.org/de

    Nur der Vollständigkeit halber:


    Ich hatte zwar deinen Kommentar gelesen, aber deine Verlinkung nicht beachtet:


    Mit "IOG" (früher IOHK) ist in diesem Falle Input Output Global gemeint, nicht "Ingenieure Ohne Grenzen".

    (Was aber wiederum nichts daran ändert, dass Cardano nicht in Afrika entwickelt wurde. Charles Hoskinson, der Gründer, ist US-Amerikaner, und es gibt Entwicklungszentren in der Schweiz, Japan und Hongkong.

    Allerdings sind einige afrikanische Staaten, wie erwähnt, sehr offen für die Adaption von Blockchaintechnologie.)

    IOG ist allerdings nicht afrikanisch, sondern die Leute helfen Afrika zu entwickeln.

    Völlig richtig, aber Afrika wurde für das Projekt ausgewählt, weil die Chancen, es dort erfolgreich durchführen zu können, relativ hoch sind. In Deutschland ist die Skepsis seitens der politischen Entscheidungsträger und der Bevölkerung viel höher. Europäische Länder tun sich oft schwer damit, Neuem eine Chance zu geben. Die junge afrikanische Bevölkerung, darunter auch viele gut gebildete Menschen, aber auch viele ohne eigenes Bankkonto oder fehlende verifizierte Papiere und Dokumente, warten auf neue Lösungsansätze und unterstützen solche Projekte gern.

    :thumbup:Danke. Wir hatten einen Doktoranden (Medizin) aus Harare, der auch gut war. Vielleicht sollte man den Häuptlingen Maulkörbe anlegen.

    Die Entwicklung Afrikas bleibt spannend. Die politische Instabilität vieler Länder ist sicherlich ein großer Nachteil. Das Fehlen von Strukturen, die hierzulande schon längst funktionieren (aber andererseits oft bürokratisch sind und auf veralteter Technologie basieren), bietet aber erstaunlicherweise neben Nachteilen auch Vorteile, denn häufig ist es einfacher, genau dort innovative Lösungen auszuprobieren, wo sie nicht mit bereits vorhandenen, etablierten konkurrieren müssen.

    Es ist kein Zufall, dass das weltweit größte Blockchainprojekt in Äthiopien aufgezogen wird und nicht z. B. in Deutschland oder Frankreich, wo vermutlich die regulatorischen Hürden, die Kosten und bereits vorhandene Strukturen einen Erfolg unwahrscheinlicher machen würden.

    Oder wenn in afrikanischen Ländern viele Menschen ohnehin noch keine Bankkonto besitzen, verbreiten sich zukunftsträchtige Lösungen, Geld in Mobiltelefonwallets zu speichern und zu versenden, naturgemäß viel schneller als hierzulande.


    Auch in China konnte man das beobachten: Was eigentlich wie ein Nachteil aussah, nämlich über keine nennenswerte Tradition im Bereich der Automobilentwicklung zu verfügen, keine bekannten Automarken etc., wurde in dem Moment zum Vorteil, als es darum ging, gute Elektroautos zu entwickeln: Man musste keine Rücksicht auf bereits vorhandene Strukturen (z. B. bereits in Betrieb befindliche Autofabriken, die sich noch nicht amortisiert hatten oder Zulieferer, die sich auf Zubehör von Verbrenner-Autos spezialisiert hatten) nehmen, sondern konzentrierte sich direkt auf die neue Technologie, auf langlebige Akkus mit hoher Reichweite etc. und konnte sich dadurch im neu gestarteten 'Spiel' Vorteile verschaffen.