Beiträge von jaki01

    Hinsichtlich der Nationalmannschaften: da können die Jungs noch jede Menge lernen!!

    Wieso? Immer wenn eine Nationalmannschaft gewinnt, verliert eine andere. Das ist bei Frauennationalmann(!)schaften nicht anders. :)

    Diese grün-weiß lackierten "Clever Shuttle" Dinger sind mir Straßenverkehr auch schon aufgefallen, dass es 45 Stück geben soll, wusste ich nicht. Abgesehen davon halte ich an meinen Zweifeln, dass die Nutzung von Wasserstoff die Umweltbilanz der Menschheit und seiner Mobilitätsbedürfnisse verbessern würde, fest…

    Was willst du überhaupt? Dass die Menschheit für immer auf letztlich endliche, bei ihrer Freisetzung umweltschädliche fossile Energiequellen setzt?

    Bei mir sind die DIEMsens auch vorne, gleichauf mit der SPD :lol:

    Dass bei mir die SPD vergleichsweise gut abschneidet, hat mich überrascht. Ihr grundsätzliches Programm ist jedoch die eine Sache, ihr Abstimmungsverhalten immer dann, wenn's drauf ankommt, die andere ...

    Ich finde, die ZEIT macht es deutlich besser: Zunächst wird jeder Kommentar veröffentlicht und nur nachträglich wird - mit Begründung - gelöscht oder editiert. Man sieht zumindest immer, wenn jemand etwas geschrieben hatte und bleibt nicht, wie bei SpOn, im Ungewissen, was mit dem eigenen Text wohl geschehen werde. Bei SpOn ist eine sinnvolle Diskussion überhaupt nicht möglich, weil man ohnehin nie weiß, ob ein eigener Beitrag durchkommt, und wenn ja, wann. Wenn überhaupt, gebe ich dort einfach meinen Senf dazu, ohne nachzusehen, ob er veröffentlicht wird, weil mich das zu viel Zeit und Nerven kostet.

    Noch dazu ist der Texteditor geradezu mittelalterlich. Nicht einmal Absätze einzufügen ist möglich ...

    Das die Chinesen in der Forschung ganz vorne mit dabei sind ist schon Fakt, warum muss ich das als Gegenargument mit anführen, wenn es mir vornehmlich darum gar nicht geht ...

    Du musst das überhaupt nicht erwähnen, aber mir ist es wichtig, das in einer Diskussion zu betonen, in der viele Deutsche den technologischen Fortschritt Chinas immer noch nicht anerkennen bzw. ihn einzig und allein aufs Abkupfern bei anderen zurückführen wollen.

    So ist das nun einmal in einer nicht strikt auf einen Aspekt limitierten Diskussion, dass verschiedene Diskussionsteilnehmer verschiedene Aspekte des Themas beisteuern und unterschiedliche Prioritäten setzen.


    Bei einem Deal gibt es immer 2 und das die deutschen Unternehmen, um Zugang zu deren Markt zu bekommen diesem zugestimmt haben ist deren Sache und Dummheit.

    Hier bin ich mir nicht so sicher, ob von Dummheit gesprochen werden sollte. Hierzulande wird der Erfolg von Managern an Quartalsergebnissen bemessen. Wer gute Deals macht, verdient gut. Wenn das sein Ziel war, ist er nicht dumm gewesen, mit China Handel zu treiben und dabei reich zu werden - vielleicht war vielen der Wissenstransfer an ein anderes Land schlicht egal? Ob ein solches Vorgehen allerdings langfristig für den wirtschaftlichen Erfolg des eigenen Landes von Vorteil ist, ist eine ganz andere Frage, ob das den Bossen großer, in China investierender Unternehmen von Bedeutung ist, wieder eine andere ...


    Aber das die andere Seite dies als grundlegende Auflage gemacht hat, neben bekommenen Investitionen und Arbeitsplätzen spricht eben auch Bände.

    Es spricht von Vernunft! Siehe Vergleich mit anderen Entwicklungsländern. Das ändert nichts daran, dass es ebenfalls von Vernunft spräche, wenn Europa diesen Deal nun aufkündigen würde.


    D Waffenexporte mit dem größten Markt der Welt, dem bevölkerungsreichsten Land der Erde, der demnächst größten Volkswirtschaft der Welt, dem geographisch gesehen 4 größten Land unseres Planeten mit D zu vergleichen, bringt mir ein leichtes Schmunzeln auf die Lippen.

    Mir nicht. Ist meine eigene Tat weniger bedenklich, nur weil 10 andere Menschen zusammen viel mehr Schaden anrichten können als ich? Ich finde die Auswirkungen einer Nation sollten immer auch in Relation zur Bevölkerungsanzahl gesehen werden, z. B. ist der CO2-Ausstoß pro Kopf hier größer als in China - trotzdem wird immer China als der große Umweltverschmutzer bezeichnet. Da ist sie wieder, die deutsche Selbstgefälligkeit, die mich mehr und mehr nervt.


    Persönlich fand ich den Braunkohleabbau noch nie gut und das aus verschiedenen Gründen.Zum einen weil Menschen ihr Heim verlassen müssen und zum anderen weil es riesige Wunden in der Erde hinterläßt (ich habe vor einem Monat in eines dieser Täler hineingeschaut).Aber wenn wir einen Vergleich ziehen wollen, dann müssten wir auch fragen ob der einfache Chinese ähnlich entschädigt wird wie der Deutsche?

    Das ist natürlich eine völlig berechtigte Frage, aber trotzdem würde ich zunächst einmal fragen, warum es bei uns, dem Hort der Freiheit, so ist? :)

    Um deine Frage sinnvoll beantworten zu können, müsste ich aufwändig recherchieren - so einfach ist das gar nicht, lies doch z. B. mal diesen Bericht durch, hat für mich eine gewisse Ähnlichkeit mit der deutschen Braunkohlesituation ...


    Darum noch einmal zurück zum Threadtitel und meinem ersten Post.Wir müssen in der Energiewende ähnlich handeln wie die Chinesen sonst wird das nix.

    Ich habe meine Erwartungen an die Politik mittlerweile ziemlich zurückgeschraubt, um mich nicht ständig ärgern zu müssen. Ich tue in meinem Mikrokosmos, was ich kann, und habe mir ansonsten einen gewissen Fatalismus angeeignet: Wenn eine in meinem Sinne positive Entscheidung getroffen wird, freue ich mich, wenn nicht, denke ich mir leicht resignierend "War wohl auch nicht anders zu erwarten." Ich bin nicht unpolitischer geworden, aber Parteien und Politiker interessieren mich immer weniger. Dann doch lieber Netzwerke von Menschen, die unabhängig von Wohnort und Nationalität gemeinsam etwas bewirken wollen. Klar ist dabei natürlich, dass man um gewisse Schnittstellen mit der Politik meist nicht herumkommt ...

    Es geht um den Erwerb von Patenten und den Ausbau der Marktmacht.

    Klar. Es ist mir aber zu kurz gegriffen zu denken, China erwerbe (und klaue) Patente nur. Nein, es ist mittlerweile hoch innovativ. Chinesische Studenten, die ich erlebt habe, wiesen enormes Wissen, aber auch Kreativität auf (sie waren also nicht nur gut im Auswendiglernen und Kopieren, wie das Vorurteil oft lautet).

    Als kleine Anekdote kann ich hier von einer Klausur berichten, in der fast alle zu dieser Chinesengruppe gehörenden Studenten vorzeitig abgegeben hatten. Als ich den noch Schreibenden etwas später sagte, die Zeit sei nun vorbei, sie müssten ebenfalls abgeben, protestierte jemand "Aber wir sind noch nicht fertig!" Ich verwies darauf, die Chinesen hätten ja auch schon abgegeben, da rief er verzweifelt "Aber wir sind Menschen!!" (Humor hatte er jedenfalls ...). :D


    China ist kein Kuscheldrache ...

    Deutschland auch nicht, oder werden die von uns exportierten Waffen zum Kuscheln benutzt.

    Ich bleibe dabei, 'wir' sind zu selbstgerecht!


    Dass die deutsche/europäische Politik auf Chancengleichheit, z. B. hinsichtlich der Möglichkeit von Firmenübernahmen, bestehen sollte, da gebe ich dir Recht, aber die herrschende Chancenungleichheit (was z. B. den erzwungenen Wissenstransfer in China betrifft) liegt nicht allein an China, sondern es sind ja deutsche Firmen, die aus purer Profitgier den von China gesetzten Bedingungen zugestimmt haben, z. B. am Riesenmarkt unter der Bedingung partizipieren zu können, ihr Know-How zu teilen. Also soweit ich weiß, hat niemand diese Firmen dazu gezwungen, diesen Deals zuzustimmen. Sie hätten sich ja auch anderen, freieren Märkten zuwenden können ...


    P. S.: Mal konkret gefragt, wie findest du es eigentlich, dass in Deutschland Familien samt ihrem Besitz der Braunkohleförderung weichen müssen? Darauf hat hier niemand geantwortet. Hinterfragt 'man' diese Vorgänge im eigenen Land kritisch genug?

    Dagegen, dass europäische Firmen in China dieselben Rechte haben sollten wie chinesische in Europa, spricht m. E. ... nichts ... :)


    Was den Dumping-/Subventionsvorwurf betrifft, wäre ich als 'Deutschland' wiederum sehr vorsichtig. Immerhin bekommen ca. 200000 Menschen mit Vollzeitjobs zugleich Hartz 4. Letztlich erspart es also der Staat den Firmen höhere Löhne zu zahlen, wodurch diese in ganz Europa einen enormen Wettbewerbsvorteil genießen (Vorteil auf kurze Sicht, denn was nutzt es, wenn die europäische Konkurrenz aufgibt und in der Folge Menschen entlässt, die sodann als mittellose Arbeitslose auch den deutschen exportierenden Firmen als potentielle Kunden fehlen werden).


    Die deutschen Solarfirmen waren einfach zu schlecht (Solar Millennium, Solarhybrid, Solardworld, ... oh nooo ... :) ), ruhten sich auf ihren Anfangserfolgen aus, statt die Technologie weiterzuentwickeln. Die Zölle auf Solarmodule sind eine einzige Farce. Entweder man hätte sie einführen müssen, als die deutschen Firmen noch einigermaßen wettbewerbsfähig waren oder gar nicht. Aber zu warten, bis alle deutschen Pleite waren, dann Zölle einzuführen, damit die Solarmodule zu verteuern und den Photovoltaikausbau zu hemmen, was wiederum z. B. deutsche Installateure und Wechselrichterhersteller vor Probleme stellte (und stellt), war ein typischer Schuss in den Ofen. Da hätte man lieber sagen sollen "Ok, die Chinesen haben gewonnen, auf dem nächsten Sektor machen wir's besser, aber wir sind wenigstens nicht so dumm, die ganze eigene, mit der Installation von Solarmodulen verknüpfte Industrie gleich auch noch mit in den Orkus zu befördern."

    Mal sehen wie's im Stromspeichersektor laufen wird. Immerhin ist 'sonnen' relativ stark vertreten (wobei die Akkus letztlich von Sony stammen), aber auch hier wird BYD mit dem Vorteil, eigene Akkus herzustellen, sicherlich einen Teil des Kuchens für sich beanspruchen.


    Und warum ich Huawei nannte? Um zu zeigen, dass mittlerweile in vielen Technologiebereichen das geistige Eigentum an vielen Orten liegen mag, aber hier jedenfalls nicht mehr. :)

    Also das China anders handelt als wir im Westen ist wohl nicht von der Hand zu weisen und mehr habe ich nicht dargestellt.Das die Rechtssprechung dort noch etwas anders funktioniert ist wohl keine Lüge.

    Es geht hier doch nicht darum, dass du lügen würdest! Auf diese Idee käme ich nie ... mann, mann, mann! :D


    Aber genauso wie du eine bestimmte Sicht der Dinge dargestellt hast, habe ich eine etwas relativierende dem entgegengehalten, wie soll sonst eine interessante Diskussion entstehen, wenn wir uns alle immer nur gegenseitig zustimmen und auf die Schulter klopfen? :)

    Vielleicht wusste ja gar nicht jeder, dass in Deutschland Familien samt ihrem Besitz der Braunkohle weichen müssen?


    Aber da du das jetzt gemacht hast kann ich das jetzt ja auch:P.

    Gerne doch!


    Was die Öffnung der Märkte angeht, gebe ich dir in Bezug auf Afrika und anderer 3 Welt-Länder recht.Aber China ist kein 3 Welt-Land mehr ...

    Ja, und zwar genau weil es tat, was ich oben beschrieben habe, und sich eben nicht zu billig verkaufte.


    Und deswegen sehe ich es als völlig legitim an wenn Europa sein geistiges Eigentum schützt und die gleichen Rechte für ihre Unternehmen in China einfordert, wie wir es chinesischen Unternehmen gewähren.Wenn das nicht möglich ist werden wir uns in Zukunft anpassen und ähnlich staatskapitalistisch agieren müssen in einigen Gebieten.

    Ja, durchaus, wobei das mit dem geistigen Eigentum m. E. auch zu einseitig betrachtet wird. Gerade deutsche Autohersteller suchen mittlerweile Kooperationen mit chinesischen, um im Bereich Elektromobilität und digitale Vernetzung dazuzulernen. Hierzulande höre ich oft Sprüche wie "BYD ist hinsichtlich Qualitätsstandards eine Ausnahme, weil sie von der Zusammenarbeit mit Daimler-Benz profitieren." Viel zu gönnerhaft ... Daimler-Benz ist kein Wohltätigkeitsverein und sein Management weiß sehr genau, warum es bestimmte Kooperationen eingeht oder nicht.

    Oder nehmen wir 5G? Wo hat Europa da noch geistiges Eigentum zu schützen? Huawei ist es, das von westlichen Geheimdiensten ausgespäht wurde, (wenn Huawei ausgespäht wird, dann natürlich nur, damit Huawei den Westen nicht ausspäht, :) tun die Chinesen dasselbe, stehlen sie geistiges Eigentum) ähnlich erging es chinesischen Universitäten und Forschungszentren.

    Mir geht - dass ich das überhaupt betonen muss - nicht darum zu sagen, China betriebe keine Industriespionage etc. Mich stört jedoch der verengte Blick auf die Taten anderer ...

    In dem einem Land kann man 20.000 Menschen umsiedeln, in den anderen Ländern hagelt es Klagen.

    Die Unterschiede sind letztlich gradueller Natur (hier ein weiterer Bericht bezüglich Zwangsumsiedlung wegen Braunkohleabbaus - offensichtlich 'legal'). Aber wenn in China der Staat ins Leben der Menschen eingreift, ist es das "brutale, rücksichtslose Regime", passiert es hier, macht der Rechtsstaat (oder eine "Rechtsfirma" mit staatlicher Unterstützung) eben von seinem Recht Gebrauch. :)

    Hier wirst du dazu zwangsverdonnert, als Schöffe am Gericht zu arbeiten oder am Mikrozensus teilzunehmen. Aus chinesischer Sicht ist so manches hier genauso absurd, wie umgekehrt für uns, was dort passiert.

    Um es klarzustellen, ich sage keineswegs, unterm Strich seien staatliche Überwachung und Eingriffe ins Privatleben der Menschen hier genauso ausufernd wie in China (das finde ich bei aller Faszination für die schnelle technologische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes erschreckend), also nicht falsch verstehen, aaaber andererseits sollte uns auch bewusst sein, wie sehr wir vieles durch unsere sehr subjektiv eingefärbte Brille betrachten.


    Aber das die Welt nur eingeschränkt fair spielt ... muss man eben mit ähnlichen Mitteln gegenhalten.

    Ich halte es ebenfalls für eine typisch westlich-selbstgerechte Sichtweise, allein Chinas Verhalten als unfair zu betrachten. Viele Entwicklungsländer können ein Lied davon singen, ihre Rohstoffe an westliche Firmen unter Inkaufnahme verheerender Umweltzerstörung (z. B. Goldminen in Indonesien) viel zu billig verscherbelt zu haben, wobei vor allem einige korrupte Politiker profitierten, die dann natürlich zu den 'Lieblingen des Westens' wurden.


    China hat das anders gemacht und gesagt "Ihr wollt unsere Rohstoffe, unsere Arbeitskräfte und unsere riesigen Absatzmärkte? Könnt ihr haben, aber dann wollen wir dafür nicht vor allem Geld, sondern euer Know-How, damit auch wir langfristig profitieren. Entscheidet einfach selbst, ob ihr das wollt oder nicht."

    Was war wohl sinnvoller für die Weiterentwicklung des eigenen Landes, Chinas Vorgehen oder das von Indonesien? Das war nicht unfair, sondern gerecht. :) Ich hätte es an Chinas Stelle ganz genauso gemacht.

    Blockadehaltung der Automobilindustrie? Mag sein. Nun ist es ja aber nicht so, dass man in DE nur deutsche Autos kaufen kann. Wer ein Akkuauto kaufen will, kann das jederzeit tun. Dann eben nicht bei einem deutschen Hersteller. Trotzdem hält sich der Verkauf in sehr engen Grenzen. Wenn man überdachte Gehhilfen und Firmenfahrzeuge abzieht, tendiert akkubetrieben in den Gesamtverkaufszahlen gegen Null. Und das hat Gründe, über die man mal nachdenken sollte.

    - Die Gründe für die hohen Preise deutscher Elektroautos liegen teilweise daran, dass deutsche/europäische Hersteller die teuren Akkus zukaufen müssen.


    - Die Ladeinfrastruktur ist in Deutschland sehr schlecht ausgebaut, was aber nicht prinzipiell gegen E-Autos spricht, sondern ein Versäumnis der Politik darstellt. Erdöl-Pipelines und konventionelle Tankstellen haben sich übrigens auch nicht von selbst und kostenlos aufgestellt ... Das muss jemand wollen und tun!


    Günstigere chinesische E-Autos rollen hier aus verschiedenen Gründen bisher erst selten:

    - Da der deutsche/europäische Automarkt bei chinesischen Firmen nicht oberste Priorität genießt (der chinesische Absatzmarkt ist deutlich größer), ist das Händlernetz noch sehr dünn.

    - Deutsche Kunden glauben immer noch an die Überlegenheit einheimischer Produkte, selbst in den Bereichen, wo man tatsächlich hinterherhinkt. Was BYD betrifft, ist die Strategie, zunächst durch den (übrigens in Europa sehr erfolgreichen) Verkauf von E-Bussen seinen Bekanntheitsgrad zu steigern, bevor den skeptischen deutschen Kunden auch E-Autos angeboten werden. Dass diese dann billiger sein werden als europäische E-Autos, dürfte ziemlich sicher sein.

    - In China gibt es jetzt schon E-Autos für umgerechnet unter 10000 Euro, z. B. den Ora R1. Aber auch größere Modelle sind deutlich billiger als vergleichbare europäische (das von der Zeit begutachtete Modell gibt's auch als rein elektrische Variante, mit deutlich größerer Reichweite).


    Also, sobald die konservativen deutschen Kunden überzeugt sind und die Ladeinfrastruktur sich verbessert hat, wird es auch hier voran gehen, wenn auch deutlich langsamer als anderswo. Und dann wird es spannend, ob deutsche Modelle, mit japanischen, koreanischen und chinesischen langfristig mithalten können werden.

    Nur, es ist ja nichts davon in der Realität für "normale" Leute angekommen. Ganz im Gegenteil, die Spielzeuge werden immer teurer und für den Normalbetrieb unbrauchbarer. Der Medianbürger wird von Mobilität abgeschnitten, mehr ist das nicht. Cobalt hin oder her. Und damit meine ich noch nicht mal das Kfz, was 35.000 Euro kosten sollte, heute 75.000 Euro kostet (dabei immer noch mit Laptopzellen arbeitet) und bei dem Preis vom Budget her weit jenseits vom Normalbürger fährt. Der wird künftig nicht nur belastet mit dem Zuschuss für hippe e- Mobile (und damit Leute, die sich das eh leisten könnten), sondern auch noch mit dem Netzausbau. Und natürlich über das Erziehungsmittel CO2- Preis. So geht das nicht.


    Ich habe wirklich sehr ernsthaft nach etwas für die "normale" Nutzung hier nachgeschaut. Selbst wenn das mit paar Einschränkungen verbunden wäre. Es gibt nichts. Und in mir reift mittlerweile die Erkenntnis, das ist genau so gewollt.

    'Normale' Leute leben halt nicht nur in Germany. Darin, dass es hier aufgrund der Blockadehaltung der Automobilindustrie und der Halbherzigkeit der Politik nur langsam vorangeht, würde ich mit dir übereinstimmen.

    Passiert ist so gut wie nichts.

    Das ist schlicht falsch. Die Reichweiten werden immer besser (wenn auch nur sehr langsam, wenn man sich an deutschen Herstellern orientiert - wobei come on: Die Reichweite des in diesem Thread so euphorisch erwähnten Wasserstoff-Mercedes, wird von einigen E-Autos locker überboten). Der 'Durchbruch' geschieht kontinuierlich, nicht eruptiv. Ich sehe es eher so, dass die Kritiker der E-Mobilität immer wider dieselben Argumente bringen (siehe Cobalt), ohne zu bemerken, dass die schon heute nicht mehr ziehen - sie wollen die Verbesserungen nur einfach nicht registrieren, sonst würden sie ja vermutlich stattdessen sagen "Ja, super, dass kein Cobalt mehr benötigt wird!".

    Wieviele Tonnen an Batterien sollen im Fernverkehr mit geschleppt werden?

    Ich denke gerade im Schwerlastverkehr fällt der schwere Akku sogar weniger ins Gewicht ... Denk an die erfolgreichen BYD-Busse, da passen richtig fette Akkus rein ohne groß zu stören ... bei Kleinwagen ist das schwieriger, entweder sie werden zu schwer (für Kleinwagen) oder die Reichweite leidet ...


    P. S.: Aber auch ich hoffe, dass zukünftig mehr Güterverkehr über die Schiene abgewickelt wird.

    ... doch auf der Basis von Lithium, Coltan, Kobalt und dergleichen ...

    Ich habs ja bereits geschrieben (sorry falls ich mich wiederhole), aber in den LiFePO4-Akkus des größten Elektroautoherstellers der Welt (dessen Namen ich hier nicht erneut nenne, um nicht von Bud als "Verkäufer chinesischer Elektroautos" diffamiert zu werden :) ) wirst du vergeblich nach Cobalt suchen. :)

    Allerdings ist die Batterietechnologie nicht zukunftsträchtig, denn die Zukunft gehört der elektrovoltaischen Wasserstoffwirtschaft, die sich einfach weltweit durchsetzen wird.

    Das werden wir abwarten müssen. Ich denke, dass keiner dieser beiden erfolgversprechenden Technologiezweige vernachlässigt werden sollte. Irgendwo im 'alten' Politopia hatte ich mir mal die Mühe gemacht, Nachteile der Brennstoffzelle aufzulisten - ohne ihr deshalb ihr (im Gegensatz z. B. zum Diesel zweifellos vorhandenes) Zukunftspotential abzusprechen. (Ich kann jetzt gerade aber leider weder die Zeit aufbringen, diesen Kommentar zu suchen, noch ihn neu zu verfassen).

    Sieht danach aus, als hätten die Chinesen nicht so einen langen Atem wie die Japaner.

    Das glaube ich nicht. BYD, Geely und andere chinesische Firmen werden ihren Weg schon gehen.


    Man sollte sich nur mal klar machen, was Passagen wie diese aus dem Industrie Magazin bedeuten ...:

    "Doch vor allem bei den E-Autos hängen die Deutschen anderen Herstellern hinterher. Wichtigster Hersteller in China ist auch nicht etwa der US-Elektropionier Tesla, sondern die einheimische Marke BYD. Um den technologischen Rückstand zu verringern, suchen die deutschen Hersteller die Zusammenarbeit: BMW arbeitet bei der Elektrifizierung des Minis mit Great Wall zusammen, Daimler lässt seinen Elektro-Smart künftig von Geely bauen. Dudenhöffer glaubt: "China wird Technologieführer im Autogeschäft.""

    Wir haben Altmaier… Naja, das ist vielleicht ein ungerechter Vergleich, aber ...

    Och, wenn man derart unter den unsere Zukunft verspielenden Politik-Nulpen zu leiden hat, darf man ab zu auch mal guten Gewissens ungerecht sein, zudem es Altmaier selbst vermutlich am wenigsten juckt, wenn wir in unserer Verzweiflung in diversen Foren ab und an zur Ungerechtigkeit tendieren. :)


    Der deutsche 'Staat' kommt halt immer dann aus seinem Versteck hervorgeprescht, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann, dann drangsaliert er den Bürger mit einem Wust unnötiger Bürokratie, kontraproduktiver Regulierung (Datenschutzgesetze, Uploadfilter, ...), Steuern und Gebühren und zwingt mich beispielsweise meine PV-Anlage und den Stromspeicher ins Marktstammdatenregister einzutragen, wobei ich seitenlang absurdeste Fragen zu beantworten habe.

    Bräuchte man ihn dagegen tatsächlich mal, wenn es beispielsweise darum geht, potenzielle Zukunftstechnologien zu erkennen und konsequent zu fördern, steckt er den Kopf in den Sand, um nur ja nichts sehen oder hören zu müssen, damit alles so bleibt wie es ist und immer war. Man will ja seine guten Beziehungen zur ebenfalls die Zukunft verpennenden deutschen Industrie nicht aufs Spiel setzen. Ein Trauerspiel!


    Relativierend muss ich aber anmerken, dass Politik bis zu einem gewissen Grad oft auch ein Spiegel der Gesellschaft ist. Wenn ich mir die Kommentare in den Online-Foren deutscher Medien so ansehe, spricht aus vielen eine Einstellung, die ich mal mit "stockkonservativ und innovationsfeindlich" zu beschreiben versuche. Was der typische (sorry für die Pauschalisierung) deutsche Forenkommentator nicht kennt, frisst er eben nicht, Punkt. :)

    Deutschland lebt von seiner in vergangenen Zeiten erarbeiteten Substanz, und meiner Meinung nach wird mit einer für unsere Zukunft gefährlichen, selbstgefälligen Arroganz ("Nur deutsche Ingenieure wissen wie's geht." etc.) eben jene gerade verschlafen (und ich meine hier nicht nur die Autoindustrie).