Beiträge von Müllers Esel

    Wo habe ich von "Pack" gesprochen? Und was Mansour an "Fakten" abgeliefert hat, ist reine Schwarz-Weiß-Malerei kombiniert mit Geschichtsklitterei; eine Debatte darüber lohnt eigentlich überhaupt nicht.

    Du hast auch nicht widersprochen, was für sich gesehen mit Teilnahmslosigkeit erklärt werden könnte. Allerdings bist du vorne mit dabei, meine Kritik daran einzudampfen.

    ...

    Den Krieg 1967 hat Israel begonnen, auch wenn es dir nicht gefällt. Militärisch mag das sinnvoll gewesen sein, rechtfertigte allerdings keine Annexionen palästinensischen Gebietes.

    Krieg gefällt mir sowieso nicht, egal wer damit anfängt oder ihn fortsetzt. Und ich weiß auch darum, dass Gebietsansprüche durchgesetzt worden sind, für die gar kein Anspruch bestand. Und man kann nichts davon damit rechtfertigen, dass man von Feindseligen umgeben ist. Dennoch hat die heutige Situation nicht alleine Israel zu verantworten.

    Nun, warum konnten aber die radikale HAMAS 2006 die Regierung im Gazastreifen übernehmen ?


    Hier fehlt mir vom Autor eine Kurzbeschreibung der kompletten Ausweg und Hoffnungslosigkeit der Menschen dort aufgrund der Politik Israels ( um diese Projekt bewußt scheitern zu lassen ) die wohl kaum Hoffnung in irgendwelche gewählten Vertreter Ihrer Zunft gehabt haben.


    Ferner erscheint es mir das der Schreiber ein gehöriges Maß an Scheuklappenmentalität in Bezug auf die Lebensrealität arabischstämmiger oder anderer Nationalitäten in Israel hat. Was sich ja übrigens auch dort in einigen Leserkommentaren niederschlägt.

    Hat er nicht Recht damit, wenn er sagt/schreibt, dass die arabischstämmigen Bürger Israels ihre Rechte nachdrücklicher durchsetzen könnten? Würde sich das nicht auch positiv auf die besetzten Gebiet auswirken?

    ….

    Kein Wort davon, dass Israel der Teilungsplan nicht weit genug ging und man die Gelegenheit gerne nutzte, in zwei Kriegen sein Gebiet zu "konsolidieren", von ursprünglich 57% auf 75% Palästinas westlich des Jordans.....

    Im Nachhinein zu schreiben, die Kriege kamen den Israelis gelegen, ohne sie begonnen zu haben, weil sie so eine Gebietserweiterung durchsetzen konnten, das ist mir ein bisschen zu blöd. Die Nachbarn hätten den Krieg einfach nicht beginnen müssen, so einfach? Ja, manchmal ist es einfach.

    Vielleicht, weil man bei Staaten, die sich dem zivilisierten Westen zugehörig fühlen, etwas genauer hinschaut? Und weil man vielleicht hofft, dass man bei Staaten, die sich dem zivilisierten Westen zugehörig fühlen, eher etwas erreicht?

    Und dieses "Erreichen" wird was, wenn man die Adressaten kollektiv als "Pack" wahrnimmt? Es gibt einfach keine Distanz, von keinem, zu diesem unsäglichen Post vom Techniker. Daran hat sich meine Kritik entzündet. Dies nur zur Erinnerung. Es ist einfach nicht zielführend denen, die man erreichen will, einen vor den Koffer zu knallen. Ich bin gerne bereit, eine differenzierte Debatte zum Thema zu führen. Aber das erscheint unmöglich, wenn solche Aussetzer nicht kritisiert werden dürfen, ohne dass man sich dafür unter allen möglichen und unmöglichen Aspekten rechtfertigen muss. Natürlich gibt der Text in der taz Anstoß für eine Debatte, ich bin sicher, darum ist er geschrieben worden. Aber er offenbart eben eine Sicht, die hier nicht zur Geltung kam, bislang, und darum ist das ein guter Beitrag.

    Das ist immer das Problem. Sofort in einer Richtung drauflos prügeln.

    Auffällig ist gerade im Nahost-Konflikt, dass hier viele Menschen eine Meinung haben und auch artikulieren, die durchaus zur Differenzierung in der Lage sind, hier aber, bei einem so hochkomplexen Thema eine Einfachheit in der Beantwortung von Fragen durchblicken lassen, die fast schon den Karrieresprung innerhalb der alternativen Partei erfolgversprechend aussehen lassen.

    Es ist nicht neu, dass unter den Hasbara -Predigern sich auch Araber befinden, echte oder auch nur vermeintliche. Wie stechend das Argument, dass sogar Araber im Toten Meer schwimmen duerfen. Wahnsinn! Das kann man nicht von jedem israelischen Schwimmbad behaupten undn icht nur deswegen ist es in Israel noch lange nicht so, dass "Mensch gleich Mensch" ist. Beispiele dafuer gibt es unzaehlige, die der eifrige Autor - wie war gleich sein Name - ausblendet.

    Das ist echt schwierig an dich heran zu kommen. Da bist du mit dem Kater in bester Gesellschaft. Den Satz zum "Toten Meer" hast du flugs umgedeutet, damit er in die Argumentation passt. Die Quintessenz eines jeden eurer (du und Kater) Beiträge, wälzt die Verantwortung, die Schuld an der Gewalt immer wieder auf Israel ab. Wann immer mir diese einfache schwarz-weiß-Denke begegnet ist, sie war immer falsch. Und sie ist es hier auch.
    Zitat aus dem Artikel:
    "Israel muss sich unverhältnismäßig viel Kritik gefallen lassen, und ich nenne das Doppelmoral. Wenn es um Gleichberechtigung und Menschenrechte geht, weshalb fehlen dann Forderungen nach einem Boykott der radikalislamistischen Hamas? Sie steht immerhin bei der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten auf der Liste der Terrororganisationen – und stellt seit 2006 im Gazastreifen die Regierung. Und woher, das frage ich mich oft, die obsessive Beschäftigung mit Israel? Warum sieht man keine Menschenrechtler auf die Straße ziehen gehen eklatantes Unrecht in Myanmar, in Nordkorea, in Weißrussland, in China?"


    So etwas ähnliches will ich seit vorgestern hier im Strang unterbringen und es prallt immer wieder ab.

    Es geht nicht nur um Gaza, es geht um ganz Palästina, um eine gleichberechtigte Behandlung der Rechte des Palästinensischen Volkes, einschließlich des Rechtes auf Rückkehr und Entschädigung, um echten Frieden und Entwicklung in der gesamten Region Nahost. Und es geht um ein sicheres Leben auch der Juden, das aber mit der Politik der israelischen Regimes seit Jahrzehnten nicht erreicht werden kann. Wer unterdrückt, ist selbst nicht frei und wer unterdrückt wird, hat ein legitimes Recht auf Widerstand.

    Und hättest du das Interview gelesen, dann wüsstest du, dass es eben nicht nur an den Israelis liegt, dass dort kein Frieden einkehren will.

    In Post 586 war von "uns Deutschen" und dem israelischen Pack" die Rede, was mit erhobenen Daumen bedacht wurde.

    Das hat mich vielleicht unverhältnismäßig getriggert, dennoch war mir eben danach, das richtig zu stellen, aus meiner Sicht, weil hier ein Zusammenhang zwischen "wir" und "die" konstruiert und dabei das Gedenken an den Holocaust in Frage gestellt worden ist.
    Eigentlich geht es mir nur darum, dies nicht zu tun. Machtgeile Profilneurotiker zu kritisieren soll jeder nach Belieben fortführen, da bin ich dabei.

    Den Punkt hat keiner verstanden oder ich habe ihn nicht deutlich genug gemacht, das kann man sich nun aussuchen. "Ihr" umfasst aber in der Folge auch die Gegenseite, die sich über die anfänglichen Liker hinaus weiterhin damit befasst, mir in aller Eindringlichkeit die hoffnungslose Lage der Palästinenser aus eben nur einer Sicht heraus zu präsentieren.


    Wo geschieht das denn hier gerade? ….

    In dem Wald mit den Bäumen.....

    Ich habe hier mal ein Interview aus der Zeit vom Anfang des Monats mit Matthias Schmale vom UNRWA Hilfswerk. Hilft gegen verengte Sicht.
    https://www.zeit.de/politik/au…reifen-fatah-hamas-israel
    Bemerkenswert folgender Abschnitt:

    "Als Deutscher, mit unserer Holocaust-Geschichte, bin ich der Letzte, der Israel nicht das Recht auf einen eigenen Staat zugestehen und Sicherheitsbedenken nicht ernst nehmen würde. Genau aus diesen Sicherheitsbedenken heraus verstehe ich nicht, wie man zwei Millionen Menschen vom Rest der Welt weitestgehend isoliert und ohne eine politische und wirtschaftliche Perspektive lassen kann."


    So unterstütze ich die Kritik.


    Ja seid ihr denn besser? Der Aufhänger, mich hier zu beteiligen, der liegt nicht darin, den Holocaust zu instrumentalisieren, um Kritik an den politischen Mandatsträgern in Israel zu verhindern, sondern das genaue Gegenteil:

    Den Holocaust nicht zu relativieren und sich die Erinnerung daran verbitten, weil "das israelische Pack" ja nicht besser ist. So herum wird das ein Schuh. Ich will weder Kritik an Unterdrückung oder Menschenrechtsverletzungen unterbinden, noch will ich wegschauen, wenn Palästinensern Unrecht getan wird.
    Ich schaue aber auch nicht weg, wenn sich vereinfachende "Gut-Böse"-Sichtweisen breitmachen. Und genau das geschieht hier gerade.

    Die Liegeplatzgebühren sind schon geil hoch, wer will sich das schon versauen. Was die Böllerei betrifft würde ich eher einen Führerschein empfehlen, und wer im Suff zündelt, der kriegt ne Strafe aufgebrummt. Unsere Älteste hatte schon das ein oder andere Mal Dienst in der Notaufnahme. Meistens trifft es die, die nicht schnell genug weglaufen können.

    Die Heuchelei ist bodenlos und das seit langem auf eigentlich allen Seiten. Deswegen ist es Unfug die AfD für die zunehmende Durchknallerei hauptsächlich in Beschlag zu nehmen.

    Diese Hauptsächlichkeit der Inbeschlagnahme ist doch genau das, was gerade zB die Flügelanten in der AfD wollen. Diese Partei hat noch weniger politischen Hintergrund als die anderen Parteien und wie ließe sich das besser verbergen, als sich willig in die Opferrolle zu begeben? Und es scheint tatsächlich zu funktionieren.

    ...

    Es ist nicht die Geschichte, sondern Israel, das eine besondere Stellung bei uns einnimmt und zwar wegen der Geschichte. ….

    Äh, ja genau. Noch einmal ganz langsam, ein wenig ausschweifender: Es ist also doch die Geschichte, und zwar der Teil, der das heutige Israel zu verantworten hat, insofern ist es nicht die Geschichte allgemein, sondern explizit der Holocaust, aus dem eine Verantwortung erwächst und zwar nicht nur für Deutsche, sondern für alle, die diese dunkle Zeit als das begreifen, was sie ist: eine Besonderheit in der Abscheulichkeit.
    Einigen wir uns also auf diesen besonderen Teil der Geschichte, der es eben doch ist.
    Daneben sind Menschenrechtsverletzungen sicherlich nicht hinzunehmen, kritisiert werden muss das auch, die Siedlungspolitik ist auch mir ein Dorn im Auge. Aber es passiert in Israel genau das, was sonst wo auch passiert, wenn Hardliner das Zepter führen. Und die Härte ist ein Widerhall der umgebenden Bedrohungslage.
    Oder würdest du sagen, wenn Israel die Waffen niederlegt, dann ist die Region befriedet?

    Was bleibt ist der Begriff "israelisches Pack", der dafür herhalten darf, dass man hier die Erinnerung an den Holocaust verweigern will, weil wenn das "israelische Pack" das macht, dann streichen wir den Holocaust aus dem Gedächtnis, war wohl doch nicht so schlimm?

    Vielleicht sortierst Du erst mal Deine Gedanken und schreibst sie so auf, dass man darauf antworten kann. Wenn man fordert, Israel so zu behandeln, wie jeden anderen Staat, der sich gegen Menschenrechte und Völkerrecht vergeht, so ist das in keiner Weise "Antisemitismus"! Und der Zionismus hat sich heute in einer Weise manifestiert, die nahe an den Nationalsozialismus herankommt. Nationalistische Überhöhung, Apartheid, Blut- und Bodenideologie sind an der Tagesordnung.

    Übel ins Auge stechen bei mir grundsätzlich Begriffe wie "israelisches Pack". Da bin ich auch recht kompromisslos, das heißt, wir müssen das gar nicht weiter diskutieren, wenn das hier mehrheitlich goutiert wird. Ich habe hiermit meinen Standpunkt eingenommen, den ich auch nicht verlassen werde. Ich muss aus meiner Sicht nichts sortieren.

    Weil Israel eine besondere Rolle bei uns einnimmt....deshalb...


    ….

    Es ist genau genommen nicht Israel, das eine besondere Stellung bei uns einnimmt, es ist vielmehr die deutsche Geschichte. Die Projektion Israels darauf, soll eigentlich nichts anderes "schaffen", als von der deutschen Geschichte abzulenken.

    Dier in dem Zusammenhang viel bemühte Schande, die andere Völker anderen Minderheiten angetan haben ebenso. Will man vielmehr eine neutrale Haltung zu den verschiedensten Konflikten einnehmen, dann ist man ein "Jammerlappen". Das ist mir zu einfach.

    Was soll sie auch machen? Blabla, was sowieso niemanden interessiert?


    Was machen wir Deutsche? Außer dem israelischem Pack in den Allerwertesten kriechen? Und Weihnachten zum 865.ten Male Holodingsbums und Oskars Liste zur Gehirnwäsche servieren....

    Begriffe wie "israelisches Pack" sind äußerst fragwürdig. Israel ist ein demokratischer Rechtsstaat, die Vielfalt politischer Richtungen ist breit, erfährt allerdings durch reaktionäre Hardliner unter Netanjahu eine stete Missachtung, gerade in der Ansicht von außen.
    Zugleich könnte man vom "deutschen Pack" sprechen, weil hier ebenso reaktionäre Ansichten mehrheitsfähig zu werden scheinen. Tatsächlich ist das doch eher ein weltweites Phänomen, dass die "starke Hand" mit dem nationalen Seelenheil verbunden wird. Warum sollte man da Israel unter besondere Beobachtung stellen im Vergleich zu anderen Staaten? Trump in den USA, Orban, Kaczynski, Bolsonaro, Duterte, man kann den Globus kreuzen, wie man will, überall fällt man über wildesten Rassismus, über Ausgrenzung und Spaltung. Warum soll das im Falle Israels besonders unter die Lupe genommen werden?
    Damit man sich in relativer Sicherheit fühlen kann, wenn man wieder und wieder an den Holocaust erinnert wird?
    Ich halte genau das für Antisemitismus!