Beiträge von Mc_D.Liberal

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    PS: Wenn es um einen 100jährigen Clan-Chef gehen würde, hättest du sicher nichts dagegen, den vor Gericht zu stellen. Oder irre ich mich da?

    Ist zwar banal, aber es gibt auch Fälle von 77-Jährigen Rentnern, welche wegen Schwarzfahren ins Gefängnis mussten (Geldstrafe absichtlich nicht bezahlt). Bei der Sache mit dem Alter macht man ein ganz schön großes Fass auf....

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    Weil es "GG" und nicht "Wertegemeinschaft" heißt? ;)

    Auf ein allgemeingültiges "GG" können wir uns jederzeit einigen!

    Für mich ist der Begriff "Wertegemeinschaft" nichts besonderes, ohne politisches hochstilisieren.

    Auch Vegetarier sind mehr oder weniger eine Wertegemeinschaft. Es gibt da viele Gruppen, die man nennen könnte. Selbst die Mitglieder einer Partei könnten noch als Wertegemeinschaft durchgehen.

    Ohne politischen Kontext klingt das für mich relativ wertungsfrei, wenn jemand sagt, die Menschen in den USA sind eine Wertegemeinschaft.

    Gewisse moralische Werte werden ja durch das GG impliziert, z.B. das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

    Und was ist mit Politopia? Wertegemeinschaft? Aber wohl nur, was den Erhalt des Forums betrifft. ;)

    Hmmmmmm....

    Klingt auf jeden Fall "Demokratie-Gefährdend" was da abgeht. :thumbdown:

    Wo sind eigentlich unsere Leifmedien dazu? Spiegel, Bild, FAZ, Süddeutsche und Co. Komisch, das große konservative Spektrum, ansonsten den Rechtsstaat bei jeder Gelegenheit lobend und verteidigend, schweigt einfach dazu. :cursing:


    Täterhypothese, super ... <X

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    Die Frage zu Terroranschlaegen bedarf allerdings einer erweiterten Betrachtung, dieses Wissen hatte ich eigentlich vorausgesetzt.

    Interessant sind dazu die Studien der Universitaet Muenster zu lesen. Deren Fazit ist folgend: Die tiefliegenden Ursachen fuer den gewaltbereiten Fundamentalismus sind nicht religioeser Natur, sondern sozialer. Dazu kommt: Die instabile Lage im Nahen und Mittleren Osten ist durch das inkonsequente und unentschlossene Handeln der Voelkergemeinschaft mitverursacht worden.

    Ich kann mir das gut vorstellen. Hast du Links eventuell dazu? Ich würde da gerne ein bisschen reinschauen.

    Auch wenn's nicht das Thema ist, aber die Fragen Integration, gesellschaftliches Miteinander, Religion, Freiheit - werden uns alle auf jeden Fall weiter begleiten.

    Auch im Idealfall ohne Terror.

    Es scheint, als koennten Einige hier ein bisschen Nachhilfe in Sache Islam benoetigen.

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    Demokratie und Islam geht IMHO auf jeden Fall. Siehe Türkei. Aber bei Islam und Menschenrechten, auch bezüglich Religionsfreiheit, da bin ich zwar noch hoffnungsvoll, muss aber feststellen, dass die Realität eher schlecht aussieht. Ich mein bei uns hier ist es auch nicht besonders astrein, die Kirchen in DE haben AFAIK auch einen Sonderstatus, aber es ist für religiöse Minderheiten besser als in der Türkei. Ich persönlich hoffe ja noch auf die Türkei, dass die noch was reißen in der Hinsicht, vergleichbar mit Abschaffung der Todesstrafe!

    Ja selbstverständlich ist das nur eine Vermutung. Faktisch existiert sie aber dort.

    Ich weiß auch nicht, was das Problem mit Wertegemeinschaft ist. Die meisten Menschen in DE akzeptieren das GG und halten sich an diese Regeln. Warum kann man das nicht als Wertegemeinschaft bezeichnen?

    Eine andere Frage wäre auch, warum gibt es die Todesstrafe im Iran, für den Fall, dass eine Mehrheit der Iraner diese ablehnt?

    Ich benutze das Wort 'Wertegemeinschaft' nicht gern, weil es etwas Ausgrenzendes hat. Ich habe mit allen Menschen gemeinsame und nicht gemeinsame Werte. Mit einigen mehr gemeinsame als mit anderen. Mit einigen Nichtdeutschen mehr gemeinsame als mit fast allen Deutschen (mit einigen Deutschen auch mehr als mit fast allen anderen Deutschen und Nichtdeutschen).

    So vielfältig sind eben Menschen.

    Aber es hat schon was jegliche nationale, kulturelle und geschichtliche Entwicklung und Vergangenheit zu negieren.

    Ich sage nicht, dass du das gemacht hast.


    :focus:

    Das Beispiel ist auch einfach: mit vielen nicht-europäischen Menschen Gemeinsamkeiten. Blutgruppe wäre eine Kategorie, Drogenpolitik ... also finden tut man da überall auf der Welt Menschen dazu. Trotzdem ist es auffällig, dass ich es im Iran schwer haben werde, die Menschen von der Unmenschlichkeit der Todesstrafe zu überzeugen, während ich in allen europäischen Ländern das nicht Mal machen muss. Achja stimmt, reine "statistische Haüfigkeit". Freunde kann man überall auf der Welt finden.

    Ich habe mit allen meinen vielen(!) nicht europäischen Freunden mehr als genug Überschneidungen (wissenschaftliche Interessen, Schach, Umweltschutz, Kryptowährungen, Sportwetten/-statistik, 'philosophischer Austausch über Gott und die Welt', Politik, Genießen kulinarischer Speziaitäten, Naturbeobachtung/-genuß etc.) um gerne mit ihnen zusammen zu sein, lieber als mit 99 % aller Deutschen (und natürlich auch lieber als mit 99 % aller Nichtdeutschen) ... d. h. ich finde weltweit bei weitem mehr gleichgesinnte Individuuen bzw. mich bereichernde Menschen als in einem eng begrenzten geographischen Areal. Die Unterschiede von Individuum zu Individdum sind größer als die zwischen geographischer Gruppe und geographischer Gruppe. In meinem äußerst lesenswerten Artikel :D habe ich das genauso begründet wie die moderne Wissenschaft das Nichtvorhandensein von Menschen'rassen' begründet, und die entsprechende Analogie dort zu ziehen versucht.

    Bei einer größeren Auswahl findet man eben mehr. Trotzdem sind das Gleichgesinnte und nicht Menschen in einem gemeinsamen Staat. Aber gut. Ich schließe mich BudSpencer an:


    Deutscher: Wenn Du nicht weißt was das ist, dann kann ich Dir auch nicht helfen.


    Und BTW: du findest das von dir genannte sicherlich nicht bei allen gleichzeitig. Sondern eben nur Teilbereiche. In wie fern dies dann eine Gemeinsamkeit im Großen sein soll, fraglich. Wenn es um Deutsche geht, dann stellst du fest, dass jeder individuell ist. Aber mit einzelnen Menschen rund um den Globus bildest du schon fast gleich eine Wertegemeinschaft.

    Naja.... :whistling:


    PS: beim Thema, Gene, Rassen gehen die Meinungen auseinander in der Wissenschaft.

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    Ich finde z. B., wie man den Verkehr der Zukunft denkt, ein extrem wichtiges Thema, das auch viel mit 'Werten' zu tun hat. Für viele Deutsche (Männer) bedeutet selbst Auto zu fahren (und zwar nicht nur ein paar Knöpfe zu drücken) eine Art "Männlichkeitsbeweis" ("Seht her wie reaktionsschnell ich bin, wie meinem kühnen Jägerauge nicht die geringste Bewegung entgeht!") ... ziemlich archaisch, wenn du mich fragst, aber ziemlich weit verbreitet. ;)


    Ob Todesstrafen vollsteckt werden, legen Gesetze fest. Gesetze beruhen meist darauf, was Mehrheiten befürworteten, was aber m. E. nicht ausreicht, um von homogenen Wertegemeinschaften zu sprechen. Stell dir z. B. vor in dem einen fiktiven Land seien 51 % der Menschen für die Todesstrafe, in einem anderen nur 49 %, und es würde in beiden Ländern per Volksentscheid entschieden, was zur Folge hätte, dass sie hier eingeführt werden würde, dort nicht. Lägen nun zwei unterschiedliche Wertegemeinschaften vor? In einem dritten Land wären 80 % gegen die Todesstrafe, aber ein Diktator entschiede, dass sie beibehalten würde ...

    Ich erinnere mich nicht daran, irgendwo irgendjemandem die Identität abgesprochen zu haben ... Im Gegenteil: Ich sehe jeden Menschen als einzigartige Kultur, die sich in Teilbereichen mit den Kulturen anderer Menschen überschneidet.

    Das mit den Deutschen und den Autos ist aber schon noch deine subjektive Erfahrung, oder? Ich will nun nicht lügen und einfach das Gegenteil.... ;)


    Deine Länderbeispiele sind schon sehr fiktiv. Meinst du es gibt in z.B. den €uroländern keinen moralischen Konsens über die Todesstrafe? Ist das einfach nur Zufall, oder gab es bis dahin eine langfristige Entwicklung?

    Hat das nichts mit Werten zu tun?

    Also das klingt schon irgendwie komisch.


    Und "homogene Wertegemeinschaften"? Wo gibt's denn das? Bei Religionen?


    "...jeden Menschen als einzigartige Kultur, die sich in Teilbereichen mit den Kulturen anderer Menschen überschneidet."

    >>>

    Yup. Schön gesagt. :thumbup:

    Und den Teilbereich hier in DE, bezeichne ich dabei den Deutschen, der sich hier überschneidet. Für den Teilbereich mit anderen europäischen Ländern, passt Europäer ganz gut und für den Teilbereich mit internationalen Ländern, z.B. gibt es sicher auch im Gottesstaat Iran, Vegetarier, dachte ich mir, nenne ich den menschlichen Bereich. Da ja auch der Vegetarier im Iran, trotzdem noch für die Todesstrafe sein könnte. Kleine und große Gemeinsamkeiten. ;) (Nur als Beispiel, nicht, dass ich nun als Vegetarier gelte.)


    Selbstverständlich muss das jeder für sich entscheiden, ob er sich einer Identität zugehörig fühlen will. Ich sehe mich als erstes als Mensch, dann kommt mein Geburtsort in DE, das Bundesland in dem ich lebe, Deutscher, Europäer und freier Weltbürger. In diesem Zusammenhang - gäbe ja noch andere Kategorien. Würde es z.B. um WorlOfWarcraft gehen oder so. ;)


    Europa ist nicht nur schlecht IMHO. Ich kann mich als Europäer identifizieren, das fällt mir als z.B. Russe nicht so leicht.


    Ich respektiere das, wie jeder sich selbst sieht.

    Genuss und Geschmack sieht anders aus, als sich Pillen einzuwerfen.

    Lieber ein Bierchen, Joint darf man ja nicht sagen, weil verboten, mit Nebenwirkung und Geschmack als irgendwelche Pillen oder Drähte im Kopf, "ohne Nebenwirkung". :)

    [...]

    Mit Deutschen über selbstfahrende Autos diskutieren ("Was, ein echter Mann fährt selbst!")? Mit Chinesen, Tesla-Amis schon.

    [...]

    Es gibt sicherlich global unterschiedliche statistische Verteilungen von moralischen Vorstellugen, politischen Einstellungen etc. ja, das schon ... aber mehr eben auch nicht ... ;)

    Ist sicherlich alles relativ. Von den 82 Millionen, wie viele haben Deutsch, als Muttersprache?

    Und in Europa wird eben keine Todesstrafe mehr vollstreckt, das ist mir wichtiger als über Autos zu reden. Das ist eben ein gemeinsamer Wert, faktisch.

    Ich wüsste auch nicht, warum ich keine eigene Identität als Individuum haben sollte, nur weil ich als Deutscher Farbe zu Europa bekenne.

    Bei dir klingt das fast schon so, als müsste jeder einen Gartenzwerg auf seinem Rasen haben, um dann deutsch zu sein.

    Ein grauer kater ist und bleibt humanistischer Cosmopolit! [...]

    Ich bleibe bei Europa, hier sehe ich die größten Gemeinsamkeiten. Wo hat denn eine "globale Lösung" funktioniert?

    Mir ist lieber, ich kann mit anderen Europäern zusammen hier in Europa verbindlich und verpflichtend Umweltschutz realisieren und somit mit gutem Beispiel vorangehen. Als den 1578. gescheiterten internationalen Klimagipfel hinzunehmen, ohne Ergebnis und ohne, dass sich jemand daran hält. Das scheint mir schon aus praktischen Gründen einfacher und effizienter. :thumbup:

    Hirnforschung ist spannend! Man kennt z.B. den Satz: "Kinder können sich nie auf eine Sache konzentrieren." Manche haben das sicher schon gehört.

    Die Hirnforschung belegt aber das Gegenteil!


    Alte Menschen können schneller eine Lage überblicken, während junge sich besser auf Details konzentrieren können. Das haben kanadische Wissenschaftler bei Reaktionstests am Computer beobachtet. Als Ursache dafür sehen die Forscher eine verminderte Wirksamkeit von Botenstoffen im Gehirn von alten Menschen. Diese reduziert zwar die Konzentrationsfähigkeit für einzelne Komponenten, ermöglicht jedoch einen schnelleren Blick auf das Ganze. Lisa Betts und Allison Sekuler von der McMaster-Universität in Hamilton berichten über ihre Ergebnisse im Fachmagazin Neuron (Ausg. 45, 3. Februar, S. 361).

    https://www.wissenschaft.de/um…er-verschafft-ueberblick/


    Zitat

    Die Hemmung des Informationsflusses zwischen Nervenzellen hilft den jungen Menschen, sich besser auf nur eine Sache zu konzentrieren und die restlichen umgebenden Informationen ignorieren zu können. Aus diesem Grund können junge Menschen auch leichter versteckte Objekte in einem Bild erkennen. Im Alter nimmt die Hemmwirkung des Botenstoffs jedoch ab, so dass sich alte Menschen nicht mehr so gut auf einzelne Objekte konzentrieren können. Da sie sich jedoch nicht mehr so stark von Details ablenken lassen, fällt es ihnen leichter, den Überblick zu gewinnen.

    Ich kenne auch ähnliche Ergebnisse, bei alten Menschen sollen die Informationsfilter nicht mehr so stark sein und ihnen fallen z.B. im Japanisch-Unterricht für Senioren ganz andere Dinge auf, dafür wird sich aber nicht gut auf den eigentlichen Unterricht konzentriert.


    Wahrscheinlich haben Erwachsene eher Probleme damit, auf was die lieben Kinderchen sich fokussieren. Das muss ja nicht gerade pädagogisch Wertvoll sein, Stichwort Pokemon. ;)

    Ja, ich bewahre meine Identität, aber das ist auch nichts besonders Schwieriges, denn ich bin eben ich. ;)

    Meine Identität ist aber nicht deine, und deine wiederum nicht die von xyz. Dass ich nichts mit 'europäischen', 'asiatischen', 'christlichen' oder 'muslimischen' Identitäten anfangen kann, ist kein Geheimnis. Was kümmert mich z. B. eine 'deutsche Identität', wenn ich nicht daran glaube, dass es so etwas überhaupt gibt? ;) Deutschland besteht aus 82 Millionen Menschen, von denen mir die übergroße Mehrheit völlig fremd ist ... ich würde niemals so leben wollen wie 'die alle' (und auch nicht wie 'ihr'), aber das ist auch völlig OK, da jeder Mensch über eine eigene, einmalige 'Identität' und 'Kultur' verfügt.


    Hier liest du mehr (und dass mir von euch eifrigen Kultur- und Religionskriegern niemand zustimmen wird, ist mir ohnehin klar). ;)

    Siehst du, du redest nun von dir. Mir ging es aber darum, einfach halbwegs objektiv festzustellen, dass es in DE keine Besonderheit ist, das Anschlagen von nationalen Tönen, vergleicht man das international. Die Angst vor Überfremdung ist auch in anderen Industrie- und Einwanderungsländern zu beobachten.


    Es ist auch Schade, die Geschichte eines Landes, Volkes nicht zu beachten. Da versäumt man etwas IMHO.


    Ich bin inzwischen aus dem Zug des Kosmopolitismus ausgestiegen. Der fährt mir zu schnell und das Ziel ist auch nicht deutlich. Ich setze da nun für mich, eher auf den Europäer. Ich sehe hier die größte Wertegemeinschaft. Mit Italienern über die Todesstrafe diskutieren? Nicht nötig, bei China schon. Mit Franzosen über die Notwendigkeit einer GKV reden? Nicht nötig, USA schon. Mit Niederländern über Religionsfreiheit reden? Mit Österreichern über Tierschutz? Und so weiter....

    Leute, vielleicht ist es ja der Trick von den Neolibs, dass wir nur noch über Kapitalismus quatschen. Dabei war es doch hierzulande völlig unstrittig, dass wir soziale Marktwirtschaft haben und keine freie Marktwirtschaft, wie in den USA. Siehe auch GG, Sozialstaat, "ewig Garantie".

    Mit "sozialer Marktwirtschaft" konnten sich dich viele anfreunden und auch, wenn es nicht der Stein der Weisen ist, und auch, wenn in DE nur noch das Fundament da ist und das Haus eingestürzt ist, WÄRE doch dumm, das Feld so den Rechten und Neolibs zu überlassen. :zwinker:

    Eine interessante Aussage: Muslime sind stolz auf ihren Kriegshelden (Mohammed).

    Man müsste das Mal aus rein pädagogischer Hinsicht analysieren, in wiefern die Vorbildfunktion von Mohammed Einfluss, insbesondere auf männliche Teile hat, was seine (Mohammed) Gewalttaten betrifft!

    Jesus hat IMHO im Christentum aus pädagogischer Sicht auch eine gewisse Vorbildfunktion.


    Die Vorbildfunkion des Propheten Mohammed

    Hier geht es mehr allgemein darum.


    Naja, Religion aus Sicht der Pädagogik, wohl sowieso eher ein Graus. ;)