Beiträge von Mc_D.Liberal

    Normen war auf die Gesetze bezogen. Sprachkenntnisse sind z.B. zwingend nötig, sonst versteht man die Gesetze nicht. Aber diese Akzeptanz ist da, aber auch nur grundsätzlich, deshalb mehr Normen. Bei der Politik gibt es wieder Differenzierung.


    Das was du meinst, sind eher "die gemeinsamen Werte" bei mir.

    Ich bin der Meinung, dass es, abgesehen von den geltenden Gesetzen, so etwas wie einheitliche Werte innerhalb größerer Bevölkerungsgruppen nicht gibt.

    [...]

    Gibt es auch nicht. Das sind die Normen. Der Rest ist freiwillig.


    Die engeren Bindungen kommen durch den Mikrokosmos. Ob sich jemand zu unseren "Helden" (Fussball) besonders hingezogen fühlt, ist persönliche Einstellung. Und die Leitkultur ist ein politisches Schlagwort. Abstrakt.


    Aber es gibt eine gemeinsame Basis für Akzeptanz, in Bezug auf die Normen.

    Ich wünschte, ich wäre in eine buddhistische Familie hineingeboren. So wurde ich in eine ev. Familie hineingeboren, wurde getauft, konfirmiert und wand der Kirche (vor allem deren Personal) 1971 den Rücken zu.

    So einen Wunsch hab ich nicht. Ich bin nur froh, in einem Land geboren zu sein, in dem es Religionsfreiheit gibt. Das reicht mir.

    War das tatsächlich so?? Das war in einer Zeit lange bevor jemand angeblich "moderne" Religionen erfand.

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    Zählen ist eine sprachliche Fertigkeit, die im strengen Sinn vermutlich erst der Mensch im Lauf seiner biosozialen Phylogenese (Stammesentwicklung) erworben hat. Tiere, etwa Vögel, können nach dieser Annahme wohl bemerken, dass bei kleinen Anzahlen (z. B. ihrer Eier) eins ‚fehlt‘, aber sie können noch nicht durchzählen. Da – nach Dieter Claessens – für den Menschen diesseits des Tier-Mensch-Übergangsfeldes zunächst buchstäblich „kein Ei wie das andere aussah“,[3] gehört zum Zählen ein geschärftes Abstraktionsvermögen (siehe auch Biosoziologie).

    Dass etwas paarweise auftritt (Augen, Ohren, Hände), musste noch nicht notwendig dazu führen, dass Menschen auf das Zählen mit Hilfe von Zahlen kamen. Denn zunächst musste sich ihnen die Doppelung als spezieller Fall körperlich und konkret aufdrängen, ohne dass hierfür notwendigerweise ein Zahlwort für „Zwei“ notwendig war. Eine sprachliche Alternative zum Zählen sind hier der Paral oder der Dual, zwei Formen der „Zweizahl“, die neben den Singular (die „Einzahl“) treten und alle Substantiv- und Verbformen entsprechend durchziehen. Man nimmt an, dass die sprachliche Form des Parals bzw. Duals zunächst eng an den achsensymmetrischen Körper des Menschen, wie den fast aller Tiere, gebunden war. Dies und das allgemeine Auftreten des Parals bzw. Duals in allen insoweit erschlossenen indoeuropäischen Sprachen lässt darauf folgern, dass man in seiner Entstehungszeit noch nicht oder nur mühsam über die Zwei hinaus „bis Drei zählen“ konnte. Vielerlei gleichzusetzen, um es dann zu zählen, erfordert eine weitergehende Abstraktionsleistung. Man vermutet deshalb, dass der Dual historisch älter als der Plural (die „Mehrzahl“) ist.

    Auch liegt, wenn sich die „Zweizahl“ in der Überlebenspraxis als unzureichend bemerkbar macht, die alsbaldige ‚Erfindung‘ des „Plurals“ immer noch nicht zwingend nahe. In einigen Sprachen wurden als Numerus analog zum Dual erst noch die „Dreizahl“ (der Trial) und der „kleine Plural“ (der Paukal) entwickelt. Eine „Vierzahl“ (der Quadral) ist hingegen in keiner Sprache belegt.

    Zugleich mit der Fertigkeit des Zählens benötigte man sprachliche Mittel, um konkrete Zahlen zu bezeichnen. Zunächst war mutmaßlich überall der Bedarf für kleinere Zahlen vorhanden (Eins, Zwei, Drei, Vier …) und mit höherschreitendem Zivilisationsgrad für zunehmend höhere Zahlen. Jede Ethnie war hier vor die Herausforderung gestellt, für höhere Zahlen entweder neue Zahlwörter erfinden zu müssen, oder ein System zu entwickeln, mit dem sich höhere Zahlen auf der Basis niedrigerer Zahlwörter ausdrücken lassen. Es entstanden Quinärsysteme auf der Basis 5, Dezimalsysteme auf der Basis 10 und Vigesimalsysteme auf der Basis 20. Man nimmt an, dass das Zählen mit den Fingern, mit beiden Händen, bzw. mit Fingern und Zehen, der Grund für die Basis dieser Zählsysteme ist. In anderen Kulturen kam das Zählen mit Hilfe der Fingerglieder auf, das einhändig zu Duodezimalsystemen (mit der Basis Zwölf) und zweihändig zu Zahlensystemen mit der Basis 60 führte (siehe Ein- und zweihändiges Zählen mit Fingergliedern und Fingern).

    Wikipedia

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    Wie es genau war, weiß ich nicht. Nur den Teil finde ich interessant. In Fett.

    Ich beurteile mich jedenfalls als sanft indoktriniert. Von der Taufe bis zur Konfirmation. Schule war auch beteiligt, Singen, Fragen stellen. Im Religionsunterricht singen hat sich kindlich eingeprägt (hier wurde man auch kategorisch von anderen Kindern getrennt, was sonst nur aus dem Sportunterricht bekannt war). Ist wie mit manchen Gedichten aus der Grundschule, oder Liedern. An die Kindheit erinnert man sich anders.


    Bei einer anderen Sozialisierung hätte ich diese undefinierte Sympathie für das Christentum nicht.

    [...]

    Btw, die Idee der Göttertriaden gabs vorher schon. https://de.wikipedia.org/wiki/Trias_(Religion)

    Womöglich haben die Christen sich das abgeschaut.

    Ich vermute, diese Göttlichkeit der Zahl 3 ist evolutionär bedingt. Es soll AFAIK lange gedauert haben, bis der Mensch bis drei zählen konnte. Bis dahin gab es 1 und viele. Keine 3, 4, 5, 6, 7. Gott scheint mir sowieso evolutionär bedingt. Als die Kraft der Vorstellung größer wurde, durch Veränderung im Gehirn, kamen Mathematik und moderne Religionen dazu. Durch die Logik als Teil der Mathematik entstand dann die Naturwissenschaft mit definierten Begriffen, Empirie. :/

    [...]

    Christentum ist in der Tat seltsam, wie mit der heißen Nadel gestrickt. Die Trinität ist nicht zu erklären, weil sie in sich total widersprüchlich ist. Monotheismus (oder gar Tauhid) ist das jedenfalls nicht.

    [...]

    Die Bibel gilt als Maßstab, da steht strikt drin, der Vater steht über allem. So wie die Messianern sich daran halten. Evangelische verweisen auf Jesus als Erlöser, ohne Stellung zu nehmen zum Vater. Nur die Katholiken legen die Trinität zugrunde. Auch vom Stellvertreter Papst steht in der Bibel konkret nichts AFAIK. Auch ein Khatolik Ding.

    Wenn's keine minimale Schrittweite gibt, entspricht's der Menge der reellen Zahlen, die man unendlich oft halbieren kann. [...]

    Das müsste nicht abzählbar unendlich sein, aber mit endlicher Summe, z.B. 4 cm. IMHO. Faszinierend die Logik. Sehr faszinierend auch wie sich die abzählbare Unendlichkeit "integriert" in das Kontinuum. Natürlich Zahlen 1 - unendlich ist äuqivalent zu 0 - 1 im Kontinuum aller Zahlen (die aber insgesamt auch bis unendlich gehen, nicht abzählbar). Und auch die Gleichwertigkeit bei -3 - +3 unendlich abzählbar zu natürlich Zahlen.

    [...] Beim Durchmesser eines Atoms ist Schluss mit Zerteilen. Die Wirklichkeit ist diskret. :)

    Atome sind aus Elementarteilchen zusammengesetzt. Das mit den 2 cm, war als minimale Einheit gedacht. Als Teil einer Unendlichkeit, abzählbar, wie bei natürlichen Zahlen. Jedes dieser Teile ist ja exakt gleich. Ein fester immer gleicher Schritt. Wie die Natur funktioniert, weiß man bisher nicht. Vielleicht wird die Raumzeit quantisiert, oder es kommen weitere Dimensionen dazu, wie in der Stringtheorie-Framework.

    [...] Ich sehe keinen Grund, wissenschaftliche Erkenntnisse damit relativieren, entwerten oder verwässern zu wollen, indem man behauptet, eigentlich wisse man ja noch gar nichts.

    Das habe ich nicht getan. Es sind aber IMHO noch hohe Fortschritte machbar. In Bezug auf organisches Leben auf der Erde, halte ich den Weltraum für interessant, als Objekt für Forschung. 21. Jhdt. die Raumfahrt steht noch ganz am Anfang. Bei der Geschwindigkeit und Technik bisher kommen wir nicht weit.

    :)


    BTW: Das Thema Religion wäre für diese Betrachtung ungeeignet, da unumstößliche Dogmen, welch für alle Zeit gültig bleiben. Außer "Gott" ändert sie.