Beiträge von zizou

    Ein Hauptschul- oder mäßiger Realschulabschluss sagt m.E. wenig über die eigentliche Begabung des -oder derjenigen aus, der nur so einen vorweisen kann. 7% aller Schulabgänger verlassen die deutsche Schule ohne jedwelchen Abschluss, diese Tatsache ist ein Armutszeugnis für Politik und Gesellschaft.

    Diese Tatsache ist auch ein Armutszeugnis für Eltern und/oder ihre Kinder, sofern sie keine Grundschulkinder mehr sind. Aber bei dir gibt es immer nur Arme und Reiche, die bösen Politiker und bedauernswerte arme Menschen. Jegliche Schuld und Verantwortung tragen in deinem Weltbild die Politiker und die Reichen, während alle anderen Opfer derselben sind. Ich sehe zwischen schwarz und weiß allerdings noch viele andere Farben, sogar zufriedene Menschen und Menschen, die in ihrem Leben etwas erreichen. Zuallererst sehe ich aber auch die Verantwortung jedes Einzelnen für sich selbst, seine Kinder und die Gesellschaft und da sieht es eher mau aus in heutigen Zeiten.

    Und schwupp bin ich wieder bei einem meiner Lieblingsthemen, nämlich dem, dass eine Gesellschaft nur dann halbwegs gut oder gar sehr gut funktionieren kann, wenn alle sich ihrer Rechte UND Pflichten bewusst sind und diese auch wahrnehmen. Also nicht nur nehmen, sondern auch geben. Wie letztens an anderer Stelle schon einmal geschrieben, lauten zwei meiner am meisten gestellten Fragen an die Dauerkritisierer dieses Staates: Was gibst Du der Gesellschaft? Worin besteht Dein Beitrag zum Funktionieren dieser Gesellschaft? Es ist ernüchternd, wie oft man darauf entweder gar keine Antwort erhält oder sinngemäß dergestalt, dass dieser Dreckstaat es nicht wert ist, sich in irgendeiner Weise dafür zu engagieren ... Aber das Geld dieses Staates zum Lebensunterhalt und für die Miete nimmt man dann gerne, anstatt vollständig auszusteigen und sich als Lebenskünstler durchzuschlagen ...

    Zitat

    Die Umweltorganisation Fridays For Future hat per Twitter mitgeteilt, dass inzwischen "weit mehr als 100.000" Menschen am Klimastreik in Berlin teilnehmen. Genaue Zahlen könne man aber erst später mitteilen. "Das ist mit Abstand unser größter Klimastreik jemals", teilte die Organisation auf Twitter mit.

    https://www.rbb24.de/politik/b…ndenburg-klimawandel.html


    Wenn Berlin was kann, dann das: Demonstrieren.

    Moderation:

    Wollt ihr einen Thread "Die Dreigroschenoper" oder so haben? Tipp: Dieser Thread heißt "Jemen".

    Ich bin aber sehr gern bereit, euch einen neuen Thread zu eröffnen, damit ihr eure Diskussion weiterführen könnt.


    Der letzte Beitrag von DieFlow hat mich dazu gebracht, den Gedanken in die Tat umzusetzen. Über die Goldenen Zwanziger kann daher hier weiter diskutiert werden:

    Link: Die Goldenen Zwanziger

    Der von dir beklagte Papiermüll entsteht ja nicht erst durch die Demo. Der war (leider) schon vorher da und wäre auch ohne die Umwandlung zum Pappschild in den Müll gewandert.

    Weißte, ich denke auch, dass viele der Jugendlichen der Demo fernbleiben würden, wenn sie außerhalb der Schulzeit stattfinden würde. Bestärkt hat mich darin folgendes: Beim kürzlichen Lollapalooza-Festival in Berlin, das auf dem Gelände des Olympiastadions stattfand, waren ca. 85.000 junge Leute. Fridays for Future hatte auf dem Gelände ebenfalls einen Bereich wie einige andere Organisationen und es ist kaum jemand dort aufgetaucht. Okay.

    Aber ich gehe nicht wegen der jungen Leute dorthin, sondern weil Klima- bzw. Umweltschutz uns alle angeht und ich bin dankbar dafür, dass dieses Thema durch die Greta wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist.

    Ab 2021 wird es nach dem Willen des Gesundheitsministers bzw. der Bundesregierung den "Gelben" nicht mehr geben. Krankmeldungen sollen dann vom behandelnden Arzt elektronisch an die jeweilige Krankenkasse und von dort an den Arbeitgeber übermittelt werden. Ich bin gespannt, ob man das flächendeckend und problemlos umgesetzt bekommt.


    Zitat

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits eine Neuregelung auf den Weg gebracht. Diese sieht vor, dass die Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen ab 2021 von den behandelnden Ärzten an die Krankenkassen nur noch digital übermittelt werden. Diese Regelung soll nun dadurch ergänzt werden, dass die Bescheinigung auch an den Arbeitgeber digital übermittelt wird. Die Regelungen sollen zum 1. Januar 2021 in Kraft treten.

    https://www.tagesschau.de/inla…enschein-digital-101.html

    Wenn alles klappt, bin ich morgen um 12.00 Uhr hier:


    Zitat

    10.000 Demonstranten sind bei der Polizei angemeldet – es dürften angesichts der Vielzahl der Aufrufe deutlich mehr werden. Dem Aufruf der „Fridays for Future“-Bewegung haben sich zahlreiche Organisationen, Parteien und Gewerkschaften angeschlossen, um fürs Klima auf die Straßen zu gehen – wie viele Menschen weltweit. Die Berliner Demonstration beginnt um 12 Uhr am Brandenburger Tor und führt durch das Regierungsviertel.

    https://www.tagesspiegel.de/be…emonstriert/25029874.html

    Ja, auch das. Aber letztlich hat sich doch eine Spirale gebildet. Lehrstellen bleiben trotz Vorhandensein von Jugendlichen ohne eine solche unbesetzt. Warum? Weil sic h in Deutschland herumgesprochen hat, dass man in diesem Beruf keinen Blumentopf gewinnen kann und immer irgendwie um den Mindestlohn herum dahinleben wird. Deswegen fangen sie damit gar nicht erst an. Das sind Berufe, in denen Gehaltsverhandlungen schlicht keine Rolle spielen, Augenhöhe hin oder her. Das war ja mal anders, oder? Da konnte sich auch ein Installateur oder ein Hausmeister ein Häuschen leisten. Nichts luxeriöses, nichts großes, mit Entbehrungen und viel Eigenleistung, aber er konnte es. Die Frage müsste also eher lauten: Was hat sich verändert?

    Verändert hat sich, dass heutzutage kaum ein junger Mensch Installateur oder Hausmeister sein will. Zu anstrengend, zu dreckig, zu wenig Geld. Da bleibt man lieber zu Hause und bezieht Sozialleistungen, wenn es nicht anders geht. Das ist zumindest weniger anstrengend und sauber bleibt man auch. Das ist die eine Seite, die andere besteht sicherlich in den Löhnen, von denen man nicht leben kann.

    Allerdings beginnt sich das zu verändern. Denn die von mir oben geschilderte Situation hat dazu geführt, dass Handwerk keinen Nachwuchs mehr findet und die Firmen dadurch zunehmend Probleme bekommen. Die Auftragslage ist oft sehr gut, kann aber nicht voll ausgeschöpft werden, weil das Personal fehlt. Inzwischen bilden viele Handwerksbetriebe wieder selbst aus und zahlen dafür recht ordentlich. Wobei man sagen muss, dass es eben Berufe mit guten und mit weniger guten Verdiensten gibt und wenn ich nur einen Hauptschul- oder mäßigen Realschulabschluss habe, steht eigentlich schon fest, in welcher Liga ich spielen werde. Ich denke, das ist eine ziemlich komplexe Geschichte, die nicht nur etwas mit Lohndumping zu tun hat.


    Auf Rügen und auf dem Darß findet die Hotel- und Gaststättenbranche schon seit Jahren kein Personal mehr. Die Einheimischen wollen in diesen Bereich einfach nicht tätig sein und sind lieber arbeitslos oder leben von dem, was sie mit der Vermietung von eigenen Ferienwohnungen und -häusern einnehmen. Vor drei Jahren hat Meck-Pom deshalb 200 spanischen jungen Leuten einen Ausbildungsplatz in der Hotel- und Gaststättenbranche angeboten, die Initiative wurde mit großem Erfolg angenommen. Viele von denen werden bleiben und in Meck-Pom arbeiten - warum machen und wollen die das und unsere eigenen jungen Leute nicht?

    Der Anschlag war im Dezember 2016. Inzwischen haben wir September 2019 und die Behörden haben immer noch nicht alle relevanten oder geschwärzte Akten vorgelegt. Es musste erst geklagt werden, damit alle Informationen den Untersuchungsausschuss erreichen ...


    Zitat

    Das Bundesinnenministerium muss dem Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zum Terroranschlag 2016 mehr Akten aushändigen als bisher. Auf eine entsprechende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes verwies der Ausschussvorsitzende Stephan Lenz (CDU) am Mittwoch. Demnach muss das Ministerium bestimmte Unterlagen vollständig und ungeschwärzt übergeben. Das gelte vor allem für Dokumente, die bei der Aufklärung möglicher Fehler Berliner Behörden im Zusammenhang mit dem Anschlag helfen könnten.

    https://www.t-online.de/region…ehr-akten-uebergeben.html

    Was ist das? Eine Wasserspitzmaus? Kann mir das Video gerade nicht ansehen.

    Gehört das Tier zur Ordnung der Raubtiere (Carnivora)?

    Wenn ja, hast du recht. Wenn nicht, hast du umsonst so lange gesucht.

    Unterm Strich forderst Du ja permanent nichts weiter, als dass Politiker in Deutschland ihren Teil zum Gelingen einer gerechten, sozialen Gesellschaft leisten, indem sie ihre Arbeit machen. Ansonsten hast Du nichts als Kritik für diese Gesellschaft übrig.

    Ich frage dich jetzt mal was: Worin besteht dein Beitrag zum Gelingen einer gerechten, sozialen Gesellschaft?


    Ich finde nämlich, dass die Bürger dieses Landes nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten haben. Dass sie für das Gelingen einer gerechten, sozialen Gesellschaft nicht nur fordern und nehmen, sondern auch geben müssen. Aber immer weniger Menschen hören das allerdings gern oder stimmen dem zu. Ein Problem unserer Gesellschaft ist, dass zu viele nehmen, ohne etwas zu geben.

    Natürlich hatten wir Meinungsfreiheit, wie sonst sollte sich ein Bewußtsein entwickeln. Was wir nicht hatten, war, dass man sich kritisch äußern konnte, weshalb auch viele Entwicklungen falsch oder ins Leere liefen, wenn nicht sogar kontraproduktiv waren. Und wenn man differenzieren konnte, inwieweit man gehen durfte, gab es auch Möglichkeiten, Dinge zu sagen, mitunter sogar Besserungen zu erwirken sowie manchen Apparatschik seine Grenzen aufzuzeigen. Insbesondere auf dem Lande hatten viele Funktionäre einen schweren Stand, wenn Genossenschaftsbauern ihnen die Realitäten aufzeigten.

    Das Recht auf Meinungsfreiheit findet sich in Artikel 5 Abs. 1 Grundgesetz:


    „ Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. ..."


    Dein "natürlich hatten wir Meinungsfreiheit" geht daher völlig an der Realität in DDR vorbei. Außerdem widersprichst du im zweiten Satz dem ersten Satz. Denn wenn man sich nicht kritisch äußern darf und Schikanen und Repressalien der Staatsorgane nicht nur für sich selbst, sondern auch für Familie und Freunde, befürchten muss, wenn man es doch tut, hat man ... genau ... keine Meinungsfreiheit.