Beiträge von zizou

    Ich denke, am Ende wird die Spaltung der Partei stehen.


    Zitat

    In einem von mehr als 100 Mandatsträgern und Funktionären unterzeichneten Appell „Für eine geeinte und starke AfD”, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, heißt es: „Mit seiner Rede beim Kyffhäuser-Treffen am Sonnabend hat Björn Höcke die innerparteiliche Solidarität verletzt und ist damit unseren Wahlkämpfern und Mitgliedern in den Rücken gefallen.”

    https://www.berliner-zeitung.d…htsaussen-hoecke-32834126

    Ich bin dagegen, die Grünen erst einmal einfach arbeiten zu lassen. Sollten die Grünen es in die Bundesregierung schaffen, wird die nächste Regierung eine rechte sein. Das ist die Gefahr, die ich sehe. Mit ihrer Verbotsphilosophie gepaart mit vollmundigen Versprechen (siehe auch Berlin), die nicht einmal ansatzweise umgesetzt werden und woran natürlich immer die anderen schuld sind ... und wenn SPD oder CDU es nicht schaffen, wieder eine Partei für die Mehrheit zu werden ... dann sehe ich braun. Dunkelbraun.

    ganz so einfach ist es nicht. siehe:

    deine 'belehrung' weise ich hiermit zurück. ich werde mich hüten, die lesart der marxisten und ihrer freunde zu verwenden.

    Nimms mir nicht übel, aber um ernsthaft über das von Dir eingebrachte Thema zu diskutieren, bedarf es eindeutiger Begriffsdefinitionen und da reicht das Überfliegen eines Wikiartikels und eines Zitats daraus mitnichten aus. Schon allein die Tatsache, dass mein Hinweis auf den Unterschied zwischen Kommunismus und Sozialismus als Belehrung aufgefasst und zurückgewiesen wird, erklärt das ständige Verwässern dieser Begrifflichkeiten und die Pauschalierungen von Dir, um Deine Meinung zu rechtfertigen. Der Kommunismus ist das Ziel einer sozialistischen Gesellschaftsordnung. Es ist ganz einfach. Und es ist kein Geheimnis, dass dieses Ziel bisher von keinem sozialistischen Staat erreicht wurde; sie sind ja schon an der Idee des Sozialismus gescheitert wie die DDR.


    Liste doch mal kurz und knapp auf, was Kommunismus, Faschismus und Nazismus aus Deiner Sicht gemeinsam haben.

    Alkoholismus ist eine Krankheit. Das ist wohl etwas anderes als jemand, der aus persönlichen, beruflichen oder anderen Gründen gerade keiner Arbeit nachgeht. Weil er etwas anderes machen möchte als bisher, weil er auf der Suche nach einer ganz bestimmten Tätigkeit ist oder weil er vielleicht etwas machen möchte, was nicht mit einer täglichen Berufstätigkeit in einem Betrieb zu tun hat. Oder wenn junge Leute noch nicht wissen, was sie nach der Schule machen möchten und sich deshalb erst einmal ausprobieren oder umschauen möchten. Das alles und noch viel mehr hat nichts damit zu tun, ob jemand arbeitsscheu ist oder nicht. Es gehört zur freien Entfaltung der Persönlichkeit, zum stinknormalen Leben.

    In der DDR hat jeder ganz fix die Behörden auf dem Hals gehabt, wenn man nach dem Schulabschluss keinen Ausbildungsplatz oder eine aus irgendwelchen Gründen nicht arbeiten ging. Die Maxime der Behörden war ganz einfach: Entweder du gehst arbeiten oder du landest im Knast, weil du ein asoziales Subjekt bist. Begründung: Die Pflicht zur Arbeit nach Artikel 24 der DDR-Verfassung. So war das und nicht anders. Jedenfalls in Berlin.

    Bezogen auf den Threadtitel sollte sich der Threaderöffner zunächst einmal mit der Frage befassen, ob es einen Unterschied zwischen Kommunismus und Sozialismus gibt. Die flow argumentiert vorwiegend mit der DDR, in der es jedoch gar keinen Kommunismus gab. Es gab überhaupt noch keinen kommunistischen Staat auf dieser Welt, sondern lediglich sozialistische. Gemeinhin wird der Sozialismus als Vorstufe des Kommunismus betrachtet. Von daher wäre es wirklich angebracht, sich zunächst ernsthaft mit den Begriffen "Kommunismus" und "Sozialismus" zu befassen.

    Eine kurze Anmerkung zur Arbeitspflicht in der DDR:

    Die gab es sehr wohl. Die Pflicht zur Arbeit war sogar in der DDR-Verfassung festgeschrieben, und zwar in Artikel 24.

    Daraus wurde das sogenannte asoziale Verhalten als Straftat abgeleitet, wenn man nicht arbeiten ging. Arbeitsplatzbindung, also ein vom Staat zugewiesener Arbeitsplatz oder eine Haftstrafe waren durchaus übliche Folgen.

    das lässt sich nicht in wenigen sätzen beschreiben. am auffälligsten ist wohl marxens aufteilung der menschheit in arbeiterklasse und bourgoisie. erstere sind die guten, denen die zukunft gehört, und letztere sind die teufel, die es zu vernichten gilt. das riecht doch schon ein bisschen nach religiösem fanatismus, oder? also gläubige vs. atheisten.


    zum glück hat der kommunismus, wenn er denn zum heiligen krieg rief, jedes mal verkackt. seine opfer macht das aber auch nicht mehr lebendig.

    Na, dann beschreibe es doch bitte tatsächlich in wenigen Sätzen und belasse es nicht bei Deiner Meinung zu einem bestimmten Punkt. Hier noch einmal meine Frage: Wie lautet denn das marxsche Weltbild?

    Ganz so einfach ist es nicht mit der Evolution. Beispiel Krankheitserreger: Auch sie machen eine Evolution durch, was man an zunehmenden Resistenzen erkennt. Trotzdem sind sie so blöd und richten ihren Wirt zugrunde.

    Der Mensch ist immer noch ähnlich programmiert: Fressen und sich vermehren, das ist das Wichtigste.

    und den Wirt (die Erde) zugrunde richten.

    Es ist schon so mancher zu einem EU-Amt gekommen, den man aus strategischen Gründen loswerden wollte, ohne dass er sein Gesicht verliert. Weggelobt halt, um den Posten für einen anderen zu räumen und ähnliche Dinge. Es war von Frau Merkel sehr klug, der ehrgeizigen Frau von der Leyen seinerzeit das Amt der Verteidigungsministerin zu übertragen. Das hat Frau von der Leyen gebauchpinselt und Frau Merkel war sie als Konkurrentin los. Vielleicht hatte Frau von der Leyen erneut Ambitionen für eine Kanzlerkandidatur ... vielleicht hatte sie keinen Bock mehr aufs Verteidigungsministerium ... vielleicht muss irgendjemandes Günstling einen Ministerposten bekommen ... wer weiß.

    Zitat

    Ich sehe keinen Unterschied zwischen Mietdeckel und einer erhöhten Ausweisung von Sozialwohnungen (bei privaten Anbietern).Ein Einbruch des Profits ist bei beiden Ansätzen gegeben.

    Ah ja. Okay. Das war mir nicht so bewusst. Stimmt natürlich. Danke


    Zitat

    Das Wiener-Modell ist das einzige Projekt, welches seit 100 Jahren funktioniert und Wien ist keine billige Stadt.

    Das Wiener Modell kannte ich nicht. Danke für den Hinweis. Habe mich erstmal belesen:

    https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=428615


    Das ist natürlich eine gute Sache, würde aber in Berlin aber nicht funktionieren, weil ein großer Teil der landeseigenen Wohnungen nach der Bankenkrise 2001 vom Land Berlin verscherbelt wurde unter der Regierungsverantwortung der SPD wohlbemerkt. Nun will man das im Zuge einer groß angelegten Enteignung wieder rückgängig machen. Allerdings für einen Preis, der damals nicht einmal annähernd erzielt wurde und heute dem gesamten Berliner Landeshaushalt nahe kommen würde, ohne dass es eine Wohnung mehr geben würde.

    welche implikation? dass energie und masse äquivalent sind und mit einem konstanten faktor umzurechnen sind? das ist doch trivial. die herleitung dieser formel ist schon anspruchsvoller. aber auch das kann jeder verstehen, ohne mathe-leistungskurs gehabt zu haben.


    das marxsche weltbild hingegen hat nichts mit verstehen zu tun. man kann es glauben oder ablehnen.

    Wie lautet denn das marxsche Weltbild?

    Hier mal ein Beispiel aus Berlin: Wie allseits bekannt, herrscht in Berlin ein eklatanter Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Investoren, die in Berlin Wohnungsbau betreiben, sind verpflichtet, gerade mal 30 % ihrer Wohnungen als sozialen Wohnungsbau zu errichten. Anstatt an diese Zahl mal ranzugehen, die 30 % auf 50 % oder mehr zu erhöhen, soll es eine gesetzliche Mietendeckelung geben und es gibt eine Initiative zur Enteignung von Wohnungseigentümern, worunter auch Wohnungsbaugenossenschaften fallen. Beides schafft nicht eine einzige bezahlbare Wohnung mehr in Berlin, führt aber dazu, dass zukünftig kaum noch jemand in Berlin investieren wird und Wohnungen mangels Geld nicht mehr instandgehalten werden. Und die SPD, stärkste politische Kraft in der Berliner Landesregierung? Macht alles mit, lässt sich von den Linken und den Grünen vor sich her treiben. Die Grünen schlagen sich nämlich zunehmend auf die Seite der Berliner Linken? Warum? Weil sie wissen, dass die SPD bei der nächsten Wahl baden geht und da braucht man die Linken, um selbst an der Macht zu sein.

    Wie viele Chancen zur Erneuerung braucht die SPD eigentlich? Ich meine, eine Partei hat doch ständig die Gelegenheit, ihre Inhalte, ihre Darstellung, ihren politischen Standpunkt zu hinterfragen und ggf. zu verändern. Das setzt allerdings ein Interesse an den Bedürfnissen der Bevölkerung und konsequenten Lösungen voraus. Und da fängt es ja bereits an, denn die SPD ist stets nur mit sich selbst beschäftigt, damit sich zu finden.

    Bei der SPD wäre es schon mal schön, wenn dem Wähler klar wäre, wofür oder wogegen die SPD überhaupt steht. Das ständige Hin und Her der letzten Jahre in Bezug auf verschiedene politische Themen, das Hängen des SPD-Fähnchens nach dem jeweils günstig erscheinenden Wind ... personelle Fehlgriffe ... kein Zusammenhalt nach außen ... Nee, die sind erst einmal am Ende. So oder so. Und ich sehe es so, dass eher eine neue Partei entsteht, als dass die SPD wieder zu sich selbst findet.