Beiträge von chandralatha

    Ich weiss wohl, dass das Gefuehlvermoegen sehr unterschiedlich ausgepraegt ist. Empathie ist die Grundlage moralischen Handelns und Moral hat nicht unbeding oberste Prioritaet. Money talks.

    Die "Verbundenheit" , wie du es nennst, zu Menschen hat aus meiner Sicht weder mit der geographischen Entfernung, noch mit unterschiedlicher Kultur, Religion oder Nationalitaet zu tun.

    Zu meinen "eigenen" Leuten zaehle ich Familie und Freunde, was nicht bedeutet, dass mich das Schicksal von "fremden" Kriegs - und Terroropfern, egal wo, nicht beruehrt - und da sind mir Amerikaner weder naeher noch fremder als Yemeniten. Oder meinst du, die "eigene" Hautfarbe ist einem naeher?

    Wen meinst du mit "uns"?


    Ich vermute, man verwendet die Opfer/Täter-Konstellation als eine Projektionsfläche für eigene Neigungen und Ressentiments. Wer z.B. das 9/11-Attentat als besonders furchtbar empfindet, hat entweder eine persönliche Beziehung zur USA, oder eine besondere Abneigung gegen Muslime.

    Merkwuerdige Vermutung. Terroristische Massenmorde kann man nicht anders als furchtbar empfinden, auch ohne persoenliche Beziehung und gewiss ohne "besondere Abneigung gegen Muslime. "

    Furchtbar empfinde ich jedoch gleichfalls die Opfer westlichen Terrors im Namen des Friedens. die medial unter "Kollateralschaeden" abgehakt werden.


    "Schwindelerregend sind die Zahlen rund um den Anti-IS-Kampf, den die USA vor knapp drei Jahren ausgerufen haben, ohnehin. In weit mehr als 20.000 Luftangriffen wurden seither über 80.000 Bomben über Syrien abgeworfen. Sie haben 4.300 Zivilisten das Leben geraubt. Mindestens."


    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=390606


    Hat jemals jemand dieser Opfer gedacht, oder jener der "humanitaeren Grosstaten" im Jemen, Irak oder Afghanistan?


    Traenen der Trauer werden noch Jahre und Jahrzehnte am Jahrestag des 9/11 vergossen, begleitet von Trump, Obama und Bush. Wollte man deren " Kollateralschaeden" beweinen, wuerde es einen ganzen Ozean brauchen. Die Trauer wird westlichen Opfern vorbehalten und somit bin ich wieder dort gelandet, wo ich schon mal war: Es gibt doch Menschen, die einen hoeheren, weitaus hoeheren Wert haben als andere.

    Es gibt keinen höheren Wert eines Menschen. In der Bewertung des US-Amerikaners, denn nur den betrifft es, macht sich die Arroganz der USA und ihr verinnerlichter Rassismus deutlich! Wobei Deutschland ähnlich reagiert, wie Kunduz bewiesen hat.

    Schoen waer's, so sollte es sein. . Doch wo es Arroganz und Rassismus herrschen und noch einiges mehr, dort ist es nicht sehr weit her mit der Gleichheit der Werte der Menschen.

    Das hängt davon ab, ob du selbst Betroffener des materiellen Schadens bist, wie bereits gesagt. Zu den Hunderttausenden Einzelschicksalen haben die meisten Menschen keinen persönlichen Bezug. Das macht den Unterschied aus. Dabei ist es völlig unerheblich, dass ein Menschenleben über allen Sachwerten steht.

    Es haengt eben nicht nur davon ab, ob man selbst Betroffener eines materiellen Schadens ist... Zu den Opfern der fuerchterlichen Terroranschlaegen von 9/11 hatten die meisten Menschen keinen persoenlichen Bezug. aber deren Schicksal geht uns bis heute nahe. Die Opfer bekamen eine Stimme und ein Gesicht und wir verstehen, dass der Schmerz, selbst 18 Jahre danach, fuer die Angehoerigen bis heute kaum zu ertragen ist.

    Warum interessieren uns Einzelschicksale unterschiedlich? Sind die Schmerzen einer Mutter im Yemen ueber den Tod ihres Kindes weniger als die Schmerzen einer trauernden Mutter in New York oder warum steht Letztere uns naeher? Macht den Unterschied etwa die "geographische" Lage aus, oder etwa doch das unterschiedliche Gebetbuch?

    Angesichts der Angriffe auf die Oel-Anlagen, soll der CDU Aussenpolitiker Juergen Hardt gefordert haben, den Ruestungsexportstopp fuer das KSA aufzuheben. Begruendung: UNSER Stabilitaetsinteresse steht auf dem Spiel.!

    Vier Jahre Krieg im Jemen haben es nicht annaehernd zu so vielen Schlagzeilen gebracht wie der Angriff auf die Oel-Anlagen. Abartig in hoechter Potenz. !

    Im Fuenf-Sterne-Hotel am Mittelmeerstrand laesst es sich locker parlieren. Die Jahreszeit ist perfekt fuer diese Reise ausgewaehlt, das Programm sowieso. Geladen waren 19 Journalisten aus ganz Europa zu einer Promotionstour nach Israel und die Palaestinensergebiete, die man dort aber Judaea und Samaria nennt. Der sympathische Herr Dagan fuehrte die Rundreise an und pries die exzellenten Qualitaetsweine aus "Samaria"an.

    Wer mag da hinterfragen, wer diese freundliche Herr ist, bzw. wen sollte das interessieren bei Hommus, natuerlich "israelische" Spezialitaet und israelischem Orangensaft aus Jaffa, wo die Israelis die Wueste zum Bluehen gebracht haben?

    Es ueberrascht nicht, woher diese Einladung stammt, naemlich von der Bruesseler Lobbygruppe Europe Israel Presseorganisation in Zusammenarbeit mit dem FDP-Abgeordeneten Frank-Mueller-Rosentritt.

    Eine Reise als Plaedoyer fuer die Annexion der West-Bank - unter der Leitung des Chefs des Regionalrats von Samaria, der,wie es in dem Programm heisst, nicht nur die "einflussreichste Person der Fuehrung von Judaea und Samaria sei, sondern auch "eine Schluesselfigur in israelischen Entscheidungskreisen. "

    Wen interessiert es, dass sich erst kuerzlich die EU-Aussenbeauftragte Frederica Mogherine weigerte, den prominenten Vertreter der Siedlerbewegung und rechten Hardliner, den "sympathischen" Herrn Dagan zu treffen.?


    Ueber das "sehr eigene Bild" dieser Pressereise berichtet die taz.


    https://taz.de/Pressetrip-in-I…o0X8c30lmYaYqxZhr0IsGxz2w

    ... und ich moechte den "Arbeitgeber" kennen, der in diesem Land ein Gehalt in dieser Hoehe vereinbart. Zufaellig kenne ich mich ziemlich gut aus, was Privatkrankenhaueser im allgemeinen und spezifischen diesbezueglich anbelangt und ein staatliches - dass ich nicht noch mehr lache.

    Was hinter Netanjahus Wahlkampfgetoese steckt, ueberrascht keineswegs. Nichts Neues, dass Israel laengst Fakten geschaffen hat in Sache Annexion des Jordantals. Nichtsdestotrotz sah sich die UN genoetigt, Stellung zu beziehen und weist die Annexionsplaene Netanyahus als Voelkerrechtsverstoss zurueck. Als ob dies ein Novum waere. Die EU raffte sich auf zu einer Kritik, immerhin.

    Und wie sieht es damit im deutschen Land aus, wie in den deutschen Medien? Das USraelische Flagschiff, die Bild-Zeitung - schweigt. Ihre scheinintellektuelle Schwester "Die Welt" versucht zu beschwichtigen mit dem Kommentar, dass die Europaeer mit ihrer Empoerung warten sollten (oder so aehnlich). Warten auf was?

    Von den deutschen Politikern habe ich bislang nicht vernommen, vielleicht auch bloss ueberhoert. Doch auch aus deren Richtung ist nichts anderes als das Uebliche zu erwarten, wie etwa:

    "Wir sehen mit Besorgnis, dass...."oder

    "Wir rufen beide Seiten zur Zurueckhaltung auf"

    "Wir denken, dass nur eine Zwei-Staatenoesung ...."usw usw.

    Halt Sprechblasenautomat.

    ja, wenn.... die BDS - Bewegung unterstuetzt wuerde, und zwar weltweit, dann waere das eine echte Chance, das Problem zu loesen und eine Aussicht fuer Friedensverhandlungen. Doch leider wird sie nicht unterstuetzt, das Gegenteil ist der Fall.

    Zum einen nutzt die Springerpresse jede, aber auch wirklich jede Gelegenheit, Palaestinenser mit Terroristen oder Antisemiten gleichzusetzen.

    Wie die "Juedische Stimme fuer gerechten Frieden in Nahost"heute berichtet, mied der "Tagesspiegel" kuerzlich sogar das Wort "Palaestinenser" und schrieb nur noch von Menschen, "die sich Palaestinenser" bezeichnen.

    "Das Ziel ist doch eindeutig, die Palaestinenser zu delegitimieren. Gibt es keine Palaestinenser, dann koennen sie keinen Staat fordern, braucht es keine Verhandlungen und weiteren Annexionen steht nichts im Wege. "

    Dank der "Juedischen Stimme" fuer ihren unermuedlichen Einsatz fuer die palaestinensische Sache.


    Wie Frau Merkel die versprochene Unterstuetzung fuer eine Zwei-Staatenloesung umsetzen will, wird wohl fuer immer unbeantwortet bleiben.

    Am Samstag werden in der ehemaligen Hauptstadt palaestinensische Vereine ein Kulturfest veranstalten. Vorab hat die Stadt Bonn Israelkritiker von der Teilnahme ausgeschlossen. Man wird die Veranstaltung im Auge behalten. Dazu anbieten wuerde sich Herr Volker Beck hoechstpersoenlich, als Antisemitismusberichterstatter und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe. <X

    "„Das ist meine Botschaft an die Tyrannen in Teheran: Israel weiß, was ihr tut, Israel weiß, wann ihr es tut und Israel weiß, wo ihr es tut. Wir werden nicht aufhören, eure Lügen zu entlarven. Ich appelliere an die internationale Gemeinschaft, aufzuwachen und zu erkennen, dass der Iran systematisch lügt."


    so viel und noch ein bisschen mehr aus dem " Ïsraelnetz"


    https://www.israelnetz.com/pol…neuen-iran-enthuellungen/


    Israel weiss alles, Israel darf alles.

    Dieser Mann - gemeint ist Netanyahu - schreckt fuer seinen Wahlkampf vor nichts zurueck.

    Nachdem er versprochen hat, nach seiner Wahl das Jordantal zu annektieren, nicht genug damit. Nun zaubert seine Regierung ploetzlich neue Hinweise an den Tag , dass Teheran an einem Atomprogramm gearbeitet habe. Das bislang gehuetete Geheimnis wurde nun termingerecht gelueftet.


    https://www.zeit.de/politik/au…A4bK150iTnTnf_lWfRZ0lVjAo