Beiträge von chandralatha

    "1995 - 2020 : Der Schmerz und die Trauer werden nie vergehen.

    25 Jahre nach dem Massaker in Srebrenica gedenken heute weltweit Menschen, Angehörige, Hinterbliebene den über 8000 Jungen und Männern, die im Juli 1995 während des Bosnienkrieges von ihren Familien getrennt und anschließend ermordet wurden.

    Es war das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa nach Ende des zweiten Weltkrieges.
    "


    (Auswaertiges Amt)


    Hatte niemand davon gewusst?

    Politiker, die sich mit, sagen wir, Erdogan ablichten lassen, sind dazu beruflich gradezu verpflichtet, sie treffen ihn (und andere Verbrecher) in Sachen Politik. Spieler sind das nicht.

    Ich koennte dir hier das Beispiel eines Politikers nennen, der weit ueber seine berufliche Pflichten Freundschaften schloss und sich noch laechelnd dabei ablichten liess. Die Moral von der Geschicht... keiner regt sich.... auf.

    Bei den Spielern einer Nationalmannschaft kann man meines Erachtens ein anderes Verhalten erwarten als bei normalen Clubs. Sich mit Erdogan - ausgerechnet! - ablichten zu lassen, dessen Regierung Meinungsfreiheit verachtet und ständig mißliebige Journalisten für viele Jahre inhaftieren lässt, auch solche mit deutschem Pass, ist entweder ungeheuer instinktlos und dumm, oder tatsächlich ein Statement.

    Ich bezeichne es allenfalls etwas dumm. Gleichzeitig stelle ich mir die Frage, warum man an einen Kicker, und sei es, dass er in der NATIONALmannschaft spielt, so hohe "moralische" Ansprueche stellt. Fangen wir doch besser mit unseren Politikern an, mit wem und wo sie sich ablichten lassen... alles andere ist pure Heuchelei.

    Schaut mal, wer wieder in mediale Rampenlicht gerückt ist: Mesut Özil, der zwar kaum noch mal auf dem Rasen steht, aber der doch klare Bekenntnisse zum Fußballsport abgegeben hatte… Welcher zahlungsfähige Verein könnte Interesse haben, ihn Arsenal London abzuwerben?

    An welchem nicht zahlungsfaehigen Verein koennte Oezil wohl Interesse haben? Jeder Weltfussballer kommt mal in die Jahre... da wird sich keiner gross um ihn reissen. Am Ende ihrer Karriere sind "Promis" bereit fuer "klare Bekenntnisse" , da steht der Fussballer dem Politiker nichts nach..

    Das auch Saudi Arabien ihre Guns for Hire mit dieser, recht zynischen, nur quasi religiösen Floskel in den Yemen hin verabschiedet ?

    Millionen Deutsche trugen einst ein "Gott mit uns" quer durch Europa und ihre Überreste vermodern da auch dementsprechend, irgendwo. Also genutzt hat Ihnen dieses Glaubensbekenntnis genauso wenig.

    Absolut richtig. Doch wie ich bereits sagte, kam es bei der Antwort auf die Fragestellung an. Uebrigens hat auch Bush schon Friede gesagt und Krieg gemeint.

    Wie ich es gesagt habe...der "....Friede sei mit Dir" ist eben keine grundsätzlich Aussage oder per se nichts friedenstiftendes oder irgendetwas freisprechendes hinsichtlich der Religion für denjenigen der jene Floskel auf den Lippen trägt.

    Natuerlich nicht. Es ist, wie du und Dieterbruno es erklaert hat. Doch auf die unbedarfte Frage eines Users, der meint, dass das Wort"Friede" in der arabischen Sprache nicht geben kann und das auch noch zu begruenden versucht mit unfriedlichen Ethnien des Nahen und Mittleren Ostens, war die einzig richtige Antwort die des Katers.

    Auch wenn "Weitererzaehlung" keine Wirkung verspricht, sollten wir die Arbeit der israelischen Menschenrechtsgruppen unterstuetzen, die eben durch weiter erzaehlen bekannt machen moechten, was viele nicht wissen -- und wegschauen nicht mit dem Gewissen zu vereinbaren ist. Es gibt so viele engagierte Gruppen der israelischen Zivilgesellschaft, die sich nicht scheuen, hinzuschauen und zu berichten.

    Die Juedische Stimme fuer einen gerechten Frieden in Nahost veroeffentlicht auf ihrer FB Seite einen Bericht der FAZ vom 07.07. 2020, Nr. 155 S.12

    mit dem Titel : "Eine Hiobsbotschaft. Wie eine palaestinensische Familie um ihr Haus gebracht worden ist.


    Der Indologe David Shulan an der Hebraeischen Universitaet in Jerusalem und Mitglied von Ta arush , einer engagierten Gruppe, die sich fuer die Rechte der palaestinensischen Bevoelkerung in den besetzten Gebieten einsetzt, erzaehlt in seinem Blog von seinem Besuch bei der arabischen Familie Sumarin, die seit Generationen im Stadtteil von Ost-Jerusalem lebt, wo sich die Geschichte von Hiob zugetragen haben soll.

    Dort wurde kuerzlich ein Besucherzentrum einer Siedlergruppe errichtet, -( just neben Haus der Sumarins,) in dem sie Schulkindern und Touristen ihre nationalistische Geschichte eber diesen Ort, den sie "Stadt Davids" nennen, erzaehlen. Dort ist kein Platz mehr fuer eine palaestinensische Familie.

    David Shulman hat die Grossfamilie dort oft besucht und berichtet:

    " Der Großvater hat das Haus in den fünfziger Jahren gebaut. Er starb 1982, nach 1989 lebten seine drei Söhne außerhalb Israels und Palästinas. Diese Tatsache erlaubte es der Regierung, das Haus der Familie in die Hände eines staatlich eingesetzten "Wächters verlassenen Eigentums" zu geben, und zwar mit Hilfe eines notorischen Gesetzes, das immer wieder zur Enteignung palästinensischen Grundbesitzes eingesetzt wird. Der Wächter übereignete Haus und Grundstück dem Jüdischen Nationalfonds. Immerhin wurde der Neffe des Großvaters, der bereits seit langem mit Frau und Kindern in dem Haus wohnte und sich um den Onkel gekümmert hatte, noch als legitimer Bewohner anerkannt. Als aber dieser Neffe 2015 starb, entzogen die israelischen Behörden seiner Witwe sowie den Kindern und Enkeln das Wohnrecht und ordneten die Evakuierung an. Die Familie wehrte sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen diese Entscheidung. Im September 2019 wurde das Urteil durch den Jerusalem Magistrate Court bestätigt; eine weitere Beschwerde der Großfamilie wurde am 30. Juni abgewiesen.

    (....) Israelische Menschenrechtsaktivisten haben nicht weggeschaut. Sie haben den Fall der Sumarins über Jahre verfolgt und taten, was sie konnten, um die Ausweisung der Familie zu verhindern. Sie haben viele Freunde im In- und Ausland mobilisiert, um ihren Protest zu unterstützen. In diesem Zusammenhang habe auch ich meinen ersten Brief an den Jüdischen Nationalfonds in New York geschrieben. Inzwischen sind dort viele Briefe eingegangen, aber es liegt auch die letzte Entscheidung der Behörde vor: Die Sumarins haben den Jahrzehnte andauernden Kampf um ihr Haus und Eigentum verloren.(....)

    Seit vielen Jahren haben ich und meine Aktivisten-Freunde viel menschliche Bosheit in Aktion gesehen. Aber in diesem bösartigen Akt erlebe ich etwas so schreiend Grausames, ja Unmenschliches, dass es mich mehr schmerzt und erzürnt als je zuvor. So weit sind wir also gekommen. Ein ungerechtes Gesetz wird von der Regierung, den Siedlern und Gerichten gedreht und manipuliert im Interesse eines rassistischen und fundamentalistischen Nationalismus. In Trauer, David."

    Traditionell sind doch so ziemlich alle Ethnien des Nahen bzw. Mittleren Ostens kriegerisch - gibt's im Arabischen überhaupt ein Wort für "Frieden"? Und im Jemen sollen die Huthi für Unruhe sorgen… das größte Problem scheint also die Altersstruktur zu sein: Junge Männer, zumal in archaisch geprägten Gesellschaften, schlagen sich halt gern gegenseitig die Köpfe ein…

    Wo ist dein Quellennachweis? Erzaehle uns hier, von welchen allen! "Ethnien" des Nahen und Mittleren Ostens du redest, die "ziemlich kriegerisch" sind. Yaa Salaam - keine Ahnung von der Arabische Sprache.

    Lies mal ueber die Ethnien Europas, dann reden wir weiter ueber den Begriff "Frieden". Salam aleikum und aleikum salam.

    Deiner Informationsquelle nach sind die Waffen aber gar vom Yemen gekauft worden, sondern von den UAE. Und die haben doch Geld… der Verkauf der Waffensysteme sind offenbar rechtmäßig erfolgt, was die Huthi oder die sudanesischen Söldner da veranstalten, mag ja völkerrechtswidrig sein…

    ...und die Bundesregierung versichert - nach meiner Informationsquelle - , dass sie "keine Ahnung" habe um den Einsatz der Waffenssysteme. Alles also "rechtmaessig"?

    Stimmt, grauer Kater. Aber es ist ein Unterschied, wenn man es mit eigenen Augen sieht, Das genau schildert Roni Hammermann, die Vertreterin der israelischen Menschenrechtsorganisation Machsom Watch, die an die Checkpoints geht oder andere israelische Menschenrechtsaktivisten, die Palaestinenser mit Kameras ausstatten, um festzuhalten, welche Schikanen sie erfahren. Das macht einen Unterschied zu den Menschen in Israel, die durch die Propagandamaschinerie nichts anderes als ueber die bosen palaestinensischen Terroristen erfahren. Die Hasbara macht einen "guten"Job.

    Mit Omri Boehm nimmt auch Reiner Bernstein Abschied von einer Zwei - Staatenloesung.

    In der aktualisierten Auflage seines Buches mit dem Titel: "Wie alle Voelker...? Israel und Palaestina als Problem der internationalen Diplomatie",

    geht der deutsch - juedische Historiker Bernstein u.A. auf das Nationalgesetz ein.


    Es ist interessant, Vergleiche zwischen den beiden Schriften - Boehms und Bernsteins - zu ziehen und wird von der SZ tnematisiert.



    https://www.sueddeutsche.de/po…AiytrMVtAj-gBlFyX_sczMTBM

    Der Name Boehm steht - hier! - fuer Qualitaet. An anderer Stelle wies ich auf Omri Boehms klug-provokante Streitschrift: "Israel, eine Utopie" hin. Es gibt sie, die Stimmen der Vernunft in Israel. Das Problem ist, dass viele kein oder wenig Gehoer finden, weil, wie die juedische "Verraeterin" Roni Hammermann

    meint: https://www.rbb-online.de/rbbk…archiv/20191020_1904.html, sehr Vielen, auch Israelis, die Situation in den von Israel besetzten palestinensischen Gebieten voellig unbekannt ist. Es ist halt bequemer und einfacher, bei Kritik verbissen und hasserfuellt die Antisemitismuskeule schwingen.

    Nein, Substitute, es ist tatsaechlich nicht Neues, dass im Yemen ein brutaler Stellvertreterkrieg gefuehrt wird. Die verheerende Lage dieses Landes findet kaum noch Beachtung in den Nachrichten. Wahrscheinlich ist die Weltoeffentlichkeit muede davon, schreckliche Nachrichten aus einem Land wie Yemen zu hoeren, zumal in Zeiten von Corona, wo alle Laender dieser Welt mich sich selbst beschaeftigt sind. Was interessiert dann die dortige schlimmste humanitaere Krise (UN) unserer Zeit. Bedeutsam ist das Land aber nach wie vor, wenn es um Waffenverkauefe geht. Darueber erfaehrt man weder in der Tagesschau noch heute. trotzdem es weiterhin ein aktuelles Thema ist.


    https://www.dw.com/de/beweise-…affen-im-jemen/a-47681315


    Im Schatten der weltweiten Coronakrise laesst es sich auch gut annektieren. Dank der "Endlosschleife" unseres Staasraisongebets und der Antisemitismuskeule sind die Nachrichten darueber sehr gefiltert.

    Kommt ganz auf den Nachbar an, Substitute und die Inhalte seines Gespraechs. So etwas soll es trotz "technischen Wandels" immer noch geben. Ich werde jedenfalls hier nur Zitate verlinken, wenn Anderes erwuenscht ist, wird man mir das mitteilen. Deine Aufgabe jedenfalls wird das nicht sein.

    Teilnehmer an Online-Diskussionsforen nutzen zweifellos das Internet, und daher ist die Verlinkung zur Nachricht, auf die man sich beruft, obligatorisch; mal abgesehen davon, dass je nach genutzter Informationsquelle die eigentliche Nachricht ja im Detail verschiedenartig dargestellt, bisweilen auch "bewertet" wird… die UN und ihre Unterorganisationen sind eben auch nicht mehr, was sie mal waren, und wenn die USA der am stärksten belastete Beitragszahler ist, hat dieser Staat, ohne den es die UN gar nicht gäbe, sicher ein Recht, die Sinnhaftigkeit der weiteren Mitgliedschaft in den einzelnen Unterorganisationen bisweilen zu überprüfen oder eben auch zu negieren… der Brexit hat übrigens vorgemacht, dass auch multinationale Organisationen bzw. Vertragswerke nicht für die Ewigkeit verpflichtend sind…


    Die WHO geriert sich als als Zwischending aus überstaatlicher Weltbehörde und (ähnlich einem Spendensammelverein) "Hilfsorganisation", ohne diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Im Prinzip ist sie ein Beschäftigungspool für Statistiker, die einen perpetuierenden Handlungsbedarf ermitteln…

    Obligatorisch ist einzig, Zitate zu verlinken. Mein Nachbar hat mir ueber den Austritt der USA erzaehlt. ||