Beiträge von Atue

    Ich habe bisher leider immer in der Praxis feststellen müssen, dass Ideen um den Sozialstaat zu verbessern, welche die Priorität hatten Bürokratie abzubauen, zuerst zu Ungerechtigkeiten geführt haben u. dann wieder zu mehr Bürokratie.


    Ich bin da Skeptisch. Aber ich denke ein BGE kann neue Arbeitsplätze schaffen. Das verbinde ich mit der Idee.

    Es gibt nicht die eine Idee für eine BGE-Gesellschaft.


    Wenn wir uns konkret über ein Modell austauschen sollten, dann müsstest du das Modell kurz skizzieren.


    Ich bin skeptisch, dass eine BGE-Gesellschaft Arbeitsplätze schafft - aber ich lasse mich gerne belehren.


    Für mich wäre bei einer BGE-Gesellschaft nicht die Priorität die Bürokratie abzubauen - sondern systemische Brüche konsequent zu vermeiden, die zu Gerechtigkeitsproblemen führen. Gelingt dies, kann man mit hoher Akzeptanz auf einen Teil der Bürokratie verzichten. Das macht den Staat billiger 8und gleichzeitig besser).

    Das mag ja sein. Aber auch als überzeugter Europäer bin ich letztendlich zum Schluß gekommen das das politische Konstrukt Europäische Union gescheitert ist. Gescheitert weil irgendwann in den 1990ern diese Idee von Wirtschaftlobbyisten gekapert wurde. Und da helfen auch keine schönen Ideen, der Dampfer ist auf Fahrt und bekommt keinen neuen Kurs.

    Gerade ein Bericht aus Rumänien auf DR gehört. Dort ist eine ganze Generation ausgewandert. Fürs Establishment und für die "Schlauen" vor Ort , oder die, die zurückkommen, sieht es gut aus, sie kommen an Fördermittel der EU und Ihnen geht es Gold. Die dortige Schwerindustrie ist am Boden, Arbeit in der Richtung gibt es kaum, auf dem Land lavieren sich die Leute mit Mindestlöhnen knapp durch. Weißt Du wer da die Strassen asphaltiert ? Chinesen und Vietnamesen, weil die sind noch billiger als die Rumänen. Wer ist dort ( wie in allen anderen "Neu EULändern ) so richtig erfolgreich ? Die westlichen Konsum und Lebensmittelketten. Auf welchen Rücken tragen die Ihren wirtschaftlichen Gewinn aus ?


    Nein, so kann es nicht sein und niemand wird diesen Prozess umdrehen können.

    Habe denselben Bericht gehört - bin nur nicht sicher, dass wir die gleichen Schlüsse daraus ziehen!


    Prinzipiell geht es Rumänien seit dem EU-Beitritt deutlich besser - und vielen Rumänen auch. Viele Rumänen (ca. 5 Millionen) sind ausgewandert - schicken aber regelmäßig Geld in die Heimat. Zusammen mit den EU-Fördergeldern (Rumänien ist Nettoempfängerland) konnten damit schon viele Straßen saniert werden, Häuser an die Kanalisation angeschlossen werden, Kläranlagen gebaut werden, und Pensionen für Feriengäste gebaut werden.....


    Entwicklung braucht Zeit - aber Rumänien ist auf einem guten Weg. Und - wenn in Rumänien heute Arbeitskräfte fehlen, und Straßen dann von Chinesen und Vietnamesen gebaut werden, dann ist auch das ein Indiz dafür, dass hier eine aufstrebende Volkswirtschaft entsteht.


    Gewinner sind längst nicht nur die westlichen Konsum und Lebensmittelketten - sondern vielmehr auch viele Rumänen, die heute bessere Lebensbedingungen und höhere Löhne vorfinden, als noch vor 20 Jahren. Heute finden sie auch in westlichen Supermarktketten Jobs, in denen sie Vor Ort halbwegs vernünftig bezahlt werden. Das selbst anbauen von Gemüse lohnt immer weniger - weil Gemüse aus dem Supermarkt billiger ist.....


    Selbst Schweine und Hühner zu halten lohnt immer weniger - weil auch da das Produkt aus dem Supermarkt günstiger ist, als die eigene Aufzucht.....und so spart man sich die Arbeit, und spart auch das Geld und investiert lieber in den eigenen Wohlstand.....


    Was ist da also falsch gelaufen?


    Nicht alle Rumänen gehören zu den Gewinnern......aber Rumänien insgesamt in jedem Fall!


    Würden die Rumänen heute noch immer in die EU wollen? Es gibt kaum ein EU-Land, in dem die Stimmung so positiv gegenüber der EU ist wie Rumänien.....

    Das würde zumindest eine abgestimmte Politik der wichtigsten Staaten der Erde erfordern. Und wenn es dabei Lücken gibt, weichen, wie bisher schon, die Unternehmer in Staaten mit schwacher Politik aus, um den Maximalprofit zu sichern. Dabei bilden dt. Unternehmen keine Ausnahme. Man muss sich nur die dt. Autoindustrie ansehen, die über Jahrzehnte die Politik blockierend beeinflußt hat, um die alten Technologien weiter vermarkten zu können. Und die Politik springt mit Subventionen auch heute noch Industriezweigen zur Seite, die längst der Geschichte anheim gefallen sein müssten, wie der Kohlewirtschaft oder der Kernenergie. Wichtiger wäre eine Unternehmenskultur, die sich aus fortschrittlichem Interesse selbst um nachhaltige Technologien bemüht, mit Forschung, Entwicklung und neuen Technologien führend auf die Weltmärkte begibt und dabei Extragewinne aufgrund überlegener Produkte erzielt, gegen die die übrigen blass aussehen. Wenn solche Firmen politische Unterstützung in der Innovationsphase aus revolvierenden Fonds erhalten, könnten sämtliche Subventionen entfallen.

    Man könnte das schon passend regeln, wenn man es regeln wollte. Beispielsweise könnte man die Waren und Dienstleistungen der Unternehmen in Deutschland mit einer CO2-Steuer belegen - und die Unternehmen zwingen, die CO2-Bilanz ihrer Produkte für Deutschland auszuweisen. sonst dürfen sie nicht verkaufen.....


    Mag sein, dass dann noch immer getrickst wird - und klar wäre es besser, es wäre EU-weit mit einer solchen Regelung zu rechnen....aber es wäre auf jeden Fall schon mal ein Anfang.


    Eine BGE-Gesellschaft hat das POTENTIAL vieles einfacher und gerechter organisieren zu können.

    Eine Garantie aber gibt es nicht.


    Das Potential entsteht dadurch, weil heute vorhandene systemische Brüche in einer BGE-Gesellschaft grundsätzlich vermieden werden können.


    Unsere Sozialversicherungen sind schon ein wenig in die Jahre gekommen. Ab und an lohnt es sich genau deshalb mal zu überlegen, ob das, was mal irgendwann eingerichet wurde, heute noch zeitgemäß ist.


    Im preußischen Landrecht wurde so ungefähr 1779 das Bedürftigkeitsprinzip eingeführt....DAS haben wir bis heute noch in unseren Gesetzen enthalten. Ist DIESE Form des Bedürftigkeitsprinzips noch zeitgemäß, wenn wir heute über eine hoch arbeitsteilige Wirtschaft sprechen?


    Wohl eher nicht!



    Eine BGE-Gesellschaft kann hier eine Alternative anbieten, die mehr Transparenz schafft, und damit auch mehr Bürgern ermöglicht, die teilweise komplexen Gesamtzusammenhänge zu verstehen. DAS passt besser zu unserer Arbeitsteiligen Gesellschaft von 2019! Ob das bedeutet, dass man mehr Umverteilung vornimmt - das ist letzten Endes gestaltbar - und das ist auch gut so!

    Mal kommen linkere Ideen zum Tragen - die mehr Umverteilung fordern - mal aber auch liberalere Ansätze, die weniger Staat fordern.....eine BGE-Gesellschaft bietet durchaus die Möglichkeit, dass man diese gesellschaftlichen Veränderungen in der Betrachtung der sozialen Umverteilung hinreichend einfach ermöglichen kann. GENAU DESHALB ist eine BGE-Gesellschaft eine vernünftige Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit!


    Und - wer nun meint, eine BGE-Gesellschaft würde MEHR umverteilen - der sei genauso desillusioniert wie der, der der Meinung ist, dass dann weniger Umverteilung stattfindet......

    DAS ist unabhängig von der BGE-Gesellschaft und hängt mehr davon ab, wie es KONKRET realisiert wird.



    Die Stärke der BGE-Idee ist, dass sie unterschiedliche Gesellschaftliche Ideen abbilden kann......deshalb sollte sie für Rechte wie Linke akzeptabel sein können.....

    Letztlich wurde im TV betont, dass rund 100 große Unternehmen für 76 % des weltweiten CO2 Ausstoßes die Verantwortung tragen! Hier muss angesetzt werden, wenn wir die Lage in den Griff bekommen wollen. Nur würde das eine grundsätzlich andere globale Politik erfordern, die nicht die Abzocke der Menschen als prioritär ansieht, sondern auf Kreisläufe am Beispiel der Natur setzt sowie eine Energiewirtschaft auf Basis solarem, elektrovoltaisch erzeugtem Wasserstoff einführt.


    Ich bin da bei dir - wobei mir auch klar ist, dass diese 100 Unternehmen von SEHR vielen Bürgern des Planeten auch genutzt werden....und wenn diese 100 Unternehmen aufgrund verändertere Rahmenbedingungen sich um ihren CO2-Ausstoß kümmern würden, und dann die entsprechenden Preise etwas steigen würden.....dann sehe ich auch den Aufschrei bei den Konsumenten, die dann über Abzocke und Wucher reden......



    Meiner Meinung nach sind nicht die Unternehmen die, die die Rahmenbedingungen schaffen sollten! DAS sollte die Politik leisten - ich bin mir sehr sicher, dass die Unternehmen in jedem Fall Wege finden werden, wie sie auch unter nachhaltigen Rahmenbedingungen noch Gewinne erwirtschaften können.


    Es ist nicht Aufgabe der Unternehmen unseren Planeten zu retten - DAS ist Kernaufgabe der Politik!

    Umsetzen werden es die Unternehmen - aber nur dann, wenn die Politik das über die Rahmenbedingungen auch entsprechend definiert.


    Die Politik sollte dabei nicht so zögerlich sein - unsere Unternehmen sind weitaus leistungsfähiger als die Politik regelmäßig annimmt....wenn wir die Rahmenbedingungen in Richtung Nachhaltigkeit verändern - werden deutsche Unternehmen durchaus ganz vorne mit dabei sein, das umsetzen zu können.

    Klar ginge es anders....nur ist die Frage, ob das dann besser wäre.....


    Wenn man mal nur auf Deutschland schaut, dann haben wir es hier mit sehr differenzierten Ideen zu tun, wie man eine EU demokratisieren sollte....die einen verlangen den EU-Superstaat - die anderen die Abschaffung der EU.


    Du willst die "Macht der Kommission" eindampfen - wo genau siehst du denn, dass die Kommission zu viel Macht hat? Wie äußert sich das denn?


    Auf nationaler Ebene sind die Instrumente des Lobbyismus in aller Regel keinesfalls besser als in der EU! Die EU und das EU-Parlament sind da häufig eher die Vorkämpfer für Transparenz. Es wäre mal gut, wenn für den deutschen Bundestag ähnliche Kriterien gelten würden, wie für das EU-Parlament....


    "Grundlegende Entscheidungen....." - was genau sind denn grundlegende Entscheidungen? Also - ICH habe da klare Vorstellungen davon - wie wohl jeder andere auch....ich fürchte nur - wir beide haben nicht die gleichen Vorstellungen......wann ist es also wirklich grundlegend?

    Bitte erklär doch mal, wann das EU-Parlament KONKRET was verabschiedet hat, was dann auch so umgesetzt wurde, was nicht ausreichend unter Beteiligung von Bürgergruppen u.ä. diskutiert wurde?


    Klar ist die EU der verlängerte Arm der nationalen Regierungen....was denn auch sonst? Soll die EU tatsächlich auch ein Eigenleben entwickeln und NOCH MEHR als heute schon gegen die jeweiligen nationalen Interessen verstoßen? Das würde die EU sicherlich nicht stärken, sondern noch mehr einschränken!

    Die EU fordert beispielsweise eine gemeinsame EU-Flüchtlingspolitik - was viele Nationalstaaten der EU ablehnen.....was ist nun richtig?

    Mehr Nationalismus?

    Oder sollte die EU Flüchtlinge zwangsweise auf die Mitgliedsländer GEGEN DEREN WILLEN verteilen können?


    Ein Gebilde wie die EU zu organisieren ist nicht trivial! Wer hier nationalstaatliche Ansätze als geeignet ansieht, ignoriert die Komplexität des Gebildes. Die EU ist demokratischer als ihre Kritiker immer wieder ausweisen. Demokratie in der EU bedeutet aber nicht, dass Staaten mit vielen Einwohnern die anderen Staaten mit wenigen Einwohnern dominieren dürfen. Der Ausgleich unter Berücksichtigung der jeweiligen Interessen ist kompliziert und komplex. SO schlecht ist der aktuelle Vertragskompromiss dabei nicht. Allenfalls kann man ihm vorwerfen, dass der komplexe Interessensausgleich etwas träge ist....


    Dabei würden die aktuellen Verträge durchaus ja auch mehr zulassen.....beispielsweise die Abkehr vom Einstimmigkeitsprinzip in vielen Politikfeldern.....nur - die NATIONALEN Politiker scheuen das wie der Teufel das Weihwasser - weil ein Dammbruch vermutet wird. Wenn es erst mal üblich wird, dass man nur noch Mehrheiten organisieren muss, um in der EU was durchzusetzen - dann kann es sein, dass über mehrere Jahre wenn nicht gar Jahrzehnte auch mal dauerhaft gegen die Interessen Deutschlands beschlossen würde.....oder Frankreichs....oder oder oder.....

    Würde DAS die EU überleben? Wenn man dauerhaft gegen die Interessen eines der großen Länder verstößt?

    Oder ist dann doch die bessere Alterantive, dass man etwas länger dafür aber nach einem internationalen Kompromiss sucht?


    Das derzeitige Gesamtkonstrukt der EU ist ein Kompromiss.....der ist so schlecht nicht! Es ist die beste EU, die wir je hatten.....

    Wer etwas kritisiert - der sollte auch eine Vorstellung davon haben, wie es alternativ aussehen sollte!


    Schaue ich mir konkret an, was die EU in den letzten Jahren geleistet hat - dann erkenne ich schon auch eine Reihe an Themenstellungen, bei denen ich die Interessen der Verbraucher erstaunlich gut und abgewogen gegen die Interessen von Industrie und Handel sehe. In jedem Fall werden Verbraucherinteressen in der EU regelmäßig stärker berücksichtigt als beim nationalen Parlament....die EU ist besser als ihr Ruf!

    Da bin ich mir gar nicht sicher. Auf längere Sicht ist bislang noch jedes größere Reich bestenfalls in der Bedeutungslosigkeit verschwunden oder schlechtestenfalls in kriegerischen Auseinandersetzungen untergegangen. Das trifft wohl auch auf die heutige Zeit zu. Systeme wie die EU in der heutigen sind bei genauer Betrachtung zutiefst undemokratisch. Die Stimme des eigentlichen Souveräns wird gegenüber Lobbygruppen jedweder Ausprägung erheblich entwertet. Mit in der Folge erwartbaren Ergebnissen. Lobbygruppen und die politische Klasse setzen sich durch, der Souverän spielt keine oder nur eine vorgeschobene Rolle. Und die von dir angesprochenen Punkte werden nicht umgesetzt, da sie ohne größere Aufstände nicht umgesetzt werden können. Rente mit 70? Schlag das mal in Spanien oder Frankreich vor... Einheitliche Steuer und Abgabensätze? Länderfinanzausgleich? Stößt schon in DE zunehmend auf Kritik. Weil fast niemandem zu vermitteln ist, warum in Bayern 500 Euro pro Krippenplatz zu zahlen sind und Geld nach Berlin überwiesen wird, wo er umsonst oder wesentlich billiger ist. Gleiche Lebensbedingungen in Rumänien und DE? Wann soll das sein??


    Die EU braucht dringend Maß und Mitte. Und die kann ich in den vorliegenden, teils sehr dünnen Wahlprogrammen nicht erkennen.


    Die Behauptung, dass die EU zutiefst undemokratisch wäre, fällt immer wieder.


    Das ist für den, der das behauptet, auch immer leicht zu belegen....irgendwelche Beispiele fallen einem da immer ein.


    Spannend wäre aber eine ganz andere Frage:

    WIE gestaltet man einen Staatenbund a la EU so, dass er zutiefst demokratisch ist?


    Klar - rechnerisch kann man locker sagen: Ein Mensch eine Stimme.


    Aber - so einfach ist es dann doch nicht!

    Ist es wirklich in einem solchen Staatenbund demokratisch, wenn man den armen Luxemburgern zumutet, dass sie sich einfach nach Gusto der starken Deutschen richten sollen?


    Gerne wird als Beleg für die fehlende Demokratie auch benutzt, dass es so starke Lobbyverbände gibt.....und regelmäßig vergessen die Schreiber, dass dieselben Lobbyisten sich viel leichter tun, die nationalen kleineren Parlamente zu beeinflussen......es ist ziemlich aufwändig und teuer, erfolgreich über Lobbyismus auf EU-Ebene was zu bewirken - das ist national viel leichter.....


    Gerade die EU hat die letzten Jahre viel im Sinne der Bürger organisiert und beeinflusst - und immer wieder nimmt die EU die nationalen Versäumnisse ins Visier und zeigt den Nationalstaaten auf, dass sie nicht dem nachkommen, was eigentlich im Sinne der Bürger vereinbart war!


    Wie ist das denn in Deutschland - welche "Zusagen" hat denn unsere Politik alle interantional abgebeben, die wir einfach nicht umsetzen?

    Themen wie Umweltschutz, Klimaschutz aber auch die Zusagen für Entwicklungshilfe oder Verteidigungspolitik tauchen da doch auf!

    Ich kann derzeit gut erkennen, dass die EU solche Themen mit einer gewissen Hartnäckigkeit verfolgt und auch weiter vorantreibt - durchaus regelmäßig auch im Sinne der Verbraucher.

    Eigentlich müssten diese Themen von den nationalen Parlamenten vorangetrieben werden - werden sie aber nicht.....

    Wer also das Demokratiedefizit der EU beklagt - der sollte mal auch benennen, wie Alternativen aussehen - denn die nationalen Parlamente haben ja gerade auch in der EU regelmäßig weit größere Demokratiedefizite......



    Wir haben derzeit die demokratischste EU, die es je gab! Und - wenn wir das EU-Parlament stärken - beispielsweise indem wir zur Wahl gehen - dann stärken wir auch die Demokratie in Europa nachhaltig!

    Das BGE ist eine soziale Grundleistung von der Wiege bis zur Bahre, weil es zukünftig durch die Fortentwicklung in der Arbeitswelt Digitalisierung 5G Robotik und Industrie 4.0 nicht mehr ausreichend Sinn füllende Beschäftigung geben wird. Allerdings stehen der Kreativität des einzelnen keine Grenzen entgegen eine Person kann sich am Vormittag in einer Pflege/Altenresidenz einbringen am Nachmittag in einer Kindestagesstätte und am Abend als Musiker. Der Dienst am Menschen bleibt erhalten ebenso wie das Handwerk. Ein BGE befreit die Menschen vom Zwang ....

    Ich bin wirklich ein BGE-Fan - aber zunächst einmal ist ein BGE nur ein ANDERES Konzept, um Soziale Umverteilung zu organisieren.

    Mir gefällt dieses Konzept - weil es einfach, transparent, kostengünstig organisiert werden kann.


    ABER: Auch ein BGE kann man schlecht organisieren! Würde man ein BGE heute beispielsweise in Höhe von 600€ ausgeben - für Kinder 250€ - dann wäre das kein Fortschritt, sondern Rückschritt.


    Ein BGE befreit den Menschen nur dann vom Zwang, wenn es in ausreichender Höhe gewährt wird. Eine vernünftige Höhe wäre heute bei mindestens 1.200€ zu sehen - sinnvoll wäre wahrscheinlich sogar ein wenig mehr. Oberhalb von 1.500€ wird es umgekehrt schwer, ein BGE vernünftig zu finanzieren.

    Ob man Kindern die gleiche Höhe gewährt oder weniger - das hängt davon ab, welche sonstigen gesellschaftlichen Rahmenbedinungen man schafft. Verzichtet man auf ALLE Sonstigen staatlichen Leistungen für Kinder und Jugendliche, dann sind 1.200€ auch für Kinder eher knapp (Kindergärten, Schulen, Univeritäten kosten dann wieder....)


    OB ein konkretes BGE also die Heilsversprechungen erfüllt, oder ob es sich um ein Überlastungsszenario für die Gesellschaft handelt - das hängt vom KONKRETEN BGE-Modell ab.


    Weil BGEs aber in der Organisation viele Vorteile haben, spricht aus meiner Sicht dennoch alles dafür, dass wir uns in Richtung einer BGE-Gesellschaft bewegen sollten!

    Definitiv ist die weiter wachsende Weltbevölkerung ein Problem!


    Allerdings brauchen wir mit dem Thema Überbevölkerung nicht nach Indonesien schauen - da können wir schon in Deutschland anfangen!

    Deutschland hat seine Ressourcen verbraucht


    Wir verbrauchen in Deutschland derzeit in einem solchen Tempo unsere Ressourcen, dass das nur für ca. 27,3 Millionen Menschen in Deutschland nachhaltig zu organisieren ist. Wenn wir das in den Griff bekommen wollen, gibt es nur zwei Alternativen: Entweder wir verbrauchen nur noch 1/3 je Kopf, oder wir reduzieren die Einwohnerzahl in Deutschland mittelfristig auf ein vernünftiges Maß.


    WENN wir unseren Verbrauch in den Griff bekommen (oder auch unsere Bevölkerungszahl), dann bleibt so einiges an Regenwald in anderen Ländern stehen, weil dann auch in Deutschland nicht mehr so viel Palmöl und andere importiere Stoffe gebraucht werden, für die derzeit einiges an Rodung stattfindet....

    Digitaler Wandel viele Jobs bedroht, ein BGE ist zukünftig alternativlos.


    Fast jeder fünfte Arbeitsplatz in Deutschland ist von der Digitalisierung bedroht.


    Die Welle rollt.....

    Ach Sybilla, meinst du nicht, dass du mit deinen Ängsten übertreibst?

    Fakt ist, dass seit Urzeiten der Mensch das menschliche Bedürfnis verfolgt, sich unliebsamer Arbeit zu entledigen.


    Wir (die Menschheit) haben das mit so großem Erfolg über Jahrtausende getätigt, dass auch heute noch immer so viel Arbeit übrig ist, die niemand macht, dass es mehr eine Frage der Organisation als eine grundsätzliche Fragestellung ist, ob wir Vollbeschäftigung herstellen können.


    20% der Arbeitsplätze sind also von der Digitalisierung bedroht....und wie viele neue Arbeitsplätze entstehen zukünftig?


    Allein durch die Herausforderungen des Klimawandels KANN eine Gesellschaft so viele neue Jobs schaffen, dass die bestehenden Ressourcen das nicht abdecken können.....es ist nicht eine Frage OB das geht, sondern nur eine Frage, ob wir eine Politik haben, die das passend organisiert.



    Vor 100 Jahren war weigehend klar, dass in der Regel die eigenen Eltern am Ende des Lebens von ihren Kindern gepflegt werden. Heute ist die Pflegezeit viel länger....und es ist auch klar, dass mehr Kinder in Partnerschaften leben, in denen beide Teile einer Erwerbstätigkeit nachgehen - sie können gar nicht so einfach die Eltern pflegen.....und auch die Betreuung der Kinder nimmt immer mehr professionelle Züge an. Heute ist es schon fast normal, dass Kinder in den Kindergarten gehen - und zwar nicht erst ab 3 Jahre, sondern schon ab 9 Monate!

    Heute sterben die Alten auch nicht mehr mit 67, sondern sie werden 90, 100 oder sogar 120 - und immer mehr werden diese Alter erreichen!


    Die eigenen Kinder sind dann auch schon pflegebedürftig - und die Enkel schon nah dran an der Grenze.....


    Wir MÜSSEN also Bereiche des Lebens in die normale Arbeit eingliedern, die früher irrelevant waren!



    Und auch die Digitalisierung selbst bringt neue Aufgaben mit sich. Wer hat schon 1950 vorhergesehen, dass wir einmal eine Eingreiftruppe brauchen, die sich um Cybersicherheit kümmert?


    Doch neue Arbeitsplätze werden nicht nur in der Pflege oder der Überwachung von Sicherheitsaspekten entstehen - auch der Klimawandel bringt doch per se viele neue Berufsbilder und Aufgaben mit sich.


    Es fehlt uns einfach nicht an Arbeit - es fehlt uns allenfalls an guter Organisation derselben. DAS ist aber Aufgabe des Staates.....

    Ist ja schoen wenn Lohnerhoehungen ueber der Inflation liegen, nur gehen viele durch die Mieterhoehungen unterm Strich trotzdem in Minus, dazu kommt Energie wie Strom und Gas.

    Das gilt aber auch für andere Themenstellungen. Wenn dein bevorzugtes Deo sich preislich teurer entwickelt als dein Einkommen steigt, dann kommst du ins Minus.....


    Mieterhöhungen kannst du umgehen, wenn du Eigentum erwirbst. Steigende Energiekosten kannst du umgehen, wenn du beispielsweise eigene Solarzellen auf dem Dach hast.

    DAS kann nicht jeder! ABER - es gibt auch finanzielle Beteiligungen an den Firmen, die so etwas verkaufen - und diese Beteiligungen kosten dann doch relativ wenig.


    Man kann also durchaus kreativ mit den eigenen Möglichkeiten agieren - man muss es auch halt tun! OHNE solche Aktivitäten ist man halt auch nicht unternehmerisch tätig - und liefert sich dann auch anderen aus. Man könnte - aber man tut es nicht......


    Mir ist dabei schon klar, dass die Rahmenbedingungen derzeit für Mieter eher schwierig sind - besonders in Großstädten. Nur - neben der Antwort zu demonstrieren oder sich über die Umstände zu beklagen, gibt es auch noch die Antwort, sich finanziell anders zu organisieren! Wer beispielsweise in dem Wissen, dass es derzeit den Wohnungsvermietern gut geht, auch ein paar Aktienanteile von denen erwirbt, der kann über deren Dividende die eigene Mieterhöhung zumindest in Teilen gegenfinanzieren.....


    Das reicht sicherlich nicht in Gänze - aber dann sollte man auch bei der nächsten Wahl überlegen, wen man wählt. Es gibt ja auch Angebote für Wähler, die in Miete leben.....

    Und wie viele Referenden sollten die Briten durchführen bis das Ergebnis zählt? Oder sollten die Briten so viele Referenden durchführen bis das Ergebnis der EU passt? Im Prinzip wird abgestimmt und dann gibt es ein Ergebnis. Wozu durch das Oberste Gericht das Parlament der Briten eingeschaltet wird bleibt für mich nicht nachvollziehbar, das Volk hat bereits entschieden, der Vollzug wäre die Aufgabe der Regierung gewesen. Aber vermutlich ist bei den Briten nicht das Volk der Souverän sondern wer weiß ich?

    So viele, bis die Briten mehrheitlich der Meinung sind, dass es genug ist. Und zwar mit HOHER Mehrheit - also mindestens 2/3!


    Die Erkenntnislage darf sich doch wohl über die Jahre verändern - faktisch sind viele derer, die vor 2 Jahren abgestimmt haben, heute schon tot - und andere, die vor 2 Jahren noch nicht abstimmen durften, sind massiv von einem Brexit betroffen, wenn er denn kommt. Ist es da nicht fair, wenn man das Ergebnis der Verhandlungen nochmals zur Abstimmung stellt?


    "Das Volk hat bereits entschieden....." ist eine billige Aussage - das hatte es zuvor auch schon. Bei jeder Wahl. Und jeweils wurde ein Unterhaus gewählt, was mehrheitlich für einen Verbleib in der EU war. Das gilt sogar auch heute!


    Es gab nur genau eine Abstimmung des Volkes, mit einer ganz konkreten Fragestellung, die zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt vom abstimmenden Volk mit einer knappen Mehrheit so beantwortet wurde, dass man einen Austrittswunsch zu genau diesem Zeitpunkt von genau den abstimmenden Wählern daraus ableiten kann....nicht mehr und nicht weniger.


    Seitdem hat sich die Welt aber dramatisch weiter gedreht! Heute ist viel klarer, was ein Brexit bedeutet. Die Briten darüber nicht erneut abstimmen zu lassen - ich empfinde das eher als Verrat an der Demokratie!


    WENN die Briten sich mehrheitlich für einen Brexit auf der Basis der jetzt vorhandenen (und noch nicht verabschiedeten) Verträge entscheidet, dann wäre das bindend!


    Warum diese Feigheit vor der Befragung des Volkswillens?

    Ich warne davor, in einem BGE die Überwindung aller Probleme unserer Gesellschaft hinein zu interpretieren!


    Tatsächlich kommt es vor allem darauf an, wie es konkret gemacht wird.


    Beispielsweise kann man ein Kinder-BGE von 1000€ locker rechtfertigen, wenn alle derzeit existenten Subventionen des Staates in die Kinder beseitigt werden. Kein Zuschuss mehr zum Kindergarten, keine Staatsfinanzierung mehr für Schulen und Universitäten.....statt dessen müssen die dafür aufkommen, die dafür 1000€ BGE bekommen......



    Aus grundsätzlichen Überlegungen heraus bin ich der festen Überzeugung, dass wir eine BGE-Gesellschaft anstreben sollten. Wer aber glaubt, dass es mit diesem sinnvollen Umsteuern per se mehr Gerechtigkeit gäbe - der hat wichtige Zusammenhänge noch nicht ausreichend verstanden.

    Tatsächlich gibt es nur einige vernünftige Ansätze, die die Tendenz verstärken, dass die BGE-GEsellschaft mehr Gerechtigkeit entfalten kann, als es unsere heutige Gesellschaft tut.


    MEHR ist es aber auch nicht. Aber auch nicht weniger!


    Unterm Strich bleibe ich ein Anhänger der BGE-Gesellschaft - weil da vieles Transparenter dargestellt werden kann, als dies heute der Fall ist.

    Ein Allheilmittel ist aber auch keine BGE-Gesellschaft.

    Meine Kernthese von vor zwei Jahren war:


    Mit zunehmender Erkenntnis durch die Verhandlungen erleben die Briten, dass der Austritt aus der EU ziemlicher Bullshit ist.

    Wahrscheinlich kommt es dann zu einer neuen Volksabstimmung und die Briten bleiben dann drin......


    Derzeit bin ich noch auf Kurs.....


    Bis Oktober wäre Zeit für Neuwahlen, eine Mehrheitsregierung unter Labour und dann einer erneuten Volksabstimmung zu einem Brexit, der dann entweder ein weicher Brexit mit Zollunion wäre, oder der gar von einer knappen aber relevanten Mehrheit der Wähler abgelehnt wird.


    Es bleibt dann beim Verbleib der Briten in der EU.....noch immer aus meiner Sicht ein durchaus wahrscheinliches Szenario.

    Wieviel bleibt davon nach Steuern, Abgaben und inflation netto übrig, das ist die Grundfrage!

    Das ist irrelevant.


    Für die gezahlten Steuern bekommst du staatliche Leistungen.


    Die Lohnerhöhungen liegen regelmäßig über der Inflation.



    Wenn du der Meinung bist, dass Steuern und Abgaben zu hoch sind, dann musst du auf der Ausgabenseite von Bund, Ländern, Gemeinden und den Sozialversicherungen sagen, was du einsparen willst.


    Über die Jahre hinweg ist regelmäßig ein Produktivitätsfortschritt messbar, der mittelfristig immer auch mit Reallohnsteigerungen einher geht.

    Ganz grundlegend geht es schon um Themen wie "Freiheit"!


    Nur - Freiheit ist immer auch die Freiheit des Anderen - und noch weiter gedacht auch die Freiheit der nächsten Generation.


    Wenn ich heute, unter dem Argument der Freiheit, Ressourcenverschwendung zulassen, dann verknappe ich die Möglichkeiten der nächsten Generationen.


    Freiheit in Verantwortung bedeutet deshalb durchaus auch, dass man gegen Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung vorgeht und entsprechende Regularien erlässt, wenn das nicht eingehalten wird.


    Je knapper die Zeit wird, die wir noch haben, um beispielsweise kaum mehr umkehrbare Klimakipppunkte zu vermeiden, desto drastischer werden die Eingriffe in die Freiheit sein müssen, damit zukünftig noch ausreichend Freiheit für die nächste Generation besteht.



    Wir leben (und das ist gut so) zunehmend mehr in Zeiten eines ausgeprägten Individualismus.

    Nur - da gibt es schon auch Abstufungen im Umgang mit demselben!


    Auf Stufe 1 geht es nur um die gnadenlose Durchsetzung eigener Interessen.

    Auf Stufe 2 erkennt man an, dass auch andere gleiches versuchen - und sortiert sich zu Interessensmehrheiten.

    Auf Stufe 3 geht es darum, gleichberechtigt (!) nach Lösungen zu suchen, die auch im Interesse aller sind und

    auf Stufe 4 geht es darum, auch die Interessen der nachfolgenden Generationen, der anderen Ökosysteme etc. etc. mit einfließen zu lassen.



    Die Politik heute agiert meist auf Stufe 2 - die Probleme die wir haben, verlangen aber nach Lösungen auf Stufe 3 oder sogar auf Stufe 4.


    Das ist ein Problem!

    Mit der gegenwärtigen Steuerpolitik wird nichts vernünftig gesteuert, es wird abgezockt, wo sich was holen lässt und jährlich werden etwa 70 bis 80 Milliarden Euro verschwendet und mindestens die gleiche Summe gar nicht eingefordert, wenn es um internationale Konzerne und Kapitalkonglomerate geht. Deutschlands Steuergesetzgebung ist die komplizierteste weltweit, und sie führt dazu, dass über 90 000 Menschen in der Steuerberatung und etwa ebenso viele in den Finanzverwaltungen weitestgehend unproduktiv in gesamtgesellschaftlichem Maßstab arbeiten müssen.

    In der Sache gebe ich dir durchaus recht - allerdings weise ich darauf hin, dass die Politik auch deshalb die Regeln so macht, wie sie es macht, weil der Wähler das so durchaus auch haben will.....

    Diese Gründe nennen sich purer Egoismus: Unternehmen und Gewinn wären steuerlich vollständig entlastet, und auf den ersten Blick würden sich die "verfügbaren Einkommen" der sonstigen Bevölkerung und somit deren Nachfrage erhöhen… da die Preiskalkulation der Drogerieartikel (bei sinkendem Anteil der Lohnkosten) bei höherem MWSt-Anteil des Endverkaufspreises zunächst keine Erhöhung erzwäng, und nicht einmal mehr eine Erbschaftssteuer bei Generationswechsel im Unternehmen anfiele, ist' ihm sein Modell des BGE natürlich eine Herzensangelegenheit…

    Quark!


    Unternehmen zahlen so oder so keine Steuern - sie verbuchen Steuern als Ausgaben, und verkalkulieren sie im Preis. Bezahlen tut sie immer der Endkunde!


    Wäre dir klar, mit welcher geringen Gewinnspanne derzeit Handelsunternehmen in Deutschland wirtschaften, würdest du deinen Blödsinn aufgeben.

    Wenn du ein Duschgel bei Rossmann, dm oder Müller kaufst, bleibt am Ende beim Händler 1 Cent hängen - maximal! Ist das unfair und deshalb Egoismus des Unternehmers? Oder ist das vielmehr eine Leistung von Spitzenunternehmen, die mit so niedrigen Spannen noch erfolgreich wirtschaften können?


    Wieviel Aufschlag darf ein Unternehmer noch kalkulieren, damit seine Kunden das noch akzeptieren?


    Ist es wirklich viel, wenn Handelsunternehmen sich 1-2% der Preise für sich und ihre Mitarbeiter und ihre Anteilseigner nehmen?


    Ich denke, die Ahnungslosen sollten mal die Kirche im Dorf lassen!


    Mit dem wenigen, was Lebensmittelhändler in Deutschland noch verdienen, leisten sie sehr viel für das Wohlfühlverhalten der Einkäufer - und gleichzeitig bemüht sich der Handel deutlich darum, auch die ethischen Wünsche der Bevölkerung regelmäßig aufzugreifen - ohne deshalb gleich die eigene Kundschaft zur verprellen.



    Wir haben in Deutschland einen extrem harten Wettbewerb - und Werner aber auch Rossmann waren und sind Unternehmer, die nicht nur auf das eigene Wohl bedacht sind, sondern auch Verantwortung für ihr Wirken in der Gesellschaft übernehmen. Vielleicht sollte sich Otto Normalo vor seiner Kritik nochmals überlegen, ob er vergleichbar unterwegs ist.....

    Das ist aber sehr optimistisch.Und wie viele Menschen erhalten in D eine jährliche Lohnerhöhung von 3%?Allerdings liegt dein Beispiel unter der gegenwärtigen gesetzlichen Grundlage- 15 - 20% 3 Jahre.

    Bei den gewerkschafltich organisierten Menschen ist eine Lohnerhöhung von 2%+x derzeit Standard. Seit vielen Jahren.


    Für die, die noch nicht mal bereit sind, sich zu organisieren, werde ich nicht sprechen!

    Eigentlich sollte eine vernünftige Miete gut zu rechnen sein. Anschaffungskosten und Erhaltungskosten der Wohnung geteilt durch den Abschreibungszeitraum, darauf dann eine vernünftige Rendite - das sollte es sein.


    Die Rendite sollte sich am allgemeinen Lohnniveau orientieren - wenn also in einem Jahr im Schnitt 3% Lohnerhöhungen drin sind, sollten 3% Mietpreissteigerungen auch drin sein. Aber eben auch nicht mehr!


    Würde man den Wohnungsbaugesellschaften auferlegen, dass diese nur dann Mietpreiserhöhungen über den Erhöhungen des Lohnniveaus durchsetzen können, wenn es sich um Neuvermietungen handelt, oder entsprechende Wohnraumverbesserungen der Mietpreiserhöhung nachvollziehbar entgegen stehen - dann wäre der Spekulation weitgehend der Boden entzogen.



    Für die hohe Nachfrage und dem geringen Angebot ist aber auch die Politik mit verantwortlich! Wenn nicht ausreichend Grundstücke zur Verfügung gestellt werden, und gleichzeitig Renovierungskosten permanent gesteigert werden, und die Kosten für Neubauten über komplexe Richtlinien erhöht werden - dann sind höhere Preise nur natürlich.


    Es wäre Aufgabe der Politik, hier ganzheitlich gegen zu steuern. Sie tut das nur nicht.