Beiträge von Markus

    Aber die Knallerei an Silvester zu verbieten wird ihnen nicht verziehen werden und in ihrem Überschwang vertreten sie auch noch das Verbot von Verbrennern. Irgendwie alles ganz schön mutig. Ob da Umfragen eine Rolle spielen, denn bei diesen Fragen scheint die Bevölkerung in zwei ziemlich gleiche Lager gespalten zu sein. Also ich bin natürlich weder für das eine, noch für das andere Verbot. Was für ein blöder Unfug. :kopfkratz2:Für mich die reine Ablenkung von wichtigeren Dingen. :uglybreak:

    Es ging mir mit meinem Betrag nicht darum, Werbung für die Grünen und ihre politischen Positionen zu machen. Ich habe sie zuletzt 1998 gewählt. Es ging mir darum, das Warum und das Wie ihres fulminanten

    Aufstiegs in 2018 zu beschreiben. Natürlich sind einzelne Wahlumfragen

    immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Aber im mittelfristigen Trend zeigen sie schon recht klar, wie die Bevölkerung gerade

    positioniert ist. Wenn Sie sich die letzten Wahlen in Bayern und Hessen anschauen, dann sehen Sie da durchaus den Trend der Grünen bei den

    Wahlumfragen bestätigt. Bei beiden Wahlen waren die Grünen die eigentlichen Gewinner. Die Grünen sind von ihrem ideologischen Profil her das eigentliche Kontra zur AfD. Hier die Bösmenschen, dort die

    Gutmenschen, um es mal salopp zu sagen. Dort die political correctness,

    der ideologische Status Quo, hier die Rebellion gegen pc usw. Deshalb ist es für mich völlig logisch, dass die Anti-AfD-Fraktion im Lande

    derzeit besonders stark zu den Grünen tendiert.

    In den alten Bundesländern wurden vor allem in den 60er und 70er Jahren unzählige Häuser mit staatlicher Förderung und Zuschüssen gebaut, an die im Gegenzug eine Mietpreisbindung erfolgte. In manchen Städten des Landes war jede zweite Wohnung ursprünglich staatlich gefördert. Diese Tatsache hatte einen erheblichen, indirekt steuernden Effekt auf die Höhe der anderen Mieten. Die entsprechenden Verträge mit den Vermietern und Genossenschaften hatten Laufzeiten von meist 30-40 Jahren. Die meisten dieser Verträge mit Mietpreisbindung endeten gegen Ende der Kohlregierung und ab Schröders Amtszeit. Die Häuser und Wohnungen, soweit sie im Staatsbesitz waren, wurden von den unions- und SPD- geführten Regierierungen und Kommunen ab Mitte der 90er Jahren zu Dumpingpreisen an Genossenschaften und Großinvestoren verscherbelt, von diesen saniert oder abgerissen und teuer weiter vermietet. Öffentlich geförderter Wohnraum fiel en masse weg, ohne das neuer hinzukam. Ein Freund von mir lebt seit Jahrzehnten in einer öffentlich geförderten Wohnung in einem der beliebtesten Wohnviertel Frankfurts, Bornheim, recht günstig. Als die staatlichen Verträge abliefen, mussten den Bestandsmietern die Wohnungen erst einmal zum Kauf angeboten werden. Er bekam sie für 90.000 Euro extrem billig, aber nur deshalb, weil er durch seine politischen Beziehungen wusste, dass die Wohnung ansonsten an einen Großinvestoren für nur 20.000 Euro verkauft wird, im Paket mit Hunderten anderen Wohnungen. Man kann die Mieten dauerhaft nur auf einem angemessen niedrigen Niveau halten, indem der Staat wieder massivst in öffentlich geförderten Wohnraum investiert und damit indirekt die Auswüchse bei den übrigen Mieten steuert.

    Mich überrascht es nicht, dass es private Vermieter sind, die aktuell Treiber für den Anstieg der Durchschnittsmieten sind. Denn aus diesem Vermietersegment, das mehrheitlich nur ein oder zwei Wohnungen vermietet, kommen auch die meisten Immobilien, deren Mieten oft jahrelang nie erhöht werden, solange es keinen Mieterwechsel gibt. Diese Vermieter sind aufgrund der jüngsten Gesetzesänderungen gezwungen, die Mieten sukzessive an den bestehenden Mietspiegel nach oben anzupassen und weiterhin sich juristisch besser abzusichern, womit man schnell mal jährlich auf anderthalb Monatsmieten kommt, wenn nur eine Wohnung vermietet wird. Außerdem fördert man für solche Immoblilien Leerstände ohne weitere Vermietung, weil sich den Stress, den die linke Politik erzeugt, immer weniger antun wollen. Profiteure einer solchen, linken Politik sind Miethaie und große Gesellschaften, die der SPD im Zweifelsfall Parteispenden schenken.

    Nein die KV geht nicht vom BGE ab, sondern wird mit der PV und der auslaufenden RV zu einem Sechstel (16) % aus der Wertschöpfungsabgabe finanziert. Diese bei einen BIP von 2,580 Mrd. Euro und 1000 € BGE auf 44,8 % berechnet wurde. Zur Wertschöpfungsabgabe sollte eine integrierte global erhobene Finanztransaktionensabgabe angestrebt werden aber diese muss eben gloabl beschlossen werden. Dann würde die Wertschöpfungsabgabe entsprechend absinken.

    Es würde vor allem die Wertschöpfung sinken.

    Ja, logisch, denn die SED-PDS ist bei der Fusion mit der WASG verwässert worden.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…80%93_Die_Wahlalternative

    Ich war Delegierter der ersten Landessitzung der Wahlalternative in Hessen, die damals am Frankfurter Mainufer stattfand, in einem Saal der Jugendherberge, soweit ich mich erinnere. Dort wurden unter anderem die ersten Funktionäre gewählt. Das Wahlprozedere erinnerte eher an das, was man von Stalin oder Ulbricht kannte. Wer gewählt wurde, stand vor der Wahl schon fest. So viel anders wird das bei der PDS auch nicht gewesen sein. Ich bin anschließend ausgetreten.

    Der Satz, dass man Marx und Engels im Westen nicht gelesen habe, zeugt von Unkenntnis der Situation in den Ländern des Liberalen Systems von 1989 und verkennt die Bedeutung, die die beiden Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus für die linke Bewegung von 1968 und später gehabt haben.

    Die westlichen 68er haben Marx gelesen wie Katholiken die Bibel.

    Die Grünen verbuchten ihre 8,9% bei den BT-Wahlen 2017 zurecht als Erfolg, weil sie kurz vor den Wahlen noch nicht einmal sicher waren, ob sie die 5%-Hürde schaffen werden. Das damalige Führungsduo für die Wahl, Özdemir und KGE, war eher unbeliebt, nur ein wenig in linken Netzforen, es zog die Wähler nicht an. Dass man dann doch 8,9% schaffte, hatte man kurzfristigen Anti-AfD-Stimmen zu verdanken. Die Grünen werden als der eigentliche, ideologische Gegenpol zu den Hass-Rechten empfunden, die zur Wahl der AfD tendieren. Der Aufschwung der Grünen von einer 6-9% zu einer 20-25% Partei kam im Jahr nach der Wahl, 2018. Das, was viele Bürger als wählbare Antipoden gegen eine rüde Sprachakrobatik in Sachen Migranten/Flüchtlinge usw. durch AfD Anhänger und Seehofer empfanden, bekam ein Gesicht bzw. zwei Gesichter: Habeck und Baerbock. Ein menschenfreundlicher Kommunikationsstil als Pol zu Seehofers Schadenfreude über 49 abgeschobene Afghanen, von denen sich einer nachher umbrachte. Seehofer gilt bei Umfragen seit langem als der mit Abstand unbeliebteste Spitzenpolitiker. Sein öffentliches Auftreten 2018 mit der erneuten Zuspitzung der Flüchtlingsdebatte und der Causa Maaßen trieb sogar bisherige Unionswähler massenweise zu den Grünen. Man verzeiht Habeck sogar ein paar fachliche Defizite, weil er offen damit umgeht.