Beiträge von Dyl U.

    Und der Umstieg vom Automobil zum Mitnahmeeffekt bei der "Abwrackprämie" zählt jetzt als "tecnischer Fortschritt"?

    Erstens habe ich mir die Abwrackprämie nicht ausgedacht, zweitens ging es hier um verschärfte Schadstoff-Grenzwerte, mit denen man irgendwann alte Stinker aus dem Verkehr ziehen will. Und wenn man bedenkt, dass es Euro 4 schon seit 2005 gibt, war die Übergangszeit schon großzügig bemessen ...

    Man soll einen "Staat" anerkennen, der seine Bürger hinter Stacheldraht und Sprengfallen gefangen hält, und sie erschießen lässt, wenn sie in Freiheit entfleuchen wollen?

    Ach herrje. Als ob man bei allen anderen Staaten genau hingeschaut hat, wie die es mit den Menschenrechten halten ... Eine de facto Anerkennung gab es ohnehin. Egon Bahr hat einmal darauf hingewiesen: Andernfalls hätte man alle DDR-Grenzsoldaten wegen unerlaubten Waffenbesitzes festnehmen müssen ...

    Die an den alten weißen Mann… dem heutigen Buh-Mann der Nation. Und auch, wenn Dein Euro-3-Diesel noch länger fahrtüchtig gewesen wäre, hättest Du beim Fahren aufpassen müssen, ob der jeweilige Straßenabschnitt nicht die Erfüllung der Euro-4-Norm erforderte… mit anderen Worten: Weg damit. Denn als der Wagen angeschafft und zugelassen wurde, galt seine ABE für die Nutzung des gesamten Straßennetzes… wird in dieser Weise am Nutzungsrecht bzw. Gebrauchswert gerüttelt, ist das Eigentumsrecht bereits faktisch beschnitten. Und der Wiederverkaufswert ebenfalls zunichtegemacht.

    Es ging nicht um Fahrtüchtigkeit; der Motor hätte wohl noch doppelt so lange gehalten. Ich hätte ihn noch etwas länger uneingeschränkt nutzen können. Habe mich allerdings entschlossen, die Verschrottungsprämie mitzunehmen, die zehn Mal so hoch war wie der Restwert. (Plus diverse Rabatte; das hätte mir kein anderer Autohersteller bieten können.)

    Manchmal muss man einen Schnitt machen, sonst würde sich technischer Fortschritt gerade im Bereich Umweltschutz überhaupt nicht durchsetzen.

    mit dem ersten Shutdown im März und der Möglichkeit, sich telefonisch krankzumelden, stieg unerklärlicherweise der Krankenstand…

    Unerklärlicherweise nur für Phantasielose.

    Zunächst einmal ist der Unterschied zwischen 6,3 % im Jahr 2018 und 6,84 % nicht so wahnsinnig hoch. Wenn du berücksichtigst, dass die vielen Unvernünftigen, die früher mit grippalem Infekt zur Arbeit gegangen sind, um dann andere anzustecken, zu Hause geblieben sind, relativiert sich das weiter. Natürlich gibt es immer auch ein paar Stinkstiefel, die das ausgenutzt haben.

    Also, Erklärungen gibt es jede Menge.

    Vorschläge machen darf erst einmal jeder. Und dein Querdenker-Demokratieverständnis ist kein wirklich überzeugendes Argument. Journalisten in Polen oder Ungarn beispielsweise würden gerne mit unseren Verhältnissen tauschen.

    Auch die Sozialversicherung refinanziert sich aus den Beiträgen der Versicherten - und im Endeffekt gehen sowohl der Arbeitnehmer- als auch der Arbeitgeberanteil der Versicherungsbeiträge zu Lasten der arbeitnehmerseitigen Kaufkraft, und damit sogar zu Lasten der Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze...

    Ja, das schrieb ich ja selbst: Man muss dann halt mal auf eine Urlaubsreise verzichten. Man muss einfach mal begreifen, dass ein gutes Gesundheitssystem keine Last, sondern ein Wert an sich ist. Wenn mehr Leute in der Pflege beschäftigt sind, gibt es halt dort neue sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze.


    "Dank" Corona bezieht ein großer Teil der Arbeitnehmer im vormaligen Regelarbeitsverhältnis Kurzarbeitergeld - und schon schrumpfen die Beitragszuflüsse zu Sozialversicherungen… somit steht sicher die nächste "Reform" derselben an… mit dem ersten Shutdown im März und der Möglichkeit, sich telefonisch krankzumelden, stieg unerklärlicherweise der Krankenstand… andererseits wird dem Bürger ja medial eingeredet, dass das geringste Erkältungssymptom neuerdings untrügliches Anzeichen sei, lebensbedrohlich intensivmedizinisch behandlungsbedürftig zu sein…

    In Krisenzeiten muss dann halt der Staat verstärkt eingreifen. Das hat er auch während der Finanzkrise getan. Im Gegensatz zur Finanzkrise ist Corona höhere Gewalt. Und deine menschenverachtenden Kommentare zu Corona-Erkrankten kannst du dir irgendwann mal schenken.

    In ihrem "Denken" geht's der Generation Greta nur um einseitige Schuldzuweisungen…

    Welche "einseitigen" Schuldzuweisungen? Wer global die Schuldigen sind, liegt offen auf der Hand. Und natürlich, man sollte nicht die Augen davor verschließen, dass einem Großteil der Jugendlichen Umweltschutz am Allerwertesten vorbei geht. Hauptansprechpartner sind aber immer noch diejenigen, die die politische Verantwortung für Klimawandel und Umweltzerstörung tragen.

    wenn übrigens die Nutzungsdauer der erst seit wenigen Jahren vermehrt auf unseren Straßen verkehrenden SUV schrumpfen sollte, liegt dies wohl vor allem auch an den von Jahr zu Jahr verschärften "Grenzwerten".

    Das ist reiner Unsinn. Mein alter Diesel war Euro 3, und ich habe ihn 17 Jahre lang ohne Einschränkung fahren können (und hätte noch zwei, drei Jahre dranhängen können). Wenn man allerdings versucht, mit Betrug die Grenzwerte einzuhalten und sich dabei erwischen lässt, gibt's halt Ärger.

    Während die vom Smartphonetausch von Modell zu Modell die Ökobilanz noch gar nicht so richtig erfasst ist. Liegen überhaupt Zahlen vor, wie viele Mobiltelefone seit Markteinführung auf dem Müll bzw. in Recyclingbetrieben gelandet sind?

    Viele liegen wohl noch in irgend welchen Schubladen. Aber Elektronik-Müll nicht sachgerecht zu entsorgen, ist ein generelles Problem.

    In vielen Fällen kann man nichtmal Ansatzweise das umsetzen was in den einzelnen

    Standards hier für den fairen Handel bzw. Produktion vorgeschrieben ist. Das scheitert nicht an den wenigen Cents mehr sondern an der Korruption und gesellschaftlichen Menschenverachtung vor Ort. Daran muss dort gearbeitet werden. Das ist aber deren Acker, nicht unserer, darf und kann es nicht sein.

    Korruption ist wohl das größte Hindernis, dass sich die Staaten der dritten Welt weiter entwickeln, sondern häufig bestenfalls im Status eines "Schwellenlandes" stehen bleiben.

    Zur Korruption gehören allerdings immer zwei. Und solange westliche Staaten (und mittlerweile auch China) aus Sorge um ihr Geschäft lieber dafür sorgen, dass sich an den Verhältnissen dort nichts ändert (und fortschrittliche Kräfte gerne auch mal eliminiert werden, oft genug ohne sich selbst die Finger schmutzig machen zu müssen), wird sich erst recht nichts ändern.

    Diese "komische Stimmung" habe ich bei mir auch erlebt. Ich konnte ein noch so reines Gewissen haben (nix schmuggeln oder so) - an der Grenze hatte ich immer ein unangenehmes Gefühl.

    Aber ich glaube, ich habe es schon einmal beschrieben: In der Kleinstadt, in der ein Großteil meiner Verwandtschaft lebte, kannte sich die Leute seit der Kindheit, und da wurde vieles lockerer gehandhabt.

    Dazu gehört vor allem auch, im Alltag angstfrei leben zu können, freie Rede auch in der Öffentlichkeit

    ... kein "Radikalenerlass" ...


    Meine Verwandtschaft hat angstfrei gelebt. Klar, man musste sich einschränken, aber man konnte sich arrangieren.


    Wir hatten das Thema ja schon einmal: Durch Anerkennung der DDR als eigener Staat mit allen Konsequenzen hätte man sogar mehr Reisefreiheit erreichen können. So viel zur Verantwortung des Westens.

    Du meinst weil viele Russen hinter ihm stehen, ist er kein Diktator? Interessante Sichtweise. Dann könnte man auch anzweifeln, dass Hitler ein Diktator war wenn man sieht wie die Massen hinter ihm hergelaufen sind.

    Putin und Hitler auf eine Stufe zu stellen ist ein bisschen übertrieben.

    Der eine ein Diktator, die anderen lupenreine Demokraten - das ist es, was ich anzweifle.