Beiträge von I'm a Substitute

    Der den Trend zur Elektromobilität befeuernde Streetscooter, den die Post, um ein Zeichen zu setzen, in eigener Regie hat produzieren lassen, bewährt sich in zahlreichen Städten (u.a. in Herne) und liefert somit Erfahrungswerte für seinen Alltags- und Umweltnutzen. Im Münsterland sind mittlerweile mehr als 200 Elektrotransporter im Einsatz, und stolz verkündet die Post, wie viel Diesel sich auf diese Weise hat einsparen lassen. Nicht berichtet wird allerdings, wie sich die Verkehrswende auf die Stromrechnung ausgewirkt hat bzw. in nächster Zeit auswirken wird.

    Wo wir grad einen Blick in die Schweiz werfen… da macht aktuell ein seltsames Gerichtsurteil Schlagzeilen. Soso, die Bagatelle Hausfriedensbruch zählt nicht, weil der Wille zum Aktionismus einen "rechtfertigenden Notstand" darstellt… dann muss jetzt natürlich mal jemand in der Wohnung des Richters Tennis spielen. Oder Hammerwurf üben. Wenn dabei was zu Bruch geht, zieht immer noch der rechtfertigende Notstand, dass der Eindringling sich sportlich zu betätigen veranlasst sah… schließlich liest man so viel über die Gefahren von Übergewicht und Bewegungsmangel. Der in die jüngere Geschichte eingehende Richter soll allerdings Wiederholungstäter sein. Und immerhin hat die kantonale Staatsanwaltschaft das Urteil vorsorglich angefochten.

    Ich hab immer gedacht, das zumindest die Schweizer in Europa noch sauber ticken.....wie man sich doch täuschen kann […]

    Die Gleichstellung verlangt das… die Frage stellt sich natürlich, üb die Überquerung einer Straße, die mit dem Seniorenschild bestückt ist, einen Altersnachweis erfordert. Und was macht eine nichtschwangere Person, wenn sie sich einem Fußgängerweg nähert, dessen Nutzung Schwangeren vorbehalten ist? Bzw. welche Streitfragen ergeben sich, falls eine nichtschwangere Person bei Nutzung des Zebrastreifens zu Schaden kommt?!

    Es gibt Polarschlafsäcke, die halten bis zu 60 ° C minus aus. […]

    Ich bin überzeugt, dass jeder handelsübliche Schlafsacke derartige Minusgrade aushielte - bloß der sich einwickelnde Schläfer könnte zu frieren beginnen… Demnächst gipfelt anscheinend das Weltklimaforum wieder mal in Davos, und Vertreter der Generation Z machen sich am Sonntag auf den Weg, um die sonst so ruhige Bergwelt ökologisch zu schädigen… Gretas Anreise ist diesmal auffallend still verlaufen, denn erstens ist Davos nicht per Segelboot erreichtbar und zweitens gibt*s schon Fotos von ihr mit dem Vorjahres-Wollmützchen. Derzeit weilt die gerade 17 Jahr alt gewordene Schwedin in Lausanne (auf dem Genfer See könnte man auch segeln), auch ein Polarexpeditionsausrüster, der mit der Erderwärmung seine Geschäftsgrundlage verlöre, hat die Klimaaktivistin schon vor 'nem Jahr als Werbeikone für sich entdeckt.

    :)

    Dafür, dass Du mich als Gesprächsteilnehmer ablehnst, antwortest Du auffallend oft auf meine Beiträge, Das ist doch nun recht inkonsequent… Übrigens: Das hiesige Thema sind Automobile, also motorisch angetriebene Fahrzeuge zum privaten Transport von Einzelpersonen, deren Gepäck und ggf. sonstiger Transportbedürfnsse. Insofern wäre für ein Gespräch über Lkw, Busse, Panzerfahrzeuge usw. ein weiterer Thread zu starten - es ist doch gar nicht so lang her, dass Moderatorin Zizou am Stammtisch sogar um die Schaffung neuer Threads gebeten hat.

    Statt dessen werden die bestehenden "Alt-Themen" missbraucht, um länger gehegte Antipathien auszuleben, Zwist zu perpetuieren, die Gesprächskultur auf den Stand derÄra PrometheusXLs zurückzusetzen…


    Werfen wir also einen Blick auf die kommende IAA - die alljährliche Leistungsschau der Automobilindustrie, deren Unternehmen sich im letzten Jahr zunehmend bedeckt hielten, und oftmals gleich ganz darauf verzichteten, auf dem Messegelände in Frankfurt am Main vertreten zu sein. Mittlerweile ist es gar fraglich, ob die Internationale Automobilausstellung weiterhin dort stattfinden wird - wie man liest, rechnet München sich Chancen aus, im Herbst neuer Veranstaltungsort zu sein. Allerdings wird Frankfurt ein neues Konzept vorlegen, was auch von Darmstadts Bürgermeister auf den Plan ruft, der seinerseits dem Messegelände seiner Stadt einen Teil des Besucherstorms zukommen lassen will… aus der Automobilausstellung wird jetzt also eine Mobilitätsshow, wo es dann eScooter, Pedelecs, neue neustes Akkutechnik und sicher auch die aktuelle Technologie zur Neubesohlung von Schuhen zu sehen geben wird.

    Netter Versuch, dein Zurückrudern zu vernebeln. :)

    Nix "Zurückrudern". Offenbar ist es unter einigen Forumskollegen hier nicht nur Paradedisziplin, sich auf ad-personam-Beiträge zu beschränken, sondern auch, entweder keine Zeitung zu lesen, oder gleich nach Lektüre zu vergessen, was darin zu lesen war… der Stuttgarter Hauptbahnhof in seiner beinahe hundert Jahren geläufigen (und als Ansichtskartenmotiv auch überregional bekannt gewordenen Form) ist schon oftmals als Anlass vorgeblich antifaschistischer Kritik aufgegriffen worden. Bestimmten Personengruppen galt er als böses Gebäude - anderen nur als Anachronismus. Der Architekt ist schon mal hinsichtlich seiner Persönlichkeit und sein Biographie umstritten, und mit dem Teilabriss des Bahnhofsgebäudes schaltete sich ein Erbe mit Ansprüchen auf das Urheberrecht in den Streit um Stuttgart 21 ein… eines der Kernprobleme unserer auffallend erregungsbereiten Gesellschaft ist deren stärkster Wachstumsmotor: Der an Bildungsmängeln.

    Aber kannste nich im Buch nachlesen,was in so'nem Fall zu tun wäre??

    Richtig: Ratgeber sind eine feste Größe im gegenwärtigen Buchsortiment. Ob man nachlesen kann, was aktuell an Ernährungsprinzipien empfohlen wird, oder wie man sich mit Taschenmesser und Seil- oder Drahtschlinge auf der einsamen Insel behelfen kann, wenn man grad mit'm Flugzeug abgestürzt ist, und als einziger Überlebender die Zeit bis zum nächsten vorbeikommenden Besucher zu überbrücken hat…

    Kein Problem, dafür ist keine Entschuldigung nötig. Und die Dinger, Bogen oder Armbrüste sind wirklich echte Waffen […]

    Du hattest aber die Reaktion diogenes2100s gesehen, nicht wahr? Und in der Tat: Bogen sind als Waffe entwickelt worden, schon in prähistorischer Zeit, um Reichweite und Durchschlagskraft gegenüber Keule, Speer- oder Steinwurf beträchtlich zu erhöhen… aber sowohl Waffen als auch Geschichte sind hierzulande halt Themen, die gesellschaftlich als Tabu gelten - und bestenfalls auf den Tisch kommen, um eine Gesetzesinitiative dagegen zu starten oder ein Mahnmal dagegen zu errichten…

    Manchmal frage ich mich, was alberner ist -[…]

    Deine "Antworten" sind's üblicherweise, denen diesbezüglich die Krone gebührte…

    Übrigens zählt auch die Literatur - fernab des Massenmarktes - bisweilen zu den Künsten, was natürlich längst in Vergessenheit geraten ist, weil nichts mehr Leser findet, was nicht in einfacher Sprache geschrieben ist, was nicht von gerade populären Schauspielern als Hörbuch vorgelesen wird… es ist, anders als Michael Ende es beschrieben hat, nicht Phantásien, das vom Untergang bedroht ist, sondern es schrumpfen Cognistán und Ratio.

    […] Wir sind hier im Autothread […]

    Wie wahr, wie wahr! - Bloß lehnen einige Teilnehmer Gespräche an sich ab, und ansonsten leider auch jeglichen Themenbezug… immerhin entdeckte ich kurz nach dem Einschalten meines Computers eine aktuelle Meldung, die unseren grauen Kater erfreuen dürfte: Es gibt Interesse daran, die auch von ihm ihr so oft geforderte Wasserstoffproduktion nebst Aufbau eines Versorgungsnetzes für diesen in Reinform recht energieaufwendig zu gewinnenden alternativen Treibstoff zu forcieren. (Der Artikel verteilt sich leider auf 4 Seiten und lässt sich nicht als auf einerSeite lesebar verlinken)

    […] den Satellitenteil meines Kommentars hast du auch geflissentlich überlesen. […]

    Keineswegs - gelesen habe ich auch diesen Teil Deines Vorpostings; ich habe ihn nur nicht zitiert und auch nicht darauf geantwortet, weil die von Dir so begeistert hier eingestreute Satelliten erstens, anders Du denkst, auch nicht ewig funktionieren, und zweitens für's Thema Buch- und Schriftkultur eher unerheblich sind. Abgesehen davon würde das worst-case-Szenario eines globalen Stromausfalls auch die Funkverbindung zum Satelliten irgendwie erschweren… das konventionelle Buch hingegen lässt sich stromlos und ohne jede Satellitentechnik lesen…


    Im Zusammenhang mit der Gesprächsphase des letzten halben Dutzend Postings bin ich versucht, in Analogie zur Buchkultur auf die in der alten Politopia Diskussion über Banksys geshreddertes Bild zurückzugreifen… Banksy hat da nämlich veranschaulicht, dass das einzelne Bild (eine ganz banale Darstellung eines Mädchens mit Luftballon) zerstört werden kann, mithin entbehrlich ist, während der Marktwert des einmal erworbenen Werks durch dessen Zerstörung unbeeinträchtigt ist, denn jetzt tragen der Rahmen und die darunter hinabhängenden Streifen den Mehrwert einer Geschichte - das Bildmotiv vor der zeitgleich mit dem Zuschlag bei seiner Verauktionierung symbolisiert also, wenn man so will, den Hang der marktdominierten Gegenwartskultur zur Belanglosigkeit, der Shredder den allgemeinen Zerstörungswillen des gewöhnlichen Menschen gegenüber jeglicher künstlerischer Tätigkeit und ihrer Erzeugnisse, und die in Bildstreifen des "Endproduktes" die Fragmentierung des kulturellen Erbes in der Wahrnehmung und im Bewusstsein seiner Betrachter…

    […] Verlage, die kreativ sind [können] sich an neue Gegebenheiten anpassen […]

    Die aus derartiger Anpassungsarbeit resultierende Veröffentlichungspolitik nebst der entsprechend angepassten Literatur stellt ja genau das Schadensbild der Buchkultur dar.

    Übrigens verhindert auch die globale Verteilung der an der "Blockchain" beteiligten Geräte nichts daran, dass Geräte und technische Standards kontinuierlich ausgetauscht werden, und dass online verfügbarer Content von Netz genommen werden kann… und noch viel weniger bietet diese Technik Schutz davor, dass der einzelne User, der einen bestimmten Content zu betrachten wünscht, wegen lokalen Netz- oder Stromausfalls daran gehindert wird, ihn sich anzuschauen…

    Die Zeiten ändern sich. Wer etwas zusätzlich auf einer Blockchain veröffentlicht, wird es dort sogar noch lesen können, wenn es viele Verlage schon lange nicht mehr gibt. […]

    Es ist durchaus möglich, dass der "technische Fortschritt" das Zeitalter des Verlagswesens zu einem Ende bringt; dass dies wünschenswert sei, ist jedoch keineswegs erwiesen. Und was auf einer "Blockchain" veröffentlicht wurde, ist spätestens bei Stromausfall nicht mehr zu lesen - außerdem zeigt sich ja bereits heute, dass mit der Digitalisierung die tatsächliche Nutzungsdauer der Gerätegenerationen und der technischen Standards/Normen sich verkürzt… mit anderen Worten: Auch, was an Schriftkultur produziert wird, verfällt rasche… bald wird also niemand mehr lesen, was auch nur vor einer Woche geschrieben wurde, das ist dann ja nicht mehr aktuell, und außerdem "entwickelt" sich die Sprache weiter, so dass Formulierungen, die vor einer Woche en vogue gewesen sind, nach Verstreichen weniger Stunden als "altmodisch" empfunden werden… wozu dann also schriftlich fixieren, was mal erdacht oder für bedenkenswert gehalten wurde? Das allumfassend desinteressierte Zeitalter steht also vor seinem Anbruch, und zahlreiche Berufsfelder, ob auf kreativem Feld, ob im technischen Bereich, ob im Dienste der Medien, mühen sich nach Kräften, ihm den roten Teppich auszulegen…

    Hätte ... wäre […]

    Da die Alternative zu Stuttgart 21 - insbesondere, wenn's nach dem Willen der dagegen protestierenden Bürgerinitiativen ginge - der Weiterbetrieb des doch sonst als "Nazi-Architektur" angefeindeten Bonatz-Gebäudes nebst seinen stumpf endenden Gleisanschlüssen gewesen wäre, lässt sich zum Vergleich wohl etwas anderes heranziehen, als ein Konjunktiv. Im Übrigen ist der Mensch - insbesondere im Gespräch - ohnehin das Wesen, das Möglichkeiten bedenkt und zwischen ihnen zu entscheiden vermag.

    […] Für eine sehr gute Entwicklung halte ich, dass Self-Publishing immer mehr zunimmt.

    Du magst das ja für eine gute Entwicklung halten - aber BoDs und vergleichbare Druckkostenzuschuss-Publikationen liegen im Buchhandel nicht aus und werden auch von Bibliotheken nicht angeschafft, so dass die Leser dieser Selfpublishing-Bücher sich den persönlichen Bekanntenkreis des jeweiligen Autors beschränken. Unter Kegelbrüdern mag dann solch eine Buchveröffentlichung ein nettes Geschenk sein, aber Leser erreicht man so nicht - und seinen Charakter als historisches Dokument verliert ein Druckerzeugnis, das in keinem Verlags- oder Antiquariatskatalog, nicht m VlB und in keinem Bibliotheksbestand vermerkt ist, ist Makulaturware.

    Und wieder keine Ahnung. […]

    Interessant, dass die von Dir verlinkte Meldung des Südkurier Bezug auf einen Beitrag des SWR nimmt, der wiederum lediglich eine Studie des VCD (Verkehrsclub Deutschland) zitiert… mit dem alten Kopfbahnhof wäre übrigens der geplante Halbstundentakt auch nicht zu realisieren. Und wie gesagt: Lange, bevor das Projekt in "Stuttgart 21" umbenannt wurde, wurde 1970 bereits über entsprechende Modernisierungs-/Umbaupläne berichtet. Irgendwo müssen noch alte Ausgaben des Magazins "moderne Eisenbahn" archiviert sein - sicher hat seinerzeit auch die DB-Hauszeitung "Rad und Schiene" dergleichen publiziert.